Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'der Zweck des Lebens'

Einen Chip implantieren und aufwachen

Frage: Die Menschen in Schweden sind total begeistert vom Biohacking. Biohacking bedeutet, sich einen Chip von der Größe eines Reiskorns unter die Haut implantieren zu lassen, auf dem persönliche Daten wie Bankkartennummern, Passnummern und andere Dokumente gespeichert sind. Die Skandinavier behaupten, dass ihr Leben dadurch viel einfacher geworden ist.

Wohin führt diese zunehmende Vereinfachung?

Antwort: Ich denke, dass die Menschen dadurch eine große Leere in ihrem Inneren empfinden werden. Sie werden gezwungen sein, etwas dagegen zu unternehmen. Da helfen auch keine Chips mehr. Sie müssen irgendwie eine Quelle der Erfüllung für sich finden.

Der Mensch wird vor der ewigen Frage stehen: „Wo bin ich? Wozu bin ich da? Was hat das alles für einen Sinn? Was haben mir all meine Chips, Computerbildschirme und Telefone gebracht? Führt das alles dazu, dass ich alles vor mir habe, dass ich auf einem kleinen oder großen Bildschirm praktisch die ganze Welt sehen kann, dass ich mit allen in Kontakt treten kann. Und was dann? Wozu? Und jetzt sitze ich vor einem leeren Bildschirm und weiß nicht, was ich mit mir selbst und mit ihnen anfangen soll.“

Das ist gut. Das wird uns dazu bringen, die richtige, echte Antwort auf die Frage zu suchen: „Wozu das alles?“

Frage: Kommt ein Mensch, der sich diese Frage stellt, zu einer Antwort?

Antwort: Er muss zu einer Antwort kommen. Nicht sofort, er wird leiden, suchen, aber das ist der richtige Weg. Er wird nach einer Antwort über sich selbst suchen! „Wo bin ich, wo ist mein Platz in dieser Welt?“ Das ist eine unglaubliche Suche und Erkenntnis!

Frage: Wo ist hier das Glück?

Antwort: Das Glück liegt darin, dass er die Antwort finden wird. Er wird plötzlich entdecken, dass es eine solche Kraft, einen solchen Gedanken gibt, der auf diese Frage wartet und bereit ist, sie zu beantworten. Das ist ein Treffen, ein Rendezvous mit seinem Geist.

Frage: Wird der Mensch verstehen, dass genau dieser Geist ihn zu dieser Begegnung geführt hat?

Antwort: Ja. Und dann wird er alles sehen, alles erkennen. Es wird wie eine Offenbarung der Welt sein – vom Anfang, von der Entstehung bis zum Ende und alles zusammen! Alles wird klar werden.

[#242016]

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Das Ziel der Spiele des Schöpfers

Frage:  Als Beispiel: Ein Mensch kommt mit einem Problem in die Klinik. Dort ist eine Schlange, in der er lange warten muss, um aufgenommen zu werden. Oder er geht zur Bank um Geld abzuheben. Er erfährt, dass sein Konto gesperrt wurde. Sind das alles Spiele des Schöpfers? Was soll ich dadurch verstehen?

Antwort: Der Mensch wird dazu gebracht, nach dem Sinn des Lebens und nach seinem gegenwärtigen Zustand zu fragen: Wozu und woher kommt er?

Wenn er danach fragt, kommt er in eine passende Gesellschaft von Menschen, Büchern oder er erlebt Ereignisse, die ihn zu der Frage nach dem Sinn des Lebens bringen.

Während er den halben Tag in der Klinik in der Schlange sitzt, oder Probleme mit seinem Geschäft oder andere Schwierigkeiten hat, beginnt er darüber nachzudenken: „Was soll dieses Leben?“.

All diese Probleme, wir haben immer mehr davon, holen uns auf Schritt und Tritt ein. Sie sind nur dazu gedacht, dass sich unsere Generation zu fragen beginnt: „Wozu sind wir da? Was ist der Sinn des Lebens“?

