Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Jenseits der “Blackbox” der Schöpfung

Wir müssen die Schöpfung in ihrer Gesamtheit und Tiefe erreichen. Dann werden wir imstande sein, zu tun, was geschrieben steht: „Ich werde Dich an Deinen Handlungen erkennen.“ Das bedeutet, dass wir unseren Schöpfer in unserem Innern erfahren werden, in dem Maße, in dem wir das System korrigieren. Wir werden Ihn innerhalb unserer eigenen Materie erkennen, welche eine erhabenere, besondere Form annehmen wird.

Sprache ist eine Verbindung zwischen dem Licht und dem Kli (Empfangsgefäß). Sie ermöglicht uns, das Licht zu verstehen und seine Formen anzunehmen. Sie ist ein Programm, das in unser Material eindringt und aus uns neue Formen bildet, indem sie diese jedes Mal anders gestaltet.

Die gleichen 22 Buchstaben werden in uns fortwährend anders angeordnet. Sie beugen und formen unser Material und machen uns mehr und mehr gebend, bis wir vollständig wie der Schöpfer werden. Wenn wir das erreicht haben, werden wir die Kraft verstehen, die uns geschaffen hat.

Bis dies jedoch geschieht, werden wir alles nur gemäß der Veränderungen in uns offenbaren. Das heißt, dass wir alle Sprachen, Programme, Veränderungen und alles, was wir durchlebt haben und was in unserem Gedächtnis, in unserem riesigen „Computer“ gespeichert ist, enthüllen. Dort können alle Formen und Eigenschaften gefunden werden, vom Ursprung bis zum Ende.

Aber dies alles ermöglicht uns, die Hauptkraft zu erlangen – den Schöpfer, der diese „Blackbox“ erschuf, genannt „Malchut der Unendlichkeit.“ Wir werden dann seine Handlungen jenseits dieser „Box“ erlangen – hinter der Schöpfung des erschaffenen Seins selbst.

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Die neue Stufe der gleichen alten Krise

Eine Frage, die ich erhielt: Trotz aller Zahlen und Fakten glauben Sie nicht, dass die Weltwirtschaft aus der Krise ist. Und dies ist die Meinung der Kabbala?

Meine Antwort: Ich bin kein Ökonom und Kabbala dient nicht zu Marktprognosen. Aber hier ist meine persönliche Meinung:

Wir beobachten die steigenden Ölpreise und Aktienkurse. Dies ist der Grund, warum die Menschen über das Ende der Rezession und über den weltweiten Wirtschaftsaufschwung zu sprechen beginnen.

Dies ist jedoch kein Spiegelbild des realen Wirtschaftswachstums, sondern eine künstliche Anregung der Nachfrage und neuer Spekulationen, als ein Ergebnis der staatlichen Subventionen in die Wirtschaft. Die Spekulation auf dem Ölmarkt verursachte den Anstieg der Preise für Öl und andere Güter. So wurden neue Blasen geschaffen, die ebenso platzen werden und einen erneuten wirtschaftlichen Zusammenbruch mit sich bringen werden.

Die Regierungen haben Mittel zur Verfügung gestellt, um die Nachfrage der Verbraucher zu fördern und damit ein wirtschaftliches Wachstum auszulösen. Allerdings sind diese Mittel bei den Banken gelandet und statt einem Wirtschaftswachstum geht es mit den Entlassungen weiter, was folglich einen weiteren Rückgang in der Nachfrage mit sich bringt.

Die Staatsverschuldungen der führenden Volkswirtschaften der Welt sind höher als deren jährliches Bruttoinlandsprodukt. Zudem sind die militärischen Ausgaben auf dem Vormarsch und das Drucken von Geld geht munter weiter.

Fazit: Wir sind in der nächsten Phase der gleichen Krise und wir steuern auf das Platzen einer noch größeren Blase zu.

