Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Matrix wartet nicht

Es ist Zeit, in das Netzwerk einzuwilligen, in das uns die Natur bettet. Wir müssen stufenweise erkennen, welche Bedingungen und Kräfte uns gegenüber stehen – quasi vor welcher Matrix wir stehen. Ohne eine ordnungsgemäße Bildungsbasis, die in der Gruppe oder im globalen Bildungssystem wurzelt, erscheint uns die Matrix als ein schreckliches Muster.

Werden alle von uns tatsächlich gleich sein und auf gleicher Basis empfangen? Ja, es bedeutet, dass jeder das Maß erhält, das den Bedürfnissen seiner tierischen Stufe entspricht. Der eine muss zweimal am Tag essen und der andere fünfmal. Einer braucht warme Kleidung und der andere gibt sich mit Sommerkleidung zufrieden. Also was? Das ist die Gleichheit. In den Schriften der letzten Generation schreibt Baal HaSulam, dass es notwendig ist, die Bedürfnisse von jedem Menschen zu kennen.

In unseren grundlegenden Anforderungen sind wir wie Tiere, und ein Tier nimmt niemals zu viel. Nachdem der Löwe eine Antilope gerissen hat, frisst er ein wenig davon und geht dann fort, lässt seine Beute zurück. Man fragt sich warum? Braucht er denn morgen kein Essen? Für ihn gibt es kein „Morgen“, es gibt keinen Überfluss über der Notwendigkeit. Als Ergebnis steht Nahrung für andere zur Verfügung.

In unserer globalen, integralen Erziehung müssen wir auch folgendes Thema untersuchen: Was es bedeutet, ein korrigiertes, normales „Tier“ zu sein. Und alles, was darüber hinausgeht, gehört zur Spiritualität.

Für so einen Ansatz brauchen wir die öffentliche Meinung und eine konsistente Bildung, welche sich auf Alltags-Beispiele bezieht. Es braucht Jahre, aber so ist die Korrektur.

Damit das innerhalb von 6000 Jahren erreicht wird, muss der Prozess im Vorhinein in Gang gesetzt werden. Eine oder zwei zusätzliche Reinkarnation können passieren, also was? Ein Mensch, der bereits daran arbeitet, sieht, wohin er geht; eine Perspektive öffnet sich vor ihm, und er fühlt sich zufrieden bei diesem Anblick. Bei allem spürt er die Ewigkeit, die Vollkommenheit, die darin integriert ist; er ist sich bereits bewusst, dass der Schöpfer hier präsent ist, er sieht die Macht der Wahrheit, die durch die Schleier hindurch scheint. Das gibt ihm unglaubliche Kraft.

Aus dem fünften Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, 22.6.2011, Matan Tora, Die Gabe der Tora

Die Antlitze des Schöpfers

Wir sind entsprechend unserer Natur und dem Charakter unseres Handelns Empfangende. Je mehr man aber empfängt, um zu geben, umso höher steigt man als Gebender auf. Die Handlung an sich ändert sich nicht, was sich ändert, ist nur dein Bezug dazu. Und genau das verwandelt dich von jemandem, der empfängt, in jemanden, der gibt.

Kann der Schöpfer es wahrnehmen? Man kann dazu sagen, dass sich für den Gebenden nichts ändert, aber es ändert sich nur für den Menschen etwas. Denn dem Vollkommenen kann man nichts hinzufügen. Alle Seine Resonanzen und Eindrücke offenbaren sich in Wirklichkeit immer in dir selbst – und zwar in der Gestalt des Schöpfers, die du geformt hast.

So kannst du dich in Übereinstimmung mit Ihm bringen: du glaubst, dass Veränderungen in Ihm stattfinden würden, dass du Ihm mehr oder weniger Genuss bereiten würdest. Du würdest in gleicher Weise mehr leiden oder Genuss von Ihm empfangen, wie sehr Er von dir leidet oder Genuss empfängt usw.

Alle diese Beziehungen zeigen sich in der Schöpfung selbst – und zwar nur, um sie auf die Stufe des Schöpfers zu erheben, d.h. sie mit Vollkommenheit zu vervollständigen, welche der Eigenschaft des Gebens hervorgeht. Aus diesem Grund erscheint es, als würde der Schöpfer mit der Schöpfung spielen, nur um sie zu erziehen.

