Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Beten bedeutet, die Eigenschaft der Liebe und des Gebens in dir zu enthüllen


Frage: Im Artikel „Was ist ein halber Schekel in der Arbeit“ sagt Rabash: „Wenn ein Mensch, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, einfach nur ausspricht, was im Gebetsbuch der Weisen geschrieben steht, und diese Worte spricht, während er sich dem Schöpfer annähert, ist es unwichtig, ob er weiß, was er sagt oder nicht…“

Auch Baal HaSulam sagt in Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“: „…auch wenn ein Mensch nicht versteht, was er lernt, zieht er aufgrund seines Verlangens dennoch das Licht der Korrektur auf sich“.

Folglich hat das Beten mit einem Gebetsbuch großen spirituellen Wert, und wenn einige sagen, es wären ja nur Worte und Traditionen, stimmt dies nicht. Wie ist Ihre Meinung darüber?

Antwort: Mit „einigen“ meinen Sie mich. Ja, ich behaupte dies. Und dies ist der Grund: Das Resultat des Lesens hängt vom Leser ab und nicht vom Text oder seinem Autor.

Baal HaSulam sagt in Punkt 147 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„: „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Tora der Welt von Azilut und der Tora dieser Welt, d.h. zwischen der Weisheit der Kabbala und der offenbarten Tora. Sondern der Unterschied liegt beim Menschen, der die Tora studiert. Zwei mögen die Tora studieren, den gleichen Text und die gleichen Worte, doch einer wird es als die Weisheit der Kabbala und der Tora von Azilut aufnehmen, und der andere als die offenbarte Tora (von Assija)“.

Selbstverständlich wurde das Gebetsbuch von den Mitgliedern der Großen Versammlung zusammengestellt – den großen Kabbalisten, die vor 2000 Jahren lebten. Wenn man es mit der Absicht liest, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, dann zieht man das Licht von der Quelle an sich heran, von dem das Gebetsbuch spricht. Dasselbe geschieht, wenn man „Talmud Esser HaSfirot“ studiert. Wenn man jedoch nicht darüber nachdenkt, weil man keinen Wunsch hat, den Schöpfer zu enthüllen, dann hat das, was man liest, keine Wirkung, sei es der Talmud Esser HaSfirot oder das Gebetsbuch.

Wenn man den Inhalt des Gebetsbuches verstehen möchte, dann sollte man das Gebetsbuch von Rashash verwenden. Dort findet man die Bedeutung der Gebete in den kabbalistischen Symbolen – als Anheftung des korrigierten Verlangens (der Seele) an den Schöpfer durch das System der spirituellen Welten. Das Gleiche wird im Talmud Esser HaSfirot diskutiert und allgemein in allen Heiligen Büchern. Sie alle sprechen nur über die Verbindung mit dem Schöpfer und über Seine Enthüllung dem Menschen gegenüber.

Beten bedeutet, den Schöpfer zu enthüllen, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe in sich. Alle anderen Gebete sind egoistisch und ziehen nicht das Höhere Licht an. Sie haben nur einen psychologischen Effekt auf den Betenden.

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Die Wahrnehmung der Welt

Die Wahrnehmung der Welt

(Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 34 )

Mit unserem Sehsinn sehen wir eine großartige Welt vor uns,

In ihrer wunderbaren Fülle.

Doch in Wirklichkeit existiert das alles nicht

Außer in unserem Inneren.

Wir haben eine Art Leinwand im hinteren Teil unseres Gehirns

Auf der alles, was wir wahrnehmen, abgebildet wird.

Es existiert nichts außerhalb von uns.

 

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Wie verbinden wir unsere Punkte im Herzen?


Drei Fragen, die ich über die Arbeit in der Gruppe erhielt:

Frage: Sie sagen: „Verbindet euch nicht durch eure Körper, sondern durch die ‚Punkte im Herzen‘ – ihr müsst spüren, dass sie zusammen sind“. Wie sollen wir das machen?

Antwort: Der Punkt im Herzen ist ein Reshimo (Erinnerung) des vergangenen spirituellen Zustandes. Jetzt jedoch verlangt es in egoistischer Weise nach dem Schöpfer, nach spiritueller Erfüllung. Mit der Hilfe der Gruppe sollten Sie versuchen, diese Sehnsüchte nach dem Schöpfer zu verbinden, selbst wenn sie egoistisch sind. Zusammen mit der Gruppe halten Sie all Ihre anderen Sehnsüchte für diese Welt nieder. Sie erheben den Schöpfer und erniedrigen diese Welt.

