Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaft'

Das alles ist doch kein Zufall!

Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbala sagt, dass die Ursache aller Probleme in der Welt das egoistische Verlangen des Menschen ist. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem, dass ich ein Egoist und dem Schöpfer entgegengesetzt bin, und der Hitze in Moskau oder der Umweltkrise?

Meine Antwort: Wir alle befinden uns innerhalb eines geschlossenen Systems (einer Sphäre) namens „Schöpfer“, dessen Eigenschaft die vollkommene Verbindung aller Teile im gegenseitigen Geben ist. So ist das Gesetz für die Existenz des gesamten Systems und jedes seiner Teile.

Das können wir am Beispiel unseres Körpers, des Ökosystems u.a. beobachten. Ich existiere innerhalb dieses Systems wie ein Embryo in einer Mutter, und in dem Maße der Verbindung, d.h. der Eigenschaftsähnlichkeit mit dem System, wenn ich mich diesem ähnlich im Geben befinde, fühle ich mich gut. Und umgekehrt, in dem Maße der Entfernung von seinen Eigenschaften geht es mir schlecht.

Die Nähe oder die Entfernung wird nicht nach dem Abstand, sondern nach der Ähnlichkeit der Eigenschaften gemessen. Wenn ich über ein kleines egoistisches Verlangen verfüge, dann empfinde ich, selbst wenn ich mich von dem System unterscheide, nur geringe Probleme. Doch wenn mein Verlangen wächst, wächst auch das Unbehaglichkeitsgefühl.

Da der Mensch sich ständig in seinen egoistischen Verlangen entwickelt, wächst auch seine Gegensätzlichkeit zum Natursystem, zum Schöpfer, und er wird sich unvermeidbar immer schlechter fühlen! Bis er zu begreifen beginnt, was genau der Grund für seine Leiden (Probleme) ist.

Ich werde Schicksalsschläge von allen Seiten erleiden, bis ich begreife, dass das Systemcharakter hat und kein Zufall ist! Die Umweltprobleme sind nicht zufällig! Ich kann sie nicht mehr übersehen.

Ähnliche Probleme wird es überall auf der Erde in unterschiedlichen Formen geben, und sie werden die Menschen wachrütteln, um sie zum Nachdenken anzuregen: „Wahrscheinlich gibt es einen Grund dafür“.

Das Verlangen, wenn es gewachsen ist, empfindet Leiden und erschafft in seiner Nähe den Verstand, um sie zu vermeiden – der Mensch wird klüger, schlauer, und lernt Ursachen und Folgen miteinander zu verbinden.

Er beginnt unweigerlich zu fragen: warum geschieht es und woher kommt all das Unheil?! Wie man zu fragen pflegt: „Womit habe ich das alles verdient?!“ Und das ist bereits eine unterbewusste Frage nach der Quelle der Geschehnisse (nach der Natur, dem Schöpfer).

Die Menschen werden erkennen, dass es ein allgemeines Gesetz für das gesamte Universum gibt. Ihr müsst es nicht „Schöpfer“ nennen, nennt es „Natur“.

Doch es verlangt von uns ständig, bewusst das Gleichgewicht mit der Natur zu halten, sprich in der gleichen Eigenschaft des Gebens wie das gesamte Universum, welches in der allseitigen Verbindung und der integralen Einheit aller Teile existiert, zu sein.

Deshalb gibt es keine Wahl, die Menschheit ist ein Krebsgeschwür innerhalb der gesamten Natur und muss sich selbst heilen!

Letztendlich werden wir unter dem Druck aller Probleme zu dieser Erkenntnis kommen, es ist bereits sehr nah.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Aktualität im Licht der Kabbala“ vom 10.08.2010

 

