Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Den Seelenfrieden finden

Die heutige Realität gibt uns wenig Grund zur Beruhigung. Überall herrscht Ungewissheit, und die Zukunft ist düster. Am liebsten würde man sich eine kleine Hütte im australischen Hinterland oder im hohen Norden Kanadas mit ein paar Nutztieren suchen und die Welt vergessen. Schade nur, dass die meisten von uns das nicht tun können.

Hier in Israel denken wir, wenn wir nicht gegen unsere Nachbarn kämpfen müssten, wäre alles in Ordnung. In Wahrheit aber wäre es viel, viel schlimmer! Wir, die Juden, würden uns gegenseitig auffressen. Wenn überhaupt, scheint es so, als ob uns von oben Feinde gegeben wurden, um uns daran zu hindern, uns gegenseitig zu vernichten. Je mehr wir uns hassen, desto mehr hassen sie uns, was uns wiederum daran hindert, uns gegenseitig zu vernichten.

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Lasst uns auch den Mars verschmutzen

Von Zeit zu Zeit kommen Tycoons wie Elon Musk mit einer neuen Verrücktheit auf, den Mars zu besiedeln. Laut der Zeitschrift SciTechDaily „hat Elon Musk behauptet, er sei zuversichtlich, dass es bis 2050 eine Millionenstadt auf dem Mars geben wird, die von 1000 Raumschiffen seines Unternehmens SpaceX dorthin transportiert werden soll.“ Ich verstehe, dass das Spielen mit Raumschiffen für Multimilliardäre Spaß machen kann, aber es wird der Menschheit nicht helfen, es wird unser Leben nicht besser machen oder uns etwas über das Leben an sich lehren.

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Der Fall für (den richtigen) Neid

„Die Liebe ist so heftig wie der Tod, der Neid ist so hart wie die Unterwelt“ (Hohelied, 8:6). Neid ist eine der intensivsten Emotionen. Wir versuchen oft, ihn zu verbergen, sogar vor uns selbst, weil er ein so unangenehmes Gefühl ist, ein direkter Angriff auf unser Selbst. Da er aus dem Verlangen besteht, Freude zu empfangen, gibt uns der Neid das Gefühl, dass wir nicht nur nicht empfangen, sondern dass andere das bekommen, was uns verwehrt wird. Nichts ist für unser Ego schwerer zu ertragen als das Gefühl, dass wir von anderen beraubt werden, dass sie irgendwie besser, mächtiger, erfolgreicher sind als wir.

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Kein Waffenstillstand wird die Flammen des Hasses zwischen uns auslöschen

Für Israel gibt es niemals einen ruhigen Moment. Obwohl ein Waffenstillstand in aller Munde ist, hat die Öffentlichkeit kein Vertrauen, dass die heftigen Luftangriffe für lange Zeit zum Stillstand kommen werden. Bedrohungen halten sowohl im Süden (von der Hamas in Gaza) als auch im Norden des Landes durch Raketen, die von der Hisbollah aus dem Libanon auf israelisches Gebiet abgefeuert werden, an. Es stellt sich also wieder einmal die Frage: Wann wird die Aggression ein für alle Mal beendet sein? Der Ball liegt in unserem Spielfeld, im Spielfeld der jüdischen Nation.

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(Unsere Frauen) Hüterin der Mauern

An der Front im Kampf gegen Terroristen, auf den Straßen gegenüber Randalierern mit Gewehren und Molotowcocktails und in den Luftschutzkellern mit unseren Kindern sind Frauen die ungewollten Hüterinnen der Mauern. Sie sind besorgt um ihre Kinder und ihre Männer. Sie erschrecken beim Klang von Sirenen, während sie verzweifelt nach ihren Kindern suchen. Sie wissen, dass sie nur Sekunden haben, bevor die Raketen landen.

Frauen, reif und fürsorglich, sind viel verantwortungsvoller als Männer. Sie sollten den Aufruf zur Vernunft anführen. Sie sollten in dieser Zeit nicht schweigen. Wenn sie nur ihre überragende Bedeutung für die Gesellschaft erkennen würden und wovon unsere Zukunft abhängt, würden sie nicht eher ruhen, bis sie uns, die Männer, dazu gebracht haben, umzudenken und den richtigen Weg einzuschlagen.

