Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Woraus besteht das Bild des Schöpfers?

Normalerweise machen wir einen sehr gewöhnlichen Fehler, nämlich zu denken, dass wir den Schöpfer Selbst enthüllen müssen. „Wann wird Er denn enthüllt!?“ Als ob es das Wichtigste für Ihn wäre zu erscheinen.

Doch das wird nie geschehen. Was erscheinen muss, ist genau jene Einschränkung, unser Verlangen Ihn von unserm Willen zu Genießen zu verhüllen, vor unserm Verständnis, sodass wir die Möglichkeit haben, nur unter der Bedingung mit Ihm zu arbeiten, dass wir Ihm in Erwiderung Genuss geben können.

Dann wird Verhüllung, das Bestreben nach wahrem Geben, „Lishma“ genannt, zu unserm Gefäß. Innerhalb dieser Verhüllung werden wir fähig sein, das Bild des Gebers zu formen, und zu verstehen was Geben ist. Denn wir werden nur nach dem Geben streben, ohne irgendein anderes Gewand des Genusses in unserm Verlangen und werden daher tatsächlich beginnen zu erlangen, was Spiritualität bedeutet.

Jeder Mensch möchte den Schöpfer in der Tiefe des Exils enthüllen. Doch die Frage ist, wie wir um nichts anderes, als Seine Verhüllung bitten sollen, während wir im Exil sind, wie wir diese Verhüllung selbst wahren und erheben können. Alle Stufen des Aufstiegs sind voneinander getrennt, abhängig davon, wie sehr wir wünschen und fähig sind, uns selbst einzuschränken, um uns von der Enthüllung fernzuhalten und uns selbst nur für das Geben zu enthüllen.

Und innerhalb dieser Eigenschaft des Höheren, unserm Verlangen Ihn zu verhüllen, formen wir Sein Bild. Die Herrlichkeit des Schöpfers, die in unserm Innern durch den Wert dieser Verhüllung geboren wird, macht uns fähig, Ihn wert zu schätzen und zu beginnen, Seine Form zu spüren. Das heißt, die Form des Schöpfers wird bestimmt durch die Form der Wichtigkeit, dass wir fähig sind Ihm zu geben.

Diese Erklärung kann nicht gerade leicht verstanden werden, doch sie berührt schon direkt die Beziehung zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer in der spirituellen Welt…..

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.07.2011, Shamati

Korrektur durch die integrale Kraft der Natur

Aus den Nachrichten: „Es wird hochgerechnet, dass die Weltbevölkerung noch vor 2050 die 9 Milliarden-Grenze überschreitet und am Ende des Jahrhunderts die 10.1 Milliarden erreicht, wenn die Geburtenrate weiterhin die erwartete Rate beibehält (Quelle: un.org)

„Die Nahrungsproduktion muss sich 2050 verdoppelt haben, um den Bedarf der anwachsenden Weltbevölkerung zu decken. Innovative Strategien sind als Hilfe notwendig, um Hungersnot zu bekämpfen, die schon mehr als 1 Million Menschen in der Welt betrifft. (Quelle: un.org)

Die ökologische Fußspur der Menschheit – die Forderung, welche die Menschen an die Natur haben – ist zu einem Punkt angewachsen, an dem es für die Erde unmöglich geworden ist, natürliche Ressourcen in dem Maße zu erneuern, indem wir sie verbrauchen. (Quelle: Footprintnetwork.org)

Ökologische Überschreitung bedeutet, dass die Menschheit über die Fähigkeit des Planeten, uns zu erhalten, hinauslebt. Heute fokussiert man sich auf Kohlenstoff, doch der Klimawandel vollzieht sich, da wir ebenfalls andere kritische Limits erreichen: in der Fischerei, den Wäldern, landwirtschaftlichen Flächen und dem Wasser. (Quelle: Footprintnetwork.org)

Mein Kommentar: Wir haben die Grenze überschritten und fallen schon in den Abgrund. Unsere Methoden können den Fall nicht stoppen. Doch wenn wir beginnen, untereinander integrale, ehrliche Verbindungen aufzubauen, wenn wir danach trachten, der Natur gleich zu werden, werden wir die Kräfte der Natur auf uns ziehen und unsere Erneuerung durchführen. Die integralen Kräfte der Natur sind millionenmal stärker, als die Kräfte, die auf uns wirken, aber sie sind durch die Bedingung der Gleichheit vor uns verhüllt: Unsere Eigenschaften stimmen nicht mit ihnen überein.

