Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Das Licht kann schaden oder heilen

Frage: Schadet uns die Einwirkung des Lichts?

Antwort: Das Licht ist sehr schön, wenn wir dafür bereit sind. Es kann aber auch sehr schmerzhaft sein, wenn wir es nicht sind. Das Licht kann schlagen und brennen wie ein Laserstrahl oder es kann heilen.

Frage: Was bedeutet es bereit zu sein das Licht zu empfangen?

Antwort: Wir sind erst bereit das Licht zu empfangen, wenn wir bereit sind uns zu verbinden.

Je nachdem, wie nahe wir uns sind, werden wir in gleichem Maße das Licht empfangen und uns ihm angleichen. Wenn wir uns unter den gegebenen Bedingungen nicht bemühen, uns näher zu kommen, wirkt das Licht immer noch auf uns, aber es fühlt sich schlecht an.

All das Leid im Leben kommt von der Fülle des Lichts, das uns vorwärts treibt, wenn wir darauf nicht vorbereitet sind.

Nur die Nähe zwischen uns richtet uns richtig auf das Licht aus. Dann können wir uns positiv entwickeln.

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Aus Kab TV „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala, vom 9.2.20

Immer mit mir – Teil 64

Plötzlich Sohar

1983, September. Ich erinnere mich, ich bin abends in Eile, gehe die Bnei-Brak-Straße entlang, und plötzlich sehe ich ein Schreiben an der Wand – „Ashlag ist gestorben“. Ich erstarrte, meine Beine zitterten – welcher Ashlag? Ich komme näher, ich lese – Shlomo. Und ich verstehe, dass RABASHs jüngerer Bruder, Shlomo Benjamin Ashlag, gestorben ist.

Ich habe es eilig, Rabash zu sehen. Er sitzt an seinem Schreibtisch zu Hause, und ich frage ihn noch vor der Tür: „Was machen wir?“ Ich dachte, er würde sagen: „Wir werden Shiva halten[1]„. Doch er sagt zu mir: „Wir gehen nirgendwo hin.  Du und ich sitzen hier. Wir werden studieren.“

So begannen diese einzigartigen sieben Tage, die definitiv „die Welt erschüttert haben“. Wir waren sieben Tage lang allein, niemand kam zu RABASH, und wir gingen nirgendwohin, aus. Er offenbarte mir etwas, was wir in der Gruppe nie gelernt haben – „das Vorwort zum Buch Sohar“, geschrieben von RASHBI. Es wird auch als Keter[2] des Buches Sohar bezeichnet.

RABASH sagte „Derjenigen, dem dieses Buch offenbart wird, öffnet sich der ganze Sohar.“ Er selbst entschied, dass wir dieses Vorwort durchgehen würden, öffnete sofort das Buch, begann zu lesen und zu erklären.

Es war ein siebentägiger Höhenflug! Es war nicht so, dass RABASH mehr erklärt hätte, nein, er hat seine Methode nicht geändert, er betonte wie immer, dass man sich selber um die Absicht bemühen soll, vor allem weil Sohar eine „Sgula“[3]  ist….. Aber an diesen Tagen schuf er solch eine Atmosphäre, in der ich Angst hatte, ein Wort zu verpassen.

So etwas kann man nicht in einem Buch fassen. Die Art und Weise, wie ich dort mit offenem Mund saß und fühlte, wie ich reif wurde. Es gab eine grüne Frucht, die für nichts geeignet war, und plötzlich ist die Erde befruchtet, der Regen kommt, die Sonne rötet, und man merkt, dass man ausreift, etwas dringt in einen hinein, man kann nicht erkennen, was es ist, aber man ist bereit, nicht zu schlafen, nicht zu essen, sich diesem natürlichen Weg hinzugeben, auf welchen das Buch Sohar und RABASH einen geleitet hat…

„In diesem Saal sind Riesige Schätze verborgen, einer über dem anderen. In diesem Saal gibt es dicht geschlossene Tore, die den Zugang zu Licht versperren. Und es gibt 50 von ihnen…“

