Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'die Zerstörung'

Methode der Korrektur, Teil 8

Wenn man den Nächsten vor Augen hat

Man liebt sich selbst von ganzem Herzen und ganzer Seele. Wenn es um den Nächsten geht, könnte man sich in Bezug auf den Schöpfer täuschen. („Baal HaSulam, Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“)

Das Gesetz der Korrektur, der Beziehung gegenüber dem Nächsten, ist noch wichtiger als die Beziehung zum Schöpfer, da sich auf diese Weise der Mensch Ihm annähern kann. Ich kann mir den Schöpfer nicht vorstellen. Der Nächste ist immer vor mir und ich kann meine Einstellung zu ihm genau überprüfen.
Aussage: Baal HaSulam schreibt, dass die Methode zur Korrektur, der egoistischen Wahrnehmung der Welt – die Sorge um die eigenen Wünsche und Füllungen – einem Volk gegeben wurde, das sich aus verschiedenen Völkern die Babylon  besiedelten, zusammensetzte.
Antwort: Ihnen wurde die Bedingung gestellt, dass jeder bereit sein muss, das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als ein Mittel zu verwenden um die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. Zu dieser Zeit befand sich das alte Babylon im Untergang, was wir als die „babylonische Verwirrung“ bezeichnen. Zu dieser Zeit entstand in den Menschen der Egoismus, dadurch empfanden alle gegenseitigen Hass und waren nicht in der Lage, friedlich nebeneinander zu existieren, dies führte zur Zerstörung des Königreichs Babylon. Dasselbe geschah erneut in der Zeit von Rabbi Akiwa,  zur Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels.
Frage: War es die Absicht der Natur, uns die Eigenliebe zu geben, damit wir verstehen können, in welchem Maße wir unsere Nächsten lieben und um sie besorgt sein müssen?

Antwort: Natürlich. Dank dessen kann man auch das Gegenteil verstehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Methode der Korrektur, Teil 1

Was ist die menschliche Natur

Frage: Was ist aus Sicht der Kabbala die Bedeutung der spirituellen Korrektur, abgesehen von zahlreichen Mythen, die seit Tausenden von Jahren existieren?

Antwort: Wenn wir diese Frage rein im Hinblick auf die menschliche Entwicklung und der Natur betrachten, können wir sehen, dass sich alles vom Einfachen, hin zum Komplexen entwickelt.

Einerseits gibt es ein immer umfassenderes Bild der Natur, andererseits ist das Bild immer differenziert und integriert und manifestiert sich als ein absolut zusammenhängendes Einzelsystem. Das ist das Erste.

Zweitens: wenn wir uns nicht auf den Weltraum, sondern auf unsere Erde beziehen, wird das System der Natur so angepasst, dass sich ihre unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen in einem Zustand der gegenseitigen Ergänzung, des gegenseitigen Gleichgewichts befinden. Hätte der Mensch nicht in sie eingegriffen, würde die Natur in einem dynamischen Gleichgewicht existieren.

In den letzten 150-200 Jahren begann sich die Natur, stark zu verändern, da der Mensch aktiv, in die Natur eingriff. Die Natur musste viele problematische Störungen und Schläge überstehen. Wir können sehen, wie stark dadurch die Natur selbst und alle anderen Ebenen beeinflusst werden. Die Tierwelt wird ausgelöscht, es gibt Auswüchse in der Pflanzenwelt, und sogar die unbelebte Stufe leidet und verändert sich. 

Kurz gesagt, die Einmischung in die Natur durch den Menschen, mit seinem Egoismus, seiner Gier um alles zu seinem unmittelbaren Nutzen zu gewinnen, hat sehr ernste Auswirkungen. Selbst wenn es ihm nichts nützt, nimmt er mehr Rohstoffe aus der Erde, als er verbrennen kann, vernichtet mehr Pflanzen, als er benötigt, um etwas für sich zu schaffen. Er ist sich nicht bewusst, wie sehr er das ökologische Gleichgewicht und alle Teile der Natur verletzt. So zerstört der menschliche Egoismus die Welt um sich herum. 

Das Wesentlichste dabei ist, dass der Mensch das unglücklichste Wesen auf dem Globus ist. Einerseits haben seine Hände Kräfte, um große Taten zu vollbringen. Ihm werden großartige Möglichkeiten gegeben, er hat einen Geist, mit dem er die ganze Erdkugel umdrehen kann, so wie einst Archimedes träumte.

Auf der anderen Seite kann er seinen Geist und seine Kräfte nicht richtig einsetzen. Seine Handlungen machen jeden unglücklich, niemand ist zufrieden. Wir können sehen, wie deprimiert die Menschheit in unserer Zeit ist, wie man nach Drogen greift und nicht weiß, was man mit sich selbst anfangen soll. Man weiß nicht, was morgen passiert und will nichts anderes als immer mehr und mehr. Es liegt in unserer Natur.

Fortsetzung folgt…

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“

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