Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Einheit mit Natur'

Warum hat der Mensch keine Vorstellung von der Schöpfung?

Anmerkung: Wenn man Rabash und Baal Hasulam nicht gelesen hat, hat man keine Vorstellung vom Schöpfungsgedanken. Es ist merkwürdig, da die Menschheit sich dermaßen entwickelt und so viele Forschungen durchgeführt hat und es trotzdem nicht dazu gekommen ist.

Antwort: Der menschliche Verstand ist nicht dazu bereit. Die Menschen sprechen darüber, dass die Natur ganzheitlich und zusammenhängend ist, aber der Mensch kann sich daran nicht anpassen, da dies seiner eigenen Natur nicht entspricht. Er ist nicht integral mit der Natur und der Gesellschaft verbunden und kann es daher nicht umsetzen. Er hat kein integrales Gehirn, keine integrale Sensibilität und Wahrnehmung.

Er zeichnet sich durch eine egoistische Wahrnehmung, eine egoistische Verbindung mit der Welt aus: nimm es dir, schnapp es dir. Da er keine integrale Verbindung mit der Welt hat, ist er von der Welt abgeschnitten, er gehört sich selbst. Deshalb ist es sehr schwer für ihn, eine absolut integrale, ganzheitliche Natur zu verstehen und zu fühlen.

Die Kabbala entwickelt diese integrale Wahrnehmung der Realität in uns. Sie betont, dass man die Realität betrachtet, die man selbst erschafft. Hier stimmt sie mit der modernen Psychologie überein. Du beginnst dich als Projektor der Realität wahrzunehmen: du erschaffst die Welt, du zeichnest sie.

Am Ende stellt sich heraus, dass es in der Tat keine Wirklichkeit gibt – die ganze Realität existiert in dir. Dies bedeutet, dass du dich auf irgendeine Weise verändern sollst, um sie zu erkunden. Diese Möglichkeit gibt es nur, wenn du dich zum integralen Teil der Realität entwickelst. Du beginnst, dich selbst als Maschine, als Labor zu handhaben, d. h. durch die Veränderung deiner Eigenschaften kommst du zu der Empfindung einer umgewandelten Realität.

Du zeichnest sie, erschaffst sie, du bist der Schöpfer deiner Realität, deines Lebens. Du siehst, dass alle Menschen, Tiere, die pflanzliche und unbelebte Welt, einschließlich des gesamten Universums, eine Projektion deiner inneren Eigenschaften sind: der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufe in dir – mit anderen Worten, die erste, die zweite, die dritte und die vierte Stufe deines Egoismus.

Du verstehst das diese Realität funktionsfähig ist, d.h. ob sie mit anderen Komponenten integral verbunden ist oder nicht.

Aus der Lektion auf Russisch, 08/12/2018

(237122)

Das Ziel der Bildung ist, einen Menschen großzuziehen

Das Ziel der Bildung ist, zu erklären, dass die „Nächstenliebe“ das allgemeine Naturgesetz ist. Nur das formt aus einem Kind einen Menschen.

Das muss sich auf das Unterrichten aller Fächer auswirken – durch sie muss die Idee von der Einheit der Natur und der Lenkung (Es gibt niemanden außer Ihm) und dem vollkommenen Zusammenhang aller Schöpfungsteile (Liebe deinen Nächsten wie dich selbst) hindurchgehen.

Dann wird das gesamte Lernen auf einem einzigen Gesetz basieren, von einer Kraft gelenkt , in eine Richtung gehend – und genau das wird sich einprägen.

Denn wie über das Gesetz der „Nächstenliebe“ geschrieben steht, dass es das „Hauptgesetz der Tora“, d.h. das Allgemeine Schöpfungsgesetz ist, müssen wir, die Kinder, ausgehend von diesem Gesetz, unterrichten und ihnen zeigen, dass alles, was in der Welt geschieht, von dieser Bedingung bestimmt wird.

Dann werden die Kinder sich dieses einzige Gesetz einprägen; sie werden sowohl die höhere Lenkung als auch die richtige Verhaltensweise begreifen.

Wenn wir aufzeigen, dass die besten und die schrecklichsten Ereignisse in der Welt nur geschehen, um uns zu enthüllen, wo dieses Gesetz vervollständigt werden muss, dann fangen die Kinder an, sich anders, zielgerichteter, der Realität gegenüber, zu verhalten.

Derjenige, der sich und durch sich die Welt korrigieren will, nennt sich Mensch. So werden aus Tieren Menschen erzogen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 27.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>