Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Öffentliche Vorlesung in Italien


Am Donnerstag, den 8.05.2014,

In Turin

fundet meine öffentliche Vorlesung statt.

Zeit und Dauer: 20:30 bis 22:30

Adresse: C.so Galileo Ferraris, 30

Kontakttelefone: 340 7249681, 333 5381283

Kontakt- еmail: [email protected]

Die ausführlichen Informationen finden sie hier.

„Die Weisen des Herzes“

Aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Panim Meirot“, Punkt 10:  „Die Tora wurde nur an diejenigen gegeben, die ein Herz haben“. D.h. an diejenigen, die ein Herz erlangt haben, Ihn zu lieben, die von den Weisen als die „Weisen des Herzen“ bezeichnet wurden, da es keine tierische Seele mehr in ihnen gibt, die sie nach unten ziehen würde, und der böse Trieb nicht über ihnen herrscht, und ihr Herz für die Weisheit offen ist.

Und zur Erklärung sagt er: „…denn Worte sind wie Körper und Betonung ist wie Seelen. Und wenn du den Sinn nicht verstehst, dann werden alle Mühen und Arbeit umsonst sein, als würdest du Seiten und Worte in einem Medizinbuch durchlesen – durch solche Bemühungen wirst du die Krankheit nicht heilen“. Er will damit sagen, dass der Mensch Tricks erfinden muss, um der oben genannten Errungenschaft gewürdigt zu werden – dann wird er fähig, den Geschmack der Tora zu kosten, welche die innere, verborgene Weisheit darstellt, und den Geschmack des Gebotes, welches in seinem Wesen die Liebe zum Schöpfer ist.

Man muss sich anstrengen, damit das Studium und alle Beschäftigungen mit der Wissenschaft der Kabbala nur der praktischen Korrektur dienen, und nicht unfruchtbar bleiben. Man muss die richtige, wahrhafte Veränderung, das heißt die Annäherung an die Eigenschaft des Gebens fordern. In dem Maß, in welchem wir innerlich die Eigenschaft des Empfangens auf die Eigenschaft des Gebens ändern können, werden wir auch verstehen, worüber die kabbalistischen Bücher sprechen, um die richtige Teilnahme an der Schöpfung und der Verbindung mit dem Schöpfer zu erlangen.

Die Menschen haben in dieser Welt nichts anderes zu tun, als so schnell wie möglich die Geschmäcker der Tora, das heißt die gebenden Wünsche zu begreifen. Wir sollen dieses obligatorische Ziel verfolgen, und zwar bei jeder beliebigen Bewegung und jedem beliebigen Atemzug, die wir machen. Wenn du schon zur Wissenschaft Kabbala gekommen bist, dann soll dein Studium nur für die Erreichung des Gebens vorbestimmt sein. Folglich wirst du die Handlungen des Schöpfers und den Zustand der ewigen Welt verstehen. [130727]

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zum Buch Panim Meirot“, 20/03/14

Weises Herz

Frage: Es wird gesagt, dass „der Schöpfer die Augen des Herzens öffnet“. Was bedeutet „die Augen des Herzens“, wie sind diese zu öffnen?

Antwort: „Die Augen des Herzens zu öffnen“ bedeutet, dass das Herz weise und verständnisvoll ist. Die Augen sind das Gefäß Chochma, und das Herz ist das Gefäß Bina. Wenn sich diese beiden Gefäße wie Aba we-Ima  (Vater und Mutter), Chochma und Bina, verbinden, beginnt der Mensch die Weisheit (Chochma) innerhalb des Herzes empfinden.

Unser Herz ist das Verlangen zu genießen. Die Korrektur des Herzens beinhaltet die Aneignung der Eigenschaften des Gebens, des Lichtes – Chassadim. Entsprechend diesem Licht, das sich ins Herz einkleidet, werde ich die verborgene Realität verstehen können, die uns lenkt. Deshalb wird mein Herz weise und sensibel.

