Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Baal HaSulam'

Die Lichtzone

Eine Frage, die ich erhielt: Worum soll man den Schöpfer bitten?

Meine Antwort: Man kann nur um eins bitten – um das Licht, das zur Quelle zurückführt, um die Kraft.

Ich kann mich nicht selbst ändern. Die gesamte Menschheit verzweifelt allmählich an diesen Versuchen. Heutzutage wird klar, dass wir letztendlich nur noch mehr durcheinander geraten – selbst innerhalb von Systemen, die wir selbst aufgebaut haben.

Wir müssen in unserer Arbeit tatsächlich zur Verzweiflung kommen. Das ist nicht einfach. Wie Baal HaSulam schreibt, gibt es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen als den Augenblick, in dem er völlig an seinen Kräften verzweifelt. Dann, wenn er sieht, dass er keine andere Wahl hat, wendet er sich an den Schöpfer, und der Schöpfer antwortet ihm, weil sein Schrei vollwertig ist.

Und solange es noch kein Verlangen gibt, wirkt das Licht nicht. Auf dem Weg dorthin gibt es 125 Stufen. Wenn es mir beim Aufstieg zur ersten Stufe selbst in minimaler Form an Licht fehlt, wirkt es auf mich ein. Somit trete ich in die Lichtzone ein.

Auf der fünften Stufe vergrößert sich mein Verlangen, und das Licht wirkt im entsprechenden Maße ein, denn ich habe mich ihm angenähert. So sind die Gesetze innerhalb der Lichtzone.

Noch befinden wir uns unten, wir haben kein Verlangen. Sobald es entsteht, reagiert das Licht sofort. Denn das Licht hat das Verlangen erschaffen und unterstützt es. Niemals kann das Verlangen irgendetwas selbst bewirken.

Wie kann es in einem solchen Fall das Licht wollen? – Im Verlangen gibt es einen Funken des Lichts, welcher von dem Zerbrechen der Seele übriggeblieben ist, und dieser Funke erweckt dich und zieht dich zum Licht hin, obwohl das Verlangen dich nach unten zieht.

Solange der Funke noch nicht zum Vorschein gekommen ist, wird von dem Menschen nichts verlangt, er wird einfach egoistisch entwickelt. Doch wenn der Funke aufflammt, hört das Licht mit seiner Arbeit auf und überlässt dir die Möglichkeit, es zu bitten.

In dieser Phase wirst du dorthin geführt, wo du deinen Funken entfachen kannst, bis du anfängst, selbst die Einwirkung des Lichts zu wollen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T. 16

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Sprache der Kabbala ist die Sprache der Zweigen.

Alle Worte, die laut von einem Munde ausgesprochen werden, sind nicht in der Lage, das Wesen selbst eines spirituellen Begriffes aus jenem Göttlichen (Eigenschaft des gebens und der Liebe) zu übermitteln, welches sich außerhalb von Zeit, Raum und allem Eingebildeten befindet. Und nur eine besondere Sprache, die speziell dazu bestimmt ist, die „Sprache der Zweige“ ist fähig, die Relationen zwischen Zweigen und ihren spirituellen Wurzeln auszudrücken.

Obwohl jedoch diese Sprache über unvergleichbar mehr Möglichkeiten als jede andere gewöhnliche Sprache in den Erforschungen der Wissenschaft der Kabbala verfügt, kann sie nur von einem gehört werden, der selbst klug ist, das heißt von jemandem, der die Relationen zwischen den Wurzeln und den Zweigen kennt und versteht.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“.

Alle, die das Licht des Schöpfers dank ihrer Arbeit erkannt haben und wollen, dass alle, die ihnen folgen, auch genießen können, was sie schon enthüllt haben und dasselbe erreichen, so müssen sie allen ihren Erkenntnissen Namen geben, damit jene, die ihnen folgen, ihre Absichten und Erkenntnisse verstehen können, und so eine gemeinsame Sprache bekommen.

Werke von Rabasch. Band 2, Brief 19.

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Eine Seele, die die Realität öffnet

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 451: In der dritten Wache schlagen die Cherubim ihre Flügel an und singen, wie geschrieben steht: „Lobet den Herrn! Lobet, O Diender des Herrn, lobet den Namen des Herrn. Gesegnet sei der Name des Herrn … vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang.“ Dann singen alle Engel die in der dritten Wache stehen.