1. Die Ursache der Krise liegt in der Tatsache, dass wir über viele Jahrhunderte hinweg die Grenzen unserer egoistischen Entwicklung erreicht und ein globales, integrales System gebildet haben.
2. Das Verhaltensgesetz eines solchen Systems basiert auf der gemeinsamen, gegenseitigen Verbundenheit seiner Elemente. Dies ist wie bei den Organen des Körpers, in welchem jedes Organ funktioniert und dadurch das ganze System unterstützt und dadurch die eigene Existenz absichert
3. Um eine solche Verbindung (den Nächsten zu lieben wie sich selbst) zu erschaffen, muss diese Verbundenheit deutlich offenbart werden. Nur unter diesen Umständen erreichen wir die Möglichkeit, unseren persönlichen Egoismus für die Fürsorge des gesamten Systems zu verwenden.

4. Von all den Lehren, Philosophien und Religionen spricht nur dien Kabbala über die Offenbarung der globalen Verbindung zwischen den Menschen – dies ist die Höhere Welt, und nicht über das Unterdrücken des Egos. Nur durch die Offenbarung der verhüllten Verbindung zwischen uns (was das Gleiche wie die Offenbarung des Schöpfers ist) werden wir es zu Wohlstand bringen, gemäß Seines Gedankens und unseres Verlangens!

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Verwandtes Material:
Blog-post: Lasst uns die nächste Welle der Krise vermeiden
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Blog-post: Wir sind alle an der globalen Krise schuld
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Die Vorbereitung ist die wichtigste Zeit in der Spiritualität

Eine Frage, die ich erhielt: Laut der Kabbala erfolgt die Korrektur der Menschheit über sechstausend Jahre hinweg. Der Großteil dieser Zeit ist bereits verstrichen und uns bleiben nur noch etwas mehr als 200 Jahre.

Warum haben wir erst jetzt, am Ende des möglichen Zeitraumes, begonnen, uns der Korrektur durch die Kabbala zuzuwenden? Und auch jetzt haben immer noch viele Menschen keine Ahnung von dieser Lehre. Es scheint, als ob die Welt die Korrektur bis zum Ende durch großes Leid erreichen wird. Warum haben die Kabbalisten erst in letzter Minute begonnen, so viel Mühe in die Verbreitung der Kabbala und die Korrektur zu investieren?

Meine Antwort: Dies ist so, weil die Welt erst jetzt zu ihrer Reife gelangt ist, wie von der Kabbala vorhergesehen. Der Grund dafür ist, dass der wichtigste Aspekt der spirituellen Handlungen die Vorbereitung ist, welche von der Vorbereitung der Person abhängig ist, welche in ihm stattfindet. Dies ist auch der Grund, warum es so lange dauert. Doch der Akt der Korrektur geschieht rasch, denn sobald eine Person vom Höheren Licht und der Offenbarung des Schöpfers beeinflusst wird, ändert er sich sofort! Probieren Sie es selbst!

Daher sind die restlichen 230 Jahre mehr als genug. Und wenn wir es wollen und bereit dazu sind, werden wir in der Lage sein, diese Zeit zu verkürzen.

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Blog-post: Wie die Welt auf die Enthüllung des Schöpfers vorbereitet wird
Blog-post: Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung um die Höhere Welt zu enthüllen
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Vorwort zum „Der Baum des Lebens“

Kindern helfen, in der wundervollen Höheren Welt aufzuwachen

Frage: Warum gibt es den Punkt im Herzen?

Meine Antwort: Uns wurde der Punkt im Herzen gegeben, damit wir in dieser winzigen Welt nicht krank, hungrig, arm und sterblich zurückgelassen werden. Indem wir uns an diesem Punkt festhalten, können wir von dieser Welt in die Höhere Welt aufsteigen, die so gerecht und gut ist.

