Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'egoistische Wünsche'

Das Eheversprechen der Ehepartner

Frage: Was sollte ein Ehepaar in den Ehevertrag schreiben, damit dieser die Verbindung zwischen den beiden stärkt und nicht zerbricht oder trennt?

Antwort: Im Ehevertrag sollte festgehalten werden, dass wir, egal was zwischen uns auch immer geschehen mag, immer daran denken werden, dass es dem anderen gut geht, dass es nicht sein kann, dass einer dem anderen etwas Böses wünscht oder ihm schadet. Das ist das eigentliche Ehegelübde.

Frage: Was ist, wenn ich es mir plötzlich wünsche? Wenn das plötzlich in mir hochkommt?

Antwort: Dann muss das sofort korrigiert werden. Es gibt Dinge, die über unsere egoistischen Wünsche, Berechnungen und persönlichen Impulsen stehen müssen. Wie zum Beispiel Kinder. Was auch immer geschieht, man denkt dennoch zuerst daran, dass es ihnen gut geht.

Genauso sollte es auch zwischen Ehepartnern sein.

Frage: Das heißt, man sollte diesen einfachen Gedanken in den Vertrag aufnehmen?

Antwort: Ja.

[311397]

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Kabbalistische Begriffe „ Awiut“

Awiut ist ein egoistischer Wunsch, der den Menschen vom Schöpfer trennt. Dieser Wunsch muss überwunden werden, aber nicht, indem man ihn zerstört, sondern indem man sich über ihn erhebt und ihn richtig als Hebel einsetzt, um „die Erde umzudrehen“.

Deshalb wird der Egoismus im üblichen Zustand, wenn er uns vom Schöpfer trennt, Awiut“ genannt – die Dicke des Verlangens, und wenn wir ihn richtig einsetzen, verwandelt er sich in „ Sakut“, in Feinheit, und hilft uns nun den Schöpfer zu erkennen, zu erforschen und Ihm näher zu kommen.

Frage: Das heißt, Awiut ist also Grobheit, die Größe unserer Wünsche, die in vier Stufen unterteilt sind?

Antwort: Ja, in die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe und in die Stufe „Mensch“.

Frage. Ist es wünschenswert, kabbalistische Begriffe nicht zu übersetzen? Zum Beispiel Awiut – Grobheit, etc.

Antwort: Natürlich. Wie in der Medizin Begriffe in Latein, in der Musik auf Italienisch akzeptiert sind, genauso ist es in der Kabbala. Man muss sich einfach nur die Definition merken.

Aus der TV Sendung „ Die Grundlagen der Kabbala“ 17.06.2019

[#264399]

Adam und Eva sind zwei Kommunikationssysteme

Frage: Wie waren Adam und Eva? Soll die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ähnlich wie ihre Beziehung sein?

Antwort: Adam und Eva sind keine Menschen, sondern zwei Kommunikationssysteme, die sich als egoistische (empfangende) und gebende Wünsche manifestieren. Das ist es, was uns die Tora sagt. Und wir müssen zu einem Zustand kommen, in dem sich beide Systeme zusammenschließen, sodass aus ihnen ein Mensch entsteht. 

Es gibt im Prinzip nur Adam. In der Tora steht geschrieben, dass es zuerst einen Adam gab, erst dann schuf Gott aus seiner Rippe eine Frau. All dies bedarf einer langen Erklärung, aber kurz gesagt, das System muss zu dem Punkt kommen, an dem wir, wenn wir uns zusammenschließen, wieder zu einem einzigen System, genannt „Adam“, werden. Und es ist nicht irgendein biologisches Wesen oder ein Mensch dieser Welt.

Schließlich stammen wir Menschen vom Affen ab. Diese Affenart entwickelte sich allmählich, bis sie ein wachsendes egoistisches Verlangen hatte, das uns zu Menschen gemacht hat.

Mit anderen Worten sind die Affen wesentlich besser als wir. Da wir unkorrigiert sind, ist unser Egoismus größer. Aber es macht keinen Sinn, sich darüber Sorgen zu machen, sondern um die eigene Korrektur. 

[#264243]

Aus dem russischen Unterricht, 08.03.2020.

Was bedeutet es dem Laubhüttenfest oder Sukkot zu folgen?

 
Veröffentlicht auf Facebook-Seite Michael Laitman 16.10.19

Was bedeutet es dem Laubhüttenfest oder Sukkot zu folgen?

Ein Schach (ein Strohdach aus Pflanzenresten) zu errichten, bedeutet der Idee der Einheit “ wie ein Mensch mit einem Herzen” zuzustimmen und uns über alle Unterschiede zu verbinden. 

Wir sitzen in der Sukka, unserer vorübergehenden Behausung. Unter ihrem Schach verbinden wir uns, um  sich von dem positiven Einwirkung des Lichtes beeinflussen zu lassen. Wir sitzen im Schatten der Sukka, denken an unsere Verbindung und Einheit. Wir bemühen uns der perfekten  Form des Lichtes und der in der Natur existierenden und alles verbindenden Form zu gleichen.

Wir respektieren den Schatten, d.h. unsere egoistischen, uns voneinander trennenden Wünsche und gleichzeitig verstehen wir, dass wir uns über unsere Egos verbinden werden.

Wir  bedecken unsere Egos mit dem Schach, d.h. mit dem Vorhaben andere zu lieben und für sie zu sorgen, mit den altruistischen Konzepten, die für unseren Egoismus wertlos sind. In der Kabbala wird Schach (das Dach) auch als Masach (Schirm) bezeichnet.

Unter dem Schach befindet sich unser Egoismus. Wir verbinden uns darüber.

Schach stellt unseren gemeinsamen Wunsch dar: zu lieben, zu geben, uns positiv miteinander zu verbinden und mit allen Eins zu sein.

Die Sukka ähnelt dem Ort  unserer gemeinsamen Seele von Adam HaRishon, dem Ort der Einheit und der Verbindung. 

Verfolgt man die  Bedeutung des Laubhüttenfests oder Sukkot, liegt unsere Anstrengung darin, gemeinsam das Schachdach zu erbauen. Es gibt uns das Vertrauen zurück, von der verbindenden Kraft der Natur gehalten zu werden und verwandelt  die vorübergehende Behausung in eine stabile, sichere und geschützte Struktur.

In unserer Organisation, dem Bnei Baruch Kabbala Bildungs- und Forschungsinstitut, werden die inneren Prozesse und die tatsächliche Bedeutung der Feiertage, wie Sukkot gelehrt. Mit der Methode der Kabbala kann jeder Mensch diese Entwicklung  jeder Zeit unabhängig von Kalenderdaten durchlaufen und die Wahrnehmung und die Empfindung der höheren Realität offenbaren. Wir laden alle Interessierten ein, an unseren Kursen teilzunehmen.   

Zur Kabbala Akademie