Auch den Kindern zeigen wir verschiedene Gesichtsausdrücke: wir lachen mit ihnen, machen ernste Gesichter, zeigen, dass wir uns ärgern – das alles der Erziehung wegen, um dem Kind möglichst viele Schattierungen zu zeigen, welche es lehren würden, mit sich selbst und der Umgebung richtig zu arbeiten. Aber in Wirklichkeit lenkt uns immer die Liebe, und nichts anderes.

Baal HaSulam schreibt darüber in der „Einführung zum Buch Sohar“ (Punkt 33):

Der Schöpfer wünscht sich, dass diese Bilder, die nur in den Seelen der Empfangenden gezeichnet werden, so gesehen werden, als würde Er selbst daran beteiligt sein, um die Erkenntnis der Seelen maximal zu erhöhen. So zeigt auch ein Vater, der mit seinem geliebten Sohn spielt, lediglich einen kleinen Teil von sich, indem er Bedauern oder Zufriedenheit ausdrückt, obwohl er weder das eine noch das andere empfindet. Er tut es lediglich, um seinen Sohn zu entwickeln und sein Verständnis zu erweitern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 26.06.2011

Wenn die Quelle zu einem Fluss wird

Morgenunterricht aus Moskau

Frage: Worauf müssen wir uns mehr konzentrieren – auf die äußere Verbreitung oder die innere Verbindung?

Meine Antwort: In erster Linie auf die Verbreitung für die Massen, damit möglichst viele Menschen erfahren, dass die Krise überwunden werden kann und dass es in Wirklichkeit keine Krise ist. Genauso war für Rabbi Shimon der Abstieg vor dem entscheidenden Aufstieg in Wirklichkeit ein schöner, wünschenswerter Zustand.

Die Krise ist zu unserem Vorteil da. Wenn wir sie richtig nutzen, können wir leicht und ohne Sorgen zum bestmöglichen Zustand gelangen.

Kürzlich wurde ich gefragt: „Wodurch kann das menschliche Verlangen nach Mehr, als für ein normales Leben nötig ist, ersetzt werden?“ Das ist im Grunde das, was wir den Menschen zu erklären haben.

Die Krise ist wirklich zu unserem Vorteil da. Wir kommen so oder so untereinander zum Gleichgewicht, zum Gleichgewicht mit der Natur. Wir können dem nicht entgehen: entweder kommt ihre Matrix auf uns zu, reißt uns mit viel Kraft in Stücke und verbindet uns wieder neu zu einem „Gemenge“, zu einer gemeinsamen „Teigmasse“, oder wir streben aus eigenem Verlangen danach, uns zu ändern und zu verbinden.. Der Unterschied ist sehr groß.

Wenn wir diese Bewegung richtig verstehen, dann ist die Krise für uns von Vorteil. Das tragische Leben, das uns und unseren Kindern droht, können wir in einen schönen Aufstieg verwandeln. Und das muss möglichst vielen Menschen erklärt werden.

Solange die Kabbala sich wie ein „kleiner Bach“ vom Lehrer zum Schüler verbreitete, waren ein paar Menschen und ein hoher Wissensstand ausreichend, damit der „kleine Bach“ möglichst klar und deutlich weitergegeben werden konnte. Doch nun ist aus dem Bach ein breiter Strom geworden, der die ganze Menschheit mitreißt. Es kommt eine globale, integrierte Krise, und es geht nicht mehr um die Kunst des Unterrichtens, nicht um die Feinheiten, sondern um die Breite und Zugänglichkeit.

Für diese Zwecke schrieb Baal HaSulam solche Artikel wie „Gabe der Tora“, „Bürgschaft“ und „Freier Wille“, die die ersten Informationen, die richtig erklärt wurden und ein möglichst breites Publikum angesprochen haben, enthalten.

