Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die geheime Kraft einer Frau

In unserer Welt verhält sich ein Mann wie ein Macho gegenüber einer Frau, um zu zeigen, dass er höher, stärker, erfolgreicher als sie ist.

Das ist durch die Natur bedingt, obwohl in der spirituellen Natur alles umgekehrt ist. Da die Frau die neue Generation gebärt und den Mann zur Entwicklung antreibt, ist sie höher und wichtiger als er.

Genauso wie in unserer Welt eine Frau die neue Generation zur Welt bringt, erschafft der weibliche Teil auch in der Spiritualität eine neue Stufe, die näher zum Schöpfer ist.

Wer macht den Schritt der Annäherung an den Schöpfer? Der Mann setzt die Kraft in Bewegung, doch die Frau macht diesen Schritt, sie gebärt die nächste Stufe. In unserer Welt genießt der Mann dadurch, dass er nichts zur Welt bringt, eine größere Freiheit – …und macht das, was er will.

In der Spiritualität ist der Mann mit all seiner Freiheit vollkommen darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft zu bedienen, um die nächste Stufe zur Welt zu bringen und sich zusammen mit der Frau der Spiritualität anzunähern.

Alles, was es in einem Mann gibt, bringt er in die Frau hinein und aus ihr kommt ihre neue gemeinsame Stufe heraus, genauso wie auch in unserer Welt, die eine natürliche Projektion der spirituellen Welt ist, wo ein Mann den Samen hineinbringt und eine Frau ihn entwickelt und die nächste Generation zur Welt bringt.

Frage: Was hat eine Frau, dass sie den Samen empfangen und ihn entwickeln kann?

Antwort: Es existieren in ihr zwei Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ein Mann hat nur die Kraft des Gebens, er ist schwach, das ist nicht genug, um in der Natur existieren zu können. Und eine Frau hat sowohl die Kraft des Empfangens als auch die Kraft des Gebens.

Frage: Also symbolisiert sie die Schöpfung selbst?

Antwort: Sie symbolisiert die Schöpfung und die gesamte Schöpfung ist für sie erschaffen worden, das ist Bina, die Höhere Mutter.

Der Vater (Aba) hat nur die Kraft Chochma und die Mutter (Ima) hat sowohl Chochma als auch Chassadim, sie weiß auch, wie diese beiden Kräfte organisiert werden müssen, um den männlichen und den weiblichen Teil zur Welt zu bringen und sie anschließend voranzutreiben.

Die Entstehung, das Säugen, der Zustand des Erwachsenseins – all diese Etappen gehen von Ima aus.

Frage: Und all das wird in unsere Welt projiziert?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir, wenn wir in unsere Welt in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt die Korrektur hineinbringen, eine andere Welt sehen werden.

Es werden ganz andere Beziehungen in der Familie, zwischen Männern, Frauen und Kindern herrschen. Alles wird eine andere Form annehmen. Darüber steht geschrieben: „Ich sah eine umgekehrte Welt“.

Und wenn wir dagegen die Wissenschaft der Kabbala nicht anwenden, werden wir immer tiefer absteigen und wir mögen noch so viel in neue Schulen, Freizeitaktivitäten und öffentliche Einrichtungen investieren, es wird uns nichts helfen und unsere Welt wird bis zum völligen Verfall hinabsteigen.

Kabbala Grundkurs

Die gegenseitige Bürgschaft für die ganze Welt

Frage: Ich betrachte die Äußerungen zu den Artikeln, die die Bewegung „Bürgschaft“ verbreitet, und gehe den Gerüchten darüber nach. Geht es Ihnen einfach nur darum, Ihre Anhängerschaft zu erweitern, weil “ die Kabbala nur die wenigen Menschen interessiert, so dass der Laitman jetzt eine neue Bewegung gründet“ ?

Meine Antwort: Ich liebe solche direkten Fragen und die Einwände, denn ich strebe stets danach, dass meine Meinung verstanden wird. Die Kabbala ist eine Methode zur Korrektur der Welt, die sich auf jeder Ebene der Gesellschaft aufzeigt:

– Es gibt Menschen, die an der spirituellen Bewegung interessiert sind.

– Es gibt Menschen, die an der Entwicklung interessiert sind, weil es für sie wichtig ist, ungefährdet und ruhig zu existieren – für sich und ihre Kinder.

– Es gibt Menschen, die sehr wenig daran interessiert sind. Sie sind nur daran interessiert, gut und normal zu leben: jetzt fühle ich mich wohl, und meine Aufgabe besteht darin, den Komfort zu erhalten oder, wenn es möglich ist, ihn zu erhöhen.

Bezüglich ihrer Interessen gibt es Menschen, die nur mit ihren persönlichen Bedürfnissen beschäftigt sind, und es gibt auch solche, die sich mit gesellschaftlichen Bedürfnissen beschäftigen. Es gibt Menschen, die sich von Macht, Ruhm, Wissen und Reichtum angezogen fühlen, das heißt, die höhere Anforderungen im Vergleich zu einem einfachen Menschen haben.

Und jeder von ihnen hat diese angeborenen, vorgegeben Eigenschaften und Wünsche. Aufgrund des langjährigen Studiums der menschlichen Natur und der Gesellschaft, habe ich keine Erwartungen an diese Menschen und verstehe sehr gut, dass diejenigen, die sich für Kabbala engagieren oder die Interesse an der Kabbala haben, uns auch erreichen werden. Und die Menschen, die diese Verlangen nicht in sich tragen, werden – unabhängig davon, wie viel ich ihnen über die Kabbala erzähle – nicht an der Wissenschaft interessiert sein. Aber sie werden sehen, dass die gegenseitige Bürgschaft ein Werkzeug ist, mit dessen Hilfe wir heute die Krise überwinden können: im Inneren des Menschen und in seiner Familie, in unserem Staat und in der ganzen Welt.

