Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfindung'

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

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Kabbala unserer Zeit

Warum mögen wir die Vorstellung vom Ende der Welt?


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist „das Ende der Welt“ heutzutage so ein populäres Thema?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Anstatt Unsterblichkeit zu erlangen, erbauen Menschen auf Spitzbergen den arktischen „Samentresor für den Weltuntergang“, um Saatgut aller Pflanzenarten aufzubewahren, damit sie die Vegetation des Planeten nach einem globalen Krieg oder einer Naturkatastrophe wiederherstellen können. Sie überlegen auch, eine Spermabank im Weltall aufzubewahren und andere solche Ideen. Jedoch machen Menschen das nicht wegen der romantischen Vorstellung vom Ende der Welt, sondern wegen dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Diese Empfindung ist in gewisser Hinsicht reizvoll und verlockend, daher ist die Vorstellung vom Ende der Welt so populär in Filmen, Büchern und Computerspielen.

Daher lautet die Antwort auf Ihre Frage, dass unser Egoismus uns zum Tod hinzieht, uns in Richtung einer Katastrophe lockt und es genießt, die müde alte verschwindende Welt zu beobachten gemäß dem Vers: „Feier und genieße, denn morgen werden wir ja sterben“ (Nuchal ve Nishte Ki Macharo Namut). Da das „Morgen“ immer bedrohlicher wird, empfinden wir uns dem „Heute“ gegenüber immer gleichgültiger und träger.
Wenn ein Mensch sich jetzt noch nicht auf dem Weg der Korrektur befindet, dann ist das gemäß Kabbala tatsächlich die zweitbeste Einstellung gegenüber der Zukunft, die er haben kann, denn er enthüllt Hoffnungslosigkeit, die Tatsache, dass es in unserer Welt keine Lösung gibt und Gedanken, die für einen gewöhnlichen Menschen, der auf einer tierischen Stufe lebt, untypisch sind. Später werden sich diese Gedanken und Gefühle entwickeln, weil der Egoismus weiter anwachsen und nach einer Erfüllung verlangen wird – einer Lösung für diese Probleme.

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Kabbala Heute Ausgabe #4, Seite 4: Was ist los mit unserer Jugend?
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Ein reicher Mensch ist jemand mit einem Reichtum an Wissen über den Schöpfer


Ich erhielt Fragen über die Empfindung der Natur, Berge und arme Menschen:

Frage: Fühlen Tiere und die Natur „sich selbst“? Empfinden sie die Realität anders als wir, oder empfinden sie eine begrenzte Realität wie wir?

Meine Antwort: Sie leben, aber sie fühlen nicht, dass sie leben. Sie haben keine Empfindung von „sich selbst“ oder „ihrem Leben“. Sie fühlen auch keine Eifersucht, sondern sind nur mit Überleben beschäftigt.

Frage: Wenn wir in einer imaginären Realität existieren, die wir mit unserem Bewusstsein erschaffen, wohin entwickeln wir uns dann eigentlich?

Meine Antwort: Dadurch, dass wir allmählich entdecken, dass unsere Realität verzerrt ist, bereiten wir uns selbst unwissentlich darauf vor, die wahre Realität zu erreichen. Die Wissenschaft findet heraus, dass Materie und Wellen ein und dasselbe ist. Durch das Studium unserer Empfindungen haben wir entdeckt, dass sich Festes in Flüssiges umwandeln kann und sich dann Flüssiges in Gasförmiges umwandeln kann – eine Substanz, die für unsere Sinne nicht wahrnehmbar ist. Aber dann wird das nicht wahrnehmbare Gas wieder flüssig, und die Flüssigkeit wird wieder fest. Zum Beispiel schmilzt ein Stück Eis und verdampft und dann kondensiert es wieder zu Wasser und wird wieder festes Eis.

Realität ist subjektiv und ist von unseren Sinnen abhängig. Wir schaffen sie in uns. Alle Entwicklung zielt darauf ab uns zur richtigen Stufe zu bringen – „Es gibt nichts außer Ihm.“

Frage: Was sind Berge aus der Sicht der Kabbala – zum Beispiel der Berg Miron und der Berg Sinai?

Meine Antwort: Ein Berg ist eine Masse an Egoismus, weil die Erde Verlangen ist (Aretz bedeutet Erde und kommt vom Wort Ratzon – Verlangen). Ein Berg ist ein „herausragendes“ Verlangen. Durch die Erklimmung des Gipfels – durch das Steigen über den Egoismus zum Schöpfer, zur Gleichheit mit dem Schöpfer, erreicht man Ihn.