In unserer Zeit liegt die gemeinsame Stärke der Korrektur gerade in den Massen, in den riesigen Massen. Dank uns verstehen sie, was los ist, mit viel Liebe erleichtern wir ihnen das Leben, und als Reaktion darauf werden sie auch uns voranbringen. In diesem Zusammenhang steht geschrieben, dass die Völker der Welt uns zum Tempel des Schöpfers tragen, d.h. uns aufsteigen lassen. Genau aufgrund der Tatsache, dass wir die Methode an sie weitergeben, lassen sie uns aufsteigen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 14.06.2011

Das Buch als Mittel zur Enthüllung des Lichts

Das Buch als Lehrer und als Umgebung

Es besteht die Willensfreiheit, sich erst ein solches Umfeld zu erwählen – Bücher, Freunde und Lehrer – die einen mit guten Konzepten versehen. Doch wenn jemand dies nicht tut und er sich von allem Möglichen beeinflussen lässt und jedes Buch, das ihm in die Hände fällt, liest, gerät er möglicherweise in ein schlechtes Umfeld, oder er wird seine Zeit mit wertlosen Büchern verschwenden, die es in Hülle und Fülle gibt und die leicht zu lesen sind. Diese verleiten ihn zu schädigenden Auffassungen und führen ihn in Sünde und Verderbnis. Mit Gewissheit wird dieser bestraft, jedoch nicht aufgrund seiner bösen Gedanken und Taten; denn die kann er nicht beeinflussen, sondern er wird dafür bestraft, dass er nicht das gute Umfeld auswählte. Denn wie wir gesehen haben, hat er darin definitiv die Möglichkeit einer Wahl. (Baal HaSulam, Die Freiheit)

Anleitung zu allen guten Wegen

Öffnet diese Bücher, und ihr werdet dort alle guten Wege des Lebens finden, die sich am Ende der Tage offenbaren werden, und ihr werdet dank ihnen eine gute Lektion dessen erhalten, wie man heute die Bedürfnisse, welche die Angelegenheiten dieser Welt betreffen, ordnen sollte. Und nun liegt vor euch ein Buch, in dem die ganze Staatsweisheit beschrieben und erklärt ist, und auch alle Wege einer Persönlichkeit und einer Gesellschaft, die am Ende der Tage sein wird. (Baal HaSulam, Aufbau der zukünftigen Gesellschaft)

Das Buch, der Autor, die Geschichte

Das Buch, der Autor, die Geschichte. Als Buch gilt der Zustand vor der Schöpfung (Schöpfungsplan). Der Autor ist der Besitzer des Buches, der Schöpfer. Die Vereinigung zwischen dem Autor und dem Buch wird als Geschichte offenbart. Die Geschichte, das heißt die Tora (die Korrekturmethode), soll zusammen mit dem Geber der Tora (dem Schöpfer) empfangen werden. (Baal HaSulam, Shamati „Das Buch, der Autor, die Geschichte“)

Das im Buch verborgene Licht

Wunderbare Eigenschaft

Für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit: auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen, erwecken sie dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen, Lichter, die ihre Seelen umgeben, auf sich. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 155)

Das Hauptthema des Buches

Die weiße Farbe in einem kabbalistischen Buch sagt uns nichts, doch ist sie der Träger von allem, was es im Buch der Weisheit gibt, weil sie um jeden Buchstaben herum und innerhalb eines jeden Buchstabens leuchtet, wodurch sie jedem Buchstaben seine besondere Form verleiht und jeder Verbindung einen besonderen Platz zuweist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 28)

Inspiration durch das Buch

Und manchmal, wenn der Mensch ein kabbalistisches Buch studiert, und, vom Schöpfer erleuchtet, eine Inspiration verspürt, so hält er das auch gewöhnlich für einen Zufall. Doch alles ist der Lenkung unterworfen. (Baal HaSulam, Shamati „Zwei Zustände“)

Quellen

Das Buch des Himmels

Das Buch der Weisheit dieser Welt besteht aus weißem Hintergrund und der Farbe von Buchstaben, in denen es keinen Geist des Lebens gibt. Und die Offenbarung der Weisheit besteht nur im Verstand desjenigen, der sie studiert, während die Weisheit in einem kabbalistischen Buch in der Veränderung des Studierenden selbst und in der Enthüllung einer neuen Wirklichkeit durch ihn besteht. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 10)

Über das Buch Sohar

Rashbi verfügte über die Kraft, sich so auszudrücken, dass er nicht von der Masse verstanden werden würde, sondern nur von denjenigen, die es verdienen, zu verstehen. Daher wurde die „Erlaubnis“, das Buch Sohar zu verfassen, ihm und nicht seinen Lehrern und Vorgängern gegeben, obwohl sie zweifellos über größere Kenntnisse verfügten als er, doch sie hatten nicht die Kraft, es so auszudrücken, wie er es konnte. Daraus sollst du die Größe dessen verstehen, was in dem von Rashbi verfassten Buch Sohar verborgen liegt, dass nämlich bei weitem nicht jeder fähig ist, das Gesagte zu verstehen. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über die Werke von ARI

