Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bezug'

Der Schirm meiner Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Hängt die Realitätswahrnehmung von der Umgebung?

Meine Antwort: Wenn ich eine andere, höhere im Bezug auf diese Welt Realität sehen will, kann ich sie nur auf dem Bildschirm, der ich aus der Verbindung zwischen uns aufbaue, sehen

Wenn ich die andere realität aufbauen will, muss ich mich mit den Punkten in herzen meiner Freunden verbinden, ein Netzt zwischen uns schaffen, wie sie vor dem Zerbrechen unserer gemeinsamen Seele war. Dieses netzt ist der Bildschirm, auf dem ich das Weltbild sehe.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

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Die Konstante und die Variable in der Gleichung der Bürgschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ich durch die äußerlichen Erscheinungen durchdringen und an die Punkte in den Herzen der Freunde, an ihre innere Leere angeschlossen werden, die sie möglicherweise selbst noch nicht empfinden?

Meine Antwort: Ja! Beginnen sie die Kraft der Bürgschaft zu verwenden, denn das System ist schon vorhanden. Wenn es dem Menschen gelingt, es sogar für den Augenblick zu öffnen, ist es schon ein Erfolg!

Dasselbe System existiert zwischen uns und dem Schöpfer, aber es lässt nicht zu, an Ihn zu gelangen. Bei der Bitte zum Schöpfer haben wir keine Möglichkeit „des Rücklaufes“: inwiefern wir dieses System enthüllen werden.

Angenommen, ich habe es auf 10 % enthüllt, so führt kein Weg zurück, und ich kann nur vorwärts gehen, da der Schöpfer unveränderlich ist, und der Kontakt zu Ihm nur auf der konstanten Grundlage aufgebaut werden kann. Wenn ich das Maß auf 15 % erhöht habe, dann wird es zu meinem neuen Minimum.

Deshalb können wir zur Zeit die Bürgschaft nicht in Bezug auf den Schöpfer, sondern nur in Bezug auf die Gruppe „verwenden“, wo es keine Probleme mit den Auf- und Abstiegen gibt, wo wir nicht verpflichtet sind, im konstanten Zustand zu bleiben.

Dadurch unterscheidet sich das System der Seelen vom System des Schöpfers. Obwohl Er darin anwesend ist, kleidet Er sich jedoch in die Gruppe ein, und lässt uns vorerst zu, „unartig zu sein“, nach oben und nach unten zu springen, voran zu kommen. Und wenn wir die konstante Richtung, nur zu Ihm hinauf erreichen werden, dann wird Er uns geöffnet werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ „, 08.10.2010

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Wer sucht die Freunde aus?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Mensch die äußere Form der Gruppe, wie er sie sieht, nicht akzeptieren kann, wird er eine solche Haltung aufbauen können, bei der die Gruppe ihn aufsteigen lässt?

Meine Antwort: Es ist falsch, zu glauben, dass ich nicht von der Gruppe die Erweckung verlangen kann, weil sie mir als unkorrigiert vorkommt. Die Rede ist von unterschiedlichen Ebenen der Schöpfung.

Meinem Egoismus können die Freunde als Verbrecher vorkommen, die sich nicht verbinden wollen und allem gegenüber gleichgültig sind.

Doch andererseits, warum sind sie hier? Denn der Schöpfer ist derjenige, der sie von oben hält, selbst wenn sie selbst zu gar nichts fähig sind. Er hat sie ausgesucht und in die Gruppe geführt. Er weiß, dass sie so weit sind. In Seinen Augen sind sie des Vorankommens würdig.

Und wenn der Schöpfer genau sie vorgezogen hat, dann muss ich das akzeptieren. Ich schätze die Freunde dafür, dass sie vom Schöpfer ausgesucht wurden, und nicht für ihre persönlichen Eigenschaften.

Wie wertvoll können sie für mich werden? Genauso wie meine eigenen Kinder. Den Kindern gegenüber verspüre ich eine natürliche, „tierische“ Liebe, ohne jeglichen Bezug zu ihren Tugenden. Das Gleiche ist mit den Freunden: Wenn der Schöpfer sie schon ausgesucht hat, dann kann ich eine solche Haltung ihnen gegenüber aufbauen.

Und dann kommt der nächste Schritt. Die Gruppe wird stärker, ich beginne, den Freunden Bedeutung beizumessen – und dann können wir zusammen, in Bürgschaft, an der gemeinsamen Erkenntnis unserer gegenseitigen Wichtigkeit arbeiten.

Jetzt verstehe ich: die Freunde üben Einfluss auf mich aus, und deswegen sind sie hundertprozentig wichtig für mein spirituelles Schicksal. Ich messe ihnen die höchste Wichtigkeit bei, wie einem Richter, der mich zu lebenslanger Haft verurteilen kann.

