Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung der Prinzipien\ Ratschläge aus dem Morgenunterricht 12.09.2011

Alles ist von unseren Eigenschaften abhängig, jedoch das verstehen wir nicht so ganz. Denn wir haben uns daran gewöhnt, in bestimmten Eigenschaften zu verweilen, mit denen wir aufgewachsen sind und in denen wir uns entwickelt haben und bis heute leben. Wenn wir aber wirklich unsere Eigenschaften verändern, so verändern wir unsere Wahrnehmung total. Wir nehmen eine höhere Sphäre wahr, fühlen uns, wie in Ejn Sof, über Zeit, Raum und Bewegung. Wir können in ganz anderen Bedingungen leben.

Die Fähigkeit sich zu verändern, so dass das Licht die Veränderung herbeiführt, war nur einigen Auserwählten in jeder Generation möglich, bis jetzt. Heute befinden wir uns in einem besonderen Zustand, in welchem die gesamte Menschheit die Fähigkeit erhält, sich zu verändern. Auf der einen Seite spüren wir einen starken Aussendruck, der uns dazu verpflichtet, unsere Existenz zu verändern – es geht uns immer schlechter auf der Welt, und das spornt uns an, zu suchen. Zusätzlich entwickelt sich in uns das Können, die Kraft zu steuern, die uns erschaffen hat, und das in so einem Ausmaß, dass wir es doch schaffen, uns zu verändern.

Sogar jetzt, in diesem Lebenskreislauf, in dieser Realität, können wir bereits die „Schalter“ (Knöpfe) selbst betätigen und uns in ganz anderen Dimensionen wahrnehmen.

Die Krise drückt sich in den Beziehungen zwischen Menschen aus. Die gegenseitigen Beziehungen stimmen nicht, und zwar sind sie in mangelnder Anpassung mit der Natur. Die Natur präsentiert sich uns in einer runden Form, das bedeutet, dass alle Kräfte in ihr zu einem Mechanismus verbunden sind. Dem gegenüber befinden wir uns aber in einem trennenden Zustand, und das ist die Krise – sprich: unsere Konfrontation mit der Natur.

Es gibt Menschen, die sich mit der Kabbala und der Korrektur beschäftigen, weil das ihr Wille ist. Und es wird Menschen geben, die sich mit der Korrektur beschäftigen werden, um ihre irdischen Bedürfnisse zu füllen, um zu leben und zurechtzukommen. Sowohl die einen als auch die anderen haben ihren Platz. Auf den Menschen wird nur entsprechend seines Willens eingewirkt. Die mit dem Punkt im Herzen entwickeln sich mittels der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, durch das Studium, durch die Verbreitung, und sie gehören zu G“R de Bina.

Und die anderen, die die Mehrzahl der Menschheit sind, entwickeln sich entsprechend Malchut. Aber gemeinsam verbinden sich beide zu den zehn Sefirot.

Verbreitung der Kabbala

Heute befinden wir uns in einem Zustand, der als „Geburt des Messias“- der Offenbarung der Kabbala der gesamten Welt, definiert wird. Ohne diese Methode wird es uns nicht möglich sein, weiter zu existieren.
Es gibt eine Bedingung, damit sich der Schöpfer offenbaren kann – die Verbreitung der Kabbala. Es liegt an uns, die Welt zu einem guten und schmackhaften Feeling zu führen. Das bedeutet, dass der Mensch spürt, dass es ihm an nichts mangelt, außer – an den höheren Welten.

Alles ist von der Verbreitung der Kabbala abhängig – von denjenigen, die sie verbreiten und sich dieser Arbeit hingeben, und auch von denjenigen, die einen Mangel empfinden, den sie nicht erklären können, weil sie nicht wissen, worum es bei der Kabbala überhaupt geht. Indem man verbreitet, treibt man trotzdem die Bildung der Welt vorwärts, und das hat auf alle einen indirekten Einfluss. Wenn sie deine Kinder gewesen wären, würdest du überdurchschnittliche Bemühungen leisten, um sie zum Erfolg zu bringen, und das trotz aller Schwierigkeiten.

Gerade durch die Verbreitung der gegenseitigen Bürgschaft und Rücksichtnahme kann man die Krise abwenden.

In allem gibt es eine volle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern, außer beim Studium der Kabbala. Und deshalb liegt es an uns, die weibliche Kraft in der Verbreitung von Bürgschaft, in allen Formen und Möglichkeiten, einzusetzen.

Nahrungsaufstände: Den Abgrund erreichen

Aus den Nachrichten: „Was verursacht Aufstände? Das ist keine Frage, auf die man eine einfache Antwort erwarten würde. Aber heute erklären Marco Lagi und Kollegen des New England Complex Systems Institut in Cambridge, dass sie einen einzigen Faktor gefunden haben, der Aufstände in der ganzen Welt verursacht. ‚Dieser einzige Faktor ist der Lebensmittelpreis. Lagi sagt, dass wenn er über eine bestimmte Schwelle steigt, ein sozialer Aufstand über die Erde fegen wird….