Ab dem Zeitpunkt, als sich in der Welt die Bücher des ARI offenbarten, ließen alle, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigten, von den Büchern, die ARI vorausgingen, ab und konzentrierten sich allein auf das Studium der Werke von ARI. Somit stellen die Bücher Sohar und die Werke von ARI die Basis für Erklärungen der Wissenschaft der Kabbala dar. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über den Sulam-Kommentar zum Buch Sohar

Die Tiefe der Weisheit der Lehre, die im Buch „Sohar“ eingeschlossen ist, ist mit tausend Schlössern verschlossen. Und die menschliche Sprache ist arm und dürftig und kann uns nicht als eine würdige und ausreichende Ausdrucksweise erscheinen, um den vollen Sinn auch nur eines Satzes aus dem Buch „Sohar“ in seiner Ganzheit zu vermitteln. Und die Erklärungen, die ich mache, sind nichts anderes als eine Leiter, um dem Studierenden zu helfen, zu den Höhen des Gesagten aufzusteigen und das im Buch selbst dargelegte zu sehen und zu studieren. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 1)

Verbreitung

Die Wissenschaft der Kabbala als Rettungsseil

Wie einem im Fluss ertrinkenden Menschen ein Rettungsseil zugeworfen wird, so gleicht auch die Tora (die Methode unserer Korrektur) einem Seil, welches der Schöpfer den Menschen zuwarf, um sie zu erretten und aus dem Egoismus herauszuziehen. Und es gibt in der Welt keinen Menschen, der es nicht festhalten könnte. (Baal HaSulam, Artikel zum Abschluss des Buches Sohar)

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wusste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde. Und daher wird mein ganzer Verdienst in der Enthüllung der Kabbala durch meine Generation bestimmt. (Baal HaSulam, Die Lehre der Kabbala und deren Wesen)

Die Enthüllung der Bücher ist die Vorbedingung für die Erlösung

Die Enthüllung der verborgenen Weisheit in breiten Massen ist eine nötige Vorbedingung, die vor der vollständigen Erlösung erreicht werden muss. Und die Bücher, deren Weisheit durch mich enthüllt wurde, werden bezeugen, dass Themen, die an der Spitze der Welt stehen, für alle sichtbar ausgebreitet wurden, was wirklich ein Zeugnis dafür ist, dass wir bereits an der Schwelle der Erlösung von unserer egoistischen Natur sind und dass wir die Stimme des großen Horns bereits hören, obgleich noch nicht in großer Entfernung, weil es immer noch sehr leise klingt. (Baal HaSulam, Das Horn des Messias)

Die Belohnung für die Offenbarung des Geheimnisses

Es ist nicht nur nicht verboten, die Geheimnisse der Kabbala zu offenbaren, sondern umgekehrt – es ist ein großes Gebot, sie zu offenbaren. Die Belohnung desjenigen, der sie zu offenbaren vermag und sie offenbart, ist sehr groß. Denn von der Offenbarung dieses Lichtes an viele hängt die Erlösung der ganzen Welt in unseren Tagen ab. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 30)

Die Sprache des Himmels

Wie die Buchstaben der gesprochenen Sprache und ihre unterscheidbaren Verbindungen uns durchaus ausreichen, um uns das Wesen eines jeglichen Gegenstandes oder Wissens zu enthüllen, so reichen auch die Begriffe und Verbindungen der zehn Sefirot aus, um die ganze Weisheit zu offenbaren, die in der höheren Welt enthalten ist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 2)

Auf Steintafeln des Herzens schreiben

Obwohl uns die Weisen das Buch der Tora hinterließen, gibt es ein Gebot, welches besagt, jeder solle es selbst schreiben, weil die Weisen es in ihren Herzen (in den korrigierten Verlangen) geschrieben (enthüllt) haben und jedem von uns ein Beispiel gegeben haben, die eigene Tora zu schreiben (in sich zu enthüllen). (Rabash, Das Buch der Tora schreiben)

Wie finde ich den Kurs im Ozean des Lichtes.

