Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfindung'

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeutet die Aussage „Die Gewohnheit wird zur zweiten Natur“

In der Kindererziehung bemühen wir uns ständig, dem Kind die unterschiedlichsten Handlungen aufzueignen, damit sie später zur Gewohnheit werden: sich zu waschen, die Zähne zu putzen, die Sachen zu ordnen. „Du musst dies und das…“ Wir bestehen darauf täglich, bis der Mensch sich seinen Alltag nicht anders vorstellen kann, weil er sich sonst unangenehm fühlen würde. Die Macht der Gewohnheit befreit ihn von den Bemühungen.

Wie oft hat mich die Mutter dazu gebracht, mir die Zähne zu putzen, obwohl ich es nicht unbedingt tun wollte, aber sie erlaubte es mir dennoch nicht. Im Endeffekt war ich verpflichtet, sogar ohne Mutter die Zähne zu putzen, weil ich mich daran gewöhnt habe.

Somit können wir uns solche Gewohnheiten beibringen, die für uns den angeboren Eigenschaften gleich werden, wonach es uns leichter fallen wird, sie zu verwirklichen. Denn es wird im Gegenteil für mich schwer sein, diese Handlungen nicht zu begehen, da ihre Ausführung in meine Natur eingedrungen ist. Und das alles kommt zustande, weil die sich ständig wiederholenden Handlungen für mich zur Gewohnheit wurden.

Was steckt hinter dem Gesetz, dass die Gewohnheit zur zweiten Natur wird? Dadurch, dass wir uns ununterbrochen anstrengen, dieselbe Handlung oftmals zu wiederholen, bekommen wir jedes Mal eine korrigierende Kraft, bis sie uns endgültig verändert. Nach diesem Prinzip wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Und deshalb kann sich der Mensch an alles gewöhnen. Er kann auch solche Empfindungen erreichen, die er früher überhaupt nicht hatte. So wird er sich an das höhere Licht gewöhnen können, das er früher nicht empfand. Wir befinden uns auch jetzt im Ozean des Lichtes, aber wer empfindet es richtig? Was fehlt uns dann? Uns fehlt die Gewohnheit.

Wir sollen uns ständig bemühen, die Feinfühligkeit fürs Licht zu erreichen: „Wo befindet es sich gerade? Wie beeinflusst es uns?“ Wir fühlen, dass es sich schon hier befindet? Das Licht wird stärker und nähert sich uns an, wonach wir beginnen, es zu empfinden. Wo ist es jetzt? Was soll ich in meinem Inneren verändern, um es empfinden zu können? Welche Absicht muss ich haben? Soll ich noch empfindlicher werden?“

Wenn der Mensch sich bemüht, auf diese Weise das Licht zu enthüllen, und beginnt, sich folgende Fragen zu stellen: „Wie kann ich die Empfindung des Lichtes erreichen? Mir fehlt es jetzt an der Eigenschaft des Gebens, an der Feinfühligkeit um die Vibrationen des umgebenden Lichtes zu empfinden“, dann wird sich das Licht nicht nur vorübergehend offenbaren, sondern es bleibt für immer.

Alles verwirklicht sich also aus der Gewohnheit, weshalb unsere Arbeit in der Aneignung der Gewohnheit besteht. Alle Ratschläge, die uns die Kabbalisten geben, sind darauf gerichtet, dass wir uns an die Handlungen in Bezug auf die Freunde, auf die Verbreitung und aufs Studium gewöhnen. Warum? Um aus dem „Tier“ herauszugehen, und sich daran zu gewöhnen, dass man sich außerhalb des tierischen Körper befinden kann. Kaum wird man eine solche Absicht erreichen, wird auch das Licht empfunden. Innerhalb unseres Körpers und unseres Verstands kann man es niemals offenbaren, weil sich das Licht außerhalb befindet.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die für das spirituelle Vorankommen notwendig ist. Ebenso sind die Widerstandskraft und die Überzeugung für den Erfolg notwendig. Geduldig zu sein bedeutet die Bereitschaft, alle Stufen der Entwicklung auf meinem spirituellen Weg durchzugehen, ohne Rücksicht auf meine heutigen egoistischen Gefühle und Vernunft.

Ich orientiere mich auf meinem Weg an den erteilten Hinweisen der größten Kabbalisten, die diesen Weg gegangen sind. Und ich folge diesen Hinweisen und versuche, sie zu realisieren.

Es ist keine Erniedrigung, wie es vielleicht dem Aussenstehenden erscheinen mag. Im Gegenteil, ich habe die Absicht, alles auf diese Weise in der Empfindung und in der Vernunft auf jeder Etappe des Weges zu begreifen.

Ich verstehe, dass ich aus der Entfernung die Nähe erreichen soll. Nach diesen zwei Zuständen bekomme ich einen höheren Zustand, die neue Empfindung und das neue Verständnis. Auf diese Weise steige ich auf. Das Ergebnis dieser Schwingungen nach vorne und rückwärts ist die Klärung, welche ich im Gefühl und in der Vernunft mache. Dadurch erreiche ich den neuen Zustand.

