Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Geschichte (Historie) ist vorüber

Die Kabbala spricht über Verlangen. Es gibt keine Zeit, Bewegung oder Raum, sondern nur ein Zustand des Seins. Was aber ist dann mit der Vergangenheit und der Zukunft? Und was mit den spirituellen Welten? Ich spüre sie nicht. Gibt es also neben dem gegenwärtigen Zustand der Existenz noch andere außer unserer Welt? Ich weiß es nicht, weil ich sie nicht erlebt habe. Ich habe von dort keine Empfindungen oder Reschimot. Ich kann sie jetzt nicht erreichen und ihre Echtheit bestätigen.

Ein Mensch beurteilt alles nach dem, was er sieht. Das ist nicht nur ein Axiom, sondern das Ergebnis dessen, was das Verlangen empfindet, wenn es die Stufe des Seins entwickelt hat, wo es sich seiner selbst bewusst ist und versteht, was es empfindet. Sonst werden wir von der Realität abgeschnitten und verlieren uns in Fantasien.

Ich selbst spreche nicht über die höhere Dimension. Die Kabbalisten haben mir davon erzählt und ich vertraue ihnen. Ich halte ihre Worte für wahr, wenn sie mir sagen, dass es möglich ist, in unterschiedlichen Zuständen zu existieren. „Trachte nach ihnen, steige empor zu ihnen“, sagen mir die Kabbalisten. „Sie sind besser als das, was du jetzt empfindest“. Dann gehe ich in meinem Verlangen von einem Zustand zum nächsten, indem ich ihn korrigiere und verbessere. Indem ich ihn als Geben enthülle, enthülle ich darin neue Zustände.

In unserer Zeit überquert die ganze Menschheit diese vertikale Achse, um von unten nach oben aufzusteigen. Wir haben die horizontale Achse der Geschichte (Historie) abgeschlossen und nirgends können wir darauf weitergehen. Von hier führt uns unser Weg nach oben.

Aus dem 5. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.06.2011, „Matan Tora (Die Gabe der Tora)“

Halten bedeutet absteigen

Frage: Was bedeutet, in Bezug auf das Ziel ständig zu beschleunigen? Und wie kann man jetzt, vor dem Kongress, noch mehr „Gas geben“?

Meine Antwort: Im spirituellen Raum bedeutet Beschleunigung auch Bewegung. Denn wenn du jetzt irgendeine Handlung nicht ausführst, werden dir keine früheren Verdienste angerechnet, und du verlierst die ganze bis zu diesem Moment durch frühere Handlungen erreichte Geschwindigkeit.

Der spirituelle Raum ist wie ein leerer Kosmos, wo es kein anderes Bezugssystem gibt, und wenn du nicht beschleunigst, bewegst du dich gar nicht.

Ein konstanter Zustand ist gleich Null, und selbst wenn du mit einer Geschwindigkeit von 10 Kilometer pro Sekunde fliegst, zählt das nicht als Bewegung, und du hängst quasi in der Luft. Im spirituellen Sinne bedeutet Beschleunigung Geschwindigkeit, und im Grunde genommen stellt gerade sie die Handlung dar.

Aus diesem Grund gibt es zwischen den spirituellen Handlungen keine „Abstände“. Dort, wo die eine Handlung endet, beginnt sofort die nächste, wie bei der Geburt von spirituellen Parzufim. Das bedeutet, dass die Beziehung des Menschen zur Gruppe und die Beziehung der Gruppe zum Menschen auf eine solche Art und Weise aufgebaut werden muss, um ihn ständig zum Handeln zu erwecken und in ihm immerzu das Verlangen zu erneuern.
Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Vorbereitung auf den Kongress in New Jersey“, 28.03.2011

Die Spiritualität wird von uns erschaffen!

Frage: Wenn wir ein Kind großziehen, dann versuchen wir mit allen Mitteln, es auf das Leben in dieser Welt vorzubereiten. Wie können wir aber in die spirituelle Welt eintreten, wenn wir nicht die geringste Vorstellung von ihr haben?