Morgenunterricht aus Moskau

Alle Artikel aus dem Buch Shamati dienen dem Zweck den Menschen auf ein richtiges Verhalten zu sich selbst (zu meinen innerlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Kräften, Eigenschaften) und zu jenen, außerhalb von mir (zu Menschen, Gesellschaft, Gruppe, Lehrer, Schöpfer, Natur) einzustellen, damit es verständlich wird, wie ich mich ändere, was ist der Grund dafür, wie soll mein Verhalten aussehen, damit ich einen Zustand der Vollkommenheit erreichen kann.

Unser Problem liegt darin, dass wir auf der einen Seite, selbst nichts tun können, da wir nur den Wunsch darstellen, den Wunsch uns zu füllen, den Wunsch nach Vergnügen.

Auf der anderen Seite, wenn wir selbst nichts tun können und nur einen Wunsch darstellen, welcher dem Schöpfer, dem Licht gegensätzlich geschaffen wurde, wie können dann danach bitten, dass man uns ändert, dass wir uns ändern, zu verlangen, selbständig oder durch andere Systeme zu handeln?

Das heißt wir befinden uns in einem zweifachen Zustand. Auf der einen Seite – ich kann nichts selbst tun. Auf der anderen Seite – ich muss zu so einem Zustand kommen, dass meine Bitte so eine Wirkung auf mich hervorruft, dass ich mich mit ihrer Hilfe ändern werde.

Dieser Punkt ist sehr schwierig für uns. Genau in ihm versteht der Menschen nicht sein richtiges Zusammenwirken mit der ihn erschaffenen Höheren Kraft.

Das heißt ich muss jenen Zustand erreichen, in dem ich meine ganze Unfähigkeit sich zu korrigieren erkenne und verstehe, dass meine Änderung nur durch Einwirken der äußeren Kraft vollzogen werden kann. Auf der anderen Seite, ist die äußere Kraft, welche sich außerhalb von mir befindet, permanent, und ich kann auf sie nicht einwirken. Sie ist absolut. Ich kann kein Einfluss auf sie ausüben, aber auf mich schon, in dem ich mich unter ihre Wirkung, eben durch meine Bitte stelle.

Meine Bitte – ist meine Handlung, wenn ich mein Verhalten zu der Höheren Kraft ändere, so ändere ich auf diese Weise ihr Einwirken auf mich, und sie korrigiert mich. Das heißt, praktisch findet die Arbeit im inneren des Menschen statt und hängt von seinem Wunsch, von seiner Absicht, von der Kraft, Richtung ab. Und dabei befindet er sich in einem absoluten und vollkommenen Feld. Und die Arbeit wird genau durch dieses Feld vollzogen, indem es auf ihn einwirkt. Und er bringt sich unter die Wirkung dieses Feldes.

Aus der Sicht des Wunsches nach Korrektur ist der Mensch das aktive Element. Und aus der Sicht der Korrektur des Menschen selbst ist er das passive Element er wird durch jenes Licht korrigiert, das sich außerhalb von ihm befindet, ihn umgibt und dabei unverändert ruht. Es kann viel über diesen Zustand gesprochen werden, aber er soll sich in uns nach und nach wie ein bestimmter, genauer, innerer Zustand von mir und des Lichtes, des Schöpfers bilden.

Der Artikel von Bal HaSulam „LiShma bedeutet Erweckung von Oben, und warum brauchen wir auch Erweckung von unten“ ist einer von jenen, die vom richtigen Mitverhalten des Menschen zum Schöpfer, des Menschen zum Höheren Licht erzählen. Unter dem Menschen wird unser Wunsch verstanden, und auf welche Art und Weise kann sich dieser Wunsch ändern, wenn er (der Mensch) sich richtig unter die Einwirkung des Lichtes stellt.

Die Eigenschaft des Gebens, die wir erreichen können und an die wir uns nach und nach unter Einwirkung des Lichtes annähern, wird „LiShma“ – „für Ihn“ genannt. Und die Ihm entgegen gesetzte Eigenschaft nennt sich „Lo LiShma“ „nicht für Ihn“, d.h. für mich.