Es fühlt nicht nur die tierischen Verlangen des Genusses, sondern auch die wahrhafte Realität. Genau das bedeutet, dass ich die Weisheit des Herzens erworben habe. Innerhalb des Wunsches, der als Herz genannt wird, wurde die Korrektur seitens des Licht Chassadim durchgeführt, sodass Chochma sich in Chassadim einkleiden konnte. Dieser Zustand bedeutet, dass das Herz alles versteht, und solche Menschen heißen „Weise des Herzens“, da sie auf ihren Wunsch die Korrektur Chassadim und Chochma eingekleidet haben. Chassadim sind vollständig korrigiert und können das Licht Chochma für das Geben empfangen. Dann beginnt das Herz alles zu erkennen.  [130686]

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zum Buch Panim Meirot „, 20/03/14

Sucht den Schöpfer innerhalb der Geschöpfe

Frage: Warum hat der Schöpfer das dunkle System der Welten neben dem reinen System geschaffen?

Antwort: Das Verlangen zu genießen war deshalb geschaffen, weil die Schöpfung sich nur außerhalb des Schöpfers befinden kann. Der Schöpfer hat nur die Eigenschaft der Güte, des Gebens und der Liebe. Der Schöpfer ist gebend, Seine Eigenschaft herrscht und füllt die ganze Realität aus. Das ganze Universum ist mit dieser positiven Energie gefüllt.

Deshalb soll die entgegengesetzte Eigenschaft eine dunkle Energie sein, die empfangend ist und in sich das Licht einzieht, sie soll nur das empfinden, was sich in ihrem Inneren befindet. Der gebende Wunsch verfügt über eine hundertprozentige Empfindung des Nächsten. Wir verstehen nicht, was das bedeutet. Der Schöpfer ist eine Eigenschaft, die sich selbst nicht empfindet, und nur andere fühlt.

Der Mensch nimmt die eigene Persönlichkeit wahr: es gibt mich und, das, was ich empfinde und mache. Aber der Schöpfer ist anders. Deshalb hat Er keine Gestalt – nur die Eigenschaft des Gebens, das heißt die Empfindung des Nächsten. Er empfindet sich, wenn er Sich im Nächsten befindet. Deshalb gibt es keinen Schöpfer, ohne Sein Geschöpf. Der Schöpfer ist die Eigenschaft der Liebe, die außerhalb von Ihm existiert. Er befindet sich in uns, und existiert ohne uns nicht.

Jetzt muss man die Ihm entgegengesetzte Eigenschaft bilden. Es ergibt sich, dass die Schöpfung nur sich selbst empfindet, ohne den Nächsten wahrzunehmen. Die Selbstempfindung heißt das Verlangen zu genießen, sie ist eben die eigentliche Schöpfung.

Das Verlangen zu genießen fühlt nur sich selbst und empfindet andere nicht. In solchem Zustand ist dieser Wunsch sehr beschränkt. Selbst wenn der Schöpfer ihn vollständig ausfüllen würde, wäre sein Genuss sehr gering, weil er durch die Empfindung der Isolation, der Loslösung von der Kraft, die der Schöpfer heißt, beschränkt ist.

In diesem Zustand ist der Wunsch zu genießen  von der Empfindung des Nächsten, dem Geben abgerissen, und versteht nicht, wie berauschend es ist. Dieses Verlangen empfindet das Vergnügen nur davon, dass es sich selbst fühlt. Das heißt eben „ein Funken des Lebens.“

Um das Verlangen zu genießen zur vollkommenen Empfindung hinzuführen, muss man ihm, obwohl es alles nur in sich empfindet, die Möglichkeiten bieten, mit dem Geben zu arbeiten. Denn es fühlt seinen Nächsten nicht – der Nächste existiert für ihn nicht.

In Wirklichkeit sehen wir nichts. Wir meinen, dass die Welt nur das Bild ist, das wir um uns herum beobachten. Aber wir sehen die Welten, den spirituellen Raum nicht, weil nicht die geringste Möglichkeit haben, den Nächsten zu fühlen.

Um die Schöpfung von dieser schrecklichen Absonderung zu retten, geschah die erste Beschränkung – der Bildschirm und das reflektierte Licht wurden geschaffen.

Frage: Was wird mit mir geschehen, wenn ich die Kraft des Gebens empfinden werde? Werde ich auch verschwinden?

