Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Baal HaSulam'

Das Zerbrechen: ein Quentchen Licht in jedem Bruchstück

Frage: Wodurch unterscheidet sich die Arbeit mit den „Sündern“ von der Arbeit mit den „Gerechten“?

Meine Antwort: Als erstes muss man verstehen, dass es um die Zustände eines Menschen in Bezug auf den Schöpfer geht.

Wie Baal HaSulam in der Einführung zu TES erklärt, müssen wir diese Zustände auf unserem Weg durchlaufen: vollkommener Sünder – nicht vollkommener Sünder – mittlerer – nicht vollkommener Gerechter – vollkommener Gerechter.

Wie kann man also diese Zustände prüfen? Jeder, der gefragt wird, hält sich wenn schon nicht für einen Gerechten, dann zumindest für einen mittleren. In Wirklichkeit ist das einzige Kriterium für die richtige Bewertung die Annullierung seiner selbst in der Gruppe.

In diesem Fall ist die Umgebung unser Messgerät. Das gemeinsame Kli wurde gerade aus dem Grund zerbrochen, damit du, indem du dich vor der Umgebung verneigst, begreifst, wo du dich befindest, und die Kräfte von dem Schöpfer erhältst.

Nach dem Zerbrechen hat sich dein Kli in mehrere Teile geteilt. Der Schöpfer, der sich darin befand, hat sich auch geteilt und befindet sich jetzt in allen diesen Teilen. Sie sind wie Teilchen eines ehemals gemeinsamen Mosaiks, die du nach einem von oben vorgegebenen Programm zusammenfügst. Auf diese Weise vereinigst du die Teile deiner Seele mit den Teilen des Schöpfers, den Teilen des Lichts, die darin enthalten sind, wieder.

In dieser Welt, in deinem Egoismus nimmst du es wie eine materielle Gruppe wahr. Doch in Wirklichkeit ist das keine Gruppe. Mit der Zeit wird die Gruppe für dich zu einem spirituellen Begriff. Es sind nicht die Menschen, die zusammen Lieder singen und sich verbinden wollen, – in jedem von ihnen enthüllst du einen Teil deines Kli mit dem darin enthaltenen Teilchen des Schöpfers.

Hinter den Gesichtern der Freunde verbirgt sich die spirituelle Umgebung. Jetzt verstehst du deutlich, dass das Zerbrechen, unsere jetzige Realität und die Freunde es dir ermöglichen, die spirituelle Arbeit zu vollziehen.

Wenn der Schöpfer nicht wichtig genug in deinen Augen ist, fühlst du dich wie ein Sünder, und um diese Wichtigkeit zu erlangen, wendest du dich an die Umgebung. Darin gibt es Kelim, darin befindet sich der Schöpfer, dort ergießt sich das Licht, welches diesen spirituellen Begriff in dich hineinbringt.

Somit befindet sich alles an einem Ort: der Mensch und alle Teile, die ihm als fremd vorkommen:

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Das Elend, das zu den Sündern kommt…“, 5.01.2011

Lebendige Buchstaben

Von Jahr zu Jahr versuchen wir unsere Unterrichte näher an die Menschen, an die Welt zu bringen, und das ist sehr schwer. Darüber schreibt Baal HaSulam in seiner Prophezeiung, als er den Schöpfer bat, ihm von seiner Stufe hinunter steigen zu helfen, damit er den Menschen die Methode der Offenbarung des Schöpfers erklären kann.

In der Spiritualität ist es sehr schwer, seine Stufe herab zu setzen, weil dort alles verständlich und absolut klar ist. Die höhere Stufe ist die Vollkommenheit und selber da hinunter zu steigen ist noch unmöglicher als hinauf zu steigen! Um es zu erklären, dafür fehlen die Worte, es sind nur Empfindungen.