RABASH erklärte: „Das Tor bedeutet ein Gefäß – das Verlangen, Licht zu bekommen.“

„Es gibt ein Schloss und eine Engstelle in diesem Tor, um einen Schlüssel hineinzustecken“. Das Schloss im Tor zu sehen bedeutet zu verstehen, dass man nur im Geben das Licht erhalten kann. Und wenn du versuchst, es zu tun, erkennst du, dass die Stelle eng ist, dass es nicht einfach ist, näher an dieses Schloss, an diesen Zugang zum Spirituellen heranzukommen, da es so klein wie ein Nadelöhr ist. Man muss sich ihm annähern, nicht verfehlen, nicht nachgeben, den Schlüssel hineinstecken… – unsere Absicht, und das Schloss öffnen, um das Gebot zu erfüllen – dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Früher schrieb RABASH, was Baal HaSulam sagte, auf und aus diesen Notizen wurde „Shamati“ geboren.

In diesen sieben Tagen versuchte ich mitzuschreiben, was RABASH sagte, und daraus entstand mein achtes Buch, „Sohar“. Mich gibt es dort nicht. Ich habe mich sehr bemüht, nichts von mir selbst hinzuzufügen. Dort gibt es nur RASHBI und RABASH.

So verbrachten wir diese sieben unvergesslichen Tage zusammen. Und als sie vorbei waren, sagte RABASH: „Jetzt muss ich mich zurückziehen.“

Und ging nach Tiberias.

[1] Shiva ist eine siebentägige Trauerzeremonie. Sie wird von den engsten Verwandten des Verstorbenen gehalten: Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Ehefrau, Mann.
[2] Kether (hebräisch: כתר „Die Krone“) ist die erste von 10 Sefirot in der Kabbala.
[3] Sgula ist ein besonderes Werkzeug, die Werke der Kabbalisten, dank derer es möglich ist, den Menschen, die Gruppe und den Schöpfer zu einem Ganzen zu vereinen. Ihre Einheit ist nur möglich, wenn das System, in dem sie sich befinden, richtig eingesetzt wird. (Aus dem Blog von Michael Laitman)

[# 245634]

Fortsetzung folgt…

Warum die Zeit beschleunigen, wenn das Leben wie im Nu verfliegt?

Frage: Sie sagen: Es sind noch 200 Jahre bis zur vollständigen Korrektur. Was bedeuten 200 Jahre in Bezug auf die Ewigkeit? Ich lebe seit über 50 Jahren, mein Leben war wie ein Augenblick. Was sind 200 Jahre? Ist es einfach das Vierfache? Die Zeit ist nichts. Warum sie dann beschleunigen?

Antwort: Wir beschleunigen nicht die Zeit. Wir beschleunigen unsere Entwicklung und damit das Erreichen unseres perfekten Zustandes.

Wollen Sie Ihr unglückliches Leben weiter ausdehnen? Welchen Sinn hat das Leben sonst, wenn nicht das Erkennen eines ewigen, vollkommenen Zustandes, in dem wir vollständig mit allen Teilen der Schöpfung und dem Schöpfer verbunden sind? Schließlich gibt es nichts anderes.

Die Vollkommenheit ist das Ziel unserer Entwicklung. Und während wir sie beschleunigen, verändern wir das Entwicklungsprinzip von Schlägen und Leiden zu einer guten Entwicklung mit eigenem Streben nach einem Zustand der Vollkommenheit. Das ist alles.

Eigentlich kann man die Kabbala verlassen und nichts tun. Und nach 200 Jahren wird man uns mit einem Stock zum Glück treiben, zu diesem Zustand. Dann wird alles gut werden. In jedem Fall werden wir die vollständige Korrektur und Erfüllung erreichen.