Ich verachte und verfluche die Freunde nicht mehr. Vielleicht sind sie unansehnlich in meinen Augen, aber wichtig – das ist bereits eine vollkommen andere Haltung.

Denn ich habe keine andere Wahl. Der Schöpfer hat die Gruppe vor mich gestellt. Wenn ich mich mit ihr arrangiere, wird sich mir die höhere Welt eröffnen, und wenn nicht, erwartet mich die lebenslange Haft in dieser Welt.

Nun entscheide dich, welche Haltung du gegenüber dem Richter einnimmst. Es kann sein, dass sich unter der Richterrobe der größte Mafioso verbirgt, der gegen dich eingestellt ist. Doch soll man die Hände etwa in den Schoss sinken lassen?

Indem ich im Glauben über dem Verstand gehe, muss ich meine Freunde, die vom Schöpfer ausgesucht wurden, rechtfertigen. Außerdem, wer weiß, vielleicht sind sie gar nicht so, wie sie sich meinem Egoismus präsentieren?

Wenn ich Anstrengungen unternehme und bereit bin, mich selbstlos in die Gruppe einzuordnen, dann spüre ich, dass ich ein besonderes Kli erlange, das mich nach der Bürgschaft verlangen lässt.

Und nun, indem ich mich mit einer Forderung an die Freunde richte, sehe ich plötzlich, dass ich mich im Grunde genommen an die eigenen Verlangen richte, die mir als fremd vorgekommen sind. Meine gesamte Arbeit wird sich ins Innere verlagern, bis wir mit den Freunden zu einem Ganzen geworden sind.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 13.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt ist ein Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt. Und alle Formen, die in der höheren Welt existieren, werden sowohl qualitativ als auch quantitativ in der unteren Welt abgedruckt.

Also gibt es in der unteren Welt kein einziges Detail der Wirklichkeit oder deren Erscheinung, für welches es nicht ein Muster in der höheren Welt gäbe und welche sich nicht wie zwei Wassertropfen vollkommen gleichen würden.

Das heißt „Wurzel und Zweig“ und bedeutet, dass die in der unteren Welt befindliche Ausprägung als „Zweig“ des in der oberen Welt befindlichen Musters bezeichnet wird, das gleichsam die Wurzel der unteren Ausprägung ist, weil diese Ausprägung der höheren Welt entspringt und in der unteren abgedruckt wird.

Das meinten die Weisen, wenn sie schrieben, dass „es keinen einzigen Grashalm unten gibt, welcher kein Schicksal und keinen Aufseher oben hätte, der ihn schlagen und dabei sagen würde: Wachse!“

Das heißt, dass die Wurzel, die „Schicksal“ genannt wird, ihn dazu zwingt, qualitativ sowie quantitativ zu wachsen, indem der Grashalm sich die Eigenschaften aneignet, die für den Abdruck des Stempels charakteristisch sind. Das ist das Gesetz von Wurzel und Zweig, welches in jeder Welt gültig ist, in allen Erscheinungsformen der Realität in Bezug auf die jeweils höhere Welt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Bündnis zwischen den Freunden

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben: „Glaube bis zu deinem Tod nicht an dich selbst“ – bis zum Tod des eigenen Egoismus. Doch wie kann man dann sicher sein, dass man das Ziel erreicht und nicht von dem Weg abkommt?

Meine Antwort: Es gibt das spirituelle Ziel und die Mittel zu dessen Erreichung, und ich muss mich daran festhalten. Ich kann keine Sicherheit in Bezug auf morgen haben und möchte deswegen bereits heute ein Bündnis mit der Gruppe und dem Schöpfer eingehen, um die Erreichung des höheren Ziels für mich selbst zu sichern!

Denn wenn ich mich auf dem Weg nicht halten kann, falle ich in das tierische Dasein zurück und urteile aus diesem heraus über das Leben, und der Schöpfer schenkt mir keine Beachtung mehr.

Oder aber ich hefte mich an die Gruppe von Freunden an und begebe mich vollkommen in ihre Hände, damit sie mich beschützen. Dann binden sie mich an die Gruppe fest, damit ich nicht herausfalle, wie die Seeleute auf einem Schiff, das in den Sturm geraten ist, sich am Mast festbinden, um nicht von der Welle ins Meer gespült zu werden. Jeder muss sich in so einer gefährlichen Situation sehen.

Und ich muss ein Bündnis zwischen uns aufbauen, solange ich noch voller Kraft und Begeisterung bin – solange ich mich im Aufstieg befinde, unterzeichne ich das Bündnis. Denn ich verstehe, dass Zeiten einbrechen können, in denen ich das spirituelle Ziel nicht mehr rechtfertigen kann, alles wird mir hoffnungslos schlecht vorkommen – und ich werde keine Zweifel daran haben, dass ich im Recht bin.