Ich will, dass sie genau das erfahren. Und jeder wird im Einklang mit seinen inneren Fragen bzw. seinem Bedürfnis, einen Platz in dieser Stufenleiter der Korrektur für sich selbst und für die Menschheit finden.

Deshalb gibt es hier keinen Versuch, die Menschen zu verführen. Das ist ein unmögliches Unterfangen. Es handelt sich hier auch nicht um eine der üblichen politischen Bewegungen, bei denen die Menschen durch irgendwelche Ziele verführt werden, „Last uns hingehen, erobern, den anderen wegnehmen und untereinander aufteilen“ und so weiter.

Im Gegenteil ist diese Bewegung nur auf dem gemeinsamen Einvernehmen aller Mitglieder der Gesellschaft gegründet worden. Und deshalb kann daran jeder teilnehmen. Somit eignet sich jeder beliebige Mensch für die praktische Realisation der gegenseitigen Bürgschaft, aber nur in dem Ausmaß, in welchem in ihm ursprünglich die natürlichen Eigenschaften, Anlagen, Angaben existieren.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 02/11/11

Die Verbindung in einer Gruppe von Kabbalisten gleicht nicht der Verbindung einer Kommandogruppe, sondern ist eine Verbindung anhand der Ratschläge der Kabbalisten – Lehrer, die uns zu einer höheren Existenz als der, in der wir uns jetzt befinden, führen.

Wenn der Mensch den Ratschlägen der Kabbalisten folgt, er sich in eine Gruppe integriert, sich bemüht zu Verbindung und Liebe zu gelangen, gemeinsam mit den übrigen Freunden kabbalistische Bücher liest und erwartet, dass diese ganze Beschäftigung ihn erweckt und ihm diese neue Macht offenbart, welche als Geben und Liebe definiert wird, so ist das bereits die Kraft, die in seinem Inneren erwacht ist.

Niemand ist fähig, sich selbst zu korrigieren; jeder ist nur dazu fähig, die Anderen zu korrigieren und das, indem er sie auf- und versammelt und an sich bindet und sie in dem, was als „Nächstenliebe“ bezeichnet wird, korrigiert. Unsere gesamte Korrektur liegt im Aufsammeln der Kelim der zerbrochenen Seelen, und wir korrigieren sie und damit auch uns selbst und erfüllen so den Schöpfer. So funktioniert jeder Einzelne gegenüber allen anderen Seelen, und so hat jeder eine erfüllte Welt.

Sobald ich in die gemeinsamen Verlangen der Anderen eindringe und gegenseitige Bewegung zwischen uns stattfindet, so beginne ich, Lichter, Funken und Kelim zwischen uns zu verspüren, und dies wird meine Seele sein. Und der Grund dafür – wer die Eigenschaften und die Verbindung zwischen uns zusammensetzt, die 4. Komponente – ist der Schöpfer.

Im Gegensatz zu allen vergangenen kabbalistischen Gruppen existieren wir nicht, um Wissen an kommende Gruppen weiterzugeben, sondern wir existieren für die Korrektur der Welt, die sich offenbart und diese einfordert. Deshalb wird sich unser ganzer Erfolg und Beschäftigung von dem der vorherigen Kabbalisten unterscheiden.

Wenn wir Sorge um die Zukunft und unseren Zustand entwickeln, wird es keinen Grund geben, äußerlichen Druck auf uns auszuüben, denn wir erschaffen diesen Druck von Innen.

Vorbereitung auf den Kongress
Die Vorbereitung auf die kommende Stufe ist das Wichtigste.

Es ist sehr wichtig, sich vor dem Kongress mit dem Material auseinanderzusetzen, um damit nicht beim Kongress überrascht zu werden. Und je mehr alle wissen und das scheinbar alte Material durchnehmen, so wird ihr Verlangen, die Ausrichtung nach dem Gehörten haben und so neue Dinge offenbaren können.

Je besser die Leute vorbereitet sind, desto mehr können wir alles im Herzen und Verstand klären, und wenn beides richtig funktioniert – können wir zur Offenbarung gelangen.

Das Wichtigste ist, beim diesen Kongress eine Aufgabe zu haben. Deshalb, wenn jemand die Möglichkeit hat, eine Aufgabe zu erledigen, selbst nur für eine Stunde, so erhält er den Verdienst aller, da er im Dienst von Allen, steht.

Ich bin beim Kongress angekommen: habe ich einen Mangel danach, habe ich irgendeine Berechtigung dazu, bin ich überhaupt bereit mich mit allen anderen zu beteiligen? Ich habe ein großes Verlangen, dieses Licht zu erwecken, welches so einen Einfluss auf mich hat, dass ich mich mit allen anderen verbinde, und dass sich dann anstatt des umgebenden Lichtes, das innere Licht, offenbart, und ich habe bereits eine spirituelle Enthüllung, die Enthüllung des Schöpfers.

Vorbereitung auf den Unterricht

Die gesamte Arbeit des Menschen liegt in seiner Anstrengung, seine Absicht zu ordnen, und diese Anstrengung liegt nur in der Absicht – was möchte ich davon haben, was ist das Ergebnis, welches ich in meiner jetzigen Situation, erwarte? Und alles andere ordnet man für ihn.