Frage: Die Bibel spricht oft über arme Menschen. Was ist ein „armer Mensch“ in der Spiritualität)?

Meine Antwort: In der Kabbala (der Tora) ist ein armer Mensch jemand, der keinerlei Wissen über den Schöpfer besitzt (Ani Be Daat). Das ist so, weil Wissen über das Universum und die Erreichung des Schöpfers (der einzigen Kraft des Lebens, der Quelle von Allem und des Einzigen, der alles beherrscht) – dasselbe ist. Ein reicher Mensch in der Kabbala (der Tora) ist jemand, mit einem Reichtum an Wissen (über den Schöpfer).

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Shamati 1: Es gibt niemanden außer Ihm
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Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?


Eine Frage, die ich erhielt: Gemäß der Kabbala wird in unserer Welt alles mit unseren fünf Sinnesorganen wahrgenommen. Doch was ist mit den anderen Dingen, die es in unserer Welt gibt und die wir empfinden können, jedoch ohne die fünf Sinne – wie Gedanken, Ideen und Träume? Was sind sie, und stehen sie ebenfalls unter der Herrschaft des Egos?

Meine Antwort : Alles wird nur in unserem egoistischen Verlangen empfunden (wahrgenommen), egal wie es dorthin kommt – durch unsere fünf Sinne oder unser Bewusstsein (oder Unterbewusstsein). Letzteres wird ebenfalls durch die Wahrnehmungen unserer fünf Sinne geschaffen. Wie Baal HaSulam schreibt – alles, was wir uns vorstellen können, erscheint in unserer Vorstellung nur, weil wir etwas ihm Ähnliches in der Vergangenheit wahrgenommen haben. Unsere Vorstellung kann sich nur darauf basierend entwickeln und erweitern. Andernfalls währen wir nicht fähig, uns diese Dinge vorzustellen.

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Leben aus der Kabbala


Ich hatte ein aufgezeichnetes Gespräch mit dem Titel „Kabbalisten Schreiben.“ Wir diskutierten mein viertes Buch, Leben aus der Kabbala. Ich sprach mit Ben-Tzion Gertz, einem Schriftsteller und Herausgeber einiger meiner hebräischen Bücher.

Gleich nachdem mein Lehrer verschieden war (September 1991), musste ich in Toronto meinen sterbenden Vater besuchen. Ich habe dieses Buch nach seinem Tod verfasst (Februar 1992). Ich denke, dass dieses Buch mehr als irgendein anderes meiner Bücher die Gefühle und Eindrücke eines Menschen übermittelt, der anfängt, den Weg der Kabbala zu gehen. Und genau so habe ich dieses Buch gesehen – als das erste in einer Serie von Büchern, die ich schreiben würde.

Hier ist ein Einführungskapitel aus dem Buch Leben aus der Kabbala:

„Die Notwendigkeit, dieses Buch zu verfassen, wurde mir durch die Fragen bewusst, die mir von meinen Schülern gestellt und während verschiedener Vorträge und Radiosendungen an mich gerichtet wurden, und die in zahlreichen Briefen, die immer noch aus aller Welt eintreffen, enthalten sind.

Die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und zu lehren, liegt darin, dass die spirituelle Welt kein Pendant in unserer Welt hat. Auch wenn das Ziel des Studiums klar wird, ist das Verständnis davon nur zeitweilig.

Sie wird von dem Teil unseres Wahrnehmungsbereiches erfasst, der Spirituelles erfassen kann und der ständig von Oben erneuert wird. Daher mag ein Thema, das vorher ganz klar war, später wieder unklar erscheinen. Je nach Stimmung und spirituellem Entwicklungsstand des Lesers mag der Text entweder sehr vielsagend und voll tiefer Bedeutung sein oder aber völlig bedeutungslos.

Verzweifeln Sie daher nicht, wenn etwas, das heute noch vollkommen klar war, einen Tag später sehr verwirrend erscheint. Geben Sie nicht auf, wenn Ihnen der Text vage, seltsam oder unlogisch erscheint. Das Kabbalastudium ist nicht dazu da, theoretisches Wissen anzuhäufen, sondern um das zu erkennen und wahrzunehmen, was vor uns verborgen ist.

Wenn wir, nachdem wir uns besonnen und an spiritueller Stärke zugelegt haben, anfangen zu erkennen und wahrzunehmen, werden wir durch die spirituellen Lichter, die wir damit anziehen, wahres Wissen erlangen.

