Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Arbeit in der Nacht

Das Buch Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“:

„Rabbi Shimon saß und studierte die Tora in der Nacht, in der die Braut, die Malchut, sich mit ihrem Ehemann vereint.

Und alle Freunde, die Mitglieder des Tempels der Braut sind, müssen mit der Braut diese Nacht verbringen und sich mit ihr an der Korrektur erfreuen, die dank ihnen zustande kommen.“

Um den Text des Sohar gemeinsam wahrzunehmen, ist es wichtig, die Bestrebung zur Einheit nicht abzugeben. Denn sein Licht kann nur in unseren vereinigten Wunsch eingehen. Das Licht wird nie in den individuellen Wunsch des Menschen eingehen.

Man muss verstehen, dass alles, was wir in den kabbalistischen Büchern lesen, die Verbindung zwischen uns beschreibt. Deshalb muss ich zuerst diese Verbindung, wie die Vorbereitung auf den Unterricht vorstellen, und dann den Kabbalisten zuzuhören, die sie beschreiben.

So studiere ich die Wissenschaft der Kabbala, deren Bestimmung in der Korrektur unserer zerbrochenen Beziehung ist. Vor allem, erwecke ich in meiner Einbildung die Verbindung, die wir korrigieren wollen, und dann versuche ich zu verstehen, um welche Vereinigung es sich handelt.

Wir sind in die nächtliche Finsternis vertieft und wissen nicht, wo wir uns befinden. Uns ist nichts klar, aber wir arbeiten ununterbrochen, um die Braut – Malchut, unser Kli – auf den Eintritt „des Morgens“ vorzubereiten.

Und am Morgen, d.h. am Ende der Bemühungen und der Korrekturen, kommen die Konturen unserer Wechselbeziehung aus der Finsternis (aus der Selbstsucht) zum Vorschein, und wir sehen alles (im Morgenlicht, in der Eigenschaft des Gebens) klarer, wo und wie sie geöffnet werden soll.

Wenn sie endlich aus der Dunkelheit austritt, dann bricht der Morgen an. Der Zustand klärt sich auf, und in unserer Verbindung wird das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die Barmherzigkeit, das Licht Chassadim geöffnet.

Und später kleidet sich in Chassadim das Licht Chochma ein – und es bricht der Tag an. Dann kommt es zur Verbindung zwischen dem Bräutigam und der Braut, zwischen dem Schöpfer und Kli unserer Einheit, unseres allgemeinen Wunsches.

Solange wir uns im Zustand befinden, der „die Nacht der Braut“ heißt, führen wir die Vorbereitung durch. Zwischen uns gibt es noch keine Einheit, in welcher sich das Licht zeigen könnte.

Wir bemühen uns jedoch weiterhin, die Stelle unseres Zerbrechens zu finden, wir suchen die uns teilende Selbstsucht und die Mittel, die man dagegen verwenden kann. Das alles ist die Arbeit in der Nacht, die Vorbereitung auf die ersten Strahlen der Morgenröte eben.

Aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch Sohar, 14.11.2010

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Die Waagschale: Belohnung und Bestrafung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es in dieser Welt keine Belohnung und keine Bestrafung gibt, wo existieren sie dann?

Meine Antwort: In unserer Welt gibt es Belohnung und Bestrafung, gute und schlechte Menschen, es gibt hier alles, was ihr seht und versteht.

Es steht geschrieben: „Die Welt verhält sich nach unabänderlichen Gesetzen“. Im Rahmen unserer Welt existieren in jeder Gesellschaft, in jedem Land und in jeder Zivilisation eigene Gesetze.

Wenn du in den Kindergarten, in die Schule, in eine Einrichtung für Erwachsene kommst, gibt es überall eigene Verhaltensregeln sowie Belohnung und Bestrafung für ihre Einhaltung. Und so, wo auch immer du hinkommst, gibt es an jedem Ort eine Sammlung von Gesetzen für eine Gruppe von Menschen, für eine Gesellschaft oder für ein Volk.

Doch wenn man von Gewinnen oder Verlusten eines Menschen in Bezug auf die spirituelle Welt spricht, dann haben seine irdischen Taten nichts mit der spirituellen Ebene zu tun.