Der Punkt im Herzen ist für jene, die in dieser Welt untergehen und gerettet werden wollen, wie das Ende eines Seils. Benutze dieses Seil, um dich selbst aus dieser Welt in die Höhere ewige Welt zu ziehen – du schaffst das!

Ob du groß oder klein bist, der Punkt im Herzen ist deine Chance, dich zu fühlen, als wenn du hier und jetzt in einer gerechten großen Welt leben würdest. Darum müssen wir jubeln, wenn der Punkt im Herzen in uns erscheint, denn das ist das Zeichen eines wundervollen Abenteuers, einer Reise in ein wundervolles Land.

(Aus dem Kinderunterricht am Nordamerika Kongress in Buffalo 17.10.09)

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Die spirituelle Welt ist ein integrales System (Fortgeschrittene)

Wir leben in einem integralen System, in dem jede Veränderung in allen spirituellen Welten reflektiert wird, in allen zehn Sefirot. Deshalb verursacht jede Veränderung in mir eine Änderung jeder einzelnen Person und sogar des ganzen Universums. Und jede einzelne Veränderung in einer Person verursacht wiederum eine Veränderung in allen anderen, und so weiter. Dieser Prozess geht zu Ende, wenn das ganze System seinen endgültigen ruhigen Zustand erreicht. An diesem Punkt vereinigen sich Anfang und Ende zu einem einzigen, unveränderlichen, ewigen Zustand.

Die spirituelle Welt ist kein bruchstückhaftes Fundament und besteht auch nicht aus getrennten Teilen. Es ist ganz, vollständig und integral. Und obwohl wir einander und mit unserer Umgebung auf eine „geradlinige“ Weise umgehen, so sprechen wir in Wirklichkeit von einem analogen, ganzheitlichen System, das schließlich „beruhigt“ und ausgeglichen wird.

Eine Person muss ein aktiver Teil dieses Prozesses sein, bis er dazu gelangt, das ganze System zu erfassen und es zu seiner eigenen Natur wird. Daher besteht unsere Aufgabe nicht darin, ein äußeres Verständnis der Wissenschaft der Kabbala zu gewinnen, sondern innere Veränderungen im Einklang mit dem System zu machen, welches wir studieren. Wir müssen dies komplett in uns aufnehmen. Erst dann werden alle einander nach dem Prinzip der Nächstenliebe annehmen. Dann werden wir auch die volle Kontrolle über unsere ewige, vollständige und ganzheitliche Existenz erreichen.

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Blog-post: Unsere integrale Welt ist ein Kreis ohne Anfang und Ende
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Blog-post: Spirituelles Leben erlebst du durch eine Verbindung mit anderen

Wenn du nicht weißt, was du willst

Eine Frage, die ich erhielt: In der Kabbala bedeutet „aus dem Exil herauskommen“ oder aus dem Exil herauskommen wollen, sich über seinen Egoismus zu erheben. Aber wieso sollten Menschen da herauskommen wollen? Ein Mensch spürt, dass sein Egoismus er selbst ist. Warum sollte er aus sich selbst herauskommen wollen?

Meine Antwort: Weil es unvermeidbar ist! Der Schöpfer ist das Licht, das unser Verlangen geschaffen hat. Manchmal scheint Er in großem Maß mit Seinem Licht auf einen Menschen und manchmal nicht so sehr. Er benutzt diese Veränderungen, um neue Verlangen in uns zu schaffen. Jedoch erfüllt Er diese Verlangen nicht. Er erweckt sie nur und bringt sie dazu, zu wachsen.

Deshalb fühlen wir uns mit jedem Tag in jedem Bereich unseres Lebens schlechter. Darum wollen wir auch Veränderung, denn wir wollen Veränderungen, um uns in unserem Verlangen, Genuss zu empfangen, gut zu fühlen.

Und eines Tages erscheint dann ein kleiner Funke im Innern unseres Verlangens, das vom Schöpfer Selbst zu uns kommt. Es ist ein Funke des Lichtes, die Eigenschaft des Gebens, und von diesem Funken oder Verlangen aus beginnen wir, uns nach dem Geben zu sehnen.