Doch wenn wir versuchen, jedermann in ein einziges System zu integrieren, werden wir anfangen, die Kräfte auf uns zu ziehen, die in diesem System verborgen sind. Sie werden uns ihnen entsprechend korrigieren, uns in dieses System einfügen und auf jeder Ebene in der gesamten Welt Veränderungen herbeiführen: der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene.

Es ist notwendig zu erkennen, dass die Kräfte der integralen Welt alle Symptome einer Multi-Krise in unserer Welt enthalten und nur sie kann sie korrigieren.

Fragen über einen Ehepartner, die Barriere und das Böse

Frage: Ich habe eine Frage bezüglich meines Ehemannes. Wir nehmen beide unsere Arbeit sehr ernst, und mein Mann kommt oft an den Punkt totaler Frustration, großer Sorgen, Leid und sogar „Ärger“ über den Zustand der Welt, über alles, was er in seinem Innern und außerhalb spürt, als ob er das Gewicht aller Welten auf seinen Schultern spürt, und er muss eine Lösung für all das „Chaos“ finden.

Gibt es etwas, dass ich als seine Frau tun kann, um die Arbeit zu erleichtern, ihm zu helfen, dass er sich ausgeglichen fühlt oder mehr Frieden und möglicherweise Verständnis für seine Verantwortung erlangt?

Meine Antwort: Eine Ehefrau kann ihren Mann besser als jeder andere beruhigen und stabilisieren. Er muss die Wahrnehmung der Welt und die Lenkung einer einzelnen Kraft tiefer untersuchen. Wir nehmen die Welt nur innerhalb von uns wahr, in unseren Eigenschaften. Mit anderen Worten: In dem Maße unserer Verdorbenheit nehmen wir anstatt den Schöpfer die Welt wahr. Wenn du dich selbst korrigierst, wirst du die Welt der Unendlichkeit in der Erscheinung des Schöpfers vor dir fühlen.

Frage: Wenn jemand die Barriere überschreitet, gibt es da einen Punkt, wo er sich bewegen muss, um einer Gruppe nah zu sein, und wenn er es nicht tut, wird er sich selbst schaden?

Meine Antwort: Die Barriere ist die Grenze zwischen dir und deinen Freunden.

Frage: Ich weiß, dass die Konfrontation mit dem bösen Trieb in mir Teil des Weges der Wahrheit auf dem Weg der Korrektur ist. Ich weiß ebenfalls, dass der Schöpfer mir zeigen will, dass ich mich im Gegensatz zu Ihm befinde, wenn ich dem bösen Trieb begegne und dass ich von der Eigenschaft des Gebens noch sehr weit entfernt bin.

Doch genügt es nicht, zu erkennen, dass ich böse bin? Wieso wächst das Böse zu solch einem riesigen Monster heran, das scheinbar alles kontrolliert? Ich fühle mich, also ob ich in meinem Leben schlechter als je zuvor bin, und ich tue vielen Menschen weh, die um mich sind.

Meine Antwort: Dies sind die Verlangen, die dir in dem Maße deiner Kraft enthüllt werden, um sie zu bewältigen und zu korrigieren.

Streit um der Versöhnung willen

Frage: Was soll ich tun, wenn ich mich gedanklich annullieren kann, mir es in der Praxis aber sehr schwer fällt?

Meine Antwort: So etwas kann es nicht geben! Wenn ich mich wirklich gedanklich annulliere, annulliere ich mich auch in den Handlungen. Die Handlung spiegelt die Absicht wider.

Wenn ich mich aber noch nicht endgültig entschieden habe, mich zu annullieren, gelingt es mir nicht, diese Handlung auszuführen, und ich belüge mich nur selbst hinsichtlich dessen, dass ich mich in den Gedanken annulliert habe.

