Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'die Einheit'

Amalek ist Arroganz, Hochmut und Stolz

Aus dem Buch „Licht und Sonne“: In Midrasch heißt es: „Erinnere dich, was Amalek dir angetan hat, als ihr aus Ägypten ausgezogen seid. Wie er dir auf dem Weg begegnete“. „Er begegnete dir“ (karecha) – aus dem Wort „Abkühlung“ (krirut), das bedeutet, Amalek löschte das Feuer der Liebe aus und kühlte es in denen, die sich zuvor heiß und inspirierend geliebt hatten.

Woher kam die Abkühlung? Aus Arroganz und Stolz, denn Amalek bedeutet Arroganz, Hochmut und Stolz. Das Wichtigste, das zur Freundesliebe führt, ist, wenn jeder sich selbst für verachtenswert und niederträchtig hält und immer Fehler in seinen Taten findet, während er die Rechtschaffenheit seines Freundes und seine großen Taten sieht. Deshalb liebt er seinen Freund und haftet sich ihm an. Wenn er sich jedoch in seiner Arroganz für groß hält, sieht er die Mängel seines Freundes und hasst ihn deshalb. So kühlte Amalek die Wärme und den Enthusiasmus ab, mit der sich das Volk Israel zuvor geliebt hatte. 

Das charakteristische, herausragende Merkmal des Verlangens zu genießen, das ihn sofort entlarvt, ist der Stolz. Hinzu kommt auch Wut, Arroganz. Aber Stolz zeichnet sich dadurch aus, dass er sich auch in negativer Form manifestieren kann, wenn ein Mensch stolz darauf ist, herabgesetzt zu werden. Daher ist Stolz das wichtigste Zeichen für das Verlangen zu genießen. 

Stolz ist nicht, dass ich mich überlegen und stärker fühle. Es ist Stolz, in auch nur einer von allen Situationen, die in meinem Leben passieren können, daran zu denken, dass sich jemand anderes ändern muss und nicht ich. Das heißt, dass sich etwas außerhalb von mir ändern soll und nicht ich selbst. Es stellt sich heraus, dass ich, wenn ich etwas Negatives sehe, diesen Mangel dem Schöpfer zuschreibe, weil es außer mir nur Ihn gibt.

Wenn ein Mensch ein gewisses Verlangen hat, etwas außerhalb seiner selbst zu verändern, nennt man das Stolz und ist ein Zeichen des egoistischen Verlangens. Man kann eine Menge daraus lernen, denn auf jeder Stufe kann man etwas herausfiltern, klären.

Es gibt eine Bifurkation (Gabelung)  der Wahrnehmung: so wie die Situation von mir und von anderen gesehen wird, als gäbe es mich und sie, und um mich herum ist eine große Welt voller Menschen. Aber in Wirklichkeit spreche ich mit meinen eigenen Eigenschaften, nicht mit anderen Menschen. Von diesem Punkt aus öffnet sich der Zugang zu einer anderen Wahrnehmungsebene. 

Deshalb ist die endgültige Auslöschung des Amaleks, der egoistischen Absicht, die sich am deutlichsten auf ihrer letzten Stufe als Haman offenbart ein großes Fest für die Juden ist. Das heißt, dass dies ein Fest für diejenigen ist, die die Einheit (jechud) erreichen wollen, das gesamte Volk zu vereinen, denn es ist das letzte Hindernis bevor alle zerbrochenen Teilchen der Seele sich vereinen.

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Das zerbrochene Systems wiederherstellen

Frage: Die Menschen sind so erschaffen, dass jeder ein unterschiedliches  Immunsystemen hat. Manche werden mit unterschiedlichsten genetischen Erkrankungen, Fehlbildungen usw. geboren. Gibt es in der Spiritualität ähnliche Abweichungen? Lehrt die Weisheit der Kabbala, wie man sie beseitigen kann? Denn es gibt doch Dinge, die für das menschliche Auge verborgen bleiben.

Antwort: Alles wird durch unseren Ausgangspunkt bestimmt. Jeder von uns ist eine Zelle eines einzigen Organismus namens „Adam“. Dieses System wurde vom Höheren Licht erschaffen und nimmt zusammen mit ihm an allem, was geschieht und existiert, teil.