Sie haben Einfluss auf die darauffolgenden Inkarnationen, jedoch nicht auf die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen, auf die Enthüllung der spirituellen Welt, „deine Welt wirst du zu deinen Lebzeiten sehen“. Also hat der Mensch in dieser Hinsicht nichts bewirkt, wie die Tora erklärt.

Wir lernen, dass die einzige freie Handlung des Menschen in dieser Welt seine Anstrengung in Richtung Vereinigung in der Gruppe ist, alle anderen Handlungen gehören ihm nicht.

Abgerechnet wird mit uns nur gemäß dem, dass wir jedes Mal eine noch bessere Umgebung wählen, um das Schöpfungsziel zu erreichen.

Aus der 2. Kongresslektion vom 09.11.2010

Kabbalisten über Kabbala heute, T.2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].
Der Beweis, dass unsere Generation sich schon in der Zeitperiode der Messias befindet.

Wer weiß besser als ich, dass ich es überhaupt nicht wert bin, auch nur ein Bote zu sein und ein Autor, um solche Geheimnisse zu enthüllen und noch weniger, sie gründlich zu verstehen. Und warum hat mir der Schöpfer das angetan? Nur, weil die Generation es wert ist, weil es die letzte Generation ist, die genau an der Schwelle der kompletten Enthüllung steht. Und aus diesem Grund lohnt es sich, anzufangen, die Stimme des Horns des Messias zu hören, welches die Enthüllung der Geheimnisse ist, wie erklärt wurde.
Baal HaSulam. Horn des Messias

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wüsste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde; das heißt, so wie bis zur Gegenwart keinem einzigen Weisen jene Wege offenbart wurden, mit deren Hilfe man öffentlich mit dem ganzen Volk studieren könnte, und den Charakter eines jeden Wortes erklären könnte …

Das ist es, was mir der Schöpfer in vollem Maße schenkte. Wie es bei uns üblich ist, hängt es nicht von der Genialität des Weisen selbst ab, sondern vom Zustand, in dem sich eine Generation befindet, … und daher sagte ich, dass mein ganzer Verdienst in der Enthüllung meiner Generation liegt.
Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Zwischen Liebe und Hass liegt nur eine Stufe

Versucht nicht aus einem Menschen ein Tier zu machen und die spirituelle Welt an ein mechanisches Schema anzuketten.

Diese Welt ist voll von Abenteuern und Ungewissheiten, die sich plötzlich unterwegs enthüllen, und du erkennst, dass es anders war, als du geglaubt hast, oder vielleicht sogar umgekehrt.

Wenn die Verbindung zwischen den Dingen sich auf einer tieferen Ebene enthüllt, machst du ein vollständiges „Upgrade“ (eine neue Einstellung) auf dein gesamtes „Programm“. Du siehst, dass du jetzt ein neues Werkzeug/neue Kelim, neue Verbindungen nutzen kannst.

Es ist klar, dass die Grundlage die gleiche bleibt: der Schöpfer, die Schöpfung, der Entwicklungsprozess mit Hilfe des umgebenden Lichtes, die Verlangen GE und ACHaP, eine größere Verbindung der Seelen – die konkreten Erscheinungen können jedoch vollkommen gegensätzlich sein.

Innerhalb des gleichen Verlangens zu geben enthülle ich plötzlich in einer größeren Tiefe/Awiut vollkommen neue Verbindungen! Ich habe nicht gedacht, dass der Feind auf meiner Stufe zu einem geliebten Freund auf einer höheren Stufe werden kann! Und auf der höchsten Stufe umarme ich Haman – dieser vollendete Verbrecher wird zu einer heiligen Gestalt.

Wie kann es sein, dass es auf der untersten Stufe mein größter Feind, dem ich mich unmöglich nähern kann, ist und ich auf der höchsten Stufe mit ihm verschmelze?

Und wenn zwei Kabbalisten sich auf diesen Stufen, die beide spirituell sind, befinden, werden sie nicht miteinander einverstanden sein! Wie kannst du nur meinen Feind lieben? Können wir keine Freunde mehr mit dir sein?

