Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Höhen und Tiefen – Leben und Tod

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist ein uralter biblischer Spruch, eine Aufforderung, der im Prinzip jeder zustimmt, aber niemand weiß es umzusetzen.

Auch wenn wir es gerne erwähnen, stellen wir fest, dass es in unserer Welt nur schöne Worte sind. In der spirituellen Welt ist das hingegen eine unabdingbare Regel, entweder existiert man dort oder nicht.

Jene Freunde, die sich zu einer Einheit verbunden haben, den richtigen Kontakt zum Geben, zur Liebe gefunden haben, eine höhere spirituelle Stufe, ein Gefühl für den Ursprung der Kraft, die Quelle der Schöpfung, eine außerirdische Stufe der Existenz erreicht haben und sich in einem ewigen Informations- und Energiefluss, jenseits von Zeit und Raum befinden, entdecken plötzlich die nächste Schicht des Egoismus, die ihnen vorher verborgen war.

Anstelle von Liebe und Geben beginnen sie wieder, egoistische Gefühle füreinander zu empfinden, wie Kritik und Ablehnung. Dabei fallen sie von der Stufe, die sie erreicht haben, auf die irdische Stufe, als wären sie vom Himmel gefallen und betrachten wieder jeden auf eine völlig egoistische Weise.

[Rest des Beitrags lesen →]

Die Kontrolle des „Sauerstoff Flusses“ der Welt

Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn eine kleine Nation den weltweiten Wasserfluss kontrollieren würde. Wenn es das Ventil schließt, hört das Wasser auf der ganzen Welt auf zu fließen und alles trocknet aus und stirbt. Wenn sie es öffnet, kann sich jeder mit Wasser versorgen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn diese winzige Nation nicht die Wasserversorgung der Welt, sondern die Sauerstoffversorgung der Welt kontrollieren würde. 

Wenn es das Ventil schließt, erstickt jeder, wenn es geöffnet wird, kann die Welt atmen. Würden Sie diese Nation in Zeiten, in denen sie das Ventil geschlossen hat, „segnen“? Würden Sie diese Menschen lieben oder würden Sie sie hassen und sie irgendwie loswerden wollen?

[Rest des Beitrags lesen →]

Über integrale Beziehungen lernen

Das Wichtigste in unserer Arbeit in Bezug auf die Gesellschaft ist es, die Menschen aufzuklären.

Jene Menschen, die in der Lage sein werden, integrale Eigenschaften in sich zu entdecken, d.h. sich mit anderen zu verbinden, um von der individuellen egoistischen Wahrnehmung der Welt zu einer integralen Zusammenarbeit überzugehen, wenn sie sich über ihren Egoismus erheben und beginnen, nicht sich, sondern ihre Gemeinschaft als sich zu empfinden und dadurch das ganze Universum als integral wahrnehmen, – diese Menschen werden weiterhin erziehen und lenken. Sie müssen darauf vorbereitet sein.

Im Prinzip wird dafür die ganze Menschheit gebraucht. Jeder Mensch steht heute vor der Frage nach dem Sinn der Existenz und wie wir unser Leben neu gestalten können. Die Natur sagt, dass wir uns ihr entsprechend verändern müssen.

Wir haben den egoistischen Weg der Entwicklung abgeschlossen. Er befindet sich seit Jahrzehnten in der Krise und beginnt sich seit dem selbst aufzufressen. Wie das Sprichwort sagt: „Eine Revolution vernichtet ihre eigenen Söhne“. So ist es auch hier. Die Menschheit muss anfangen es zu spüren.

Ich denke, wenn wir wirklich kleine Versuchsgruppen bilden, die Managementprobleme lösen und ihre Empfehlungen auf der Grundlage der integralen Natur, d.h. auf der richtigen Beziehung der Menschen zur Natur abgeben würden, machen wir keine Fehler bei unseren Entscheidungen und gestalten mit solchen Managern eine Gesellschaft der Zukunft.

Aus einer Videokonferenz über die Wissenschaft des Managements.

[284311]

Was unsere Probleme wirklich lösen kann

Sibirische Wälder werden von Bränden verzehrt; Deutschland, Belgien, Großbritannien und mehrere andere europäische Länder leiden im Hochsommer unter Überschwemmungen; British Columbia und der Nordwesten der Vereinigten Staaten sind von einer Hitzewelle betroffen, welche die Temperaturen auf über 49°C ansteigen ließ, Straßen zum Schmelzen brachte und Hunderte von Menschenleben forderte. Diese und unzählige andere „Routine“-Probleme die sich mit jedem Tag zu häufen scheinen, verstärken das Gefühl, dass die Welt außer Kontrolle gerät. Bevor wir ein Problem lösen können, tauchen zwei neue von ungewohntem Ausmaß auf. Gibt es wirklich nichts, was wir tun können?