Der Prozess, den ich durchlebe, ist immer die Bekämpfung meiner Selbstsucht. Wenn ich mich entfremde, dann empfinde ich die Dunkelheit und den Abstieg. Gerade hier soll ich den Stolz heranziehen und sagen, dass ich mich gerade deshalb so fremd fühle, weil ich die Unabhängigkeit bekommen habe. Wenn es mir schlecht geht und ich verwirrt bin, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass ich einen neuen Wunsch erwerben werde.

Und dann beginne ich, mit diesem neuen Wunsch zu arbeiten und mich dem Schöpfer anzunähern. Diesen Abstand, die Entfernung und die Verwirrung in der Dunkelheit beginne ich mit dem Licht und dem Verständnis zu füllen. Ich mache neue Erfahrungen, erhebe mich über den Egoismus und erreiche die neue Stufe.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 29.08.2011

Das Licht ist Musik der Seele

Frage: Mir ist klar, warum die Füllung vor uns verhüllt ist. Aber warum ist unsere gegenseitige Verbindung auch verhüllt?

Meine Antwort: Aber die Verbindung und die Füllung sind untrennbar.

Was ist das Licht? Wie kann man erklären, was eine Empfindung ist? Ich empfinde plötzlich in meinem inneren irgendwelche Vibrationen in Bezug auf jemanden: Hass, Liebe, Angst, Sorge. Diese Vibrationen sind in mir, innerhalb meiner Beziehung zum Menschen. Sie entstehen, weil ich zu diesem Menschen eine besondere Verbindung aufbaue und daran arbeite. Ich gebe ihm eine Empfindung, er bekommt sie und auch umgekehrt.

Das Licht kommt nicht von außen, es wird zwischen uns offenbart. Es kann nur in meiner Verbindung zu dem anderen Menschen empfunden werden. Dadurch fühle ich in meinen Wünschen, Empfindungen und Eigenschaften besondere Eindrücke. Das ist das Licht.

Somit ist die Verbindung notwendig, welche zwei Menschen miteinander verbindet. Innerhalb dieser Verbindung werden irgendwelche Vibrationen, die Eindrücke, das Licht, empfunden. Es gleich einem Kabel durch welches der Strom fließt, oder einem uns verbindendes Rohr.

Deshalb ist das Licht ein Gefäß, in welchem allerlei Veränderungen empfunden werden. Nicht das Licht ändert sich, sondern die Wünsche und Eindrücke. Dabei kommt von außen kein Licht.

Man kann diesen Prozess mit der Saitenvibration vergleichen, welche für die Stimme eines Musikinstruments verantwortlich ist. Es ist das Licht. Deshalb müssen wir selbst in uns die Eigenschaft des Gebens und der Liebe entwickeln, um innerhalb dieser Liebe ihre innere Wurzel empfinden zu können. Diese innere Wurzel ist der Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser Sefirot, 20.09.2011

Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Die Finsternis vertreibend

Toronto. Lektion 3

Die Welt wacht auf. Die Finsternis bringt sie zum Aufwachen; denn das egoistische Verlangen kann nicht mehr realisiert werden und empfindet, dass es sich in einer Multikrise befindet. Heute wird geheiratet und morgen wird geschieden. Heute wird geliebt, und morgen gehasst. Die Kinder ignorieren ihre Eltern, sind trotz der erhaltenen Erziehung stur und unerzogen.

Ich will die einfachen Freuden des Lebens haben und tauche stattdessen in eine Depression ein. Ich will ein wenig Geld für magere Zeiten einsparen, aber das Schicksal spielt ein böses Spiel, und ich gehe mit leeren Händen aus. Lebenslang habe ich für die Rente gearbeitet, und sie verschwindet zusammen mit dem Finanzvermögen der Banken. Ich suche meine Ruhe in der Natur, aber sie antwortet mir mit den Klimakatastrophen.

Das Wichtigste in dieser Empfindung ist die Erkenntnis, dass die Welt in die Finsternis eintaucht: es gibt nichts, wofür es sich lohnen würde, zu leben. Ein Naturprogramm ist am Werk und demonstriert der Menschheit die Abwesenheit der Füllung, die Finsternis.

Dasselbe geschieht mit uns, mit der Gruppe. Wenn wir ähnliche Symptome verspüren, dann finden wir sehr schnell die Unterstützung und können diesen Zustand überspringen. Die Unterstützung finden wir in der Gruppe, in der Methodik, die uns hilft, voranzukommen.

Die Welt kennt diese Methodik jedoch nicht. Die Menschen verstehen nicht, was mit ihnen geschieht und weshalb es notwendig ist. Der Mensch findet nirgends eine Befriedigung und nichts bereitet ihm eine Freude.