Dadurch beginnen alle zu spüren, dass es lebenswichtig ist, Ihn zu enthüllen und dies wird Sie ans Ziel bringen. Siehe Seite 70 vom Baal HaSulam Brief „Ich bin krank vor Liebe“. Es ist eine egoistische Sehnsucht, genau so wie ein Mann sich danach sehnt, mit der Frau zusammen zu sein, die er liebt! Weiter wird von uns nichts verlangt, denn die tatsächliche Korrektur unserer egoistischen Natur zur Angleichung an den Schöpfer geschieht durch das Höhere Licht (Or Makif) – siehe Punkt 155 von „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“. Es hat uns erschaffen und darum kann nur das Höhere Licht uns korrigieren! Es wartet jedoch auf unser Verlangen und unsere Bereitschaft, dass dies geschieht.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen „sich selbst annullieren“ vor der Bnei Baruch Gruppe und dem „sich selbst annullieren“ vor anderen Gruppen, die ähnliche Gedanken der Gleichheit haben?

Antwort: Der Unterschied besteht im Ziel der Gruppen und der Methode, es zu erreichen.

Frage: Was sollen wir tun wenn wir uns mit den Freunden treffen, es aber keine Verbindung zwischen den Punkten im Herzen gibt und das Treffen sich zu einer schmerzhaften und langweiligen Vortäuschung verwandelt? Wird das immer noch als Streben nach der Bürgschaft (gegenseitiger Garantie), Einheit und der Überwindung des Egos betrachtet? Oder ist es überhaupt besser, nicht einmal mehr zu diesen Treffen zu gehen?

Antwort: Es geschieht nicht von allein, Sie müssen Anstrengungen machen und daran arbeiten. Wir arbeiten schließlich gegen unser Ego; und das ist nicht gerade „Liebe auf den ersten Blick“.

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Gegner der Kabbala


Es gibt drei Arten von Kabbalagegnern:
1. Jene, die sagen, es gäbe keine Notwendigkeit für den verborgenen Teil der Tora.
2. Jene, die sagen, Kabbala sei so mächtig, dass es verboten sei, sie zu studieren.
3. Jene, die sagen, es sei schlimm, in solch einer verherrlichten Angelegenheit einen Fehler zu machen.
Rabbi Moshe Cordevero (der Ramak) „Da Et Elokey Avicha“, 118 – 132

Wenn ein Mensch aus dem Volke Israel die Wichtigkeit der Kabbala erniedrigt, erniedrigt er die Gerechten der Völker der Welt niedriger als die Sünder und verursacht dadurch Verachtung Israels selbst sogar bis hin zur Vernichtung. Der Fall Israels vollzog sich, da die Menschen die Kabbala verließen.
Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 69

Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft der Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren. Wehe ihnen, die durch ihre Taten Hunger, Armut, Grausamkeit, Erniedrigung, Morde und Raub in der Welt entfesseln.
Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 70

Jene, die nur den Babylonischen Talmud studieren sind wie der blinde Käfer an der Wand.
Rav Chaim Vital, „Einführung zum Buch Ez Chaim„, Teil 1, 9 – 10

Die Völker der Welt sagen zu Israel: „Worin unterscheidet sich eure Tora von unseren Lehren, besteht sie doch auch aus nichts anderem als Geschichten?“ Sie werden für die derartige Herabwürdigung der Tora bestraft werden. Und ihre Tora verursacht Exil und Leiden in der Welt. Aber … unsere Weisen sind zufrieden mit dem was sie haben und sie beteuern, es gäbe außer der einfachen Tora keine andere Tora. Offensichtlich sind sie in der kommenden Welt nicht vorgesehen.
Rav Chaim Vital, „Einführung zum Buch Ez Chaim„, Teil 1, 11 – 12

Moses Maimonides (der Rambam): Wer keine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt wird nicht als Mensch bezeichnet, sondern er ist lediglich ein Tier in der Form eines menschlichen Wesens. Allerdings kann er Schaden anrichten, wie es einem Tier nicht möglich ist, wenn nämlich der ihm zur Erlangung des Schöpfers gegebene Verstand zur Schädigung anderer verwendet wird, und dies wird ihn tiefer erniedrigen als ein Tier.
Rav Shim’on Lavi, „Katem Paz

