Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Enthüllung'

Die warme Welle der Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Viele Anfänger sprachen davon, dass sie am zweiten Tag weder die Kräfte, noch den Wunsch hatten, zum Kongress zu kommen.

Als sie aber angekommen sind, haben sie gefühlt, wie sie plötzlich eine warme Welle der Liebe eingehüllt hat. Was ist mit ihnen geschehen?

Meine Antwort: Dies ist die so genannte „Versüßung“ – da wir den vollkommenen Zustand noch nicht erreicht haben.

Jede Linie besteht ihrerseits aus drei weiteren Linien. Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben, gibt es in ihr die linke, die rechte und die mittlere Linie. Und es ist das, was eben geschah.

Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben besteht sie ihrerseits aus drei weiteren Linien, die linke, die rechte und die mittlere.

Mit anderen Wörtern, am zweiten Kongresstag wurde die rechte Seite der linken Linie geöffnet.

Die Frage: Viele Menschen erzählten mir, dass sie am dritten Kongresstag etwas Eigenartiges gefühlt haben. Sie wissen nicht, was es war, aber dieses Gefühl veränderte ihre gesamte innere Empfindung des Kongresses …

Meine Antwort: Es ist richtig. Obwohl es die mittlere der linken Linie war, und wir zur vollkommenen Enthüllung noch nicht gekommen sind, bringt uns diese Linie dennoch das gewisse Leuchten von oben. Deshalb haben sie es auch gefühlt.

Man muss allerdings nicht denken, dass etwas grandioses geschehen ist, es ist immerhin ein sehr kleines Leuchten. Außer unserer Hauptgruppe, waren auf dem Kongress viele neue Menschen anwesend, weshalb alles ein wenig komplizierter war.

Aber immerhin haben wir eine wesentliche Veränderung in unserem Aufstieg erreicht. Es bedeutet eben den Eintritt auf „die Treppe Jakobs“ – auf ihrer linken Seite.

Denn wir erreichten das Begreifen des Übels, und verstanden, dass wir nicht bereit sind, die Spiritualität in den egoistischen Wünschen zu erreichen. Dass dies unserer Natur zuwider ist, und wir wissen nicht, wie sie zu verändern ist.

Aber immerhin ist es schon der Anfang. Und von hier aus können wir weiter mit anderen Begriffen operieren.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 12.11.2010

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Der schmackhafte Schöpfer!

Die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ ist der Anfang des Wunsches, den Schöpfer zu enthüllen.

Folglich möchte der Mensch erfahren: wer ihn geboren hat, was seine Wurzel ist, wer ihn lenkt?! Wer alles geschaffen hat und wofür Er mich in solch einem „Umschlag“ dieser großen Welt geschaffen hat.

Was will Er von mir in jedem Augenblick, warum lässt Er mich nicht in der Ruhe, stoeßt mich in eine unbekannte Richtung vorwärts?!

Wenn in uns solche Fragen entstehen – dann vergiften sie unser Leben, und der Mensch kann ohne die Enthüllung des Schöpfers nicht mehr existieren. So sind wir vom Licht geschaffen, das sich in uns, in allen unseren Wünschen abgedruckt hat.

Somit sind unsere Wünsche die Abformung, der Abdruck des Lichtes. Und solange wir es nicht heranziehen, uns nicht mit diesem Licht erfüllen – werden wir uns auch nicht beruhigen! Folglich wird uns dieses Leben schlechter als der Tod vorkommen! Ich werde zu allem bereit sein, um wenigstens einen Tropfen dieser Füllung zu bekommen.

Deshalb besteht unsere Aufgabe darin: den Schöpfer, das Licht zu enthüllen, und zu klären, in welcher Form wir uns anfüllen können. Diese Klärung ist aber nicht einfach, und deshalb heißt die Wissenschaft der Kabbala: „Chochmat ha-Kabbala“ („die Weisheit des Empfangens“). Sie funktioniert anders als in unserer Welt, wo man nur den Mund öffnet um den Durst zu stillen.

