Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Erkenntnisse'

Funken, die die Dunkelheit erhellen

Warum sollten wir auf dem Weg zur Heiligkeit, zur Offenbarung des Schöpfers, zur Anhaftung, zur Korrektur der gesamten Schöpfung, uns an unreine Wünsche, Klipot, nähren? Wozu sind sie notwendig? Wir müssen verstehen, dass der Schöpfer das Zerbrechen bewusst vorgenommen hat, um egoistische Wünsche und Wünsche des Gebens zu vermischen.

Während wir daran arbeiten, zu klären, was Unreinheit (Klipot) bedeutet und was Heiligkeit bedeutet und wie wir Heiligkeit aus den Klipot hervorbringen können, wachsen wir dadurch und erlangen Verstand, Sensibilität und Verständnis dafür, was der Schöpfer erschaffen hat: warum Er die Schöpfung schuf, die aus Licht und Dunkelheit, aus dem Wunsch zu genießen und dem Wunsch zu geben gewoben ist und wie wir das eine vom anderen trennen können.

Unser ganzes Leben ist eine Suche, Enttäuschungen, und Schwierigkeiten. All das, damit wir aus all diesen Reibungen zwischen Nehmen und Geben, zwischen Licht und Dunkelheit Funken gewinnen können. Einfach nur Licht oder nur Dunkelheit können uns nicht helfen, sondern nur wenn wir sie miteinander kollidieren lassen, als würden wir einen Stein gegen einen anderen schlagen und Funken sprühen lassen.

Genau diese Funken erfüllen uns und führen zu so hohen Erkenntnissen über die Materie hinaus, dass wir darin den Schöpfer zu erkennen beginnen. In der Schöpfung gibt es keine Möglichkeit, den Schöpfer direkt zu erfassen, Ihn zu verstehen und zu fühlen.

Doch gerade durch diese Reibung, die die Funken erzeugt, welche die Dunkelheit erhellen, können wir beginnen, den Weg zu verstehen, den der Schöpfer für uns vorbereitet hat. Wir durchlaufen viele schwierige Zustände und plötzlich blitzt in völliger Dunkelheit des Unverständnisses eine Erkenntnis auf, dann noch eine und noch eine, die es uns ermöglicht den Schöpfer zu erkennen.

Nachdem wir mehrere solcher Funken entzündet haben, spüren wir bereits, wie wir den Schöpfer und Seine Handlungen kennenlernen müssen.

(289112)

Aus dem Unterricht zum Artikel Nr. 36 aus dem Buch „Shamati“

 

Den 11. September aufdecken – Die Suche nach der schwer fassbaren Wahrheit

Ich bin sehr für die Freigabe der Dokumente im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Bedauerlicherweise scheint der Schritt, die Dokumente freizugeben, eher erklärend als substanziell zu sein, da es keine Verpflichtung zu einem Zeitplan oder zur Offenlegung des tatsächlichen Inhalts gibt. Dem Schreiben des Justizministeriums zufolge wird das FBI „seine früheren Behauptungen über das Vorrecht überprüfen, um zusätzliche Informationen zu ermitteln, die für die Offenlegung geeignet sind. Das FBI wird diese Informationen so schnell wie möglich offenlegen“. Die Vernebelung der Anschläge vom 11. September ist ein Beispiel für einen Fehler, den Regierungen immer wieder begehen. Das Verschweigen der Wahrheit, egal welcher Wahrheit, über jedes Ereignis in der Geschichte, nimmt uns die Möglichkeit, richtige Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, und wir alle müssen dafür bezahlen.

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Das große Geheimnis der Juden analysieren

Frage: Ich bin über Ihre Antwort über „die jüdische Verschwörung“ gestolpert. Sie haben bestätigt, dass es eine Art von Verschwörung gibt, aber Sie erwähnten, dass es eine positive ist: Nämlich dass jeder weiß, dass die Juden das auserwählte Volk sind und dass sie allen Nationen helfen werden, sich zu vereinen und eine „neue Ordnung“ zu errichten. Meine Frage lautet: Was sind die Mittel oder Methoden, die angewendet werden, um diese neue Ordnung zu errichten? Bitte beantworten Sie meine Frage oder ich muss annehmen, dass Sie keine Antwort haben oder sie verheimlichen.

