Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ende'

Das Ende der Doppelherrschaft

Jetzt wird uns die „zweite Macht“, irgendeine fremde Kraft enthüllt, und wenn ich versuche, sie auf die richtige Weise zu betrachten, dann wird es mir gut gehen. Und wenn ich nicht versuche, sie wirklich zu verstehen, dann erfolgen die Schläge, damit ich sie beachte und mit Respekt behandle, damit ich begreife, wer hier der Boss ist!

Es wird ein hartes und erzwungenes Studium sein, solange ich diesen „Stock nicht in ein Bonbon verwandeln werde“. Dies ist nur dann möglich, wenn ich selbst hinter der Kraft herlaufe und herauszufinden versuche, was genau diese fremde Macht will, sowie bereit bin, mich vor ihr zu verbeugen. Diesen Zustand nennt man “ die Hoffnung während der Arbeit verlieren und zum Schöpfer hinaufschreien.“

Die ganze Welt beginnt, dieser Arbeit näher zu kommen – bewusst oder unbewusst. Denn wir sind alle „die Arbeiter des Schöpfers“ und befinden uns im vollkommen korrigierten Zustand, den wir nur nicht kennen und nicht empfinden! Wir arbeiten, um nach der Enthüllung alles Empfundene zu rechtfertigen, und um die Unendlichkeit zu erreichen. Wir befinden uns auch jetzt in diesem unendlichen Licht, aber wir sind mit ihm nicht einverstanden, weshalb Es sich vor uns vollkommen verhüllt.

Somit arbeitet die ganze Menschheit zusammen, nur tun es die einen unbewusst, und die anderen versuchen, diese Arbeit zu verstehen und auf eigenen Wunsch durchzuführen. Aber für alle werden die gleichen Etappen dieser Arbeit enthüllt. Deshalb ist diese innere Unruhe, welche die Menschheit heute empfindet, verständlich, sie gleicht der Verwirrung, welche der Mensch infolge der inneren Arbeit empfindet, wenn er seine nächste Stufe zu klären versucht. Auf diese Weise wird jetzt die ganze Welt aus dem Gefühl der Verwirrung, aus dem Nebel und aus der Kraftlosigkeit heraus beginnen, ihre höhere, spirituelle Stufe zu begreifen.

Folglich wird jeder entsprechend seinem Platz im System arbeiten. Für einige wird die Offenbarung sehr klar werden, und für die anderen auf praktische Weise stattfinden, da sie aus der Verbindung, aus der gegenseitigen Bürgschaft erfolgen wird, die erreicht werden muss, um das Gesamtsystem, sowie sich selbst darin zu enthüllen. Auf einige Menschen wartet harte Arbeit und Klärungen, um das gleiche System auf der Ebene des „Kopfes“ und nicht des „Körpers“ zu offenbaren. Aber wir wissen, dass in jedem Teil des Körpers ein eigenes „Gehirn“ und ein „Herz“ existieren, das heißt die Teile, welche für die Gefühle und Wünsche verantwortlich sind. Schließlich sollte jeder Teil die Befehle des zentralen Gehirns ausführen und diese begreifen, um die Arbeit an seinem Platz zu erledigen.

Jeder Teil soll die Auswirkungen empfinden, während er seine Gegenreaktion an das Gehirn zurücksendet. Deshalb gibt es sogar im Körper das „Knochengehirn“, jene Teile, die über das Wissen, Verständnis, einen Sinn für das Gesamtsystem verfügen. Im Endeffekt verbinden sich alle Teile miteinander, ohne sich zu vermischen, und verschmelzen vollständig ineinander.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“

Siebzehen verwirte Nobelpreisträger

Mitteilung: Die Konferenz der Nobelpreisträger der Ökonomie, die in Lindau stattfand zeigte, dass selbst führende Ökonomen nicht wissen, wie die globale Wirtschaftskrise zu überwinden ist.