Das höhere Licht wirkt auf dieses System ein, wodurch dieses sich allmählich verändert, seine Eigenschaften enthüllt und seinerseits das Licht durch seine Resonanz beeinflusst. Wir sind Bestandteile dieses Systems.

Es durchlief einen gewaltigen Entwicklungsprozess unter dem Einfluss jenes Lichts, welches es erschuf, erfüllte und zerbrach. Und nun befinden sich alle seine Bestandteile in verschiedenen Zuständen einer quasi Lebendigkeit und dem Zerfall. Wir müssen sie wieder im selben System zusammenfügen, indem sie vor dem Zerbruch existierten, d.h. das System wiederherstellen. 

Stellen Sie sich ein Spielzeug vor, das aus Würfeln zusammengesetzt und dann zerbrochen wurde, und nun müssen Sie diese Würfel im gleichen Schema wie zuvor aufsammeln. Das ist unsere Arbeit, und sie ist sehr schwierig.

Wir selbst haben aber nicht die Kraft dafür. Wir sehnen uns nur danach, dass dies sich verwirklicht. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, den Einfluss des höheren Lichtes zu erwecken, der vereinigenden Kraft, die uns allmählich zu einem Ganzen zusammenführt, so wie wir vor dem Zerbrechen waren.

Der Prozess unserer Wiederherstellung besteht aus genau dieser Abfolge von Zuständen, die wir durchlaufen müssen. Dies entspricht unserem spirituellen Leben.

Und unser physisches Leben ist viel stärker zerbrochen und zersplittert. In diesem Leben führen wir nur wenige spirituelle Handlungen aus, auch wenn wir dies nicht verstehen. Wenn wir die Wissenschaft der Kabbala aber für uns selbst enthüllen, können wir den Einfluss des höheren Lichtes auf uns ziehen, das uns intensiv zusammenführen, vereinen, bündeln und uns zu jenen Zuständen verbinden wird, in denen wir vorher existierten.

Das Höhere Licht weiß, wie man das macht. Es entwickelt spirituelle Gene in uns, die uns miteinander verbinden. Wir können in Filmen sehen, wie eine Kombination verschiedener chemischer, eiweißartiger Strukturen eine Art System bildet und genauso verbinden wir uns in unseren inneren Strukturen.

Äußerlich spüren wir es nicht. Wenn wir aber selbst nach innerer Einheit streben, werden wir fühlen, wie wir uns zueinander hingezogen, oder uns voneinander getrennt fühlen. Und hier haben wir bereits einen freien Willen: entweder gehen wir auf uns allein gestellt weiter, oder erwecken den Einfluss des Höheren Lichts. 

Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass die Natur uns durch alle möglichen Schläge und Sanktionen lehrt, dass es sich lohnt, einander näher zu sein. Wenn wir uns korrekt auf das Höhere Licht ausrichten, damit es diese Handlungen an uns ausführt, dann werden diese schnell vorübergehen und wir werden fähig sein, Einheit zu spüren.

In dieser Einheit werden wir das gesamte System, die Höhere Macht und unsere korrekten gegenwärtigen und zukünftigen Zustände offenbaren. Prinzipiell werden wir sogar in kleinen Gemeinschaften in der Lage sein, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem korrekten Endzustand zu spüren. Dies ist etwas, das wir schon jetzt offenbaren und anstreben können.

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Quarantäne – Der erste Schritt auf dem Weg zur Überwindung der Krise

Die globale gegenseitige Verantwortung ist das Gesetz für alle miteinander verbundenen Teile eines Systems. Dieses Gesetz verpflichtet jeden zu wissen, wie man sich dem System gegenüber verhalten soll, um es in ein Gleichgewicht zu bringen und die gegenseitigen Beziehungen zwischen allen Teilen zu vervollkommnen.

Natürlich ist keiner fähig dieses Gesetz zu begreifen, geschweige denn es zu erfüllen. Diese Verantwortung bin ich einfach nicht bereit zu tragen. Wenn ich es nämlich nicht schaffe, meine Funktion im integralen System zu erfüllen, dann gerät alles aus dem Gleichgewicht und ich werde der Schuldige sein.