Deshalb steht geschrieben: „Glaube bis zu deinem Tod nicht an dich selbst“. Wenn der Mensch sich nicht in die Hände der Gruppe begibt, damit sie ihn lenkt, dann wird er vom eigenen Egoismus gesteuert werden und keine Chance haben, sich von diesem loszureißen. Es lohnt sich nicht, die Zeit zu vergeuden – entweder du schließt das Bündnis ab oder du kehrst nach Hause auf das Sofa zurück…
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.09.2010

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Das geistige Visier

Frage: Wenn wir in der Finsternis gehen, worauf sollen wir uns orientieren, um alle Etappen der geistigen Arbeit durchzugehen, bis wir verstehen, dass alle Bemühungen erschöpft sind und wir den Schöpfer darum bitten werden, uns zu helfen?

Antwort: Wir sehen den Schöpfer nicht und wir können mit Ihm nicht spielen, so wie das Kind mit dem Erwachsenen spielt. Anstelle von sich hat der Schöpfer für uns ein Spielfeld geschaffen – die Gruppe der Freunde.

Dafür hatte er die von Ihm geschaffene Seele speziell in Teile zerschlagen, damit wir uns nicht zu jedem einzelnen Teil, sondern zu ihrer Vereinigung wie zu Ihm verhalten könnten und das Kli ähnlich dem Licht gemacht hätten. Von der Liebe zu den Schöpfungen – zur Liebe zum Schöpfer.

Deswegen muss ich mich in Bezug auf die Gruppe (nicht den einzelnen Freunden) von allen materiellen Berechnungen abtrennen und „mich, die Gruppe, den Schöpfer“ als Ganzes sehen sowie meine Beziehung und den Zustand zum Schöpfer nach meiner Beziehung und dem Zustand in der Gruppe prüfen. Den Schöpfer sehe ich ja nicht, aber die Freunde sehe ich schon!

Dank der Verhüllung ermöglicht mir der Schöpfer, mich unabhängig und Ihm ähnlich aufzubauen.

Ich möchte in das Ziel treffen, das hinter dem Horizont liegt. Es ist nur dann möglich, wenn ich einen sichtbaren Orientierungspunkt habe und wenn ich mich auf ihn einstimme, so werde ich unbedingt ins unsichtbare Ziel treffen.

Dieser Orientierungspunkt in der Errungenschaft des Ziels, des Schöpfers ist eben die Gruppe, die der Schöpfer für uns (und von uns) künstlich geschaffen hat und Er hat uns die Illusion gegeben, dass wir einander verhasst sind.

Und im Maß unserer Vereinigung „treffen“ wir Ihn genauer. Und wenn wir uns eben dafür vereinigen, um Ihn zu finden, dann ist es die richtige Arbeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von RABASH vom 15.09.2010

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Exil ist eine spirituelle Stufe

Der Sohar, Kapitel „Wajigasch„, Punkt 120: … Es steht auch geschrieben, „Ich werde mit dir nach Ägypten hinuntergehen“, was bedeutet, daß die Shechina hinunterging, um mit ihm verbannt zu sein. Und wohin immer Israel verbannt war, war die Shechina mit ihnen verbannt.

Andernfalls kann es keine Verbannung sein. Denn die Verbannung bedeutet, dass du die Verhüllung empfindest. Du fühlst, dass es hier, in dieser Welt, die Spiritualität, den Schöpfer gibt und empfindest Seine Kehrseite.  Sie leuchtet dir und du fühlst die Anwesenheit des Schöpfers, die vor dir verborgen ist. Dieser Zustand heißt die Vertreibung.

Wenn es keine Empfindung gibt, dass der Schöpfer vor dir verborgen ist, dann ist es kein Exil. Er existiert in deinen Augen nicht, und du befindest dich unter dem geistigen Niveau.  Die Verbannung ist eine geistige Empfindung, die höher als das Niveau unserer Welt ist. Deshalb kann man in Bezug auf die gewöhnlichen Menschen, die in unserer Welt existieren, nicht sagen, dass sie sich in der Verbannung (im Exil) befinden.  Wenn ich dennoch weiß, dass die Spiritualität hier sein kann, ich eine solche Empfindung habe, obwohl sie vollkommen verborgen ist – dann spricht man über die Verhüllung und darüber, dass ich mich im Exil befinde.  Es ist die Verbindung, nur von der Kehrseite, die mir im schwarzen Licht und nicht im weißen leuchtet.  Deshalb ist „Israel in Ägypten“ eine geistige Stufe. Sie haben ein Licht, das besondere Leuchten, und sind vom Geistigen nicht abgerissen.  Während wir „den sterblichen Tieren“ ähnlich sind, denn wir haben keine Empfindung des Exils.