Abbitte vor Jahresbeginn

Vor Rosh haShana (Neujahrsfest) ist es üblich, Reue zu zeigen und um Vergebung zu bitten.
Aus dem Artikel von Rabash „Abbitte“: Wenn der Mensch den Schöpfer um Vergebung bittet, bedeutet dies, dass er den wahren Grund aller Sünden erkennt.
Wenn ihm aber der vollkommene Glaube fehlt, bittet er, dass der Schöpfer ihm die Kraft gibt, den Glauben im Herzen zu erlangen.
Daraus resultiert der Unterschied zwischen demjenigen, der den Glauben (die Eigenschaft des Gebens) erlangt hat und deshalb „Israel“ (zum Schöpfer strebend) heißt, und demjenigen, der den Glauben nicht erlangt hat und deshalb „Goi“ heißt (ein Volk, ein Fremder, d.h. mit einem fremden Verlangen, weil Verlangen/Razon von Erez/Land stammt, also ist Goi derjenige, der nicht zum Schöpfer strebt).
Derjenige, der stets den Glauben erkennt, sieht den Unterschied zwischen diesen beiden Stufen der spirituellen Entwicklung eines Menschen und kann, nachdem er von der Stufe „Goi“ zur Stufe „Israel“ übergegangen ist, den Schöpfer preisen: „Ich danke Dir, mein Schöpfer, dafür, dass Du mich nicht als Goi erschaffen hast!“

Als „Fremder“ wird ein Mensch bezeichnet, der für sich handelt, und als „Israel“, „Yehudi“, derjenige, der sich mit dem Schöpfer vereinen will, um Ihm zu geben.
Zwei Teile sind in jedem Menschen vorhanden: ein unkorrigierter, wo sein Ego, und ein korrigierter, wo die Eigenschaft des Gebens herrscht und regiert.
Darin besteht der Unterschied zwischen einem „Fremden“ und „Israel“, sowie das Maß unser aller Sünden. Und wir müssen uns selbst ständig in der Mitte sehen, genau diese Selbstanalyse bedeutet die Vorbereitung auf den Jahresbeginn, auf eine neue Veränderung.
Jeder muss sich als ein „Babylonier“ fühlen, der die Wahl hat, mit wem er gehen soll: mit Abraham, um „Israel“, auf der Suche nach dem Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, zu werden, oder den Weg des Egoismus mit dem Rest der Welt.
Alles wird nur am Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, gemessen – inwieweit wir wollen, dass sie uns beherrscht und uns in allem, sowohl bewusst als auch unbewusst, lenkt.

Nur auf diese Weise soll man sich den Schöpfer vorstellen – als eine innere Kraft, die in einem Menschen regiert, und keine äußere.
Es ist klar, dass der Mensch nicht dadurch „sündigt“, dass er über egoistische Verlangen verfügt, denn so ist er erschaffen worden! Doch wenn er sich entscheidet, in seinem Egoismus zu bleiben, dann wird das als Sünde bezeichnet.
Beim ersten Mal ist es noch keine Sünde (wie über den Sündenfall von Adam haRishon geschrieben steht), ich kläre nur diese Handlung, ihre Ursache und Wirkung.

Doch wenn ich bereits diese Sünde (Ego) in mir offenbare und mich damit einverstanden erkläre, dass sie in mir regiert, dann bedeutet das, dass ich „sündige“. Genau das ist die Überprüfung dessen, was ich will.

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Glücklich ist dein Schicksal?

Sohar, Abs. „Lech Lecha“, P.356: „Die Tora des Schöpfers ist vollkommen“, denn alles ist in ihr [eingeschlossen]. Glücklich ist das Schicksal eines jeden, der sich mit der Tora beschäftigt und sich von ihr nie trennt.

Denn für jeden, der sich von der Tora trennt, sei es nur für eine Stunde – ist es, als ob er sich von dem Leben in der Welt getrennt hätte.

Es steht geschrieben: „Er ist dein Leben und deine Langlebigkeit“. Und es steht noch geschrieben: „Langlebigkeit und Jahre deines Lebens, und sie fügen dir den Frieden zu.“

In der Wissenschaft der Kabbala studieren wir zwei Komponenten der ganzen Schöpfung: Das Licht und das Verlangen. Das Licht wirkt auf das Verlangen ein, und das Verlangen ist nur das Ergebnis der Einwirkung des Lichtes, wie es geschrieben steht: „Das Licht bewegt die Verlangen“.

Das allgemeine Licht, das Schöpfer (Kadosch Baruch Hu) genannt wird, steuert den ganzen Prozess der Entwicklung des Verlangens, in verschiedenen Zustände, stufenweise, in Ursache-Wirkung Abfolge, zu der Ähnlichkeit mit sich selbst, damit das Verlangen, das zwar wie „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen wurde, solchen Zustand wie das Licht – „Etwas aus Etwas“ erreicht.