Jeder wird dann spüren, dass ich die Perfektion des Systems verletzt habe. Es stellt sich heraus, dass jedes einzelne Teil dem gesamten System gleicht und das ist eine enorme Verantwortung. Jeder ist für die ganze Welt verantwortlich. Deshalb sagt man: „Es ist besser, zu sitzen und nichts zu tun.“

Also wurden jetzt die Menschen dazu aufgefordert sich selbst unter Quarantäne zu stellen, das Haus hüten, nicht zu fliegen und mit niemanden Kontakt zu haben. Was können wir hier tun?

Wir müssen lernen, dass wir uns in einem integralen und globalen System befinden. In diesem System herrscht das Gesetz der gegenseitigen Verantwortung, d.h. der gegenseitigen Abhängigkeit und wie wir diese Abhängigkeit von einer verpflichtenden in eine wünschenswerte verwandeln können. Wir wollen verbunden sein, nicht weil die Natur uns verpflichtet, sondern weil wir selbst beginnen zu enthüllen, wie gut es ist, verbunden zu sein.

Es ist einfach himmlisch, sich zu einer vollständigen Einheit zu verbinden und die Vollkommenheit der Natur zu spüren. Auf diese Weise werden wir alle Teile der Natur fühlen, von den entferntesten Sternen bis hin zu solchen Lebensformen, die wir heute noch nicht kennen. Ein Mensch kann ein erhabener Schöpfer der Vollkommenheit werden.

Und der erste Schritt zur Überwindung der Krise ist die Quarantäne, d.h. „sitzen und nichts tun“, einfach lernen. Das Problem der Menschheit ist, dass sie beginnt zu handeln, noch bevor sie versteht, was sie tut. Während der Quarantäne haben wir Zeit zum Nachdenken. In welcher Welt existieren wir? Wer sind wir? In welchem Natursystem leben wir? Wie hängen wir vom Natursystem ab und sie von uns?

Wie beeinflussen wir durch unsere Beziehungen zueinander dieses globale System der Natur, welches aus Unbelebten, Pflanzlichen, Tierischen und Sprechenden besteht? Und wie reagiert die Natur auf unsere Handlungen? Wir werden lernen, wie wir ein schönes Zuhause für alle bauen können über diesem materiellen Leben und Tod, auf einer höheren Ebene, ein Zuhause, das nicht nur bequem, sondern auch ewig und perfekt ist. [Rest des Beitrags lesen →]

Ist New York die neue Hauptstadt des Antisemitismus?

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht: Michael Laitman 31.12.2019

Während die Nachwirkungen der jüngsten antisemitischen Angriffe noch immer im Raum stehen, erschüttert eine weitere Gewalttat die Amerikanische Jüdische Gemeinde, insbesondere in New York.

Das ist die neue Realität in Amerika. Die kürzliche Messerattacke zu Chanukka, im Haus eines Rabbiners, bei der fünf Menschen von einem Mann verletzt wurden, der angeblich gezielt gegen Juden vorgegangen ist, war der jüngste Angriff von zehn Vorfällen gegen Juden in New York in einer Woche.

Die unvermeidliche Frage ist: „Warum wir?“ Und auch, was kann getan werden, um eine weitere Tragödie zu vermeiden?

Die Antworten liegen letztendlich in unserer Einheit.

Sind antisemitische Verbrechen und Bedrohungen nun Gang und gebe in den USA?

Fast 60% der im letzten Jahr in den USA religiös motivierten Straftaten, mit 1.879 derartigen Vorfällen, die in diesem Zeitraum gemeldet wurden, waren gegen Juden gerichtet. Auch physische Angriffe auf Juden haben im vergangenen Jahr landesweit um 105% zugenommen. Allein im Big Apple machen antisemitische Übergriffe mehr als die Hälfte der gemeldeten Hassverbrechen aus.

Angesichts der Situation hat das NYPD die Sicherheit in jüdischen Wohngebieten und Einrichtungen erhöht.

Heute Morgen sprach ich, auch auf persönlicher Ebene, mit meinem Sohn, der Monsey besucht hatte, jenen Ort, an dem die letzten Angriffe stattfanden. Die Juden in der Gegend erzählten ihm, dass sie gestern noch nicht einmal Schlösser an den Türen hatten, während sie heute darüber reden, welche die besten Waffen sind, die man zur Selbstverteidigung kaufen kann. Die Erhöhung der Sicherheit gegen wachsende anti-Semitische Ausschreitungen wird das Wiederauftreten solcher Fälle jedoch nicht verhindern können.