Aber das interessante an dieser Analyse ist, dass Lagi und seine Kollegen sagen, dass die hohen Lebensmittelpreise nicht zwangsläufig die Aufstände selbst auslösen, dass sie einfach die Bedingungen schaffen, in denen soziale Aufstände gedeihen können. Diese Beobachtungen gehen mit der Hypothese einher, dass globale hohe Lebensmittelpreise eine förderliche Bedingung für soziale Aufstände sind, sagen Lagi und Kollegen. Das führt zu einer einfachen Schlussfolgerung. Wenn hohe Lebensmittelpreise die Welt zu sozialen Aufständen führt, dann müsste die Senkung der Preise den Planeten stabilisieren.

Heute bleibt der Lebensmittelpreisindex über der Schwelle, aber der Langzeittrend ist immer noch darunter. Aber er steigt. Lagi und seine Kollegen sagen, dass wenn der Trend sich so weiter entwickelt, wird der Index die Schwelle wahrscheinlich im August 2013 überschreiten. Wenn ihr Modell die vorhergesagte Kraft hat, wie sie annehmen, wenn das passiert, wird die Welt zu einem Pulverfass, das auf ein Streichholz wartet.

Mein Kommentar: Nach der Kabbala geschehen alle Ereignisse in der Welt nur aus der Notwendigkeit heraus, die Menschheit zur Korrektur zu führen, zur Ähnlichkeit mit der Natur, einer Ausgeglichenheit zwischen allen. Das wird reflektiert in dem Übergang zu einer Gesellschaft des vernünftigen Konsums, wo jeder nur das verbraucht, was er auch wirklich zum Leben braucht und nicht mehr. In diesem Fall wird es genügend Ressourcen für alle geben.

Aber die Erreichung dieses Stadiums ist nur unter der Bedingung der „gegenseitigen Bürgschaft“ möglich, wo einer für alle ist und alle für einen.“ Die Kabbala beschreibt, wie eine solche Verbindung zwischen allen in der Welt erreicht werden kann. Andererseits wird die falsche Verteilung der Nahrung zu einem Weltkrieg führen.

Die undurchsichtige Wolke über der Welt

Heute fühlen wir, dass die Welt sich verändert, aber warum? Weil der Schöpfer sich enthüllt. Er nähert sich uns an, so dass wir in unserer Welt die Veränderungen empfinden. Diese Veränderungen sind gegen unseren egoistischen Wunsch gerichtet, weshalb wir sie als etwas Unverständliches wahrnehmen. Zum ersten Mal in unserem Leben gelingt es uns nicht, in diese Welt, in dieses Leben, einzutreten. Wir sind nicht in der Lage zu verstehen, was geschieht.

Normalerweise erfüllten wir diese Arbeit selbst. Aus eigenem Antrieb nahmen wir die Veränderungen vor und nicht, weil das Leben uns dazu gezwungen hat. Wir sahen einfach, dass es auf die andere Weise besser sein wird. Aber heute ist alles anders. Das Leben ändert sich, die Welt ändert sich, und wir werden verwirrt. Wir verlieren die Kontrolle über die Ereignisse und können sie nicht verstehen. Wir finden uns plötzlich in einer neuen Welt, die voll von unangenehmen Überraschungen ist, die sich täglich nur vermehren.

Wir fühlen uns völlig kraftlos, wie die Menschen, die sich verloren haben, oder wie die erschrockenen und verwirrten Kinder, die nichts wissen und nichts verstehen. Und das alles geschieht, weil die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens und der Nächstenliebe sich enthüllt, und uns wie eine Wolke bedeckt.

Diese Wolke ist leicht und undurchsichtig, und sie fällt auf uns herab, so dass wir darin die gewöhnlichen Empfindungen verlieren: die Sehkraft, den Verstand. Nichts funktioniert mehr in diesem Nebel. Wir versuchen noch ein wenig, die alten Verhaltensmuster einzusetzen, aber nicht mehr lange. Es ist egal, welche Handlungen wir erzeugen, weil diese Wolke vor uns die Ursache verhüllt und wir einfach nicht verstehen können, welche Handlungen richtig sind.

Eigentlich bedeutet dies die Annäherung des Schöpfers. Und wir sollen beginnen, uns Ihm entsprechend zu verändern. Erst dann können wir durch diese Wolke, durch diese neue Eigenschaft des Gebens und der Liebe, der Verbindung, der Vereinigung, der Gemeinsamkeit verstehen, was wir mit unserem Leben machen müssen.
Natürlich können wir irgendwie versuchen, uns dieser Wolke anzupassen. Es wird uns aber nicht gelingen, sie zu verjagen. Und je schneller sie auf uns zukommen wird, desto mehr müssen wir uns ihr anpassen.

Wenn wir uns ihr aber nicht anpassen werden, dann wird sie uns mit solchem Nebel umhüllen, dass wir gezwungen sein werden, uns mit ihr ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn die Anpassung nicht erfolgt, dann werden wir eine immer größere Kraftlosigkeit und Unfähigkeit empfinden, können nicht richtig verstehen, fühlen, reagieren, uns im Leben nicht zurechtfinden.