Für einen Menschen, der die Endkorrektur/Gmar Tikun erreicht hat, sind Haman, Hitler, Ahmadinedschad, alle Menschenhasser Kräfte der Heiligkeit. Du hast sie auf den früheren Stufen gehasst und schließt auf der höchsten Stufe Frieden mit ihnen.

Das ganze Problem besteht darin, dass wir mit unserem begrenzten Verstand nicht in der Lage sind, zwei Gegensätze miteinander zu verbinden: wie kann ein Elektron gleichzeitig Welle und Teilchen sein, wie kann ein Teilchen sich gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten befinden?

Umso weniger verstehen wir, wie darüber, in der spirituellen Welt, alles aus zwei Gegensätzen, die zusammen existieren, bestehen kann: der Todesengel und der heilige Engel, der Schöpfer und der Pharao.

Wir können das mit unserem irdischen Verstand nicht begreifen und wollen hören, welche von zwei gegensätzlichen Antworten die richtige ist, dabei entsprechen sie beide der Wahrheit! Gerade bei der Verbindung von Gegensätzen enthüllt sich die spirituelle Welt, der Schöpfer!

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar haKavanot“ vom 04.11.2010

Ich bitte und der Schöpfer erfüllt

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten vor vielen Jahren, auf dem Kongress in Sitrin, dass wir in einem Augenblick, in einem Gedanken und in einem sehr großen einheitlichen Wunsch sein sollen, um in Folge dessen den Machsom überqueren zu können.

Im Laufe all der Jahre unternahmen wir sehr viele Versuche, führten eine Menge von Handlungen durch, aber waren trotzdem nicht bereit. Ich habe aber die Empfindung, dass wir jetzt, in dieser Sekunde alle bereit sind.

Währen des Unterrichtes versuche ich in mir diese Membran, die egoistische Klipa zu durchtrennen, um „die Öffnung im Herzen“ zu erreichen.

Mir fehlt es allerdings an der Synchronisation dieser Handlung. Ich will es nicht später, ich will es jetzt, in dieser Sekunde! Helfen Sie uns bitte jetzt, dieses allgemeine Gebet zu erreichen, um diese Membran durchreißen zu können!

Meine Antwort: Einst habe ich mich fast mit denselben Worten an Rabasch gewandt, und er antwortete darauf, dass er nicht zwischen mir und dem Schöpfer steht. Der Mensch soll diese Verbindung selbst aufsuchen. Er soll sie selbst fordern. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass nicht er selbst diese Membran durchbricht, sondern der Schöpfer.

Andererseits, wenn du dich bemühst, aber nichts erreichst, ist es auch gut, denn du sollst es nicht alleine machen. Mit welcher Kraft machst du es? Mit der Kraft der Selbstsucht?!

Nur der Schöpfer kann es schaffen – und niemand außer Ihm! Und der Lehrer ist hier ein Schaffner auf dem Weg. Obwohl er dich zu diesem Zustand führt, ist er nicht in der Lage, etwas für dich zu machen. Und der Schöpfer kann es auch nicht, wenn deinerseits keine Bitte erfolgt. Somit soll dein Wunsch zur inneren Veränderung Seiner Handlung vorangehen.

Deshalb ist es nötig:

1. dass man aufhört seine Versuche, diese Membran, die egoistische Klipa des Herzens mit eigenen Kräften durchzubrechen.

2. dass man aufhört, die Hilfe von keinem anderen als den Schöpfer zu erwarten, die als Antwort auf deine Bitte kommen wird.

Wir studieren es Jahre lang in allen Artikeln von Kabbalisten: das Höhere Licht macht alles. Es hat den Wunsch geschaffen, kann ihn und die Absicht verändern, und ebenso, wie der Schöpfer den Wunsch zerschlagen hat, ist Er auch fähig, die Absicht zu korrigieren, wenn der Wunsch diese Korrektur erfordern wird.

Es gibt hier niemanden in der Mitte, und alles hängt nur vom Wunsch, von der Bitte um den Aufstieg, MAN ab. Und die Handlung verwirklicht sich nur mit Hilfe des Höheren Lichtes. Beginnen Sie sich nur auf die zwei Handlungen zu konzentrieren: ich bitte und der Schöpfer erfüllt.