Auf diese Weise bewegt sich die Welt zum entscheidenden Zustand. Sie muss eine neue ganzheitliche Lebensweise entwickeln. Anders wird diese Finsternis nicht verschwinden, denn sie ist die Kehrseite des Lichtes. Sie verkündet das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die uns näher kommt. Aber mit ihrer Annäherung fühlen wir uns alle schlechter, wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wünschen nicht, darin zu leben; sogar im Gegenteil – wir wollen unsere egoistischen Wünsche befriedigen.

Aber es gibt keine andere Wahl. Wir sehen, wie die Natur sich der Menschheit vorstellt: „Ich besitze die Eigenschaft des Gebens, und ihr werdet so lange leiden, bis ihr euch wünschen werdet, sie euch anzueignen“.
Von wem kann die Menschheit die Erklärung für die Geschehnisse bekommen? Nur von uns.

Wir sollen ihr das Wesen der Veränderungen erklären. Und je mehr wir uns mit dieser Erklärung verspäten, desto mehr wird sie uns hassen. Denn die Menschen wollen einerseits die Eigenschaft des Gebens nicht akzeptieren, und andererseits werden sie fühlen, dass wir eine Lösung haben, die aber durch unsere Verzögerung den Weg für sie zum Guten versperrt. Sie sollen die Erklärungen darüber bekommen, was in der Welt geschieht und was der Grund der Finsternis ist.

Wir bedrängen sie vorerst mit unserer Botschaft: „Schauen Sie, wir können die weltweiten Ereignisse erklären. Es ist höchste Zeit, den Kurs zu ändern: der Mensch soll sich ändern, nicht die Welt. Die globale Krise ist gar nicht die Krise. Im Gegenteil, uns wird die Eigenschaft des Gebens offenbart…“ Aber sie hören noch nicht zu.

Es werden noch einige Monate vergehen müssen, und es wird noch weitere Schicksalsschläge geben. Dann werden sie beginnen, zu lauschen, zu verstehen, worin der Grund der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Verwirrung, der Unmöglichkeit, die Welt auf die alte Weise zu lenken, liegt. Denn alle Systeme werden zusammenbrechen.

Und wir unsererseits sollen uns mit der Verbreitung beeilen. Man kann es sich so vorstellen, als wären die Strahler der UFOs von allen Seiten auf die Erde gerichtet, und dies mit voller Kraft, weil so die Einwirkung der Eigenschaft des Gebens ist. Wenn wir mit dieser Eigenschaft nicht übereinstimmen, dann spüren wir nur die Finsternis. Wenn wir mit ihr übereinstimmen werden, werden wir darin die Freude, die Wärme, die Hoffnung auf die Zukunft, die Ewigkeit, die Vollkommenheit entdecken.

Es ist nicht einfach, der Welt die Wahrheit zu erklären. Wir müssen die Materialien umschreiben, die Erklärungen in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Dimensionen vornehmen. In Wirklichkeit ist es sehr schwierig, die menschliche Wahrnehmung zu verändern und sie ins neue Flussbett zu leiten.
Jedoch ist unsere Zeit einzigartig. Die Generationen von Kabbalisten träumten davon, aber gerade wir haben die Ehre, nicht nur in dieser Zeit zu leben, sondern auch die Geschehnisse zu verstehen.

Viele erleben eine Lebenskrise, eine innere Leere, stecken in familiären Dramen, haben Probleme mit Drogen, und das alles unabhängig vom materiellen Wohlstand. Der Mensch, der fünfzig Millionen verloren hat, leidet auch, nur wir können seine Drama wenig nachvollziehen. Die Menschen wissen nicht, dass die Schläge zielgerichtet kommen und schrecklich sind. Der Mensch ist fähig, alles auszuhalten, wenn er weiß, dass er zum Ziel vorankommt und all diese Leiden in einen Gewinn umgewandelt werden. Aber was ist zu machen, wenn in der Zukunft nichts leuchtet?

Wir haben das Wissen über das Programm der Schöpfung und kennen das Ziel. Wir wissen, dass das ganze Schlechte uns zum Guten führen wird, und es ist eben das Geschenk von Oben. Die Milliarden von Menschen in der Welt haben nicht einmal eine Vermutung darüber. Und wir sind verpflichtet, ihnen zu erklären, dass es für alle Ereignisse einen Grund gibt, dass es eine große Belohnung gibt und die Möglichkeit, jeden Schlag in eine gute Gabe zu verwandeln.

Man muss der Welt diese Nachricht mitteilen. Die Zeit ist reif. Unabhängig davon, dass die Menschen aus dem Grund nicht hören wollen, weil sie von den Schlägen betäubt sind und nur den Schmerz empfinden. Nur im Moment der Beruhigung kann man in den Menschen einen Tropfen der Erklärung eingießen, dann noch einmal usw.. So werden die Empfindungen mit Informationen abwechseln. Wir sollen die Wellen verfolgen, die über die Welt gewalzt werden und die Abstände zwischen ihnen mit den Erklärungen über die Gründe und das Wesen der Ereignisse ausfüllen.

Dann werden die Menschen jeden neuen Schlag mit mehr Verständnis annehmen, bis das Verständnis die Empfindung der Kausalität und der Zweckgerichtetheit mit sich bringen wird, wobei sie darin sogar den Gewinn sehen werden. Anstelle des Schmerzes wird der Mensch plötzlich die erwünschte Erleichterung entdecken.