Wie können wir vermeiden, dass antisemitische Straftaten und Bedrohungen zur neuen Realität werden?

Könnte sich das, was in Nazi-Deutschland geschehen ist, in den aufgeklärten und kultivierten USA wieder ereignen?

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Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?

 
Michael Laitman auf Quora: „Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?“

Wir Juden sind Menschen mit einem gesteigerten Ego, das unser Gefühl für andere verringert und unser Gefühl für uns selbst dagegen steigert. Woher kommt dieses überzogene Ego?

Es kommt daher, dass wir Juden einst erhöhte Zustände der Einheit erlebten. Ausgehend von Abrahams bunter Gruppe, von Babyloniern, die gemeinsam das Naturgesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entdeckten, das uns den Namen „Israel“ („Yashar Kel“ direkt zu Gott hin) verlieh.

Mit anderen Worten: „auf die einzige Kraft der Liebe und des Gebens in der Natur hin ausgerichtet“. Seitdem sind wir aus der Höhe dieser erhabenen Vereinigung in tiefere Schichten des Ichs gefallen, als alle anderen Nationen.

Uns und allen anderen ist das Verlangen gemeinsam, das Ego mit genau den Genüssen zu füttern, die es verlangt. Wir tun dies jedoch von Natur aus intensiver und selbstbezogener, was unsere Sensibilität anderen gegenüber im selben Maße verringert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir über ein natürliches Phänomen sprechen und die natürlichen Eigenschaften eines bestimmten Volkes beschreiben. Eine Eigenschaft, die dadurch entstanden ist, dass unsere Vorfahren einst erhöhte, mit der Natur harmonisierte Zustände der Einheit erlebten.

Und da wir uns aufgrund unserer Verbindung in höheren Zuständen der Liebe und des Gebens befanden. Seitdem haben wir das Bewusstsein für diese Einheit verloren und sind jetzt in tiefere Tiefen des Egos gesunken.

Ein anderer Weg, dieses gesteigerte Ego zu beschreiben, ist, dass wir einst größere Freuden fühlten, als diese ganze Welt zu bieten hat: „spirituelle Freuden“. Und dadurch das wir uns von der Spiritualität losgelöst haben, suchen wir sie nun in unseren, von der Spiritualität abgetrennten, körperlichen Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen. [Rest des Beitrags lesen →]

Was bedeutet es dem Laubhüttenfest oder Sukkot zu folgen?

 
Veröffentlicht auf Facebook-Seite Michael Laitman 16.10.19

Was bedeutet es dem Laubhüttenfest oder Sukkot zu folgen?

Ein Schach (ein Strohdach aus Pflanzenresten) zu errichten, bedeutet der Idee der Einheit “ wie ein Mensch mit einem Herzen” zuzustimmen und uns über alle Unterschiede zu verbinden. 

Wir sitzen in der Sukka, unserer vorübergehenden Behausung. Unter ihrem Schach verbinden wir uns, um  sich von dem positiven Einwirkung des Lichtes beeinflussen zu lassen. Wir sitzen im Schatten der Sukka, denken an unsere Verbindung und Einheit. Wir bemühen uns der perfekten  Form des Lichtes und der in der Natur existierenden und alles verbindenden Form zu gleichen.

Wir respektieren den Schatten, d.h. unsere egoistischen, uns voneinander trennenden Wünsche und gleichzeitig verstehen wir, dass wir uns über unsere Egos verbinden werden.

Wir  bedecken unsere Egos mit dem Schach, d.h. mit dem Vorhaben andere zu lieben und für sie zu sorgen, mit den altruistischen Konzepten, die für unseren Egoismus wertlos sind. In der Kabbala wird Schach (das Dach) auch als Masach (Schirm) bezeichnet.

Unter dem Schach befindet sich unser Egoismus. Wir verbinden uns darüber.

Schach stellt unseren gemeinsamen Wunsch dar: zu lieben, zu geben, uns positiv miteinander zu verbinden und mit allen Eins zu sein.

Die Sukka ähnelt dem Ort  unserer gemeinsamen Seele von Adam HaRishon, dem Ort der Einheit und der Verbindung. 

Verfolgt man die  Bedeutung des Laubhüttenfests oder Sukkot, liegt unsere Anstrengung darin, gemeinsam das Schachdach zu erbauen. Es gibt uns das Vertrauen zurück, von der verbindenden Kraft der Natur gehalten zu werden und verwandelt  die vorübergehende Behausung in eine stabile, sichere und geschützte Struktur.

