Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beziehungen'

Über die Schläge der Natur in unserer Ära

Die Zeiten werden immer angespannter. Ein Hauptmerkmal unserer Zeit ist die Art und Weise, wie die Natur uns mehr und mehr dazu drängt, aufzuwachen und unsere gegenseitige Abhängigkeit und Verbundenheit zu erkennen. Der Kabbalist Dr. Michael Laitman spricht mit einem Autorenteam über die Schläge der Natur in unserer Zeit:

Frage: Heute Morgen, Dr. Laitman, sagten Sie, dass „die Menschheit vor einem weiteren Angriff von der Natur steht und dass wir die richtige Antwort darauf von uns geben müssen“. Sie sagen, dass dies ein entscheidender Schlag sein könnte. Was meinen Sie damit?

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Rosch Haschana – eine Chance, die Covid Trennung zu besiegen

Vor ein paar Tagen erzählte eine Nachbarin einer meiner Studentinnen, dass sie sehr traurig sei, weil ihre Töchter sich über die Covid-Impfstoffe streiten würden. Infolgedessen wird eine von ihnen, die gegen die Impfung ist, nicht kommen, um mit der Familie Rosch Haschana [jüdisches Neujahrsfest] zu feiern. Was die Nachbarin meiner Schülerin am meisten schmerzte, war nicht die Ablehnung der Impfung durch ihre Tochter oder gar die Tatsache, dass sie nicht zum Festmahl kommen würde. Was sie wirklich schmerzte, war der Hass, der sich zwischen ihren Kindern entlud. Streitigkeiten kommen in jeder Familie vor, ebenso wie Prügeleien, aber der giftige Ausbruch von Hass hat sie erschüttert.

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Rosh HaShana, ein neuer Anfang

„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“, lautet das lateinische Sprichwort – „Homo homini lupus“. Dies beschreibt treffend die Art und Weise, wie wir in der heutigen Gesellschaft miteinander umgehen. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir denken, dass wir nichts mehr haben, worüber wir uns freuen können – wir haben die Erde, die Familien, die Länder und Völker, die Kultur und die Bildung fast zerstört. Aber andererseits könnte dieser Tiefpunkt auch als Gelegenheit dienen, unseren Zustand zu überprüfen, neu zu beginnen und an Rosh HaShana, dem neuen Jahr, aus dieser Situation aufzusteigen.

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Der Evolutionssprung, den die Menschheit braucht

Die Menschheit hat sich in den letzten Jahrzehnten so schnell entwickelt wie nie zuvor. Früher waren wir damit zufrieden, einfach zu Fuß zu gehen, als das nicht schnell genug war, begannen wir mit dem Auto zu reisen. Jetzt reicht das nicht mehr aus und wir wollen in den Weltraum reisen. 

Hat irgendetwas von dieser rasanten Entwicklung unser Leben wirklich verbessert? Wahrscheinlich nicht. Die Erfahrung zeigt, dass technologische Entwicklungen immer von Investoren zum Nachteil des Menschen ausgenutzt werden. Auf der nächsten Stufe der menschlichen Evolution als intelligente Wesen müssen wir begreifen, dass eine wirklich zufriedenstellende Entwicklung, eine Änderung des Codes der Kommunikation zwischen den Menschen erfordert.

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„Wie definiert man Gut und Böse?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Wie definiert man Gut und Böse?“

Gut ist, wenn wir uns in eine Richtung entwickeln, die uns dem Gleichgewicht mit der Natur näher bringt, und nicht in Richtungen, die der menschliche Verstand erfunden hat.

Je mehr wir uns entwickeln, desto mehr verwirft die Natur die vom Menschen erdachten ideologischen Richtungen und drängt uns, das Gleichgewicht mit sich selbst zu finden.

Das „Gute“ wird so zu unserer freiwilligen Bewegung in die von der Natur vorgegebenen Balance. Bewegen wir uns jedoch unfreiwillig, dann fühlen wir uns schlecht.

Unser wachsendes Ungleichgewicht führt zu unzähligen Problemen und Krisen auf allen Lebensebenen – auf persönlicher, sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer- um in uns einen Richtungswechsel zum Guten zu erzwingen.

Wir sollen den Druck der Natur als gut betrachten, denn je mehr wir negative Phänomene im Leben erleben, desto mehr veranlassen sie uns, unser Lebens zu überprüfen und besser früher als später eine Richtungsänderung zu beschließen.

Der springende Punkt ist: Wir sollten uns nicht gut fühlen, während wir in Dysbalance mit der Natur weiterleben, sondern uns auf einen Ausgleich mit ihr zubewegen, zu dem uns die Natur antreibt. Ein schlechtes Gefühl in unserer egoistischen Lebenseinstellung, kann daher gut sein, denn dank der negativen Empfindung kommen wir einer Lösung näher, einer neuen altruistischen Richtung, die im Einklang mit der Natur steht.

Um die Natur besser zu verstehen, was sie von uns will, sollten wir darüber nachdenken, wo wir uns befinden und was die uns umgebende Natur ist.

Die Natur ist ein vernetztes und voneinander abhängiges System. Alles existiert harmonisch in ihr, und wenn wir selbst harmonische Beziehungen anstreben und organisieren, können wir die in der Natur herrschende Harmonie auch in unseren Beziehungen wiederfinden.