Den spirituellen Wunsch kann man nicht direkt stillen. Man muss ihn zuerst klären, denn der Schöpfer gibt mir keinen fertigen Wunsch, der für das Erhalten des Lichtes geeignet ist.

Er will, dass ich selbst prüfe, was ich will, was das Licht ist, damit ich verstehe, dass es die beste aller möglichen Füllungen ist! Damit ich alle Wünsche und alle Füllungen probiere und sage: „Nein, ich will nur das Licht!“

Der Schöpfer ist sehr „eifersüchtig“ und „schikanös“, Er will, dass ich nur Ihn und nichts anderes liebe!

Und er prüft mich, indem Er mir alles offenbart, wonach ich sagen soll: „Nein, Du bist doch der beste, aus allen Arten der Füllung, aus allen Genüssen bist Du der schmackhafteste!“

Es ist geschrieben: „Schmecken Sie und überzeugen Sie sich, wie gut der Schöpfer ist“ – weil diese Art der Füllung Geschmack heißt.

Aus der 7. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

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Das Ende des Filmes im dunklen Saal

Unsere ganze Arbeit ist auf die Enthüllung des Schöpfers gerichtet. An Seiner Anwesenheit mangelt es uns. Außer Ihm gibt es nichts in der Realität.

Der Schöpfer ist eine allumfassende Kraft, in der wir uns befinden, obwohl wir sie nicht empfinden. Unser egoistischer Wunsch unterscheidet den Schöpfer nicht, weil er nicht auf der gleichen Welle eingestellt ist, und nicht über dieselbe Eigenschaft verfügt.

Deshalb arbeiten wir gerade an unserem Wunsch, den man verändern muss, um den Schöpfer entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften (Chok Ischtawut Hazura) zu öffnen.

Wir sehen, hören, tasten und riechen alles innerhalb des eigenen Wunsches. Wenn wir ihn verändern würden, dann könnten wir den Umfang der Empfindungen ausdehnen. Aber es bedeutet nicht, dass wir die Sensibilität unserer Sinnesorgane, mit Hilfe der zusätzlichen Geräte verstärken werden: sei es die Ortungsgeräte, die Radioapparate, die Teleskopien oder die Mikroskope.

Nein, wir erhöhen nicht die Aufnahmefähigkeit des egoistischen Wunsches, sondern verändern sein Wesen, schalten ihn von der inneren Wahrnehmung auf die äußerliche um, geben ihm die Fähigkeit, das zu empfangen, was sich draußen befindet.

Der auf diese Weise umgeformte Wunsch wird aus fünf körperlichen (irdischen) Sinnesorganen (Empfindungen): aus der Sehkraft, dem Gehör, dem Geruch, dem Geschmack, dem Tastsinn – in fünf geistige Sinnesorgane – Sfirot: in Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut ausgedehnt. Jetzt hat der Wunsch eine andere Form: er bekommt nicht mehr, sondern gibt – und in dieser Absicht des Gebens, nehmen wir die Höhere Realität wahr.

Obwohl diese uns nicht bekannt ist, sind die Veränderungen trotzdem möglich. Das erzählen uns die Menschen, die es getan und das ganz neue Leben gefunden haben.

Im Augenblick leben wir daher in der Realität der fünf Sinnesorgane, im Weltbild, das vom egoistischen Wunsch dargestellt wird. Aber wenn wir die Absicht der Wahrnehmung umschalten, dann werden wir die äußerliche Realität in der Eigenschaft des Gebens wahrnehmen – zusätzlich zur vorhandenen Eigenschaft des Empfangens.

Es ist eben diese neue Welt, die uns in fünf neuen Empfindungen geöffnet wird. Darin gibt es eigene Farben und Laute, Vernunft und Bewegungen der Seele – alles, was es hier gibt, und um vieles reicher, klarer, vollkommener. Es sind unsere irdischen Wurzeln.