Menschen tun das. Sie sind deprimiert, sie nehmen Drogen, um irgendwie aus diesem Leben zu fliehen. Langsam werden sie dahingeführt, die Methode der Erkenntnis der höheren Kraft, die sie geschaffen hat, sie steuert und mit ihnen spielt, zu offenbaren. Sie wollen wissen, warum ihnen das wiederfährt, wo dieser Schöpfer ist der alles bestimmt und ob Er überhaupt existiert? Zu welchem Zweck, warum, wozu? 

Es gibt keinen Menschen, der zur Kabbala kommt ohne zuvor deprimiert oder vom Leben enttäuscht gewesen zu sein. Die Menschen kommen zu uns, da sie einen Mangel spüren: „Ich habe nicht das Wichtigste im Leben“. Wenn ein Mensch das empfindet, vielleicht sogar ohne seine Frage und die fehlende Antwort genau zu verstehen, dann nähert er sich der Kabbala an.

Frage: Findet er dann die richtige Umgebung, die richtigen Bücher und warum in der Kabbala?

Antwort: Er kann viele andere Kreise durchlaufen, aber im Endeffekt wird ihn das Schicksal dennoch zur Kabbala führen.

Bisher sind das immer noch Einzelne. Wir sind die erste Linie, die sich dem Schöpfer annähert. Wir werden aber noch viele Menschen mitnehmen, sie werden immer wieder kommen und gehen, auftauchen und verschwinden. Das ist der natürliche Weg, eine Art Start-Stopp-Bewegung.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019.

(260963)

Wie antwortet man in der Coronavirus Ära auf Fragen zum Tod

Während das Coronavirus seine Weltreise fortsetzt und sich Panik in der Bevölkerung breit macht, stellen sich manche die ultimative Frage nach dem Tod.

Wie sollten wir uns zum Thema Tod beziehen? Was bedeutet Tod? Was passiert, nachdem wir gestorben sind?

Die Natur, die uns umgibt, ist weise und großartig. Wir werden in ihr geboren und entwickeln uns in ihr. Unzählige Mechanismen funktionieren auf einer Moment-für-Moment Basis, um unsere Körper für 70, 80 und sogar 100 Jahre und mehr zu erhalten.

“Und Hand in Hand mit unseren Problemen von globaler Tragweite geht auch ein umfassendes Bewusstwerden der tiefgründigen Fragen des Lebens.”

Aber warum? Sind wir nur dazu bestimmt, geboren zu werden, zu leben und dann zu sterben?

Zwischen unserer Geburt und unserem Tod ertragen wir schwierige und schmerzhafte Jahre. Wie viel Genuss quetschen wir dabei eigentlich aus ihnen heraus? Wir hegen und pflegen unsere Körper mit viel Sisyphusarbeit und spüren doch immer weniger Energie, um weiterzumachen.

Es ist, als ob wir uns von lebenden und atmenden Organismen zu einem biologisch abbaubaren Zustand hin bewegen, nach welchem wir uns vollständig auflösen.

Gibt es irgendeinen Nutzen aus einer solchen Existenz? Oder sollen wir uns nur jahrelang abmühen um unseren Weg im Leben so gut wie möglich zu bestreiten, bis wir irgendwann umkommen?

Den Zweck des Lebens durch vier Stufen der Natur bewerten

Jedes noch so feine Detail der Natur birgt Nutzen und Kontinuität.

In der Natur gibt es drei unterschiedliche Stufen: unbelebt, pflanzlich und belebt. Der Mensch, in seiner gegenwärtigen Entwicklungsphase, gehört zur belebten Natur. Die Menschheit hingegen definiert sich selbst als die „sprechende“ Stufe, die höher als die belebte ist.

Was unterscheidet dann also den Menschen vom Tier?

[Rest des Beitrags lesen →]

„Existenziell“ – das Wort des Jahres von Dictionary.com  

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht:  Michael Laitman   vom 02.01.2020

Es freut mich zu hören, dass das Wort „existenziell“ zum Wort des Jahres von Dictionary.com wird. Dass viele Menschen das Wort in den Medien verwenden und immer mehr nach seiner Definition suchen, ist ein Zeichen des spirituellen Erwachens, dem die Menschheit unterliegt.