Das Bedürfnis bildet das Gefäß, in dem das Licht offenbart wird, so wie der Appetit dem Mahl vorausgehen muss, sonst würde man das schöne Mahl nicht genießen können.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Toronto, 16.09.2011

Die flüchtige Gedanken quer durch „Shamati“ – Es gibt nichts außer Ihm

Man muss lediglich nur das Eine wissen: es gibt nur einen Grund, nur eine Kraft, die auf uns einwirkt und uns lenkt. Diese Kraft hat den Anfang, das Ende und es gibt den Prozess, nach dem sie uns vorantreibt. Niemand kann sie beeinflussen, niemand kann sie verwirren oder ändern. Diese Kraft ist absolut.

Das Einzige, was wir machen können, ist sich selbst zu verändern, um ihre Einwirkung in der besseren, angenehmen Art wahrzunehmen. Danach werden wir die gleiche Stufe erreichen können, und werden diese Kraft verstehen und empfinden, beginnen in der Harmonie und in der Gleichheit der Eigenschaften zu leben.

Ein solcher Zustand wird auch als die Verschmelzung bezeichnet. Im Endeffekt werden wir auf alles vorbereitet und entwickeln die richtige Empfindung, können gemeinsam mit dieser Kraft in der vollen Partnerschaft und im vollkommenen Einklang agieren.

Es gibt keine andere Kraft, außer dieser einer. Es gibt nichts anderes, was unsere Wurzel sein könnte.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die einzige Garantie für eine Sicherheit

Frage: Wie kann man davon überzeugt sein, dass die Verbindung sofort zu einer Besserung des Lebens führen wird? Was passiert, wenn genau das Gegenteil geschieht und es nur noch schlechter wird?

Meine Antwort: In dem Maß unserer Bemühungen, uns zu verbinden, steigt die Intensität der Empfindung, des Verständnisses, der Erleichterung aller Zustände, einschließlich unserer materiellen Existenz. Das alles hängt nur von unseren Bemühungen ab.

Sogar Ari hat seinen Schülern vor seinem Tod gesagt, dass, wenn sie wirklich vorankommen wollten, er geblieben wäre und nicht sterben müsste. Jetzt aber stirbt er, weil für sein Leben keine Notwendigkeit besteht und seine Schüler ihn nicht mehr brauchen. Sie schrien: „Wieso stirbst du denn, wir brauchen Dich doch!“. Aber eigentlich hatten sie kein richtiges Verlangen entwickelt, weshalb er gestorben ist, d.h. nicht mehr im materiellen Körper dieser Welt präsent und sichtbar war.

Aber wenn wir den Wunsch zur Vereinigung haben, dann sehen wir die positiven Ergebnisse sofort. Diese Ergebnisse können wir nicht in den egoistischen Eigenschaften erkennen, deshalb sollen wir aus der Selbstsucht hinausgehen. Wir erkennen sie als Folge des Gebens, als Folge unserer Fähigkeit, uns mit den anderen Menschen zu verbinden. Das wird als das reflektierende Licht bezeichnet, in dem das direkte Licht offenbart wird. Denn ich wollte die Verbindung, das Geben offenbaren, und sehe jetzt, dass ich diese Eigenschaften erreicht habe. Ich sehe mein eigenes Vorankommen in der Verbindung, das ist eben meine Belohnung.

Wenn ich mich also in der Verbindung, im Geben befinde, dann werde ich auch in der materielle Welt die Verbesserungen, „das normale Leben“, sehen. Es ist das Naturgesetz, das den Erfolg sichert. Es gibt die Menschen, die keine Probleme mit dem Geld oder mit der Gesundheit haben, aber sie sind dennoch mit ihrem Leben unzufrieden. Wenn du in der richtigen Verbindung zu den anderen stehst, dann wirst du mit allem zufrieden sein. Und tatsächlich, du wirst alles haben! Der Schöpfer, die Kraft des Lichtes, hat keinen Mangel.

In dem Augenblick, in dem wir unsere Herangehensweise ändern, werden die Veränderungen sofort sichtbar. Wenn wir beginnen, die Bürgschaft an das gesamte Volk zu verbreiten, dann werden wir sehen, welche Harmonie in allem erreicht wird: wir werden keine Terroranschläge erleben müssen, die Inflation verlangsamt sich, es wird weniger Autounfälle geben, unser alltägliches Leben wird sich stabilisieren und harmonisieren. Ich meine es ganz ernst.

Das Gesetz in seiner Auswirkung ändert sich nicht, nur wir müssen uns selbst und unser Leben in Übereinstimmung mit diesem Gesetz bringen, unsere Herangehensweise verändern, jeder in dem für ihn vorbestimmten Maß des Verständnisses – mehr ist von uns nicht gefordert.