Wenn wir sehen, dass die Gruppe nach einem Streit keine Einigung bis zum nächsten Streit erzielt hat, ist das ein Zeichen dafür, dass ihre Mitglieder sich nicht voreinander annullieren und keine Chance haben, die Spiritualität zu erreichen.

Dadurch, dass wir uns mit der inneren Selbstanalyse beschäftigen und unseren Egoismus vor den Freunden zu annullieren versuchen, sowohl äußerlich als auch innerlich, leisten wir bereits spirituelle Arbeit. Die spirituelle Welt kann sich in uns praktisch nur unter der Bedingung enthüllen, dass wir unseren Egoismus entsprechend der Höhe unserer momentanen Stufe vollkommen annulliert haben.

Erreiche jetzt gleich die wahre Selbstannullierung in Bezug auf jeden beliebigen Menschen, und du wirst sehen, dass du dich in der spirituellen Realität, in der Eigenschaft des Gebens und bis zu einem bestimmten Grad mit dem Schöpfer verschmolzen wiederfindest!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 17.07.2011

Dem Freund nicht schaden

Frage: Wenn sich der Mensch der Eigenschaft des Gebens nähert, wie wirkt sich das auf seine Arbeit in der Gruppe aus?

Meine Antwort: Er versucht ständig, das Gefühl der Bürgschaft aufrechtzuerhalten, damit die Freunde keinen Mangel empfinden, damit sie sich in der gegenseitigen Absicht zu geben festigen, damit sie daran denken und nicht einmal für eine Sekunde mit den Anstrengungen aufhören. Dann werden sie ebenfalls einen Einfluss auf ihn ausüben, und zwischen ihnen werden die Wichtigkeit des Ziels und die Herzenswärme herrschen.

Das ist das, was den Menschen beschäftigt. Denn die Gedanken an die Freunde sind viel wirksamer als die Gedanken an sich selbst. Die Sorge um das eigene Vorankommen wird nur eine sehr geringe Korrektur zur Folge haben, die durch Angst und andere Nebenberechnungen hervorgerufen wird. Andererseits, wenn er Anstrengungen in die Anderen investiert, bedeutet es, dass er definitiv den richtigen Kurs hält.

Gedanken, Absichten, Berechnungen, die nicht auf die Vereinigung mit der Gruppe, nicht auf die Verbindung der Freunde gerichtet sind, zielen an der Spiritualität vorbei. Sie ziehen kein Licht an, das zur Quelle zurückführt. Wichtig ist nur das, was du in der Gruppe zu tun beabsichtigst. Wenn du dich um den Zusammenhalt der Freunde, um ihre Zukunft kümmerst, dann ist das eine spirituelle Arbeit, die Früchte trägt. Alles andere ist es nicht.

Von Hillel stammt eine kurze Formulierung: „Was dir verhasst ist, das füge deinem Nächsten nicht zu“. Mit anderen Worten: Es gibt nichts anderes, woran du in deinem Leben denken sollst, als daran, deinem Freund keinen Schaden zuzufügen. Für deinen Egoismus ist das erst einmal genug. Versuche, dich selbst so zu korrigieren, dass du in jedem Augenblick, in allen sich enthüllenden Verlangen, nur daran denkst, dem Freund keinen Schaden zuzufügen.

Tu dies – und du wirst Erfolg haben; wenn du ein Verlangen danach hast, deinem Freund nicht zu schaden, wird sich dir plötzlich eine gute Haltung ihm gegenüber offenbaren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 10.07.2011

Alle Freuden der Welt

Baal HaSulam „Die Freiheit“:

Es wird gesagt: Lies nicht „charut“ („gemeißelt“), sondern „cherut“ („Freiheit“). Um zu zeigen, dass sie vom Engel des Todes befreit sind.

Es wird gesagt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und ich erschuf die Tora als Gewürz.“ Was ist die Tora? Sie ist das Mittel, das das Licht, welches erneuert, beinhaltet. Daher können wir das Höhere Licht auf uns ziehen und es bringt uns zur Quelle zurück, damit wir uns selbst von der bösen Neigung zur guten Neigung wandeln. Auf diese Weise ändern wir unser Verlangen zu empfangen, welches als „Engel des Todes“ bezeichnet wird, zum Verlangen nach dem Geben – dem „Engel des Lebens“. Das ist die Freiheit vom Engel des Todes.