Antwort: Ich beantworte Ihre Frage so schnell wie möglich, um sicherzustellen, Sie nicht als Student zu verlieren oder Sie durch meine Ignoranz zu enttäuschen. Die Juden haben ein großes Geheimnis, das Antworten zur Zukunft der Welt bereithält. Es betrifft alle Menschen der Welt, was der Grund dafür ist, dass alle die Juden unterbewusst hassen. Jeder hasst die Juden, weil sie auf eine gewisse Art ihre Abhängigkeit von ihnen spüren.

Jedoch wissen die Juden selbst ebenfalls nichts von ihrem Geheimnis! Die einzigen Menschen, die es kennen, sind die Kabbalisten. Sie kennen es seit Jahrhunderten, aber sie verheimlichten es, weil niemand das Verlangen hatte, dem Weg in die Zukunft zu folgen. Der Grund dafür ist, dass der Egoismus der Menschen noch nicht voll entwickelt war.

Jedoch jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir alle die Voraussetzungen erfüllen, um jedem das Geheimnis zu enthüllen. Die Zeichen dafür sind das globale Leiden, Depression, der Kollaps der alten Ordnung und die Enthüllung der globalen Abhängigkeit voneinander. Aber sogar heute gibt es noch nicht sehr viele Menschen, die sich mit diesem Geheimnis beschäftigen.

Von jetzt an ist es Ihnen überlassen. Wenn Sie danach verlangen, das Geheimnis zu enthüllen, werden Sie eine erweiterte Wahrnehmung von allem erlangen, was um Sie herum existiert und was Sie jetzt nicht wahrnehmen. Die Enthüllung geschieht auf ähnliche Weise, wie man wissenschaftliche Forschungen betreibt – was auch immer heute unbekannt ist (ein Geheimnis), verwandelt sich morgen in eine Offenbarung (Erkenntnis).

 

Kabbala Akademie

 

Die Mission der großen Seele des Baal HaSulam

Frage: Baal HaSulam sagte, dass er etwas völlig Neues in seinen Büchern enthüllt hat, was nie zuvor in all den Büchern seiner Vorgänger offenbart wurde. Was genau hat er offenbart?

Antwort: Erstens schreibt Baal HaSulam (1884 – 1954), dass er die nächste Reinkarnation derselben Seele ist, welche immer wieder in unsere Welt, in den großen Kabbalisten zurückgekehrt (von ARI, Raschbi, Moses, Abraham bis zu Adam HaRishon) sind. Dies ist eine besondere Seele, die in unserer Welt erscheint und sich in verschiedene „Kleider“ hüllt, um jedes Mal die gleiche Methode an uns zu übermitteln, aber jedes Mal in einer genaueren und ausführlicheren Form, welche geeigneter für die jeweilige Generation und das Zeitalter ist, in welche sie in diese Welt herabsteigt.

Deshalb war diese Seele, als sie sich im Körper des ARI (1534-1572) befand, noch nicht in der Lage, das zu offenbaren, weil die Zeit noch nicht reif dafür war. Deshalb war ein Teil der Wissenschaft der Kabbala, die für die Generation Baal HaSulams notwendig war, in den Zeiten des ARI noch nicht erforderlich. In der Tat war es sogar verboten, dies zu enthüllen. Aber in der Generation von Baal HaSulam wurde es absolut notwendig, weshalb er erschien und dies alles offenbarte.

Die tiefen Erkenntnisse der Wissenschaft der Kabbala, die wir heute diskutieren, waren noch bis vor zwanzig Jahren verborgen, geschweige denn vor 2000 Jahren. Aber das bedeutet nicht, dass die Kabbalisten der Vergangenheit nicht darüber Bescheid wussten. Wir sind wie kleine Kinder im Vergleich zu ihnen, folglich hatten sie nicht die Erlaubnis, das zu offenbaren, was uns heute erlaubt ist. Denn an wen hätten sie es offenbaren können, wenn die menschliche Wahrnehmung noch nicht bereit dafür war.

Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Zeit zu handeln“ schreibt, wurde es erst in unserer Generation notwendig, die Weisheit der Kabbala an die ganze Menschheit zu verbreiten und zu beginnen, sie zu praktizieren.

Kabbala Akademie

Das weibliche Verlangen und die männliche Absicht

Ich würde sagen, dass praktisch alle Materialien der Wissenschaft der Kabbala der Frau gewidmet sind. Denn wir lernen, wie wir unser empfangendes Verlangen, genannt „Frau“, mit Hilfe des Schöpfers, sprich der „männlichen“ Kraft, korrigieren können.