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Die Welt“, dass, wenn wir das Gesetz der Bürgschaft umsetzen würden, dann wäre in wenigen Jahren das volle Erblühen in allen Bereichen des Lebens erreicht: in der Gesundheit, im Lebensstandard, in den Beziehungen mit den Kindern, in der Staatsverwaltung, in der Beziehung des Volkes zur Regierung und in der Sicherheit.

Denn alle unsere Probleme sind durch unseren Widerstand gegenüber der Natur verursacht. Es gibt kein anderes Gesetz, außer dem natürlichen Gleichgewicht, der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Der Schöpfer hat den Wunsch des Genusses geschaffen, welcher „Dem Wunsch des Schöpfers gleich sein soll!“ Und seitdem dreht sich alles um dieses Ziel, nach der ersten Einschränkung, „Zimzum Alef“ und der Entscheidung, Ihm gleich zu werden. Es ist das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Und wenn wir es nicht erfüllen, dann werden wir so lange leiden, bis wir im Endeffekt gezwungen sein werden, dieses Gesetz zu realisieren.

Nur darin besteht unsere Willensfreiheit, die Alternative unseres Vorankommens: sei es mit der Hilfe der Peitsche oder des Pfefferkuchens. Also bitte, ihr könnt jetzt wählen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011

Die Liebe des Diktators al-Gaddafi und des Westens zur Gehirnwäsche

Meinung (Lee Kwan-Yew, Politiker, Autor des Buches „Die neue asiatische Halbkugel“, Zeitung „The Financial Times“, London): Die Diktatoren verlieren ihre Macht. Die Demokratien stürzen ein und werden bankrott. Ist das ein Merkmal dafür, dass in der Geschichte der Menschheit grundlegende Veränderungen eingetreten sind?

Die Eurozone basiert auf einer großen Lüge, auf der Nichtübereinstimmung zwischen dem Währungsbündnis und der Haushalts-Unabhängigkeit. Diese Grenze haben zunächst Frankreich und Deutschland überschritten. Alle haben stillschweigend zugesehen und dies dann auch nachgemacht: Portugal, Irland, Griechenland und Spanien. Bis man für diesen Betrug zahlen musste. Die Finanzkrise 2008-2009 hat alles geändert: man musste die Banken auf Kosten der Steuerzahler retten.

Das amerikanische Volk ist auch böse auf die eigene Regierung. Das Staatsoberhaupt der USA ist unentschlossen, dem Volk die unangenehme Wahrheit mitzuteilen und hofft darauf, dass es sich um die gewöhnliche Rezession handelt, weshalb man auf den „neuen Aufschwung“ in der Wirtschaft wartet. Aber es ist keine gewöhnliche Rezession. Statt die Steuern einzusammeln und der Bevölkerung das öffentliche Wohl zu gewähren, verteilt die Regierung diese Mittel an die bedürftigen Finanzgruppen. Denn die Finanzeliten sind eng mit den politischen Eliten verbunden. Für die Interessen der Banken wird gesorgt, aber über die Interessen der einfachen Bürger macht sich die Elite keine Gedanken.

Mein Kommentar: Wir sind so geschaffen, dass uns die Empfindung der Vereinigung und der Zusammengehörigkeit tausendmal mehr erfüllen und befriedigen kann als jedes andere egoistische Vergnügen unserer Welt – und nur dieses Empfinden kann eine würdige Belohnung für jegliche Bemühungen des Menschen werden. Denn in der Empfindung der Harmonie des inneren Systems der Verbindung zwischen den Menschen erreicht der Mensch das Gefühl der Ewigkeit und der Vollkommenheit.

Dieses Gefühl der Vollkommenheit lässt keine Gedanken über die Vergrößerung der Belohnung zu, welche die Harmonie des Gleichgewichtes mit der Natur verletzen könnte. Aber einen solchen Zustand kann man nur in der richtigen Umgebung, mit den richtigen Massenmedien und mit der neuen Methodik der Erziehung erreichen.

Die gegenseitige Bürgschaft

DIE BEWEGUNG „АRWUT“

Broschüre 1

Das Volk ist bereit für die gegenseitige Bürgschaft

1. „Wir“

„Wir“ sind ein Volk, das sich mit den Banden der gegenseitigen Sorge verbinden soll, in der Empfindung der gegenseitigen Wärme und der Liebe, wie in einer Familie.

„Wir“ sind all diejenigen, die davon überzeugt sind, dass die Einheit des Volkes das Wichtigste ist. Wichtiger als die engen Parteibeziehungen und das persönliche Wohl.

Sind wir naiv? Absolut nicht.

Es ist uns klar, dass es Zeit braucht, um die Einheit zu erreichen, nach der wir streben. Aber uns ist auch klar, dass wir jetzt agieren müssen.

Deshalb wurde die Bewegung „Die Gegenseitige Bürgschaft“ gegründet, welche eine öffentliche, nicht politische Bewegung ist, die allen offen steht.

Unser Ziel ist, die gegenseitige Bürgschaft zum zentralen Thema der Diskussion in der Gesellschaft zu machen.