Wir sollten bedenken, dass die Natur aus vier Ebenen besteht – der unbelebten, der pflanzlichen, der belebten und der menschlichen, und wir Menschen bilden ihre höchste Ebene, das Zentrum der Schöpfung. Das Gleichgewicht mit der Natur hängt davon ab, inwiefern wir auf menschlicher Ebene positive Beziehungen zueinander entwickeln. Wir sollten also auf die Natur hören, darauf achten, was sie uns zu verstehen geben will, ihr vertrauen und mit ihr fließen.

Sobald wir das Gleichgewicht mit ihr erreicht haben, wird sich alles zum Guten wenden. Vor allem aber werden wir in den positiven Verbindungen zwischen uns eine neue Welt entdecken, denn sie sind der Schlüssel zu einem besseren Leben für alle Menschen und für die Natur als Ganzes.

Basierend auf einem Gespräch mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman und Semion Vinokur. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman

Umweltschützer zu sein, zahlt sich aus

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) heißt es: „Der menschliche Einfluss hat das Klima mit einer Geschwindigkeit erwärmt, die zumindest in den letzten 2000 Jahren beispiellos ist. Der vom Menschen verursachte Klimawandel, so der Bericht, wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus. Die Beweise für die beobachteten Veränderungen bei Extremen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen und insbesondere für deren Zurückführung auf den menschlichen Einfluss haben sich seit [dem letzten Bericht von 2013] verstärkt.“

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Menschlicher Einfluss auf den Klimawandel

Früher dachten wir, wir hätten die ökologische Umwelt unter Kontrolle, aber von Zeit zu Zeit taucht eine natürliche Plage auf und zeigt uns, wie schwach und zerbrechlich wir sind. Extreme Hitze, Heuschreckenschwärme, turbulente Stürme, heftige Winde, verheerende Überschwemmungen und lang anhaltende Seuchen treten immer häufiger und heftiger auf. Gibt es eine Möglichkeit, unsere Sicherheit in Zukunft vollständig zu gewährleisten?

Es ist ganz klar, dass unsere Handlungen die ökologische Umwelt beeinflussen und das natürliche System aus dem Gleichgewicht bringen. Aber es ist nicht klar, welche Folgen jeder einzelne Schritt haben kann. Es ist nicht klar, wo der nächste Schlag kommt und welcher Art er sein wird, weil das System so komplex ist, dass wir die unzähligen Zusammenhänge darin nicht verstehen.

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Hiroshima – Haben wir die Lektion gelernt?

In den späten 1940er und frühen 50er Jahren schrieb der große Kabbalist und Denker Baal HaSulam eine Reihe von Aufsätzen und Notizen, die später unter dem Titel „Die Schriften der letzten Generation“ zusammengefasst wurden. In diesen Schriften beschrieb Baal HaSulam die Herausforderungen, die er in der Situation der Menschheit sah, was er befürchtete, wozu diese Herausforderungen führen könnten, und wie die Menschheit sie seiner Meinung nach lösen sollte. Im ersten Teil der Schriften zeichnet Baal HaSulam ein sehr düsteres Bild von der Zukunft der Menschheit, wenn wir nicht unserer Pflicht nachkommen, nicht mehr nur an uns selbst zu denken, sondern an die anderen. In seinen Worten: „Ich habe bereits gesagt, dass es zwei Wege gibt, die Vollkommenheit zu entdecken, den Weg des Lichts oder den Weg des Leidens.” 

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Zeit, verantwortungsbewusste Erwachsene zu sein

Seien wir ehrlich, wir sind Egoisten. Wir mögen einander nicht, und was noch schlimmer ist, wir denken, dass daran nichts auszusetzen ist. Wir fangen an, unsere Einstellung gegenüber anderen vom Nullpunkt aus zu messen. Das heißt, das Gefühl der Gleichgültigkeit gegenüber anderen ist unser Ausgangspunkt, unser Nullpunkt, und von dort aus beginnen wir zu urteilen. Wenn ich einer anderen Person gegenüber etwas Zuneigung empfinde, gilt das als gut. Wenn ich eine Person nicht mag, gilt das als schlecht.

Diese Haltung hat uns dorthin gebracht, wo wir jetzt sind, und je mehr wir sie beibehalten, desto mehr beschleunigen wir unseren Niedergang. Dies gilt nicht nur für die soziale Ebene, wo die zwischenmenschlichen Beziehungen offensichtlich der Schlüsselfaktor sind, sondern auch für alle anderen Bereiche. Von Kriegen über Armut bis hin zum Klimawandel.

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Wie man die Pandemie in einer gespaltenen Welt überwindet

Covid-19 hat die Welt gespalten in diejenigen, die die Notwendigkeit massiver Impfungen zur Bekämpfung der Pandemie nachdrücklich unterstützen, und diejenigen, die sich vehement gegen Impfpflicht und Beschränkungen aussprechen und in Europa und Amerika auf die Straße gehen, um ihren Unmut zu äußern. Während sich die Delta-Variante weltweit ausbreitet, werden allein in den USA jeden Tag durchschnittlich 43 000 neue Fälle gemeldet, was einem Anstieg von 65 % innerhalb einer Woche entspricht. Wie können wir die Pandemie in einem derart gespaltenen Szenario jemals beenden?

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