Es gibt zwei Kräfte in der Realität: den Schöpfer und die Schöpfung, die männliche gebende und die weibliche empfangende Kraft. Genauer gesagt, zwei Verlangen – das gebende und das empfangende – vereinen sich in uns und bilden zwei Hälften: die männliche und die weibliche.

„Mann“ (Gewer – גבר) bedeutet Überwindung (Igrabrut – התגברות), Schirm. Wir unterteilen das Kli in eine männliche, gebende Seite (Überwindung, Schirme, Absichten) und eine empfangende, schwache, zum Geben unfähige Seite, über die geschrieben steht: „Ihre Kraft ist in der weiblichen Eigenschaft versiegt“.

In unserem Leben als einer Projektion der Spiritualität gibt es ebenfalls eine Aufteilung in einen männlichen und einen weiblichen Teil. In der Spiritualität vereinen sich diese beiden Teile der Gefäße miteinander, und in ihrer Einheit stellt das Verlagen (Awiut) den weiblichen Teil und der Schirm und das reflektierte Licht den männlichen Teil dar. Aus ihrer Verbindung wird das Kli geboren, und die Folge davon ist die Geburt des neuen Parzuf, das Empfangen des Lichts um des Gebens willen, mit anderen Worten, die Geburt der Söhne und der Erkenntnisse (Awanot – הבנות). Denn neben den Söhnen gibt es immer auch die Töchter (Banot – בנות).

Aus der Rollenverteilung in unserer Welt sehen wir ganz genau, wozu der Mann und wozu die Frau bestimmt sind.

Die Frau bedeutet „Zuhause“, sie ist dazu berufen, es zu hüten und zu führen, die Kinder zur Welt zu bringen und sich um das Familienwohl zu kümmern. Und der Mann ist dazu berufen, aus dem Haus zu gehen und das Geld zu verdienen. Das ist eine genaue Kopie der Spiritualität, wo das empfangende Verlangen die weibliche Eigenschaft und der Schirm darauf die männliche Eigenschaft darstellt. Indem sie in Einklang miteinander handeln, erreichen sie die Einheit mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, und als Folge davon entstehen neue Parzufim, die um des Gebens willen empfangen – die „Söhne“.

Es steht geschrieben: „Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“. Die Rede ist von der spirituellen Welt, in der gerade zwischen dem Verlangen zu empfangen und der Kraft des Schirms die Shechina, sprich das höhere Licht platziert wird.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 06.03.2011

Nach dem Kongress: Die ersten Erkenntnisse

Eine E-mail die ich erhielt: Rav ! Ich glaube dass ich die Gefühle von vielen Menschen äussern werde. Mich überfällt jetzt eine riesige Enttäuschung…was soll ich machen?

Meine Antwort: Am letzten Kongresstag hörte ich mehrfach von der grossen Hoffnung auf den Durchbruch in die spirituelle Welt, welche bei vielen Teilnehmern dieses Kongresses vorhanden war, und was für eine grosse Verzweiflung sie nun ergreift.

Ich werde euch sofort antworten. Ich selbst bin mit dem Ergebnis des vergangenen Kongresses sehr zufrieden. Und es betrifft nicht die Rekordzahl der Teilnehmer,
oder die positive Reaktion der Presse…..sondern die inneren Veränderungen, das Erwachsenwerden jedes Teilnehmers und der gesamten Weltgruppe.

Zum ersten Mal gingen die Menschen durch Zustände hindurch, welche sie einzeln niemals empfinden werden. In ihren Herzen geschahen die wichtigsten, inneren Klärungen.

Aber jetzt besprechen wir die Hoffnungen. Wenn die Hoffnung auf das wahrhaft Spirituelle, auf den Wunsch des Gebens und der Nächstenliebe gerichtet wären,
dann würden wir keine Verzweiflung empfinden, weil die Möglichkeit des Gebens und der Liebe immer vorhanden ist. Niemand kann sie uns geben oder wegnehmen.

Die erste spirituelle Eigenschaft ist Bina, das Streben zu „Chafez Chessed“ (über die Selbstsucht hinaus), die Empfindung ausserhalb des Wunsches.

