Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Entstehung der europäischen Zivilisation

Europa geht durch schwierige Zeiten: Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, die Ausbreitung des Islam, die Wiederkehr des Nationalsozialismus – alle diese Probleme haben einen Schneeballeffekt.

Dennoch hatte Europa einen großen Anteil an der Entwicklung der Menschheit, vielleicht mehr als alle anderen Kontinente. Was ist der Grund dafür, dass sich so eine hohe Zivilisation in Europa entwickeln konnte?

Alte Zivilisationen entstanden im mittleren Osten, im alten Babylon, in Persien. Doch dann verlagerte sich alles nach Europa, nach Griechenland und Rom. Daraus entwickelte sich die europäische Zivilisation.

Aus Griechenland kamen die Wissenschaft und die Philosophie nach Europa, die die griechischen Gelehrten von den Juden während der Periode des ersten Tempels bis zur Zerstörung des zweiten Tempels übernahmen, etwa 1000 Jahre vor unserer Ära. Europäische Wissenschaftler und Philosophen schreiben selbst darüber.

Die Römer brachten das Sozialsystem, das Europa entwickelte. Dennoch war Europa zu Zeiten des Höhepunkts des römischen Reichs ein eher barbarischer Kontinent. Ohne die Römer, die bis weit in den Norden Europas vordrangen, würde die europäische Geschichte wohl anders aussehen.

Die Römer gaben Europa ein Staatssystem und errichteten ein Straßennetzwerk.Im Talmud steht geschrieben, dass die Römer die Macht und das Wissen Judäas übernahmen, als sie letzteres eroberten. Letztendlich kam alles aus Israel, aus der der Niederschlagung des jüdischen Volkes. Sein spirituelles Wissen, seine Errungenschaften und seine Stärke waren erschöpft und nur wenig blieb davon übrig.

Das jüdische Volk wusste nicht, damit umzugehen, da es nicht dazu erschaffen worden war, materielle Güter in dieser Welt anzuhäufen. Seine Aufgabe lag in der spirituellen Arbeit. Doch die Römer übernahmen das Wissen der Juden und nutzen es für die materielle Entwicklung des europäischen Kontinents.

Die Unternehmungen Alexanders des Größenunterstützten diese Entwicklung. Er selbst wollte diese modernen, wissenschaftlichen Errungenschaften in der ganzen Welt verbreiten. Das war der Zweck seiner vielen Eroberungen.

Auch das Christentum verbreitete den römischen Einfluss in ganz Europa. Die ersten Christen waren Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zum damals neuen Christentum konvertierten.

Die Christen waren verpflichtet, die Religion weiterzuentwickeln, sie zu verbreiten und neue Seelen hinzuzufügen. Dadurch wurden auch die Römer inspiriert, Europa zu erobern, und Wissenschaft und Philosophie zu verbreiten.

Zuvor war Europa in den Händen heidnischer Barbaren. Das Christentum brachte ihnen Struktur und Bücher. Die Künste entwickelten sich, da es notwendig war, den Analphabeten die Ideen über Gemälde und Zeichnungen zu vermitteln.

Religiöse Strömungen und Philosophie blühten auf den Ruinen des Zweiten Tempels, da die Juden nicht mehr in der Lage waren, das spirituelle Gedankengut weiterzuführen. Sie fielen und wurden am Erdball zerstreut. Die gesamte europäische Zivilisation erwuchs aus den letzten Fragmenten der verborgenen Weisheit der Juden.

Aus Kab TV, Neues Leben, 18.8.2016

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Die Weisheit der Kabbala und die wissenschaftliche Arbeit

Frage: Wenn die Befriedigung meiner materiellen Bedürfnissen von meiner wissenschaftlichen Arbeit abhängt, warum sollte ich sie aufgeben? Wie kann man es anstellen, alles Notwendige für das Leben zu organisieren, um sich frei von Sorge mit der Spiritualität befassen zu können?

