Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Aus dem Unterricht „Das richtige Erlernen der Kabbala“.

Ein Zehner ist das Floß das dich in der stürmischen See rettet.
Wir müssen uns an ihm festhalten und dürfen es nicht loslassen. Wenn du nach diesem Floß gegriffen hast und darauf geklettert bist, gehst du durch all die Höhen und Tiefen, beugst deinen Kopf vor jeder rollenden Welle, so wie es Rabbi Akiwa tat, als er sich von dem sinkenden Schiff rettete.
Es ist egal was das für Wellen sind: im Gefühl oder im Verstand, ob es starke Wellen oder schwache sind – ich akzeptiere sie, um meine Verbindung mit dem Floß zu stärken. Ich bin von ihm abhängig. Wenn ich es loslasse, werde ich untergehen.
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Nach dem Floß zu greifen bedeutet, sich am Zentrum des Zehners festzuhalten und nicht loszulassen. Es bedeutet mit den Freunden in Verbindung zu sein und das Ziel der Schöpfung in der stärksten und
innersten Verbindung mit ihnen zu erkennen. Dahinter steckt der Schöpfer und das Geheimnis meines Lebens.
Was auch immer passiert, ich bleibe mit meinen Freunden in Verbindung.
All diese Bilder, die sich vor mir abspielen, können mich nicht von „Israel, Tora und der Schöpfer – sind Eins“, abtrennen. Durch den Zehner bin ich mit dem Schöpfer verbunden und alles was geschieht, muss diese Verbindung „Ich – Gruppe – Schöpfer“ stärken.
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Es ist notwendig, die Auf- und Abstiege gleich zu behandeln und sich trotz aller gegebenen Bedingungen an das Zentrum der Gruppe zu halten.
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Du sollst den Unterricht nicht verlassen! Wir verlassen den Lernort nur körperlich, sonst nicht. Der Schöpfer hat unser Leben so gestaltet, dass wir verschiedene Zeiten und Zustände haben. Es ist alles zum Wohle der Korrektur. Wir schreiben lediglich die drei Stunden, die wir im Unterricht verbringen, unserer Korrektur zu. Das ist nicht richtig. Was ist mit der restlichen Zeit?
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“ Sich im Glauben zu stärken“ bedeutet sich im Geben zu stärken.
Früher hatte ich eine bestimmte Kraft, durch die ich bis zu einem gewissen Maß mit der Gruppe verbunden war. Wenn jetzt eine Störung kommt, wächst mein Verlangen zu genießen und ich trenne mich von der Gruppe. Ich denke nicht an meine Freunde und bemerke sie nicht. Es gibt in meinem Herz und Verstand keinen Platz für sie.
Ich muss jetzt daran arbeiten, sie auf eine neue Stufe in meinem Herz und meinem
Verstand, über die Höhe eines neuen Egoismus zu bringen.
Ich beginne damit, in der Gruppe zu arbeiten. Ich lerne im Dunkeln mit Hilfe meiner Freunde alles Mögliche zu tun, bis ich wieder das Licht anziehe, welches zur Quelle zurückführt und mir die neue Kraft des Glaubens gibt, so wie es heißt: „Ein Mensch helfe seinem Nächsten.“ Ich trenne mich von dem alten Glauben, ich habe ihn abgearbeitet.
Die Kraft, die es einem Mensch ermöglicht, in der Gruppe unter den Bedingungen der Verhüllung zu arbeiten, wird als „Bund des Salzes“ (Brit Melech)- Bürgschaft, bezeichnet. Wenn ich falle und alles verliere dann gibt mir die Gruppe Kraft.
Wenn ich aufstehe, gebe ich dem, der gefallen ist die Kraft: ich erwecke, unterstütze, ermutige ihn, gebe ihm ein Beispiel, erzeuge Neid in ihm. Wir müssen die ganze Zeit mit der Gruppe spielen. Wir spielen, dass wir verbunden sind, wir brennen und jederzeit bereit sind, den
Schöpfer zu enthüllen.

Aus dem Morgenunterricht vom 09.01.2019

(239191)

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 23

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Das wird aus der Entwicklung der Objekte (zielgerichtete von oben gelenkte Entwicklung durch den Schöpfer oder durch die Natur) der uns umgebenden Wirklichkeit selbst klar.