In unserer Welt gibt es keine Analogien zu dem Thema, das hier gelehrt wird. Erst, wenn der Mensch ein Verständnis für das Höhere Licht und ein Empfindungsvermögen für Spirituelles entwickelt hat, wird er die Art und Weise, wie das Universum erbaut wurde und wie es funktioniert, verstehen.

Dieser Text kann dazu dienen, die ersten Schritte in Richtung Empfinden der spirituellen Kräfte zu ermöglichen. Um jedoch weiter fortzuschreiten, ist die Hilfe eines Lehrers notwendig.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Zeilen nicht auf allgemein übliche Weise gelesen werden sollten. Der Leser sollte sich auf einen Abschnitt konzentrieren, über diesen nachsinnen und versuchen, einige der erwähnten Beispiele zu verstehen, die angesprochenen Themen zu reflektieren, und dann versuchen, diese Thematik mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden.

Man sollte die Sätze geduldig lesen, immer wieder durchgehen und versuchen, zu den Gefühlen des Verfassers vorzudringen. Man sollte ebenso, in der Absicht die Nuancen des Geschriebenen herauszufiltern, langsam lesen, und wenn notwendig, zum Anfang des Satzes zurückkehren.

Diese Art des Lesens kann dem Leser helfen, gefühlsmäßig tief in die Thematik einzudringen oder auch festzustellen, dass ihm für bestimmte Themen Gefühle fehlen. Letzteres ist eine entscheidende Vorbereitungsphase für die spirituelle Entwicklung.

Dieses Buch wurde nicht für ein rasches Überfliegen verfasst. Obwohl der Text sich nur mit einem einzigen Thema beschäftigt – wie man mit dem Schöpfer in Beziehung tritt – behandelt er dieses Thema auf unterschiedliche Arten. Diese Vorgehensweise dient dazu, jedem einzelnen Leser zu ermöglichen, den einen oder anderen besonderen Satz oder ein bestimmtes Wort zu entdecken, welches ihn in die Tiefe des Textes führt.

Im Text werden die egoistischen Wünsche und Handlungen in der dritten Person beschrieben. Bis zu dem Punkt jedoch, an dem es dem Leser möglich ist, persönliches Bewusstsein von seinen Sehnsüchten zu unterscheiden, sollte er die egoistischen Bestrebungen und Verlangen als seine eigenen betrachten. Das Wort Körper im Text bezieht sich nicht auf unseren physischen Körper, sondern auf unser Verlangen zu empfangen – auf unseren Egoismus.

Ein wiederholtes Lesen dieses Textes ist ratsam. Lesen Sie die gleichen Abschnitte zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher geistiger Verfassung. Sie werden mit Ihren eigenen Reaktionen und Sichtweisen gegenüber ein und demselben Text Bekanntschaft machen.

Anderer Ansicht zu sein, als es der Text vorgibt, ist immer konstruktiv, genauso wie eine Übereinstimmung mit ihm. Das Wichtigste bei der Lektüre ist, auf den Text einzugehen; ein Gefühl, dem Geschriebenen nicht zuzustimmen, bedeutet, dass der Leser die einleitende Phase (Achoraim , die Rückseite) erreicht hat, die dazu dient, die nächste Phase der Wahrnehmung vorzubereiten (Panim , Gesicht).

Besonders das langsame und bedeutungsvolle Lesen ermöglicht die Entwicklung von Gefühls-Gefäßen (Kelim), welche notwendig sind, um Spirituelles empfangen zu können. Nachdem die Gefäße geformt sind, gelingt es dem Höheren Licht, in sie einzufließen. Vor dem Erschaffen der Kelim (Gefäße) existiert das Licht nur außen um uns herum. Es umgibt unsere Seelen, doch wird es von uns nicht wahrgenommen.

Der Text ist nicht dafür geschrieben worden, um irgendjemandes Wissen zu erweitern. Er dient auch nicht dazu, auswendig gelernt zu werden oder sich selbst darüber zu prüfen. Es ist sogar besser, den gesamten Inhalt zu vergessen – somit erscheint eine zweite Lektüre frisch und gänzlich unbekannt.

Dies deutet daraufhin, dass die beim erstmaligen Lesen empfundenen Gefühle vom Leser erfasst wurden und er diese nun hinter sich gelassen hat. So wird Platz für neue, noch nicht erlebte Empfindungen geschaffen. Ständig wird der Vorgang, neue Kelim zu entwickeln, wiederholt, und diese Gefäße werden in der spirituellen, nicht wahrgenommenen Sphäre der Seele gespeichert.