Dann sollen wir das erreichen, wozu wir auch kommen wollen. Denn unser egoistischer Wunsch, welcher nach dem Prinzip der Absorption gilt, ist schon erschöpft. Darin kommt die Verzweiflung deutlicher zum Vorschein: wir verlieren das Interesse für „dieses Kino“, das wir schon gesehen und bewertet haben. Der Film dieses Lebens interessiert uns nicht mehr, füllt uns nicht mehr aus.

Die ganze Menschheit kommt noch zu dieser Erkenntnis. Die nach innen gerichtete Wahrnehmung liefert die vorige Freude nicht, wir haben ihren Vorrat verbraucht und sollen uns jetzt nach der Wahrnehmung ausrichten, die nach draußen gewandt ist.

Wenn wir also den Wunsch verändern, ihn von innen nach außen umorientieren, dann werden wir die veränderte Welt – die Welt des Gebens erreichen. „Olam afuch raiti„.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.11.2010

Kabbalisten über Kabbala heute, T.2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].
Der Beweis, dass unsere Generation sich schon in der Zeitperiode der Messias befindet.

Wer weiß besser als ich, dass ich es überhaupt nicht wert bin, auch nur ein Bote zu sein und ein Autor, um solche Geheimnisse zu enthüllen und noch weniger, sie gründlich zu verstehen. Und warum hat mir der Schöpfer das angetan? Nur, weil die Generation es wert ist, weil es die letzte Generation ist, die genau an der Schwelle der kompletten Enthüllung steht. Und aus diesem Grund lohnt es sich, anzufangen, die Stimme des Horns des Messias zu hören, welches die Enthüllung der Geheimnisse ist, wie erklärt wurde.
Baal HaSulam. Horn des Messias

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wüsste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde; das heißt, so wie bis zur Gegenwart keinem einzigen Weisen jene Wege offenbart wurden, mit deren Hilfe man öffentlich mit dem ganzen Volk studieren könnte, und den Charakter eines jeden Wortes erklären könnte …

Das ist es, was mir der Schöpfer in vollem Maße schenkte. Wie es bei uns üblich ist, hängt es nicht von der Genialität des Weisen selbst ab, sondern vom Zustand, in dem sich eine Generation befindet, … und daher sagte ich, dass mein ganzer Verdienst in der Enthüllung meiner Generation liegt.
Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Der Dritte ist nicht zu viel

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Unterschiede zwischen der Arbeit an der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit mit der Frau an der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.

 Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wenn zwei Menschen es schaffen, sich so zu verbinden, dass sich der Schöpfer in ihrer Verbindung offenbart – selbst wenn es erst einmal nur in der Phantasie ist -, kommen sie schneller zur spirituellen Enthüllung.

Der Schöpfer ist immer anwesend, doch die Frage ist, ob wir das in Betracht ziehen oder nicht. Wenn wir in der Lage sind, in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer wahrzunehmen, enthüllt Er sich. Und wenn Seine Enthüllung unsere Entwicklung stören und verwirren könnte, bleibt Er verhüllt, lenkt jedoch immer „hinter den Kulissen“.

Deshalb steht hinter den Verlangen, Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen der Schöpfer, denn „es gibt niemanden außer Ihm“. Doch da ich nicht direkt mit Ihm arbeiten kann – ich habe keine Widerstandsfähigkeit, kapituliere sofort, annulliere meine Freiheit und Selbständigkeit -, bleibt Er verborgen. Dann sehe ich nur den Menschen, und in Bezug auf ihn kann ich mich frei verhalten.

Doch wenn wir es schaffen, hinter jedem zielgerichtet den Schöpfer zu sehen, dann werden wir, indem wir unser Verlangen mit der richtigen Absicht nutzen, sehr schnell die wahre Realität enthüllen.