Wenn wir uns jedes noch so kleine Geschöpf vornehmen, welches einer der vier Arten angehört – bewegungslos, pflanzlich, tierisch, sprechend bzw. Mensch – werden wir sehen, dass sowohl das Einzelwesen als auch seine Art als Ganzes zielgerichtet gelenkt werden. Das heißt, die langsame und stufenweise Entwicklung, die durch den Rahmen von Ursache und Wirkung (Notwendigkeit) bedingt ist, gleicht der Frucht eines Baumes, deren Lenkung ein gutes Endziel verfolgt – sie süß und angenehm im Geschmack zu machen (So ist auch das Ziel der Entwicklung eines Menschen – einen reifen Zustand zu erreichen)

Fragt die Botaniker, wie viele Zustände eine Frucht vom Moment der Entstehung bis zur Erreichung ihres Ziels – der endgültigen Reife – durchläuft.

Und (absolut) alle Zustände, die dem endgültigen vorausgehen, entbehren nicht nur der Andeutung auf deren endgültigen, schönen und süßen Zustand, sondern zeigen uns im Gegenteil, als wollten sie uns ärgern, eher den Gegensatz zu ihrer endgüligen (richtigen vollkommenen) Form .

Je süßer die Frucht (je höher soll seine spirituelle Entwicklung sein) am Ende ist, desto bitterer und hässlicher ist sie in den vorausgehenden Stufen ihrer Entwicklung.

(Da der Endzustand der korrigierte ursprüngliche Zustand ist, resultiert daraus ganz natürlich, je größere Unvollkommenheiten sich in dieser Schöpfung enthüllen, desto vollkommener ist sie gegen Ende).

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 22

Anmerkungen in Klammern sind von mir. (M. Laitman)

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet.

Eine ausführliche Erforschung der Lenkungswege des Schöpfers in unserer Welt weist darauf hin, dass diese Lenkung ausschließlich zielgerichtet ist. (D.h. nur aus seiner Sicht verständlich).

Doch das Gute wird nicht im Ganzen erkannt, solange das Geschöpf nicht seinen Endpunkt erreicht hat, das heißt die vollendete Form und die endgültige Entwicklung. (Da das Verstehen der Schöpferswege für die Schöpfung nur in den korrigierten Eigenschaften möglich ist).

Bis dahin (bis die Schöpfung sich aus dem Egoismus und dem Bösen heraus vollkommen zur Liebe und zum Guten korrigiert hat), hüllt es (Sein Zustand und der Zustand der Welt) sich, ganz im Gegenteil, stets in einen „Umschlag“ aus Verdorbenem gegenüber dem Betrachter. (Obwohl er in seinem Wesen vollkommen korrigiert und gut ist, doch dies wird vor dem Betrachter durch seine verdorbene Eigenschaften verborgen).

Baal HaSulam. „Das Wesen unserer Religion und ihr Ziel“.

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Die Wurzel der Seele

Infolge der Erreichung einer neuen spirituellen Stufe, kleidet sich der Kabbalist in dieselbe Form ein, die „Abraham“ oder „Moses“ heißt und „hört“, was die beiden einander sagen.

Im Sohar trifft man die Erzählungen, in welchen sich die Menschen miteinander unterhalten, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten. Man fragt sich deshalb, wie das möglich ist? Aber die Rede ist nur über die spirituelle Welt, und es wird nicht über die Menschen, sondern über die Wünsche und Eigenschaften gesprochen, die solche Namen tragen!

Und dein Name ist auch dort. Denn auch Deine Seele hat eine Wurzel! Aber man bezeichnet sie nicht mit deinem heutigen Namen. Wenn du dorthin aufsteigen und diesen Zustand korrigieren wirst, dann wirst du diesen Namen bekommen. Du musst die Wurzel deiner Seele enthüllen.

Und wenn du diesen Punkt, deine wichtigste und charakteristischste spirituelle Eigenschaft begreifen wirst, dann wirst du dich aus diesem Punkt in alle übrigen Kelim der Welt der Unendlichkeit einreihen. Es wird bedeuten, dass du die Seele Adams Rishon geöffnet hast, und sie zu deiner wurde, ausgehend von deinem Punkt!

Dein geistiges Gefäß mit dem Licht hat deinen Namen. Du kennst ihn nur nicht, weil dir dein geistiges Gen nicht bekannt ist, das in deinem Inneren gilt, der Funke, der Punkt im Herzen – du weißt noch nicht, woher er stammt.