Meine Antwort: Wenn das dein Job ist und du niemandem damit schadest, dann kannst du dich weiterhin im notwendigen Maß damit beschäftigen. Gleichzeitig solltest du dich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigen. Dann wirst du verstehen, wie sehr alles harmonisch miteinander verbunden ist. Auf diese Weise kannst du dein restliches Leben gestalten. Es ist durchaus möglich, sich neben der Kabbala mit etwas anderem zu beschäftigen. Du wirst herausfinden und sehen, dass dein Wissenschaftsfeld und die Weisheit der Kabbala kompatibel sind. Es könnte sein, dass du plötzlich entdeckst, dass du eines dem anderen hinzufügen kannst. Du erklärst die Weisheit der Kabbala mit der Wissenschaft und die Wissenschaft mit der Weisheit der Kabbala.

Frage: Warum gibt der Schöpfer dem Menschen Talente, wenn er diese in der Weisheit der Kabbala nicht braucht?

Meine Antwort: Jedes  Talent ist nichts wert im Vergleich zu dem, was die Weisheit der Kabbala enthüllt. Ich verstehe die Ängste dabei. Ich habe dieselben Zweifel durchlebt. Wenn es so aussieht, dass sich etwas Unbekanntes und Geheimes vor dir enthüllt und du dich danach sehnst, dann versuche es zu entdecken. Aber nach und nach wird das verschwinden. Wenn du dich in deiner Wissenschaft engagierst, dann kann es sein, dass du ihr mithilfe der Weisheit der Kabbala neue Facetten hinzufügen kannst; du wirst tatsächlich neue wissenschaftliche Entdeckungen machen, je nachdem wie du dich darauf einlässt. Das ist durchaus möglich.

Ich habe einige Studenten, die auf unterschiedlichen Fachgebieten wissenschaftlich arbeiten und sie versuchen alle, die Weisheit der Kabbala beruflich zu nutzen. Übrigens begrüße ich die Wissenschaft. Wir organisieren mehrmals im Monat im Studio Gespräche mit Wissenschaftlern. Wir sprechen mit ihnen darüber, wie man die Weisheit der Kabbala mit ihrer Wissenschaft verbinden kann und wie sie sich gegenseitig ergänzen.

Aus der russischen Kabbalalektion 4/10/16

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Die Formel der menschlichen Entwicklung

Frage: Nach der anerkannten Definition von Wissenschaft ist die Weisheit der Kabbala ein Mittel, um die Welt um uns herum zu beschreiben und zu verstehen. Was möchte man erreichen, wenn man nicht die Wissenschaft fördert, sondern lediglich eine Perspektive auf die Struktur der Welt?

Meine Antwort: Jede materielle Wissenschaft ist eine mögliche Perspektive der Struktur der Welt, während nach der Weisheit der Kabbala der gesamten Natur und allen Geschöpfen der Wunsch, Genuss zu empfangen, gemeinsam ist. Dabei ist es egal, ob wir das mit materiellen oder psychologischen Parametern ausdrücken. Es stellt sich heraus, dass wir durch das System unserer herkömmlichen Wissenschaften sehr begrenzt sind.

Schaut, was mit uns passiert. Wir wissen nicht, woher wir kommen, und wir können nicht voraussagen, was am nächsten Tag passieren wird, in der nächsten Minute oder in ein paar Jahren. Welchen Nutzen hat die Wissenschaft, wenn sie den Menschen kein Verständnis für den Umgang mit der Welt übermittelt?

Das Allerwichtigste ist die Kenntnis der Formel unserer Entwicklung und was mit uns geschieht. Wir wissen noch nicht einmal, wie die Maschine arbeitet, die uns vorwärts bewegt. Wie Einstein sagte, sind wir wie Kinder, die am Strand mit Kieselsteinen spielen, während das Meer selbst für uns unerreichbar ist. Und deshalb gleicht unser Anspruch, dass wir scheinbar bestimmen, was Wissenschaft ist, einem Spiel von Kindern.

Im Großen und Ganzen gründet sich die Wissenschaft auf unsere menschliche Wahrnehmung, weil hinter jeder Herangehensweise ein menschliches Wesen steht, das alles durch seinen Verstand und sein Herz fühlt und versteht. Wenn wir das als Variablen unserer Bewertungen in Betracht ziehen, dann sehen wir die Welt als ein sich ständig veränderndes System, das wir „beherrschen“. Wir können es messen, fühlen und mit ihm arbeiten. Wir können verschiedene Parameter in das System einfügen und schauen, was passiert. Dies ist bereits eine systematische, kybernetische Herangehensweise. Der Mensch kann die Natur nicht beeinflussen ohne seine Parameter zu ändern, weil er nicht weiß, wie er sich anpassen soll und wie er das Ergebnis sehen kann.