Man kann abwarten, bis die Lage ganz erschreckend, aussichtslos und unbestimmt wird. Dann werden die Leiden uns endlich zur Handlung anstoßen. Sie werden so groß, bis wir dann losrennen, um diesen Leiden zu entkommen, um sie zu verringern oder sie zu versüßen. Oder wir werden im Voraus beginnen, nach der Energie und der Kraft sowie nach dem Grund und der Motivation zu suchen, die uns anregen werden, gegen unsere Natur zu kämpfen und sie zu ändern, um dieser Wolke zu entsprechen.

Dann werden wir verstehen, was hier geschieht. Aus den neuen Eigenschaften werden wir die Natur der Wolke entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit verstehen und darin gedeihen können. Wir werden sie nicht negativ wahrnehmen; im Gegenteil, wir werden diese neue Kraft und neue Macht als gut und positiv empfinden können. Denn früher stand unser Leben unter der Macht vom Ego und jetzt herrscht darin die höhere Kraft.

Und in jenem Maß, in welchem wir sie verstehen, treten wir ins selbe Gebiet der Offenbarung ein und beginnen darin mit dem richtigen Verständnis und den richtigen Empfindungen zu existieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 02.09.2011

Kabbala Akademie

Es werden dringende Maßnahmen gebraucht um eine neue Rezessionsphase zu vermeiden

Meinung (Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF)) Es ist notwendig dringende Maßnahmen im Bereich der Koordination der Bemühungen in der Währungspolitik einzuleiten.

Die Entwicklungen dieses Sommers zeigen an, dass wir uns in einer gefährlichen neuen Phase befinden. Wir wissen, was auf dem Spiel steht: Die schwache Erholung droht zu entgleisen. Auf beiden Seiten des Atlantiks sammeln sich negative Einflüsse an.

Kommentar In letzter Zeit beginnen alle einander negativer Einflüssen zu beschuldigen. Solche Einflüsse sind tatsächlich vorhanden, aber es war schon immer so. Jetzt enthüllt sich einfach die Verbindung von allen in einem Netzwerk der Beziehungen und deshalb wächst die Empfindlichkeit der Handlungen anderen gegenüber. Wenn wir keine Maßnahmen für gemeinsames gegenseitiges Verständnis (gegenseitige Bürgschaft) ergreifen, lösen sich solche Beziehungen bald in einem Krieg aus.

Die kleine verlorene Welt

Frage: Was ist nötig, um sich mit den Verlangen der anderen verbinden zu können? Reicht ein bloßer Wunsch aus?

Meine Antwort: Es bedarf praktischer Handlungen für die Erklärung, damit jeder wenigstens versteht, warum es ihm schlecht geht. Es ist damit zu vergleichen, wie wir mit kleinen Kindern umgehen. Wenn ein Kind sich gestoßen hat und weint, muss ihm als erstes erklärt werden, was der Grund dafür ist, damit es nächstes Mal vorsichtiger ist.

Und danach wird erklärt, wie das Geschehene korrigiert werden kann und wie aufgrund der Erfahrung infolge dieser Fehler Erfolg erzielt werden kann.

Heute befindet sich die ganze Welt in einer solchen besonderen Situation, in der das höhere Kraftfeld – die Verbindung zwischen uns allen – offenbart wird. Und die Menschheit ist nicht dazu bereit, sie entspricht nicht dessen Eigenschaften. Aus diesem Grund ruft das sich uns offenbarende Netz das Gefühl des Zerbrechens, des Zusammenbruchs, der Krise hervor, nichts gelingt uns, nichts ist klar, alles ist verschwommen, verworren.

Und genauso wie für ein kleines verlorenes Kind muss in erster Linie erklärt werden, worin der Grund der Geschehnisse und der ganze Prozess besteht. Die einen werden früher begreifen, die anderen später, und im Großen und Ganzen wird das als Erkenntnis des Bösen bezeichnet – die erste Etappe der Korrektur. Dem Menschen wird gesagt: Schau mal an, warum es dir schlecht geht!

Und nun lasst uns schauen, was wir tun können, damit es uns gut geht. Wenn du in dem gleichen Zustand wie jetzt bleibst und keine Anstrengungen unternimmst, um dich in Übereinstimmung mit diesem Netz, das sich uns offenbart, zu bringen, wird es dir nicht gelingen, zu einem guten Leben zu gelangen.

Und hier enthüllt sich die Methode, die Wissenschaft der Kabbala, die dem Menschen erklärt, was der Grund für das Böse ist und wie man ihm entkommen kann. Allmählich beginnen wir zu verstehen, dass das von der richtigen und guten Verbindung zwischen allen Menschen abhängt – von der sogenannten gegenseitigen Bürgschaft, weil wir auf diese Weise uns selbst in Übereinstimmung mit diesem Netz bringen.

Je besser wir dazu passen, desto besser werden wir uns fühlen. Zumindest werden wir uns allmählich von einem schlechten Befinden auf ein gutes zubewegen.