Aus der 4. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

Kabbalisten über das Studium der Kabbala, Teil 19

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kabbala erfordert keine besondere Talente.

Das Ziel der Schöpfung können nicht nur die begabten Menschen erreichen, sondern alle Geschöpfe ohne jeglichen Ausnahme, und man braucht dafür keine besondere Talente.

Die Weisen sagten in Midrasch Rabbah (das Buch „Große Kommentar“): „Sagte der Schöpfer – die ganze Weisheit, die ganze Tora sind leicht für denjenigen, der sich vor Mir fürchtet (sich vor Egoismus bewacht) und alle Bedingungen der Tora (um des Gebens willen zu handeln) und die ganze Tora und die ganze Weisheit (in diesem Fall) sind in seinem Herzen“.

Rabasch. Shlavey HaSulam. Liebe zu Freunden – 2, S. 6, 1984

Der Schritt zwischen den Welten

Es gibt zwei parallele Systeme der Verbindung zwischen uns:

1. Das egoistische System, das wir jetzt empfinden

2. Das innere, korrigierte System. Es ist unsere folgende Etappe. In diesem System, das schon existiert, aber vor uns verborgen ist, halten wir uns in der Absicht „Lischma“ auf, darin befindet sich das Licht – das innere Licht (Or Pnimi).

Wenn wir uns mit dem folgenden Zustand verbinden wollen, ihn erreichen möchten, dann rufen wir auf uns den Einfluss des Lichtes hervor, das auf uns von der Ferne einwirkt – das uns umgebende Licht (Or Makif).

Wie ist die Beziehungen zwischen diesen zwei Stufen – zwischen der jetzigen und der zukünftigen zu erreichen, damit uns das umgebende Licht leuchtet? Zwischen ihnen gibt es den Unterschied – von „Lo Lischma“ zu „Lischma“, und ich möchte, dass das Licht O“M in mir diese Veränderung bewirkt.

Wie ist es zu machen? – Mit Hilfe des Buches Sohar. Deshalb haben die Kabbalisten für uns die Bücher geschrieben. Wenn wir danach streben, dieses höhere System zu enthüllen, die innere, korrigierte, enge Verbindung zu erreichen – dann müssen wir darüber lesen.

Dabei ist unwichtig, dass wir nichts verstehen. Hier wirkt sich der Unterschied zwischen den Stufen (zwischen den Zuständen, den Welten) aus.

Wie kann ich die Höhere Welt verstehen, wenn ich mich dort nicht befinde, oder im Vergleich zu ihr gar nicht existiere? – Natürlich, bin ich nicht fähig, sie zu empfinden und zu verstehen. Aber ich kann trotzdem darüber lesen.

Die Kabbalisten haben in einer klaren Sprache etwas über eine andere, höhere Welt geschrieben. Und ich sehe diese Buchstaben an – und verstehe nichts…

Aber ich bemühe mich weiterhin, wie ein Kind, das diese Welt zu verstehen versucht – wodurch das umgebende Licht O“M hervorgerufen wird. Eben darin liegt der ganze Sinn des Lesens des Buches Sohar.

Im Unterricht sitzen heute unsere Freunde, die Vertreter der 50 Länder. Jeder von ihnen schaut diese unbekannten Buchstaben an und wünscht sich sehnsüchtig, die Spiritualität zu erreichen.

Infolge des Wunsches, die Spiritualität zu erkennen, darin zu leben (denn es handelt sich um die Seele in einem höheren Zustand), infolge all dieser Bemühungen, ruft der Mensch auf sich das Licht hervor, das zur Quelle zurückführt – das umgebende Licht O“M

Das heißt, während des Lesens sollen wir uns zusammen verbinden und wünschen zu empfinden (nicht zu verstehen), was im Sohar geschrieben ist. Dann wird das Buch in uns den Schirm öffnen – worauf hin wir die Höhere Welt sehen werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.11.2010

Kabbalisten über die „Kabbala heute“, Teil 3

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Ein Beweis dafür, dass unsere Generation schon die Zeit der Messias erreicht hat

Da die ganze Wissenschaft der Kabbala vom Geheimnis der Offenbarung des Schöpfers berichtet, ist selbstverständlich, dass es keine andere Wissenschaft gibt, die ihr in ihrer Wichtigkeit und ihrem Erfolg gleichkommen könnte.