Aus der russischen Kabbalalektion 2/28/16

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Der unglückliche Weise

Frage: Das Wissen ist die höchste Stufe, die die ganze Realität erfassen lässt. Gerade so dachte Ecclesiastes im gleichnamigen Buch des Königs Salomo. Er kam jedoch zum Schluss, dass „ein Mensch, der sein Wissen multipliziert, auch seine Trauer vertieft“, und „der Weise stirbt genauso wie der Dumme“. Warum haben ihm die Weisheit und das Wissen nicht das erwünschte Glück gebracht?

Meine Antwort: Die Weisheit und das Wissen sind nur Mittel für das Glück. Unser ganzes Leben besteht einzig aus dem Verlangen, glücklich zu sein. Man will schließlich sein Leben genießen. Ich kann das auf allerlei Dinge, Ereignisse, Erscheinung beziehen, letztendlich will ich genießen. Unter dem Genuss verstehe ich die Erfüllung des Lebens, weil ich nichts anderes besitze. Deshalb will ich mein Leben als angenehm empfinden. Was bedeutet, dass ein Mensch lebt? Er verfügt über einen bestimmten Geist, der ihn entweder erdrückt oder erfreut. Er will, dass dieser Geist mit Lebenskraft erfüllt ist. Dafür muss der Mensch sich immer wieder erneuern. Wenn er deshalb Reichtum, Macht, Wissen oder Familie, Sex und Essen verlangt, tut er das nur mit dem Ziel, den Zustand zu genießen.

Gäbe es keinen Genuss am Essen, würde der Mensch notgedrungen essen, nur um seinen Körper am Leben zu erhalten – wie ein Kranker die Medizin nimmt. Fände der Mensch kein Vergnügen an Sex, wäre das Fortleben der Menschheit bedroht; der Mensch wäre unglücklich und ließe sich medizinisch behandeln. Gäbe es keine Freude in der Familie, würde man aufhören zusammen zu leben. Das Gleiche betrifft den Reichtum. Wir streben danach, weil wir hoffen, dadurch Unabhängigkeit und Sicherheit zu erlangen. Wir sehen aber auch, dass alles plötzlich verschwinden kann. Auch die Macht ist heute nicht so beständig und absolut, wie es früher zur Zeit der Monarchen war.

Du erlangst die Weisheit und siehst, was passiert. Was erkennst du? Wenn du alle Quellen des Genusses analysierst, erkennst du, dass es darin keinen echten Genuss gibt, nicht einmal in der Weisheit selbst. Was hast du nach der Erkenntnis der ganzen Schöpfung erreicht? Alles funktioniert und alles ist doch leer. Du fühlst dich in einer Sackgasse und stehst mit dem Rücken zur Wand, kannst dich nicht mehr bewegen. Wenn du ein Weiser geworden bist und die Folgen deiner Handlung erkennst, dann begehst du sie nicht mehr. Du hast nichts mehr zu tun.

Heute sprechen wir von der Wissenschaft als Offenbarung der ganzen Welt. Das bedeutet, dass du nicht nur ein Gelehrter bist, der sich mit Mücken oder elektronischen Teilen beschäftigt, sondern du wirst zum großen Philosophen – zu einem Weisen. Und das ist eine ganz andere Weisheit.

Auszug aus dem 187. Gespräch über das neue Leben, 23.05.2013

Wie lange braucht es, bis man ein Kabbalist wird?

Frage: Es dauert ziemlich lange, bis man ein bestimmtes Wissenschaftsgebiet versteht. Da die Weisheit der Kabbala auch eine Wissenschaft ist, wie lange dauert es, um die richtige Wahrnehmung der Realität zu erreichen?

Meine Antwort: Man muss etwa zwanzig Jahre ernsthaft studieren, um ein echter Wissenschafter der Kabbala zu werden. Vielleicht dauert es auch nicht so lange, aber ich möchte den Menschen keine falschen Hoffnungen oder Illusionen machen. Wenn jemand wirklich studieren möchte, dann muss er sich der Weisheit der Kabbala wie ein Wissenschafter annähern. Schließlich studiert man sie nicht, um eine Dissertation zu schreiben, eine Medaille zu bekommen oder um mit seinem Doktortitel anzugeben.