In der Lehre der Zehn Sfirot können wir die spirituellen Handlungen in Form von drei Linien, Lichter, Kelim, Schirme, Reschimot studieren, und der Sohar erzählt uns über dieselben Handlungen, in Form von heiligen unbelebten, pflanzlichen und tierischen Objekte – in Form der Kräfte für die Arbeit des Menschen. Somit werden verschiedene Teile der Seele mit verschiedenen Arten der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Natur und als Menschen bezeichnet.

Für uns ist es schwierig, sie in den Begriffen der geistigen Physik, wie in TES vorzustellen. Wir sehen im „Baum des Lebens“ von Ari, dass es sehr schwierig ist, die ganze Vielfältigkeit der geistigen Handlungen in der Sprache der Sfirot und Parzufim zu beschreiben.

Deshalb gibt es in der Spiritualität noch eine andere Sprache – die Sprache der Zweige, worin der genaue spirituelle Zweig aus dieser Welt genommen wird, welcher den eigenen Namen hat. Folglich hat jedes kleine private spirituelle Detail, in jedem konkreten Fall seine genaue Definition in unserer Welt, die genau für diese geistige Eigenschaft oder Handlung vorbestimmt ist. Wir verwenden diesen Namen, und erhalten die kürzere und einfachere Sprache.

Wenn wir in der Sprache der Kabbala alles beschreiben müssten, was Moses in Tora geschrieben hat, dann hätte sich ein sehr dickes Buch ergeben.

Die Sprache der Zweige legt alles sehr kurz dar, und für den Menschen, der sich in der geistigen Empfindung befindet, ist es viel leichter, solchen Text wahrzunehmen, der die höhere Welt mit den irdischen Namen beschreibt. Denn die beiden Welten sind parallel zu einander, und der Mensch, welcher die höhere Welt empfindet, sieht diese Übereinstimmung sofort.

Die Sprache der Zweige ist auch noch deshalb vorteilhaft, weil in allen Welten, in allen Stufen dieselben Namen und Definitionen verwendet werden, denn jeder Zweig seiner Wurzel genau entspricht.

Wenn wir also den Sohar mit dem Sulam Kommentar lesen, worin die Sprache der Kabbala benutzt wird, die das mit der Sprache der Kabbala beschriebene Bild dieser Welt erklärt, dann sehen wir auch, inwiefern sie alle – sowohl Raschbi, als auch Ari und Baal HaSulam das Gleiche erklärten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 28.09.2010

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Die Prüfung der Verbindung

Baal HaSulam erklärt in seinem Artikel „Bürgschaft“, dass niemand ohne Hilfe der Freunde, das Ziel erreichen kann, weil er keinen Brennstoff, keinen „Geist des Lebens“ hat.

Auf dem geistigen Weg muss man sich mit dem Wunsch versorgen und das Zerbrechen zwischen uns enthüllen. Die Kraft unseres Hasses entblößt den bösen Anfang.

Sogar der Sohar spricht darüber, wie die Freunde der Gruppe von Rabbi Schimon den Hass offenbarten, und dann mit Hilfe des Lichtes, das durch gemeinsames Studium hervorgerufen wird, die Liebe erreichten!

Wir erkennen das Ziel infolge unserer Verbindung. Unsere Beziehung wird mit Hilfe des Lichtes erreicht, wir enthüllen die 125 Stufen, bis zur vollkommenen Verschmelzung mit dem Schöpfer, den Schöpfer selbst und die Kraft des Lichtes, das zur Quelle zurückführt.

Wir müssen mit der Enthüllung des Zerbrechens und seiner Korrektur anfangen, sonst werden unsere Handlungen keine Beziehung zur Spiritualität erweisen.

In Wirklichkeit haben wir einen einzigen Kontakt mit der Geisteswelt, den Ort unserer zerbrochenen Beziehungen. Darüber ist es gesagt: „Ich habe den bösen Anfang geschaffen“. Ihn muss man finden, offenbaren.

Deshalb ist unsere ganze Arbeit auf die Enthüllung der Qualität der Verbindung zwischen den Freunden gerichtet, auf ihrem Weg zur Offenbarung des Schöpfers. Ich – die Freunde – der Schöpfer (Israel – Tora – der Schöpfer).

Wir suchen untereinander solche Verbindung, hinter welcher der Schöpfer verborgen ist. Sie ist der Schlüssel, der die Tür zu Ihm öffnet.

Indem wir die Einstellung zu unserer Wechselbeziehung korrigieren, finden wir die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, den Schöpfer.