[Rest des Beitrags lesen →]

Thisa B`Av und der Bau des Dritten Tempels

Tisha B’Av (der 9. Av) symbolisiert die Zerstörung des Beit HaMikdash (Tempel), die tiefe Kluft zwischen uns, die durch die Offenbarung des trennenden Egoismus verursacht wurde.

Der 9. Av ist ein tragischer Tag in der jüdischen Geschichte, an dem der Erste und der Zweite Tempel zerstört wurden und an dem die Juden aus England, Frankreich und Spanien vertrieben wurden. Außerdem war dies der Tag, an dem die Juden aus dem Warschauer Ghetto geholt wurden, um während des Holocausts umgebracht zu werden.

[Rest des Beitrags lesen →]

Die Einzigartigkeit der menschlichen Entwicklung

Körperlich ist der Mensch anderen Menschenaffen sehr ähnlich. Tatsächlich sind wir weit weniger leistungsfähig als andere Arten. Wir sind viel schwächer, bewegen uns langsamer, sind anfälliger für Krankheiten, und wir können nicht auf Bäume klettern. Wie kommt es also, dass wir die „Herren der Erde“ geworden sind? Die Antwort liegt nicht in unseren Fähigkeiten, sondern in einem einzigartigen Verlangen, das nur Menschen haben. Es liegt im Verlangen, über diese Welt hinauszugehen, im Verlangen nach dem Spirituellen!

[Rest des Beitrags lesen →]

Die guten Seiten der Probleme

Die heutigen Probleme mögen nicht so schlimm erscheinen wie die, die die Menschheit in der Vergangenheit erlitten hat. Selten werden Dutzende von Menschen getötet, es gibt keine Seuche, die die halbe Bevölkerung Europas zu dezimieren droht, kein Tyrann hat die halbe Welt erobert, zumindest noch nicht, und der Hunger droht nicht, Milliarden von Menschenleben zu fordern. Es gibt sicherlich viele der Probleme, auf die ich gerade hingewiesen habe, und noch viele mehr, aber nichts so kolossales, wie wir es in der Chronik der Menschheit erlebt haben.

[Rest des Beitrags lesen →]

Ein Feld der Liebe erschaffen

Frage: Die Kabbalisten haben ein Sprichwort: „Er und sein Name sind eins.“ Ist dies eine Bedingung oder ein Gesetz?

Antwort: „Er und sein Name sind eins“ bedeutet, dass der Schöpfer sich in Seinem Namen offenbart.

Sein Name ist der Zustand, in dem eine Anzahl von Menschen (zehn oder mehr) sich so vereinen, koordinieren und miteinander verbinden können, dass sie in Bezug auf das gegenseitige Geben und Unterstützen eine Einheit darstellen. In einem solchen vereinheitlichten Feld wird sich die gemeinsame Kraft dieses Feldes, genannt „Schöpfer“, offenbaren.

Der Schöpfer selbst ist verborgen. Dieses Phänomen kann nicht erkannt werden- nur durch den Sensor -eine Ansammlung von Menschen, die so miteinander verbunden sind, dass sie im gemeinsamen Geben, in der gemeinsamen Liebe, in der gemeinsamen guten Verbindung, in einem solchen Feld organisiert sind. Es heißt: „Das vom Schöpfer gesegnete Feld“. Darin offenbart er sich ihnen.

Zum Beispiel haben wir viele Bakterien an unseren Händen, wir sehen sie nicht. Wenn wir ein Mikroskop nehmen, können wir sehen. Das ist auch hier der Fall.

Frage: Es gibt also einige Verbindungen zwischen uns, aber sie sind uns verborgen?

Antwort: Es gibt Verbindungen zwischen uns, aber diese Verbindungen sind schlecht. Sie sind nicht wie die Eigenschaften des Schöpfers- gebend und liebend- so bleibt uns der Schöpfer verborgen.

Frage: Ich liebe es von meiner Natur aus zu empfangen, so wurde ich geschaffen. Selbst wenn ich gebe, ist es um zu empfangen. Ist das die falsche Verbindung?

Antwort: Diese Verbindung ist natürlich, wir wurden damit geboren. Es ist der Egoismus. Wir müssen das allmählich in eine andere Verbindung umwandeln, dem Gegenteil davon.

Frage: Was soll ich tun?

Antwort: Denken Sie an andere und an die Verbindung zwischen uns, damit diese Verbindung vorherrschend, wesentlich, und das Wichtigste wird. Dann beginnen wir, den Schöpfer darin zu spüren.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände,“ Er und sein Name sind eins“, 25.05.2021

[283043]

Wahre Freunde – wer sind sie?