Und wenn wir noch weiter vorankommen, werden wir uns möglicherweise dermaßen gut auf die Enthüllung dieses Netzes im Voraus vorbereiten, dass wir uns von einem Erfolg zum nächsten bewegen werden. Alles hängt von unserer Vorbereitung ab.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 30.08.2011

Eine unerwartete Zugabe

Kongress in Achsiv (Israel), Lektion 1

Wir sind in einer besonderen Übergangszeit, in einem besonderen Kreislauf angekommen. Baal haSulam schreibt, dass er froh ist, in einer Zeit zu leben, in der die Wissenschaft der Kabbala, die Methode der gegenseitigen Bürgschaft, den Menschen enthüllt werden darf.

Wir werden uns verbinden und der ganzen Welt zeigen müssen, wie es gemacht wird und wie wir dadurch zu einer neuen Stufe des Daseins aufsteigen, indem wir zum „Licht für die Völker“ werden. Dann werden sie den Grund für ihre Ansprüche und ihren Hass uns gegenüber verstehen. Denn diese Methode existierte in unserer Mitte jahrtausendelang, und die Kabbalisten haben angeordnet, sie bis zum Ende des 20. Jahrhunderts zu verbergen.

Jahrtausendelang versammelten sich die Kabbalisten in Gruppen und studierten die Wissenschaft der Kabbala. Nun werden sich aber breite Massen des jüdischen Volkes und die Menschen aus der ganzen Welt uns anschließen. Sie wollen die Kabbala nicht studieren und brauchen sie nicht, sie müssen nur wissen, wie die gegenseitige Verbindung in einer globalen Welt, in der alle miteinander verschmolzen und voneinander abhängig sind und in der es ohne eine korrekte Verbindung nicht mehr geht, richtig aufgebaut werden soll.

Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaftlern und Experten aus verschiedenen Ländern, die auf der Grundlage von praktischen Werten bereits verstehen, dass eine richtige Methode der gegenseitigen Verbindung gefunden werden muss. In unserer Welt kann sie jedoch nicht gefunden werden, unsere Natur ist nicht dafür bestimmt. Aus diesem Grund geben die Kabbalisten diese Methode an uns weiter, die in Bezug auf das Volk und die Welt als „gegenseitige Bürgschaft“ bezeichnet wird.

Wir brauchen keine hohen Materien, keine spirituellen Welten – wir müssen uns nur richtig verbinden, um das Leben in der gesamten Welt in Ordnung zu bringen. Und dann, neben dem guten materiellen Leben, werden wir plötzlich einen wunderbaren „Zusatz“ entdecken – das Gefühl der Ewigkeit, der Vollkommenheit, die in der Natur enthalten ist.

Wenn wir aus der Kraft des Empfangens, in deren Rahmen wir bis jetzt agiert haben, der Kraft des Gebens und der gegenseitigen Verbindung entgegentreten, werden wir die Natur außerhalb von uns wahrnehmen und das Leben in der menschlichen Dimension, in der Übereinstimmung mit der vollkommenen Natur führen. Und dann werden wir das finden, wovon wir noch nicht einmal zu träumen gewagt haben, – die ewige, vollkommene Welt.

In diesem Fall, selbst wenn wir uns von unserem Körper trennen, werden wir die Wahrnehmung, die Empfindung behalten, die wir durch die gegenseitige Bürgschaft und die Verbindung zwischen uns erlangt haben. Wir werden nicht mehr in den Empfindungen des physischen Körpers, sondern in der neuerworbenen Empfindung der Seele existieren und zum nächsten Lebensabschnitt übergehen.

Die Rede ist also nicht von der Krise, sondern von dem besonderen Moment eines wunderbaren Aufstiegs. Genauso muss unsere Zeit auch verstanden werden – als besonders, vielversprechend, einfach wunderbar. Es muss nur die Arbeit mit der doppelten Funktion durchgeführt werden: wenn jemand von der Wissenschaft der Kabbala angezogen wird, muss er an sich selbst arbeiten, wenn er aber lediglich das Leben verbessern möchte, reicht es für ihn, sich der gegenseitigen Bürgschaft zuzuwenden.

Das ist der Grund, warum wir uns heute auf Geheiß der Zeit an das Volk und die ganze Welt mit der Erklärung wenden, was die gegenseitige Bürgschaft bedeutet, die die globale Krise, die sich jeden Tag immer klarer der Welt offenbart, von uns fordert.

Aus der ersten Lektion des Kongresses in Achsiv, 01.09.2011

Sich bis zu einem gewissen Punkt einschränken

Frage: Was meinen wir mit „Einheit“, wenn wir die Welt ansprechen?

Meine Antwort: Sich entsprechend der Ausssage „Gegenseitige Bürgschaft“ zu verbinden bedeutet, wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein. Wir gehen durch zwei Phasen, um Herzen zu einem zu vereinen, alle Verlangen in einem Verlangen zu einigen, so wie es vorher war, vor dem Zerbrechen der Kelim.

In der ersten Phase neutralisieren wir den Willen um des Empfangens willen und verwirklichen dabei die Bedingung von Chafez Chessed, die lautet: „Tue keinem anderen an, was dir selbst verhaßt ist“. Aufgrund dessen urteile ich über niemanden mehr, wie gut oder schlecht er ist, inwieweit ich ihn ausnutzen, kontrollieren oder betrügen kann.

