Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bina'

Die wahre Bedeutung von “Du sollst nicht stehlen!”

Diebstahl“ bedeutet in der Spiritualität, dass du ein Verlangen in dir enthüllst, das du für das Geben verwenden kannst (dass du zu Bina aufsteigen kannst), aber anstatt dies zu tun, du es für dich selbst verwendest. Das nennt sich „Diebstahl“ oder „stehlen“.

Eine Person muss die Eigenschaft des Gebens in all ihren 613 Verlangen erreichen. Ansonsten ist sie ein Dieb. Deshalb gibt es das Gebot, das besagt, „Du sollst nicht stehlen!“

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Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Drei Fragen, die ich über die Korrektur der Welt erhielt:

Frage: Manchmal haben auch begeisterte Anhänger der Kabbala und Studenten von Bnei Baruch einfache, aber grundlegende Fragen, die notwendig für die weitere Entwicklung und das Verständnis sind. Meine Frage lautet: Es heißt, dass wir mit Hilfe der Weisheit der Kabbala die Welt korrigieren können. Aber warum sollten wir diese Welt überhaupt korrigieren?

Meine Antwort: Weil die Welt nicht unabhängig oder außerhalb von Ihnen existiert, sondern nur in Ihrem Inneren, und ihre Existenz hängt von Ihren Eigenschaften ab. Indem Sie folglich die Welt korrigieren, korrigieren Sie Ihre Eigenschaften.

Frage: Die Korrektur kann nur durch die Menschen in der Welt herbeigeführt werde, in denen bereits der Punkt im Herzen erwacht ist, auch wenn diese selbst noch nicht korrigiert sind. Stimmt es, dass Menschen mit einem Punkt im Herzen die Korrektur erlangen werden und vom Schöpfer die Eigenschaft von Bina, was die Eigenschaft des Gebens im Bezug auf die ganze Welt ist, erhalten werden, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen? Die Welt andererseits hat die Eigenschaft von Malchut, das Empfangen, und kann sich nicht selbst korrigieren. Somit können nur die Menschen mit der Eigenschaft von Bina, jene mit dem Punkt im Herzen, die Korrektur der Welt bewirken – Bnei Baruch.

Meine Antwort: Da liegen Sie absolut richtig!

Frage: Gibt es eine kritische Masse an Studenten der Kabbala, die erreicht werden muss, um für eine positive Veränderung in der Welt zu sorgen?

Meine Antwort: Du bist die kritische Masse!

 

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Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Ägypten und die Schlange sind Ihr Egoismus


Fragen, die ich über die Interpretation kabbalistischer Ausdrücke und Phrasen erhielt:

Frage: Was ist die Shechina?

Meine Antwort: Es ist das Verlangen, den Schöpfer zu enthüllen und wenn das Verlangen vollständig ist, dann wird der Schöpfer in ihm enthüllt. Der Schöpfer wird „Shochen“ genannt – der, der diese Sehnsucht erfüllt.

Frage: Was ist die Erkenntnis des Bösen?

Meine Antwort: Das ist, wenn Sie Ihren eigenen Egoismus kennenlernen!

Frage: Ist leiden dasselbe, wie in der Realisierung der Reshimot zurückzufallen?

Meine Antwort: Ja!

Frage: Können wir uns den menschlichen Entwicklungsweg als einen vergegenwärtigen, der bereits fertiggestellt ist, als gepflasterte Route vom Punkt des „Adam“ zum Punkt des „Schöpfers“?

Meine Antwort: Das ist absolut korrekt!

Frage: Wie verstehen Sie diesen Vers: „Rabbi Shimon sagte: ´Töte die besten der Ägypter und spalte den Kopf der besten Schlange.´“?

Meine Antwort: Ägypten und die Schlange sind Ihr Egoismus.

Frage: Was ist die kabbalistische Bedeutung des Verses: „Das Junge einer Ziege sollst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen.“?

Meine Antwort: Vermische den sich entwickelnden Egoismus (die junge Ziege) nicht mit dem Schenken (die Qualität von „Bina„, Milch). Wenn Sie das tun, werden Sie nicht nur den korrigierten Egoismus verfehlen, sondern den Egoismus der Qualität des Schenkens (Bina) noch schuldiger machen: Sie werden „Schenken um des Empfangens willen“ anstatt „Empfangen um des Schenkens willen“.

Frage: Können wir sagen, dass unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere Engel sind? Sie sind wie Engel (spirituelle Kräfte, die uns beeinflussen), weil sie keinen freien Willen haben.