Die Kabbalisten haben trotzdem die Wörter gefunden, um die spirituelle Information weiter zu geben, aber sie bestimmen sie für einander, in ihren kabbalistischen Werken. Hinter jedem Wort, welches sie aussprechen: „die Schirme“ (Masachim), „charakterfeste Eigenschaften“ (Avhanot), „Aufsteigen der Malchut in Bina“ usw., hinter bestimmten Konturen der vergrößerten Anfangsbuchstaben stehen die spirituellen Begriffe.

Es ist für sie wie „die Notenpartitur“ für den Musiker, welcher auf die Noten schaut, und anfängt zu weinen oder zu lachen. Für ihn sind sie wie lebendige Empfindungen, sie erzeugen in ihm sofort die Empfindungen.

Doch versuchen Sie die Notenpartitur in Wörter umzuwandeln. Erzählen Sie mir die Empfindung der Symphonie, was könnten Sie sagen?

Wir müssen irgendwie unsere Empfindungen weiter geben. Und obwohl sie noch nicht spirituell sind, unterscheiden sich unsere Schüler von den einfachen Straßenmenschen um sehr viele Jahre. Wenn wir unsere Unterrichte in einer nicht angepassten Weise gesendet hätten, keiner würde etwas verstehen. Deswegen ist es sehr schwer, von dieser Stufe hinunter zu steigen, aber wir müssen uns darum bemühen. Es liegt noch eine große Arbeit vor uns.

Aus dem zweiten Unterricht des Kongresses in Arava, 31.12.2010

Die Hauptsache sind Definitionen

Seit Menschengedenken wurden in allen kabbalistischen Büchern die spirituelle Erkenntnis bzw. die spirituelle Welt beschrieben. Aber unter den Massen wurden sie entsprechend den irdischen Begriffen entstellt. So kam es dazu, dass das Prinzip des Glaubens zur blinden Überzeugung wurde:

– ich glaube daran, dass „sich irgendwo im leerem Raum ein Koffer dreht“ (oder jegliche andere Annahme, einschl. Schöpferexistenz).

– Hast du ihn denn gesehen?

– Nein, aber ich glaube.

Das wird unter den Massen Glauben genannt: Jemand hat mir davon erzählt, was er nicht mal selbst gesehen hat, und ich wiederhole mit Enthusiasmus seine Geschichte.

Eine der der wichtigsten Aufgaben der zusammengesetzten Teile unserer spirituellen Arbeit besteht darin, dass der Mensch in sich die fehlerhafte Vorstellung der Massen über den Glauben und Religion abschafft und zu der ursprünglichen Bedeutung dieser Begriffe zurückkehrt: Die Wissenschaft der Kabbala und das Erkennen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Wesen unserer Religion und Ihr Ziel“ nennt Baal HaSulam die Wissenschaft der Kabbala – das Mittel zur Erkenntnis des Schöpfers. Aber in unserer Welt wurden aus der Kabbala die Religionen aller möglichen Konfessionen und Glaubensrichtungen gemacht.

Wenn wir auf falsche Definitionen stoßen, müssen wir eine Korrektur in sich durchführen, indem wir ständig zu den richtigen Bedeutungen zurückkehren. „Religion“ – bedeutet die Wissenschaft der Kabbala, „der Glaube“ – bedeutet eine Offenbarung des Schöpfers, der Eignenchaft des Gebens, des Lichtes Chassadim. „Vollkommener Glaube“, – das perfekte Empfinden des Schöpfers, das Licht Chochma, welches in das Licht Chassadim eingekleidet ist.

„Glaube über dem Verstand“ – der Weg im Geben über dem Empfangen. Ich schwimme quasi über den Wellen von egoistischen Wünschen. Unter dem Segel der Eigenschaft des Gebens, das ihnen genau angepasst wurde. (Was ist ihnen entgegengesetzt? Dies wurde sicher nicht richtig verstanden. Ich würde das einfach weglassen)

„Israel“ – diejenigen, die direkt zum Schöpfer gerichtet sind. Andere heißen „Völker der Welt“. In jedem von uns, bis er sich vollständig korrigiert hat, existieren beide Zustände. „König Israels“: Der Mensch befindet sich im Zustand „Israel“ und spürt dass der Schöpfer in ihm herrscht. „König der Völker“: Der Schöpfer herrscht ebenfalls im Menschen, aber ohne seine Zustimmung oder Kenntnis.