Frage: Für einen akademischen Grad dauert das Studium fünf Jahre, weitere fünf Jahre, um eine Dissertation zu schreiben, und weitere fünf Jahre für den Doktortitel. Dann besteht eventuell die Chance, dass der Mensch einen Nobelpreis bekommt.

Meine Antwort: Gewöhnliche Wissenschafter lassen sich von der Gesellschaft animieren, aber das Studium der Weisheit der Kabbala ist etwas anderes. Ein Mensch, der zwanzig Jahre oder sogar sein ganzes Leben dem Studium der Weisheit der Kabbala widmet, weiß schließlich, wofür er lebt.

Aus der russischen Kabbalalektion 2/28/16

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Wieso sind unsere Führer keine Kabbalisten?

Frage: Wenn die Kabbalah so eine weise Wissenschaft ist, wieso wurde in Israel, in unserem Land, das für die Verbindung erschaffen wurde, diese Wissenschaft nicht zur Landesideologie? Wieso sind unser Premierminister und das ganze Kabinett der Minister keine Kabbalisten?

Meine Antwort: Weil nach seiner Natur der Mensch egoistisch ist. Und die Kabbalah spricht von der Erhebung über den Egoismus. Und deswegen sind wenige Menschen bereit zu kommen und zu lernen, wie man sich über das Ego erhebt, in der Verbindung, in der Liebe, und wie man ein völlig neues System der Zusammenwirkung zwischen uns erbaut. Das System ist aber insofern gut, dass es im Einklang mit der Natur sein wird und dann kann der Mensch sein Schicksal lenken. Und sonst lenkt der Mensch nicht, er stößt nur immer wieder gegen einer Wand.

Frage: Unsere Führer sind aber daran interessiert, dass dem Land es gut geht?!

Antwort: Wo haben sie solche Führer gesehen oder überhaupt jemanden, der sich um die Welt kümmert? Ich beschuldige keinen, weil unsere Natur absoluter Egoismus ist. Der Mensch denkt in jeder Sekunde seines Daseins nur an sein eigenes Wohl und was andere betrifft, ist es ihm absolut egal: Je schlechter es ihnen geht, desto besser wird es mir gehen. So sind wir programmiert! Es gibt keine schlechte oder gute Menschen – es ist die menschliche Natur. Damit wir das begreifen, braucht man nicht ein Kabbalist zu sein. Fragt die Psychologen, die werden euch das erklären.

Aus dem Webinar auf der zahav.ru, 10.02.2016

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Die Tür zur Wissenschaft Kabbala

Frage: Wo überschneidet sich die Kabbala mit dem einfachen Leben?

Meine Antwort: Sie überschneidet sich nicht. Das einfache Leben fließt in der Kabbala. Wie zum Beispiel die Atmosphäre die Erde umgibt, so ist die Kabbala auch einer Atmosphäre vergleichbar, die unser Leben umgibt. Die Kabbala ist ein System, in dem wir existieren und es hängt nicht davon ab, ob wir davon wissen oder nicht, oder irgendwelche Vorstellung darüber haben oder nicht. Die Kabbala ist ein Steuersystem unserer Welt.

Frage: Jede Wissenschaft muss das Leben des Menschen erleichtern. Kann man das auch über Kabbala sagen?

Meine Antwort: Es gibt Leute, die sich mit Kabbala beschäftigen, weil sie etwas verstehen und erkennen wollen – das sind Philosophen. Die Kabbala wird auf 1800 Fakultäten der Welt studiert, jedoch nur aus der Sicht der Philosophie, ohne praktische Anwendung. Aber es gibt auch Menschen, die Kabbala studieren, um sie praktisch anzuwenden. Sie heißen Kabbalisten. Im Prinzip beschäftigt sich Kabbala damit, dass sie uns die Lenkung unserer Welt enthüllt. Und deshalb beginnt der Mensch zu sehen, zu verstehen, zu spüren und prüft sich selbst, die Umgebung und die Umwelt, ob es so wirklich ist. Der Mensch, der die Kabbala studiert, wird zum „Naturforscher“.