Er zieht dich zu deiner Wurzel heran, die dir unbekannt ist, zu der Stufe der Leiter und dem Zustand in dem Du Dich befindest, damit du darin enthüllen kannst, dass du es bist?

Es bedeutet nicht, dass du durch diese Wurzel eingegrenzt bist. Du wirst noch höher steigen können! Aber schon an diesem Punkt wirst du alles begreifen. Deshalb ist jede Seele verpflichtet, die eigene Wurzel zu erreichen.

Es gibt „die Urväter“, die als Stufenleiter „der Generationen“ bezeichnet werden: Abraham, Isaak, Jakob … Sie sind nicht die Wurzeln der einzelnen Seelen, sondern die Haupteigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers.

Somit hat jeder von uns den eigenen wurzelständigen Punkt, den man erreichen und korrigieren soll, wonach die Verbindung mit allen übrigen Seelen zu korrigieren ist. Es bedeutet die volle, persönliche Korrektur eben, die jeder Mensch machen soll.

 

Kabbala Akademie

 

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 20

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Es gibt ein Mittel (um den Schöpfungsgedanken und das, was mit uns geschieht, zu verstehen): Auf das Ende der Handlung zu schauen, das heißt auf das Schöpfungsziel, weil es unmöglich ist, etwas in der Mitte des Prozesses zu verstehen, außer wenn man den Abschluss betrachtet.

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 4

Der Schöpfer (diese Eigenschaft) ist das „absolut Gute“. Er (diese Eigenschaft, Kraft) lenkt uns (absolut in allem und) zielgerichtet, ausgehend von Seiner Perfektion des absolut Guten und ohne jede Beimischung von Bösem.

Das bedeutet, dass die Zielgerichtetheit Seiner Lenkung uns verpflichtet, die Reihenfolge des Durchlaufens unterschiedlicher Zustände (bewusst, d.h. mit der gleichen Liebe und Dankbarkeit) auf uns zu nehmen, die durch das Gesetz von Ursache und Wirkung bedingt sind, (um zu) bis wir schließlich würdig werden, das (bereits von uns) erwünschte Gute zu empfangen, wodurch wir das (von uns beiden erwünschte) Ziel unserer Schöpfung erreichen – wie eine prächtige Frucht am Ende ihrer Reifung.

Baal HaSulam, „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 19

Anmerkungen in Klammern sind von mir

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Alles ist von Anfang an bereitet (in seinem vollkommenen Zustand erschaffen) und jede Seele weilt bereits in ihrem ganzen Licht, in Güte und Ewigkeit.

Nur wegen der „Scham“ (um sich nicht wegen der geschenkten Gabe erniedrigt zu fühlen) ist die Seele aus diesem (ursprünglich erschaffenen) Zustand (der völligen Erfüllung mit dem ewigen Genuss) mittels von Kontraktionen (immer größeren Verhüllungen dieses Zustandes) ausgetreten, bis sie sich schließlich in einen trüben (gänzlich die Erfüllung verhüllenden) Körper (das egoistische Verlangen) hüllte.

Nur (ausgerechnet) dank ihm kehrt sie zu ihrer Wurzel zurück, wo sie sich vor der Kontraktion befand, mit einer Belohnung von diesem ganzen schrecklichen Weg, den sie zurückgelegt hat. Im Grunde stellt diese Belohnung die wahre Verschmelzung dar.

Mit anderen Worten, befreit sich die Seele von der „Scham“ (der geschenkten Gabe), da ihr Gefäß des Empfangens (ihre egoistischen Verlangen) sich in ein Gefäß des Gebens (die altruistischen Verlangen) verwandelt, und sie sich in ihren Eigenschaften ihrem Erschaffer angleicht. (Aus diesem Grund kann sie das ganze Licht, welches sie ursprünglich erfüllte, wahrnehmen.)

Baal ha Sulam, Brief 25

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Es wird leichter

Auf dem vergangenen Kongress wurde mir enthüllt, dass ich mich nicht mit den Anderen verbinden, mich nicht annullieren kann, überhaupt nicht in der Lage bin, mich jemandem zu nähern! Was soll ich denn tun, denn so ist doch meine Natur?