Zuerst wissen wir nicht, was es ist, das wir wollen. Wir spüren nur, dass das, was wir wollen, aus einer anderen Welt kommen muss. Plötzlich beginnt ein Mensch zu spüren, dass es vergeblich ist, zu empfangen, dass es kein Ende darin gibt und es keinerlei Bedeutung hat. Er möchte etwas anderes.

Also entsteht in einem Menschen anstelle der Frage: „Wie kann ich einen Sinn im Leben durch den Empfang von Genuss haben?“, eine neue Frage: „Wie kann ich einen Sinn in meinem Leben durch das Geben von Genuss an andere haben?“ Diese Frage hat ihren Ursprung in einem Verlangen, das der Punkt im Herzen genannt wird.

Schritt für Schritt wächst ein Mensch weiter und erreicht Lo Lishma, die spirituelle Suche um seiner selbst willen, und von dort erreicht er Lishma – um des Gebens willen.

Sei wie ein Kind: Greife nach dem Unmöglichen

Das Wichtigste ist es, in jedem Augenblick ein vollständiges Verlangen zu erreichen. Sei wie ein Baby: Auch wenn es in der nächsten Sekunde wieder etwas völlig anderes will, will es gerade in dieser Sekunde genau das bekommen, was es will. Dies ist etwas sehr Wichtiges: Zu fragen und nur nach einer bestimmten Sache zu schreien und immer zu versuchen, dieses komplette Verlangen bis zum Ende auszuleben.

Wenn es um spirituellen Fortschritt geht, ist das vollkommene Verlangen der Garant für den Erfolg! Wenn unser Verlangen nicht vollständig, also nicht perfekt ist, dann bedeutet dies, dass es unserer Spiritualität nicht angeglichen ist, obwohl diese auf jeder Stufe vollständig und perfekt ist. Wenn ein Mensch zur Spiritualität strebt, aber dennoch zu Kompromissen bereit ist, kann es passieren, dass er sein ganzes Leben zwischen Himmel und Erde hängen bleibt. Er wird keine Hilfe von Oben erhalten.

Wenn Sie in der Lage sind, für einen Moment inspiriert zu sein, dann versuchen Sie tiefer in dieses Gefühl einzutreten und es zu entwickeln „jenseits des Möglichen“. Diese Anstrengungen werden dein Gebet (MAN) für den Aufstieg erschaffen.

Sei wie ein Kind, das immer größer sein will, als es heute ist und dennoch immer versucht zu tun, was es nie zuvor tun konnte! Es macht immer etwas zum ersten Mal, fügt immer etwas Neues hinzu und kommt somit voran.

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Den weißen Fleck auf dem Weg hinter sich lassen

Eine Frage, die ich erhielt: Die Methode der Kabbala beschreibt klar alle Stufen unseres Aufstiegs. Doch an einem Ort gibt es eine Lücke – den Übergang vom Körperlichen zum Spirituellen. Wieso wurde dieser Bereich ausgelassen?

Meine Antwort: Ich verstehe deinen Wunsch, die „breite Straße“ zur Spiritualität zu nehmen, von Anfang bis zum Ende den gesamten Weg zu sehen und Wegzeichen und Namen an jeder Ecke zu haben. Und dann an den Ort zu kommen, wo ein komplett gedeckter Tisch auf dich wartet. Doch das würde einem Hund gleichen, der durch die Straßen jagt und versucht, einen Knochen zu beschnüffeln.

Wir jedoch müssen über den Knochen des Hundes aufsteigen. Wir müssen sogar unsere Sinne in entgegengesetzte umwandeln, was wir uns jetzt noch überhaupt nicht vorstellen können. Aus diesem Grund ist der Übergang vom Körperlichen zur Spiritualität für uns so unklar – wie ein weißer Fleck auf unserem Weg.