Nur darin kann ein Freund dem anderen Freund helfen. Dahinter verbirgt sich unsere einzige Handlung, und alle übrigen Handlungen sind erzwungen, marionettenhaft. Wir müssen nichts anderes wollen, außer dem Wunsch einander zu helfen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Die spirituelle Geometrie: von der Pyramide zum Punkt

Ich betrete die Gruppe und beginne mit ihrer Hilfe in meiner Vorstellung, das Wesen des Schöpfers zu bilden. Dabei will ich noch nicht vereinigt werden, ich will den Freunden nicht zuhören, ich will ihre Meinung nicht über meine Vernunft stellen.

Mit der Zeit wird der Begriff „der Gruppe“ in meinem Kopf klarer, in der ich auf mein Ego verzichten soll. Und als Folge dieser Opposition bestimme ich den Punkt der freien Wahl.

Baal HaSulam erklärt, dass die Willensfreiheit die Auswahl der Gruppe betrifft. Auf dieser Etappe bedeutet diese Formulierung: betreten sie die Gruppe, realisieren sie sich in der Vereinigung – und alles geht in Ordnung.

Aber in Wirklichkeit befinden sich alle Welten, alle 125 Stufen des geistigen Aufstiegs zum Ziel zwischen mir und der Gruppe. Wenn ich mich mit ihr endgültig vereinigen werde, wird es die vollständige Korrektur sein, die Welt der Unendlichkeit, wo wir alle in einem Punkt verknüpft sind.

Wenn wir in diesem Punkt, in der Mitte der Welt der Unendlichkeit vereint werden wollen, dann wird alles mit dem Licht ausgefüllt. Und das alles ist unsere allgemeine Seele.

Man muss sich nur in dem einheitlichen Punkt verbinden – der vom Schöpfer geschaffen ist. Dieser Punkt – ist das Zentrum des Universums, und uns wird die Möglichkeit gegeben, ihn zu erreichen.

Auf diesem Weg trifft man alle Welten, und sie sind deine, denn die ganze Arbeit besteht in der Vereinigung.

Die Menschheit steht heute vorm Eingang in Form der Pyramide. Den oberen Teil der Pyramide bilden wir selbst, die Seelen, die dazu bestimmt sind, die Arbeit zu beginnen. Und unterhalb befindet sich der Rest der Welt.

Der Unterschied besteht darin, dass wir uns irgendwie bemühen, vereinigt zu werden, und die übrige Welt denkt noch nicht daran. Sie wird jedoch den starken Druck der Leiden erfahren, die Erscheinungsformen der globalen Krise.

Warum diese Globalisierung? Den Menschen wird gezeigt, dass sie verpflichtet sind, zusammen zu sein, weil dies der Befehl der Zeit ist, der uns auf die Einigkeit ausrichtet. Natürlich ist es der lange und komplizierte Prozess: als ob man dem Menschen diesen Punkt vor seiner Nase halten würde.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Die Zeit der Vorbereitung und die Zeit des Empfangens

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man sich auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns vorbereiten?

Meine Antwort: Die Vorbereitung auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns wird als Vorbereitungszeit bezeichnet.

Das ist die erste Entwicklungsphase in der Wissenschaft der Kabbala, einer Wissenschaft über die Enthüllung der höheren Welt und der höheren Kraft für jeden in unserer Welt.

Der Mensch kommt zur Wissenschaft der Kabbala, doch wie viel er darüber auch lesen mag und wie viel ihm darüber auch erzählt wird, er nimmt ihr Thema nicht wahr.

Es bedarf keiner Anstrengung, sich etwas zu merken, sowie keiner Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern der Einwirkung des Lichts infolge der Anstrengungen nicht beim Studium, sondern bei den Versuchen, sich zu vereinigen, – dann beginnt man allmählich zu hören, sprich innere Reaktionen darauf, was man hört und liest, wahrzunehmen. Man entwickelt gewisse innere Empfindungen.

Versucht mal einem Kater ein Buch vorzulesen. Warum hört er nicht? Weil er keine Empfindungen hat, die auf eure Informationen reagieren würden. Er hat keinen „Platz“ (kein Verlangen), um diese zu empfangen/wahrzunehmen/zu erkennen.

Genauso kann auch ein Mensch, der zur Wissenschaft der Kabbala kommt, unsere Informationen nicht wahrnehmen. Und zwar nicht, weil er die Wörter nicht kennt, sondern weil er noch über keine inneren Empfindungs- und Gedankenmodelle verfügt, um auf die Informationen des Buches Sohar zu reagieren.

Darum ist eine „Vorbereitungszeit“ notwendig, in der wir in unserem Verlangen (Material) verschiedene Modelle von Empfindungen, Verbindungen und Reaktionen auf spirituelle Begriffe aufbauen.