„Die gegenseitige Bürgschaft“ sind nicht nur schöne Worte.
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist der einzige Weg, unser Lieblingsland zum Blühen zu bringen..
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist die einzige Möglichkeit,uns in der globalen Welt zurechtzufinden.

Die Bewegung „Die gegenseitige Bürgschaft“ existiert schon seit 20 Jahren, aber wir leben und atmen diese Werte schon Tausend Jahre lang. Die Werte, die unser Volk geprägt haben, sind: die Einheit, die Brüderschaft und die gegenseitige Fürsorge. Bereits zwanzig Jahre lang beginnt und endet jedes unser Gespräche, jede Vorlesung, jedes Treffen mit dem Wort „Bürgschaft„.

Noch vor zwanzig Jahren waren wir einsam, und unsere Stimme war kaum hörbar. Aber schon heute zählt unsere Bewegung Zehntausende Teilnehmer in Israel und mehr als zwei Millionen in der ganzen Welt.

Wir sind die Einwanderer aus den östlichen und westlichen Ländern, die Einheimischen Israels, die Repatrianten, die bürgerlichen und religiösen, die Studenten und die Professoren, die Reichen und die Armen.
Diese Situation ist nicht zufällig. Mit den Jahren beginnen immer mehr und mehr Menschen die Macht und die Lebenskraft zu offenbaren, die im Wort „Bürgschaft“ verborgen ist. Und sie soll für alle wichtig werden.

Warum?

Weil uns die Wirklichkeit verpflichtet
Die heutige Wirklichkeit ist:

– Hunderte von Reportagen
– Dutzende wissenschaftlicher Artikel
– Die unzähligen Sprüche der Politiker
– Und ein Schreiben, das sie alle durchbohrt: „In der Epoche der Globalisierung befinden wir uns in einem Boot“.

Die heutige Wirklichkeit ist eine globale Welt.

Eine Krise ersetzt die andere, alle unsere Versuche von der Verantwortung zu flüchten, werden scheitern, wir werden ohne die normale Verbindung zwischen uns, innerhalb des Volkes, innerhalb der ganzen Welt nicht auskommen können. Wir werden es einfach nicht schaffen.

Wir können sowohl „dafür“ als auch „dagegen“ sein, aber wir schwimmen in gleichem Boot.
Und dieses Boot beginnt, sich mit Wasser anzufüllen.

Und darin gibt es ein Loch, das sich ständig vergrößert.

Die Spaltung in der Gesellschaft

Niemand ist an der Spaltung zwischen uns schuldig, wir haben sie zusammen erschaffen.
Von Tag zu Tag wird unser gemeines Boot immer mehr mit Wasser überflutet.

Wenn es untergehen wird, dann wird es uns alle in die Tiefe reißen:
– sowohl diejenigen, die sich in den prächtigen Kabinen der ersten Klasse erholen
– als auch diejenigen, die sich in den engen Personenkabinen befinden
– und die Menschen in den Schlafsäcken an Deck
– und auch diejenigen, die am Ruder stehen.
Uns alle.

Uns erscheint es noch nicht so furchtbar, dass wir dem heutigen Zustand immer noch keine große Bedeutung beilegen.

Aber in unserem Inneren empfinden wir schon, dass wir verpflichtet sind, dieses Loch zu schließen. Wir sind einfach verpflichtet dazu.

Und wir sind fähig, es zusammen zu machen. Ausgehend vom beiderseitigen Einverständnis und dem gegenseitigen Verständnis.

Mit dieser Botschaft kommt die Bewegung „die gegenseitige Bürgschaft“ ans Licht. Warum? Weil die Zeit für die Bürgschaft gekommen ist.

2. Die Zeit für die Bürgschaft ist gekommen

Die Bürgschaft ist eine praktische Lösung und keine abstrakte Idee.

Jeder von uns hat das Recht auf ein würdiges und sicheres Leben.
Aber wir können es niemals ohne Bürgschaft erreichen.

Warum?

Weil, obwohl die Forderungen des Volkes rechtmäßig und unverzüglich sind, diese Forderungen nur die Symptome sind.

Die brennende Wunde ist eine Spaltung in der Gesellschaft, die Gleichgültigkeit dem Nächsten gegenüber. Es ist das Loch, das im Boden unseres gemeinen Schiffes klafft, und dessen Beseitigung sollte unsere wichtigste Aufgabe sein.

Die Übertragung von Geldern von den Reichen an die armen Menschen aus dem Budget für den Bau der Wohnhäuser, indirekte Besteuerung mit der direkten auszutauschen, sowie eine Regierung mit einer anderen zu ersetzen – das alles sind Versuche, die Symptome zu beeinflussen.

Eine andere Verwendung der Gelder bringt das Boot zum Schaukeln. Aber das Wasser setzt die Überflutung fort.

Ja, man muss sich auch mit den lebensnotwendigen Problemen beschäftigen, andernfalls können wir nicht an den morgigen Tag denken. Aber parallel dazu darf man nicht vergessen, dass die wahrhafte Lösung der wirtschaftlichen, sozialen Probleme, sowie der Probleme unserer Existenz nur durch die Bürgschaft gewährleistet ist.