Meine Antwort: Ein Mensch, der sein Elternhaus verlässt und in das Erwachsenenleben hinausgeht, um dort erfolgreich zu sein, kann auf die Erfahrung von anderen Menschen zurückgreifen. Dabei ist es unwichtig, was er werden will: ein Dieb, ein Gerechter, ein Wissenschaftler oder ein einfacher Verkäufer vom Markt. Alle diese Modelle in ihrer egoistischen Erscheinungsform kann er in der Gesellschaft finden.

Was jedoch einen Menschen betrifft, der spirituell voranschreitet, so hat er keine Beispiele, keine Unterstützung. Er muss selbst seine Umgebung aufbauen. Denn das Einzige, was die gesamte Realität ausfüllt, ist das höhere Licht, und ohne den Menschen existieren keine Welten.

Im gleichen Augenblick, in dem ich mein Verlangen nach der Spiritualität in Bewegung setze, erschaffe ich sofort alle Welten zwischen mir und der Unendlichkeit. Es ist so, als würde ich diese Leiter zur Spiritualität errichten, die nur in Form von Reshimot (spirituellen Genen) existiert.

In dem Shamati-Artikel „Das Wesen des spirituellen Erfassens“ schreibt Baal HaSulam: „Alle Welten mit ihrer Vielzahl an Stufen existieren nur hinsichtlich der Seelen“. Aus diesem Grund kann ich nicht wie in unserer Welt danach verlangen, dass mir erklärt wird, wie ich mich in der Spiritualität verhalten soll. Ich selbst muss die spirituelle Welt, die es nicht gibt, formen.

Ich selbst muss mir die Haltung der Höheren Stufe mir gegenüber und meine Haltung ihr gegenüber vorstellen. Und wenn diese meine Vorstellung den existierenden Reshimot entspricht, fügt sich alles auf wundersame Weise entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Wenn ich aber die Ähnlichkeit der Eigenschaften nicht gefunden habe, dann gibt es keine spirituelle Realität für mich. Denn sie existiert nur hinsichtlich des Menschen, der sie enthüllt, errichtet, formt.

Mit andren Worten, muss die spirituelle Welt von uns selbst erschaffen werden. Wir müssen uns an den Schöpfer mit einer solchen Bitte wenden, die genau dem entspricht, was uns von oben in den Reshimot vorherbestimmt wurde.

Genau aus diesem Grund heißt der Schöpfer auf Hebräisch „Bore“ („Bo“ – komme und „Re“ – siehe). Denn gerade du erschaffst Ihn! Gerade du errichtest diese Form.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 18.03.2011

Ohne Frauen geht es nicht…

Frage: Warum herrscht in der Gesellschaft eine solche Geringschätzung gegenüber der Frauen? Warum halten die Männer sie für niedriger als sie selbst?

Meine Antwort: Eine solche Haltung geht daraus hervor, dass die Frau die Spiritualität nicht selbst erreichen kann, – hier ist sie von dem Mann abhängig.

Unsere gemeinsame Seele besteht aus einem männlichen und einem weiblichen Teil. Und der weibliche Teil, Nukwa, bedeutet das Verlangen nach der Erfüllung.

In unserer Welt äußert es sich so, dass die Frau ein Zuhause braucht, die Kinder zur Welt bringen und sich um sie kümmern muss. Ihre Kinder nehmen ihr ganzes Leben ein. Und aus diesem Grund ist sie in einem größeren Maße von der Gesellschaft abhängig als ein Mann. Sie braucht Stabilität, Existenzsicherheit.

Mit anderen Worten, fühlt sich die Frau in einem größeren Maße unzufrieden, das ist die Voraussetzung für ihre spirituelle Entwicklung, doch in unserer egoistischen Welt wird das als Schwäche aufgenommen.

In der spirituellen Bewegung ist jedoch alles anders. Denn je größer das Verlangen, desto weiter schreitet der Mensch voran. Wir, Geschöpfe, hängen nur vom Verlangen ab. Und wenn dieses Verlangen richtig orientiert ist, dann ist das der Schlüssel zum Erfolg.