Antwort: Du wirst keine Fragen mehr haben. Selbst wenn du ganz verschwinden wirst, wird es dich nicht beunruhigen. Derjenige, der an sich selbst denkt, ist vom Schöpfer getrennt, weil der Schöpfer keine solche Gedanken hat. [130893]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Panim Meirot“, 24/03/14

Großes Herz

Und Moses sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: „Das ist es, was der Herr geboten hat: Gebt unter euch ein Hebopfer dem Herrn also, daß das Hebopfer des Herrn ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz, blauen und roten Purpur, Scharlach, weiße Leinwand und Ziegenhaar,“ [Tora, „Exodus“, „Wajakel“, 35:04–35:06]

Unser Herz ist die Selbstsucht. Das Herz, in dem die Bestrebung zum Geben, zur Verbindung, zur Liebe offenbart wird, welches versteht, dass es unmöglich ist, im egoistischen Modus zu existieren, ist eben großzügig.

Uns ist heute durch Leiden schon bewusst geworden, dass man die Menschheit irgendwie ändern muss: unsere Natur, die Gesellschaft, alle Beziehungen zwischen uns. Die Welt  hat sich genügend entwickelt, um zu erkennen, dass sie  durch die egoistische Entwicklung enttäuscht wird.

Das Wort „großzügig“ bedeutet im spirituellen Verständnis „gebend“.

„Großzügiges Herz“ ist die Anerkennung unserer egoistischen Natur und die Arbeit an ihr. [130804]

Aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 10/10/13

„Betrübtes Herz“

Das Buch Sohar. Kapitel „Wajechi“, Punkt 9: „Und Ich bin unter den Betrübten, und mit denen, die niedergeschlagen sind, um den Geist des Niedergeschlagenen zu beleben und das Herz des Betrübten zu beleben.“

„Das Herz des Betrübten“ ist Jakob, da unter dieser Stufe von Achoraim [Rückseite] die Vorhersagen und der Segen auf ihn in Ägypten herunter kamen. Ägypten wird als Achoraim bezeichnet. Das ist der Grund dafür, warum sein Herz schwermütig wurde.

Frage: Was bedeutet „betrübtes Herz“ in der spirituellen Arbeit?

Antwort: „Das betrübt Herz“ ist ein Verlangen mit dem ich nichts machen kann. Es befindet sich vor mir, wie die gewisse Barriere, wie das gewisse Hindernis, welches ich nicht beseitigen kann.

Wenn ich es nicht aus dem Weg entferne, dann werde ich nichts erreichen, „der Tod wird besser, als ein solches Leben sein“.

Dieser Zustand ist wünschenswert, denn ich brauche darin die Barmherzigkeit des Schöpfers. [130820]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14

Welches „Wunder“ erwarten wir?

Wenn wir, das Buch Sohar zu lesen beginnen, dann sollen wir vor allem verstehen, wofür wir dieses Buch lesen. Wenn es sich um „das wunderbare Mittel“ (Sgula) handelt, welches „Wunder“ erwarten wir dann noch? „Das wunderbare Mittel“ bedeutet „über meine Vernunft“, es hilft mir, obwohl ich es nicht verstehe. Es hilft mir dort, wo ich mir selbst nicht helfen kann.

Nachdem der Mensch an den eigenen Kräften verzweifelt und erkennt, dass ihm nichts mehr helfen kann, um das Wichtigste in seinem Leben zu erreichen, so kommt er zur wahren Bitte, zum Gebet, zum Schrei. In diesem Fall kann der Sohar ihm helfen.

Deshalb sollen wir immer wieder klären, welches Hauptziel wir mit Hilfe des Sohars erreichen wollen. Das Buch Sohar ist nur für die Erreichung dieses Ziels vorbestimmt.

Wenn wir während des Lesens klären, was das Buch in uns ändern soll, dann ist ein solches Vorangehen das wahre Studium der Wissenschaft der Kabbala. [130824]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14

Vier Stufen der Liebe

Frage: Wenn wir die Ehrfurcht vor dem Schöpfer erreichen, entsteht dann automatisch Liebe?