Die meisten Menschen, die auf existenzielle Fragen stoßen, suchen nach einem neuen Ziel oder einer neuen Identität innerhalb körperlicher Gefilde, verändern ihren Beruf, Freunde, Standort, Geschlecht oder generell alles, worin sie den größten Teil ihrer Zeit und Energie investieren. Diese Suche bezieht sich jedoch noch nicht auf den ewigen und ultimativen Sinn des Lebens, für welchen die Weisheit der Kabbala eine Antwort und Methode gewährleistet. Dennoch zeigt es eine Beschleunigung der menschlichen Entwicklung vom Körperlichen zum Spirituellen.

„Existenz“ bedeutet in der Kabbala, dass wir uns in jedem einzelnen Moment unseres Lebens fragen, warum wir leben. Auf diese Weise können wir die Richtung unseres Lebens bis zu seinem endgültigen Zweck ständig schärfen und so eine optimalere Verwirklichung von uns selbst und unserem Leben erreichen.

Wenn man nach Antworten über Sinn und Zweck des Lebens sucht, bietet die Kabbala eine Methode, den ultimativen Lebenssinn und -zweck zu entdecken, indem man die Enthüllung der ewigen und perfekten Realität, noch während des irdischen Lebens durchführt.

Wenn Menschen, die noch nicht die Stufe der ewigen Vollkommenheit erreicht haben, nach einer Veränderung oder Verbesserung im Leben suchen, können sich dieses gerne ansehen, wie die Weisheit, die das komplette Bild der Realität beschreibt, uns helfen kann, unsere Leben mit mehr Bewusstsein, Verständnis und Balance zu führen.

Was ist Ego?

Die menschliche Natur beinhaltet das Verlangen zu genießen, das Ego besitzt die Absicht, auf Kosten anderer zu genießen.

Unser Verlangen zu genießen teilt sich in individuelle, soziale und spirituelle Verlangen auf:

  • individuelle Verlangen – nach Essen, Sex, Familie und Obdach
  • Soziale Verlangen – nach Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen.
  • Spirituelles Verlangen – oder genauer gesagt, der Kern eines spirituellen Verlangens (genannt „Punkt im Herzen“), der den Sinn und Zweck des Lebens in Frage stellt. Er beginnt aufzutauchen, wenn wir in unseren individuellen und sozialen Verlangen immer weniger erfüllt werden, und kann sich zu einem vollen spirituellen Zustand entwickeln.

Das Ego wird auf der Ebene unserer sozialen Verlangen aktiviert. Beginnend mit dem Verlangen nach Geld, ist es ein Verlangen, das grundsätzlich das will, was der andere hat. 

Das Ego, d.h. die Absicht, auf Kosten anderer zu genießen, bezieht sich nicht auf unsere individuellen Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie und Obdach. Diese sind rein animalische Verlangen, die in uns wirken, um unser Überleben als Individuum und als menschliche Spezies zu gewährleisten. Ähnlich, wie es eine Kraft gibt, die an leblosen Objekten arbeitet, damit sie ihre Form beibehalten.

Das Ego wird auf der Ebene unserer sozialen Verlangen aktiviert. Beginnend mit dem Verlangen nach Geld, ist es ein Verlangen, das grundsätzlich das will, was der andere hat. 

Wenn wir die menschliche Evolution als eine Abfolge der oben genannten Verlangen betrachten, können wir sehen, wie wir in den frühen Tagen der menschlichen Evolution, d.h. in unseren „Höhlenmenschentagen“, nur gelebt und gearbeitet haben, um unsere individuellen Verlangen nach Nahrung, Sex Familie und Obdach zu befriedigen .

Nach einiger Zeit begannen wir das zu wollen, was andere hatten. Das Verlangen nach Geld drängte uns, uns voneinander abzugrenzen, unser Eigentum vom Eigentum anderer zu differenzieren und Systeme des Austauschs zwischen uns zu entwickeln. Dies ist der Beginn des Ausdrucks des Egos in der menschlichen Gesellschaft.

[Rest des Beitrags lesen →]