Frage: Wie kann man in die Kabbala eindringen? Wo ist diese Tür, an die man klopfen kann? Muss man eine Adresse kennen und kann man allein kommen?

Meine Antwort: Als ich ein Teenager war, war ich von Physik und Elektronik begeistert. Dann erschienen Computer, und ich interessierte mich für sie und studierte diesen Beruf an einer Hochschule. Dann fand ich, dass nicht die Computer, sondern ihre biologischen Modelle interessant sind, und ich begann mich mit der Biokybernetik zu beschäftigen. Der innere Wunsch führt den Menschen durch das Leben. So ist es auch in der Kabbala. Die Menschen kommen von weitem, sie verstehen nicht wie und warum; sie haben einfach etwas über die Kabbala gehört, interessant gefunden, ein Buch gelesen oder die Bekannten haben davon erzählt und so weiter. Zur Kabbala kommen unbewusst jene, die nach dem Sinn des Lebens suchen.

Frage: Aber es ist die Frage, auf die es keine Antwort gibt. Und wenn die Kabbala diese Antwort gibt, dann wahrscheinlich, auch nicht sofort?

Meine Antwort: Man kann sofort hören, aber nicht sofort begreifen. Um den Sinn des Lebens zu begreifen, muss man „das Salz schmecken“.

Aus dem Webinar auf zahav.ru, 10.02.2016

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Den Sinn des Lebens offenbaren

Frage: Was würden Sie einem Menschen raten, der den Geschmack am Konsum, an Wissenschaft und Kultur – überhaupt an allen herkömmlichen Werten verloren hat und spürt, dass es da keinen Sinn gibt?

Antwort: Ich kann ihm raten, sich auf die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit einzulassen, allen mit der Hand zum Abschied zu winken, sich in den Zug zu setzen, der ihn zu neuen Erkenntnissen bringt und den Bahnsteig unserer Welt zu verlassen. In diesen Zug wird er einer ernsthaften inneren Korrektur unterzogen, innere Veränderungen finden statt und er wird der nächsten Stufe angenähert, erlangt zusätzlichen Werkzeuge an Verständnis, Wissen, Erkenntnis und Wahrnehmung. In unserer Geschichte gibt es viele Beispiele von Kindern, die im Wald unter wilden Tieren aufwuchsen; sie sind einer „Umerziehung“ kaum mehr zugänglich.

Was auch immer man mit ihnen machte, sie blieben Tiere. Sie waren nicht einmal in der Lage, die menschliche Sprach zu lernen. Sie schlafen und bewegen sie wie Tiere. Von solchen Fällen wird heute noch in den wissenschaftlichen Fachzeitschriften berichtet. Das Gleiche passiert mit uns. Von der gegenwertigen Gesellschaft umgeben, sind wir wie die Tiere nicht in Lage, uns selbst zu korrigieren; wir spüren im Innersten, dass wir in diesem Zustand nicht mehr bleiben können. Doch wie kommt man heraus?!

Es ist unsere Aufgabe, eine kleine halbgeschlossene Gesellschaft aufzubauen, die nicht vollständig von der anderen getrennt ist, aber in sich auf einem anderen Prinzip aufgebaut ist – dem Prinzip der gegenseitigen Hilfsbereitschaft, Kommunikation, Erziehung und Aneignung von natürlichen Eigenschafften, die in uns ursprünglich vorhanden waren und wieder neu entwickelt werden müssen. Da wir aber unter „Tieren“ aufwuchsen, sind wir selbst Tiere; deswegen müssen wir unter Menschen, damit wir zu Menschen werden. Dies ist ein großes Problem, aber ich denke mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationsmitteln können wir das lösen. Zumindest die Notwendigkeit wächst hierzu nach und nach.