Deshalb, wenn die Männer nicht die Verlangen der Frauen in sich aufnehmen, werden sie nicht der Spiritualität näher kommen können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 04.03.2011

Die Probleme in der Welt sind meine Probleme

Das Bild der „äußeren Welt“ wie Baal HaSulam schreibt, wird durch die „Kamera“ auf der Rückseite unseres Gehirns erzeugt, die meine Eigenschaften auf einem scheinbar äußeren Bildschirm abbildet, welche zu einem gewissen Grad entweder fehlerhaft oder korrigiert sind. In mir bestehen sie in Form von verschiedenen Kräften. Indem sie sich verbinden oder sich in unterschiedlicher Art und Weise teilen, bilden sie das Gefäß meiner Seele.

Jedoch bin ich außer Stande, diese Kräfte zu erkennen, da sie auf den Schirm meines Bewusstseins projiziert werden, der mir ermöglicht, sie zu sehen. Deshalb sehe ich auf dem unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau verschiedene Formen. Alle diese Formen sind in Bewegung, verändern sich, und das ist, was es mir ermöglicht, eine Verbindung mit meinen inneren Kräften aufrecht zu erhalten.

Wie kann ich dann den richtigen Zustand erreichen? Es kann durch das Prinzip, liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, getan werden. Du musst die gesamte äußere Realität zu Deiner eigenen machen. Schließlich ist sie wirklich in Dir, aber in Deiner irreführenden Wahrnehmung erscheint sie Dir als etwas Äußerliches. So komm zu Dir selbst zurück, verwandle dieses äußere Bild in ein Inneres, verschiebe Deine Sicht von der Projektion zur „Kamera.“ Wie kannst Du das tun? Bringe die Teile näher zu Dir und fühle sie als Deine.

Fürs Erste nehmen wir die Weltprobleme als Katastrophen wahr, die anderen Menschen geschehen. Rabash war im Gegensatz dazu in solchen Fällen sehr besorgt darüber, da er die Katastrophen in sich fühlte. Eine Person, die sich zur Gleichheit mit dem Schöpfer bewegt, neigt die ganze Welt zum Kelch des Urteils oder zum Kelch der Rechtfertigung. Darin liegt die Lösung des Problems.

Somit, teilt sich meine Wahrnehmung, in Folge des spirituellen Zerbruchs, in innerlich und äußerlich, ich selbst und die Welt.

Durch meine Korrektur bringe ich die gesamte Wirklichkeit, welche außerhalb von mir erscheint, näher zu mir selbst, um sie in mir zu fühlen.

Dann wechsle ich zu einer spirituellen Wahrnehmung der Welt: Es gibt nichts außerhalb. Alles ist in mir und findet in mir statt. Es gibt nichts außerhalb von mir. Ich lebe in meinem Kli und nur eine „Kamera“ bringt das äußere Bild für mich hervor.

Auf dieser Grundlage müssen wir letztendlich feststellen, dass genau die Leute, die ein Erwachen von oben, einen Antrieb korrigiert zu werden, erhalten haben, diejenigen sind, die die Fähigkeit haben, die Welt zu verändern, indem sie ihre Wahrnehmung und ihre Empfindungen ändern.

Alles hängt davon ab, wie sehr sie versuchen, die ganze Welt näher zu sich zu bringen, um sie als einen untrennbaren Teil von sich zu fühlen. Das ist die Verwirklichung des Prinzips, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Wir müssen alle Stufen, die außerhalb von uns erscheinen, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, näher zu uns selbst bringen und sie als ein untrennbarer Teil von uns sehen.

Deshalb muss unsere Einstellung zur gesamten Wirklichkeit letztendlich dieselbe sein wie zu uns selbst, obwohl Baal HaSulam erklärt, dass ich die Wünsche von anderen über meine eigenen Wünschen erheben muss. Ein Egoist seiend, denke ich an mich, anstatt an meinen Nächsten. Aber wenn ich ein Altruist bin, muss ich an andere in mir selbst denken.

Deshalb hängt die Korrektur der Welt genau von den Menschen ab, die von oben den Ruf erhalten haben, sich selbst zur Wahrheit zu korrigieren. Kein anderer fühlte dieses Erwachen, und deshalb haben sie nichts, um zu fordern.