Dies ist eine Antwort an alle „weisen“ Menschen, die gegen ein Studium der Kabbala sind: Lasst jene, die Kabbala studieren, Fehler machen und fragt sie nach dem richtigen Weg, wenn sie ihre Fehler aufdecken. Aus diesem Grund werden ihre Bemühungen vom Schöpfer gut geschrieben und belohnt. Und diejenigen, die Kabbala Studierende demütigen, werden vom Schöpfer gerichtet.
Rav Shim’on Lavi, „Katem Paz

Der Kranz der Tora ist die Kabbala, was jeder zurück weist. Aber du, strecke deine Hand aus und nimm ihn (den Kranz), denn jene, die es nie versucht haben, haben nie das Licht der Tora gekostet und leben in Dunkelheit. Groß ist die Sünde jener, die verschiedene Entschuldigungen verwenden, um das Studium der Kabbala zu vermeiden. Und es ist nicht der Fehler der Massen, sondern der ihrer Führer, die das Studium der Kabbala außer Acht lassen und stolz darauf sind, nur den enthüllten Teil der Tora zu studieren und nichts anderes außer dem einfachen Verständnis der Tora zu brauchen.
Vilnaer Rabbi Pincus Eliyahu, Sefer HaBrit, Teil 2, Artikel 12, Kapitel 5

Es gibt viele ignorante Menschen, die es ablehnen, Kabbala zu studieren. Aber wenn sie auf mich hören würden, würden Übel und Unglück aufhören, in unsere Welt zu kommen, denn der Mensch ist einzig von seinen Bemühungen im Studium der Kabbala abhängig.
Safrin, Yitzhak Yehudah Yehiel, Notzer Hesed al Pirkei Avot, Kapitel 4, Studie 20

Ach, diese Menschen, die die Tora trocken machen und die es nicht danach verlangt, die Weisheit der Kabbala zu studieren; sie verursachen durch ihre Taten die Armut, den Ruin und die Räuberei, die Plünderei, die Morde und die Zerstörung in der Welt.
Rabbi Shimon Bar Yochai (Rashbi), Tikunej Sohar, Kapitel 30

Rashbi bezeichnet jene, die die einfache Tora studieren, als „schlafend“, da sie ihre Augen nicht öffnen, um die Liebe des Schöpfers für sie zu sehen, als ob sie es verschmähten und nicht den Weg zur Perfektion und Anhaftung an den Schöpfer wüssten.
Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (Ramchal), Shaarei Ramchal, Einführung zum Artikel Vikuah, Seite 97

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Die Methodik der Korrektur in der Mittleren Linie

Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).

Baal HaSulam vereinigt zwei dieser Herangehensweisen in der Mittleren, dritten Linie, er schafft die wirksame, deutliche, einfache Methodik, die den modernen Seelen passt. Und nur dadurch können wir die Korrektur erreichen.

Die Kabbala, als eine Wissenschaft, ist auf den Werken von АRI aufgebaut, und die innere Arbeit stammt vom Baal Schem Tow.

Baal haSulam schreibt sein Buch „Die Lehre der Zehn Sefirot“ auf der Grundlage „des Baum des Lebens“ von АRI, er passt das Buch an unsere Generation an.

Aber wenn man seine gesamte Lehre im Komplex betrachtet, dann sind die 4 Werke: „Die Lehre der Zehn Sefirot“, „Panim Meirot“, „Die Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und „die Einleitung zum Sulam Kommentar“ – der „Physik“ der Höheren Welt gewidmet und basieren auf der Lehre von АRI, und alle übrigen Artikel sind der inneren Arbeit des Menschen gewidmet und sind auf der Methode von Baal Schem Tow gegründet.

Das Licht der Korrektur kommt beim Studium der „Physik“ der Höheren Welt zu uns – aber es kommt nur durch die Gruppe!

Wenn die Gruppe nicht richtig organisiert ist, nicht zusammen lernt und sich nicht wünscht, vereinigt zu werden – dann ist es unmöglich, das Licht anzuziehen.

Die Gruppe ist der Magnet, welcher das Licht anzieht, das zur Quelle zurückführt. Und sie soll eine solche Form haben, die zur Korrektur bereit ist, alle sollen darauf warten!

Wir müssen 1) das Übel und den Mangel der Vereinigung enthüllen, 2) den erwünschten Zustand – den Zustand der allgemeinen Verbindung enthüllen – und denken, dass wir aus dem ersten Zustand in den zweiten mit Hilfe der Kraft übergehen werden, die das Licht heißt, das zur Quelle zurückführt.

Die Gruppe ist verpflichtet, diese Formel zu verstehen, denn sie kann anders kein Licht heranziehen. Das geistige Gefäß, der Wunsch – soll dem Licht vorangehen.