Würden Sie danach streben, so wäre es Ihnen vollkommen egal, in welchem Zustand sie sich gerade befinden, denn Sie hätten gespürt, das alles vom Schöpfer kommt, dass Er nach Seinem Plan entscheidet, was mit Ihnen und jedem von uns geschehen wird. Freude wäre die einzige angemessene Reaktion, weil Sie sich in die Macht des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, hineinbegeben hätten.

Machsom wird von demjenigen überquert, welcher vor seiner Selbstsucht davonrennt und mit jeder Bedingung einverstanden ist, um davon befreit zu werden.

Folglich wäre der Mensch einverstanden die Bedeutung „Alle wie Einer“ (ein Mensch mit einem Herzen und einem Wunsch) und die Bürgschaft „Einer für Alle und Alle für Einen“ anzunehmen.

In niemandem von uns gibt es die nötigen Kräfte um von der eigenen Selbstsucht befreit zu werden. Wir sprachen davon, konnten es jedoch bis jetzt nicht genau erkennen.

Es handelt sich gerade um die Eigenschaft, welche uns nicht zusteht, in die Spiritualität, in die Eigenschaft des Gebens, hinaufzusteigen. Wir sind nicht in der Lage, sie als solche zu erkennen. Der Egoismus verbirgt sich in uns wie die Schlange und wir können ihn nicht exact bestimmen, verwechseln ihn die ganze Zeit über mit anderen Eigenschaften.

Nur der Schmerz der Enttäuschung (wie auch der Schmerz einer Krankheit) hilft uns, unsere Selbstsucht zu erkennen und zu begreifen, dass sie kein guter sondern ein böser Herrscher, der Pharao, ist.

Man muss also unbedingt eine Enttäuschung erreichen, um ihn zu hassen, um nur noch das Eine zu wünschen: vom Egoismus losgerissen zu werden.

..Um sich also in solch einen verzweifelten Zustand zu bringen, muss man sich zunächst mit seiner ganzen Selbstsucht (Lo Lischma) ausrichten. Gerade das meinte ich vor dem Kongress „Wir ziehen hinaus, aus Ägypten“ Und alle waren davon überzeugt, dass es auch geschehen wird.

Wenn eine solche Überzeugung nicht vorhanden wäre, dann könnten wir gar nicht enttäuscht werden und hätten das Böse in uns (den Pharao) nicht erkannt, welches eben nicht zulässt, dass wir die Eigenschaft des Gebens erreichen.

Um dieses Böse sofort anzuregen, habe ich gleich zu Anfang des Kongresses gesagt, dass wir verpflichtet sind die Vereinigung zu erreichen, dass unsere gesamte Arbeit bei dem Kongress in der vertieften Selbsterkenntnis und der Beziehung zu allen Freunden
stehen soll. Anstelle der erwarteten „Offenbarung des Himmels“ hat meine Aussage direkt ein Fallen, eine Abkühlung, hervorgerufen.

Mit diesem Aufruf zur Vereinigung und zum Aufstieg über das eigene Ich, wollte ich allen Teilnehmern des Kongresses zeigen, dass wir dazu noch nicht bereit sind.

Einerseits war ich über den Zustand „Das Begreifen des Übels“ sehr froh, andererseits befürchtete ich, dass die Gruppe innerhalb so kurzer Zeit, nicht aus diesem Zustand heraus gelangen kann.

Es gleicht dem Patienten, welcher einen Schmerz empfindet und aus dem Grund beginnt, seine Krankheit mit Hilfe des Arztes, des Schöpfers, zu behandeln.

Ausserdem waren 30 – 40% der Kongressteilnehmer, Anfänger die nicht verstehen konnten was mit uns geschieht. Deshalb haben wir entschieden, zunächst einmal auf dem Schlag des Pharaos – dem Schlag eurer egoistischen Hoffnung – stehen zu bleiben.

Gerade diese Prozesse, die wir erlebt haben, bereiten uns vor auf den Übergang, welcher nicht auf egoistische Füllung, sondern auf die Offenbarung der Möglichkeit des Gebens, der wahrhaftigen Vereinigung „Wie ein Mensch mit einem Herzen“, im Einverständnis mit der Bürgschaft, gerichtet ist.