Die Absicht ist ständig die einzige Sorge, die existiert.

Die Tora ist kein Buch, sondern das Licht, dass zum Guten zurückführt – sie ist die Kraft die sich offenbart, vorausgesetzt du führst spezifische Handlungen aus.

Die Bauarbeiter der neuen Gesellschaft

Frage: Sie sagen, dass die Massen lernen müssen. Verstehen Sie eigentlich, dass die Massen überhaupt nicht im Zustand sind, etwas zu lernen?

Meine Antwort: Es geht darum, dass in Europa und in den USA in der allernächsten Zeit die Vernichtung der Mittelklasse stattfinden wird. Es sind die klugen und die gebildeten Menschen, die außerdem noch sehr jung sind. Diese Menschen werden die aktivsten Bauarbeiter der neuen Gesellschaft hin zur gegenseitigen Bürgschaft sein.

Sie sind in der Lage, den wahrhaften Sinn in der Entwicklung der heutigen Gesellschaft schnell zu erkennen: die Bewegung hin zur Einheit (zur Globalität und Integrität), und dass die Lösung aller unseren Probleme in der Übereinstimmung mit diesem Gesetz der neuen Gesellschaft liegt.

Die Funken des Lichts, welche die Welt beleben

Frage: Wofür war diese riesige Bewegung in den Welten notwendig (alle Welten haben sich zusammen mit Adam Rischon am Abend des sechsten Tages der Schöpfung erhoben), wenn Adam danach gesündigt hat und noch tiefer gefallen ist (unterhalb des Niveaus seiner Entstehung)?

Meine Antwort: Nach der Versündigung des Ersten Menschen, Adam Rischon, sind alle Welten auf jene Stufe herab gefallen, auf der sie sich jetzt befinden und wo sie früher in der Welt Nekudim waren. Aber infolge dieser Auf- und Abstiege wurde die Welt erschaffen, in der sich heute die Seelen befinden. Somit waren die Seelen in die Welt, in die Umgebung gebracht, dank welcher sie existieren können.

Die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Welten (die Welten Brija, Jezira, Assija) gewährleisten die Existenz der Seelen auf „der tierischen“ Stufe, unterstützen die Bedingungen, die für das Leben notwendig sind. Und der lebendige Mensch (in unserer Welt) kann schon die Existenz der Seele – die menschlichen Stufe erreichen, um sein unbelebtes, pflanzliches und tierisches Niveau zu ergänzen. Hierfür müssen die Seelen beginnen, sich zu vereinigen und untereinander das Netz der Verbindung aufzubauen.

Anfangs steigen die Welten ohne eigene Teilnahme des Menschen hinauf, entsprechend dem vorgegebenen Programm der Schöpfung. Es existiert also das Programm „Beito“ (in der Zeit), das wie eine Uhr tickt und schrittweise mit der Bewegung des Zeigers realisiert wird. Wenn du willst, dann kannst du dieses Programm beschleunigen, damit die Uhr schneller tickt. Hierfür sind viele zusätzliche Kräfte notwendig. „Das Ende der Handlung ist schon im Anfangsvorhaben eingeschlossen“, und alles bewegt sich entsprechend diesem Programm der Schöpfung, das den Menschen zu seiner Wurzel zurückführt.

Die Welt Azilut ist Galgalta we-Ejnaim (GE). Wenn ich diese GE in die „Osen“ von ACHaP hineinführe, dann entsteht folglich die Welt Brija. Die Welt Azilut innerhalb „Chotem“ ist die Welt Jezira, und innerhalb „Pe„- die Welt Assija. Daraus folgt, dass die Welten BJА (Brija, Jezira, Assija) ein Abdruck der Welt Azilut innerhalb „Osen-Chotem-Pe„(innerhalb ACHaP) darstellen. Sie stellen also den Einschluss der Eigenschaften Bina in Malchut dar. Auf diese Weise waren die Welten Brija, Jezira, Assija, die passende Umgebung für den Menschen, für Adam Rischon geschaffen.

Jetzt befindet sich der Mensch innerhalb des Wunsches zu genießen, in welchem es unterschiedliche Eigenschaften des Gebens, die Eigenschaften des Lebens gibt. Diese Eigenschaften des Lebens verfügen über keine Freiheit der Wahl und stellen die unbelebte, pflanzliche und tierische Niveaus dar. Deshalb gibt es in unserer Welt die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen der Natur, die um den Menschen herum existieren und für ihn sein Lebensumfeld erschaffen.

Wir leben also dank der Welt Azilut, dank den Eigenschaften des Schöpfers, die neben uns innerhalb der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur existieren! Wenn ich aber nicht nur auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau existieren möchte, sondern auch eine menschliche Stufe – die Welt Azilut anstrebe, dann ist es meine Arbeit, dorthin zu steigen.

Folglich sammle ich innerhalb der Welten BJA das Wissen über das Innenleben (über das System dieser Welten): über die Eigenschaften des Gebens (GE ), die in die Eigenschaften des Empfangens (АCHaP) eingeschlossen sind. Ich will mich an die Kraft dieser Eigenschaften des Gebens (GE) anschließen, und äußere meinen Wunsch indem ich die zerbrochenen Scherben verbinden will, um sie folglich in die Welt Azilut zu erheben.