Es gibt ein Mittel, genannt das Höhere Licht. Dieses Licht ist innerhalb der Gruppe enthalten, nur ist es vor uns verborgen, wir sehen es nicht. Genau dort befindet sich auch der Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens. Wie sollen wir nun seine Einwirkung auf uns hervorrufen?

Wenn du anfängst, in der Gruppe die authentischen Quellen – das Buch Sohar oder „Die Lehre von den zehn Sefirot“ – zu studieren, ziehst du dadurch das Licht an, erweckst es von innen.

Warum? Weil du in diesen Büchern über die inneren Zustände liest und sie somit näher bringst, du erweckst sie, ziehst sie an.

Du rufst die Einwirkung dieser verborgenen, tieferen Welt auf dich hervor, und sie leuchtet dir.

Allmählich wirst du dadurch korrigiert, indem es dir erlaubt wird, dich mit den Anderen zu verbinden, und dann verschwinden Hass, Abstoßung und Trennung. Du beginnst, die Wichtigkeit dieser Verbindung zu begreifen, du sehnst dich danach, dass sie realisiert wird. Und plötzlich… wie ein „Knall“ – deine erste Verbindung mit den Anderen.

Wenn man sich die Ebenen dieser Verbindung in Form einer Skala (von 0 bis 125 Stufen) vorstellen würde, würde das bedeuten, dass du von Null auf Eins gekommen bist. Und das ist die Grundlage!

Also haben wir jetzt, auf dem Kongress, diesen Nullpunkt gespürt – dass wir nicht in der Lage sind, zur Verbindung miteinander zu gelangen. Und nun haben wir ein Ziel vor uns: mit Hilfe des Studiums und der richtigen Absicht nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verlangen.

In dem Moment, in dem du die erste Ebene der Verbindung erreichst, wirst du zum „Sohn der zukünftigen Welt“ („ben olam aba“), Du begreifst, spürst, was das ist, fängst an, dich darin ein wenig zu orientieren. Du bekommst bereits einen ersten Eindruck von der spirituellen Welt.

Und danach wird es leichter. Denn das Wichtigste ist der erste Umbruch! Weil alle darauffolgenden Stufen einfach immer größer und größer werden.

Selbstverständlich sind die Unterschiede zwischen ihnen riesig und gewaltig in ihrer Stärke. Es kann sich jedoch nichts mit dem Betreten der ersten Stufe vergleichen Weil du dabei buchstäblich von unserer Welt in die spirituelle Welt übergehst. Und das ist ein grundlegender Umbruch.

 

Kabbala Akademie

 

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 18

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Und damit die Geschöpfe den ganzen Genuss und das ganze Wohl, ohne Scham dafür zu empfinden, empfangen können, wurde diese Korrektur (der von Anfang an absichtlich verdorbenen egoistischen Natur) gemacht.

Und das Wesen dieser Korrekturweise liegt in der Einschränkung und Verhüllung des höheren Lichtes (vor dem Menschen). Das bedeudet, solange der Mensch sein Verlangen zu Empfangen nicht zum Geben korrigiert hat (solange der Mensch dem Schöpfer nicht ähnlich geworden ist), ist jegliche Enthüllung des höheren Lichtes nicht möglich.

(Da wir jegliche Naturerscheinung nur im Maße unserer Ähnlichkeit mit den Eigenschaften dieser Erscheinung wahrnehmen können, so auch das höhere Licht bzw. den Schöpfer, können wir nur im Maße unserer Ähnlichkeit mir der genannten Erscheinung empfinden).

Und in den von uns ausgeführten Geboten (Handlungen der Korrektur des Willens zu Empfangen zum Willen zu Geben, um den Schöpfer ähnlich zu werden), wo wir das Gute und den Genuss (vom Geben, vom Schöpfer) schmecken sollen, können wir keinen solchen Geschmack empfinden, damit wir die Scham während des Genusses nicht fühlen.

Und gerade deswegen wurde diese Korrektur (Die Verhüllung des Lichtes, des Genuss vom Geben und von der Liebe) gemacht, entsprechend welcher wir im Moment des Genusses verpflichtet sind um des Gebens willen zu handeln, sonst stehen unsere Handlungen unter eine Verhüllung.

RaBaSCH. Schalavej Sulam. „Heiligkeit und Reinheit in der Arbeit“. 1991. Art. 28.

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung; Teil 17

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verborgen?