Meine Antwort: Das ist richtig!

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Blog-post: Warum empfinden wir Leiden?
Blog-post: Engel in der Kabbala
Shamati #2: Göttlichkeit im Exil
Shamati #86: Und man setzte Vronfögte über sie…

Hilfe macht die Welt zu einem besseren Platz


Zwei Fragen, die ich von Studenten rund um die Welt erhielt:

Frage: Hier in Afrika wollen Menschen nicht wirklich wissen, was über unserer Welt liegt, aber schon seit ich jung war, war ich immer fasziniert von der Welt und ich wollte immer die ganze Wahrheit herausfinden. In letzter Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie ich Menschen helfen kann, ihre Wege zu ändern und ihrem Leben Sinn zu geben. Ich begann, anderen über Güte und die Verschmelzung mit dem Allmächtigen zu erzählen und ich fand viel Genuss in dem, was ich für andere tat. Für gewöhnlich wartete ich auf eine Belohnung für meine Handlungen, aber das möchte ich jetzt nicht mehr. Mein größter Wunsch ist, dass wir uns alle stärker an Gott angleichen. Ich entdecke mich selbst betend und Gott sagend, dass ich anstatt mit Abraham im Himmel zu sein, lieber hier auf Erden sein möchte, bis der letzte von uns mit uns ist.
Warum fühle ich mich für die Welt verantwortlich? Warum hängt mein Glück vom Wohlergehen der anderen ab? Ist das ein Zeichen des Schöpfers oder ist es nur Wunschdenken? Bitte erzählen Sie etwas über diesen Gemütszustand. Danke im Voraus für Ihre Hilfe. Alhain Kadima

Meine Antwort: Sie haben lediglich ein neues Verlangen in sich enthüllt: einen Verlangen nach Schenkung, nach dem Schöpfer – ein Verlangen, das andere nicht haben. Sie sollten ihn realisieren, dann werden Sie der Welt und sich selbst ein großes Geschenk machen!

Frage: Ich bin ein neuer Student und ich möchte Ihnen folgende Frage stellen. Kann man sagen, dass wir nur zur Erkenntnis und zur wahren Vision der Wirklichkeit (Chochma) gelangen, so wie wir zu einem bestimmten Maße in der Lage sind, diese Wahrheit anderen zu übermitteln (Bina)? Heißt das, daß wir die Struktur des Gesetzes der Liebe nur erkennen, so wie wir sie in allen Aspekten des Lebens wahrnehmen? Ich danke Ihnen. Tiago

Meine Antwort: Ja, durch Schenkung an andere erbauen wir ein kollektives Verlangen, in welchem wir dann die eine und einzige Kraft in der Welt erkennen – den Schöpfer.

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Blog-post: Der Machsom ist überall der gleiche – sogar in Japan

Das Fundament der Weisheit der Kabbala


Frage: Ich versuche, den Widerspruch zwischen der Phrase „Glaube über dem Verstand“ und Ihrer wiederkehrenden Aussage, dass die Kabbala sich nicht auf Glauben gründet, sondern auf Empfindungen und präzises Wissen, unter einen Hut zu bringen.

Heißt „Glaube über Verstand“, dass ich, anstatt blind etwas zu glauben, das mir erzählt wurde, selbst entscheiden darf, ob ich das Erzählte für wahr oder falsch befinde?

Antwort: Der erste Mensch, der dies fühlte, war Adam (siehe auch Baal HaSulams Artikel „Das Geheimnis der Weisheit“ im Buch Früchte der Weisheit, hebr.). Der jüdische Kalender beginnt an diesem Tag – dem ersten Tag des Monats Tishrey im Jahre 0 (vor 5768 Jahren).

In den auf Adam folgenden Generationen gab es weitere, die den Schöpfer enthüllten, doch die Kabbala, wie wir sie heute kennen, entstand 20 Generationen später im alten Babylon (vor 4000 Jahren). Ein babylonischer Priester namens Abraham „entdeckte“ die kabbalistischen Prinzipien und schrieb sie im „Buch der Schöpfung“ nieder. Er versammelte auch Gleichgesinnte um sich und bildete mit ihnen die erste kabbalistische Gruppe. Seine Anhänger – physische und spirituelle Söhne (damals wurden die Menschen nach dem Anführer des Stammes genannt) entwickelten sich weiter spirituell fort. Solange bis sie durch einen spirituellen Abstieg die Empfindung des Schöpfers verloren und die Empfindung unserer Welt bekamen (als Ergebnis wurde der Zweite Tempel vor 2000 Jahren zerstört).