Aber ich erhebe in die Welt Azilut nicht die zerbrochenen Teile des Verlangens zu genießen, sondern die Scherben des Gebens, die Punkte im Herzen. Ich sammle die Punkte im Herzen, die Funken des Verlangens zu geben, die voneinander durch die Anwesenheit des Verlangens zu empfangen (ACHaP) abgetrennt sind. Und ich will, dass das Licht kommt und gerade mit Hilfe meines Verlangens zu genießen die Punkte im Herzen verbindet. Dann werden sie die gegenseitige Arbeit mit ACHaP beginnen, was auch bedeuten wird, dass ich АCHaP in GE erhebe.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ (Pticha), 16.10.2011

Sei einverstanden – und es wird offenbart!

Frage: Wie kann ich persönlich den Prozess der Entstehung der Welten beeinflussen?

Meine Antwort: Du befindest dich schon in der Welt der Unendlichkeit und sollst dich nur darin offenbaren.

Wir befinden uns innerhalb des Kreises der Welt der Unendlichkeit – wir alle! Wir existieren automatisch in diesem vollkommenen, idealen System . Wir befinden uns also auch jetzt in der Welt der Unendlichkeit im vollkommen und korrigierten Zustand. Dieser Zustand des vollkommenen Gebens und der Liebe, sowie die vollständige gegenseitige Verbindung sind uns absolut entgegengesetzt.

Dieser Zustand wird uns allmählich in dem Maße offenbart, in welchem wir ihn ertragen können, weil ich diesen entgegengesetzten Zustand innerlich verdränge und hasse. Und deshalb wird er mir nur in dem Maß offenbart, in welchem ich ihm im voraus, potentiell zustimmen kann.

Wir studieren in den Artikeln von Baal HaSulam „Frieden in der Welt“, „Freiheit des Willens“ usw., dass wir alle wie die Zahnräder in einem Mechanismus verbunden sind. Sie sind so stark miteinander verknüpft, dass die geringste Bewegung eines Zahnrades die Bewegung des ganzen Systems hervorruft. Jedes einzelne Zahnrad ist mit allen anderen verbunden, so dass sie sich alle vollständig harmonisch bewegen. In solchem System existieren wir von vornherein.

Wir sind so verschieden und befinden uns in diesem Bild (vorgeführt auf der Zeichnung im Rahmen). Dieses Bild kann auch mehrdimensional sein. Wir befinde uns darin, wie in Rubiks Würfel: jeder von uns besteht aus 613 Wünschen und ist mit allen anderen verbunden.

Aber dieses Bild wird uns nicht offenbart, weil wir es noch nicht ertragen können. Wir existieren darin jedoch automatisch und erledigen dort alle unsere Handlungen. Und alle diese Handlungen sind gerecht. In Wirklichkeit geben wir aneinander, sehen es aber noch nicht. Wir sehen nur das Kehrbild, welches wir sehen wollen.

Die Kabbala stimmt uns darauf ein, dass uns unser idealer Zustand allmählich offenbart wird, damit dieses Bild in uns aufblüht. Dann wird es uns offenbart.

Es gibt nichts neues in der Welt. Uns wird einfach der Zustand offenbart, welcher von vornherein vom Schöpfer geschaffen wurde. Deshalb ist unsere ganze Wissenschaft, die Wissenschaft über die Enthüllung des Schöpfers, des Höheren Systems, und nichts mehr. Von uns ist nur der Willen zur Offenbarung erforderlich. Wir sollen uns also verändern und korrigieren, um diesem Bild gleich zu werden. Darin besteht unsere Arbeit eben.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 02.10.2011

Die gegenseitige Bürgschaft

DIE BEWEGUNG „АRWUT“

Broschüre 1

Das Volk ist bereit für die gegenseitige Bürgschaft

1. „Wir“

„Wir“ sind ein Volk, das sich mit den Banden der gegenseitigen Sorge verbinden soll, in der Empfindung der gegenseitigen Wärme und der Liebe, wie in einer Familie.

„Wir“ sind all diejenigen, die davon überzeugt sind, dass die Einheit des Volkes das Wichtigste ist. Wichtiger als die engen Parteibeziehungen und das persönliche Wohl.

Sind wir naiv? Absolut nicht.

Es ist uns klar, dass es Zeit braucht, um die Einheit zu erreichen, nach der wir streben. Aber uns ist auch klar, dass wir jetzt agieren müssen.

Deshalb wurde die Bewegung „Die Gegenseitige Bürgschaft“ gegründet, welche eine öffentliche, nicht politische Bewegung ist, die allen offen steht.

Unser Ziel ist, die gegenseitige Bürgschaft zum zentralen Thema der Diskussion in der Gesellschaft zu machen.

„Die gegenseitige Bürgschaft“ sind nicht nur schöne Worte.
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist der einzige Weg, unser Lieblingsland zum Blühen zu bringen..
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist die einzige Möglichkeit,uns in der globalen Welt zurechtzufinden.

Die Bewegung „Die gegenseitige Bürgschaft“ existiert schon seit 20 Jahren, aber wir leben und atmen diese Werte schon Tausend Jahre lang. Die Werte, die unser Volk geprägt haben, sind: die Einheit, die Brüderschaft und die gegenseitige Fürsorge. Bereits zwanzig Jahre lang beginnt und endet jedes unser Gespräche, jede Vorlesung, jedes Treffen mit dem Wort „Bürgschaft„.

Noch vor zwanzig Jahren waren wir einsam, und unsere Stimme war kaum hörbar. Aber schon heute zählt unsere Bewegung Zehntausende Teilnehmer in Israel und mehr als zwei Millionen in der ganzen Welt.