In dieser Arbeit mit den Freunden entstehen verschiedene Berechnungen und Probleme, mit der Frau ist sie jedoch möglich. Wenn Mann und Frau beschließen, hinter ihrer Beziehung den Schöpfer zu sehen, wie geschrieben steht: „Mann und Frau – der Schöpfer zwischen ihnen“, dann wird ihre Verbindung zielgerichtet und hoch sein. Und da sie sehr viele Formen und Möglichkeiten in sich mit einschließt, kommen sie schnell voran.

Die Abwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau, der sich immer zwischen ihnen befindet, ist die Wurzel aller Probleme innerhalb einer Partnerbeziehung.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 29.10.2010 

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Der Verstand der Schöpfung ist die allgemeine Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann die Gedankenkonzentration den Menschen zur Enthüllung der spirituellen Welt bringen?

Meine Antwort: Alles klärt sich im Gedanken. Die Rede ist nicht von unserem Verstand, der künstlich in der Universität aufgepumpt wurde, damit ich „schlau“ werde.

Der Verstand ist die Kraft der Analyse und der Synthese, die Kraft der Verbindung von gegensätzlichen Meinungen in einem Menschen. Bina, die wir als Verlangen zu geben bezeichnen, ist der Gedanke. Der Gedanke ist Malchut de Chochma, und Malchut, die von Chochma empfängt, ist Bina.

Die allgemeine Malchut, die sich zu Bina erhebt und zu ihrer Nukwa wird, ist ebenfalls Nukwa de Chochma, denn sie will Chochma und nicht Bina erreichen.

Das heißt, der Gedanke ist eine grundlegende Sache. Als Gedanke wird meine Fähigkeit bezeichnet, die höheren Eigenschaften von Chochma und Bina in Malchut wahrzunehmen und mit ihnen zu arbeiten.

Der Verstand ist meine Fähigkeit, die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer aufzubauen. Die allumfassende Verbindung, die ich enthülle, ist der Verstand, die Weisheit, das Netz.

Genauso ist auch unser Gehirn beschaffen. Der Intellekt, der Verstand ist das Maß der Lebenskraft, die Fähigkeit, zu verstehen, zu kontrollieren, in Gang zu setzen, wahrzunehmen.

Woher kommt das? Das ist die Folge von zwei Kräften: der Kraft von Bina – des Verlangens, dem Schöpfer zu entsprechen, und der Kraft des Schöpfers, der sich in dem Maße dieser Entsprechung in die Schöpfung kleidet. Genau das ist der Verstand der Schöpfung – das Licht Chochma, eingekleidet in das Licht Chassadim.

Darum, wenn wir versuchen, dieses Netz zu ergründen, zu verstehen, welche Verbindungen darin existieren und nach welchen Gesetzen es funktioniert, wie wir die Verbindung, die zwischen uns bereits existiert, enthüllen und erfassen können, bedeutet das, dass wir den, „der die Vernunft erschafft“, den Schöpfer, erreichen und Ihn erkennen – „aus Deinen Taten werde ich Dich erkennen“.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

Der Grund aller Verzögerungen.

Eine Frage, die ich erhielt: Welche praktische Tipps haben Sie für die Verstärkung unserer inneren Arbeit?

Meine Antwort: Wir müssen mehr Zugehörigkeit zur allgemeinen weltweiten Gruppe empfinden. Sie besitzt mehr Kräfte und Möglichkeiten, um uns aus den einzelnen Gruppen zum allgemeinen Wunsch zu erheben. Wir sollten in unserer Einigkeit die erste Eigenschaft des Gebens öffnen.

Ich hoffe, es wird auf diesem Kongress geschehen, und ihre Konturen werden in unserem Inneren sichtbar werden. Unsere nächste Aufgabe ist, sich zu bemühen mit ihr die Verbindung zu halten, d.h., trotz ständigem Wachsen/Öffnen der Selbstsucht in jedem einzelnen immer mehr vereinigt zu werden.

