Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Bildung in der Kabbala

Frage: Ein Zehner ist ein Mini-Modell der Gesellschaft. Anstatt mit der ganzen Menschheit zu arbeiten, was prinzipiell unmöglich ist, haben die Kabbalisten, wie bei einem Hologramm, die kleinste Zelle genommen, in der man die Methode umsetzen kann, stimmt das?

Antwort: Vollkommen richtig.

Aussage: Kabbalisten sagen, dass auch zwei Menschen eine Mindestgesellschaft darstellen.

Antwort: Wenn es nicht anders geht, können es im Prinzip zwei Menschen sein. Erst dann beginnt der Mensch den Unterschied zwischen sich selbst und dem anderen zu spüren: wer „ich“ und wer „er“ ist. In der Tat kann man die altruistische Eigenschaft des Gebens nur dann schnell und richtig erlangen, wenn man sich in einem Zehner befindet.

Frage: In den Orginalquellen wird viel über den Zehner geschrieben. Kabbalisten haben immer auf diese Weise studiert. Gab es das Studium zu zweit praktisch nicht?

Antwort:  Am Anfang der Entstehung und Entwicklung der Kabbala war das möglich. Damals gab es besondere Seelen und Bedingungen.

Frage: Darf ein Mensch heute keinen persönlichen Kabbala-Lehrer haben? Ist es möglich, privat zu unterrichten?

Antwort: Es kann Privatlehrer geben. Als ich zusammen mit meinem Freund zu RABASH kam, gab er uns als Lehrer einen älteren Mann, einen seiner Schüler zur Seite und wir studierten beide sechs Monate lang bei ihm.

Frage:  Damals gab es so gut wie keine Menschen, welche die Kabbala lernen wollten. Ist das heute möglich?

Antwort: Nein. Ich glaube nicht, dass das überhaupt hilfreich ist. Am besten geht es in einer Gruppe. In der Kabbala ist alles so sehr an die Verbindung zwischen den Freunden gebunden, dass andere Ausbildungen nicht effektiv sind.

Frage: Und in der Anfangsphase, damit man zumindest verstehen kann, worum es geht?

Antwort: Das ist möglich. Hier kann es Privatunterricht geben. Aber das ist keine Bewegung in Richtung Ziel, sondern die Füllung mit Wissen.

Aus der Fernsehsendung „Grundlagen der Kabbala „, 20.03.2019.

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Was ist der Unterschied zwischen der Verbindung unter Frauen und den unter Männern?

Frage: Was bedeutet Verbindung und was ist der Unterschied zwischen der Verbindung von Frauen und Männern? In den letzten Jahrzehnten beschäftigen sich viele Frauen mit der Kabbala. In den vergangenen Generationen war das nicht der Fall.

Antwort: In der Tat begannen die Frauen nach der Kabbala zu streben, das ist der Ruf der Zeit. Wir begrüßen das. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen dem Anspruch einer Frau und dem eines Mannes.

Einerseits wissen wir, dass es in den vergangenen Jahrhunderten große Kabbalistinnen gab, die sich auf einer sehr hohen Stufe der spirituellen Erkenntnis des Schöpfers befanden. Wie es heißt: „Und jeder wird Mich von klein bis groß offenbaren. Mein Haus wird das Haus für alle Völker der Welt genannt werden“. Mit anderen Worten, den Schöpfer zu erreichen und sich mit ihm zu vereinen, ist nicht nur die Pflicht des Mannes, sondern auch die Pflicht der Frau.

Frauen haben dafür eine etwas andere Plattform, denn das egoistische Verlangen der Frau ist mehr auf den Fortbestand des Lebens gerichtet, auf die Familie, deshalb ist ihr Verlangen fixierter, zielgerichteter, innerlich verankert. Folglich ist es für Frauen viel schwieriger, sich untereinander in einem Zehner zu verbinden. Daher bestehen wir nicht darauf.