Die Wünsche in uns entstehen unabhängig von uns, sie werden nicht von uns gesteuert, wir steuern lediglich die Absicht – was wir uns in jedem Moment der Zeit wünschen, was wir anstreben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus „Shamati“,

Wir wissen, was zu tun ist

Frage: Wie können wir die Weisheit der Kabbala bei den Menschen verbreiten, bei denen der Punkt im Herzen schon erwacht ist? Wie verbergen wir die Tora, d.h. die Methode der Korrektur der bösen Neigung?

Meine Antwort: Am Ende der „Einführung in das Buch Sohar“ schreibt Baal HaSulam, dass grundsätzlich jeder diesen Punkt nach dem Zerbrechen der kollektiven Seele hat, seine Teile haben sich vermischt und wurden ineinander eingeschlossen. Jedoch sind manche Punkte so groß, dass sie, wenn sie erwachen, beginnen, einen Menschen an die richtige Stelle zu bringen, wo er Korrektur und Erfüllung empfangen kann. Wogegen die anderen Punkte verborgen sind, und diese Menschen sind 99% der Weltbevölkerung.

Wir sollten sie entsprechend ihrer derzeitigen Verlangen ansprechen. Denen, die zu uns kommen, um zu studieren, erzählen wir von dem Verlangen, auf dem direkten Weg zum Schöpfer zu gelangen, und schenken ihnen die Methode Seiner Enthüllung in einer gegenseitigen Verbindung mit anderen. Während die anderen 99%, sie haben keine Beziehung dazu, nichts gemeinsam mit irgendetwas haben. Sie brauchen Spiritualität nicht; sie sehen uns völlig überrascht an, unfähig zu verstehen, was uns fehlt: Es gibt Fußball, es gibt Internet, alles ist schön.

Und dennoch haben sie Probleme und erfahren Kummer. Heute versinkt die Welt in einem Strudel, und es ist nicht unsere Schuld. Wegen uns würde der Schöpfer keine Krisen hervorrufen, Katastrophen verursachen und die Menschheit unter die Bedrohung der Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen stellen. Er tut es wegen ihnen.

Wir entwickeln uns auch ohne die Krisen, da es eine Kraft gibt, die uns weiterführt. Aber für sie muss es eine Kraft geben, die sie von hinten anstößt. Diese Kraft ist das Leiden.

Wenn wir uns also an die Menschen wenden, müssen wir ihnen eine Methode bieten, wie wir die globale Krise in allen Bereichen des Lebens, inklusive der Familie, Bildung, Drogenabhängigkeit, Depressionen, Wirtschaft, Klimawandel und so weiter lösen können. Wir verfügen über eine Methode, die es möglich macht, alles zu korrigieren, was schlecht ist, damit wir uns in diesem Leben, in dieser Welt, wohlfühlen.

Wir sagen nichts über die zukünftige Welt, da die Menschen das überhaupt nicht gebrauchen können. Wenn sie irgendetwas über die spirituelle Seite des Themas von uns hören, schreiben sie uns als mystisch oder wahnsinnig ab. Deswegen müssen wir uns ihnen angemessen annähern: ohne die Kabbala, den Schöpfer und das Geschöpf, den Sinn der Schöpfung und so weiter zu erwähnen.

Wir haben einfach eine Methode, ein Instrument, welches das momentane schlechte Stadium, die Krise, die die ganze Welt zerstört, korrigieren kann. Wir können ihnen etwas anbieten; wir wissen, was zu tun ist. Niemand außer uns weiß das.

Aus dem 4. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 13.05.2011 „Die Freiheit“

Das Gefäß für Wissen

Baal HaSulam, „Frieden“: Das Wohlergehen der gesamten Welt ist davon abhängig, dass die Welt die Kenntnis über den Schöpfer erlangt.

Also, die Lösung aller Probleme ist- die „den Schöpfer zu kennen“. Solange die ganze Welt, von klein bis groß, sich nicht entsprechend den eigenen Wünschen, die vollständig enthüllt werden, mit der Kenntnis über den Schöpfer erfüllt – wird sie niemals die Vollkommenheit, Frieden und Ruhe erlangen können.

Bis dahin wird es immer die Kräfte geben, welche die Welt erschüttern, und zur Füllung mit der Kenntnis über den Schöpfer drängen – an den Zustand, in welchem der Schöpfer die Schöpfung erfüllt.