J. Stiglitz: „Bisher wurde nichts unternommen, um der Krise des Euro ein Ende zu bereiten. Alle hatten die Hoffnung, dass diese sich von selbst auflöst.“

K. Wulf (Präsident der Bundesrepublik Deutschland): „Sehr wenige Leute können die Tatsache ruhig akzeptieren, dass die Bankmanager Unmengen an Geld verdienen, und die Banken Hilfen in Milliardenhöhe bekommen. Die Menschen reagieren schmerzhaft auf die Verletzung der Menschenrechte. Gerechtigkeit ist eine Schlüsselforderung der Menschen. Die Regierung hat nicht das Recht, abhängig von Banken, Rating-Agenturen oder gedankenlosen Medien zu sein. Wir haben nicht nur gegen die Ursachen der Krise nichts erreicht, sondern haben sie auch nicht identifiziert und somit die Gefahr nicht überwunden. Die Situation, die wir betrachten, zeigt einen Domino-Effekt. Zuerst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben die Staaten die Banken gerettet, jetzt rettet eine Gruppe von Staaten andere Staaten. Wer wird am Ende die Retter retten? Wann und zwischen wem werden die wachsenden Haushaltsdefizite aufgeteilt und wie werden diese beglichen? “

E. Prescott: „. Das Volumen der öffentlichen Verschuldung in Europa im Verhältnis zum BIP wächst. Einige europäischen Länder stehen bereits vor einer Schuldenkrise – und unter ihnen werden auch Defaults sein.“

P. Diamond, „Ein großflächiges Rentensystem erweist sich als noch teurer, weil die Menschen länger leben, aber weniger arbeiten. Man kann dieses Problem lösen, indem man das Rentenalter anhebt und die Menschen härter arbeiten läßt.“

D. McFadden, „Wir müssen die Märkte beobachten und kontrollieren. Aber es gibt immer noch die Angst vor einer einzigen Aufsichtsbehörde. Also müssen wir die Denkweise der nationalen Politik ändern.“

Alle von ihnen sind Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften!

Sich in der Unendlichkeit enthüllen

Frage: Im Artikel „Der Frieden in der Welt“ schreibt Baal HaSulam, dass „wir in der Wirklichkeit das Geben an den Nächsten uneigennützig vollziehen“. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, in einem wunderbaren System. Wir befinden uns in der Eigenschaft des Gebens, alle Seelen sind vollständig korrigiert und mit dem ganzen Licht ausgefüllt. Das Ende der Handlung ist im ursprünglichen Vorhaben festgelegt. Wir sind mit dem Schöpfer vereint und nichts kann uns von Ihm trennen. Er und Sein Name sind Eins.

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit. Aber um sich dieses Zustandes bewusst zu werden, um in diesem Zustand zu existieren, ihn zu beherrschen, ihn in seiner ganzen Tiefe zu verstehen und die dahinter stehende Kraft zu fühlen, ist das Verständnis und das Begreifen aller seinen Details notwendig.

Deshalb finden wir uns in einem ganz anderen Zustand wieder und beginnen, uns aus diesem Zustand zu entwickeln. Ebenso wie das Kleinkind nicht weiß, wo es sich befindet, was um ihn herum geschieht und wer für ihn sorgt. Aber allmählich wächst es, bis es groß wird.

Wir halten uns schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit auf, aber nicht in unseren Empfindungen. Und unsere ganze Arbeit besteht darin, in die wahrhafte Realität zurückzukehren: den schon existierenden vollkommenen Zustand zu offenbaren. Es ist die Offenbarung des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.

Ich enthülle das, was es schon gibt. Alles hängt nur von mir ab. Deshalb sagt Baal HaSulam, dass es sich um nichts mehr, als um die psychologische Arbeit handelt. Infolge der inneren Veränderungen enthüllen wir den wahren Zustand, in dem wir uns von schon immer befinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 25.10.2011

Die Lösung der Krise liegt in der Offenbarung des Lichts

Frage: Wie verbindet man das Schema der Welten, das wir studieren, mit der Entwicklung der jetzigen Krise?

Meine Antwort: Die Malchut de Eijn Sof (der Welt der Unendlichkeit ) wurde in eine Menge vieler abgesonderter egoistischer Teile aufgeteilt. Diese Teile müssen jetzt in ihre einheitliche Struktur zurückkehren.
Auf welche Weise geschieht das? Wir kennen dieses Schema nicht und können es auch nicht kennen, weil es sehr kompliziert ist. Es wird uns später offenbart. Denn zwischen uns existieren eine Menge komplizierter Verbindungen und wir müssen diese Verbindungen wieder herstellen. Wenn wir miteinander arbeiten, uns mit der Verbreitung beschäftigen und nach der Vereinigung streben, dann können wir diese Verbindungen wieder herstellen.