Wir sind die Einwanderer aus den östlichen und westlichen Ländern, die Einheimischen Israels, die Repatrianten, die bürgerlichen und religiösen, die Studenten und die Professoren, die Reichen und die Armen.
Diese Situation ist nicht zufällig. Mit den Jahren beginnen immer mehr und mehr Menschen die Macht und die Lebenskraft zu offenbaren, die im Wort „Bürgschaft“ verborgen ist. Und sie soll für alle wichtig werden.

Warum?

Weil uns die Wirklichkeit verpflichtet
Die heutige Wirklichkeit ist:

– Hunderte von Reportagen
– Dutzende wissenschaftlicher Artikel
– Die unzähligen Sprüche der Politiker
– Und ein Schreiben, das sie alle durchbohrt: „In der Epoche der Globalisierung befinden wir uns in einem Boot“.

Die heutige Wirklichkeit ist eine globale Welt.

Eine Krise ersetzt die andere, alle unsere Versuche von der Verantwortung zu flüchten, werden scheitern, wir werden ohne die normale Verbindung zwischen uns, innerhalb des Volkes, innerhalb der ganzen Welt nicht auskommen können. Wir werden es einfach nicht schaffen.

Wir können sowohl „dafür“ als auch „dagegen“ sein, aber wir schwimmen in gleichem Boot.
Und dieses Boot beginnt, sich mit Wasser anzufüllen.

Und darin gibt es ein Loch, das sich ständig vergrößert.

Die Spaltung in der Gesellschaft

Niemand ist an der Spaltung zwischen uns schuldig, wir haben sie zusammen erschaffen.
Von Tag zu Tag wird unser gemeines Boot immer mehr mit Wasser überflutet.

Wenn es untergehen wird, dann wird es uns alle in die Tiefe reißen:
– sowohl diejenigen, die sich in den prächtigen Kabinen der ersten Klasse erholen
– als auch diejenigen, die sich in den engen Personenkabinen befinden
– und die Menschen in den Schlafsäcken an Deck
– und auch diejenigen, die am Ruder stehen.
Uns alle.

Uns erscheint es noch nicht so furchtbar, dass wir dem heutigen Zustand immer noch keine große Bedeutung beilegen.

Aber in unserem Inneren empfinden wir schon, dass wir verpflichtet sind, dieses Loch zu schließen. Wir sind einfach verpflichtet dazu.

Und wir sind fähig, es zusammen zu machen. Ausgehend vom beiderseitigen Einverständnis und dem gegenseitigen Verständnis.

Mit dieser Botschaft kommt die Bewegung „die gegenseitige Bürgschaft“ ans Licht. Warum? Weil die Zeit für die Bürgschaft gekommen ist.

2. Die Zeit für die Bürgschaft ist gekommen

Die Bürgschaft ist eine praktische Lösung und keine abstrakte Idee.

Jeder von uns hat das Recht auf ein würdiges und sicheres Leben.
Aber wir können es niemals ohne Bürgschaft erreichen.

Warum?

Weil, obwohl die Forderungen des Volkes rechtmäßig und unverzüglich sind, diese Forderungen nur die Symptome sind.

Die brennende Wunde ist eine Spaltung in der Gesellschaft, die Gleichgültigkeit dem Nächsten gegenüber. Es ist das Loch, das im Boden unseres gemeinen Schiffes klafft, und dessen Beseitigung sollte unsere wichtigste Aufgabe sein.

Die Übertragung von Geldern von den Reichen an die armen Menschen aus dem Budget für den Bau der Wohnhäuser, indirekte Besteuerung mit der direkten auszutauschen, sowie eine Regierung mit einer anderen zu ersetzen – das alles sind Versuche, die Symptome zu beeinflussen.

Eine andere Verwendung der Gelder bringt das Boot zum Schaukeln. Aber das Wasser setzt die Überflutung fort.

Ja, man muss sich auch mit den lebensnotwendigen Problemen beschäftigen, andernfalls können wir nicht an den morgigen Tag denken. Aber parallel dazu darf man nicht vergessen, dass die wahrhafte Lösung der wirtschaftlichen, sozialen Probleme, sowie der Probleme unserer Existenz nur durch die Bürgschaft gewährleistet ist.

Was ist die gegenseitige Bürgschaft?

Die gegenseitige Bürgschaft ist eine innere Sicherheit.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann werden die Schwachen nicht unterdrückt. Weil die Bürgschaft gegenseitige Verantwortung bedeutet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich eine Arbeit habe, die einen würdigen Verdienst gewährleistet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann verletzt niemand seinen Nächsten.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann gibt es keinen Platz für überschüssigen Konsum, während es meinem Nächsten an Brot fehlt.
Wenn es zwischen uns die Bürgschaft gibt, entzieht sich der Mensch nicht den Steuern, denn dadurch wird ein Stück vom gemeinsamen Kuchen gestohlen.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann wird die Wohnungsmiete nicht übermäßig hoch angesetzt. Denn auf diese Art und Weise geht man nicht einmal mit dem eigenen Kind um.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann kann der Mensch ohne das Glück des anderen nicht glücklich sein.

Die gegenseitige Bürgschaft gilt dann, wenn ich aufhören kann, mich um das Existenzielle zu sorgen und ich mich von der Selbstsorge befreien kann. Wie? Weil sich alle um mich sorgen. Und ich kümmere mich um sie. Genauso,, wie es in der Familie üblich ist.

3. Was sollte man tun?
Dringende Handlungen

Wir müssen für das Existenzielle bei allen Menschen sorgen. Wie? Wie in einer Familie. Wir müssen uns an den runden Tisch setzen, die Vertreter des Volkes, die Politiker, die Ökonomen, die Soziologen, um gemeinsam zu entscheiden, was für unsere große Familie am besten ist. Der Staat hat sein eigenes Einkommen mit eigenen Ausgaben.