In unserer Organisation, dem Bnei Baruch Kabbala Bildungs- und Forschungsinstitut, werden die inneren Prozesse und die tatsächliche Bedeutung der Feiertage, wie Sukkot gelehrt. Mit der Methode der Kabbala kann jeder Mensch diese Entwicklung  jeder Zeit unabhängig von Kalenderdaten durchlaufen und die Wahrnehmung und die Empfindung der höheren Realität offenbaren. Wir laden alle Interessierten ein, an unseren Kursen teilzunehmen.   

Zur Kabbala Akademie

 

Was ist die Schwere des Exils vom Gefühl des Schöpfers?

Frage: Was ist die Hauptlast und der Schrecken, wenn man sich davon entfernt, den Schöpfer zu empfinden?

Antwort: Nur das es vom Schöpfer kommt. Nichts Anderes.

Wenn ihr diesen Krieg gewinnen wollt, müsst ihr euch vorstellen, dass ihr gegen den Schöpfer kämpft. Ihr müsst die Einheit einer höheren Kraft in der Welt bestätigen. Das ist unsere Mission. Dann wird euch alles offenbart werden.

Der Kampf ist notwendig, damit ihr euch ausreichend anstrengen könnt. Damit ihr in euch bestimmte Fähigkeiten erschafft und ihr ein Gefühl dafür bekommt, was euch fehlt. Diese Bemühungen schärfen euch, verbessern eure Wahrnehmung für eine höhere Kraft.

Es gilt einer für alle und schließt alles ein. Wir müssen uns darauf vorbereiten, es zu empfinden. 

Aus dem Unterricht 24.03.2019

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Die Vorbereitung beginnt am Morgen.

Frage: Ist es richtig, sich mit einem Gedanken an den Schöpfer, für die Gruppe, den Zehner vorzubereiten? Angenommen, morgen ist der Beginn einer normalen Arbeitswoche. Ich weiß, wenn ich mich nicht vorbereitet habe, wird mein normaler Arbeitstag mit seinen Problemen alles wegnehmen.

Antwort: Die Entscheidung liegt bei Ihnen, auf was Sie sich vorbereiten. Man sollte immer vorbereitet sein: für jeden Fall und für alles. Wenn ein Mensch etwas tut, sollte er sich dafür vorbereiten.

Das Beste, sobald du aufwachst, ist es deine Gedanken auf die Tatsache zu richten, dass „es niemanden außer Ihm gibt“. Dann wird dein Tag hauptsächlich zur Stärkung für die Einheit mit dem Schöpfer gewidmet sein. Er überprüft  dich in allem und in jedem Moment. Dort kannst du alle deine weltlichen Probleme miteinbeziehen.

Aus dem Unterricht 03.02.2019

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“Jitro-Schule” Teil 1

Frage: Warum musste Moses 40 Jahre mit Jitro, König Midian, verbringen? Was bedeutet das spirituell? 

Antwort: Jitro war wie Abrahams Vater Terach ein Priester, ein Kenner aller Religionen und Götzen. Das heißt, er arbeitete in seinem Egoismus.

Im Prinzip, wenn Abrahams Vater, Terach, auf seinen Sohn gehört hätte, hätten sie zusammengearbeitet, und vielleicht hätten sie von da an bereits begonnen, die Welt zu korrigieren – aber das ist unmöglich ohne das ägyptische Exil, den Ausgang daraus und den Empfang der Tora. Denn der Mensch muss in den Egoismus voll eintauchen. Deshalb war Terach gegen Abraham, und dieser musste vor ihm fliehen, Babylon verlassen.

Und nun wird auf der nächsten Stufe das gleiche Bild beobachtet:

die gleiche Rückkehr, aber eine andere egoistische Ebene. Moses kommt zu Jitro. Er verbringt mit ihm 40 Jahre, in denen er dessen Tochter Zippora heiratet.

Moses ist eine ganz andere Stufe als Abraham: Er war bereits im Egoismus, ging durch diese ganze Phase und kam aus Ägypten. Die 40 Jahre, die er bei Jitro verbrachte, waren wie eine Vereinigung, eine Vereinigung durch dessen Tochter, Zippora, Jitros Egoismus. Sie brachte die Söhne zur Welt, die nächste Stufe. All dies ist eine Kombination aus dem Egoistischen, Jitro, und dem selbstlosen Anfang, Moses, im Menschen. 