Offen gesagt, wissen wir noch nicht, wie wir mit der Verbindung zwischen den Frauen arbeiten sollen. Wir haben gerade damit begonnen, dieses System zu betreten. Bei den Männern ist es mehr oder weniger klar. In den wenigen Jahren, in denen wir die „Aktion“ der Verbindung in den Männer-Zehnern durchgeführt haben, haben wir Erfahrungen gesammelt, und wir haben bereits einige ziemlich ernsthafte Entwicklungen verzeichnet. Bei den Frauen wissen wir noch nicht, wie wir vorgehen sollen. Das Hauptproblem ist, dass Frauen von Männern lernen. Vor Ort unterrichten wir nur Männer, die Frauen nehmen alles über einen virtuellen Kanal, über unsere Verbindungen wahr. Was sie dabei tun, wie sie sich verbinden, ist unklar.

Wenn Männer im Zehner zusammenarbeiten, gemeinsam studieren, gemeinsam verbreiten usw., ist eine direkte Verbindung zwischen den Freunden notwendig,

Ich denke, dass für Frauen das Studium und die Verbreitung besser passt. Die Verbindung in den Gruppen spielt für sie noch keine Rolle, im Gegenteil, es kann sie behindern.

Frage: Sind Frauenseminare zur Verbindung geeignet?

Antwort: Ja, nur nicht bei der Verbindung in den Zehnern. Wir sehen, dass hier solch negative Kräfte entstehen, die eine Frau in unserer Welt noch nicht überwinden kann. Es ist durchaus möglich, dass sie mit der Zeit Erfolg haben wird, denn unsere Welt bewegt sich auf größer werdende Spaltung, Zerstörung und Entstehung von negativen Eigenschaften zu. Darüber wird sie sich erheben müssen.

Frage: Ist es für eine Frau schwieriger, sich zu verbinden, da ihr Egoismus größer ist?

Antwort: Sie hat eine andere Form des Egoismus. Er richtet sich an sie selbst, ihre Familie, ihre Kinder und so weiter. Daher ist es für sie sehr schwierig, eine andere Frau so nah an sich heranzulassen. Es gibt Trennwände zwischen ihnen, die sie nicht überwinden können. Bei den Männern ist das fast nicht vorhanden.

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“,11.03.2019

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Was schützt uns auf dem spirituellen Weg?

Frage: Ist es für einen Menschen, der sich in einem Zustand der bedingungslosen Liebe befindet nicht gefährlich, in der Gesellschaft zu sein? Wenn ein Mensch keinen Zorn, keine Wut empfindet, kann er sich nicht verteidigen. Unsere Gesellschaft setzt voraus, dass man jeden für seine eigenen Zwecke benutzt.

Antwort: Das ist nur teilweise richtig. Es gibt überall auf der Welt eine schreckliche Entwicklung des Hasses, eine absolute Ablehnung der Menschen untereinander. Ein Mensch muss sich jederzeit verteidigen können oder zum Angriff bereit sein.

Wenn wir aber über Liebe sprechen, gibt es allerdings  zwei wertvolle Eigenschaften.
Einmal die Entwickelung zur Eigenschaft der Liebe für unsere Freunde in der Gruppe. Mit ihnen wollen wir ein gemeinsames System, die „Seele“ genannt wird, schaffen. Daran sind zehn Personen beteiligt, die nur an der Entwicklung der Verbindung zwischen sich arbeiten. Der Rest der Menschheit ist nicht ihre Angelegenheit, und umgekehrt genauso.

Betrachten Sie das nicht als egoistische Handlung. Es ist so, dass man sonst keinen Erfolg haben kann. Unsere Seele besteht aus solchen Zehnern, die sich in größeren Systemen miteinander verbinden.
Zweitens, hat man einen gewissen Schutz, wenn man im Zehner arbeitet und sich verbindet. Es gibt ein gewisses Schutzfeld, welches keine Schädiger in die Nähe lässt, sie werden abgestoßen. Im Zehner gibt es keine Angst. Sie wissen, dass Sie sich in einem spirituellen Zustand befinden, der alles Böse ablehnt und deshalb gibt es nichts zu befürchten.

Aus dem Unterricht, 29.12.2019

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Blitzantworten eines Kabbalisten, 21.04.2019

Frage: Wie können wir die Freunde beeinflussen, um unsere Verbindung zu verbessern?