Lassen Sie uns daran denken, wie diese richtig unter allen zu verteilen sind. Und die Verteilung soll offen vorliegen.

Wie kann man die Lösung finden?

Noch einmal: wie es in der Familie üblich ist. In der liebevollen und sorgsamen Familie, in der man sogar ohne einverstanden zu sein, für das Wohl der Familie handelt. Angenommen, einer ist der Faulenzer, der andere hat einen brillanten Verstand, der dritte ist ehrgeizig. Wir sind verschieden, aber trotzdem bemüht, jedem das Notwendige zu gewährleisten. Gibt es die Familienmitglieder, welche benachteiligt sind? Dann sollte man sich um sie am ehesten sorgen.

Unser Ziel ist nicht ein wirksames Wirtschaftsprogramm, sondern nur die richtige Herangehensweise ans Problem.

Wenn wir jede unserer Handlung mit dem Gedanken über die Einheit beginnen und beenden werden, dann können wir alles erreichen.

Wir gehen an die Wurzel:

– Wir sollten die uns umgebende Gesellschaft verändern
– Die unzählige Anzahl der Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften beweist: die Gesellschaft bestimmt die Skala der Werte des Menschen.

Die Gesellschaft bestimmt:

– was gekauft wird
– unser Aussehen
– unser Benehmen
– woran gedacht wird

Der beste Beweis dafür sind die Geschehnisse in Israel in den letzten Wochen.
Plötzlich haben allen begonnen, über die soziale Gerechtigkeit zu sprechen.
Die Menschen in den Zelten auf dem Boulevard Rotschild haben dieses Feuer angezündet.
Aber wer entfacht die Flamme wieder?

Die Massenmedien

Deshalb ist es in der ersten Etappe notwendig, Veränderungen in den Programmen der Massenmedien zu bestreben.
Heute besteht keine Notwendigkeit mehr an Shows und Unterhaltungssendungen, welche das Ego aufblasen. Man kann genauso attraktive Programme organisieren, die mit der Liebe und Sorge um den Nächsten ausgefüllt sind.

Die heutigen Massenmedien sind veraltet.

Die Massenmedien, die auf Zuschauerzahlen basieren, vom Gewinn und Verlust abhängen, zeigen uns nur die inhaltlosen und leeren Werte .

Wir brauchen neue Massenmedien.

Massenmedien, die uns zeigen werden, dass das Ego niemals siegt und nur verliert.
Die Massenmedien, welche illustrieren, dass wir untereinander verbunden sind, obwohl wir uns dieser Einheit nicht bewußt sind.

Die Massenmedien sollten zu einer Umgebung werden, die uns verbindet.
Ständig, ununterbrochen!

Das Internet

Heute ist das Internet wichtiger als die Massenmedien.

Seine Kraft steckt in der Verbindung, welche es zwischen Milliarden von Menschen geschaffen hat.

Auf allen Platformen, die im Netz verfügbar sind, sei es Facebook, Youtube,oder Twitter sollten wir frei und aufrichtig die Wege der Realisation der Bürgschaft, die Natur des Menschen, die Lage in der Welt, das Wesen des Problems und dessen Lösung besprechen.

Das Internet erlaubt uns, uns über die äußerlichen Unterschiede hinweg zu heben, welche uns voneinander trennen, und kann zu jener Umgebung werden, in der wir uns gemeinsam erziehen.

Und wenn wir schon über die Erziehung sprechen…

Die Revolution in der Erziehung

Unsere heißgeliebten Kinder wachsen in einer unannehmbaren Realität auf.

Offene Gewalt, Gleichgültigkeit und gegenseitige Verachtung, Entfremdung und Ungläubigkeit füllen ihre Umgebung aus.

Und wir können sie nicht retten.
Die Erziehung unserer Kinder ist unsere vorrangige Pflicht, und ihre Früchte stellen die einzige Hoffnung für alle dar.

Deshalb sollte nicht die bloße Aneignung von Wissen zur wahrhaften Aufgabe des Erziehungssystem werden, sondern eine realitätsgerechte Bildung des Menschen.

Des Menschen, der über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, mit der komplizierten Realität zurechtzukommen, die ihn nach Abschluss des Studiums erwartet.

Das System ist daran nicht schuldig.

Das Problem liegt nicht in der Abwesenheit finanzieller Hilfe für die Lehrer und nicht in der Rastlosigkeit der Kinder. Hier gibt es das gleiche Problem des Herangehens, wie es in den Massenmedien und auf allen anderen Gebieten vorhanden ist.

Weil sich die Schulen, welche die Aufgabe haben, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, von der Zeiten der industriellen Revolution nicht getrennt und verändert haben.
Aber die Welt hat sich verändert. Das ist heute jedem klar…

Die Welt zu korrigieren bedeutet, die Erziehung zu verbessern.

Die Methodik solcher Veränderungen existiert. Wir als die Urheber der Bewegung „Bürgschaft“, haben sie seit Jahren ausgearbeitet. Es ist nicht die nächste „Reform“, sondern die reale Veränderung in der Konzeption.

Vom ermüdeten Lehrer, der sich vor unbotmäßige Schüler stellt zum Erzieher mit Glanz in den Augen, der im Kreis zusammen mit den Kindern – Freunden sitzt. Nach dieser Methodik bilden die älteren Schüler der jüngeren aus, in ihrer Grundlage liegen das persönliche Beispiel und die Lehrnspiele, sie gibt den Kindern die für das Leben notwendigen Fertigkeiten.