In unserem empfangenden Verlangen können wir nichts außer dieser Welt wahrnehmen, und das entspricht einer tierischen Existenz. Wir leben, leiden, und sterben letztendlich. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie niedrig und mangelhaft dieses Leben ist. Bis wir das Geben erreichen, besteht unser ganzes Leben in der Flucht vor dem Leid und in solch niedrigen und jämmerlichen Freuden, dass sie keinen Platz in der spirituellen Welt haben. Die kleinste spirituelle Stufe ist um Myriaden größer, voller und vollkommener als all die Freuden dieser Welt zu allen Zeiten. Es ist unmöglich, sich das vorzustellen.

Um so eine große spirituelle Freude zu erschaffen, ist es notwendig, die Gefäße mit der Absicht zu geben vorzubereiten. Sei es wie es sei, wir werden nur mit der Eigenschaft des Gebens in der Lage sein, uns über den Engel des Todes zu erheben.

Aus dem vierten Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, 24.6.2011, Die Freiheit

Die Antlitze des Schöpfers

Wir sind entsprechend unserer Natur und dem Charakter unseres Handelns Empfangende. Je mehr man aber empfängt, um zu geben, umso höher steigt man als Gebender auf. Die Handlung an sich ändert sich nicht, was sich ändert, ist nur dein Bezug dazu. Und genau das verwandelt dich von jemandem, der empfängt, in jemanden, der gibt.

Kann der Schöpfer es wahrnehmen? Man kann dazu sagen, dass sich für den Gebenden nichts ändert, aber es ändert sich nur für den Menschen etwas. Denn dem Vollkommenen kann man nichts hinzufügen. Alle Seine Resonanzen und Eindrücke offenbaren sich in Wirklichkeit immer in dir selbst – und zwar in der Gestalt des Schöpfers, die du geformt hast.

So kannst du dich in Übereinstimmung mit Ihm bringen: du glaubst, dass Veränderungen in Ihm stattfinden würden, dass du Ihm mehr oder weniger Genuss bereiten würdest. Du würdest in gleicher Weise mehr leiden oder Genuss von Ihm empfangen, wie sehr Er von dir leidet oder Genuss empfängt usw.

Alle diese Beziehungen zeigen sich in der Schöpfung selbst – und zwar nur, um sie auf die Stufe des Schöpfers zu erheben, d.h. sie mit Vollkommenheit zu vervollständigen, welche der Eigenschaft des Gebens hervorgeht. Aus diesem Grund erscheint es, als würde der Schöpfer mit der Schöpfung spielen, nur um sie zu erziehen.

Auch den Kindern zeigen wir verschiedene Gesichtsausdrücke: wir lachen mit ihnen, machen ernste Gesichter, zeigen, dass wir uns ärgern – das alles der Erziehung wegen, um dem Kind möglichst viele Schattierungen zu zeigen, welche es lehren würden, mit sich selbst und der Umgebung richtig zu arbeiten. Aber in Wirklichkeit lenkt uns immer die Liebe, und nichts anderes.

Baal HaSulam schreibt darüber in der „Einführung zum Buch Sohar“ (Punkt 33):

Der Schöpfer wünscht sich, dass diese Bilder, die nur in den Seelen der Empfangenden gezeichnet werden, so gesehen werden, als würde Er selbst daran beteiligt sein, um die Erkenntnis der Seelen maximal zu erhöhen. So zeigt auch ein Vater, der mit seinem geliebten Sohn spielt, lediglich einen kleinen Teil von sich, indem er Bedauern oder Zufriedenheit ausdrückt, obwohl er weder das eine noch das andere empfindet. Er tut es lediglich, um seinen Sohn zu entwickeln und sein Verständnis zu erweitern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 26.06.2011