Das Allerwichtigste sind die Gefühle, die der Leser während des Lesens des Textes empfindet und nicht erst im Anschluss an die Lektüre. Nachdem die Gefühle erst einmal empfunden worden sind, werden sie im Herzen und Verstand enthüllt. Sie zeigen sich erneut, wann immer sie während des andauernden Entwicklungsvorganges der Seele benötigt werden.

Beeilen Sie sich nicht, um ans Ende des Textes zu gelangen. Wählen Sie solche Stellen aus, die Sie besonders ansprechen. Nur dann wird Ihnen der Text helfen und Ihnen als Führer auf der Suche nach persönlichem und spirituellem Aufstieg dienen.

Das Ziel dieser Schriften ist es, im Leser ein Interesse für den Grund seines Daseins in dieser Welt zu erwecken, für die Möglichkeit, die spirituellen Welten zu erfassen, den Sinn der Schöpfung zu verstehen, den Schöpfer zu empfinden, die Ewigkeit und die Unsterblichkeit, und ihn letztendlich bei seinem spirituellen Aufstieg zu unterstützen.“

 


Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala


Fragen, die ich erhielt, was mit einem Freund zu tun sei, der nicht Kabbala studiert und mit Frauen, die die Verbreitung hassen:

Frage: Die Frau bekommt ihre spirituelle Füllung durch den Mann – ich fühle das sehr klar. Jedoch ist alles, woran ich denken kann, mein Freund, der nicht Kabbala studiert. Ich trennte mich von ihm, als ich auf die Kabbala stieß, aber jetzt sind wir wieder zusammen und ich studiere weiter Kabbala. Ich verbringe meine Zeit lieber mit ihm, als Lektionen anzusehen und das erschreckt mich, weil ich meine Lebensaufgabe und die Absicht des Schöpfers mit mir vernachlässige. Ich kann Sie und die Gruppe und das ganze Welt-Kli nicht verlassen. Ich brauche Sie und Sie brauchen mich. Aber andererseits werde ich von meinem Freund angezogen. Ich will wirklich auf dem spirituellen Pfad bleiben und mein Kli zusammen mit einem Mann entwickeln, aber ich fühle, dass ich dazu ohne meinen Freund nicht im Stande wäre.

Meine Antwort:

1. Beruhige dich.

2. Wenn er dich liebt, dann wird er dich bei deinem Kabbalastudium nicht stören.

3. Wenn du einen anderen Mann wählen kannst, bei dem es sicher ist, dass er Kabbala studieren wird, und es dir möglich ist, dann tu es.

4. Zwinge ihn nicht zu studieren, aber mach ihn freundlich und liebevoll zum passiven Teilnehmer. Wir haben Fälle gehabt, in denen Männer auf diese Art zur Kabbala kamen und dann fortfuhren zu studieren, selbst als ihre Frauen die Kabbala verließen.

5. Jedenfalls ist das Schaffen einer Familie wichtiger als Kabbala! Demnach hat deine Beziehung Vorrang und erst danach sollte die Kabbala kommen.

Frage: Kann eine Frau eine andere Frau in Bnei Baruch unterrichten?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie sollen wir uns gegen¸ber jenen Frauen verhalten, die nur studieren wollen und die Idee der Verbreitung hassen?

Meine Antwort: Wenn eine Frau zuerst kommt, um Kabbala zu studieren, dann sollte ihr das Wesentliche – genau wie einem Mann – unterrichtet werden. Danach sollte sie die Chance bekommen, ein „Extragewicht“ wie die Teilnahme an der Verbreitung und das Zahlen des Maaser zu übernehmen. Wenn sie dem nicht zustimmt, setzen wir unsere Zusammenarbeit mit ihr nicht fort – sie kann natürlich zuhause selbstständig studieren – das Internet ist frei. Wir werden zweimal überlegen, bevor wir sie zu einem Kongress einladen und könnten uns auch dagegen entscheiden. Leute, die nicht verbreiten, berauben sich der Gelegenheit, voran zu schreiten, weil sie ihr Kli nicht entwickeln, indem sie die Wünsche von anderen hinzufügen, um die notwendige kritische Masse zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Spiritueller Fortschritt der Frauen
Blog-Post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-Post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)

Zeit – Illusion oder Realität?


Frage: Sie sagten, dass Zeit nicht existiert. Existiert dann Vergangenheit oder Zukunft?

