Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Bringen unsere Pläne den Schöpfer zum Lachen?

Kommentar: Es gibt eine Anekdote: Ein Mann fragt Gott: „Herr, wie kann ich Dich am besten zum Lachen bringen?“. Gott antwortet: „Erzähle mir deine Pläne.“
Sagen Sie mir, warum bringen unsere Pläne den Schöpfer zum Lachen?

Antwort: Wenn der Mensch Pläne schmiedet, glaubt er, Herr über das Geschehen zu sein, so als könne er die Zukunft bestimmen und das ist falsch,  einfach nur lächerlich.

Frage: Aber ganz objektiv betrachtet, wenn jemand Pläne für den nächsten Tag, das nächste Wochenende oder für den Sommerurlaub macht. Heißt das „Pläne machen“?

Antwort: Ja, das sind Pläne und ein Mensch ist nicht in der Lage, solche für seine Zukunft zu machen. Erinnerst du dich, was Woland gesagt hat? Ein Mensch kann sich nicht für die Zukunft programmieren. Dazu müsste er mindestens 1.000 Jahre im Voraus wissen. Ich würde nicht sagen, dass wir irgendetwas programmieren können.

Frage: Ist es denn möglich, ohne Pläne zu leben?

Antwort: Ja, das geht, man kann die eigenen Pläne zur Seite legen und die Pläne, der nächsten, höheren Stufe akzeptieren. 

Frage: Welche Pläne sind das? Nach welchem Plan lebe ich dann?

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Rosh HaShana, die erste Etappe auf dem Weg zur Korrektur

Die Feiertage, die mit dem Beginn des neuen jüdischen Jahres kommen, symbolisieren den Eintritt des Menschen in die spirituelle Arbeit. Tatsächlich beginnt dieser Eintritt jedoch viel früher, in der Vorbereitungszeit. Daher bedeutet der Monat Elul: „Ich bin meines Geliebten und mein Geliebter ist mein“. Das heißt, der Mensch erkennt, dass er eine Verbindung mit dem Schöpfer hat.

Beginnt er mit dem Studium der Kabbala, stellt er nach ein paar Jahren fest, dass er Höhen und Tiefen in seiner Gefühlslage, in seinem Verständnis, in seiner Wahrnehmung der Texte erlebt. Nach einiger Zeit wird ihm bewusst, dass das Spirituelle tatsächlich nur durch die Verbindung erreicht wird. Er beginnt, an das Gelesene zu glauben und sich mit dem Material zu verbinden.

Er versteht, dass es keinen anderen Weg gibt und  er sich der Gruppe anschließen muss, um praktisch zu arbeiten. Denn schöne Gespräche allein reichen nicht aus, sondern man muss es mit dem Herzen fühlen und seine Gefühle wecken. Das ist für das spirituelle Verständnis, die Empfindung und die Verwirklichung des eigenen Lebens notwendig. Er will nicht, dass das Leben zwischen Geburt und Tod spurlos vergeht, sondern dass es darüber hinaus und weitergeht.

Dann versteht er, dass man sich selbst korrigieren und die Kraft des Gebens über die Kraft des Empfangens erlangen muss. Die Erkenntnis der Notwendigkeit innerer Veränderung ist der Beginn des Monats Elul.

Elul ist ein Monat der Selbstanalyse: Was kann ich mit meiner Seele tun, um den ersten Kontakt mit dem Schöpfer herzustellen? Ich warte auf die Offenbarung der höheren Kraft, nicht um mich daran zu erfreuen, sondern um mich vor ihr zu verneigen.

Möge mein Ego sich verneigen und es mir ermöglichen, ein Diener des Schöpfers zu werden. Ich werde glücklich sein, mich der Herrschaft des höheren Lichts hinzugeben und seine Vollkommenheit, Ewigkeit und Größe zu spüren. Vor so einer Offenbarung ist mein Verlangen nach Genuss bereit, sich zu beugen, sich selbst einzuschränken und sich unter die Herrschaft der höheren Kraft zu stellen.