Antwort: An der Liebe muss man ständig arbeiten. Die Schritte auf das Ziel der Schöpfung hin heißen die „Vier Stufen der Liebe“. Es steht geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Es heißt nicht, dass man erst Angst vor seinem Nächsten haben muss, um ihn zu lieben.

„Liebe deinen Nächsten!“, das heißt, wir wollen uns verbinden, doch die Angst verhindert es. Wir streben nach Verbindung und Liebe und befinden uns im Prozess der „Vier Stufen der Liebe“.

Wir sprechen nicht über die irdische Angst davor, dass uns der Schöpfer Gesundheit, Geld, Erfolg und ein glückliches Leben in dieser Welt und in der Zukunft versagen könnte, sondern über die richtige Beziehung zum Schöpfer, zum Höheren System, von dem wir vielfältige Reaktionen erhalten. Arbeiten wir mit dem Schöpfer zusammen, so ist hier die Rede vom Erlangen der Kraft des Gebens und der Liebe.

Was uns aber vorantreibt, ist die Angst davor, die Liebe nicht zu erlangen.

Wenn ich jedoch schon etwas Liebe erworben habe, fürchte ich darum, sie wieder zu verlieren, nicht weiter zu kommen, keine noch größere Eigenschaft des Gebens zu entwickeln. Wir müssen immer danach streben, zur Nächstenliebe zu gelangen, seitens der Barmherzigkeit und nicht über das Richten (des Nächsten). [129937]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 2014.03.14

Erhebung der Eigenschaft des Gebens und der Liebe

In der Welt herrscht ein Missverständnis darüber vor, was es bedeutet, dem Schöpfer zu danken. Wir fallen auf die Knie, schmeicheln dem Schöpfer, sind bereit Ihm jedes Opfer zu bringen, wie es in alten Kulturen üblich ist, usw.

Das ist absolut falsch. Man muss wissen, was es tatsächlich bedeutet.

Die Erhebung der Eigenschaften des Gebens und der Liebe erweitern unsere Verlangen und unseren Verstand, denn wenn wir dies tun, ziehen wir das Höhere Umgebene Licht (Or Makif) an und öffnen uns seiner Wirkung, auch wenn wir überhaupt nicht verstehen, was wir da tun. Selbst auf der niedrigsten Stufe zeigen sich dann Ergebnisse.

Die Erhebung der Eigenschaft des Gebens und der Liebe in der Gruppe, unter den Freunden, zum Schöpfer – diese Höhere Kraft, die so genannt wird, weil sie in ihrer Qualität höher steht – , sie erst schafft die Möglichkeit, Ihn zu offenbaren. All die schönen Sätze über die Liebe zum Schöpfer – über die Wichtigkeit, die Größe, die Offenbarung – nähern uns dem Schöpfer an. Die meisten von uns verstehen jedoch noch nicht, welche Form diese Eigenschaft hat, weil sie sich in der rein materiellen Welt befinden.

Aber wenn wir anfangen zu sehen, dass es in Wirklichkeit keine Materie ist, sondern Kräfte sind, die uns das Gefühl für die Materie geben, beginnen wir zu verstehen, dass sie die einzigen in der Natur vorhandenen Eigenschaften sind, durch die der Schöpfer wirkt, nämlich die Eigenschaft des Gebens und die der Liebe. Daher ist es notwendig, in der Gruppe die Wichtigkeit, die Dankbarkeit, die Größe und die Besonderheit unserer Arbeit im Bewusstsein zu halten und diese zu erheben. Dadurch erheben wir nicht nur unsere Freunde, was auch sehr wichtig ist, vor allem aber ziehen wir das Umgebene Licht (Or Makif) an, das uns korrigiert.

Man könnte sogar eine Art Gruppendienst einführen, bei dem ein paar Freunde jeden Tag für die Wichtigkeit des Schöpfers, des Ziels, der Gruppe und des Studiums zuständig sind. Solche Dienste wurden schon im 17. Jahrhundert in der kabbalistischen Gruppe von Ramchal praktiziert.