Meine Antwort: Was existiert, ist eine Abfolge von Geschehnissen. Sie finden in uns als sequentielle Enthüllungen statt, als Bewusstwerdung von Reshimot. Indem eine der anderen folgt, schaffen sie eine Empfindung der Zeit – von der Vergangenheit und der Zukunft. Jedoch ist dies eine subjektive Empfindung, die innerhalb von uns ist und sie findet schnell oder langsam statt, abhängig von jemandes Bemühen.
Irgendetwas zu überspringen ist unmöglich, da sich alle Reshimot nacheinander manifestieren müssen. Wird ein Reshimo verwirklicht, stellt es innerhalb von uns unsere Beziehung zum Schöpfer bildlich dar. Dieses Bild wird „die Welt“ genannt und es besteht aus „mir“ und „dem, was mich umgibt“. In dem Maße, wie die Reshimot verwirklicht werden, beginnt der Mensch das ihn Umgebende als Teil von sich wahrzunehmen.

Frage: Manchmal zeigt die Uhr an, dass fünf Stunden vergangen sind, aber ich fühle sie wie fünf Sekunden. Wem soll ich vertrauen, mir oder der Uhr?

Meine Antwort: Offenbar sollten Sie der Uhr vertrauen. Das nächste Mal könnten Ihnen die gleichen fünf Stunden wie fünf Tage erscheinen.

Frage: Wenn ein Mensch mit psychischen Fähigkeiten die Zukunft vorhersagt, was sieht er, die Zukunft oder die Gegenwart?

Meine Antwort: Für ihn ist es die Gegenwart.

So erreichen Sie wahre Glückseligkeit!


Ich hatte ein Gespräch über das Thema „Glücklich sein“, das aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, dem Manager unserer hebräischen Verbreitungs-Abteilung.

Glück ist Erfüllung, denn die gesamte Schöpfung ist das Verlangen, erfüllt zu werden. Die Empfindung des Erfülltseins bedeutet glücklich zu sein. Wenn jedoch das Verlangen erfüllt wurde, hebt die Erfüllung das Verlangen und den Genuss auf und die Person hört auf, die Glückseligkeit der Erfüllung zu spüren. Es gibt also kein Glück im Leben, da wir ständig damit beschäftigt sind, unser Verlangen zu befriedigen, aber das Glücksgefühl nur für einen kurzen Augenblick anhält, bevor es wieder verschwindet.

So ist es nicht verwunderlich, dass nach all unserer Lebenserfahrung viele Menschen nicht mehr länger solch illusorischem Glück nachjagen wollen. Dennoch, die Wahrnehmung des Lebens ist die Wahrnehmung von „Verlangen und Erfüllung“ – und das ununterbrochen. Am Ende bleibt also das Einzige, das zu tun ist, uns selbst mit Religion einzuschränken oder in Depression oder Drogen abzugleiten.

Kabbala bietet eine andere, ursprüngliche Lösung, die einen Menschen befähigt Glück zu erlangen, das ewig und unbegrenzt ist. Das kommt daher, da er das Verlangen und die Erfüllung in seinem Inneren verbindet und sich diese zwei nicht mehr gegenseitig aufheben, wenn sie erst einmal miteinander vereint sind. Im Gegenteil, sie vergrößern sich gegenseitig.

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Das Leben ist ein Spiel


Zwei Fragen, die ich zur Thematik der freien Wahl erhalten habe

Frage: Was macht man, wenn man erkannt hat, dass es niemandem außer Ihm gibt und man eigentlich überhaupt nicht existiert? Ich empfinde das heute so und es macht mir Angst. Alles ist ein Spiel und ich spiele nicht mit. Ich spüre, dass es nur einen Ausweg gibt – ich muss ein Mensch werden. Ich muss meinen Punkt im Herzen entwickeln, weil „ich“ sonst überhaupt nicht existiere. Es ist ein beängstigendes Leben, wenn einem bewußt ist, dass man gar nicht existiert. Aber die Antwort kommt sofort. Sie findet sich einzig in der Anheftung an den Schöpfer und dem eigenen spirituellen Aufstieg. Aber wie gehe ich mit dieser Angst um?

Meine Antwort: Nur durch die tägliche Teilnahme am Unterricht (wenigstens an einem Teil davon, auch wenn nur virtuell), mit anderen zusammen an der Verbreitung arbeiten und am wichtigsten ist, das Weltkli zu fühlen. Nur hierdurch können Sie diesen negativen Gefühlen entkommen! Denn Spiritualität kann nur durch die Verbindung der einzelnen Seelenteilchen miteinander erlangt werden und auch nur in dem Ausmaß ihrer Einheit. Nur durch die richtige Verbindung untereinander und die Verbreitung können die negativen Empfindungen eliminiert werden.