Alles hängt von den Definitionen ab und wir müssen sie sehr gut auswendig kennen, so dass diese beim Lesen eines Textes von selbst in den Sinn kommen. .

Auszug aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 02.01.2011

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Entscheide dich für einen lebendigen Born

Frage: Was soll man mit den Menschen tun, die das Material selbständig studiert haben und mit bereits gefestigten, eingebildeten „Axiomen“ kommen, die die anderen Studierenden nur durcheinander bringen?

Meine Antwort: Die Gruppe muss sich in ihrem kabbalistischen Zentrum wie ein Embryo im Mutterleib isolieren. Die wachsende Seele bedarf des Schutzes! Sie muss wie ein Embryo oder ein Kleinkind mit Fürsorge umgeben werden, um sie herum muss eine geeignete Umgebung erschaffen werden, wie „Arche Noah“.

Solange die Schüler die spirituelle Erkenntnis noch nicht erlangt haben und noch nicht begreifen, was sie tun oder wohin sie gehen, wirft es sie von einer Seite zur anderen, von einem Zustand zum anderen, denn jedes Mal werden unterschiedliche neue Systeme in uns gebildet. Und während wir dabei sind, uns aufzubauen, werden wir immer solche instabilen Zustände durchlaufen, und aus diesem Grund dürfen wir nicht unter dem Einfluss von mehreren Faktoren stehen, sondern nur eines Faktors.

Baal HaSulam schreibt in dem Artikel zum Abschluss des Buches Sohar, dass, wenn der Schüler sich nicht an den Lehrer anheftet, wie ein Embryo im Mutterleib, und sich nicht mit dem Höheren verbindet, er nicht voran kommt. Das ist ein Gesetz, das sowohl in der spirituellen als auch in der materiellen Welt wirkt, solange wir uns im Vorbereitungsstadium befinden und mit unseren egoistischen Eigenschaften arbeiten.

Wenn der Schüler das nicht macht, wird ihm nichts helfen. Er kann sehr schlau sein und über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen, doch er wird keine spirituelle Erkenntnis erlangen. Darum steht geschrieben: „Tausende gehen in den Unterrichtsraum hinein und nur einer kommt zum Licht heraus“. Und alles nur aus Nachlässigkeit, aus fehlender Bereitschaft, genau der Idee des Lehrers – jenes Menschen, der die Spiritualität an dich weitergibt – zu folgen.

Ich selbst brauche das überhaupt nicht, ihr wisst, wie mir jegliche Verehrung zuwider ist. Doch für den Schüler ist es notwendig, eine solche Haltung in sich zu entwickeln.

Man muss nur ganz am Anfang des Weges eine Entscheidung treffen, wie geschrieben steht: „Der Mensch lernt nur dort, wohin sein Herz ihn trägt“.

Wie könnt ihr also jemandem erlauben, in euer Zentrum, in euer Haus zu kommen und euch durcheinander zu bringen? Ich hätte so etwas niemals zugelassen.

Wir werden ohnehin nicht klären können, wer recht und wer unrecht hat – alles ist relativ. Und wenn du dich spirituell entwickeln willst, darfst du niemandem glauben – du selbst muss die Quelle, aus der du trinken willst, wählen. Jeder muss für sich selbst den Lehrer aussuchen, der seine Fragen und Erwartungen beantwortet und Mentor für sein Vorankommen sein kann.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in der Arava, 30.12.2010

Das effektivste Mittel zum Vorankommen

Das Buch Sohar wirkt auf den Menschen auf eine besondere Art und Weise: es genügt ihm, zu lesen, zu hören, zu wünschen, (auch nur virtuell) mit der Gruppe verbunden zu sein – und all das sogar in einem kleinen Ausmaß, soweit es ihm das Leben erlaubt, sich für dieses Buch Zeit zu nehmen – und schon beginnt der Sohar in ihm das spirituelle Wahrnehmungsorgan zu entwickeln. Und in diesem Ausmaß beginnt der Mensch, Veränderungen, Entwicklungsetappen wahrzunehmen.