Es ist die Methodik, die das Leben mit den Hoffnungen und mit den Freuden ausfüllt. Ihrer ausführlichen Beschreibung wird die die separate Broschüre gewidmet sein

4. WIR

Wir waren lange einsam. Wir haben schon vergessen, was es bedeutet, einander in die Augen zu schauen. Wir haben uns nach der Bürgschaft gesehnt. Haben uns sehr stark danach gesehnt.

Wenn wir jeden einzelnen Menschen im Land mit der Bürgschaft umgeben, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umgibt, dann wird jeder von uns die Wärme und die Sicherheit fühlen, die das Kind von der Mutter bekommt. Diese Sicherheit wird uns zulassen, sich nicht um das eigene Wohl zu sorgen. Dann können wir sie an die anderen Menschen geben. An alle.

So werden wir die Liebe in unser Haus zurückholen.

Für immer.

Wenn der Patient noch nicht bereit ist, behandelt zu werden

Vor uns liegen drei Etappen. Zunächst einmal müssen wir das Übel unseres Egoismus (1) erkennen, und zwar so weit erkennen, dass wir uns danach sehnen, die Eigenschaft von Bina zu erlangen und uns über den Egoismus zu erheben (2). Und dann erreichen wir Keter (3), d.h. setzen unseren Egoismus für die Eigenschaft des Gebens ein.

Die erste Etappe ist die Vorbereitungszeit. Später, wenn wir zur Stufe von Bina aufgestiegen sind, nehmen wir die spirituelle Welt wahr, werden in die Welt von Azilut eingebettet. Anschließend fangen wir an, auch unser ganzes Übel mit hochzunehmen und es in das Gute, in das Geben umzuwandeln.

Alle diese Etappen können wir nur durch die Kraft des Lichtes realisieren. Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb (unseren Egoismus) und ich erschuf die Tora, denn das in ihr verborgene Licht führt den Menschen zur Quelle zurück“.

Das Problem besteht darin, dass die Menschheit nichts über die Existenz der Kraft, die für die Korrektur unseres Egoismus bestimmt ist, weiß und sich deswegen in einer großen Verwirrung befindet, unwissend, was sie als nächstes tun soll.

Wir haben uns einem kritischen Moment genähert, der eine Welle von Problemen bis hin zu Massenunruhen, Revolutionen und Kriegen zwischen Völkern und Ländern nach sich zieht. Die Wissenschaft der Kabbala warnt, dass es zum dritten und sogar vierten Weltkrieg kommen kann. Die Leiden werden sich so lange mehren, bis die Menschheit selbst die Korrekturmethode findet – ein Heilmittel, das nur das Licht bringen kann.

Aus diesem Grund wurde die kabbalistische Methode bereits in der Anfangszeit der Entwicklung des menschlichen Egoismus, vor 5771 Jahren, für die Menschen offenbart. Sie entwickelte sich allmählich bis zur heutigen Zeit, bis zu der Etappe, in der wir beginnen, unseren Egoismus als böse zu empfinden. Und nun können die wenigen, die diese Korrekturmethode für uns entwickelt haben, sie uns endlich als Heilmittel anbieten.

Genauso kommt der Arzt zum Patienten und erklärt ihm, welche Krankheit er hat, wie der gesunde Zustand sein soll und wie genau die Heilung verlaufen soll. Denn es gibt eine Medizin dagegen.

Und deshalb, wenn wir uns beeilen und der Welt die Heilmethode zur Verfügung stellen, werden

die Menschen sie nicht unter dem Druck von Leiden und Problemen suchen müssen, welche uns so oder so dazu zwingen werden, diesen einzigen Ausweg zu finden.

Das jüngste Beispiel: Nachdem in Norwegen mehr als siebzig Menschen getötet wurden, wurde im norwegischen Fernsehen ein Verbot für Sendungen erteilt, die Szenen der Brutalität und Gewalt enthalten.

Warum lernen wir nur aus solchen Ereignissen? Warum können wir nicht im Voraus alles richtig machen? Sind wir wirklich so schwer vom Begriff? Warum erschaffen wir für unsere Kinder eine dermaßen schlechte Umgebung und zwingen sie anhand der Konfrontation und Rivalität zu lernen? Warum bringen die Spiele, die für ihr Alter geschaffen wurden, ihnen bei, möglichst viele zu töten und möglichst viel zu verdienen? Warum bringen wir ihnen nicht die Botschaft der Einheit näher? Denn in Wirklichkeit schießen wir damit auf uns selbst, wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen.

Werden wir erst nach so einem norwegischen Szenario oder einem größeren ähnlichen Ereignis, das mit dem Weltkrieg droht, aufwachen? Werden wir erst dann erkennen, dass es reicht, dass es so nicht weitergeht? Und doch sehen wir keine realen Fortschritte. Die Menschheit wird daraus nicht schlauer. Von welchem Unheil muss sie noch heimgesucht werden?

Ohne darauf zu warten, müssen wir uns jetzt schon an die Menschen wenden – mit Freundlichkeit, mit Geduld, wie an einen Kranken, der noch nicht versteht, warum es ihm schlecht geht. Der Schmerz verschleiert ihm noch mehr die Augen und stopft ihm noch mehr die Ohren zu. Wir sprechen mit ihm sanft, mit Verständnis. Lasst ihn dagegen sein, lasst ihn uns verfluchen und nicht auf uns hören wollen, dennoch müssen wir uns Mühe geben, wir müssen nach Ansätzen suchen, mit Liebe und zugleich entschieden argumentierend, dass es keine andere Alternative gibt.