Die Handlungen, die das Verlangen zu genießen auf verschiedenen Etappen des Weges ausführt, um dem Licht, der Eigenschaft des Gebens, ähnlich zu werden, heißen „Klärungen“, „Korrekturen“, „Erfüllungen“ und ihr Ziel heißt „Verschmelzung“ (Siwugim).

„Verschmelzung“ – bedeutet teilhafte oder völlige (am Ende aller Korrekturen) Ähnlichkeit mit dem Licht. In dieser Verschmelzung verwirklicht sich die Verbindung zwischen dem Verlangen zu genießen mit der Absicht zu geben und dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens.

Alle unsere Handlungen heiъen spirituelle Arbeit, im Laufe derer unser Verlangen – mit Hilfe der Absicht um des Gebens willen – irgendeine Ähnlichkeit mit dem Licht, Verschmelzung mit dem Licht erreicht, bis den höchsten Verschmelzungsgrad erreicht wird, der die vollkommene Korrektur heißt.

Aus einem Unterricht aus dem Buch Sohar, 05.08.2010

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Lasst uns den Empfänger auf die Frequenz des Gebens einstellen

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein paar Menschen eine Gruppe gründen und sich untereinander verbinden, wie können sie dieses Gefühl der Verbindung später in der ganzen Welt verbreiten?

Meine Antwort: Mir genügt es, durch meine kleine Gruppe die Eigenschaft der Verbindung, des Gebens und der Liebe zu erlangen. Und wenn ich über diese Eigenschaft verfüge, wende ich mich an die große Welt, ich sehe sie vereint.

Denn wenn ich aus mir zu einem Menschen herauskommen kann, werde ich aus mir zu allen und zum Schöpfer herauskommen können. In mir entsteht ein Organ der Wahrnehmung der äußeren Welt (der Schirm und O“CH), durch welches die Welt in meinen Blickwinkel gerät.

Deshalb, wenn ich jetzt über einen bestimmten Egoismus verfüge, merke ich nur das, was meinem Ego entspricht. Und das, was meinem Egoismus nicht gefällt oder uninteressant für ihn ist, sehe ich einfach nicht.

Es gibt sehr viele Sachen auf der Welt, die ich nicht erkenne. Es gibt ein ganzes Universum, riesig und hoch, die spirituelle Welt, doch ich erkenne sie nicht.

Ich habe einfach nicht dieses Wahrnehmungsorgan, ich spüre die spirituelle Welt nicht, sie fließt an mir vorbei! Sie ist hier und jetzt, doch ich sehe sie nicht.

Ich muss ein neues Wahrnehmungsorgan – das Gefühl der Liebe und des Gebens – erlangen, dann werde ich das Geben und die Liebe, die die Welt ausfüllen, spüren. Genau das nennt sich Schöpfer.

Wenn ich eine solche – wenn auch die kleinste – Empfindung bekomme, werde ich im gleichen Maße einen Teil der spirituellen Realität spüren.

Das bedeutet, dass ich auf die erste spirituelle Stufe aufgestiegen bin. Später werde ich meine Wahrnehmung ausdehnen, die Fähigkeit des größeren Gebens und der größeren Liebe erlangen und mehr spüren.

Je größer mein spirituelles Gefäß, mein Wahrnehmungswerkzeug, ist, desto mehr spüre ich die spirituelle Welt. Auf diese Weise durchlaufe ich 125 Stufen und erreiche nach und nach die volle Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens.

Das bedeutet, dass ich die Gesamtkorrektur meines spirituellen Gefäßes erreicht habe und die ganze Realität, den ganzen Schöpfer, die ganze Kraft des Gebens und der Liebe, die es nur gibt, darin wahrnehme.

Ich spüre diese Kraft, und sie erfüllt mich. Wir, Er und ich, sind jetzt zusammen. Und mit dieser neu erlangten Eigenschaft, mit diesem Sinnesorgan, nehme ich die jetzt erweiterte Realtität wahr.

Deshalb können wir uns jetzt, solange wir über diese Eigenschaften des Gebens und der Liebe nicht verfügen, nicht beklagen, dass wir die spirituelle Realität nicht wahrnehmen.