Gerade mit diesen Verbindungen sollen wir uns beschäftigen. Darin besteht unsere Aufgabe und darüber spricht die Wissenschaft der Kabbala.

Die heutige Krise ist einerseits die Enthüllung des Systems der allgemeinen Verbundenheit und andererseits die Erkenntnis dessen, dass wir als Egoisten nicht in Verbindung miteinander sein wollen. Jeder von uns ist ein abgesonderter Egoist.

Was ist zu tun? Die Krise entsteht, weil wir eben diese abgesonderten Egoisten sind und das allgemeine System, im Gegensatz dazu, altruistisch ist. Können wir uns weiter abgesondert halten? Nein. Diese Krise kann nicht mit gewöhnlichen Mitteln beseitigt werden, obwohl in Europa sehr intensiv nach einer Lösung gesucht wird. Sie werden aber keine Lösung finden können. Denn es gibt keine andere Lösung, außer der Wiederherstellung des einheitlichen Systems. Wenn wir dieses System nicht wieder aufbauen, werden wir nichts erreichen.

Zwischen uns soll das Höhere Licht beginnen zu arbeiten. Wir sollen ihm den Weg durch jeden von uns für alle anderen frei machen. Dieser Zustand wird als „die gegenseitige Bürgschaft“ bezeichnet. Ich offenbare das Licht für dich, du für mich, und so enthüllen wir das Licht füreinander, bis das Licht die gesamte Welt der Unendlichkeit ausfüllen wird.

Heute befinden wir uns am Anfang des Weges. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Dafür existiert die Wissenschaft der Kabbala. Deshalb gehen wir auf die Straßen und versuchen, unsere Gedanken den Menschen zu erklären.

In jenem Maß, in dem sie an uns angeschlossen werden, wird es für uns leichter sein, alle Türen, alle Ventile dem Höheren Lichts zu öffnen. So hoffe ich, dass wir uns der Lösung der Krise sehr schnell nähern werden. Wir haben ein Medikament, das Mittel gegen die Krise. Man muss es nur vollständig sich selbst und den anderen zeigen und es anzuwenden beginnen.

Viel Erfolg wünsche ich euch dabei. Ich hoffe, wir werden das Licht nicht am Ende des Tunnels erblicken, sondern durch uns fließen fühlen.

Aus der virtuellen Lektion, 16.10.2011

Was ist der Verstand?

Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?

Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.

Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.

Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.

Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.

Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.

Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.

Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.

Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011

Die flüchtige Gedanken quer durch „Shamati“ – Es gibt nichts außer Ihm

Man muss lediglich nur das Eine wissen: es gibt nur einen Grund, nur eine Kraft, die auf uns einwirkt und uns lenkt. Diese Kraft hat den Anfang, das Ende und es gibt den Prozess, nach dem sie uns vorantreibt. Niemand kann sie beeinflussen, niemand kann sie verwirren oder ändern. Diese Kraft ist absolut.

Das Einzige, was wir machen können, ist sich selbst zu verändern, um ihre Einwirkung in der besseren, angenehmen Art wahrzunehmen. Danach werden wir die gleiche Stufe erreichen können, und werden diese Kraft verstehen und empfinden, beginnen in der Harmonie und in der Gleichheit der Eigenschaften zu leben.

Ein solcher Zustand wird auch als die Verschmelzung bezeichnet. Im Endeffekt werden wir auf alles vorbereitet und entwickeln die richtige Empfindung, können gemeinsam mit dieser Kraft in der vollen Partnerschaft und im vollkommenen Einklang agieren.