Das Buch als Mittel zur Enthüllung des Lichts

Das Buch als Lehrer und als Umgebung

Es besteht die Willensfreiheit, sich erst ein solches Umfeld zu erwählen – Bücher, Freunde und Lehrer – die einen mit guten Konzepten versehen. Doch wenn jemand dies nicht tut und er sich von allem Möglichen beeinflussen lässt und jedes Buch, das ihm in die Hände fällt, liest, gerät er möglicherweise in ein schlechtes Umfeld, oder er wird seine Zeit mit wertlosen Büchern verschwenden, die es in Hülle und Fülle gibt und die leicht zu lesen sind. Diese verleiten ihn zu schädigenden Auffassungen und führen ihn in Sünde und Verderbnis. Mit Gewissheit wird dieser bestraft, jedoch nicht aufgrund seiner bösen Gedanken und Taten; denn die kann er nicht beeinflussen, sondern er wird dafür bestraft, dass er nicht das gute Umfeld auswählte. Denn wie wir gesehen haben, hat er darin definitiv die Möglichkeit einer Wahl. (Baal HaSulam, Die Freiheit)

Anleitung zu allen guten Wegen

Öffnet diese Bücher, und ihr werdet dort alle guten Wege des Lebens finden, die sich am Ende der Tage offenbaren werden, und ihr werdet dank ihnen eine gute Lektion dessen erhalten, wie man heute die Bedürfnisse, welche die Angelegenheiten dieser Welt betreffen, ordnen sollte. Und nun liegt vor euch ein Buch, in dem die ganze Staatsweisheit beschrieben und erklärt ist, und auch alle Wege einer Persönlichkeit und einer Gesellschaft, die am Ende der Tage sein wird. (Baal HaSulam, Aufbau der zukünftigen Gesellschaft)

Das Buch, der Autor, die Geschichte

Das Buch, der Autor, die Geschichte. Als Buch gilt der Zustand vor der Schöpfung (Schöpfungsplan). Der Autor ist der Besitzer des Buches, der Schöpfer. Die Vereinigung zwischen dem Autor und dem Buch wird als Geschichte offenbart. Die Geschichte, das heißt die Tora (die Korrekturmethode), soll zusammen mit dem Geber der Tora (dem Schöpfer) empfangen werden. (Baal HaSulam, Shamati „Das Buch, der Autor, die Geschichte“)

Das im Buch verborgene Licht

Wunderbare Eigenschaft

Für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit: auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen, erwecken sie dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen, Lichter, die ihre Seelen umgeben, auf sich. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 155)

Das Hauptthema des Buches

Die weiße Farbe in einem kabbalistischen Buch sagt uns nichts, doch ist sie der Träger von allem, was es im Buch der Weisheit gibt, weil sie um jeden Buchstaben herum und innerhalb eines jeden Buchstabens leuchtet, wodurch sie jedem Buchstaben seine besondere Form verleiht und jeder Verbindung einen besonderen Platz zuweist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 28)

Inspiration durch das Buch

Und manchmal, wenn der Mensch ein kabbalistisches Buch studiert, und, vom Schöpfer erleuchtet, eine Inspiration verspürt, so hält er das auch gewöhnlich für einen Zufall. Doch alles ist der Lenkung unterworfen. (Baal HaSulam, Shamati „Zwei Zustände“)

Quellen

Das Buch des Himmels

Das Buch der Weisheit dieser Welt besteht aus weißem Hintergrund und der Farbe von Buchstaben, in denen es keinen Geist des Lebens gibt. Und die Offenbarung der Weisheit besteht nur im Verstand desjenigen, der sie studiert, während die Weisheit in einem kabbalistischen Buch in der Veränderung des Studierenden selbst und in der Enthüllung einer neuen Wirklichkeit durch ihn besteht. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 10)

Über das Buch Sohar

Rashbi verfügte über die Kraft, sich so auszudrücken, dass er nicht von der Masse verstanden werden würde, sondern nur von denjenigen, die es verdienen, zu verstehen. Daher wurde die „Erlaubnis“, das Buch Sohar zu verfassen, ihm und nicht seinen Lehrern und Vorgängern gegeben, obwohl sie zweifellos über größere Kenntnisse verfügten als er, doch sie hatten nicht die Kraft, es so auszudrücken, wie er es konnte. Daraus sollst du die Größe dessen verstehen, was in dem von Rashbi verfassten Buch Sohar verborgen liegt, dass nämlich bei weitem nicht jeder fähig ist, das Gesagte zu verstehen. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über die Werke von ARI