Diese Realität befindet sich hier und jetzt! Sie verbirgt sich nicht irgendwo weit weg, an einem anderen Ort ich nehme sie einfach nicht wahr, enthülle sie nicht, sehe sie so, als ob ich die Brille abgenommen und dadurch die Fähigkeit verloren hätte, Bilder zu erkennen. Die ganze Welt ist für mich verschwunden, sie existiert in Bezug auf mich nicht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 25.06.2010

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Wie kann man alle Pyramiden zu einer einzigen verbinden

Die Pyramide, auf der die ganze Natur beruht, beinhaltet die vier Bewusstseinsebenen: unbelebtes, pflanzliches, tierisches und menschliches – und befindet sich innerhalb jedes Menschen.

Und sie ist immer in seinem Inneren, das heißt jeder Mensch vereint in sich alle Wünsche. Deshalb muss er sich bewusst werden, dass die Wünsche in Form dieser Pyramide angeordnet sein sollen – das heißt nach der Reihenfolge der Prioritäten.

Du kannst nicht vollständig von der Realität losgelöst werden und ungestört in der Spiritualität schweben – denn dieser Zustand wäre nicht richtig! Es bedeutet, dass du deine Wünsche nicht kontrollierst, du siehst sie nicht und fühlst sie nicht.

Folglich musst du das ganze System betrachten können, um zu erkennen, zu welcher Bewusstseinsebene dein innerer Wunsch gehört: zur unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder zur menschlichen.

Dies ist mein vollständiges geistiges Kli – HaWaYa (jud-hej-waw-hej), und ich arbeite mit diesen Wünschen, indem ich für jeden Wunsch einen eigenen Schirm aufbaue. Dadurch wird die Seele in meinen Händen festgehalten!

Es ist klar, dass hierfür die Hilfe der Umgebung und des höheren Lichtes benötigt wird, aber diese geistige Konstruktion soll „vor mir“ sein.

Selbst wenn es vorkommt, dass ich mich irre und in der zufälligen egoistischen Berechnung sündige – trotzdem muss ich mir vollkommen bewusst sein was mit mir geschieht.

Sowohl die ganze Welt, als auch jeder einzelne Mensch ist nach dieser Pyramide aufgebaut, und durch diese Pyramiden der Wünsche verbinden wir uns miteinander.

Wir können nichts in dieser Welt korrigieren, bis wir uns im Gipfel unserer Pyramiden, in ihrem höchsten Punkt, in der Verschmelzung mit dem Schöpfer verbinden.

Dann wird alles ausgewogen sein und sich in ein vollkommenes System verbinden. Wir können unsere Pyramiden nur in diesem höchsten Punkt der Verschmelzung richtig verbinden.

Folglich werden wir erkennen, dass alle unsere Wünsche und Eigenschaften gut und notwendig sind, wenn sie sich vermischen und einander in ein Ganzes ergänzen!

Aus dem Morgenunterricht am 29.07.2010

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Wünschen Sie sich etwas – und Sie werden hören!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich in mir das Zittern vor dem Schöpfer erwecken, wenn ich nur unsere materielle Welt sehe?

Meine Antwort: Es kommt die Zeit, wenn ich schon lange in der Gruppe bin und plötzlich darüber “höre”, dass ich mich für die Erreichung der Geisteswelt, mit den Freunden verbinden soll. Wofür und warum – ist mir auch nicht klar. Es fehlt mir also an der sinnlichen Verbindung zwischen den folgenden Komponenten:

1. Das Höhere Ziel, das ich nicht empfinde und nicht begreife, und welches ich trotzdem erreichen soll

2. Die Höhere Kraft, die ich empfinden und erkennen soll

3. Meine Beziehung zu den Freunden

4. Der Zustand der Einheit mit den Freunden, den ich erreichen muss.

Es gibt hier also eine Reihe von inneren, sinnlichen Enthüllungen, die in mir geschehen sollen. Denn wir leben von diesen Empfindungen. Wir sind aus einem Material erschaffen, das als “der Wunsch zu genießen” genannt wird. Dieser Wunsch fühlt entweder Genuss oder  Leiden – und eben nichts anderes. Deshalb zeigt sich meine Beziehung zu etwas  entweder in meiner Empfindung oder nicht.