Jetzt, mit Hilfe des Buches Sohar, wachen wir aus unserer tierischen Existenz allmählich auf, und beginnen ein wenig zu empfinden, dass wir verbannt sind.  Es ist nicht leicht, auf das Niveau der Vertreibung hinaufzusteigen, man muss wirklich die Verhüllung, das Streben, den Wunsch zur Spiritualität aus der Finsternis unterscheiden können: Wer ist vor dir verborgen, wie kannst du Ihn festhalten.

Die Vertreibung ist eine geistige Stufe, die Kehrseite derselben Stufe der Offenbarung. Die Empfindung der Kehrseite, die Arbeit in ihr ist ein Teil der Arbeit des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 09.06.2010

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Wenn du durch einen kleinen Lichtfunken verführt wirst, verlierst du alles

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es möglich, dass ein Mensch die Kabbala und die Tora egoistisch verwendet? Ist es überhaupt möglich, dass jemand ohne Massach und die Kraft des Gebens in dieser Welt die Kraft der höheren Welt anzieht? Es existiert doch ein ganzes System von Welten und Einschränkungen, die es verhindern sollen, dass wir das Licht egoistisch empfangen?

Meine Antwort: Wenn du die Tora nimmst und daraus die Kraft schöpfen möchtest, bekommst sie auch, denn du liest dann aus der Urquelle, die einen Bezug zur spirituellen Welt hat, sie wurde von einem Menschen verfasst, der sich in einer Erkenntnis der spirituellen Welt befand.

Wenn du sie individuell verwendest, um den eigenen Egoismus zu füllen, für deine eigenen Ziele, verwendest du nur eine sehr geringe Kraft. Aber wir sehen, wie viel egoistischer die Menschen davon werden. Die „Magd“ nimmt den Platz der „Herrin“ ein (Sprüche, 30:9).

Der Mensch bleibt nicht nur unkorrigiert, er wird viel schlimmer! Er denkt, dass ihm jetzt beide Welten gewährt sind, diese und die andere, dass ihm eine Belohnung zukommt, denkt dass er auserwält und höher als die anderen ist. Das alles macht die Tora aus ihm, die zur tödlichen Droge wird.

Wenn er aber die Tora richtig anwenden möchte, lernt er in der Gruppe, die sich wie eine Seele aufbaut, wie es bei der Gabe der Tora gesagt wurde, wie ein Mensch mit einem Herzen. Für ein solches Studium ist die Tora gegeben, sonst steht es geschrieben, dass darin der Ort ihres (spirituellen) Todes ist!

Aus einem Unterricht zu „Einführung zu TES“, 03.06.2010

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Wie der Sulam Kommentar mit dem Sohar arbeitet

Der Sulam Kommentar ist nicht einfach eine Ergänzung zum Sohar. Baal HaSulam hat ihn in einer besonderen Weise geschrieben, so dass er sich wie ein Lehrer verhält, der das Material nimmt und es in Bezug zu uns in verschiedene Formen bringt, wenn wir diesen Kommentar zusammen mit dem Sohar lesen. Anders ausgedrückt ist der Sohar nicht nur eine formale Erklärung, die kabbalistische Begriffe verwendet, die den Mechanismus der Beziehungen zwischen den spirituellen Welten, den Parzufim und Sefirot erklärt. Der Kommentar hilft dem Sohar, sich selbst zu erklären, wie ein Lehrer, der das Studienmaterial den Studenten in einer klareren und passenderen Weise darstellt.

Wenn wir dem Sohar mit dem Sulam Kommentar zuhören, ist es wie eine Übersetzung mit zusätzlichen Informationen, die der Übersetzer hinzugefügt hat, damit wir das Original besser fühlen können. Es ist, als ob es für uns aus dem Chinesischen übersetzt wurde und Erklärungen zum Text über die Natur des Landes hinzugefügt wurden. Er gibt uns Information über bestimmte Situationen (ähnlich einer Liste von Darstellungen, die einem Dokument hinzugefügt wurden), um uns zu helfen, das Material klarer und näher am Text wahrzunehmen. Diese Erklärung ist wie eine Leiter (Sulam) aufgebaut.

Schließlich ist der Sohar diese großartige Struktur, welche die gesamte Schöpfung beinhaltet, die von uns bis genau in die Welt der Unendlichkeit reicht. Außerdem haben wir nicht den gesamten Sohar erhalten, wir haben nur einen kleinen Teil davon. Mit seinem Kommentar ergänzt Baal HaSulam das, was uns vom Sohar fehlt und gestaltet ihn wie eine Leiter. Unabhängig von der Reihenfolge, in der wir ihn lesen, geht der Kommentar durch eine bestimmte Matrix und arbeitet, indem er in uns die Stufen (Stufen der Leiter)aufbaut, die wir nutzen können, um nach Oben aufzusteigen – Schritt für Schritt.