So kommen wir zum Neujahr, Rosh HaShana, dessen Wesen darin besteht, den Schöpfer als König der Welt zu verkünden. Die höhere Kraft ist der Anfang von allem, das Ende und die Mitte und kontrolliert alles ohne Ausnahme. Alles, was wir brauchen, ist das Gefühl, unter dem Einfluss der höheren Kraft zu stehen, Diener des Schöpfers zu sein, seine treuen Untertanen: den Glauben über dem Verstand zu empfangen, die Kraft des Gebens über dem Empfangen und mit Ihrer Hilfe an unseren Verlangen zu arbeiten.

All diese Arbeit steht im Zusammenhang mit dem Feiertag Rosh HaShana, der ersten Etappe auf dem Weg zur Korrektur der Schöpfung.

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Aus dem Morgenunterricht

Spiritueller Shabbat

Das innere Verständnis eines Kabbalisten von Shabbat unterscheidet sich vom religiösen Verständnis des Judentums. Dieses beruht auf der materialistischen Erfüllung der Gebote. Die Verpflichtungen, die religiöse Juden Tag für Tag einhalten, sind laut Kabbala materieller Abdruck spiritueller Handlungen. Die Kabbala empfiehlt, diese spirituell zu befolgen.

Die Kabbala lehrt uns gerade nicht, physische Handlungen in dieser materiellen Welt auszuführen, und sie empfiehlt auch nicht, an Samstagen zu sitzen und nichts zu tun. Vielmehr lehrt uns die Kabbala, unser Ego während der sechs Wochentage zu korrigieren, d. h. uns mit anderen zu verbinden. Wenn wir eine klare Verbindung mit anderen herstellen, werden wir erkennen, dass wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, uns am siebten Tag mit ihnen zu verbinden.

Dies ist nur möglich, wenn wir nach einem System handeln, das uns die Möglichkeit gibt, alle zerbrochenen Teile der gemeinsamen Seele in rechter Weise zu sammeln während der ersten sechs Tage. Die Folge ist, dass wir dann am siebten Tag die Teile der gemeinsamen Seele unter dem Einfluss der höheren Kraft wieder zusammenfügen und dem Licht, das die Seele einst zerbrochen hat, erlauben, sie wieder zu verbinden.

Was erreichen wir, wenn wir so handeln? Wenn wir sechs Tage lang arbeiten, fangen wir an zu verstehen, wie genau diese Teile zusammengefügt werden können. Wir achten darauf, ob die Menschen zusammenpassen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, einander helfen, sich annullieren, sich dann über ihren Egoismus hinweg verbinden.

Doch es bleibt nur ein Versuch! Wir Menschen sind aus uns heraus nicht in der Lage, irgendetwas aus eigener Kraft zu tun. 

Alle Versuche sind zum Scheitern verurteilt, weil uns Menschen die Kraft fehlt, die Dinge zu verändern. Unser Wille ist nur darauf ausgerichtet zu empfangen. Wenn wir jedoch in rechter Weise an uns arbeiten, werden wir allmählich das höhere Licht auf uns ziehen. Am Ende unserer Arbeit wird das Licht einwirken und das System vervollständigen.

Wenn wir allerdings so weitermachen wie bisher und all dies vernachlässigen, werden wir nicht die richtige Verbindung mit dem Licht erlangen. Denn genau das war der Sinn des Zerbruchs der Seele, damit wir nun das zerbrochene “Gefäß” zu einem neuen Ganzen zusammenfügen können. Das Zerbrechen diente dazu, die Eigenschaften des Lichts zu verstehen, uns mit ihm zu verbinden, um auf seine Ebene aufzusteigen. Das ist der Zweck der Schöpfung, der Grund für alles, was mit uns und im gesamten Universum geschieht.

Deshalb ist der siebte Tag der Woche der Grundstein und wird „Shabbat” genannt- “Shabbat“ , vom hebräischen Wort „shvitah“, was „Befreiung von der Arbeit“ bedeutet.  Wir lassen das Licht für uns arbeiten und sind darin eingeschlossen. Bei den sechs Tagen handelt es sich nicht um tatsächliche Tage, sondern es geht um Handlungen, die  beispielsweise fünfzehn Minuten oder zwei Monate dauern können. 