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Aus KabTV „Grundlagen der Kabbala“, vom 9.2.20

Immer mit mir – Teil 63

Fürsorge für die anderen

RABASH sagte mir oft: „Wenn du aus der Dunkelheit heraustreten willst, kümmere dich um die anderen.“ Das war sein Gebet. Ich habe es während des ersten libanesischen Krieges 1982 erlebt. RABASH beugte sich jede Stunde zum Empfänger. Er hörte die Nachrichten im Auto, zu Hause, sogar während des Unterrichts. Die Kommentare waren von keiner Bedeutung für ihn, er war nur daran interessiert, was genau los war. Aber während des Krieges in Libanon ließ er den Empfänger nicht aus den Händen. Damals kamen Fremde in unsere Klasse, und es sah für sie sehr seltsam aus. Wie kommt es, dass man aufhört, über das zu reden, was in der Tora geschrieben steht, dass man aufhört, solch erhabene Sachen zu lernen, um die Nachrichten zu hören?!

Ich erinnere mich an einen der Haredim (ultra-religiösen), der sogar empört war und fragte RABASH: „Wie kann das sein? Es ist bei uns überhaupt nicht üblich, Radio zu hören, und Sie unterbrechen sogar den Unterricht und hören zu!“

RABASH antwortete ihm: „Und wenn du dort Söhne hättest, würdest du dich darum kümmern, was dort passiert, oder nicht?! Ich bin mir sicher, dass dein Herz da sein würde! Natürlich! Und du würdest das Radio einschalten und hören, weil du das Gefühl hättest, dass dein Leben davon abhängt. Wir haben unsere ganze Armee dort, und alle von ihnen sind meine Söhne, ich leide mit ihnen und sorge mich um sie.“

Es war eine gute Schule für mich. Zu verstehen, wie der Kabbalist ein besonderes Gefühl für die Menschen entwickelt, wie er leidet und versucht, mit den Menschen in all den Leiden, Schwierigkeiten und Problemen, die dem Land zustehen, zusammen zu sein[1].

[1] Baal HaSulam schreibt in seinen Artikeln „Bürgschaft“ und „Die Gabe der Tora“, dass, je entwickelter ein Mensch ist, desto mehr beginnt er, sich nicht um sich selbst, sondern um seine Familie zu sorgen, dann – um seine Verwandten, dann – um die Gesellschaft, in der er lebt, für sein Land, für die ganze Welt. Es kommt aus dem inneren Bewusstsein, dass wir ein Organismus sind. (aus dem Michael Laitman Blog)

 

[# 245630]

Fortsetzung folgt…

Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 10

Was es braucht, um das Coronavirus zu besiegen

Frage: Sehen Sie als Kabbalist die Schläge, die uns erwarten, ich meine die zehn ägyptischen Plagen, als zehn Schläge auf den Egoismus der gesamten Menschheit? Was liegt vor uns?

Antwort: Wir müssen nicht alle zehn Hiebe durchmachen. Wir haben sie bereits in der Vergangenheit durchlebt, und daher können sie heute nicht mehr so stark sein wie damals in Ägypten.

Wir brauchen nur ein paar ernsthafte Hinweise, um wie ein Esel gestoßen zu werden, der mit einem harten Knüppel angestoßen wird, damit es vorwärts geht. Wir brauchen diesen Anreiz, um richtig voranzukommen.

Ich hoffe, dass vielleicht dieser Virus zusätzlich zu unseren Erklärungen ausreichen wird. Es ist durchaus möglich, dass die Menschheit bereits in gewisser Weise die richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann.

Hier hängt viel von den Regierungen ab. Sie sind die ersten, die anfangen, ernsthaft darüber nachzudenken, denn das Virus betrifft die gesamte Wirtschaft.

Frage: Welchen Rat würden Sie den Regierungen geben?

Antwort: Ich würde ihnen raten, klüger zu werden und zu verstehen, dass die Entwicklung der Menschheit nicht in ihren Händen liegt; deshalb sollten sie auf das hören, was die Kabbalisten sagen.

Frage: Was ist mit den Menschen, die jetzt zu Hause in Isolation sitzen? Was sollen sie tun?

Antwort: Ich wünsche den Menschen, dass sie verstehen, dass positive Beziehungen die beste, sicherste und einzige Medizin sind, die uns zu Güte und Wohlbefinden führen kann.