Das bedeutet, dass wir uns für alle Katastrophen der Menschheit verantwortlich fühlen müssen. Und es liegt in unserer Macht, sie zu korrigieren – und nicht erst nachdem sie stattfanden, sondern sogar schon bevor alle schlechten Ereignisse geschehen. Wir müssen uns klar machen, dass das was auf der unbelebten Stufe geschieht auch auf allen anderen Stufen bis hin zum menschlichen Grad geschehen kann.

Bis jetzt erscheinen die Katastrophen in Form von Naturkatastrophen auf unbelebtem und pflanzlichem Niveaus (wie Tsunamis, Erdbeben, Überschwemmungen, und Feuer), sowie in der menschlichen Gesellschaft, in Form von Wirtschaftskrisen und so weiter. Jedoch sind andere Formen auch nicht ausgenommen, ähnlich den ägyptischen Plagen, die sehr unangenehm, viel gefährlicher, und schrecklicher waren, im Vergleich zu den Ereignissen, die jetzt vorkommen.

Es liegt an uns die Korrekturen durchzuführen und die Probleme der Welt zu verhindern. Baal HaSulam schreibt darüber für uns am Ende der „Einführung ins Buch Sohar.“ Das gesamte Leid der Welt wird durch die Tatsache verursacht, dass Israel sich nicht rechtzeitig korrigiert, mit „Israel“ (was bedeutet direkt zum Schöpfer) ist jede Person, unabhängig von ihrer Herkunft gemeint, die die Gelegenheit hat sich selbst zu korrigieren, weil sie von oben erweckt wurde.

Deshalb ist jeder von uns verantwortlich für das, was geschieht.

4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13.03.2011

Damit das Böse von der Welt verschwindet

Unsere ganze Arbeit besteht nicht in der Korrektur unserer angeborenen Eigenschaften und nicht in der Erschaffung einer bequemeren Welt für unsere Existenz.

All das Böse, das sich in uns enthüllt, soll möglichst schnell zum Vorschein kommen und uns sein wahres Gesicht zeigen. Das heißt, unsere Aufgabe besteht lediglich darin, unsere Entwicklung zu beschleunigen, um schneller „von einem Bild ins nächste“ zu kommen.

Ich muss daran arbeiten, dass die inneren Bedingungen sich so schnell wie möglich in mir ändern – meine Gedanken und Verlangen, das Herz und der Verstand sich erneuern und ich auf diese Weise zu einem immer fortgeschritteneren, zu dem wahren Zustand übergehe. Alles hängt davon ab, wie ich mich selbst zu einer immer größeren Entwicklung meiner Empfindsamkeit vorantreibe, wodurch ich meine Wahrnehmung dem Licht näher bringe.

Die Aufeinanderfolge dieser Veränderungen ist bereits in dem in mir enthaltenen Programm gespeichert, und ich kann nur deren Geschwindigkeit beeinflussen. Darin besteht meine einzige freie Wahl und die Art, mich selbst auszudrücken – dem Endzustand, der Verschmelzung mit dem Schöpfer, den ich erlangen will, zuzustimmen.

Deshalb müssen wir zusätzliche Kräfte von der Umgebung erhalten und uns zur inneren Entwicklung, zur Enthüllung des Bösen vorantreiben. Wir müssen verstehen, dass alle Zustände, die sich uns enthüllen, zur Klärung dessen bestimmt sind, was mir fehlt, um die Verschmelzung zu erreichen. Diese Mängel bezeichne ich als Böse.

Die Kraft der Bewegung, die Kraft der Beschleunigung kommt nur von der Umgebung. Wie geschrieben steht: „Neid, Genusssucht und Ehrgeiz führen den Menschen aus dieser Welt“. Denn ich selbst will diese Veränderungen nicht – sie sind gegen meine Natur, und ich will mich nicht in Richtung Geben verändern. Doch dadurch, dass die Umgebung mich anspornt und mir einredet, dass es sehr wichtig ist und es sich lohnt, das zu tun, stürme ich in den Zustand, den ich selbst niemals wollen würde.