Ich ersuche auch keinen Vorteil mehr von der Welt, ich will einfach nichts mehr. Sobald ich die gesamte Größe und Tücke meines Übels erkannt habe, welches mich dazu bringt, anderen immer zu schaden, sehne ich mich danach, den Einsatz meiner Verlangen maximal klein zu halten. Ich möchte nur Dinge, ohne die ich nicht auskommen kann, das Allernotwendigste, und hoffe, dass ich dann die Eigenschaft des Gebens erreiche.

Ich möchte ein Punkt werden, wie Malchut, die in Bina eingeschlossen ist. Nur ein Punkt. Es ist, als ob ich nicht existiere. Mein „ich“ ist in Bina eingeschlossen und ihr ergeben, wie ein Samentropfen im Mutterleib.

Ab jetzt bin ich nur ein Tropfen, der nicht aus eigener Kraft existiert, sondern wegen des Oberen.

Dies ist die erste Phase, in der unsere Herzen noch nicht vereint sind, doch stoßen sie sich auch noch nicht gegenseitig ab. In der nächsten Phase nähern sie sich, wie geschrieben steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Von ganzem Herzen (ich habe kein anderes Werkzeug) untersuche ich das Herz meines Freundes und sehe, wieweit ich ihn erfüllen und von ihm empfangen kann. Mein Herz arbeitet vollkommen darauf hin, seinem Herzen zu dienen und es zu erfüllen, und er behandelt mich ebenso. Dies ist die Einheit, die wir erreichen, wenn wir das Prinzip von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ durchführen, und dabei wie ein Mensch mit einem Herzen werden.

Auszug aus dem 5. Teil der Täglichen Kabbala Lektion, 27-7-2011, Der Friede.

Die gegenseitige Bürgschaft

DIE BEWEGUNG „АRWUT“

Broschüre 1

Das Volk ist bereit für die gegenseitige Bürgschaft

1. „Wir“

„Wir“ sind ein Volk, das sich mit den Banden der gegenseitigen Sorge verbinden soll, in der Empfindung der gegenseitigen Wärme und der Liebe, wie in einer Familie.

„Wir“ sind all diejenigen, die davon überzeugt sind, dass die Einheit des Volkes das Wichtigste ist. Wichtiger als die engen Parteibeziehungen und das persönliche Wohl.

Sind wir naiv? Absolut nicht.

Es ist uns klar, dass es Zeit braucht, um die Einheit zu erreichen, nach der wir streben. Aber uns ist auch klar, dass wir jetzt agieren müssen.

Deshalb wurde die Bewegung „Die Gegenseitige Bürgschaft“ gegründet, welche eine öffentliche, nicht politische Bewegung ist, die allen offen steht.

Unser Ziel ist, die gegenseitige Bürgschaft zum zentralen Thema der Diskussion in der Gesellschaft zu machen.

„Die gegenseitige Bürgschaft“ sind nicht nur schöne Worte.
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist der einzige Weg, unser Lieblingsland zum Blühen zu bringen..
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist die einzige Möglichkeit,uns in der globalen Welt zurechtzufinden.

Die Bewegung „Die gegenseitige Bürgschaft“ existiert schon seit 20 Jahren, aber wir leben und atmen diese Werte schon Tausend Jahre lang. Die Werte, die unser Volk geprägt haben, sind: die Einheit, die Brüderschaft und die gegenseitige Fürsorge. Bereits zwanzig Jahre lang beginnt und endet jedes unser Gespräche, jede Vorlesung, jedes Treffen mit dem Wort „Bürgschaft„.

Noch vor zwanzig Jahren waren wir einsam, und unsere Stimme war kaum hörbar. Aber schon heute zählt unsere Bewegung Zehntausende Teilnehmer in Israel und mehr als zwei Millionen in der ganzen Welt.

Wir sind die Einwanderer aus den östlichen und westlichen Ländern, die Einheimischen Israels, die Repatrianten, die bürgerlichen und religiösen, die Studenten und die Professoren, die Reichen und die Armen.
Diese Situation ist nicht zufällig. Mit den Jahren beginnen immer mehr und mehr Menschen die Macht und die Lebenskraft zu offenbaren, die im Wort „Bürgschaft“ verborgen ist. Und sie soll für alle wichtig werden.

Warum?

Weil uns die Wirklichkeit verpflichtet
Die heutige Wirklichkeit ist:

– Hunderte von Reportagen
– Dutzende wissenschaftlicher Artikel
– Die unzähligen Sprüche der Politiker
– Und ein Schreiben, das sie alle durchbohrt: „In der Epoche der Globalisierung befinden wir uns in einem Boot“.

Die heutige Wirklichkeit ist eine globale Welt.

Eine Krise ersetzt die andere, alle unsere Versuche von der Verantwortung zu flüchten, werden scheitern, wir werden ohne die normale Verbindung zwischen uns, innerhalb des Volkes, innerhalb der ganzen Welt nicht auskommen können. Wir werden es einfach nicht schaffen.

Wir können sowohl „dafür“ als auch „dagegen“ sein, aber wir schwimmen in gleichem Boot.
Und dieses Boot beginnt, sich mit Wasser anzufüllen.

