Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

Anfängliche Probleme


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nahm am 15. Juni an einem Kabbala-Seminar in Tallinn, Estland, teil. Beim Treffen äußerte ich meinen Unmut zu folgender Aussage: „Während eines Abfalls kann jemand sogar mehr vorankommen, als während eines Aufstiegs, weil ein Mensch zu dieser Zeit nur die Kraft der Gruppe nutzt, welche immer größer ist als seine eigene Kraft. Die Freunde in der Gruppe werden vom Schöpfer selbst ausgewählt. Wenn du sie lieben wirst, wird er dich lieben.“

Ich bin es gewohnt, vorwärts zu gehen und Dinge alleine zu erreichen. Vielleicht ist das falsch, aber so ist es zurzeit. Menschen singen zusammen, halten sich an den Händen, singen Lieder. Ich spüre, dass sie das nicht nur tun, ohne den Text zu kennen oder zu sehen, sondern sie tun das auch ohne jegliche Seele. Also was soll ich tun?

Ich lege mehr Seele hinein, wenn ich einen Brief an eine Frau schreibe, die ich liebe oder ihr in die Augen blicke. Ich kann noch nicht Teil einer Gruppe sein. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Gruppe und ich muss an mir arbeiten, solange die Gruppe fremd für mich ist. Auf der anderen Seite war es ein Vergnügen, mit einzelnen Menschen am Abend in Tallin zu sprechen. Aber als es zum Singen und Umarmen kam, wollte ich aufbrechen.

Meine Antwort: Jeder rebelliert zuerst dagegen. Manche Menschen sind von Natur aus sozial und manche sind Einzelgänger. Ich persönlich gehöre zu Letzteren, daher verstehe ich Sie sehr gut. Sie sollten so viel Sie können, teilnehmen. Und danach wird Ihr Leben Sie ausrichten, denn wenn man Anstrengungen unternimmt und keine Ergebnisse erhält, versteht man, dass es keinen Ausweg gibt, dass unsere Korrektur in der Vereinigung der Seelen liegt. Sie müssen nicht andere umarmen oder eine gute Singstimme haben. Sie sollten studieren und verbreiten und der Rest wird zu gegebener Zeit kommen. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Wird der Schöpfer den Schöpfungsakt noch mal wiederholen?


Ich erhielt Fragen zu einem wissenschaftlichen Experiment, welches darauf abzielt, den Schöpfungsgedanken zu reproduzieren: Diese Woche las ich ein Interview mit einem Wissenschaftler, der sich auf Quantenphysik spezialisiert hatte – er sprach über ein Projekt, das er und 70 andere Wissenschafter aus der ganzen Welt planen. Im nächsten Monat wollen sie die ganze Schöpfung mit dem Ziel nachstellen, das fehlende Photon zu finden. Aus diesem Grund erbauten sie einen 27 km langen Tunnel zwischen der Schweiz und Frankreich und andere Werkzeuge. Interessant war, dass am Ende des Interviews die Wissenschaftler behaupteten, dass sie nur erfolgreich sein würden, wenn Gott mit ihnen wäre und wenn Er es nicht wäre, sie erfolglos blieben! Meine Fragen dazu sind folgende:

Frage: Wird dies die Welt, das Klima oder die Umwelt beeinflussen?

Antwort: Nein, nur unsere Gedanken und Verlangen haben hierauf Einfluss.

Frage: Wie können Wissenschaftler sich auf Gott beziehen?

Antwort: Auf wen sonst sollte sich ein Wissenschaftler in einer Zeit beziehen, da die Wissenschaft bereits herausfindet, dass sie mit ihrem Latein am Ende ist?

Frage: Was glauben Sie, was die Wissenschaftler entdecken werden?