Frage: In einigen Ländern wird der „Internationale Tag der Freunde“ gefeiert. Er wurde mit dem Ziel begründet, das „Jeder Mensch unabhängig von den Lebensumständen seine Freunde daran erinnern kann, wie wichtig sie ihm sind, um ihnen eine Freude zu machen.“

Was bedeutet der „Internationale Tag der Freunde“ für Sie?

Antwort: Für mich ist jeder Tag so. Denn ich treffe mich täglich mit meinen Schülern. Und unser Kongress, den wir regelmäßig veranstalten, ist vor kurzem zu Ende gegangen. Vier bis fünf Tausend Menschen waren über das Internet real miteinander verbunden. Wir konnten einander sehen, zuhören, miteinander sprechen, uns ineinander hineinversetzen. So sind wahre Freunde.

Freunde sind Menschen, die einem nahe stehen und bezüglich des Zieles, wie sie die Welt und das Leben, mit seiner Harmonie im innen und den Unstimmigkeiten im äußeren, wahrnehmen. 

Frage: Ist es nötig, sie an etwas zu erinnern?

Antwort: Nein. Wir alle erleben das täglich. 

Ein Freund ist jemand, der versteht, was man fühlt, und in gewisser Weise mit einem solidarisch sein kann, vielleicht auch nicht. Aber er versteht mich, ich verstehe ihn. Wir suchen ständig nach gemeinsamen Momenten der Annäherung.  

Frage: Gilt das auch für alltägliche, einfache Lebenssituationen, in denen man sich näher kommt? Würden Sie jemanden dann auch einen Freund nennen?

Antwort: Ich denke, auch dann.

Denn letztendlich ist die gesamte Höhere Materie dazu bestimmt, dass es auch im alltäglichen Leben zu dieser Annäherung kommt.

Wir brauchen nichts besonderes,  alles soll schlicht gehalten werden. Das Ziel jedoch ist, uns über unsere Konventionen, über all das, was das Alltagsleben eines Menschen, von Völkern oder Staaten ausmacht, zu erheben. Wenn wir in der Absicht sind, uns über all diesem, zum gegenseitigen Geben, gegenseitiger Liebe und Unterstützung zu streben, wird es uns gelingen, die Höhere Macht wahrzunehmen.

Ich denke, erstens, dass es ein gegenseitiges Gefühl einer inneren Verbundenheit auch im alltäglichen Miteinander geben sollte. 

Und zweitens ist es für uns wichtig zu verstehen, wie wir einander gegenseitig helfen können, wie es uns gelingt, zwischen uns einen gemeinsamen spirituellen Raum zu erschaffen, ein spirituelles Netz als Basis unserer Existenz. Gleichzeitig könnte der spirituelle Raum auch auf unserem Wunsch, einander materiell und finanziell zu helfen, begründet sein. Doch hauptsächlich handelt es sich um ein spirituelles Netzwerk.

[283563]

Aus KabTV’s „Nachrichten mit Dr. Michael Laitman“ 6/7/21

Das Verlangen, den Sinn des Lebens zu verstehen

Um den Plan der Schöpfung zu verwirklichen, dem Schöpfer näher zu kommen, Ihn zu offenbaren und mit Ihm in gegenseitigem Einvernehmen, in der Freude und in der Verbindung zusammen zu sein, muss die Schöpfung mehrere Schritte durchlaufen.

Der erste ist die Erkenntnis, dass wir in einfachen Egoismus existieren und wir vom Schöpfer nur etwas Kleines und Irdisches erhalten, das uns begrenzt. Das sind die kleinen Freuden von Essen, Sex, Familie, Reichtum, Ruhm, Wissen. Und das war’s.

Als Ergebnis der menschlichen und gesellschaftlichen Evolution kommen wir in einen Zustand, in dem uns diese Füllungen nicht mehr genügen. Und dann gibt es eine Sehnsucht nach mehr, ein Verlangen nach Verwirklichung dessen, wofür wir geschaffen wurden.

Wenn wir uns nicht mehr selbst erfüllen und irdische egoistische Vergnügungen genießen können, dann beginnen wir zu fragen: „Was ist der Sinn meines Lebens? Wozu existiere ich?“ Diese Fragen stellen sich heutzutage viele Menschen. Das ist auch der Grund, warum Depressionen so weit verbreitet sind.

Doch im Prinzip zwingt uns dies, über den wahren Sinn des Lebens nachzudenken und zu begreifen, dass er nicht nur darin besteht, alles Mögliche im Leben genießen zu wollen. Es ist mehr als das.

Dieses Verlangen nach mehr entsteht in uns, nachdem wir alle Entwicklungsphasen in unserer Welt durchlaufen haben und an das Ende unserer irdischen Entwicklung gekommen sind.

[275899]
Aus KabTVs „Kabbala – Wissenschaft des Lebens“ 01.03.2018