Wenn es in mir noch keine sinnliche Verbindung gibt, und zwar ab dem Zeitpunkt, wo ich das Ziel der Schöpfung – durch die Liebe zum Schöpfer, durch die Besorgnis, das Zittern vor Ihm, die Sorge um die Gruppe, die Vereinigung mit den Freunden, wie ein Mensch mit einem Herzen erreiche – wenn es also in mir noch keine innere sinnlichen Antworten, keine Eindrücke oder Reaktionen gibt, – dann bedeutet es, ich muss noch stärker an mir arbeiten.

Was muss ich eigentlich machen? Es gibt die Bedingung für die Offenbarung des Schöpfers, wie damals beim Berg Sinai: wünschen Sie eine solche Vereinigung, wie ein Mensch mit einem Herzen – dann wird Er sich in eurem vereinigten Wunsch offenbaren.

Wobei die Vereinigung selbst wird der Schöpfer erfüllen. Wir sollen uns nur darin bemühen, den Wunsch zur Einigkeit zu erkämpfen. Aber wie kann ich mich bemühen, wenn ich kein Verlangen zur Vereinigung verspüre? Man kann das Verlangen mittels der Handlung verstärken. Darüber wird gesagt: “Wir werden es tun – und wir werden hören!”.Gerade deshalb wurde unsere falsche Welt geschaffen, in der wir uns immer noch im Körper befinden – und du kannst die falschen physischen Handlungen des Gebens im Hinblick auf deine Freunde ausführen, sowie über die Einigkeit mit ihnen zu sprechen, ohne jeglichen Wunsch dazu.

Du hast dazu kein Verlangen? – Es ist unwichtig! Du lebst nicht nur im Wunsch, du existierst auch in der äußerlichen Hülle, die als dein physischer Körper genannt wird. Erfülle die physischen Handlungen des Gebens, als ob du deine Freunde und nicht dich selbst lieben würdest. Und deshalb steht geschrieben: “Kaufe dir den Freund”. Gib ihm auf allerlei Weisen zurück – und du wirst empfinden, wie sich in dir die Beziehung zu ihm ändert. Warum? Weil du in ihn deine Kräfte, deine Bemühung gesteckt hast. Du wolltest nicht, aber hast trotzdem zu ihm die besondere Beziehung gefunden. Es heißt eben “Wir werden es tun” – aus den Handlungen, die du ohne den Wunsch erfüllst, und du kommst zu ” Wir werden hören”– zur Eigenschaft des Gebens (denn das Gehör ist eine Eigenschaft von Bina). Dann fängst du an,r zu hören, was die Tora erzählt – die Gebrauchsanweisung auf dem Weg zum Licht zu verstehen (Tora kommt vom Wort “Or” – “das Licht” und vom Wort “Oraa” – “die Gebrauchsanweisung, lehren”). Lasst uns deshalb, uns gegenseitig bemühen – sogar ohne Wunsch vereinigt zu werden, über Gefühle hinaus – dann werden wir anders empfinden.

Aus dem 1. Unterricht des Megakongresses, 23.07.2010
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Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Antworten auf eure Fragen – 17. Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung”, Teil 5

Eine Frage, die ich erhielt: Welches Ziel hat die Schöpfung?

Meine Antwort: Genießen, wie der Schöpfer!

Frage: Stimmt die Behauptung: Wenn alle Juden 613 Mizwot erfüllen werden, dann wird es keinen Antisemitismus geben?

Meine Antwort: Ja. Nur geht es nicht um die irdischen Handlungen, sondern um die Korrektur der 613 Wünsche, aus welchen die Seele besteht.

Wenn die Juden ihre Seelen korrigieren werden, dann wird das Licht für alle Seelen der Welt leuchten – siehe „das Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 70-71..

Weil ihre Seelen früher die Eigenschaft des Gebens besaßen und sie verloren haben, sollen sie sich deshalb diese Eigenschaft wieder aneignen, um die Rolle des Adapters zwischen dem Schöpfer und den Seelen der Welt zu spielen.

Der Grund für Antisemitismus liegt in der Missachtung der jüdischen Mission – auf diesem Wege bringt sie der Schöpfer der Ausführung ihrer höheren Mission näher.

Und die Völker der Welt empfinden diese Mission unterbewusst – und spüren deshalb den Hass.