Man muss das Buch Sohar einfach lesen. Es wäre gut, Auszüge daraus in einem Taschenformat herauszugeben, damit man es überall mitnehmen und lesen könnte. Denn es gibt kein effektiveres Mittel für das Vorankommen eines Menschen als dieses Buch.

Das Buch der Psalmen hilft nicht dabei, spirituell voranzukommen. Die gesamte Menschheit liest es bereits seit Jahrtausenden. Die Menschen lassen sich damit nur vertrösten.

Das setzt auf keinen Fall das Buch der Psalmen, das von der Stufe der vollständigen Malchut geschrieben wurde, herab. Denn König David steht für die Malchut, für die ganze Schöpfung. Wie auch alle anderen „heiligen“ Bücher, die von denjenigen geschrieben wurden, die den Schöpfer erkennen, trägt es Sein Licht in sich.

Doch das Licht, das zur Quelle zurückführt und in uns die Eigenschaft der Liebe erschafft, ist für uns am nächsten und am effektivsten beim Lesen des Buches Sohar, wie Baal HaSulam in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ erklärt.

Im Buch Sohar ist das Licht am stärksten. Natürlich soll das Lesen des Sohar mit dem Studium der Artikel von Baal HaSulam und Rabash und der Lehre von den zehn Sefirot verbunden werden. Doch das Buch Sohar muss  jede freie Minute eines Menschen füllen.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 30.12.2010

Zwei Prinzipien als Erfolgsgarantie

Eine Frage: Was fehlt uns um der Welt das Prinzip der Cogwheels zu erklären?

Meine Antwort: Wir alle sind voneinander zu 100 Prozent abhängig, In verschiedenen Bereichen drückt es sich im verschiedenen Maß aus, aber in der Tat, sind jegliche Prozentangaben außer Hundert, eine Lüge.

Auch wenn nur ein Prozent sichtbar ist, das bedeutet nur das die restliche 99% drinnen verborgen sind.

So oder so unsere Abhängigkeit voneinander ist absolut, auch wenn dies ganz anderes aussieht. Wo der Blick fallen mag sind wir mit eisernen Fesseln verbunden, und wir koennen nirgenwo davon abhauen.

Je deutlicher unsere gegenseitige Abhängigkeit hervortreten wird, desto lauter wird die Menschheit nach Hilfe rufen. Denn das bedeutet, dass Du von allen Deinen Feinden und Hassern abhängig bist, von jedem einzelnen und es bleibt unklar was man damit machen kann.

Genauso wie in einer Familie wenn der Mann und die Frau den Hass und die totale Abhängigkeit zwischeneinander enthüllen. Wir sind alle untrennbar und wir haben nirgenwo, wo wir uns voneinander verstecken koennen. Hier ist unsere kleine Wohnung, hier sind unsere Kinder, hier der Kühlschrank, hier das gemeinsame Eigentum. Gleichzeitig hassen wir einander zu Tode, aber zu sterben gelingt es uns auch nicht.

So eine unerträgliche Situation muss man irgendwie erweichen und ausgleichen. Denn das ist die Geburt der neuen Welt, die Geburstswehen vor dem Kommen des Messias.

Wir hoffen umsonst dass die Welt ihrer Situation bewusst wird und versteht wie sie handeln soll. In seinen Schriften über die letzte Generation, schreibt Baal HaSulam, dass die Menschen dessen nie bewusst werden und ein Feind wird nie mit seinem Feind zustimmen.