Welche Handlungen werden uns darin helfen? Aus allen kabbalistischen Quellen und aus der Gesprächen mit Rabasch ist nur ein Mittel ersichtlich: Die gemeinsame Bitte während des Studiums. Im Laufe des Tages, vor dem Unterricht soll ich klären, worum ich bitten möchte.

Unabhängig davon, womit ich mich gerade beschäftige, woran ich momentan arbeitete – bin ich verpflichtet, das Studium mit der FragedesProblems zu beginnen, ich muss also genau wissen, worum ich zu bitten habe.

Jeder soll zum Unterricht mit der Frage kommen, die auf das Ziel gerichtet ist. Dabei kann jeder seine Frage auf die eigene Art formulieren, in Verbindung mit dem persönlichen Zustand. Hauptsache, man kommt mit der Frage, mit der Forderung.

Diese Fragen reihen sich in Malchut der Welt Azilut ein, sie hebt das МАN zu Seir Anpin, und er – zu Bina. Dies ist notwendig: der Wunsch, das Erwachen, die Leidenschaft, der Schrei, bis die Tore der Tränen erreicht werden.

Für die Vorbereitung auf die Bitte sind uns alle Tagesstunden vom Unterricht gegeben, wobei sie selbst während des Unterrichtes entsteht.

Somit ist es unwichtig, welches Material wir gerade lesen oder welche Fragen wir bearbeiten – der Lehrstunden widmet man der Bitte: wie bekomme ich das, was ich im Laufe des Tages zum ersehnten Wunsch gemacht habe, den ich jetzt realisieren muss.

Der Grund aller Störerungen- ist die ungenügende Vorbereitung, der Mangel an gegenwärtiger Bitte, wenn wir uns zusammen mit dem Lichtsowie dem Weltkli befinden.

Auf dem Kongress ist es also wichtig, vereinigt zu werden, man muss dorthin mit dem echten Wunsch kommen. In verschiedenen Stilen und den Variationen müssen wir das allgemeine Wesen zeigen: wir wollen zwischen uns die Höhere Kraft offenbaren.

Welche Kraft ist die Höhere in Bezug auf uns? Wir stellen den Wunsch des Erhaltens dar, und die höhere Kraft ist ein Wunsch des Gebens. Wir wollen ihn in uns öffnen, damit er in uns gezeigt wird, uns ausfüllt. Es ist die Offenbarung des Schöpfers in den Geschöpfen.

Auch wenn unsere Wünsche zunächst schwach sind, wird ihre allgemeine Macht ausreichen, um den Schöpfer zu enthüllen, aber nur dann, wenn sie vereinigt werden.

Und dann bleibt in uns Reschimo – der Eindruck von der Enthüllung, der uns jeden Tag in der häuslichen Gruppe zugelassen wird, sich nach diesem Zustand zu richten, ihn heranzuziehen, zu festigen und zu verstärken, auf seiner Grundlage die neuen Stufen aufzubauen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“, 05.11.2010

In den Händen des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Generation zu leben ist eine große, schwere Verantwortung?!

Meine Antwort: In der letzten Generation zu leben ist gerade nicht die schwere Verantwortung, sondern eine riesige Freude, weil man trotz den Kräften der Gegenwirkung, in denen die Hilfe des Schöpfers auch zu sehen ist, wie das Kind keucht und sich bemüht, das Ziel zu erreichen.

In der letzten Generation zu leben ist sehr gut und sehr leicht! Alle sorgen sich um mich, alles ist in Ordnung, ich bin von der Liebe der Freunde umgeben, und der Schöpfer beschenkt mich mit dem Guten.

Die Enthüllung des Angesichts des Schöpfers – bedeutet, dass das ganze Leben sich verändert, dass ich gesund werde und keine Probleme mehr habe, dass ich mich gut und komfortabel fühle. Folglich sehe ich die ganze übrige Welt um mich herum – dass alle Menschen gut leben! Ich sehe vor mir die ganze höhere Welt, die offen und ewig ist.