Antwort: Selbst wenn sie das „fehlende Photon“ finden werden, werden sich tausend neue Fragen auftun und dies wird sich so fortsetzen, denn das Gegenstück zu dieser Welt ist die Höhere Welt – und diese verbirgt sich vor der Wissenschaft. Mehr noch ist die Grenze zwischen Wissenschaft und Höherer Welt eine spirituelle und sie kann nicht mit einem materiellen Beschleuniger übertreten werden. Man benötigt eine spirituelle Vorbereitung dafür, um über den Egoismus aufzusteigen und die Eigenschaften des Gebens und der Liebe zum Nächsten zu erlangen. Die Wissenschaftler wollen die Kräfte, die unsere Welt lenken, kennen lernen und sie werden solange weitermachen, bis sie verstehen und fühlen – als Ergebnis ihrer Experimente – dass sie sich selbst ändern müssen, also den Beobachter!

Verwandtes Material:
Blog-post:Wann werden Wissenschaftler erkennen…
Blog-post: wie können wir die Natur verändern?
Artikel: Der Sechste Sinn
Artikel (engl.): Exploring the Boundary Between Science and Spirituality

Spirituelle Führung und Ausrichtung in der Kabbala


Ich erhielt folgende Frage: Haben Sie jemals die Erfahrung gemacht, dass junge Studenten Ihnen gegenüber eine positive Einstellung ausdrückten, um Ihnen zu gefallen, aber später begannen, alles was ihnen widerfährt, als Manipulation Ihrerseits zu empfinden?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Wir befinden uns unter dem ständigen Einfluss von externen Faktoren, jedoch sind wir uns dessen nicht bewusst. Während des Prozesses des Studiums, fängt ein Student langsam an zu realisieren, wie er von oben (vom Schöpfer) kontrolliert wird und wie er von solch einer Kontrolle befreit werden kann und sozusagen seine eigene freie Wahl und Entscheidung treffen kann, wie er handeln möchte. Diejenigen, die die Kabbala nicht studieren, verbleiben in jeder Hinsicht kontrolliert.

In unserer spirituellen Entwicklung sind wir wie Kinder. Der Unterschied liegt darin, dass die Natur (der Schöpfer) in einem Kind das Streben erweckt, die Erwachsenen zu imitieren. Jedoch in der spirituellen Entwicklung eines Menschen, muss der Mensch selbst dieses Verlangen, ein Erwachsener zu werden, d.h. dem Schöpfer ähnlich zu werden, entwickeln.

Er kann dieses Streben nur durch die Erziehung und Ausrichtung (nennen Sie es „Manipulation“, wenn Sie möchten) des Lehrers und der Gruppe bekommen. Der Student und die Gruppe werden praktisch immer durch den Lehrer angeleitet. Wie könnten sie sonst verstehen, wie und was sie selbst entwickeln sollten.

Die spirituelle Welt ist schließlich vor ihnen verborgen, bis sie unter der Leitung des Lehrers die Eigenschaften erlangen, die jener Welt ähnlich sind. Dann werden sie, zu dem Ausmaß, wie sie der Höheren Welt ähnlich sind, diese fühlen und selbst voranschreiten können.

Das Ergebnis der Führung ist die Unabhängigkeit der Studenten! Dies ist der Unterschied zwischen spiritueller (kabbalistischer) und jeder anderen Art von Entwicklung.

Sie müssen den Artikel „Die Freiheit“ von Baal HaSulam lesen und dann wird alles klar werden.

dl

Lektionen von Baal HaSulam’s Artikel „Die Freiheit“:
Diese Lektionsreihe wurde von Rav Michael Laitman gegeben, PhD, als Teil von Revealing the Upper Worlds TV und Internet Übertragungen (je 55 Min.)

Lektion 1 VideoLektion 1 Audio
Lektion 2 VideoLektion 2 Audio
Lektion 3 VideoLektion 3 Audio
Lektion 4 VideoLektion 4 Audio
Lektion 5 VideoLektion 5 Audio
Lektion 6 VideoLektion 6 Audio
Lektion 7 VideoLektion 7 Audio
Lektion 8 VideoLektion 8 Audio
Lektion 9 VideoLektion 9 Audio
Lektion 10 VideoLektion 10 Audio
Lektion 11 VideoLektion 11 Audio
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Lektion 14 VideoLektion 14 Audio