Und darin gibt es ein Loch, das sich ständig vergrößert.

Die Spaltung in der Gesellschaft

Niemand ist an der Spaltung zwischen uns schuldig, wir haben sie zusammen erschaffen.
Von Tag zu Tag wird unser gemeines Boot immer mehr mit Wasser überflutet.

Wenn es untergehen wird, dann wird es uns alle in die Tiefe reißen:
– sowohl diejenigen, die sich in den prächtigen Kabinen der ersten Klasse erholen
– als auch diejenigen, die sich in den engen Personenkabinen befinden
– und die Menschen in den Schlafsäcken an Deck
– und auch diejenigen, die am Ruder stehen.
Uns alle.

Uns erscheint es noch nicht so furchtbar, dass wir dem heutigen Zustand immer noch keine große Bedeutung beilegen.

Aber in unserem Inneren empfinden wir schon, dass wir verpflichtet sind, dieses Loch zu schließen. Wir sind einfach verpflichtet dazu.

Und wir sind fähig, es zusammen zu machen. Ausgehend vom beiderseitigen Einverständnis und dem gegenseitigen Verständnis.

Mit dieser Botschaft kommt die Bewegung „die gegenseitige Bürgschaft“ ans Licht. Warum? Weil die Zeit für die Bürgschaft gekommen ist.

2. Die Zeit für die Bürgschaft ist gekommen

Die Bürgschaft ist eine praktische Lösung und keine abstrakte Idee.

Jeder von uns hat das Recht auf ein würdiges und sicheres Leben.
Aber wir können es niemals ohne Bürgschaft erreichen.

Warum?

Weil, obwohl die Forderungen des Volkes rechtmäßig und unverzüglich sind, diese Forderungen nur die Symptome sind.

Die brennende Wunde ist eine Spaltung in der Gesellschaft, die Gleichgültigkeit dem Nächsten gegenüber. Es ist das Loch, das im Boden unseres gemeinen Schiffes klafft, und dessen Beseitigung sollte unsere wichtigste Aufgabe sein.

Die Übertragung von Geldern von den Reichen an die armen Menschen aus dem Budget für den Bau der Wohnhäuser, indirekte Besteuerung mit der direkten auszutauschen, sowie eine Regierung mit einer anderen zu ersetzen – das alles sind Versuche, die Symptome zu beeinflussen.

Eine andere Verwendung der Gelder bringt das Boot zum Schaukeln. Aber das Wasser setzt die Überflutung fort.

Ja, man muss sich auch mit den lebensnotwendigen Problemen beschäftigen, andernfalls können wir nicht an den morgigen Tag denken. Aber parallel dazu darf man nicht vergessen, dass die wahrhafte Lösung der wirtschaftlichen, sozialen Probleme, sowie der Probleme unserer Existenz nur durch die Bürgschaft gewährleistet ist.

Was ist die gegenseitige Bürgschaft?

Die gegenseitige Bürgschaft ist eine innere Sicherheit.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann werden die Schwachen nicht unterdrückt. Weil die Bürgschaft gegenseitige Verantwortung bedeutet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich eine Arbeit habe, die einen würdigen Verdienst gewährleistet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann verletzt niemand seinen Nächsten.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann gibt es keinen Platz für überschüssigen Konsum, während es meinem Nächsten an Brot fehlt.
Wenn es zwischen uns die Bürgschaft gibt, entzieht sich der Mensch nicht den Steuern, denn dadurch wird ein Stück vom gemeinsamen Kuchen gestohlen.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann wird die Wohnungsmiete nicht übermäßig hoch angesetzt. Denn auf diese Art und Weise geht man nicht einmal mit dem eigenen Kind um.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann kann der Mensch ohne das Glück des anderen nicht glücklich sein.

Die gegenseitige Bürgschaft gilt dann, wenn ich aufhören kann, mich um das Existenzielle zu sorgen und ich mich von der Selbstsorge befreien kann. Wie? Weil sich alle um mich sorgen. Und ich kümmere mich um sie. Genauso,, wie es in der Familie üblich ist.

3. Was sollte man tun?
Dringende Handlungen

Wir müssen für das Existenzielle bei allen Menschen sorgen. Wie? Wie in einer Familie. Wir müssen uns an den runden Tisch setzen, die Vertreter des Volkes, die Politiker, die Ökonomen, die Soziologen, um gemeinsam zu entscheiden, was für unsere große Familie am besten ist. Der Staat hat sein eigenes Einkommen mit eigenen Ausgaben.

Lassen Sie uns daran denken, wie diese richtig unter allen zu verteilen sind. Und die Verteilung soll offen vorliegen.

Wie kann man die Lösung finden?

Noch einmal: wie es in der Familie üblich ist. In der liebevollen und sorgsamen Familie, in der man sogar ohne einverstanden zu sein, für das Wohl der Familie handelt. Angenommen, einer ist der Faulenzer, der andere hat einen brillanten Verstand, der dritte ist ehrgeizig. Wir sind verschieden, aber trotzdem bemüht, jedem das Notwendige zu gewährleisten. Gibt es die Familienmitglieder, welche benachteiligt sind? Dann sollte man sich um sie am ehesten sorgen.