Ich zähle nicht die Augenblicke des Lebens, die mir bis zum Tod geblieben sind, ich habe keine Ungewissheit, was das Morgen betrifft – ich bin in der Welt der Unendlichkeit aufgelöst. Warum sollte ich dann irgendwelche Unannehmlichkeiten erwarten?! Es wird in der Welt kein Übel mehr geben, und ich werde mich „an das Gute“ anschließen!

Gerade diese Enthüllung wollen wir auf unserem Kongress erreichen, damit sie auf uns den ständigen guten Einfluss ausübt.

Und alle Besorgnisse und Erwartungen der Schwierigkeiten muss man vergessen und wegwerfen – denn sie wird es nicht mehr geben! In dem Augenblick, in welchem du dich mit den Freunden verbindest und den Schöpfer offenbaren willst, gerätst du unter die beste Einwirkung der Quelle des ganzen Guten. Außer ihr gibt es keine andere Kraft, die uns beeinflussen könnte.

Du wirst durch die Gruppe an die stärkste und beste Quelle der Energie angeschlossen. Man muss nur trotz alle Hindernisse, diese Verbindung weiterhin verstärken! Wir werden uns bemühen, es in drei Tage des Kongresses zu machen, und wir werden sehen, dass man auch diese Weise lebenslang genießen kann.

Infolge dieser Verbindung findest du die wunderbare Kraft, mit der du in allem – in jeder beliebigen Lebenssituation erfolgreich sein kannst. Die einzige Bedingung hierfür ist, die Verbindung mit dieser Kraft fest zu halten – weil sie alle Handlungen und Ereignisse in unserer Welt bestimmt.

Und du wirst sie ganz offenbar empfinden. Du wirst dich wie das Kind fühlen, das die Hand des Erwachsenen hält, um ihm an jeden beliebigen Ort zu folgen.

Wie der kleine Sohn die Hand des Vaters oder der Mutter nimmt, und sie schleppt, damit sie für ihn das erledigen, was es selbst noch nicht machen kann. Genauso wirst du es mit dem Schöpfer machen – Er wartet darauf!

Wir werden hoffen, dass uns gelingen wird, dass Er uns auf die Hand nehmen und helfen wird, alles zu erfüllen, was notwendig ist!!!

Aus dem Unterricht über den Artikel „Die letzte Generation“, 07.11.2010

Einladung zu einem vom Schöpfer organisierten Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Uns ist gelungen, einen so großen Kongress zu organisieren. Ist das ein Beweis dafür, dass wir auf dem Weg des Lichtes (der Tora) und nicht auf dem Weg der Leiden voranschreiten?

Meine Antwort: Natürlich! Denn uns wird ermöglicht, die Wissenschaft der Kabbala für eine so breite Öffentlichkeit und an so einem Ort zu enthüllen, wo sich die stärkste Widerstandskraft (Klipa) befindet – in Israel, an dem Ort der Zerstörung des Tempels, dem Ort des spirituellen Zerbrechens.

Die restliche Welt wehrt sich nicht so sehr gegen die Kabbala, denn sie weiß sehr wenig davon.

Doch gerade in Israel existiert dieser Widerstand, denn es befand sich einst auf einer spirituellen Ebene, mit der Absicht des Gebens und der Nächstenliebe, dann stürzte es von dieser Stufe in den grundlosen Hass, in die unreinen Kräfte, in die „Klipa“, in die egoistische Absicht ab.

Deshalb ist gerade hier, in Israel, der Ort der Enthüllung des Bösen und der größten Unreinheit. Aber auch deren Korrektur.

Und noch schlimmer ist es in Jerusalem, an dem Ort der Zerstörung des Tempels. Und der schlimmste Ort ist das „Allerheiligste“, der heiligste Platz im Tempel, der zum Ort der größten Unreinheit wurde.