Jede siebte Stufe sollte darin bestehen, dass wir zusätzlich zu unseren Bemühungen auf die Wirkung des Lichts schauen, um seine Eigenschaften zu verstehen. Das bedeutet, dass die Eigenschaften des Lichts auf das System der gegenseitigen Verbindung einwirken, das wir geschaffen haben. Wir steigen die nächste Stufe hinauf und erlangen die Eigenschaften des Lichts in dem Maße, wie wir uns während der sechs Wochentage bemüht haben.

Auf diese Weise arbeiten wir Woche für Woche, bis wir die vollständige Vereinigung aller zerbrochenen Teile zu einer einzigen vereinten Seele erreichen und das Licht erlangen, das innerhalb des Systems wirkt – dies System wird auch  Schöpfer genannt, die ursprüngliche Kraft, die das gesamte Universum erschaffen hat. Dies ist unsere Arbeit, unser Ziel, unser Fortschritt.

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Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 

Wann kommt das Licht?

Frage: Erhält der Mensch das höhere Licht, wenn er gegen sein Verlangen handelt und versucht, es zu überwinden?

Antwort: Das Licht kommt, wenn der Mensch trotz seines Egoismus, seines Hasses, seiner Wut und allem was ihn von der Liebe, von der Verbindung mit anderen Menschen und von der Verschmelzung mit ihnen zu einem gemeinsamen Wunsch abhält, mit ihnen verbunden sein will und sich über das Ego erhebt.

Natürlich kann er das nicht sofort anstreben, sondern bewegt sich allmählich, so wie ein Kind wächst, in kleinen Schritten. Auch wenn seine Verbindung zu den anderen rein egoistisch ist, wirkt das Licht langsam auf ihn ein und er erkennt, dass er sich noch in diesem Zustand befindet.

Denn der Abstieg, die Abschwächung der Kraft des höheren Lichts fand absichtlich statt, Schritt für Schritt und durch ein System von Filtern. Selbst wir, die wir uns in der entgegengesetzten Eigenschaft zu Ihm befinden, absolut egoistisch sind und nur für uns selbst empfangen wollen, können es auf uns wirken lassen.

Nicht direkt, wenn wir spüren, dass es in uns erwacht, sondern in Form des „umgebenden Lichts“, wie aus der Ferne, da wir Ihm entgegengesetzt sind. In dem Maße, in dem wir Ihm immer ähnlicher werden, uns diesem Licht angleichen, spüren wir es noch deutlicher. Diese Manifestation von Ihm wird die Offenbarung des Schöpfers genannt.

Frage: Wird das Licht nicht alles zu Asche niederbrennen, wenn es sich in so einer Form offenbart?

Antwort: Wie kann es sich in einem entgegengesetzten Zustand offenbaren? Es kann sich nur nach dem Gesetz der Ähnlichkeit offenbaren, nichts anderes.

Das Licht befindet sich in einer freien, offenen Form vor dir, du kannst es nur in dem Maße empfangen, fühlen und anziehen, wie du es anstrebst. Es kann sich also nicht mehr oder weniger offenbaren – du bestimmst das Maß, in welchem es sich in dir offenbart. Nichts hängt von Ihm ab. Alles hängt ausschließlich vom Menschen ab!

In dem Maße, in dem du eine Handlungen in dir hervorrufst, die dich zum Licht bringt, Ihm näher bringt und dich ausrichtet, wirkt es auf dich. Du rufst seinen Einfluss hervor.

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Aus dem Gespräch „bei mir klingelte das Telefon. Wann kommt das Licht?“

Warum existiert alles?

Unsere gesamte Realität ist in zwei Teile geteilt: den enthüllten, der uns bewusst ist, und den verborgenen, von dem wir nichts wissen. Durch den Fortschritt der konventionellen Wissenschaft können wir sicherlich unser Wissen über den offenen Teil der Realität erweitern, aber nur durch die Verfeinerung der gleichen fünf Sinnesorgane, die wir schon immer hatten, und nicht mehr. Dies wird uns jedoch nicht erlauben, einen Quantensprung zu machen und eine neue Dimension zu entdecken.