Unser Ziel ist nicht ein wirksames Wirtschaftsprogramm, sondern nur die richtige Herangehensweise ans Problem.

Wenn wir jede unserer Handlung mit dem Gedanken über die Einheit beginnen und beenden werden, dann können wir alles erreichen.

Wir gehen an die Wurzel:

– Wir sollten die uns umgebende Gesellschaft verändern
– Die unzählige Anzahl der Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften beweist: die Gesellschaft bestimmt die Skala der Werte des Menschen.

Die Gesellschaft bestimmt:

– was gekauft wird
– unser Aussehen
– unser Benehmen
– woran gedacht wird

Der beste Beweis dafür sind die Geschehnisse in Israel in den letzten Wochen.
Plötzlich haben allen begonnen, über die soziale Gerechtigkeit zu sprechen.
Die Menschen in den Zelten auf dem Boulevard Rotschild haben dieses Feuer angezündet.
Aber wer entfacht die Flamme wieder?

Die Massenmedien

Deshalb ist es in der ersten Etappe notwendig, Veränderungen in den Programmen der Massenmedien zu bestreben.
Heute besteht keine Notwendigkeit mehr an Shows und Unterhaltungssendungen, welche das Ego aufblasen. Man kann genauso attraktive Programme organisieren, die mit der Liebe und Sorge um den Nächsten ausgefüllt sind.

Die heutigen Massenmedien sind veraltet.

Die Massenmedien, die auf Zuschauerzahlen basieren, vom Gewinn und Verlust abhängen, zeigen uns nur die inhaltlosen und leeren Werte .

Wir brauchen neue Massenmedien.

Massenmedien, die uns zeigen werden, dass das Ego niemals siegt und nur verliert.
Die Massenmedien, welche illustrieren, dass wir untereinander verbunden sind, obwohl wir uns dieser Einheit nicht bewußt sind.

Die Massenmedien sollten zu einer Umgebung werden, die uns verbindet.
Ständig, ununterbrochen!

Das Internet

Heute ist das Internet wichtiger als die Massenmedien.

Seine Kraft steckt in der Verbindung, welche es zwischen Milliarden von Menschen geschaffen hat.

Auf allen Platformen, die im Netz verfügbar sind, sei es Facebook, Youtube,oder Twitter sollten wir frei und aufrichtig die Wege der Realisation der Bürgschaft, die Natur des Menschen, die Lage in der Welt, das Wesen des Problems und dessen Lösung besprechen.

Das Internet erlaubt uns, uns über die äußerlichen Unterschiede hinweg zu heben, welche uns voneinander trennen, und kann zu jener Umgebung werden, in der wir uns gemeinsam erziehen.

Und wenn wir schon über die Erziehung sprechen…

Die Revolution in der Erziehung

Unsere heißgeliebten Kinder wachsen in einer unannehmbaren Realität auf.

Offene Gewalt, Gleichgültigkeit und gegenseitige Verachtung, Entfremdung und Ungläubigkeit füllen ihre Umgebung aus.

Und wir können sie nicht retten.
Die Erziehung unserer Kinder ist unsere vorrangige Pflicht, und ihre Früchte stellen die einzige Hoffnung für alle dar.

Deshalb sollte nicht die bloße Aneignung von Wissen zur wahrhaften Aufgabe des Erziehungssystem werden, sondern eine realitätsgerechte Bildung des Menschen.

Des Menschen, der über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, mit der komplizierten Realität zurechtzukommen, die ihn nach Abschluss des Studiums erwartet.

Das System ist daran nicht schuldig.

Das Problem liegt nicht in der Abwesenheit finanzieller Hilfe für die Lehrer und nicht in der Rastlosigkeit der Kinder. Hier gibt es das gleiche Problem des Herangehens, wie es in den Massenmedien und auf allen anderen Gebieten vorhanden ist.

Weil sich die Schulen, welche die Aufgabe haben, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, von der Zeiten der industriellen Revolution nicht getrennt und verändert haben.
Aber die Welt hat sich verändert. Das ist heute jedem klar…

Die Welt zu korrigieren bedeutet, die Erziehung zu verbessern.

Die Methodik solcher Veränderungen existiert. Wir als die Urheber der Bewegung „Bürgschaft“, haben sie seit Jahren ausgearbeitet. Es ist nicht die nächste „Reform“, sondern die reale Veränderung in der Konzeption.

Vom ermüdeten Lehrer, der sich vor unbotmäßige Schüler stellt zum Erzieher mit Glanz in den Augen, der im Kreis zusammen mit den Kindern – Freunden sitzt. Nach dieser Methodik bilden die älteren Schüler der jüngeren aus, in ihrer Grundlage liegen das persönliche Beispiel und die Lehrnspiele, sie gibt den Kindern die für das Leben notwendigen Fertigkeiten.

Es ist die Methodik, die das Leben mit den Hoffnungen und mit den Freuden ausfüllt. Ihrer ausführlichen Beschreibung wird die die separate Broschüre gewidmet sein

4. WIR

Wir waren lange einsam. Wir haben schon vergessen, was es bedeutet, einander in die Augen zu schauen. Wir haben uns nach der Bürgschaft gesehnt. Haben uns sehr stark danach gesehnt.