Künstliche Erhöhung des Gebens und der Liebe – das ist es, was wir tun, auch wenn wir nicht begreifen, was das ist. Wir sind müde von der spirituellen Arbeit, weil sie unserer Natur zuwider läuft und wir nicht immer in der Lage sind, uns damit zu beschäftigen. Wenn wir uns über solche Zustände – ein bisschen wenigstens – erheben, ziehen wir das Höhere Licht an, weil wir danach streben.

Wir müssen erkennen, dass gerade solche Zustände, bei denen wir uns nicht in der Freude befinden, auch die Größe der Freunde nicht wahrnehmen, keine Verbindung spüren, uns im Abstieg fühlen – alle Hindernisse sind, während der spirituelle Zustand kontinuierlich und ewig ist.

Und wenn sich unsere Zustände ändern, dann nur deswegen, damit wir unsere eigene Messlatte höher legen. Wir müssen uns künstlich darüber erheben, sonst ist es keine Anstrengung, denn unsere Anstrengungen sind gegen unseren Egoismus gerichtet, der sich ständig zur Wehr setzt.

Und selbst wenn ich plötzlich den Zustand der Freude empfinde, die Verbindung zwischen den Freunden spüre, Liebe und Einheit fühle, muss ich verstehen, dass dies von Oben kommt, damit ich mich erheben kann, denn dieser Zustand ist nicht mein eigener. Und ich muss wie ein alter Mann suchen und mich fragen: „Wo habe ich etwas verloren? Wo finde ich einen höheren Zustand?“. Nicht in diesem Zustand bleiben, sondern sich erheben. In keinem Zustand darf man sich entspannen. Das wäre purer Egoismus. Sonst verfallen wir der Klipa, und es ist schwer, da wieder herauszukommen. Es ist wie Abfall, der sich immer mehr ansammelt, vergleichbar dem, wie wir unsere Erde und Ozeane verschmutzen, wogegen wir etwas unternehmen müssen. Sonst werden wir uns spirituell nicht entwickeln können.

In diesem Zustand ist es sehr wichtig, nicht zu genießen, was uns in dem Moment gegeben wird, sondern nach dem Genuss in der Anstrengung zu suchen. Daran müssen wir uns gewöhnen. Deswegen befinden sich alle unsere Anstrengungen – unser spirituelles Leben – über der ersten Einschränkung (Zimzum Alef), dem Machsom. Diese Einschränkung ist der Zustand, in dem wir keine persönlichen Berechnungen anstellen, für uns selbst zu empfangen, sondern für andere – und dabei Genuss empfinden.

Dies ist kein Masochismus, keine Selbstverstümmelung oder Selbstgeißelung, sondern Erlangung des altruistischen Aufstiegs durch große Anstrengungen, welche das Höhere Licht in sich tragen. Hoffentlich beginnen wir es nach und nach zu fühlen. Bereiten wir uns darauf vor. [129732]

Auszug aus dem Unterricht, 07/02/14

Die Gruppe ändern und dem Schöpfer Genuss bereiten

Frage: Was bedeutet, mit dem “Glauben über den Verstand” zu arbeiten?

Antwort: Mit dem “Glauben über den Verstand” zu arbeiten – bedeutet allerlei Anstrengungen zu machen, um das Gefäß zu erlangen, das “ Glaube“ heißt, das heißt, das Verlangen des Gebens zu erlangen. Der Glaube ist das Geben.

Geben bedeutet, dass ich aufhöre, an mich selbst zu denken und alle gewährten Möglichkeiten nutze, um die Veränderungen in der Gruppe, in unserer Vereinigung zu realisieren, um dadurch den Schöpfer zu befriedigen.

Die Gruppe ist ein spezielles Instrument, das sich zwischen mir und dem Schöpfer befindet. Je nachdem, wie ich es verändere, beeinflusse ich den Schöpfer. Deshalb denke ich daran, welche Veränderungen in der Umgebung zu erzeugen sind, damit die Freunde näher an den Schöpfer heran gelangen. Ich begehe die Handlung in der Gruppe, aber denke an den Genuss, den ich dem Schöpfer bereiten werde. [129766]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 12/03/14