Die Kabbala sagt, dass wir einen zusätzlichen Sinn entwickeln können, der es uns ermöglicht, die höhere Wirklichkeit wahrzunehmen. Wir sollten uns jedoch darüber im Klaren sein, dass wir sie der heutigen Wirklichkeit entgegengesetzt sehen werden. Heute hängt unsere Wahrnehmung der Realität von unserer Fähigkeit ab, sie mit Hilfe unserer fünf physischen Sinnesorgane zu erfassen: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. Die von diesen Sinnesorganen vermittelten Empfindungen werden als unsere Welt bezeichnet.

Doch wir haben die Fähigkeit, zusätzliche Wahrnehmungen zu entwickeln. Das bedeutet nicht, dass wir zusätzliche Arme, Beine, Geschmacksnerven oder ähnliches bekommen, sondern dass wir durch die Entwicklung von fünf weiteren Wahrnehmungsorganen über uns selbst hinaustreten können: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut. In diesen zusätzlichen Wahrnehmungsorganen, die den physischen völlig entgegengesetzt sind, fangen wir an, alles wahrzunehmen, was sich außerhalb von uns befindet.

Das bedeutet, dass unsere Wahrnehmung grenzenlos wird und wir in einen unendlichen offenen Raum eintreten. Wir können dann alle Welten sehen. Unsere Fähigkeit, sie wahrzunehmen, hängt allein davon ab, wie entwickelt unsere spirituellen Wahrnehmungsorgane sind. Wir sind nicht mehr auf unseren Körper beschränkt, der daran gebunden ist, wie viel er aufnehmen kann, bis er satt ist. Alles ist dann davon abhängig, wie sehr wir uns ausdehnen können.

In diesem Zustand beginnen wir alle Kräfte, Gedanken, Wünsche, Aufgaben und den Sinn der Schöpfung zu erfassen: die ganze Wirklichkeit um uns herum. Wir verstehen aber auch, was sich in unserem Inneren bewegt. Denn ohne dieses Wissen würden wir niemals verstehen, was um uns herum geschieht und wie es sich auf uns auswirkt[…].

Die Wissenschaft, die lehrt, wie man aus sich selbst heraustritt und das Leben auf der Höheren Ebene enthüllt, wird “Weisheit der Kabbala“ genannt. Wenn wir endlich aus unserem Ego heraustreten und beginnen, das, was außerhalb von uns ist, zu erforschen, entdecken wir den Sinn der Schöpfung, warum alles existiert. So befreien wir uns von den Beschränkungen unseres winzigen Körpers und erheben uns über Zeit, Bewegung und Raum; das heißt, wir erheben uns über die physische Wahrnehmung der Realität in ihren drei Dimensionen. Wir hören auf, die Zeit zu erleben, denn in der neuen Realität gibt es keine Zeit. Wir sehen andere Ursachen und Wirkungen, das heißt, wir erhalten völlig neue Eigenschaften und Fähigkeiten, außerhalb der Verbindung zu unserem tierischen Körper.

Genauso wie jeder von uns in der Lage ist, andere Menschen zu sehen, zu spüren und zu verstehen, ist das Ziel, dass der Mensch die gesamte höhere Realität, “den Schöpfer“ oder “die Höhere Kraft“, kennen und begreifen soll. Daher werden wir uns in unserer jetzigen Realität immer schlechter und eingeschränkter fühlen und dadurch angetrieben, einen Weg zu finden, aus ihr heraus in die unendliche Welt zu treten!

Aus der täglichen Kabbala Lektion „Die Weisheit der Kabbala und ihr Wesen“

Egoismus ist Hilfe gegen dich

Frage: Unterdrückt das Ego die Sensibilität des Punktes in meinem Herzen? Kann ich die Kraft meines Egos verringern und dem Punkt in meinem Herz mehr Stärke verleihen?

Antwort: Versuche es. Es ist unerlässlich, dies zu tun und zu verstehen, dass Egoismus „Hilfe gegen dich“ bedeutet. Wenn du richtig auf ihn eingestimmt bist wirst du sehen, dass er dir hilft. Es ist wie die Haut, die man von der Frucht abziehen muss, um an den süßen Kern zu kommen.