Und die Absicht der Weisen der Tora bestand darin, ein System der Erkenntnis zu kreieren, welches sich dazu eignet, sich damit zu beschäftigen.

Sie taten das insgeheim (aus bekannten Gründen wurde beschlossen, sie zu verbergen), doch dies musste nur eine bestimmte Zeit andauern, und nicht immer, wie es im Sohar heißt: „Und die Weisheit der Kabbala wird sich am Ende der Tage offenbaren, auch in den Kindern“.

Baal HaSulam. Die Lehre der kabbala und deren Wesen.

Was ist das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das Licht, von dem die Kabbalisten erzählen?

Meine Antwort: Es gibt eine besondere Kraft in unserer Realität, genannt „Licht“. Das ist eine verborgene Kraft, du kannst sie nicht wahrnehmen. Doch wenn du dich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigst, wirst du dieses Licht erwecken können, und es beginnt, auf dich einzuwirken.

Was bedeutet, „sich mit der Wissenschaft der Kabbala zu beschäftigen“? Es gab Menschen, die den Schöpfer bereits erkannt, die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit Ihm erreicht und dir über alle möglichen Zustände geschrieben haben, die sie in ihrer Haltung der Höheren Kraft, der Höheren Welt gegenüber enthüllen.

Natürlich wenn du ihre Bücher liest, verstehst du nichts darin, denn du befindest dich nicht in der gleichen Welt und weißt nichts davon. Du hörst nur das, was du dir aus deiner Welt heraus vorstellen kannst, obwohl die Rede von der spirituellen Welt ist, die absolut anders ist.

Doch wenn du während des Lesens von Texten, in denen die Kabbalisten die Höhere Welt beschreiben, dich in ihr befinden, mit allem, was du hast, in sie eintreten willst, dann erweckst du durch dein Bestreben die Einwirkung einer besonderen Kraft aus der Höheren Welt auf dich. Diese Kraft nennt sich „das Licht“.

Du kannst es erwecken, weil du einen Funken aus der gleichen höheren Welt in dir hast, der von Geburt an in dir enthalten war. Und dann scheint das Licht, welches aus der höheren Welt kommt, ihn an.

Deshalb, wenn du das Licht erwecken willst, damit es auf den Funken einwirkt, musst du kabbalistische Texte lesen und nur daran denken – mehr ist nicht nötig!

Du musst nicht wissen, was im Buch geschrieben steht, über keinen scharfen Verstand, keine herausragende Fähigkeiten und kein besonderes Glück verfügen. Du kannst ein ganz normaler Mensch sein. Du brauchst nur das Verlangen, damit aus der Welt, von der die Kabbalisten erzählen, die Kraft kommt und ständig auf deinen Funken einwirkt. Dann wird der Funke allmählich wachsen – und plötzlich beginnst du wahrzunehmen, worüber sie schreiben.

Genau das brauchen wir während des Studiums des Buches Sohar. Doch die Kraft dieses Lichtes kommt zu dem Menschen, wenn er danach strebt, in eben jener höheren Welt zu sein, sprich der Gebende zu sein.

Doch woher weiß ich, was es bedeutet, der Gebende zu sein? Die Kabbalisten sagen: wenn du das Buch Sohar in der Gruppe lesen und dir vorstellen wirst, dass du mit den Anderen zu einem gemeinsamen Organismus ohne jegliche Unterschiede zwischen euch vereint bist und dass ihr ein Verlangen, eine Absicht, ein Bestreben nach der gemeinsamen Kraft habt, die euch leuchtet, dann wird diese gemeinsame untrennbare Kraft euer gemeinsames Verlangen beeinflussen, und ihr werdet wirklich jene höhere Kraft enthüllen, die euch voranbringt und auf euch einwirkt. Das bedeutet „die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen“.

Aus diesem Grund lesen wir das Buch Sohar in der Gruppe mit der Absicht, dass wir uns in unseren Verlangen, das Licht zu enthüllen, miteinander verbinden, damit es auf uns einwirkt, uns korrigiert und in uns zum Vorschein kommt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 08.10.2010

„Raus aus dem Sumpf“