Frage: Gestern bin ich aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl, überhaupt nicht draußen zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich nur die Szenerie geändert hat. Ich sehe die Menschen zwar immer noch so wie früher, aber jetzt nehme ich noch mehr wahr – ich erkenne, dass es überhaupt keine Unabhängigkeit gibt und dass wir alle Marionetten sind….

Meine Antwort: Sie sollten außerdem nicht vergessen, dass auch Sie wie diese Menschen sind… Ihr Gefühl ist schon richtig. Alles um uns herum ist nur ein Theater und jeder handelt nur gemäß seiner Rolle. Finden Sie heraus, welche Rolle Sie spielen und was Ihre Bestimmung ist: Enthüllen Sie das gesamte Bild des Universums und spielen Sie Ihre Rolle bewusst, damit Sie sich den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Indem Sie Seine Rolle spielen, fangen Sie an, Ihn und das Design dieses großartigen Regisseurs zu verstehen.

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Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Himmel und Hölle in der Kabbala


Fragen, die ich über das Leben in den Höheren Welten erhielt

Frage: Was bedeutet „Himmel“ aus der Sicht der Kabbala?

Meine Antwort: Himmel ist das Licht von Chochma. Der „Garten“ ist Malchut. Malchut gefüllt mit dem Licht von Chochma wird Garten Eden genannt. In diesem Zustand ist Malchut für die Seelen die Malchut der Welt Atzilut.

Mit anderen Worten, der Garten Eden bezieht sich auf einen Ort (oder ein Zustand), wo die Seelen mit dem Licht von Chochma gefüllt sind. Einfach ausgedrückt: der Garten Eden ist Malchut der Welt Atzilut. Der Höhere Garten Eden ist Bina der Welt Beria und der Niedere Garten Eden ist Yesod de Malchut von der Welt Assiya. Natürlich bezieht sich das nicht auf die üblichen Vorstellungen der Leute über den Himmel und seine Bewohner. In der Spiritualität gibt es keinen Raum, kein Abbild, Geräusche etc., sondern nur Kräfte ohne Materie. Die Seele ist ein Verlangen. In dem Maße, in dem sie dem Schöpfer gleicht, der Eigenschaft von Geben und Liebe, wird sie mit der Empfindung des Schöpfers erfüllt, der Empfindung dieser Eigenschaft innerhalb sich selbst. Diese Empfindung wird „Himmel“ genannt und es gibt keinen Himmel außer diesem.

Frage: Gebraucht eine Person das System von ABYA de Kedusha schon vor dem Machsom?

Meine Antwort: Dieses System beginnt erst über dem Machsom. Schauen Sie sich das „Vorwort zum Buch Sohar“ an, wo von der Erreichung der Malchut de Assiya gesprochen wird.

Frage: Wie hat sich der Parssa nach dem Zerbrechen der Gefäße (Shwirat ha Kelim) in der Welt von Nekudim wieder verstärkt, um zu vermeiden, noch einmal zu zerbrechen?

Meine Antwort: Um das Licht zu empfangen ist es nötig, von BYA zu Atzilut aufzusteigen – dies ist eine der Verstärkungen des Parssas.

Frage: Warum ist Ejn Sof (Unendlichkeit) umgeben von Igulim (Kreise)?

Meine Antwort: Weil jeder gleich ist und es keine Begrenzungen gibt.

Frage: Gibt es in der Kabbala Dinge wie den Teufel oder andere böse Kräfte oder sind dies nur Metaphern für den Egoismus?

Meine Antwort: Das Einzige, das geschaffen wurde, ist das Verlangen. Es ist verschiedenartig, bestimmte Arten haben verschiedene Namen. Meine Wahrnehmungen von mir selbst und von meiner Umgebung sind ebenfalls Verlangen oder Kräfte, aber wir empfangen sie als Überträger auf einem Fernsehschirm, als Bilder. In Wirklichkeit sind die einzigen Dinge, die existieren, die Kraft des Empfangs (Schöpfung) und die Kraft des Gebens (der Schöpfer). Sie stellen das gesamte Bild dar, das wir sehen. Wenn wir diese Kräfte erlangen, sind wir sofort von der Illusion des sichtbaren Bildes der Welt frei und daher beschreibt Kabbala unsere Welt als unwirklich und geträumt.

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