Dafür wurde das gesamte Geschöpf geschaffen, es entwickelt sich aus der Welt der Unendlichkeit – um in sich das Bedürfnis zur Enthüllung des Schöpfers zu erschaffen.

Wir brauchen den Schöpfer nicht zu enthüllen, es ist auch nicht erforderlich, das Licht zu offenbaren! Wir müssen das Geschöpf entdecken!

Wir müssen verstehen, dass die Schöpfung nicht dafür geschaffen wurde, um ein Punkt zu bleiben, und um als Tier zu leben – sie muss zur Persönlichkeit werden, die selbständig ist und über die Freiheit des Willens verfügt. Deshalb soll unser Wunsch die Handlung von oben („Kli kоdem le or“) hervorrufen.

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Ein Seil in die spirituelle Welt

Frage: Ist der Begriff „Segula“/„Wundermittel“ die Grundlage für die integrale Erziehung?

Meine Antwort: „Segula“ ist die Grundlage, damit fängt man an. Denn die spirituelle Welt ist unserer Welt entgegengesetzt und deshalb völlig von ihr getrennt. Die spirituelle Welt hat keine Verbindung mit der materiellen. Du kannst nichts mit der spirituellen Welt tun – weder die Kraft von dort anziehen noch auf sie einwirken. Weder Karten noch „Wunder“ noch rote Bänder werden dir helfen, diesen absoluten Bruch zwischen den Welten zu überwinden.

Der Kontakt, durch den du die spirituelle Einwirkung auf dich hervorrufen kannst, wird nur durch deine richtige Verbindung mit dem Lehrer, dem Lehrbuch und der Gruppe hergestellt – wenn du sie benutzt, um die Absicht, die dringende Notwendigkeit, das Verständnis, was genau du von dem Studium erwartest, in dir zu erwecken.

Und dann führt dich das Studium mit dem wahren Lehrer, der richtigen Gruppe und den authentischen Büchern zur Umsetzung der Absicht. Und außer all dem wird dir nichts helfen. Ohne „Segula“ in dieser Welt würde der Mensch ein Tier bleiben.

Aus diesem Grund ist es für uns derart wichtig, zu klären, wie diese drei Bestandteile – der Lehrer, die Bücher und die Gruppe – sein sollen, wie sie richtig auf mich einwirken sollen – in Bürgschaft.

All das ist in der Notwendigkeit, die Spiritualität zu ergründen, konzentriert. Und die Spiritualität wird durch das Studium ergründet, in dem eine geheime Kraft verborgen ist. Diese Kraft muss auf mich einwirken, wenn ich mich an sie wende.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 23.02.2011

Wir entscheiden alles!

Frage: Wie sollen wir uns richtig auf den Morgenunterricht vorbereiten? Wie sollen wir die richtige Forderung aufbauen?

Meine Antwort: Wir vergessen, dass wir die Korrekturmethode der Welt bringen müssen und dass wir in diesem Prozess sehr hinterherhinken. Denn solange wir sie nicht an uns selbst anwenden, wird sie nicht in der Welt umgesetzt.

Wir müssen diese Methode an uns selbst realisieren, in der Hoffnung und mit der Absicht, dass sie sich durch die inneren Kanäle, durch die wir alle miteinander verbunden sind, so schnell wie möglich von uns zu den Völkern der Welt ausbreitet. Wir müssen unsere Verbindung mit dem Höheren Licht an sie weitergeben.

Zugleich müssen sie jedoch auch auf der äußeren Ebene vorbereitet werden, indem wir unser Material in einer ihnen möglichst naheliegenden und passenden Form an sie weitergeben – dann werden sie uns wahrnehmen können.

Alle unsere Gruppen sind eine Art Adapter, ein Bindeglied zwischen der Spiritualität und den Völkern der Welt, die wir dem Schöpfer näher bringen müssen.

Wir sind die zentrale Macht auf der Welt, Vertreter des Schöpfers, und müssen uns selbst korrigieren, um die Welt korrigieren zu können, damit wir alle zusammen zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer kommen und Ihm Genuss bereiten können.

Baal HaSulam schreibt, dass das Höhere Licht sich gerade über uns in die Welt ergießen muss. Und wenn wir in unserem Inneren uns so organisieren können, dass das Innere für uns über das Äußere dominiert, wird die Welt ebenfalls plötzlich eine größere Beachtung dem Inneren schenken – denn gerade wir bestimmen ihr Verhalten. Wir stellen die Werteskala für sie fest, wir entscheiden für sie, was wichtig und was nebensächlich ist.