Die Umgebung gibt mir die Kraft, meiner Natur zu widerstreben, und aus diesem Grund kann ich so große Veränderungen in Richtung Geben ertragen und bin bereit, mich selbst zu annullieren und auf meinen Egoismus zu verzichten. Sie redet mir ein solches Verlangen, das Geben zu erreichen, ein, das stärker als mein natürlicher Instinkt ist, nach dem Genuss für mich selbst zu suchen. Auf diese Weise beschleunige ich meine Entwicklung und komme voran.

Und weil ich das ganze Böse zielgerichtet enthülle, wandelt es sich sofort zum Guten um. Darüber steht geschrieben: „Schau sie nur an – und sie werden gleich zu Staub zerfallen“. Alles hängt von unserer Wahrnehmung jener schlechten Eigenschaften ab, die sich uns enthüllen.

Wenn wir das ganze Übel auf der Welt als unsere Mängel der Wahrnehmung empfinden, wird uns klar, was korrigiert werden muss, um zwei Welten zu einer zu vereinen. Dafür müssen wir immer mehr unsere Umgebung erwecken, um mit deren Hilfe solche Korrekturen unseres Zustandes zu erreichen, dass wir nichts Böses auf der Welt mehr sehen werden!

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Es gibt kein Übel auf der Welt, alles ist notwendig und erfüllt seine Rolle“, 13.03.2011

Weckt die Männer auf!

Frage: Wie sollen Frauen die Vereinigung von Männern unterstützen?

Meine Antwort: Es ist eine sehr starke und wichtige Handlung seitens der Frauen. Sie können die Männer zum spirituellen Vorankommen, zur Vereinigung, zum Studium und zur Verbreitung erwecken.

Genauso setzt sich Seir Anpin in der spirituellen Welt in Bewegung und beginnt zu handeln, erst nachdem Malchut, der weibliche Teil, ihn dazu erweckt, indem sie MaN zu ihm erhebt und nach der Korrektur verlangt.

Der Mann wird ohne die Frau, ohne das weibliche Verlangen nicht erwachen – sowohl zu Hause als auch in der Gruppe. Aus diesem Grund muss der weibliche Teil erwachen und den männlichen Teil erwecken – denn anderenfalls werden die Männer das Ziel nicht erreichen können.

Wir wenden uns an alle Frauen des Weltkli mit der Bitte, sich untereinander zu verbinden und auf verschiedene Weise Druck auf die Männer auszuüben. Dann werden die Männer spüren, dass sie vorankommen müssen und dass sie nicht zu Ruhe kommen dürfen.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 08.03.2011

Ausweg aus der Sackgasse

Wenn die Gruppe in einer Sackgasse des gegenseitigen Hasses gelandet ist, ist es besser, sie aufzulösen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Wahrheit zu sehen. Soll doch jeder ein Weilchen zu Hause bleiben und über sein Leben nachdenken. Der Hass wird ihm die Augen nicht mehr verdecken, und er wird diesen Zustand, den Hass zwischen den Freunden, quasi von der Seite betrachten – er wird ein wenig Verstand in die Gefühle hineinbringen.

Dann wird er darüber nachdenken, was er mit diesem Hass machen soll, woher er gekommen ist und zu welchem Zweck er gegeben wurde. Er wird sich daran erinnern, dass gerade der Hass ein Mittel zum Aufstieg ist, denn der Schöpfer hat den bösen Trieb erschaffen und erweckt absichtlich den Hass zwischen uns, damit wir Ihn heranziehen und enthüllen können. Die Wissenschaft der Kabbala ist ein Mittel zur Enthüllung des Schöpfers, und genau in diesem Augenblick hast du die Möglichkeit, Ihn zu enthüllen.

Der Schöpfer enthüllt sich nur über unserem Egoismus, und solange es uns gut geht, werden wir nicht nach Ihm rufen. Wir sollten ein für alle Mal verstehen, dass die ganze Bewegung nur als Folge von schlechten Empfindungen stattfindet. Und wenn es dem Menschen gut geht, ist er nicht in der Lage, sich vom Fleck zu rühren, weil so unsere Natur ist.