Somit zählt zum ersten Ergebnis des Kongresses : der Schlag des Pharaos, des Ehrgeizes, der egoistischen Hoffnungen den „Machsom zu durchbrechen“ und die Höhere Welt, sowie auch diese Welt, die Wünsche und die Füllung in sich zu empfangen.

Wie Baal HaSulam schreibt : Wenn der Mensch die spirituelle Grenze erreicht, wird er überzeugt sein, dass die Geisteswelt nicht ihm gehört, wonach er die Klipa – die Grenze und die Eigenschaft des Gebens erlangen kann.

Die Offenbarung unserer Unlust, die sofort nach meiner ersten Lesung, am Anfang des Kongresses geschah, trug bei zu unserer Einigkeit (zur Heiligkeit des Tages), alles erstarrte zu Eis als ich sagte, dass wir anstelle von äusserlichen Handlungen, in die Verbindung untereinander, in die Bürgschaft, in uns, vertieft sein sollten. So zeigte sich unsere erste Selbstsucht, das Öffnen des Übels in uns, in Form einer riesigen Offenbarung.

Wir haben im Laufe des Kongresses entdeckt, dass sich der Pharao in unserem Inneren, und nicht ausserhalb unserer Natur befindet. Und er bekam folglich seinen ersten Schlag – die Enttäuschung über die Ergebnisse des Kongresses.Wir dachten (wir, als der Pharao), dass wir etwas in sich bekommen werden, und bekamen aber nichts – was den ersten Schlag des Pharaos, unserer Selbstsucht bedeutet – weil man niemals in die egoistische Wünsche bekommen kann.

Jetzt sind wir bereit zu bestimmen, in welchen Eigenschaften, unsere Spiritualität geöffnet werden soll – wir verstehen besser, was es bedeutet, über das Höhere und nicht an sich selbst zu denken.

Jeder von uns zitterte vor Ungeduld und wartete sehnsüchtig auf das Wunder, sowohl diese Welt, als auch die Geisteswelt – für sich zu bekommen! Deshalb kam folglich die Empfindung der dringenden Notwendigkeit, sich davon zu befreien, welche uns solche Enttäuschungen brachte, und dass der Anfang der Abtrennung von der Selbstsucht gelegt hat.

Wir haben für diese Erkenntnis teuer bezahlt, wobei gerade die Enttäuschung, der Schlag des Ehrgeizes, der Selbstsucht, der Hoffnungen unser größter Erwerb ist. Deshalb freue ich mich, die enttäuschten Egoisten zu sehen.

Jetzt muss man sich nur bewusst werden, was mit uns geschehen ist. Je nach der Vorbereitung, wird man sich zuerst in der Vernunft bewusst, und später hoffentlich auch in den Empfindungen, wodurch alle Enttäuschungen verblassen werden.

Aber die einzige Schlussfolgerung ist die folgende: der Mensch kann sich von der Selbstsucht befreien, und gerade der Schlag der ungerechtfertigten (egoistischen) Hoffnungen wird uns helfen, sich dem Egoismus (dem Pharao) zu entfremden!
Möglicherweise werden wir noch einige Schläge brauchen, aber sie werden alle auch in dieselbe Richtung gehen, welche wir auf diesem Kongress gefunden haben.

Möglicherweise, können wir sie nicht nur auf den Kongressen, sondern auch in unserer täglichen, virtuellen Verbindung, die Empfindungen erreichen, die wir jetzt zusammen erworben haben. Bis wir uns sehnsüchtig wünschen werden – auf unsere Selbstsucht zu verzichten, d.h. vom einzigen Übel, vom Egoismus aus, die Eigenschaft des Gebens zu erreichen.

Der Schöpfer hat uns dieses große Geschenk dargebracht! Es gibt Niemanden, außer Ihm!

Schreiben Sie uns und stellen Sie ihre Fragen in den Unterrichten. Ich habe nicht Sie, sondern Ihre Selbstsucht betrogen.
Mit Liebe, Rav!

Gibt es Frauen hinter dem Machsom?

Eine Frage, die ich erhielt: Können Frauen den Machsom überqueren?

Meine Antwort: Daran gibt es keine Zweifel! In unserer Geschichte gab es viele Frauen, die sich in der spirituellen Welt befanden.

Unsere Stammmütter, Prophetinnen waren bis zu den letzten Generationen unter uns, und wir wollen hoffen, dass sich das in unserer Generation wiederholen lässt.