Daraus sehen wir, wie wichtig die Verbreitung der Kabbala und das Beispiel unserer Vereinigung fuer die ganze Menscheit ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

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Ohne Ausweg

Eine Frage: Was fehlt uns um der Welt das Prinzip der Cogwheels zu erklären?

Meine Antwort: Wir alle sind voneinander zu 100 Prozent abhängig, In verschiedenen Bereichen drückt es sich im verschiedenen Maß aus, aber in der Tat, sind jegliche Prozentangaben außer Hundert, eine Lüge.

Auch wenn nur ein Prozent sichtbar ist, das bedeutet nur das die restliche 99% drinnen verborgen sind.

So oder so unsere Abhängigkeit voneinander ist absolut, auch wenn dies ganz anderes aussieht. Wo der Blick fallen mag sind wir mit eisernen Fesseln verbunden, und wir koennen nirgenwo davon abhauen.

Je deutlicher unsere gegenseitige Abhängigkeit hervortreten wird, desto lauter wird die Menschheit nach Hilfe rufen. Denn das bedeutet, dass Du von allen Deinen Feinden und Hassern abhängig bist, von jedem einzelnen und es bleibt unklar was man damit machen kann.

Genauso wie in einer Familie wenn der Mann und die Frau den Hass und die totale Abhängigkeit zwischeneinander enthüllen. Wir sind alle untrennbar und wir haben nirgenwo, wo wir uns voneinander verstecken koennen. Hier ist unsere kleine Wohnung, hier sind unsere Kinder, hier der Kühlschrank, hier das gemeinsame Eigentum. Gleichzeitig hassen wir einander zu Tode, aber zu sterben gelingt es uns auch nicht.

So eine unerträgliche Situation muss man irgendwie erweichen und ausgleichen. Denn das ist die Geburt der neuen Welt, die Geburstswehen vor dem Kommen des Messias.

Wir hoffen umsonst dass die Welt ihrer Situation bewusst wird und versteht wie sie handeln soll. In seinen Schriften über die letzte Generation, schreibt Baal HaSulam, dass die Menschen dessen nie bewusst werden und ein Feind wird nie mit seinem Feind zustimmen.

Daraus sehen wir, wie wichtig die Verbreitung der Kabbala und das Beispiel unserer Vereinigung fuer die ganze Menscheit ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

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Wenn du die Ordnung schaffen willst – dann beginne mit dir selbst

Wenn wir gewaltsam in die Natur eindringen und versuchen, sie laut unserem Verständnis „zu korrigieren“, dann wird sich daraus nichts Gutes ergeben. Denn es ist uns nicht bekannt, was schädlich und was nützlich ist, und welche endgültige Form im Endeffekt enthüllt werden soll.

Es ist nur eins klar – die Welt hängt von der Korrektur des Menschen ab, und der Mensch muss sich demzufolge korrigieren. Wenn er sich nicht korrigiert, dann sieht er nur noch eine unkorrigierte Welt um sich herum. Aber wenn er anstelle der Selbstkorrektur die Umwelt korrigieren möchte, dann macht er sie nur noch schlechter!

Es gibt nichts in der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur zum korrigieren! Sie soll auch als solche unverändert bleiben, weil die Veränderung des Menschen in unserem Inneren das einzige ist, was wir korrigieren können. Deshalb braucht man gar nicht zu bewerten, was nützlich und was schädlich ist, wenn ich zwecks der Korrektur auf dem Wege „geschlagen“ werde, dann muss ich diese Probleme als Form der Hilfe betrachten.

Die ganze Berechnung wird nur bezüglich des Menschen geführt. Die ganze Natur würde sich im Gleichgewicht befinden, wenn nur du nicht da wärst. Und, um dich nach vorne zu bringen, verliert sie ihr Gleichgewicht, und du beginnst es zu fühlen.

Denn die ganze umgebende Natur sind in Wirklichkeit deine äußerlichen Wünsche, die du noch nicht korrigieren kannst: in der Kabbala heißen diese äußerlichen Niveaus „die Kleidung“ und „das Haus“ („Lewusch“ und „Ejchal“). Du willst sie nicht korrigieren – so werden sie dir die Unannehmlichkeit verursachen.