Wenn wir jeden einzelnen Menschen im Land mit der Bürgschaft umgeben, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umgibt, dann wird jeder von uns die Wärme und die Sicherheit fühlen, die das Kind von der Mutter bekommt. Diese Sicherheit wird uns zulassen, sich nicht um das eigene Wohl zu sorgen. Dann können wir sie an die anderen Menschen geben. An alle.

So werden wir die Liebe in unser Haus zurückholen.

Für immer.

Was uns fehlt ist Liebe

Unsere Welt ist global geworden. Das universelle Gesetz der Natur ist ein globales Gesetz. Global bedeutet „rund“ – wie die Erde.

Wir Menschen sind innerhalb eines Systems miteinander verbunden und voneinander abhängig, ob wir das nun wahrhaben wollen, oder nicht. Daher liegt in der Konfrontation keine Lösung; eine Ordnung sollte angestrebt werden, in der die Menschen fürsorgliche Beziehungen zueinander pflegen und achtsam miteinander umgehen – ein Art Bürgschaft. Doch was verstehen wir darunter? Wenn ich für dich und du für mich unterschreibst, und jeder für jeden einsteht. Und das auf der ganzen Welt.

Wir bewegen uns in rasendem Tempo darauf zu. Wir erkennen das an der Geschwindigkeit, wie sich die Dinge verändern. Und diese Gangart wird sich weiter steigern. Schon bald wird klar werden, dass ein Art Bürgschaft allen Ländern bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme helfen wird. Dazu kommt, dass Gespräche aller Interessenspartner an einem runden Tisch auch eine innere, emotionale Zufriedenheit mit sich bringen wird.

Gegenseitiger Respekt wird sich unter den Menschen einstellen, denn man wird im Kleinen die Wichtigkeit der Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen verstehen. Eine Welle der Wärme wird sich in unserem Inneren ausbreiten; die Menschen werden sich wieder sicherer fühlen, weil sie gemeinsam Entscheidungen für die Zukunft treffen. Auf diese Weise offenbart sich auch die höhere Kraft, die der Einheit innewohnt.

Schon bald wird die ganze Menschheit dies erkennen, denn in Wahrheit wollen alle Demonstranten und Aufwiegler nur eines: Die Liebe. Sie sind sich dieses Wunsches nur nicht bewusst und können ihn daher nicht richtig ausdrücken.

Das ganze Volk am Runden Tisch

Wenn wir wollen, dass alle unsere Programme langfristig wirken, dann müssen sie nach folgendem Kriterium geprüft werden: Betrachtet das Programm unsere Gesellschaft als eine Familie?

Nur so können wir alle Probleme lösen und nur so können wir die Entscheidungen treffen. Sonst sind die Entscheidungen, die unter Einwirkung der Kraft und von Manipulationen getroffen werden, grundlos und kurzfristig.

Es klingt so, als ob das von der Politik und von all den Regierungsmitteln, wie Macht und Geld, weit entfernt wäre, aber dennoch haben wir keine andere Wahl, und das gesamte Volk soll die Entscheidungen treffen.
Ist die soziale Gerechtigkeit einfach ein schönes Wort? Was ist sie wirklich? Sie ist ein globales und integrales Vorgehen, ohne welches heute kein Staat und keine Gemeinschaft die positiven Veränderungen erreichen kann.

Wir alle müssen verstehen, dass es keine andere Problemlösung gibt und wir in unserer evolutionären Entwicklung zur globalen und gegenseitigen Abhängigkeit gekommen sind, die uns zwingt, dass jeder Einzelne an den Diskussionen und Entscheidungen teilnimmt. Sie sollen auf der Basis des gegenseitigen Nachgebens und der gegenseitigen Hilfe beruhen, denn der Staatskuchen, den wir untereinander verteilen, ist endlich. Jeder muss verstehen, dass kein einzelnes Volk 100% des Gewünschten bekommen kann und deshalb nachgeben muss.

Und wenn der Geist der gegenseitigen Bürgschaft und der Harmonie unter uns herrschen wird, dann werden wir begreifen, dass wir nur auf diesem Wege vorankommen können. Es wird das Gesellschaftsklima verbessern, und die Entscheidungen werden in der Atmosphäre des Mitgefühls und der Liebe getroffen. Eine solche Entscheidungsform wird die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen allen Gesellschaftskreisen verbessern.

Selbstverständlich steckt hier viel mehr als nur die Verbesserung der gegenseitigen Verhältnisse. Wenn sich alle an den „Runden Tisch“ setzen werden und jeder, der für sich alles verlangt, die anderen berücksichtigt und bereit sein wird, auf einen Teil seiner berechtigten Forderung zu verzichten, dann kommen wir zum Konsens unter dem Volk, und es wird sich dann vereinigen.

Damit gehen alle Parteien und alle Völkerschichten ins integrale Netz über, in dem das ganze Volk verbunden ist. Auf diese Weise können wir jene integrale Kraft enthüllen, die uns auf die nächste Stufe unseres Bewusstseins und unserer Existenz bringen kann.