Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man Erfüllung erreicht, die man nicht kaufen kann?

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Wir kaufen das Gefühl von Selbstbewusstsein. Es unterbricht unser Empfinden der Einsamkeit und Leere. Die Befriedigung durch Kaufen erweckt einen Gefühlskick von Erneuerung und Glück. Dies rechtfertigt wirklich jeden Cent.

Rückwirkend, bei der Monatsrechnung, stellen wir schnell fest, dass die meisten unserer Einkäufe nicht realen Bedürfnissen entsprangen, sondern wettbewerbsorientierten sozialen Bedürfnissen. Diese “schwebten” sozusagen „in der Luft“ und überwältigten uns in Form einer momentanen Leidenschaft. Ohne sozialen Druck würde unser Kaufbegehren abnehmen.

Allerdings gibt es kein Problem mit dem Einkaufen selbst. Es ist großartig, Menschen zu sehen, wenn sie eine gemeinsame Aktivität genießen. Dadurch lernen sie, wie die menschliche Gesellschaft ihnen ein Gefühl von Freude und Erbauung vermittelt.

Doch neben den materiellen Verlangen, auf tieferer Ebene, drücken diese “Einkaufsurlaube”, die Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Kommunikation aus: einer verbogenen Neigung zur Verbindung in jedem Menschen. Diese Neigung wird wach, sobald sich die Möglichkeit ergibt, eine kollektive Aktivität auszuführen, die wir gemeinsam genießen können.

Wie die Statistiken uns zeigen, werden innerhalb weniger Tage oder Wochen die meisten Waren zurückgegeben, gelagert oder weggeworfen.  Die Herausforderung der gemeinsamen Anstrengung bleibt im Gedächtnis der Menschen eingeprägt.

Deshalb können wir nur hoffen, dass die kommenden Einkaufs fokussierten Tage einen positiven Eindruck in uns prägen, indem wir erkennen, dass wir unsere Verbindung stärken müssen. Dann können wir mit Recht behaupten, dass wir die Kultur des Konsums in den Dienst der Menschheit gestellt haben und nicht umgekehrt.

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Blitzantworten eines Kabbalisten, 21.04.2019

Frage: Wie können wir die Freunde beeinflussen, um unsere Verbindung zu verbessern?

Antwort: Wir müssen ihnen ein Beispiel für eine gute Verbindung zeigen, das wird sie beeinflussen.

Frage: Wenn ich einen Wunsch habe, der nicht vom Lehrer erfüllt wird, wie kann er dann erfüllt werden? Muss ich dazu den Lehrer verstehen?

Antwort: Ihr könnt euch jedes Ziel setzen, alles mögliche verstehen, aber dieses Verständnis sollte im Zehner sein, dann werdet ihr durch nichts eingeschränkt und werdet keine Fehler machen. Erfasst den Lehrer, erfasst den Schöpfer – alles, was ihr möchtet – aber unbedingt im Zehner.

Frage: Woher weiß ich, ob mein aktueller Wissensstand, mit dem Stand meiner Seele übereinstimmt?

Antwort: Nein. Dein heutiger Wissensstand entspricht noch nicht der Wurzel deiner Seele. Die Wurzel aller Seelen befindet sich in der Welt von Azilut. Heute befinden wir uns nicht einmal in der Welt von BYA (Brija, Yezira, Asija). Ich hoffe das ihr noch im Laufe des Jahres fühlen werdet wie wir uns der Welt von Azilut nähern. 

Frage: Sind wir eine schlechte Kopie des Schöpfers oder sind wir Seine umgekehrte Form?

Antwort: Nein, wir sind keine schlechte Kopie, sondern eine völlig entgegengesetzte, in jeder Hinsicht verdorbene Kopie von Ihm.

Frage: Wenn ein Kabbalist diese Welt und das, was in ihr passiert betrachtet, sieht er dann darin den Kraftfluss, den Intellekt, den Gedanken des Schöpfers?

Antwort: Sicher. Er fühlt den Plan des Schöpfers, der sich allmählich in unserem Bewusstsein verwirklicht. Er erkennt, dass wir Sein Gedanke sind.

Frage: Befinden wir uns in dieser Welt „inmitten einer klaffenden Leere“?

Antwort: Je nachdem, wie man das wahrnimmt, im Prinzip ja.

Frage: Mit welchen Werkzeugen und Grundsätzen lenkt der handelnde, höhere Verstand die Welt?

Antwort: Das Werkzeug ist sehr einfach: Licht und Verlangen. Sie sind sich einander entgegengesetzt, aber das Verlangen hat die Möglichkeit, die Absicht vom Licht zu bekommen und sich dadurch dem Licht anzugleichen. Das Verlangen kann sich dann, bis zu einer vollständigen Verschmelzung, dem Licht annähern.

Frage: Wird es zu unserer Zeit das Ende der Tage geben? Wird das ein Ereignis werden?

Antwort: Das Ende der Tage wird es dann geben, wenn ihr euch über unsere Welt erhebt. Dann werdet ihr diese Welt im spirituellen Kli ohne Zeit wahrnehmen. Dies wird als „Ende der Tage“ bezeichnet.

Frage: Warum ist das Ziel der Schöpfung verborgen, nicht greifbar und von mir nicht erwünscht? Andere irdische Ziele sind nicht verborgen.

Antwort: Das Ziel der Schöpfung ist nicht vor euch verborgen. Ihr seid es selbst, die es durch eure Eigenschaften verhüllt.

Das spirituelle Ziel ist höher als das irdische Ziel. Ihr habt dafür keine entsprechenden Sinnesorgane. Aus diesem Grund wird gesagt, dass es verborgen ist. Findet die entsprechenden, ähnlichen, gleichwertigen Eigenschaften und ihr werdet das Spirituelle wahrnehmen.

Frage: Wenn es unsere Welt nicht gibt, was bedeutet dann „Ewigkeit“ im Munde eines Kabbalisten?

Antwort: Die Ewigkeit ist die Welt der Unendlichkeit, in die wir gehen, wenn wir die Stufen aller Welten hinaufsteigen. Unsere Welt existiert nicht einmal. Dies ist der scheinbare Mittelpunkt aller Welten.

Aus dem Unterricht vom 21.04.2019

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