Wenn wir die Welt auf der äußeren und auf der inneren Ebene uns näher bringen, werden wir zu einem vereinten Verlangen/Kli. Aus der Sicht des Schöpfers sind wir bereits ein Kli, doch nun wird es durch unsere Anstrengungen vereint.

Wenn wir dieses Ziel über alle Dinge erheben und uns richtig organisieren, wird eine besondere Kraft zur Korrektur für uns von oben kommen. Und wenn wir die Völker der Welt nicht an uns anschließen, werden wir diese Kraft nicht erhalten, denn unsere Bestimmung ist es, sie – ACHaP, die Welt – zu korrigieren!

Aus diesem Grund müssen wir während der Vorbereitung auf den Morgenunterricht daran denken, wie wir die Völker der Welt dem Schöpfer näher bringen können, denn Er will gerade sie. Und du bist das „Königreich von Kohanim“ (Priester), und sie dienen lediglich den Anderen.

Genau so musst du dich fühlen, dann wirst du sehen, welche Kraft, welche Erkenntnis du erlangen wirst!

Am Ende der Einführung in das Buch Sohar schreibt Baal HaSulam:

„Und wenn jeder von uns auf sich nimmt, die Wichtigkeit der Kabbala zu verstärken, dann wird jeder die Eigenschaft des Gebens hinsichtlich der Eigenschaft des Empfangens in sich verstärken. Und diese Kraft wird ebenfalls in der ganzen Welt zum Vorschein kommen.“

Somit besteht die richtige Vorbereitung auf den Unterricht darin, daran zu denken, wie alle diese Verlangen („die Völker der Welt“ in uns) zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht werden können.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 11.02.2011

Den Akzent auf die Qualität legen

Alles hängt von den Anstrengungen ab. Der Mensch muss an das Prinzip glauben: „hat sich bemüht und gefunden“. Deshalb schreibt Baal HaSulam im Punkt 17 der Einführung zu TES, dass wir uns vor dem Studium dazu verpflichten, uns in dem Glauben zu festigen, wie es in Die Sprüche der Väter geschrieben steht: „Treu ist Derjenige, für den du dich abmühst, um dir eine Belohnung für deine Mühen zu geben“. Diese Belohnung wird der Übergang von der egoistischen Absicht lo liShma zu der altruistischen liShma sein.

Vor dem Studium und während des Studiums ist der Mensch verpflichtet, sich strebend nach dieser Veränderung in sich selbst zu sehen. Genau darin sind alle Anstrengungen enthalten. In derselben Einführung erklärt Baal HaSulam, dass man weder in deren Quantität als auch in deren Qualität nachlässig sein darf.

Wenn wir mit dem Studium beginnen, dann wollen wir uns vielleicht auch durch das Studium und durch das darin enthaltene Licht verändern, doch dann vergessen wir es und lassen uns ablenken, das heißt, wir geben uns qualitativ nicht genug Mühe. Es kann sein, dass die Quantität ausreicht, doch das Wichtigste ist gerade die Qualität: wie sehr es mich schmerzt – so sehr, dass ich das Ziel nicht aus den Augen verlieren kann, ähnlich einem Kranken, der die ganze Zeit nur an seine Heilung denkt. Egal was er macht, alles ist dazu bestimmt, ihn bei seiner Genesung zu unterstützen.

Ein solches Bedürfnis kann man nicht alleine erlangen. Es kann nur mit Hilfe der Umgebung erreicht werden. Sie wird den Menschen durch die Wichtigkeit des Ziels verpflichten, nur so wird er vorankommen können.

Wenn wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel zusammenfassend betrachten, werden wir sehen, dass sowohl die Gruppe mit ihren Gepflogenheiten als auch ich selbst, der Schöpfer, der Lehrer, die Unterrichte und die Verbreitung dafür notwendig sind, ein starkes Verlangen nach Veränderungen, die durch das Studium hervorgerufen werden, in dem Menschen auszulösen. Allein diesen Punkt müssen wir erreichen, nur er soll das Ergebnis all unserer Anstrengungen sein.

Dann entsteht in uns während des Unterrichts eine wahre Forderung nach dem Licht und nach nichts Anderem: weder nach dem Wissen noch nach der Weisheit, noch nach den Unterschieden irgendeiner Art – nur nach den Veränderungen. Und die Kraft dieser Forderung wird dermaßen stark sein, dass sie wirklich zu Veränderungen führen wird.