Darum spricht die Tatsache, dass es uns gelingt, in Israel so einen großen und hinreichend bekannten Kongress zu veranstalten, der im Fernsehen, in der Presse und selbst auf den Werbetafeln auf den Straßen angekündigt wurde, und zur Teilnahme daran Tausende von Menschen heranzuziehen, davon, dass wir von oben als ein Mittel zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen benutzt werden!

Und der Schöpfer führt diese Handlungen zur Erreichung der Korrektur durch uns aus, für die scheinbar die Zeit gekommen ist! Ich sehe darin nur die lenkende Hand des Schöpfers – allein hätten wir das alles nicht bewerkstelligen können.

Doch natürlich haben wir nicht nur einen ebenen Weg vor uns. Der Weg zu der Rose (s. den Sohar, Einführung in das Buch Sohar, Artikel „Die Rose“), zu Malchut, ist mit lauter Dornen versehen.

Also werden wir noch um die Korrektur von Malchut kämpfen müssen, um ihren korrigierten Zustand – die Rose – erreichen zu können. Und wir werden noch den Widerstand gegen unser Bestreben zur Vereinigung der ganzen Welt und zu „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ enthüllen…!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die letzte Generation“ vom 07.11.2010

Alles befindet sich innerhalb unserer Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Was hat die Enthüllung der Wahrheit mit der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Verbindung aller Seelen zu tun?

Meine Antwort: Das ist ein und dasselbe. Die gegenseitige Verbindung ist die Wahrheit. Das Netz unserer Verbindungen nennt sich „Gefäß“, Kli.

Der Schöpfer hat einen Abdruck von Sich im Material des Verlangens zu genießen hinterlassen, hat diesen Seinen Abdruck in dessen Masse eingetaucht. Nun gibt es in mir eine „Vertiefung“ mit einem Reliefmuster.

Dieses Muster stellt eine Verflechtung von Verbindungen zwischen den Verlangen dar, die der Schöpfer erfüllt, wenn sie korrigiert sind. In diesem Fall ist Er ihr Netz. Das gemeinsame Netz dieser Punkte nennt sich „Malchut der Welt der Unendlichkeit“.

Nach und nach verbirgt Sich der Schöpfer und hinterlässt ein Seelensystem – und dann findet das Herabsteigen der Welten statt. In dem Maße Seines Verschwindens fühlen sich die Seelen immer mehr einander entgegengesetzt, während sie zur Kehrseite (Sitra Achra) übergehen, wo die Verbindung gestört, geschwächt ist und einen egoistischen Charakter annimmt.

Im Endeffekt landen wir in dieser Welt und nehmen anstelle der gegenseitigen Verbindung, anstelle des Schöpfers, der uns erfüllt, die Leere, die Trennung voneinander wahr.

In Wirklichkeit nehme ich immer den Schöpfer wahr. Denn es gibt nichts mehr, was ich wahrnehmen könnte, es gibt nur mich und Ihn. Doch in der jetzigen Realität nehme ich Ihn entsprechend meinem momentanen egoistischen Zustand wahr.

Das Ziel des Prozesses ist, die Wahrheit, den wahren Zustand zu erreichen, indem man alle Hüllen von sich wirft. Indem ich die Verbindung zwischen uns aufs Neue enthülle, werde ich in einem bestimmten Moment sehen, dass sie nicht die Menschen, sondern die Seelen, die Verlangen verbindet. In dem Charakter dieser Verbindung, in deren Wesen, in deren Stärke enthüllt sich uns der Schöpfer.

Es gibt keine andere Realität außer der allgemeinen gegenseitigen Verbindung. Sie füllt alles aus, und wir sind so erschaffen worden, dass wir nichts außer ihr wahrnehmen können. Wir befinden uns innerhalb von ihr.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 03.11.2010