Die Erschaffung dieser neuen Zellen der Wahrnehmung von spirituellen Begriffen in uns geschieht nur mit Hilfe des Kabbala-Studiums in der Gruppe, welches die Einwirkung des verborgenen höheren Lichts hervorruft.

Gerade dieses Licht erschafft in uns Modelle bzw. Zellen für neue, für uns bislang unverständliche Wahrnehmungen von Licht, Geben, Verbindung und anderen spirituellen Begriffen.

Es bedarf viel Zeit für die Bildung eines notwendigen Satzes an sinnlichen Reaktionen auf die wichtigsten spirituellen Begriffe. Darin besteht die Erziehung in unserer Welt: wenn man ein Kind in eine höhere Klasse setzt, wird man feststellen, dass es nicht versteht, was man von ihm will, und nichts wahrnimmt.

Baal HaSulam schreibt, dass es die Zeit des Gebens und die Zeit des Empfangens gibt. Das Geben eröffnet den Prozess, der zum Empfangen führt. Das Geben und das Empfangen können jedoch nicht gleichzeitig existieren. Denn es muss ein „Platz“ in dem Menschen erschaffen werden – es muss ein Mangel daran, was gegeben wird, wahrgenommen werden.

Unser ganzes Vorankommen auf dem spirituellen Weg läuft auf die Erschaffung von Möglichkeiten in uns hinaus, die höhere Welt wahrzunehmen. Sie existiert jetzt schon um uns herum, wir nehmen sie jedoch nicht wahr. Der Schöpfer gibt sie uns bereits, doch wir haben noch kein Verlangen danach. Es gibt noch kein Bedürfnis nach Geben und Liebe, doch gerade das ist die Spiritualität!

Doch wie enthüllen wir sie? – Im Geben des Schöpfers gibt es das Licht, welches auf uns einwirkt und uns nach der Regel „das Licht bringt die Kelim in Schwung“ erweckt – das Licht „schüttelt“ die Verlangen, und sie verstehen immer besser das Licht und wollen es – die Eigenschaft des Gebens – immer mehr. Die Zeit des Gebens endet und die Zeit des Empfangens beginnt…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 10

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Das Material der ersten, höchsten Welt, ist am „feinsten“, im Vergleich zu allen unteren Welten. Und das Material (der folgenden) zweiten Welt, ist grober als das Material der ersten Welt, und gleichzeitig feiner, als in allen unteren Welten in Bezug auf die zweite Welt.

Und solche Reinfolge bleibt bis zu unserer Welt erhalten, deren Material grober und „dunkler“ ist, als in allen vorangehenden Welten.

Gleichzeitig sind die Formen in jeder Welt konstant und identisch in allen Einzelheiten, sowohl mengenmäßig, als auch qualitativ.

Man kann es mit dem Stempel und seinem Abdruck vergleichen, wenn auch die winzigen Details des Stempels (der höchsten Welt) vollständig auf den Abdruck (der niedrigsten Welt) übergehen.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“.

Leben, und sich freuen

Alles, was uns in dieser Welt als unerschütterlich vorkommt, gleicht sich der gemütlichen Wiege des kleinen Kindes. Man sollte diese aber verlassen und prüfen, ob sie in Wirklichkeit so sicher ist.

Das Wichtigste ist, zu lernen, den Einfluss der Umgebung nicht zu berücksichtigen. Wenn der Mensch in eine sogenannte „vorübergehende Behausung“ eingeht, das heißt, er baut für sich die neue Umgebung auf, um unabhängig zu werden und, diese Welt von der Seite betrachten zu können, als ob er sie aus dem Kosmos anschauen würde – dann nähert er sich immer mehr dem Licht.

Es ist wichtig, die „jenseitige“ Welt (jenseits vom Egoismus) zu enthüllen, ohne etwas in „diesem Leben“ aufzuheben, um unsere Welt nüchtern bewerten zu können, und ihre Vergänglichkeit, um die Vereinigung mit dem Schöpfer ergänzen zu können.

Diese Welt ist uns nur dafür gegeben, um die Welt des Schöpfers, als vollkommen bewerten zu können. Um sich sowohl in dieser Welt, als auch in der zukünftigen freuen zu können, muss man sich schon jetzt die höhere Welt aneignen.

Sie wird durch Wechsel der Wichtigkeit des Erhaltens auf das Geben, des Beständigen auf das Vorübergehende erreicht – man muss also ihre Plätze tauschen, um die Harmonie und die Vollkommenheit erlangen zu können.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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