Moses durchläuft eine Art Abhärtung kombiniert mit Egoismus, um nach Ägypten zurückkehren zu können – in den tiefen Egoismus. Nur Jitro kann Moses und das Volk Israel lehren, mit dem Egoismus umzugehen, der sich nun zu manifestieren beginnt. Deshalb beginnt das Kapitel „Jitro“: nachdem er Ägypten verlassen hat, ist es notwendig, Ägypten zu korrigieren, den ganzen Egoismus des Menschen zu korrigieren, bringt Jitro seine Tochter Zippora und seine Enkelkinder, von Moses, zu Moses.

Das heißt, die Zeit ist gekommen, wo diese Eigenschaften beginnen, im Menschen aufzusteigen und zeigen, wie es weitergehen soll. Denn jetzt beginnt allmählich der gesamte Egoismus, der aus Ägypten herausgenommen wurde (aus Ägypten herausgenommene Gefäße), im Volk allmählich, stufenweise, aufzusteigen. Und das bedeutet, dass Moses über das Volk richten muss.

Zu richten bedeutet zu klären, wo die Eigenschaft des Gebens ist, wo die Eigenschaft des Empfangens ist, mit welcher Perspektive es notwendig ist zu handeln, indem man sich oberhalb seiner selbst vereint und den nächsten Schritt, den Schöpfer, in dieser Einheit offenbart. Das heißt: hier ist das richtige Zusammenspiel notwendig. Aber wo ist die Hierarchie in diesem Egoismus? 

Die Eigenschaft des Gebens ist eine Eigenschaft, die weit reicht: eine weite Seele, ein offenes Herz. Sie breitet sich auf einer Ebene aus wie Wasser. Und Egoismus wirkt immer vertikal. Und diese beiden Parameter scheinen sich nicht zu kombinieren. Deshalb sagt Jitro zu Moses: „Man muss ein anderes System aufbauen – ein pyramidenförmiges, um denen gesamten Egoismus einzuordnen: Zehner, Hunderter, Tausender, Zehntausender. Du musst zu dem Zustand zurückkehren, als ihr nach Ägypten gekommen seid – zwölf Brüder. Also kommt ihr genauso da raus – die gleichen zwölf Stämme, wie zwölf Ströme, Reihen. Aber in jeder von ihnen solltet ihr euch nach den egoistischen Ebenen justieren. Deshalb sollte jede Ebene ihre eigene Hierarchie haben: ihre eigenen Gesetze, Leitern, Untergebenen. Ihr arbeitet jetzt nicht nur für Liebe und Hingabe, ihr arbeitet mit dem Egoismus, der allmählich, so weit wie möglich, von Mal zu Mal korrigiert werden sollte. Hätte Moses diese Schule mit Jitro nicht absolviert, wäre er nicht mit dem Egoismus verbunden gewesen und hätte nicht anfangen können, mit ihm zu arbeiten. Er hätte dem Pharao bei seiner Rückkehr nach Ägypten nicht widerstehen können, und er hätte keinen Kontakt zu ihm gehabt. Denn vorher war Moses nach dem Konflikt mit dem Pharao einfach davongelaufen. 

Und jetzt kehrt er nach Ägypten zurück, d.h. er wendet sich wieder seinem Egoismus zu und sagt zum Pharao: „Ich muss mein Volk (die Eigenschaft des Gebens) da heraus holen“. Außerdem nimmt Moses ihm auch den riesigen Egoismus ab, der innerhalb der 40 Jahre in der Wüste korrigiert werden muss. Aber er wäre dazu nicht in der Lage, wenn die Eigenschaft des Gebens im Menschen nicht zuvor mit dem egoistischen System, namens Jitro, verbunden gewesen wäre. 

Und Jitro übernimmt  von Moses die Technik der Arbeit mit dem Egoismus  und kehrt zu seinem Volk zurück, um es zu unterrichten. Wir sehen, wie eine Person mit beiden Eigenschaften ständig verbunden ist. Dies ist das System der Korrektur.

Aus dem TV Programm “Die Geheimnisse des ewigen Buches”

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