Was ist die gegenseitige Bürgschaft?

Die gegenseitige Bürgschaft ist eine innere Sicherheit.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann werden die Schwachen nicht unterdrückt. Weil die Bürgschaft gegenseitige Verantwortung bedeutet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich eine Arbeit habe, die einen würdigen Verdienst gewährleistet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann verletzt niemand seinen Nächsten.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann gibt es keinen Platz für überschüssigen Konsum, während es meinem Nächsten an Brot fehlt.
Wenn es zwischen uns die Bürgschaft gibt, entzieht sich der Mensch nicht den Steuern, denn dadurch wird ein Stück vom gemeinsamen Kuchen gestohlen.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann wird die Wohnungsmiete nicht übermäßig hoch angesetzt. Denn auf diese Art und Weise geht man nicht einmal mit dem eigenen Kind um.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann kann der Mensch ohne das Glück des anderen nicht glücklich sein.

Die gegenseitige Bürgschaft gilt dann, wenn ich aufhören kann, mich um das Existenzielle zu sorgen und ich mich von der Selbstsorge befreien kann. Wie? Weil sich alle um mich sorgen. Und ich kümmere mich um sie. Genauso,, wie es in der Familie üblich ist.

3. Was sollte man tun?
Dringende Handlungen

Wir müssen für das Existenzielle bei allen Menschen sorgen. Wie? Wie in einer Familie. Wir müssen uns an den runden Tisch setzen, die Vertreter des Volkes, die Politiker, die Ökonomen, die Soziologen, um gemeinsam zu entscheiden, was für unsere große Familie am besten ist. Der Staat hat sein eigenes Einkommen mit eigenen Ausgaben.

Lassen Sie uns daran denken, wie diese richtig unter allen zu verteilen sind. Und die Verteilung soll offen vorliegen.

Wie kann man die Lösung finden?

Noch einmal: wie es in der Familie üblich ist. In der liebevollen und sorgsamen Familie, in der man sogar ohne einverstanden zu sein, für das Wohl der Familie handelt. Angenommen, einer ist der Faulenzer, der andere hat einen brillanten Verstand, der dritte ist ehrgeizig. Wir sind verschieden, aber trotzdem bemüht, jedem das Notwendige zu gewährleisten. Gibt es die Familienmitglieder, welche benachteiligt sind? Dann sollte man sich um sie am ehesten sorgen.

Unser Ziel ist nicht ein wirksames Wirtschaftsprogramm, sondern nur die richtige Herangehensweise ans Problem.

Wenn wir jede unserer Handlung mit dem Gedanken über die Einheit beginnen und beenden werden, dann können wir alles erreichen.

Wir gehen an die Wurzel:

– Wir sollten die uns umgebende Gesellschaft verändern
– Die unzählige Anzahl der Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften beweist: die Gesellschaft bestimmt die Skala der Werte des Menschen.

Die Gesellschaft bestimmt:

– was gekauft wird
– unser Aussehen
– unser Benehmen
– woran gedacht wird

Der beste Beweis dafür sind die Geschehnisse in Israel in den letzten Wochen.
Plötzlich haben allen begonnen, über die soziale Gerechtigkeit zu sprechen.
Die Menschen in den Zelten auf dem Boulevard Rotschild haben dieses Feuer angezündet.
Aber wer entfacht die Flamme wieder?

Die Massenmedien

Deshalb ist es in der ersten Etappe notwendig, Veränderungen in den Programmen der Massenmedien zu bestreben.
Heute besteht keine Notwendigkeit mehr an Shows und Unterhaltungssendungen, welche das Ego aufblasen. Man kann genauso attraktive Programme organisieren, die mit der Liebe und Sorge um den Nächsten ausgefüllt sind.

Die heutigen Massenmedien sind veraltet.

Die Massenmedien, die auf Zuschauerzahlen basieren, vom Gewinn und Verlust abhängen, zeigen uns nur die inhaltlosen und leeren Werte .

Wir brauchen neue Massenmedien.

Massenmedien, die uns zeigen werden, dass das Ego niemals siegt und nur verliert.
Die Massenmedien, welche illustrieren, dass wir untereinander verbunden sind, obwohl wir uns dieser Einheit nicht bewußt sind.

Die Massenmedien sollten zu einer Umgebung werden, die uns verbindet.
Ständig, ununterbrochen!

Das Internet

Heute ist das Internet wichtiger als die Massenmedien.

Seine Kraft steckt in der Verbindung, welche es zwischen Milliarden von Menschen geschaffen hat.

Auf allen Platformen, die im Netz verfügbar sind, sei es Facebook, Youtube,oder Twitter sollten wir frei und aufrichtig die Wege der Realisation der Bürgschaft, die Natur des Menschen, die Lage in der Welt, das Wesen des Problems und dessen Lösung besprechen.