Wir lehnen keine anderen Methoden ab, wir sind nicht gegen etwas anderes. Denn schließlich leisten wir keinen direkten Widerstand gegen den Egoismus und sind daher nicht auf die Zerstörung irgendwelcher Bewegung, irgendwelcher Standpunkte, irgendwelcher politischen Partei aus. Es ist unmöglich, wir brauchen aber auch diese egoistischen Strukturen nicht zu zerstören, wie wir auch nicht den Egoismus in uns selbst zu zerstören brauchen.

Wir müssen nur nach der Einheit über allen Meinungsverschiedenheiten streben. Und dann werden sich alle egoistischen Formen in uns und in der äußeren Welt, kulturelle und andere Unterschiede, in Geben, Liebe und Einheit verwandeln. Jeder wird zu dieser Einheit beitragen – aber nicht durch den Widerstand, sondern auf eine sanfte und optimale Art und Weise.

Aus der dritten Lektion des Kongresses in Deutschland, 06.08. 2011

Wer sind wir?

Die Bewegung „Bürgschaft“ ist eine gesellschaftliche nicht-politische Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Wichtigkeit des Begriffes „gegenseitige Bürgschaft“ sowohl in Israel als auch weltweit zu erheben. Die Bewegung wurde von der internationalen Organisation „Kabbala le Am“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Gegenwärtigkeit der globalen Krise, die alle Lebens- und Handlungsbereiche der Menschheit umfasst, an die Weltgemeinschaft zu kommunizieren und wissenschaftliche Methoden zu deren Lösung anzubieten.

An der Arbeit der Bewegung nehmen Vertreter aller Gesellschaftsschichten teil, unabhängig vom Geschlecht, dem Alter, der religiösen Auffassung, der Nationalität oder der sozialwirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Die in letzter Zeit entstandene Situation hat uns die dringende Notwendigkeit aufgezeigt, allen, die dem Schicksal unseres Landes nicht gleichgültig gegenüberstehen, die Bedeutung des Begriffes „gegenseitige Bürgschaft“ zu erklären. Wir glauben, dass die Analyse des heutigen Zustandes der israelischen Gesellschaft und die Diskussion über die Wege zu deren Weiterentwicklung nur von dieser Position aus stattfinden sollten.

Unserer Meinung nach kann es zu keinen sozialen Veränderungen kommen, wenn die kritische Masse der Menschen und als Folge dessen die ganze Gesellschaft kein neues Wertesystem entwickelt. Nur durch politisch-wirtschaftliche Reformen, die „von oben“ ins Leben gerufen werden, können keine wahren sozialen Veränderungen erreicht werden.

Sowohl in unserem Land als auch in der Welt gibt es verschiedene gesellschaftliche Organisationen. Wir begrüßen alle und strecken unsere Hand jedem entgegen, der um die aktuelle Lage besorgt ist. Lasst uns gemeinsam wie gleichberechtigte Partner an einem runden Tisch über jene Krisenerscheinungen offen miteinander sprechen, die unsere Gesellschaft in diesen Tagen praktisch auseinandersprengen.

Wir müssen uns einer Riesenverantwortung bewusst werden, die heute auf uns allen ohne Ausnahme lastet, und mit äußerster Vorsicht vorgehen, um den Grundpfeilern unseres Staatswesens keinen Schaden zuzufügen.

Nur unsere aktive und verantwortungsbewusste Beteiligung, Freundlichkeit und gegenseitige Achtung werden unser Land zu positiven Veränderungen führen.

Autofahren lernt man nicht in der Theorie

Frage: Wie äußert sich der Zusammenhalt der Gruppe? Wo liegt unsere Einheit?

Meine Antwort: Überall, doch hauptsächlich im Inneren. Wir müssen ständig, von früh bis spät, nur an den Zusammenhalt zwischen uns denken. In diesem Zusammenhalt werden wir dem Schöpfer ähnlich, und in der Vereinigung zwischen uns werden wir die gesamte Welt dazu erwecken, sich ebenfalls zu vereinen. Wozu? Um dem Schöpfer ähnlich zu werden. Wofür? Weil wir Ihm dadurch Vergnügen bereiten.

Wir wissen nicht, was das bedeutet, und müssen dennoch in diese Richtung denken. Es handelt sich um ein besonderes Mittel, genannt Segula. Du verstehst nicht, wie es funktioniert, doch du setzt es in Bewegung.

Aktiviere das System. Dir wurden einige Bedingungen gestellt – also handle. Du weißt nicht, was sich hinter der Bedienungskonsole abspielt. Vor dir befinden sich verschiedene Knöpfe – also drück sie. Warte nicht, bis du das gesamte System studiert hast – so wirst du es nie beherrschen können. Es wird sich dir eröffnen, nachdem du es in Gang gesetzt hast. Denn dadurch veränderst du dich und beginnst dann, es zu verstehen.

Was kennen die Menschen, die die ersten Fahrstunden nehmen? Lenkrad, Gangschaltung, Gas-, Brems- und Kupplungspedal – das war es schon. Die anderen Teile lernen sie erst später kennen, geschweige denn den Motoraufbau.

Auch du musst im Moment nur wissen, wie das spirituelle Auto zu bedienen ist, damit es fährt. Im Umgang damit wirst du es kennenlernen, wie geschrieben steht: „Aus Deinen Handlungen erkennen wir Dich“.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 18.07.2011