Es gibt keine andere Kraft, außer dieser einer. Es gibt nichts anderes, was unsere Wurzel sein könnte.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Das Ende eines schönen Modells der Europäischen Union

Meinung: (M. Chasin, Analytiker): Jean-Claude Trichet, langjähriger Präsident der Europäischen Zentralbank, hat eine Stärkung der Budget-Kontrollen gefordert: „ Die Länder der Europäischen Union haben eine verbrecherische Nachlässigkeit begangen, als sie die Bestimmungen des Europa-Paktes über die Stabilität und das Wachstum ignoriert haben, welche eine klare Begrenzung des Haushaltsdefizits vorsehen. Seine Nichteinhaltungen waren notwendig, um die Auszahlungen im sozialen Bereich zu gewährleisten.“

Aber dann, bei Bedingungen einer fallenden Nachfrage, fällt auch der Lebensstandard der Landesbevölkerung. Das heißt, seine Aufforderung ist rein demagogisch: er gibt wissentlich nicht zu erfüllende Empfehlungen, „wäscht die Hände in Unschuld“. Warum hat er geschwiegen, als die Staaten und Bürger Kredite aufgenommen haben, die eindeutig nicht zu bezahlen sind? Trichet rechtfertig sich dazu, dass er damit nichts zu tun hätte – „Ich habe gesprochen, aber sie haben mir nicht zugehört“.

Deutschland ist der wichtigste Exporteur in die USA, und die EU kann sich deshalb mehr leisten als die anderen Länder der EU. Jedoch – mit dem Rückgang der Nachfrage aus den USA wird sein Zustand sich verschlechtern.

Die Europäische Union hat ein schönes Modell aufgebaut, das auf einer steigenden Nachfrage aus den USA basierte, die auf einer Emission des Dollars und nicht des Euro aufgebaut war. Aber nun ist das „Glück“ vorbei; das Verlangen aber, ein Modell, das die EU aufgebaut hat, zu bewahren, bleibt. Das ist aber unmöglich…

Der Maya-Kalender prophezeit nicht das Ende der Welt

Meinung (mexikanischer Archäologe Alfonso Morales): Der Rummel um das im Maya-Kalender prophezeite Ende der Welt im Jahr 2012 basiert auf keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Maya haben sich lediglich an die Theorie einer zyklischen statt linearen historischen Entwicklung gehalten.

Die Maya haben keine Apokalypse im Jahr 2012 vorhergesagt. Sie sprachen von einem „streng zyklischen Phänomen“ und nicht von einer planetaren Katastrophe. Im Buch „Chilam Balam“, das über die Geschichte des Maya-Volkes erzählt, stehen die Prophezeiungen nur im Zusammenhang mit dem Ende der ersten Epoche der Menschheitsgeschichte.

Gerade aufgrund dieses Abschnitts haben einige Wissenschaftler Schlüsse über das Ende der Welt gezogen. Im Buch „Chilam Balam“ heißt es: „Die Welt des Hasses und des Materialismus wird ein Ende nehmen, die Menschheit wird sich entscheiden müssen zwischen dem völligen Verschwinden als eine intelligente Spezies, die den Planeten zu zerstören droht, oder aber dem Pfad der Evolution zum harmonischen Zusammenleben mit der Umwelt zu folgen.

Kommentar: Alle warten auf Veränderungen; doch es wird keine Veränderungen zum Besseren geben, wenn der Mensch nicht anfängt, sich dem Ebenbild des Schöpfers zu nähern. Alle anderen Veränderungen werden zu Verschlechterungen führen, denn sie zeigen uns unsere Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer auf, und sie zeigen sie nur auf, um den Menschen zu zwingen, die Eigenschaften des Schöpfers anzunehmen.

Das Gefäß für Wissen

Baal HaSulam, „Frieden“: Das Wohlergehen der gesamten Welt ist davon abhängig, dass die Welt die Kenntnis über den Schöpfer erlangt.

Also, die Lösung aller Probleme ist- die „den Schöpfer zu kennen“. Solange die ganze Welt, von klein bis groß, sich nicht entsprechend den eigenen Wünschen, die vollständig enthüllt werden, mit der Kenntnis über den Schöpfer erfüllt – wird sie niemals die Vollkommenheit, Frieden und Ruhe erlangen können.

Bis dahin wird es immer die Kräfte geben, welche die Welt erschüttern, und zur Füllung mit der Kenntnis über den Schöpfer drängen – an den Zustand, in welchem der Schöpfer die Schöpfung erfüllt.

Wir sehen, wie sich der unglückliche Patient vor dem unerträglichen, von allen Seiten zugefügten Schmerz zusammenkauert und windet. Denn die Menschheit warf sich bereits den Rechtsradikalismus zu , den es in Deutschland gab, oder zu den Ultralinken, die es in Russland gab, aber dies hat ihre Lage nicht gelindert, und verschärfte sogar den Schmerz und die Leiden. Und die Wehklagen steigen wie man weiß bis zum Himmel.