Ab dem Zeitpunkt, als sich in der Welt die Bücher des ARI offenbarten, ließen alle, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigten, von den Büchern, die ARI vorausgingen, ab und konzentrierten sich allein auf das Studium der Werke von ARI. Somit stellen die Bücher Sohar und die Werke von ARI die Basis für Erklärungen der Wissenschaft der Kabbala dar. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über den Sulam-Kommentar zum Buch Sohar

Die Tiefe der Weisheit der Lehre, die im Buch „Sohar“ eingeschlossen ist, ist mit tausend Schlössern verschlossen. Und die menschliche Sprache ist arm und dürftig und kann uns nicht als eine würdige und ausreichende Ausdrucksweise erscheinen, um den vollen Sinn auch nur eines Satzes aus dem Buch „Sohar“ in seiner Ganzheit zu vermitteln. Und die Erklärungen, die ich mache, sind nichts anderes als eine Leiter, um dem Studierenden zu helfen, zu den Höhen des Gesagten aufzusteigen und das im Buch selbst dargelegte zu sehen und zu studieren. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 1)

Verbreitung

Die Wissenschaft der Kabbala als Rettungsseil

Wie einem im Fluss ertrinkenden Menschen ein Rettungsseil zugeworfen wird, so gleicht auch die Tora (die Methode unserer Korrektur) einem Seil, welches der Schöpfer den Menschen zuwarf, um sie zu erretten und aus dem Egoismus herauszuziehen. Und es gibt in der Welt keinen Menschen, der es nicht festhalten könnte. (Baal HaSulam, Artikel zum Abschluss des Buches Sohar)

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wusste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde. Und daher wird mein ganzer Verdienst in der Enthüllung der Kabbala durch meine Generation bestimmt. (Baal HaSulam, Die Lehre der Kabbala und deren Wesen)

Die Enthüllung der Bücher ist die Vorbedingung für die Erlösung

Die Enthüllung der verborgenen Weisheit in breiten Massen ist eine nötige Vorbedingung, die vor der vollständigen Erlösung erreicht werden muss. Und die Bücher, deren Weisheit durch mich enthüllt wurde, werden bezeugen, dass Themen, die an der Spitze der Welt stehen, für alle sichtbar ausgebreitet wurden, was wirklich ein Zeugnis dafür ist, dass wir bereits an der Schwelle der Erlösung von unserer egoistischen Natur sind und dass wir die Stimme des großen Horns bereits hören, obgleich noch nicht in großer Entfernung, weil es immer noch sehr leise klingt. (Baal HaSulam, Das Horn des Messias)

Die Belohnung für die Offenbarung des Geheimnisses

Es ist nicht nur nicht verboten, die Geheimnisse der Kabbala zu offenbaren, sondern umgekehrt – es ist ein großes Gebot, sie zu offenbaren. Die Belohnung desjenigen, der sie zu offenbaren vermag und sie offenbart, ist sehr groß. Denn von der Offenbarung dieses Lichtes an viele hängt die Erlösung der ganzen Welt in unseren Tagen ab. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 30)

Die Sprache des Himmels

Wie die Buchstaben der gesprochenen Sprache und ihre unterscheidbaren Verbindungen uns durchaus ausreichen, um uns das Wesen eines jeglichen Gegenstandes oder Wissens zu enthüllen, so reichen auch die Begriffe und Verbindungen der zehn Sefirot aus, um die ganze Weisheit zu offenbaren, die in der höheren Welt enthalten ist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 2)

Auf Steintafeln des Herzens schreiben

Obwohl uns die Weisen das Buch der Tora hinterließen, gibt es ein Gebot, welches besagt, jeder solle es selbst schreiben, weil die Weisen es in ihren Herzen (in den korrigierten Verlangen) geschrieben (enthüllt) haben und jedem von uns ein Beispiel gegeben haben, die eigene Tora zu schreiben (in sich zu enthüllen). (Rabash, Das Buch der Tora schreiben)

Wann enthüllt sich das Buch Sohar

Das Ziel der Schöpfung ist, zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen und die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. Wir befinden uns in einer entgegengesetzten Eigenschaft, in der Absicht, für sich selbst zu empfangen.