Frage: Waren die Prophetinnen ebenfalls Kabbalistinnen?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit dem Schöpfer spricht, und der Schöpfer wird mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala enthüllt. Wenn man kein Kabbalist ist, ist es unmöglich, Prophet zu werden, die Stufe der Väter zu erreichen.

Alle Frauen, von denen du in der Tora liest, verfügen über spirituelle Erkenntnisse und die Wahrnehmung des Schöpfers. Zum Beispiel Batya, deren Name „Tochter des Schöpfers“ (Bat Yud-Hej) bedeutet. Einerseits ist sie die Tochter des Pharao, andererseits hat sie Moses großgezogen. Woher sind diese rechtschaffenen Frauen gekommen, die solche Männer großgezogen haben?

Wie sehr es uns auch vorkommen mag, dass alles dank Männern geschieht, entwickelt sich die Geschichte mit Hilfe von Frauen. Wir lernen in der Wissenschaft der Kabbala, dass die Verbindung zwischen den Stufen, zwischen dem vorherigen und darauffolgenden Zustand durch die Nukwa, durch die Malchut eines jeden Parzufs, einer jeden Stufe erfolgt.

Darum gebärt der weibliche Teil immer den nächsten Zustand, die Verbindung wird von einem weiblichen Teil an den anderen über den männlichen Teil weitergegeben. Das ist dem, was in unserer Welt geschieht, entgegengesetzt.

Frage: Und wie überqueren Frauen den Machsom? Genauso wie Männer oder auf eine andere Art und Weise? Die Männer verbinden sich in der Gruppe, in Liebe zu den Freunden, das bezieht sich aber nicht auf die Frauen.

Meine Antwort: Frauen erhalten jene Bürgschaft, die Männer erlangen, und außerdem die Kraft des Schirms. Ihre Verbindung kann nicht die gleiche wie bei den Männern sein, weil jede von ihnen selbständig handelt, sie haben eine andere Form der Verbindung als Männer.

Der männliche Teil kann also keine Verbindung zwischen den Stufen ohne den weiblichen Teil erreichen, der weibliche Teil kann sich ohne die Hilfe des männlichen Teils nicht verbinden. Und aus diesem Grund befindet sich der Schöpfer gerade zwischen dem männlichen und dem weiblichen Teil. Anders werden wir Ihn nicht enthüllen können.

Moses hat 600 Tausend Männer zwischen 20 und 60 Jahren aus Ägypten herausgeführt, alle anderen waren Greise, Frauen und Kinder, deren Anzahl das Fünffache von der Anzahl der Männer betrug und ohne die es unmöglich war, voranzukommen. Aus diesem Grund führt Kabbala zur Korrektur der Familie und garantiert gerade der Frau eine schöne Zukunft.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T.14

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Sprache der Kabbalisten ist die Sprache der Zweige

Die Sprache der Kabbalisten ist eine Sprache in vollem Sinne dieses Wortes, sie ist hinsichtlich Wurzel und Zweig, Ursache und Folge sehr genau. Ihr besonderer Vorzug ist die Tatsache, dass man in dieser Sprache auch vom kleinsten Detail ohne Einschränkungen sprechen kann. Mit ihrer Hilfe kann man sich direkt dem uns interessierenden Detail widmen, ohne es mit den ihm vorausgehenden oder nach ihm folgenden in Verbindung zu bringen.

Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Kabbalisten haben einen umfangreichen Wortschatz, mit deren Hilfe ihre höchsten Erkenntnisse von einem zum anderen, von Generation zu Generation, mündlich und schriftlich weitergereicht werden, geschaffen. Und das gegenseitige Verständnis ist vollkommen ausreichend, weil diese Sprache über einen solchen Grad der Genauigkeit verfügt, wie es für die Kommunikation und Forschungen im Bereich dieser Wissenschaft notwendig ist. Das heißt, dass ein so exakter Rahmen erschaffen wurde, der es nicht erlaubt, sich zu irren, weil jeder Zweig seine natürliche Definition hat, die nur für ihn charakteristisch ist und deshalb mit absoluter Genauigkeit auf seine spirituelle Wurzel verweist.