Frage: Wenn ich mich mit meinem Egoismus verbinde, dann verstehe ich, dass der Schöpfer meinen Egoismus mit verschiedenen Schlägen angreift. Wenn ich meinen Egoismus selbst schlage, wird der Schöpfer diese Schläge aufhalten?

Antwort: Du brauchst nicht auf dein Ego einschlagen, denn es ist deine Hilfe. Der Schöpfer greift es auch nicht an. Er stellt diese Eigenschaft absichtlich negativ dar, damit du erkennst, dass etwas Positives darin steckt – die Eigenschaft des Gebens.

Man muss den Egoismus nicht hassen. Konzentriere dich nicht auf den Hass. Konzentriere dich auf die Liebe, auf das Geben, auf die Verbindung. Das ist das Beste daran. Dann stellst du fest, dass der Egoismus dich nur in diese eine Richtung drängt. Daran ist nichts auszusetzen. Deshalb heißt es ja auch „Hilfe gegen dich“. 

Auf diese Weise wirst du das Übel deiner falschen Einstellung zu allem erkennen, einschließlich des Egoismus. Der Engel des Todes wird also zum Engel des Lebens“.

Frage: Angenommen, jemand möchte nicht zu einem Kongress, rappelt sich aber auf und geht gegen seinen Willen. Ist das nicht ein bewusster Schlag gegen den Egoismus?

Antwort: Warum ist es ein Schlag? Der Egoismus erlaubt ihm das. Wenn der Egoismus es nicht zuließe, würde er nicht gehen.

Aus dem Unterricht, 03.06.2018

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Eine kleine Ergänzung, die eine ganze Welt eröffnet

Alle Handlungen, die angeblich zum Wohle der Menschheit ausgeführt werden, werden in Wirklichkeit zum eigenen Nutzen gemacht, um die eigene Rechtschaffenheit, Stärke und Macht zu zeigen. So arbeitet der Mensch und behauptet, dass er sich für das Wohl der Menschheit einsetzt.

Aber wenn ich wirklich um der Menschheit willen arbeiten will, dann brauche ich die Kraft des Gebens, die höhere Kraft. Wenn also jemand behauptet, er sei bereit, nur für das Wohl der Gesellschaft zu arbeiten, dann ist das eine Lüge. Er versteht einfach nicht, wovon er spricht.

Doch die Menschheit hat nicht mehr die Kraft, für sich selbst zu arbeiten, weil wir die Grenze erreicht haben, an der jeder seine egoistische Entwicklung bereits abgeschlossen hat. Und jetzt müssen wir uns entwickeln, indem wir uns vereinigen.

Wir sehen, dass sich die gesamte Natur auf ähnliche Weise entwickelt. Zuerst entwickelten sich Amöben, die einfachsten Organismen, bis sich Moleküle zu komplexeren Systemen zusammenschlossen. Infolgedessen bildeten sie komplexere Körper, die Gefühle und einen Verstand besaßen, und nahmen eine Rollenverteilung innerhalb ihrer Verbindung vor.

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Erhebe die Freunde in deinen Augen

Rabash, Artikel Nr. 21 (1986), „Über den Verstand erheben“: Deshalb sagten sie, wenn die böse Neigung kommt und ihm die Niedrigkeit der Freunde zeigt, soll er sich über den Verstand erheben. Aber sicherlich wäre es besser und erfolgreicher, wenn er innerhalb des Verstandes sehen könnte, dass die Freunde auf einer höheren Stufe stehen als er selbst.

Ich darf nicht vergessen, dass alles, was ich in meinen fünf Sinnen wahrnehme, durch meinen Egoismus dargestellt wird. Dieser zeigt mir, welche Art von Welt mich umgibt und was die Gruppe ist. Und ich nehme das nur durch meinen Egoismus wahr.

Wenn ich also das Verlangen habe, die Welt anders zu sehen, als mein Ego sie darstellt, und das kann ich nur durch eine äußere Anstrengung, durch die Anstrengung der Gruppe erreichen, dann kann ich mich über dieses egoistische Bild erheben und beginnen, stattdessen die Welt des Schöpfers zu fühlen. Und das kann man sehr einfach tun.