Frage: Mit anderen Worten sollten die Menschen, die zu Hause sind, einfach verstehen, dass der Plan für die Entwicklung der Natur in den richtigen Verbindungen zwischen uns liegt. Es ist die Natur, die auf allen Ebenen Probleme und Katastrophen verursacht. Und von uns allen ist lediglich eine wechselseitige Reaktion erforderlich. Wenn es eine Reaktion gibt, nehmen die Probleme ab; gibt es keine, nehmen die Probleme und der Druck zu. Habe ich das richtig verstanden?

Antwort: Ja. Wir müssen uns nur näher kommen, in unseren Gefühlen, auf eine gute Art und Weise, und das ist alles. Viel Glück für uns alle dabei!

[262430]

 

Zwei Meter neutrale Zone

Es ist notwendig, die gesamte Realität dieser Welt in unsere Beziehung mit der höheren Kraft der Natur einzubeziehen. Aber in der heutigen Realität gibt es so viele Leerräume. Was ist ein Coronavirus?

Der Virus zeigt, dass es anstatt der Verbindung leere Stellen zwischen uns  gibt, die mit der richtigen Beziehung gefüllt werden müssen. Und indem wir diese Lücken zwischen uns aufdecken, stellen wir fest, dass wir nicht über sie kommunizieren können, denn durch diese beschädigte Verbindung übertragen wir uns gegenseitig das Virus.

Das Virus hat große Risse zwischen uns offenbart, die durch freundliche Beziehungen gefüllt werden müssen. Wenn wir nicht in der Lage sind, solche Brücken zu bauen, ist es besser, diese Gebiete nicht zu betreten, sondern zu Hause zu bleiben.

Die Distanz zwischen Menschen ist ein Wunsch, d.h. der Virus offenbart uns neue Wünsche, neue Eigenschaften, neue Beziehungen, die zwischen uns aufgebaut werden sollten. Wenn wir uns durch diesen Abstand von zwei Metern auf eine neue Art verbinden und wie ein Mensch mit einem Herzen werden, wird sich der Schöpfer zwischen uns enthüllen.

Das Virus offenbart Leerräume zwischen uns, die mit guten Beziehungen gefüllt werden müssen. Und dann werden wir eine neue Verbindung erreichen, die eher dem System von Adam HaRishon entspricht. Alle Teile dieses gemeinsamen Systems werden beginnen, im gegenseitigen Einvernehmen zusammenzuarbeiten. Anstatt anderen aufzuzwingen, was gut für mich ist, werde ich ihnen geben, was gut für sie ist. 

Und dann wird diese Distanz beginnen zu verschwinden, die Welt wird durch die gefüllten Räume zwischen uns verbunden sein. Alle Teile der Wirklichkeit werden sich verbinden und ein neues, korrigiertes System von Adam HaRishon aufbauen, in dem sich der Schöpfer, der unsere Verbindungen organisiert und ausfüllt, manifestieren wird. Es geht nicht um die Entfernung von zwei Metern, sondern um die Wünsche, die mit der Offenbarung der höheren Macht gefüllt sind.

Es wird Zeit brauchen, um dies zu verstehen und zu realisieren,  aber es wird geschehen und die ganze Welt wird darüber sprechen. Wir haben nur noch nicht damit begonnen, diese Leerstellen zwischen uns mit richtigen, guten und herzlichen Beziehungen zu füllen. Aber sobald das geschieht, wird die Welt sofort sehen, dass darin die Lösung, das Heilmittel gegen das Coronavirus, die neue Realität steckt. Und dass die Welt so sein sollte. 