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Das Licht des nächsten Zustandes

Eine Frage die ich erhielt: Wenn ein Reschimo ein neuer Zustand, ein neuer Wunsch ist, den wir von oben bekommen haben, wie kann unsere Absicht denn diesen Zustand ändern?

Meine Antwort: Wenn ich mich in meinem jetzigen Zustand befinde, fühle ich dass ich ihn ändern kann.

Dieses Bedürfnis, meine Weltempfindung zu ändern, ruft in mir ein Reschimo hervor, eine Informationsdatei über meinem zukünftigen Zustand. Es schließt in sich den ganzen zukünftigen Zustand ein; die einzige Wahl ist, dieses in der Eigenschaft des Gebens oder des Empfangens zu verwirklichen.

Warum spüre ich, dass ich die Möglichkeit habe, den nächsten Zustand zu erreichen? Da ich ein Reschimo de Itlabschut (Information über das Licht) und Reschimo de Awjut (Information über dem Wunsch) habe.

Reschimo de Itlabschut – ist höher bezüglich des nächsten Zustand, als Reschimo de Awjut: 4/3, 3/2, 2/1, 1/0. Ich verfüge immer über einen Teil von dem nächsten Zustand, und durch diesen Teil, kann ich ihn verwirklichen (ihn an mich ziehen). So erreiche ich Veränderungen.

Aus einem Soharunterricht, 12.07.2010

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Sohar-Unterricht: Das erste Gebot

Punkt 191: Die wahrhafte Angst ist die Angst vor dem Schöpfer, weil Er groß und allmächtig ist. Er ist die Quelle für alles, jedoch alles in der Welt ist nichts im Vergleich zu Ihm. Deshalb muss man sich alle Mühe geben, um diese Art von Angst zu begreifen.

Es existieren drei Arten von Angst:

• Die Angst um die Gesundheit und den materiellen Wohlstand, d.h. die Angst vor der Strafe in unserer Welt. Diese Art von Angst kann keine Grundlage für den geistigen Aufstieg werden und ist nur im Rahmen der Versorgung von unseren Leibesbedürfnissen gerechtfertigt.

• Die Angst vor der Strafe in einer anderen Welt. Der blinde Glaube an das Paradies oder die Hölle hält den Mensch von verschiedenen Versuchungen und unerwünschten Taten fest. Es ist jedoch keine Wurzel des geistigen Aufstiegs.

• Die Angst vor dem Schöpfer. Das ist die Grundlage und die Wurzel der geistigen Entwicklung.
Das erste Merkmal für die Formung der Seele ist die Formung der Ehrfurcht vor der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die Schöpfer heißt.

Wenn in uns die Angst dafür entsteht, ob wir diese Eigenschaft erreichen können, werden wir zur Realisierung des Ziels kommen. Wenn alle unsere Gedanken und die Bemühungen auf das höchste Ziel gerichtet sein werden, dann wird in der Eigenschaft der Ehrfurcht die Empfindung des Gebens und der Liebe entstehen.

Es ist der Anfang von der Entdeckung des Schöpfers, die sich etappenweise, je nach dem Erwerb der Eigenschaften des Gebens verwirklicht.

Das Gebot der Ehrfurcht vor dem Schöpfer ist die Angst, für sich zu erhalten, die Angst vor der Nichtübereinstimmung mit den Eigenschaften des Schöpfers, die Angst vor der Unmöglichkeit, Ihm mit derselben Liebe zu antworten, die von Ihm ausgeht.

Im Zustand der Ehrfurcht enthüllen sich die höchste Weisheit, die Kräfte und die Eigenschaften des Weltalls. Das Studium des geistigen Systems hilft uns zu verstehen, wie es richtig ist, sich zur Höchsten Kraft zu verhalten, das Analogon des Schöpfers aufzubauen und Ihm gleich zu werden.
Unsere Welt ist sehr beschränkt und stellt eine beklagenswerte Reflexion einiger niedrigster, geistiger Gesetze dar.

Mit Hilfe der Ehrfurcht werden wir eine neue Welt entdecken, die Stufen der Erhöhung enthüllen, die Milliarden Mal größer nach dem Umfang, nach der Erhabenheit, nach der Macht und der Tiefe der Weisheit als unsere Welt sind.

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