Doch genau dahin musst du das Licht bringen – zu dem Ort, an dem du den weißen Fleck hast. Und du hältst das Instrument dazu in deiner Hand.

Du arbeitest in allen Bereichen der Realität, die klar für dich sind, doch wenn du zu dem winzigen Fleck kommst, wo du weißt, dass du nichts tun kannst, da hilft dir das Licht und erschafft in dir einen neuen Sinn und öffnet das Tor zu einer neuen Welt.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Die Wahrnehmung der Welt vom Anfang bis zum Ende

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn Leute hören, dass ich Kabbala studiere, fragen sie: „Was finden sie daran?“ Ich erwidere, dass ich den Sinn des Lebens erlange und seinen Geschmack fühle. „Was ist der Sinn des Lebens?“ fragen sie, um eine kurze Antwort zu hören. Wie soll ich darauf antworten?

Meine Antwort: Weil ich Kabbala studiere, wird die Welt für mich erkennbarer. Dadurch sehe ich die lenkenden Kräfte, das System, das unsere Welt steuert. Deswegen nehme ich unsere Welt durchgehend von ihrem Anfang bis zu ihrem wirklichen Ende wahr.

Ich gelange zum Sinn meines Lebens und des Lebens im Allgemeinen, und ich sehe mich darin, von der Wurzel meiner Seele im gesamten Bündel aller Seelen bis zum Endziel, das ich erreichen muss. All dies geschieht in einem endlosen ewigen Prozess, dessen Wahrnehmung der Wissenschaft der Kabbala zu verdanken ist. Sie enthüllt mir die Natur und den Schöpfer und ich enthülle, erreiche und kontrolliere die Natur aller Welten.

Sagen Sie den Leuten, dass sie lernen können, wie man das Leben bestmöglich nutzt und den größtmöglichen Vorteil in jeder Minute erlangt! Das ist die Wahrheit!

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Wir können über die Schöpfung aufsteigen

Alles, was der Schöpfer erschaffen hat, die gesamte Materie, ist ein Verlangen. Indem ich wie der Schöpfer handle, untersuche ich mich im Wesentlichen selbst. Es scheint uns, als ob es viele Dinge in der Welt gibt. Die Welt ist jedoch tatsächlich die innere Wahrnehmung eines Menschen: sein innerer Zustand.

Der Stoff, aus dem ich gemacht bin, das Verlangen Genuss zu empfangen, ist in meinem Innern in einer Weise aufgebaut, die ich „meine Welt“ nenne. Innerhalb dieser Materie erkenne ich alles auf den unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur. Mein gesamtes Verlangen ist die Wirklichkeit, in der ich existiere. Mir bleibt nur, es vollständig zu enthüllen und zu erkennen, wie es strukturiert ist, aus welchen Teilen es besteht, welche Form seine Teile haben und was die verschiedenen Verbindungen zwischen den Formen und Teilen sind.

Auf diese Weise lehrt der Schöpfer mich, Seine Handlungen herauszufinden und ich zunehmend studiere Ihn in mir selbst. Am Ende ist Er es, der handelt und alles lenkt, während ich derjenige bin, der zu Seinem Geschöpf wird, indem ich alles enthülle. Wie vollende ich eine Handlung? Ich tue das, indem ich innerhalb dieser Handlung den Schöpfer enthülle.

Der Schöpfer und ich wirken beide an der gleichen Sache – meinem Verlangen. Mit Hilfe des Punktes in meinem Herzen kann ich aus meiner Materie austreten und es von außerhalb studieren. Ich kann mich darauf beziehen, wie es der Schöpfer tut. In diesem Fall befinden Er und ich uns oberhalb der Materie, der Schöpfung und ich kann den Verstand des Schöpfers erwerben und zum Schöpfungsgedanken gelangen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Artikel „Der Handelnde Verstand“)

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