Aus dem Morgenunterricht vom 07.04.2020

(262826)

 

Immer mit mir – Teil 62

Eigene Seele kennen

Nach einer Weile begannen wir am Anfang der Lektion, diese Artikel in der Gruppe zu lesen. Wir lasen eine Stunde, anderthalb. RABASH hörte mit geschlossenen Augen und nach hinten gebeugtem Kopf zu. Für ihn war nicht nur die Meinung der Schüler wichtig, sondern auch die unserer Frauen. Am Ende des Artikels sagte er immer zu mir: „Vergiss nicht, es den Frauen zu geben. Es lag in meiner Verantwortung, die Artikel zu kopieren und durch meine Frau weiterzugeben. RABASHs nächste Frage war: „Nun, was haben sie gesagt? Wie ist der Artikel für sie?“ Er schätzte ihre Meinung, vielleicht sogar mehr als unsere. So erschienen einmal im Monat Artikel über Frauenfragen.

Heute, nach fast 40 Jahren, sehe ich, welche Veränderungen die Artikel von RABASH in mir, in seinen Schülern, in all denen, die ihn umgaben, bewirkt haben. Sie wirkten anfangs unschön und falsch geschrieben, es schien uns, dass ihre einzelnen Teile nicht miteinander verbunden waren, dass sie inkonsequent waren… Weil wir in ihnen die präzise Bewegung der Seele nicht erkannten, die sich auf diese Weise entwickelt. Wir kannten unsere Seele nicht. Doch RABASH kannte sie.       

Diese Artikel haben ihre Arbeit getan. Vor meinen Augen begannen Wunder zu geschehen. Ich erinnere mich, als wir einen Artikel lasen, und plötzlich öffnete sich die Tür, und jemand Unbekanntes kam herein, nahm Kaffee, setzte sich hin und schloss sich, als ob nichts geschehen wäre, der Lektion an. Weniger als zehn Minuten später öffnete sich die Tür wieder und ein neuer Unbekannter kam herein und machte dasselbe. RABASH sah meine Verwirrung, lehnte sich zu mir herüber und flüsterte: „Dieser hier ist vor 10 Jahren verschwunden, und der andere vor 15…“

So begannen wir, die Artikel zu lesen, und so fingen auf einmal die längst verschwundenen Studenten von RABASH an, zurückzukehren. Es war, als hätten sie den Ruf gehört und kamen zurück. Es ging ihnen so, als wären sie eine Zigarette rauchen gegangen oder hätten sich einen Tag frei genommen, und nicht 10 oder 15 Jahre. Das alles, weil diese Artikel „Manuskripte“ der menschlichen Seele waren. Und wonach strebt die Seele? Sich um die anderen zu kümmern. RABASH kümmerte sich um alle.

 

 [# 245610]

Fortsetzung folgt…

Die höhere Welt berühren

Frage: Was bedeutet es Gegensätze zu verbinden?

Antwort: Eigentlich ist jeder dem anderen entgegengesetzt. Unsere Verbindung beruht darauf, dass wir, obwohl wir völlig unterschiedlich sind, uns trotzdem verbinden und aneinander festhalten wollen.

Das spirituelle Gefäß, in dem sich der Schöpfer offenbart, besteht aus zehn entgegengesetzten Eigenschaften. Obwohl jeder von uns keine Möglichkeit sieht, sich mit dem anderen zu verbinden, sind wir trotz unserer gegensätzlichen Eigenschaften miteinander vereint. Das ist zunächst ein sehr unangenehmes Gefühl. Es ist wie wenn sie sich vor etwas ekeln, es nicht einmal berühren wollen, sich aber dann überwinden können und es anfassen. Unsere Empfindungen dem Schöpfer und der höheren Welt gegenüber wird auf diese Weise wahrgenommen, da wir ihnen absolut entgegengesetzt sind. Es wird von uns instinktiv abgelehnt.

Wir wollen alles für uns selbst empfangen und dort müssen wir auf einmal geben. Es ist als würde man einen Frosch küssen. Es wird sich aber dann alles offenbaren und er wird zum schönen Prinzen.

Aus dem Unterricht, 12.01.2020

(260444)

Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 8

In Zeiten globaler Probleme

Frage: Beeinflusst das Virus nur die belebte Ebene, unseren biologischen Körper, damit wir unsere Haltung auf der „menschlichen“ Stufe, d.h. auf der spirituellen, mentalen Stufe, ändern können?