Das wird dem Menschen ermöglichen, zu der Tora als „Gewürz“ überzugehen, und von ihr zu der Tora des Lebens anstatt des „tödliches Giftes“, welches er früher genommen hat.

Denn wir enthüllen unseren bösen Trieb mit Hilfe des Lichts. Dieses Licht wird als „Todesengel“ bezeichnet: einerseits zeigt es dem Menschen, dass er spirituell tot ist, andererseits hilft es ihm später, sein egoistisches Verlangen zu töten. Auf diese Weise kommen wir voran.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 07.02.2011

Wo finde ich ein Becher für das Licht der Unendlichkeit

Rabash, Artikel „Kommentar zur Einführung in die Weisheit der Kabbala“: Es gibt ein Parabel über zwei Kindheitsfreunde, einer wurde König, der andere ein Bettler.

Nach vielen Jahren haben sich die Freunde getroffen und der König wollte seinem Freund helfen. Er schickte ihn in seine Schatzkammer und sagte: „Ich gebe dir zwei Stunden Zeit. Nimm dir so viel Geld wie du möchtest.“

Der Bettler freute sich sehr. Er betrat die Schatzkammer und nach fünf Minuten war er schon draußen mit einem Krug voller Goldmünzen. Aber der Wächter am Eingang drehte seinen Krug herum und schüttelte das ganze Geld auf die Erde.

Der Bettler weinte und kehrte in die Schatzkammer zurück. Dort füllte er seinen Krug wieder und ging wieder raus. Da wiederholte sich das Ganze noch einmal.

So ging der Bettler die ganzen zwei Stunden hin und zurück und jedes Mal schüttelte der Wächter sein ganzes Geld auf die Erde. Als die Zeit um war bettelte der Bettler um seinen letzten Krug, dass der Wächter das Geld ihm überlasse.

Daraufhin sagte der Wächter: „Nicht nur dieser Krug, sondern das ganze Geld, das ich vorher auf die Erde ausgeschüttelt habe, gehören dir. Ich sah aber, dass dein Krug sehr klein ist und wollte dir helfen, mehr Geld mitzunehmen.“

Wir sind nicht in der Lage, das ganze Licht der Unendlichkeit auf einmal zu bekommen, deshalb unterteilt sich unsere ganze Arbeit auf viele Zeiten und Zustände.

Und alle unsere früheren Zustände, die wir durchgemacht haben, sammeln sich zu einem gemeinsamen Zustand, in welchem alle Wünsche / Kelim und alle Lichter sich verbinden, bis wir zu einem korrigierten Zustand (Gmar Tikun) gelangen, wo alles wieder zu einer Einheit verschmilzt und Malchut der Unendlichkeit, die mit dem ganzen unendlichen Licht erfüllt ist, sich enthüllt.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash “ Kommentar zum „Vorwort in die Weisheit der Kabbala„“, 17.12.2010

Kabbalisten über das Studium der Kabbala, Teil 17

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kabbala erfordert keine besonderen Talente.
Wenn ein Mensch mit kleinen Talenten erschaffen wurde, kann er ein Weiser werden? Seine Vernunft ist zu klein um die Worte der Tora zu verstehen!

Und es steht in Midrasch Rabbah (Großer Kommentar) geschrieben: Sagte der Schöpfer dem Volk Israel (die die vom Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben aufsteigen wollen, nur sie heißen Israel = zur Gleichheit mit dem Schöpfer): „Ihr Leben, ihre Weisheit und die ganze Tora sind einfache Sachen. jeder, der im Zittern vor Mir stehen will (möchte wie Ich werden) und (dafür) die Tora und die Gebote ausführt, die ganze Tora und die ganze Weisheit, sind in seinem Herzen (in seinen korrigierten Wünschen)“.

Das wird in der Einführung zu der Lehre der Zehn Sfirot erklärt man brauch keine besondere Talente, nur das Zittern vor dem Schöpfer (das Streben sich mit dem Schöpfer anzugleichen), wird der Mensch der ganzen Weisheit der Tora (höheres Licht) gewürdigt.

Deshalb steht es geschrieben: „Alles ist in den Händen der Schöpfers, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“. Denn nur in dem Zittern (es zu entwickeln, durch die Umgebung, Lehrer und durch die Bücher), wurde uns eine Wahlfreiheit gegeben – der Rest wird vom Schöpfer bestimmt.

Rabasch, Stufen der Leiter, Artikel 456, „Keine besondere Begabung“.