In unserer Zeit wird allen klar, sich materiell zu erfüllen, ist heute kein großes Problem mehr. Und dennoch entsteht im Inneren des Menschen ein Vakuum, das gefüllt werden will. Doch mit Hilfe der bestehenden Mittel ist eine „Füllung“ nicht mehr möglich. Wir fühlen uns weder durch Wissenschaft, Kultur oder sonst noch etwas erfüllt. Wir müssen auf jeden Fall verstehen, warum wir existieren. Und nicht nur verstehen, sondern im Kontakt mit dem wahren Sinn des Lebens kommen. Es erzeugt ein Gefühl der ewigen und vollkommenen Existenz. Darunter befindet sich die eine tierische Existenz – das Leben im Körper. Darum beginnt die nächste Phase und letztendlich kommen wir zum Ewigen Zustand. Was alles passieren wird, kann ich nicht genau sagen. Aber wir sehen bereits Veränderungen und jede nachfolgende Form wird aus der vorherigen geboren.

Anmerkung: Das klingt ziemlich optimistisch vor dem Hintergrund der allgemeinen Hoffnungslosigkeit.

Antwort: Diese Hoffnungslosigkeit ist richtig und positiv. Ausgerechnet sie gibt dem Menschen den Impuls für die nächste Stufe der Entwicklung. Die Geschichte ist voll von diesen Zeugnissen. Schauen Sie, was wir während unserer Entwicklung durchlebt haben: Epidemien, Seuchen, Völkerwanderungen, Klimaschocks, Naturkatastrophen und so weiter. Heute passiert alles viel intensiver und bringt uns schneller voran. Also, ich persönlich bin ein Optimist.

Aus der TV Sendung „Die letzte Generation“, Nr.16, 19.08.2015

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Das kollektive Bewusstsein beeinflusst die Welt

Forschung: Die Wissenschafter der Universität Princeton haben entdeckt, dass Emotionen und Gedanken, die mehrere Menschen gleichzeitig halten, in der Lage sind, auf die physische Realität zu wirken. Der Gedanke hat Kraft nicht nur im ideologischen Sinne. Er drückt sich physisch aus. Der Gedanke, der gemeinsam von mehreren Menschen erzeugt wurde, besitzt enorme Macht. Im Labor von Princeton (PEAR) wurde noch in den 90er Jahren entdeckt, dass der menschliche Verstand einen Zufallsgenerator beeinflussen kann.

Im Laufe dieser Untersuchungen wurden einige Fragen gestellt: Wird die Realität von emotionalen Reaktionen des Menschen beeinflusst? Von der Reaktion auf Erdbeben, terroristischen Ereignissen oder Emotionen der Fußballfans. Ist die allgemeine Freude der Menschen während eines Festes in der Lage, unsere Geräte zu beeinflussen? Die Analyse hat unbewusste Verbindungen zwischen den Menschen gezeigt, selbst wenn sie physisch keinen Kontakt zueinander haben.

Erwiderung: Kabbalah macht es möglich, den kollektiven, bewussten und  zielorientierten Einfluss auf die Welt zu offenbaren. Es gibt keine andere Methode. Deswegen heißt das zentrale Prinzip für solche Einfluss auf die Welt – „ liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

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Die neue Sintflut

„Die Naturkatastrophen sagen uns, dass die Welt in eine Epoche der klimatischen Unstetigkeit eingetreten ist. Infolge der Verlangsamung des Erdkreises werden 1-2 Sekunden zum Sonnentag hinzugefügt. Gerade das ist der Grund der Störung der energetischen Balance der Weltkugel  – unsere gigantische elektrische Anlage. Die Erde kommt in das erste Stadium des globalen Übergangsprozesses. Die Abschwächung des Magnetfeldes der Erde wurde schon am Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt, und permanente die Verminderung der Erdumdrehungsgeschwindigkeitg am Anfang der 90er Jahre. Die Geschwindigkeitsverminderung der Erdumdrehung um 1 Sekunde pro Jahr erzeugt einen enormen Ausbruch der Wärmeenergie.“

Erwiderung: Wir sind dazu verpflichtet, ein Gleichgewicht zwischen uns zu erschaffen – und dadurch zu einer globalen Gesellschaft zu kommen. Das wird das Gleichgewicht der Weltkugel stabilisieren, weil die Energetik der Zivilisation höher als alle andere Systeme ist. Es liegt in unseren Händen, die Kraft der Verbindung zwischen uns zu regulieren, die über dem persönlichen und gemeinsamen Egoismus steht. Diese Kraft ist in der Lage, alle unsteten Prozesse auszugleichen.

 5.08.2015, 16:34 [#164193]