Danach fielen auch alle Definitionen und Namen, die vorher benutzt wurden, und die Sprache im Allgemeinen (Hebräisch) vom ehemaligen spirituellen Niveau auf das weltliche Niveau. Dieselben Worte wurden an Dingen festgemacht, die man sehen, hören und verstehen konnte. Die Worte erhielten sozusagen eine körperlich weltliche Bedeutung und verloren die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Seit damals werden kabbalistische Texte mit denselben Buchstaben und Worten geschrieben, doch alles hängt von der Person ab, von der sie gelesen werden – entweder handelt es sich um jemand, der sich auf einer spirituellen Stufe befindet oder eben „nur“ auf einer körperlich weltlichen.

„Glaube über Verstand“ beschreibt folgende Voraussetzung: Das Verlangen (die Eigenschaft) zu geben (Bina, Chafez Chessed, das Licht Chassadim) steht über dem Verlangen zu empfangen – auch Wissen genannte, denn darin empfängt man das Licht der Weisheit – Chochma.

Für Menschen, die die Höhere Welt nicht wahrnehmen, ist das Wort „Glaube“ gleichbedeutend mit an etwas zu „glauben“, das vielleicht existiert – vielleicht aber auch nicht, etwas, was man nicht fühlen kann. Die Kabbala spricht aber nicht von dieser Art zu „glauben“, denn sie bemüht sich ausschließlich darum, den Schöpfer für die Menschheit in dieser Welt zu enthüllen! (siehe Baal HaSulams Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala)

Wenn Sie also beim Lesen kabbalistischer Texte die Wahrheit verstehen wollen, müssen Sie das Gelesene von einer körperlich weltlichen auf eine spirituelle Stufe „übersetzen“. Dann werden Sie sich nicht wie all die religiösen Menschen verwirren, die kabbalistische Texte (Tora, Talmud usw.) nur auf einem „materiellen“ Niveau interpretieren. Eigentlich ist das die grundlegende Quelle aller Missinterpretationen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Geheimnis, die Weisheit zu erreichen“ schreibt Baal HaSulam: „Die Erkenntnis des gesamten Universums in seiner ganzen Tiefe und alle Beziehungen seiner Einzelteile wurden von Adam vollständig verstanden.“ Daher nennen wir ihn den „Ersten Menschen“ – denn er war der erste, der die Stufe „Mensch“ – Adam in Hebräisch – erreicht hat. Adam bedeutet „im Bildnis des Schöpfers“.

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Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
 

Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Eine Frage, die ich erhielt: Durch die Verbreitung der Kabbala stiegst Du spirituell auf und ermöglichtest Rabash, noch höher aufzusteigen. Deshalb tat Rabash während seines Lebens alles, um sicherzustellen, dass Du damit fortfahren würdest, die Kabbala zu verbreiten, wenn er einmal gegangen ist – dies war der Zweck seines Lebens. Vor seinem Tode beauftragte Rabash Dich, die Verbreitung der Kabbala fortzuführen. Spielt Deine heutige Verbreitung der Kabbala irgendeine Rolle im Leben Rabashs nach seinem Tode?

Meine Antwort: Alle Seelen sind vollständig untereinander verbunden. Selbst in unserer Welt enthüllen Studien schon, dass jeder einzelne von uns jeden anderen zu einem Sechstel kennt. Baal HaSulam erklärt, dass alle Seelen in unserer Welt über einen Zeitraum von 6.000 Jahren in Form eines Parzuf korrigiert wird.

  • Zuerst, während der ersten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Chabad, durch das Licht von Nefesch korrigiert;
  • Als Nächstes, während der zweiten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Hagat, durch das Licht von Ruach korrigiert;
  • Als letztes, während der letzten 2.000 Jahre (und wir leben am Ende dieser Periode), wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim NHY, durch das Licht von Neschama korrigiert.