Das Internet erlaubt uns, uns über die äußerlichen Unterschiede hinweg zu heben, welche uns voneinander trennen, und kann zu jener Umgebung werden, in der wir uns gemeinsam erziehen.

Und wenn wir schon über die Erziehung sprechen…

Die Revolution in der Erziehung

Unsere heißgeliebten Kinder wachsen in einer unannehmbaren Realität auf.

Offene Gewalt, Gleichgültigkeit und gegenseitige Verachtung, Entfremdung und Ungläubigkeit füllen ihre Umgebung aus.

Und wir können sie nicht retten.
Die Erziehung unserer Kinder ist unsere vorrangige Pflicht, und ihre Früchte stellen die einzige Hoffnung für alle dar.

Deshalb sollte nicht die bloße Aneignung von Wissen zur wahrhaften Aufgabe des Erziehungssystem werden, sondern eine realitätsgerechte Bildung des Menschen.

Des Menschen, der über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, mit der komplizierten Realität zurechtzukommen, die ihn nach Abschluss des Studiums erwartet.

Das System ist daran nicht schuldig.

Das Problem liegt nicht in der Abwesenheit finanzieller Hilfe für die Lehrer und nicht in der Rastlosigkeit der Kinder. Hier gibt es das gleiche Problem des Herangehens, wie es in den Massenmedien und auf allen anderen Gebieten vorhanden ist.

Weil sich die Schulen, welche die Aufgabe haben, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, von der Zeiten der industriellen Revolution nicht getrennt und verändert haben.
Aber die Welt hat sich verändert. Das ist heute jedem klar…

Die Welt zu korrigieren bedeutet, die Erziehung zu verbessern.

Die Methodik solcher Veränderungen existiert. Wir als die Urheber der Bewegung „Bürgschaft“, haben sie seit Jahren ausgearbeitet. Es ist nicht die nächste „Reform“, sondern die reale Veränderung in der Konzeption.

Vom ermüdeten Lehrer, der sich vor unbotmäßige Schüler stellt zum Erzieher mit Glanz in den Augen, der im Kreis zusammen mit den Kindern – Freunden sitzt. Nach dieser Methodik bilden die älteren Schüler der jüngeren aus, in ihrer Grundlage liegen das persönliche Beispiel und die Lehrnspiele, sie gibt den Kindern die für das Leben notwendigen Fertigkeiten.

Es ist die Methodik, die das Leben mit den Hoffnungen und mit den Freuden ausfüllt. Ihrer ausführlichen Beschreibung wird die die separate Broschüre gewidmet sein

4. WIR

Wir waren lange einsam. Wir haben schon vergessen, was es bedeutet, einander in die Augen zu schauen. Wir haben uns nach der Bürgschaft gesehnt. Haben uns sehr stark danach gesehnt.

Wenn wir jeden einzelnen Menschen im Land mit der Bürgschaft umgeben, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umgibt, dann wird jeder von uns die Wärme und die Sicherheit fühlen, die das Kind von der Mutter bekommt. Diese Sicherheit wird uns zulassen, sich nicht um das eigene Wohl zu sorgen. Dann können wir sie an die anderen Menschen geben. An alle.

So werden wir die Liebe in unser Haus zurückholen.

Für immer.

Lasst die Knochen für die Hunde

Der Sohar, Kapitel „Truma (Schenkung)“, Abschnitt 487: Es gibt ein Sinnbild über einen König, der ein Mahl für seine Familie zubereitete. So lange wie sie taten, was er wollte, aßen sie zusammen mit dem König und gaben die Knochen den Hunden zum kauen. Als die Familie nicht den Willen des Königs erfüllte, gab er das ganze Essen den Hunden und die Knochen seiner Familie.

Frage: Was ist dieses Essen, das alle am Tisch des Königs aßen?

Meine Antwort: „Essen“ bedeutet, dass du das Vergnügen des Gebens erhältst. Und du musst dieses Vergnügen auch zum Wohle des Gebens empfangen.

Es geht dabei um die Ausstrahlung, die Empfindung, die Handlungen im Verlangen. Die „Hunde“ in mir sitzen neben dem „Tisch“ in mir, wo ich die „Geschmäcker des Königs“ fühle. Was sind die „Geschmäcker des Königs“? Was ist „der Tisch des Königs“? Das sind die Vergnügen, die durch das Geben enthüllt werden, welche der König schenken möchte. Er genießt durch das Geben. Und er wünscht auch dir, dass du genießt, indem auch du den anderen gibst.

Wenn du dann gibst und es genießt, ist die ganze Frage: Was schenkt dir Freude? Genießt du die Tatsache, dass du dem König ähnlich bist? Genießt du das, weil Er Freude an deiner Ähnlichkeit zu Ihm empfindet? Oder genießt du es, weil du deine Hände an irgendeinem Vergnügen hast? Wenn das so ist, dann wandelst du dich augenblicklich von einem Menschen, der an dem Tisch gegenüber dem König sitzt, in einen Hund, der unter dem Tisch auf Knochen rumkaut.

Aus dem zweiten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 11.07.2011, Der Sohar