Verstandesmäßige Ratschläge werden hier wenig helfen, da wir ständig nach links oder nach rechts ausweichen. Manchmal versuchen wir uns in der Mitte festzuhalten, aber üblicherweise erst infolge des Übergangs von einem Extrem zum anderen, mit dem Erfolg, dass wir uns von einem Unglück ins nächste rennen, und es wird solange kein Ende geben, bis wir die Kenntnis über den Schöpfer erlangen.

Und die Kenntnis über den Schöpfer bedeutet, dass wir unsere Wünsche so korrigieren, dass sie zum Gefäß für das Wissen (daat) werden – d.h. sie füllen sich mit dem Licht Chassadim und mit dem Licht Chochma, wie es die Sefirot Chochma (Weisheit), Bina (Verstand) und Daat (Wissen) – CHaBaD darstellen.

Frage: Inwiefern wird sich die Welt mit dem Wissen des Schöpfers erfüllen?

Meine Antwort: Die Menschen werden lernen, wie man das Geben erreicht und sich in einem globalen, integralen, analogen System aufhält, worin wir einander Zugeständnisse machen, zusammengeschweißt und nah an einander sind, in welchem gegenseitiges Geben und die Liebe herrschen.

Solange wir uns nicht in einem solchen System verbunden haben, worin jeder den allgemeinen Wunsch aller fühlen kann und sich dabei bemüht, diesen Wunsch zu erfüllen, dem Nächsten zu dienen, wie eine Zelle eines lebenden Organismus – solange werden wir niemals Vollkommenheit erreichen. Und bis dahin werden sich Unglücke und Katastrophen nur noch verschärfen und uns in die Richtung dieser Vollkommenheit voranstoßen.

Und das bedeutet die „Kenntnis über den Schöpfer“: Jeder von uns wird zum Gefäß des Wissens. Seir Anpin und Nukwa, die zu Chochma und Bina hinaufsteigen, empfangen darin ihre Erfüllung, welche dem Verlangen entspricht und werden „Gefäß des Wissens“ genannt. Zusammen erreichen sie die „erwachsene“ Stufe und werden dann zusammen mit dem elterlichen Parzuf Aba we Ima zum CHaBaD.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, Frieden, 30.05.2011

310 Welten als Deine Belohnung

Talmud Eser Sefirot 1, Teil 1 „Histaklut Pnimit„, Abschnitt 7: Unsere Weisen sprachen: „Der Schöpfer ist dazu bestimmt, jedem Gerechten 310 Welten zu vermachen.“ …

Es ist wie bei einem Menschen, der zu seinem Freund sagt: „Arbeite nur eine Minute mit mir und im Gegenzug schenke ich dir alle Vergnügen und Schätze der Welt für den Rest deines Lebens.“ Es gibt tatsächlich kein größeres freies Geschenk als dieses, da die Belohnung in keinem Vergleich zur Arbeit steht, da die Arbeit in dieser Welt ist, einer vorübergehenden, bedeutungslosen Welt im Vergleich zur Belohnung und der Freude in der ewigen Welt.

Frage: Gibt es also eine Belohnung nach dem Tod oder nicht?

Meine Antwort: Nach welchem Tod? Wenn der weltliche Körper stirbt, wird er begraben. Aber wenn die egoistischen Verlangen sterben, ist das nicht das Ende. Danach ist es wichtig, „den Tod wiederzubeleben“ – das tote Verlangen.

Zuerst ist es wichtig, das egoistische Verlangen zu „begraben“, das gedenkende Gebet darüber zu lesen (Kaddish), um den Schöpfer dafür zu segnen, dass mein Egoismus gestorben ist. Ich sage: „Du hast mein egoistisches Verlangen getötet und ich bin Dir dafür sehr dankbar! Lass uns nun weiterarbeiten. Lass uns den Tod wiederbeleben und ihm die Ausrichtung zum Wohle des Gebens verleihen!“

Aus dem 2ten Teil der täglichen Kabbala Lektion 12.05.11, Talmud Eser Sefirot