Indem wir uns selbst korrigieren, empfangen wir das geringste Licht – Nefesch, jedoch durch die Korrektur in den ersten Seelen (den Vorvätern, den großen Kabbalisten der Vergangenheit) enthüllen unsere Korrekturen das größte Licht – Neschama. Die Kabbalisten der Vergangenheit stellten alle Voraussetzungen für unsere Korrektur bereit, doch wir sind es, die die zerbrochenen (ohne einen Schirm, der Absicht „um zu Schenken“) und vermischten (Bina und Malchut) Kelim (Verlangen) korrigieren. Daher sind wir und unsere Handlungen im Prozess der Entwicklung der Schöpfung die Wichtigsten. Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

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Blog-post: die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen, verlangen nach…
Blog-post: Verbunden durch die Welten

Tauche in die Wässer des Schenkens ein und du wirst rein werden


Eine Frage, die ich erhielt: Ich las, das Rabbi Nachman folgendes über Mikwe (rituelles Untertauchen) sagte: „Wenn ein Mensch in eine Mikwe (ein Bassin mit Regen- oder Frühlingswasser gefüllt, oder ein Meer oder Fluss) eintaucht, werden seine Feinde zerstört und alle seine Probleme und Störungen verschwinden, die ihn davon abhielten, dem Schöpfer zu dienen.“ Spricht er über die Kombination der inneren Arbeit eines Kabbalisten mit den entsprechenden mechanischen Handlungen seines biologischen Körpers?

Meine Antwort: Es bedeutet folgendes: „Wenn ein Mensch alle seine Verlangen in die Eigenschaft des Schenkens eintaucht, werden alle seine egoistischen Absichten verschwinden und nichts wird ihn davon abhalten, dem Schöpfer gleich zu sein.“ Es gibt keine Notwendigkeit für physische Handlungen des Körpers, denn wenn der Körper eines Kabbalisten stirbt, fühlt seine Seele weiter ihre Existenz durch die Gleichheit mit dem Schöpfer.

Die Seele existiert außerhalb des Körpers, unabhängig von ihm. Sie wird nicht in den Körper wiedergeboren und sie kann nicht durch irgendwelche physische Handlungen beeinflusst werden, die mit dem Körper ausgeführt werden. Die Seele ist ein Teil des Schöpfers von Oben, wogegen der Körper eine Form des Lebens aus Eiweißmaterial ist.

Alles, was das Judentum jemandem rät mit dem Körper zu tun ist eine Tradition, ein Rahmen der einem hilft, äußerlich in der Höheren Welt zu bleiben. Aber unglücklicherweise hält der gleiche Rahmen, der den Juden half, das Exil zu überstehen, sie heute – wenn es notwendig ist, aus dem spirituellen Exil herauszukommen – von der Korrektur ab, die sie heute ausführen müssen.

Es steht geschrieben: „Während die Mikwe das Unreine reinigt, reinigt der Schöpfer Israel.“ Tauche in den Schöpfer ein, die Eigenschaft von Bina, die Wässer des Schenkens und der Barmherzigkeit – und du wirst gereinigt!

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Blog-post: Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine

Spirituelle und physische Babys


Ich habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter – Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren – trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht – verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem – unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden – ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt

Nur Noahs Arche kann uns heute noch retten!


Noah, der bekannte Charakter aus der Tora, repräsentiert ein Stadium in der spirituellen Entwicklung eines Menschen. Dann, wenn ein Mensch sich bewusst wird, dass sein Egoismus böse ist und er sich nicht davor retten kann, weil er seine gesamte Natur darstellt. Er versteht dann, dass nur die Höhere Kraft ihn verändern kann, die außerhalb von ihm ist. Darum baut er die Arche oder anders gesagt, als Antwort auf sein Flehen erschafft das Höhere Licht in ihm die Eigenschaft von Bina (Schenken), in der er dann verbleibt, sodass seine egoistischen Verlangen und Eigenschaften nicht länger über ihn herrschen. Wenn er die Arche betritt, erhebt er sich über den Egoismus und tritt in das Reich des Schenkens ein, isoliert sich selbst von seinem Egoismus, seiner Natur.

Heutzutage fühlt jeder einzelne und die gesamte Welt als Ganzes, dass wir in einem bedrohlichen Zustand sind – dem Zustand Noahs vor der Flut. Wir werden von der inneren (individuellen) und der äußeren (weltweiten) Flut (Egoismus) bedroht, die wir über uns gebracht haben und können sie nicht von selbst überwinden. Unsere einzige Rettung liegt darin, uns in der Arche zu verbergen, dass heißt für jeden Menschen und alle zusammen, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen, uns über unseren Egoismus zu erheben. Dann wird alles zur Harmonie gelangen – genau wie alle Arten der Geschöpfe, die in der Arche waren und wir werden zu einem erneuerten Leben übergehen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: So lesen Sie die Tora richtig!