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Warum Verbindung wichtig ist

Im März 2009, in Folge der Finanzkrise der Großen Rezession, bot der Wirtschaftswissenschaftler Mark Vitner der Associated Press eine greifbare Beschreibung der unausweichlichen Verflechtung der Menschheit an: „Es ist, als würde man versuchen, Rührei zu entwirren. Es ist nicht so einfach möglich. Ich weiß nicht, ob es überhaupt machbar ist.“

Wenn wir heute die Welt um uns herum betrachten, stellen wir fest, dass alles noch mehr miteinander verbunden ist als im Jahr 2009. Sie können nichts herstellen, vom Bleistift bis zum Flugzeug, ohne Produkte aus der Hälfte der Länder der Welt zu beziehen. Und für diejenigen unter uns, die immer noch nicht davon überzeugt waren, dass dies so ist, hat die Covid-19-Pandemie gezeigt, dass eine Infektion überall eine Infektion ist.

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Schawuot: Licht inmitten des Chaos

Der jüdische Feiertag Schawuot, das Fest der Übergabe der Tora, hat in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Während die israelische Gesellschaft unter Raketenbeschuss steht, herrscht keine festliche Stimmung. Es ist eine Zeit, in der wir eine zukunftsträchtige Entscheidung darüber treffen sollen, welches Volk wir sein wollen und wie wir der Zukunft begegnen wollen: in Spaltung und Streit oder als Garanten füreinander, in der wir unser Handeln durch die Linse der Welt betrachten oder durch eine tiefe Selbstprüfung unserer Rolle als ein Volk, das die Tora am Fuß des Berges Sinai empfangen hat.

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Zusammenleben mit Arabern? Wir können nicht einmal miteinander existieren!

Die aktuelle Welle der Gewalt hat die Tatsache offengelegt, dass die Koexistenz zwischen Arabern und Israelis innerhalb Israels eine Illusion war. Es gab wirtschaftliche Vorteile, die beide Seiten genossen, aber der Hass hat all die Jahre in ihnen gesteckt, bis ein Auslöser ihn in Gang setzte. Die schmerzhafte Wahrheit, die die Ausschreitungen der Araber in Israel ans Licht brachten, ist, dass sie uns nicht weniger hassen als die Palästinenser im Westjordanland oder in Gaza.

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Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben uns noch nicht einmal von Covid-19 erholt, und schon befinden wir uns im Krieg mit unseren Nachbarn. Und dieses Mal ist es nicht nur mit unseren Nachbarn jenseits der Grenze zum Gazastreifen, sondern buchstäblich mit unseren Nachbarn von nebenan, Israelischen Arabern, die seit mehr als fünf Jahrzehnten friedlich mit Israelis zusammenleben.

Tatsächlich haben die meisten der jungen Leute, die jetzt randalieren, nie etwas anderes als ein friedliches Leben an der Seite von Israelis gekannt. Sie arbeiten in Israel, mit israelischen Juden, gehen mit israelischen Juden auf israelische Universitäten und schicken ihre Vertreter in das israelische Parlament, die Knesset.

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Die Illusion einer Ko-Existenz

Israelische Städte, die einst als Symbole jüdisch-arabischen Zusammenlebens galten, stehen in Flammen. Unruhen und Lynchmorde, die von beiden Seiten verübt wurden, haben die vordem als friedlich empfundenen Nachbarschaften erschüttert. Die großen israelischen Städte Haifa, Jaffa, Ramla, Akko und Lod brennen im anhaltenden Sperrfeuer tausender Raketen der Hamas-Terroristen auf die israelische Bevölkerung und der darauf folgenden militärischen Antwort im Gazastreifen. Warum wird die Brücke zwischen beiden Gemeinschaften von den Flammen des Zorns verzehrt? Weil es eine solche Brücke oder eine wirkliche Koexistenz nie gegeben hat. Sie hat nie existiert.

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