Um unsere Absicht vom Nehmen zum Geben zu korrigieren, sollen wir Licht auf uns anziehen, das uns zur Quelle, zum Schöpfer, führt. Dieses Licht, das sich auf einer höheren Stufe als wir befindet, wird uns jedes Mal korrigieren und uns auf die Stufe des Gebens und der Liebe erheben.

Das Licht kommt zu uns in jener Zeit, wenn wir uns in unseren Herzen verbinden, in unseren Wünschen und Absichten korrigieren – und wir uns mit jenem korrigierten System beschäftigen, von dem uns die Kabbalisten erzählen.

Wenn wir dieses System studieren und uns wünschen, dass das in den Texten Beschriebene mit uns passiert, sich zwischen uns enthüllt, ziehen wir dadurch jenes Licht an, das sich auf den Stufen der korrekten Verbindung zwischen den Schöpfungen befindet. Dann korrigieren wir unsere Verbindung und treten in die Zustände hinein, über die uns das Buch erzählt. Und dies bedeutet, dass das Buch sich enthüllt.

Das Buch mit der größten Wirkung auf den Leser – um ihn zum korrigierten Zustand zu bringen, zum Geben und Liebe – ist das Buch Sohar. Deshalb – wenn wir dieses Buch lesen, sollten wir uns wünschen, dass wir das alles fühlen, damit sich in der richtigen Verbindung zwischen uns die allgemeine Eigenschaft des Gebens – Güte und Gutes tuend – der Schöpfer in Seiner Enthüllung der Schöpfung gegenüber enthüllt .

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.06.2011.

Stimmt die Welt auf die Einheit ein!

Morgenunterricht aus Moskau

Frage: Während der Vorbereitung auf den Moskauer Kongress haben sich einige von uns auf den Gedanken eingestimmt, dass der Kongress bereits begonnen hat. Und es kam wirklich das Gefühl auf, als würde man sich tatsächlich auf dem Kongress befinden. Sollten wir uns vielleicht ständig auf einen Zustand des Kongresses einstimmen?

Meine Antwort: Wenn wir uns selbst nicht auf der nächsten, höheren Stufe sehen werden, werden wir niemals zu ihr aufsteigen können.

Wir sollten uns ein Beispiel an kleinen Kindern nehmen. Es ist ein Beispiel für uns, wie wir von der physischen Ebene aus die spirituelle Ebene studieren können. Wenn wir nicht danach streben, groß zu werden, werden wir niemals groß.

Deshalb ist es natürlich hilfreich, sich die Vereinigung als einen niemals endenden, ständig fortlaufenden Kongress vorzustellen.

Das Gleiche gilt in Bezug auf die Gruppe. Die Gruppe befindet sich in meiner Vorstellung immer in einem korrigierten Zustand. Der einzige Sünder, der unkorrigierte Egoist, bin ich. Deshalb muss ich ihnen entgegenstreben, ich muss mir vorstellen, dass ich bereits in sie eingebettet bin, und klären, was mir für diese Einbettung fehlt.

Unsere gesamte Welt ist eine Vorstellung. Sie ist so, wie wir sie uns vorstellen. Es gibt hier nichts Reales. Das alles sind lediglich unsere Vorstellungen.

Ordnet alles an! Verseht alles – die Gruppe, den Menschen, eine Eigenschaft – mit einem bestimmten Wert, mit einer bestimmten Stufe. Und ihr werdet sehen, dass ihr dabei die Welt wie ein Musikinstrument auf euch einstimmt.

Alles hängt davon ab, wie ihr sie einstimmt, was für euch einen höheren und was einen geringeren Stellenwert haben wird. Und in Übereinstimmung damit werdet ihr voranschreiten – entweder zum Bösen oder zum Guten, entweder zum Stehlen, zu Drogen oder zum Geben und zur Liebe. Es hängt von euch ab, wie ihr die Welt für euch erschaffen werdet. Die Welt hat an und für sich keine Form. Alles hängt nur davon ab, wie ihr euch einstimmt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 16.06.2011