Baal HaSulam. Das Wesen der wissenschaft der Kabbala

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Ein Punkt der Freiheit

Auf dem Weg nach oben gibt es zwei Stufen, wobei die erste Stufe den Erwerb des Wunsches (Chissaron) impliziert!
In unserer materiellen Welt werden wir bereits mit diesem Wunsch geboren: wir wollen herrschen, einander ausnutzen, nicht uns gegenseitig verbinden. Aber in der Geisteswelt ist es anders! Wir müssen erst solchen Wunsch verdienen. Und dabei hilft uns das Licht – wir verwenden es, um den Wunsch in der gegensätzlichen, egoistischen Form aufzubauen, die uns hilft,  den Wunsch zum Geben,  das sog. Kli zu bekommen (das geistige Gefäß).

Genauso wie in unserer Welt, in der uns der Wunsch zu bekommen, zu verstehen, zu fühlen gegeben ist – begleitet uns auch in der Geisteswelt der Wunsch zu fühlen, zu geben, zu lieben, sich zu verbinden. Und woher kommt er zu uns?! Natürlich nur vom Licht, das zur Quelle zurückführt. Es gibt keine andere Bezugsquelle! Aber hierzu ist uns der vorläufige Wunsch, das kleinste Bedürfnis notwendig, um die Einwirkung des Lichtes hervorzurufen.

Und dieser winzige Anfangswunsch kennzeichnet unsere Willensfreiheit, die uns in der sehr einfachen, konkreten Form  gegeben ist – in Form des Punktes, den wir im laufenden Zustand entwickeln können.  Es ist nur in der Verbindung zwischen uns machbar, mit Hilfe der gemeinsamen Bemühungen, wenn die Verbindung und die gegenseitige Abhängigkeit angestrebt werden.
Wenn solche Beziehungen zwischen den Seelen oder den Menschen, die sie in ihrem Inneren tragen, erreicht werden, dann wird uns das Licht offenbart, das seine Arbeit beginnt, um uns den neuen Wunsch zu geben, entsprechend unseren Bemühungen. Nur darin besteht die Arbeit des Menschen, wie Baal haSulam im Artikel „Freiheit des Willens erklärt“: sich ein wenig stichprobenartig, in ausschließlich der bestimmten Richtung – in der Beziehung zur Umgebung – anzustrengen.

Dann kommt je nach Maß dieser Bemühungen das Licht, es macht unsere Wünsche deutlicher – ihre Kehrseite, es gibt uns die Empfindung des Mangels, wonach wir die heiligen Namen des Schöpfers enthüllen, bis das ganze Licht, alle Namen geöffnet werden. Auf diesem Wege erreicht der Mensch den Zustand, wo „Israel (die Seele, die zum Schöpfer strebt), Tora und der Schöpfer Eins werden.

Das heißt alle Wünsche des Menschen werden dem Licht ähnlich, welches sie korrigiert hat. Durch diese heiligen Namen erreichen ihn das ganze Licht, das „Tora“ heißt, sowie der Schöpfer – das schöpferische Vorhaben: „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“, das in diesem Licht offenbart wird. Das alles wird im Wunsch des Menschen offenbart. Die Tora ist die Offenbarung der Geisteswelt, die aufgrund der subjektiven, teilweisen Erkenntnisse, der Namen des Schöpfers erfolgt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 1

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Wer ist ein Kabbalist?

Doch die Kabbalisten, die die höheren (höher als die Erkenntnisse der fünf körperlichen Sinnesorgane) Stufen (in ihren Empfindungen und ihrem Verstand) wahrnehmen, erkennen alles (das gesamte Universum) in vollem Umfang (einschließlich seines vor den Menschen verborgenen Teils) und werden einer völligen Erkenntnis dieser Ebenen in sich würdig; dies (und genau diese Erkenntnis) bedeutet „Seele“.
Baal haSulamDas Geheimnis der Entstehung liegt in der Geburt“

Jeder, der die Fülle des Schöpfers erhält, ist stolz auf die Kronen (Früchte der Schöpfung) des Schöpfers. Derjenige aber, der zur Stunde der Handlung (der eigenen Korrektur) spüren durfte, dass auch der Schöpfer auf ihn stolz ist, weil Er ihn (in seiner Ähnlichkeit mit dem Schöpfer) bereit zum Empfangen der Fülle (des Lichts des Gebens und der Liebe) vorgefunden hat, derjenige wird als Kabbalist (die von dem Schöpfer bereitete Güte empfangend) bezeichnet.
Baal haSulam, Brief 46

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