Wenn die böse Neigung kommt und ihm die Niedrigkeit der Freunde zeigt, muss er sich über den Verstand erheben. Das heißt, über das, was er sieht, obwohl er jeden Freund in einer unschönen Form sieht, muss er sich bemühen, seinen Freund so hoch wie möglich zu erheben.

Aber es wäre sicherlich besser und erfolgreicher, wenn er innerhalb des Verstandes – innerhalb seines Verstandes – sehen könnte, dass die Freunde auf einer höheren Stufe stehen als er selbst.

Wenn er dies aber nicht in seinem Verstand sieht, dann muss er sich im Glauben über den Verstand vorstellen, dass seine Freunde entgegen seiner Meinung über ihm stehen.

Hieraus ergibt sich die Schlussfolgerung: Der einzig richtige Ausweg aus jedem Zustand ist, die Freunde in den eigenen Augen zu erhöhen. Zu jeder Zeit muss ich darüber nachdenken, wie ich sie in meinen Gefühlen, meinem Verstand und meinen Eindrücken höher und höher halten kann. Das sollte unsere ständige Arbeit sein. Und dann werde ich den Zustand erreichen, in dem ich den Schöpfer durch sie sehe.

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Vom internationalen Kongress „Über uns selbst hinauswachsen“ am 7.1.22, „An den Freunden festhalten“ Lektion 3

Die Eigenschaft des Gebens und der Liebe beherrschen

Frage: Ich habe mit vielen Psychologen gesprochen und versucht zu verstehen, was das Problem der Psychologie ist. Sie sagen, dass es sehr schwierig ist, Methoden zu finden, um den Egoismus in den Griff zu bekommen, da er ständig zunimmt, vor allem jetzt.

Wie gehen die Kabbalisten mit der Tatsache um, dass der Egoismus ständig wächst? Wie kann man das ausgleichen?

Antwort: Kabbalisten sagen, dass man den Egoismus nicht ausgleichen muss, es ist nicht notwendig, überhaupt etwas dagegen zu tun. Man muss einfach die ganze Zeit daran arbeiten, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu meistern, sich über das Ego zu erheben und nicht auf dieser Stufe zu bleiben. Dies ist der Ansatz der Kabbala.

Indem wir uns über das Ego erheben und die Eigenschaft des Gebens, der Liebe, der Verbindung, der Zusammenarbeit und der Kommunikation miteinander erlangen, beginnen wir zu erkennen, wie vielfältig das Ego ist, wie stark es in uns ist und wie schwierig es für uns ist, es zu bekämpfen.

Gleichzeitig zeigen wir in uns Eigenschaften, die das Gegenteil von Egoismus sind. Dann können wir über die Kombination von egoistischen und altruistischen Eigenschaften sowohl in der Psychologie als auch in der Wissenschaft der Kabbala lernen.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 15.10.2021

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Wie wir Konflikte in unseren Beziehungen bewältigen können- eine Lösung die tatsächlich funktioniert (und keiner will)

Jede Beziehung geht durch Krisen. Sie mögen unangenehm sein, sind aber unvermeidlich. Die Bewältigung von Konflikten stellt eine Notwendigkeit dar, ohne die keine Beziehung Bestand haben kann. Jeder Konflikt, den wir meistern, stärkt die Beziehung. Das Problem besteht darin, dass wir Konflikten lieber ausweichen, weil sie uns entweder unangenehm sind, oder auch Angst machen. Wenn wir lernen, Konflikte als unausweichlich zu akzeptieren, können wir unsere Verbindung mittels der Überwindung derselben auf eine höhere Stufe erheben. Konflikte werden uns dann nicht mehr ängstigen, im Gegenteil, wir werden sie als Gelegenheit begreifen unsere Beziehung zu vertiefen.

Der Ursprung von Konflikten liegt in einander entgegengesetzten Interessen der jeweiligen Partner begründet. Ich will etwas und mein Partner etwas anderes, möglicherweise sogar das genaue Gegenteil von dem was ich will. Dies gilt für jede Art von Beziehung- egal, ob es sich um einen Partner, ein Haustier oder aber nur um irgendein Gerät oder eine Maschine handelt (denk an die Flüche mit denen du dein Auto überschüttest, wenn es an einem kalten Morgen nicht anspringt).

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