Wir sehen, wie sich der unglückliche Patient vor dem unerträglichen, von allen Seiten zugefügten Schmerz zusammenkauert und windet. Denn die Menschheit warf sich bereits den Rechtsradikalismus zu , den es in Deutschland gab, oder zu den Ultralinken, die es in Russland gab, aber dies hat ihre Lage nicht gelindert, und verschärfte sogar den Schmerz und die Leiden. Und die Wehklagen steigen wie man weiß bis zum Himmel.

Verstandesmäßige Ratschläge werden hier wenig helfen, da wir ständig nach links oder nach rechts ausweichen. Manchmal versuchen wir uns in der Mitte festzuhalten, aber üblicherweise erst infolge des Übergangs von einem Extrem zum anderen, mit dem Erfolg, dass wir uns von einem Unglück ins nächste rennen, und es wird solange kein Ende geben, bis wir die Kenntnis über den Schöpfer erlangen.

Und die Kenntnis über den Schöpfer bedeutet, dass wir unsere Wünsche so korrigieren, dass sie zum Gefäß für das Wissen (daat) werden – d.h. sie füllen sich mit dem Licht Chassadim und mit dem Licht Chochma, wie es die Sefirot Chochma (Weisheit), Bina (Verstand) und Daat (Wissen) – CHaBaD darstellen.

Frage: Inwiefern wird sich die Welt mit dem Wissen des Schöpfers erfüllen?

Meine Antwort: Die Menschen werden lernen, wie man das Geben erreicht und sich in einem globalen, integralen, analogen System aufhält, worin wir einander Zugeständnisse machen, zusammengeschweißt und nah an einander sind, in welchem gegenseitiges Geben und die Liebe herrschen.

Solange wir uns nicht in einem solchen System verbunden haben, worin jeder den allgemeinen Wunsch aller fühlen kann und sich dabei bemüht, diesen Wunsch zu erfüllen, dem Nächsten zu dienen, wie eine Zelle eines lebenden Organismus – solange werden wir niemals Vollkommenheit erreichen. Und bis dahin werden sich Unglücke und Katastrophen nur noch verschärfen und uns in die Richtung dieser Vollkommenheit voranstoßen.

Und das bedeutet die „Kenntnis über den Schöpfer“: Jeder von uns wird zum Gefäß des Wissens. Seir Anpin und Nukwa, die zu Chochma und Bina hinaufsteigen, empfangen darin ihre Erfüllung, welche dem Verlangen entspricht und werden „Gefäß des Wissens“ genannt. Zusammen erreichen sie die „erwachsene“ Stufe und werden dann zusammen mit dem elterlichen Parzuf Aba we Ima zum CHaBaD.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, Frieden, 30.05.2011

“Schönheit täuscht, und die Anziehungskraft ist vergänglich”

Baal HaSulam, Brief 19: „„In jene Frau, …“ „…„die Schönheit täuscht, und die Anziehungskraft vergänglich ist, doch die Frau, die den Schöpfer fürchtet, soll sich rühmen“. Das heißt: Während der Vorbereitungszeit entstand der Eindruck, dass die Anziehungskraft und die Schönheit das Wichtigste in der Vollkommenheit ist, und der Mensch sehnte sich und strebte natürlich danach, doch während des Endes der Korrektur, wenn „die Erde sich mit dem Wissen des Schöpfers füllt“, „hat er die umgekehrte Welt gesehen“, und hat begriffen, dass die Bestrebungen und die Furcht das Wichtigste in der Vollkommenheit sind, was dem Menschen verborgen bleibt, und so spürt er, dass er während der Vorbereitungszeit sich selbst belog.

Frage: Warum heißt es, dass wir uns während der Zeit der Vorbereitung selbst belügen?

Meine Antwort: Das ist so, weil ich mich nach etwas sehnte, das eine Lüge war. Und während ich litt, erkannte ich nicht, dass dieses Leiden in Wirklichkeit Erfüllung war. Das bedeutet, dass, sobald ich meine Einstellung zu dem Ersehnten ändere, ich enthülle, dass ich in der Welt der Unendlichkeit bin. Das wird als „du wirst essen, was alt ist“ bezeichnet. Ich enthülle unendliche Erfüllung in meinem gegenwärtigen Zustand.