Wenn der Schöpfer den Geschöpfen über die wundersamen Dinge, die in der Essenz der Belohnung (in der Verschmelzung mit Ihm durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften des Gebens und der Liebe) liegen, enthüllt hätte, würden sie zwangsläufig in die Irre geführt werden und hätten (gezwungenermaßen) die Arbeit für den Schöpfer (das Geben) nur mit der Absicht angenommen, die herrliche Belohnung für sich zu bekommen. Dies würde als das Arbeiten zum eigenen Zweck, aus Eigenliebe, betrachtet werden, was als Folge den ganzen Zweck (des Schöpfers, die Geschöpfe Sich ähnlich, ewig, selbstständig, unabhängig von Sich und vollkommen zu machen) verfälschen würde.

Baal haSulam „Die Bürgschaft“, 29

Der Schöpfer (die Eigenschaft des Gebens) ist die vollkommene Güte, und die Eigenschaft der Güte ist, Gutes für die anderen zu tun. Darin besteht der Gedanke des Schöpfers, d.h., Geschöpfe zu erschaffen, um ihnen Gutes zu tun. Denn wenn es niemanden gibt, der Gutes empfängt, dann gibt es auch keine Wohltat.

Doch wie Er das in Seiner unergründlichen Weisheit wusste, müssen die Geschöpfe das Gute, damit es vollkommen ist, durch eigene Arbeit verdienen. Nur dann werden sie wahrhaftige Herren über das Gute sein und keine Scham wie Bettler empfinden.

Ramchal „Da’at T’vunot“, 18

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 16

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Die Unvollkommenheit (in unseren Empfindungen) wurde durch die Verhüllung des Schöpfers hervorgerufen, der Sich den Geschöpfen nicht enthüllen und sie dadurch (durch Seine Verhüllung) nicht ursprünglich als vollkommen erschaffen wollte.

Der Schöpfer hat Sich (die Vollkommenheit der Eigenschaft des Gebens und der Liebe) im Gegenteil verhüllt und damit die Geschöpfe (in der in ihnen infolge der Verhüllung entstandenen entgegengesetzten Eigenschaft des Empfangens und des Hasses) unvollkommen gelassen. Denn das Licht des Schöpfers bringt Leben mit sich, und Seine Verhüllung ist die Quelle allen Übels.

Doch weil das Ziel des Schöpfers nicht verhüllt zu bleiben, sondern sich zu enthüllen und das gesamte durch die Verhüllung entstandene Übel zu beseitigen ist, ist es die Bestimmung der Geschöpfe, die Verhüllung des Schöpfers, sprich die Verhüllung des Guten, zu enthüllen.

Diese Enthüllung geschieht durch die Handlungen des Menschen, durch das Einhalten von Gesetzen und Regeln, auf die der Schöpfer uns in der Tora hingewiesen hat.

Das Einhalten dieser Gesetze führt den Menschen dazu, das ewige Leben (in seinen Empfindungen) zu erlangen, weil die Belohnung für das Erfüllen eines jeden Gebots (der Korrektur von jedem der 612 Verlangen der Seele) das Gebot (die Handlung selbst) ist, und zwar das Licht des Antlitzes des Schöpfers (die Erfüllung mit Geben und Liebe), das am Anfang seiner Schöpfung vor dem Menschen verborgen wurde.

Denn der Mensch ist dafür erschaffen, (im Bestreben nach der Angleichung an den Schöpfer) zu arbeiten, während er von dem bösen (egoistischen) Trieb beherrscht wird, wenn das Böse in ihm, das sich durch verschiedene (egoistische) Mängel (bezüglich der anderen) äußert, groß ist und er von dem Licht des Lebens (der Eigenschaft des Gebens) entfernt ist.

Das Erfüllen der Gebote jedoch (die Handlung des Gebens an den Nächsten und den Schöpfer) erleuchtet ihn mit (früher) verborgenem Licht, und wenn er alles, was ihm auferlegt wurde, erfüllt (alle 613 unkorrigierten, ursprünglich egoistischen Verlangen korrigiert) hat, wird sich der Mensch (in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, da Adam von dome/ähnlich stammt) vervollständigen und mit dem Licht des Lebens erleuchtet werden (er wird in der Eigenschaft des Gebens das ewige und vollkommene Dasein, dem Schöpfer ähnlich, spüren).

Ramchal, Da’at T’vunot, Punkt 40

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