Antwort: Ja. Tatsache ist, dass die höchste Verbindung zwischen Menschen eine emotionale ist – ihre gegenseitigen Beziehungen untereinander und die Absichten einer Person zu einer anderen.

Wenn diese Absichten gut sind und auf Verbindung abzielen, gelangt die Natur zu ihrem absoluten integralen Zustand, und dann verläuft selbstverständlich alles reibungslos. Menschen sehen den Beistand der Natur nur, soweit ihre Handlungen gut sind.

Wenn sie jedoch immer egoistischere Beziehungen zueinander aufbauen, um auf Kosten anderer zu profitieren und sogar anderen zu schaden, dann manifestiert sich die Natur ihnen gegenüber offensichtlich in umgekehrter Weise.

Hier kommen alle möglichen biologischen Probleme ins Spiel, wie dieses Virus. Es können aber auch Umweltprobleme, Kriege oder alles Mögliche auf jeder Stufe – der unbelebten, pflanzlichen, belebten oder menschlichen – sein.

Das Wichtigste ist, sich zu zerstreuen. Wie es geschrieben steht: „Vertreibe die Bösen; besser für sie und besser für die Welt“. Die Menschen halten einen gewissen Abstand voneinander, um nach und nach die richtige Schlussfolgerung zu ziehen und sich wieder zu verbinden. Aber auf eine gute Art und Weise.

Frage: Die Natur hat uns also gewaltsam integriert, und isoliert uns nun irgendwie durch Katastrophen voneinander? Sagen Sie das im Sinne der Kabbala, dass sie uns auf diese Weise beeinflusst?

Antwort: Genau. So hat es sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte, beginnend mit der Sünde Adams, zugetragen. Da gab es ein einziges System, das dann in viele Teile zerbrach. Jetzt müssen wir sie durch richtiges Zusammenwirken wieder miteinander verbinden.

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Immer mit mir – Teil 61

Wir kaufen eine Schreibmaschine

Als ich sah, dass RABASH nicht mehr aufhören würde, überredete ich ihn, eine Schreibmaschine zu kaufen. Ich erklärte ihm, dass seine Handschrift unleserlich sei, und er stimmte sofort zu. Wir gingen nach Tel Aviv, in einen Laden, und RABASH probierte alle Maschinen selbst aus, war wie Kind leidenschaftlich daran interessiert. Wieder zu Hause angekommen, setzte er sich sofort hin und begann zu schreiben. Von nun an hat sich unser Zeitplan nie geändert. Gleich nach dem Spaziergang im Park zu Hause angekommen, machte ich ihm Kaffee. Er ging nach oben in seine Wohnung und setzte sich hin um zu schreiben. Ich blieb unten, hier war es dunkel und kühl, ich öffnete das Buch und wartete.                    

Ich hörte zu, bis das erste Klopfen der Schreibmaschine von oben zu hören war.

Auch jetzt höre ich es, während ich diese Zeilen schreibe, manchmal höre ich es, wenn ich Artikel lese, es ist besser für mich wie jede Musik – Kabbalistische „Musik“ von RABASH – „Tuk-tuk, Tuk-tuk…“.

RABASH tippte mit einem Finger, die Fehler hat er mit „Tipp ex“[1] übermalt, es war ein Prozess, dem er seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Praktisch nach jedem Wort setzte er ein Komma, als ob er seinen Zustand vermitteln würde. Als ob er sagen wollte, dass jedes Wort von ihm nicht einfach so geschrieben wird, und es ist notwendig, es zu fühlen, zu reflektieren, nicht in Eile zu lesen. So ist ein Artikel von sieben oder acht Seiten in einer Woche entstanden.

Es verging einige Zeit und wir kauften eine elektrische Maschine…. RABASH ist auf den Geschmack gekommen. Er hat seinen Zeitplan nie geändert. Es hatte in sich in all den Jahren so viel angesammelt, dass er keine Pause machen konnte, er beeilte sich.

[1] Tipp ex ist eine spezielle weiße Tinte für die Textbearbeitung.

 

[# 245516]

Fortsetzung folgt…