Es wird erklärt, dass du dich vorher selbst belogen hast, dachtest, dass du die ersehnte Erfüllung nicht hast und sie erlangen musst. Aber du musst nichts erlangen ausser für die Korrektur deiner Verlangen. Du befindest dich schon in der gleichen perfekten Stellung und du kannst es nur nicht erkennen, weil es dir an den Eigenschaften der Wahrnehmung fehlt, den korrigierten Verlangen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.05.2011, Baal HaSulam, Brief 19

Kabbalisten über die Nächstenliebe und die Liebe zum Schöpfer. Teil 7

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

(Anmerkungen in Klammern sind von mir)

Die Liebe zum Nächsten stellt ein Mittel zur Erreichung der Liebe zum Schöpfer dar.

Die Menschheit kennt kein anderes Mittel zu ihrer Korrektur, außer der Befolgung bzw. Erfüllung des Gesetzes der Höheren Lenkung „das Geben einem Nächsten um Schöpfers willen“, die aus zwei Etappen besteht:

1. „ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – bedeutet, dass die Sorge über das Wohlergehen der Gesellschaft nicht geringer sein soll, und der natürlichen Sorge über sich selbst vorgezogen werden soll.

2. „Liebe den Schöpfer von ganzem Herzem und ganzer Seele“ – bedeutet, die Pflicht der Sorge über das Wohl des Nächsten und der Gesellschaft, und es nur mit der Absicht zu tun, um die Gunst in Augen des Schöpfers zu erlangen, was gleichzeitig seinen Wunsch erfüllt.

Baal HaSulam, „Frieden„.

Wohltätigkeit zum Wohle der Starken

Frage: Enttäuschung und Frust stellen einen der Nebeneffekte der sozialen Ungleichheit dar. Wie können wir die Wissenschaft Kabbala nutzen und die Gleichheit erreichen? Denn wir bleiben nach wie vor verschieden?

Meine Antwort: Momentan stehen wir vor ernsthafteren Problemen als Ungleichheit zwischen Reichen und Armen. Ich denke, dass der Grund nicht in der Enttäuschung liegt.

Heutzutage ist die Existenz der Menschheit selbst gefährdet. Wir stehen vor Herausforderungen auf den Gebieten der Energieversorgung, der klimatischen Einwirkungen, der Wasserversorgung, des Treibstoffes und so weiter, und zwar während wir an der Schwelle zu großen Veränderungen stehen. Insofern stellt die Lebensqualität nicht das Hauptproblem auf der Tagesordnung dar.

Und offen gesagt haben wir auch keine andere Wahl. Die Gesellschaft versucht jedes Mal die Situation zu mildern, aber ehrlich gesagt, werden wir neben der allgemeinen Krise feststellen, dass all diese kleinen Schönheitsreparaturen uns nicht helfen: die Bedürftigen bleiben arm, und die Reichen vergrößern ihr Kapital.

Es ist erstaunlich: nach einem so kraftvollen sozialen Fortschritt, den die Industrieländer durchgemacht haben, können sie uns kein gutes Beispiel zeigen. Im Gegenteil, die Kluft zwischen Reichen und Armen wird nicht kleiner, sie wird im Gegenteil noch größer, dabei übersteigt sie die vergleichbaren Werte in weniger entwickelten Ländern.

Es handelt sich um eines der Merkmale der allgemeinen Krise, die sich noch zeigen wird. Dann werden wir plötzlich eine ungeheure Armut und soziale Nöte in Ländern sehen, die immer als „Vorbilddemokratien“ gegolten haben.

Dafür gibt es keine Korrektur. Zum Schluss werden wir feststellen, dass von allen Bemühungen seitens der Gesellschaft und verschiedener Organisationen nur die Starken profitiert haben – jene, die nach egoistischer Wahrheit leben, nach dem Prinzip „meins ist meins und deins ist deins“. Bisher blieb uns diese Erkenntnis verborgen, aber bald wird sie uns zusammen mit dem sozialen Abgrund offenbart.

Und dennoch werden wir gleichzeitig sehen, dass es sich dabei nur um eines der Probleme unserer Gesellschaft handelt, und dass es noch andere Probleme größeren Umfangs gibt. Es scheint, als ob die globale Gefährdung die soziale Gefährdung in den Hintergrund stellen würde – denn den Armen wird doch noch die Möglichkeit zu einer Existenz gegeben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 15.05.2011