Deshalb ist es möglich, an der Liebe zu den Freunden zu arbeiten, wenn wir uns alle Prozesse und Zustände, die wir durchlaufen müssen, vorstellen, sie in uns erkennen und begreifen, aufschreiben, zu dieser Selbstanalyse mehrmals am Tag zurückkehren und den Verstand und das Gefühl hineinbringen. Auf diese Weise beginnen wir, jeden dieser Zustände – ob gut oder schlecht – zu lenken, indem wir ihn als ein notwendiges Mittel, als einen Hebel benutzen, der es uns ermöglicht, ihn in den nächsten Zustand umzuwandeln und voranzukommen.

Und wenn jeder von uns immer wieder versucht, auf diese Weise sein Ego, sein „steinernes Herz“, zu zerschlagen, dann bedeutet es, dass er in das Herz des Freundes eindringt. Letztendlich enthüllen wir den einzigen existierenden Zustand, den unser Egoismus vor uns verborgen hat.

Wir arbeiten nicht an dem Freund oder an der Gruppe – wir ändern lediglich unsere Wahrnehmung, unser Herz, die Wahrnehmung der Realität. Das Problem liegt nicht in den Freunden und nicht in der Gruppe – es gibt nur meine Seele, die ich zu einem Ganzen zusammenfügen muss.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 07.03.2011

Der Prozess hat begonnen

An den neuesten Ereignissen in der Welt sehen wir, wie die Massen in Bewegung gesetzt werden und zu Wellen anwachsen. In gleicher Weise macht ein großer Vogelschwarm in der Luft synchrone Bewegungen, als ob er von einem gemeinsamen Gedanken zusammengeschweißt wurde.

Daher werden die Massen in der Welt eine zunehmende Einheit demonstrieren und eine vereinte Kraft wird plötzlich in ihnen auftauchen. Die Menschen werden nicht mal verstehen, warum das geschieht. Fakt ist, dass sie die Fähigkeit erhalten, sich in Erwartung der Korrektur der Welt, mehr als zuvor zu vereinen. Genau wie Vögel werden sie synchrone Handlungen machen, ohne den Grund dafür zu erkennen. Sie tun es durch die inneren Befehle der Natur.

Dann werden wir tausende und hunderttausende von Menschen sehen, die sich auf den Straßen vereinen und irgendwo hingehen. Das wird plötzlich geschehen, scheinbar ohne jeden Grund, ohne eine anfängliche Vorbereitung von einigen Monaten. Ihre Wellen werden überall auf der Welt, von einem Ort zum anderen rollen.

Heute sehen wir schon, wie das geschieht und wie das von einem Land ans andere, wie ein Virus, weitergegeben wird. Dies sind äußere Zeichen eines inneren Phänomens: Diese Massen erheben sich, um sich durch Vereinigung und gemeinsame Handlungen zu korrigieren.

Auf diese Weise wird diese gemeinsame Anstrengung allmählich organisierter und bestimmter. Offensichtlich verstehen die Menschen das Wesen und die Ursache dessen nicht, was geschieht. Sie schreiben das Verlangen, das in ihnen erwacht, äußeren Faktoren zu, doch das ist nur eine Augenbinde, sodass die Menschen nicht erkennen können, was tatsächlich geschieht. In der Zwischenzeit entwickelt sich ihr Verlangen nach Genuss, geht durch die verschiedenen Phasen seiner Entwicklung: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Und dieser Prozess geschieht nicht nur in Einzelnen, sondern in einer großen Masse von Menschen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Schriften von Rabash

Ein Artikel in einer deutschen Zeitung

Während des letzten Europa Kongresses in Berlin, gab ich in Deutschen Medien einige Interviews. Unten im Bild bin ich bei einem Interview mit einem Reporter der deutschen Zeitung „Jüdische Allgemeine“ zu sehen. Als Ergebnis unseres Gesprächs hat die Zeitung einen großen, seriösen Artikel über den Kongress und unsere Bewegung veröffentlicht.

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