Antwort: Wir müssen ihnen ein Beispiel für eine gute Verbindung zeigen, das wird sie beeinflussen.

Frage: Wenn ich einen Wunsch habe, der nicht vom Lehrer erfüllt wird, wie kann er dann erfüllt werden? Muss ich dazu den Lehrer verstehen?

Antwort: Ihr könnt euch jedes Ziel setzen, alles mögliche verstehen, aber dieses Verständnis sollte im Zehner sein, dann werdet ihr durch nichts eingeschränkt und werdet keine Fehler machen. Erfasst den Lehrer, erfasst den Schöpfer – alles, was ihr möchtet – aber unbedingt im Zehner.

Frage: Woher weiß ich, ob mein aktueller Wissensstand, mit dem Stand meiner Seele übereinstimmt?

Antwort: Nein. Dein heutiger Wissensstand entspricht noch nicht der Wurzel deiner Seele. Die Wurzel aller Seelen befindet sich in der Welt von Azilut. Heute befinden wir uns nicht einmal in der Welt von BYA (Brija, Yezira, Asija). Ich hoffe das ihr noch im Laufe des Jahres fühlen werdet wie wir uns der Welt von Azilut nähern. 

Frage: Sind wir eine schlechte Kopie des Schöpfers oder sind wir Seine umgekehrte Form?

Antwort: Nein, wir sind keine schlechte Kopie, sondern eine völlig entgegengesetzte, in jeder Hinsicht verdorbene Kopie von Ihm.

Frage: Wenn ein Kabbalist diese Welt und das, was in ihr passiert betrachtet, sieht er dann darin den Kraftfluss, den Intellekt, den Gedanken des Schöpfers?

Antwort: Sicher. Er fühlt den Plan des Schöpfers, der sich allmählich in unserem Bewusstsein verwirklicht. Er erkennt, dass wir Sein Gedanke sind.

Frage: Befinden wir uns in dieser Welt „inmitten einer klaffenden Leere“?

Antwort: Je nachdem, wie man das wahrnimmt, im Prinzip ja.

Frage: Mit welchen Werkzeugen und Grundsätzen lenkt der handelnde, höhere Verstand die Welt?

Antwort: Das Werkzeug ist sehr einfach: Licht und Verlangen. Sie sind sich einander entgegengesetzt, aber das Verlangen hat die Möglichkeit, die Absicht vom Licht zu bekommen und sich dadurch dem Licht anzugleichen. Das Verlangen kann sich dann, bis zu einer vollständigen Verschmelzung, dem Licht annähern.

Frage: Wird es zu unserer Zeit das Ende der Tage geben? Wird das ein Ereignis werden?

Antwort: Das Ende der Tage wird es dann geben, wenn ihr euch über unsere Welt erhebt. Dann werdet ihr diese Welt im spirituellen Kli ohne Zeit wahrnehmen. Dies wird als „Ende der Tage“ bezeichnet.

Frage: Warum ist das Ziel der Schöpfung verborgen, nicht greifbar und von mir nicht erwünscht? Andere irdische Ziele sind nicht verborgen.

Antwort: Das Ziel der Schöpfung ist nicht vor euch verborgen. Ihr seid es selbst, die es durch eure Eigenschaften verhüllt.

Das spirituelle Ziel ist höher als das irdische Ziel. Ihr habt dafür keine entsprechenden Sinnesorgane. Aus diesem Grund wird gesagt, dass es verborgen ist. Findet die entsprechenden, ähnlichen, gleichwertigen Eigenschaften und ihr werdet das Spirituelle wahrnehmen.

Frage: Wenn es unsere Welt nicht gibt, was bedeutet dann „Ewigkeit“ im Munde eines Kabbalisten?

Antwort: Die Ewigkeit ist die Welt der Unendlichkeit, in die wir gehen, wenn wir die Stufen aller Welten hinaufsteigen. Unsere Welt existiert nicht einmal. Dies ist der scheinbare Mittelpunkt aller Welten.

Aus dem Unterricht vom 21.04.2019

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