Und wenn du dich gegen die Korrektur der inneren Wünsche entscheiden wirst, d.h. du tötest irgendwelche Fliegen oder Tiere, um dadurch die Welt zu verbessern, dann wird es zur doppelten Katastrophe führen: sowohl auf dem materiellen als auch auf dem spirituellen Niveau.

Folglich wirst du nicht nur weiterhin innerlich leiden, sondern auch an den äußerlichen „Korrekturen“.

Jede Sache in der Welt, sogar die schädlichste, hat ihren Sinn und soll weiterhin existieren. Du willst sie korrigieren – so verändere dich selbst!

Baal HaSulam schrie vor dem Zweiten Weltkrieg, dass uns die Katastrophe erwartet, und rief zu den Korrekturen auf – aber niemand hörte ihm zu. Und alle, die in Polen geblieben sind, waren in den Konzentrationslagern… Aber wir hören heute immer noch nicht zu.

Auszug aus einem  Unterricht  Artikel „Frieden in der Welt“, 22.12.2010

Wie kann man sich mit dem Naturgesetz vertragen?

In der Einführung zu TES (Punkt 4) schreibt Baal HaSulam: „Der Schöpfer legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal. Die Wahl des Menschen besteht nur in der Bestärkung“.

Der Schöpfer bringt den Menschen zu den Freunden, zu dem Studium, der Rest hängt von ihm selbst ab. Warte nicht darauf, dass jemand die Arbeit für dich erledigt. Du selbst musst alle Mitteln herausfinden und sie richtig aufbauen.

„Aber ich verstehe noch gar nichts! Ich kann nicht studieren, ich weiß nicht, wie ich mich gegenüber den Freunden verhalten soll, ich verliere mich zwischen dem Äußeren und dem Inneren…“ Du kannst dich bei deiner Mutti ausweinen, aber an das Schöpfungsgesetz kannst du keine Ansprüche stellen. Das ist nicht weniger sinnlos, als sich gegen das Gravitationsgesetz zu wenden.

Der Schöpfer ist ein Naturgesetz, das absolute Geben. Wenn du ihm entsprichst, geht es dir gut, und wenn nicht, dann geht es dir im entsprechenden Maße schlecht. Dabei korreliert das Eine wie das Andere mit deiner Entwicklungsstufe. Genauso verhalten wir uns in unserer Welt unterschiedlich gegenüber den Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Alten.

Weil wir uns den Schöpfer verkehrt vorstellen, schreiben wir Ihm eine gewisse Menschlichkeit zu, wir teilen Ihm Gefühle zu, die uns selbst eigen sind. Wir versuchen Ihn „breitzuschlagen“, hoffen, dass Er es sich anders überlegt. Das ist ein sehr ernsthafter Fehler, der aus unserer egoistischen Natur hervorgeht.

Von jeher machen die Menschen ein und denselben Fehler – sie übertragen ihre eigenen Eigenschaften auf ihre Umwelt. Selbst von den Haustieren verlangen wir nach einer gewohnten Reaktion. Und überhaupt erwarten wir von allen Stufen der Natur, einschließlich der menschlichen, eine Ähnlichkeit mit uns selbst, eine Entsprechung unseren Vorstellungen.

Darin unterscheidet sich die Wissenschaft der Kabbala prinzipiell von allen Religionen und Glaubensrichtungen. Es steht geschrieben: „Er gab ein Gesetz, das nicht übertreten werden kann“, „Ich habe mich nicht verändert“. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, alle Veränderungen finden nur in den Gefäßen statt. Entweder bitte ich den Schöpfer, dass Er sich ändert, oder ich weiß, dass ich mich selbst ändern muss.

Mein Gebet ist an mich „gebunden“. Beten bedeutet, sich selbst zu richten und sich zu verändern. Nur so werde ich eine andere Reaktion von der Seite des unveränderlichen Gesetzes hervorrufen. Genau das ist der Punkt.

Religionen sprechen nicht von der Verwandlung eines Menschen, sie schlagen mir vor, den Schöpfer durch mechanische Handlungen oder eine leidenschaftliche Bitte zu „bestechen“. Die Menschen hoffen, dass es ihnen helfen wird, obwohl die Geschichte vom Gegenteil zeugt.

Die Kabbala sagt aber, dass du dich verändern musst und kein anderer. Richte dich wie früher an den Schöpfer, doch aus einem völlig anderen Grund: so ist Sein Wille, und du tust es entgegen deinem Verlangen.

Du stehst vor dem Licht. Während du ihm in den Eigenschaften ähnlich wirst, beginnst du, seinen Einfluss wahrzunehmen, der früher außerhalb von deinen Empfindungen lag. Du wirst zu einem Gefäß für das Licht und wächst, bis es dich ganz erfüllt.

Auf das höhere Licht zu warten, bedeutet nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Mach eine innere Bewegung ihm entgegen, wünsche, dich zu verändern, und es wird seine Einwirkung auf dich ausüben. Alle Veränderungen im Licht, die wir sehen, sind Veränderungen in uns selbst.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.12.2010

Meine Arbeit ist ein Teil der gemeinsamen Arbeit

Eine Frage, die ich erhielt: Wofür soll jeder während des Unterrichts sorgen: für die Reinheit seiner spirituellen Arbeit oder einfach für die Einheit?

Meine Antwort: Es reicht keine schematische Fürsorge für die Einheit im Allgemeinen. Wie Baal HaSulam schreibt, müssen wir die Einheit von Israel, der Tora und dem Schöpfer anstreben.

Wir befinden uns in einem solchen Zustand, in dem jeder Einzelne und alle gemeinsam entscheiden. Jeder leistet seinen Beitrag zum gemeinsamen Verlangen der Gruppe und erhält von ihr das richtige Streben nach dem Gebet. Und anschließend fließt sein persönliches Gebet in die Einheit des gemeinsamen Gebets ein.

Die persönliche Arbeit wird immer mit der gemeinsamen Arbeit verbunden: der Mensch vervollständigt die Gesamtheit und wird selbst durch diese vervollständigt. Letztendlich bilden wir ein gemeinsames Gebet, von dem auch geschrieben steht: „und die Söhne Israel stöhnten wegen der Arbeit“.

Dafür muss das Ziel äußerst wichtig in unseren Augen sein. Wir werden es gegen keine „Errungenschaften“, gegen keine theoretischen Kenntnisse eintauschen. Wir geben uns nicht mit dem einschläfernden Rhythmus des Alltags zufrieden, weil wir in einem solchen Tempo noch tausend Jahre unterwegs sein werden.

Wir geben uns nicht mit den Erfolgen in der Verbreitung zufrieden, denn das ist selbstverständlich nur ein Mittel. Wie groß unsere Taten auch sein mögen, sie dürfen nicht als Lebensziel gelten, selbst nicht als ein vorläufiges Zwischenziel.

Man darf sich nicht mit den Ergebnissen der Arbeit und der Anstrengungen zufrieden geben, in der Hoffnung, dass sie mit der Zeit ihre Wirkung haben werden. Nein, der Mensch muss sofort seinen Blick auf das Wichtigste richten und das wahre Ziel vor Augen haben – die Enthüllung der Eigenschaft des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens in sich selbst, und unermüdlich und unentwegt danach verlangen.

Jede Pause schadet ihm selbst und seiner Verbindung mit dem Schöpfer. Aus diesem Grund wird hier das gemeinsame Gebet benötigt, das zu einem steten Gebet werden kann.

Man muss verstehen, dass der Eintritt in die spirituelle Welt sehr großer Anstrengungen bedarf, doch in der Gruppe sind sie nicht so schwer und hängen von der Einigung ab.

Aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 14.12.2010