Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die EU stirbt, und das sollte sie auch

Von meiner Facebook-Seite Michael Laitman 09.04.20

Die Europäische Union wurde in Sünde geboren und wird unter Höllenqualen sterben. Das Bündnis der Europäischen Union wurde geschmiedet, um Europa einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und dem an Kraft zunehmendem China und Russland zu verschaffen. Der Fokus lag dabei fast ausschließlich auf der Errichtung eines gemeinsamen Marktes und einer gemeinsamen Währung. Die möglichen sozialen Auswirkungen einer Union von Nationen, sie sich seit Jahrhunderten immer wieder miteinander im Krieg  befanden, wurden nicht in Betracht gezogen. 

Die EU schuf eine mächtige Währung, verarmte aber viele ihrer Mitgliedstaaten und ließ sie abhängig, mutlos und mit einem Gefühl der Verunglimpfung zurück. Sie schuf keine Einheit; sie schuf viel Zwietracht. Eine Währungsunion ohne Solidarität oder ein zarter Anflug von nationalem paneuropäischem Patriotismus sind nicht nachhaltig. Die Flüchtlingskrise setzte der EU bereits stark zu, aber sie schaffte es, weiter bestehen zu bleiben. Die Coronavirus-Krise scheint jedoch ein Schlag zu sein, den die EU nicht überleben wird. Meiner Meinung nach ist es so am besten. 

Globalisierung – eine großartige Idee, die falsch umgesetzt wurde 

Im Prinzip ist die Vereinigung eine großartige Idee. Es ist der richtige Weg, weil sich die gesamte Realität in Richtung größerer Einheit und engerer Zusammenarbeit entwickelt. Die Evolution brachte die einfachsten Teilchen hervor, die sich zu mit anderen Teilchen arrangierten, die wiederum Atome schufen, die Moleküle schufen, die Organismen schufen und so weiter. Ebenso entwickelte sich die menschliche Gesellschaft von Clans zu Siedlungen, die sich zu Städten, Grafschaften, Ländern und Imperien vergrößerten. 

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Der Coronavirus und die Familienharmonie

Das Coronavirus scheint uns zwischen zwei gegensätzliche Pole gebracht zu haben: Einerseits geniessen wir es, zuhause mit der Familie zu sein, andererseits sind wir es nicht gewohnt eine so lange Zeit zusammen zu verbringen. Die Folgen dieser Gegensätzlichkeit lassen deshalb nicht auf sich warten.

Bereits zwei Wochen nach der Verhängung der Quarantäne in Israel stieg dort die Zahl der Anzeigen von häuslicher Gewalt um 760%. Auch das psychologische Hilfezentrum erhielt dreimal mehr Anfragen als üblich.

Dies war vorhersehbar, denn die Menschen werden plötzlich mit ihren Verwandten eingesperrt. Und selbst wenn sie sich von ganzem Herzen lieben, sich umeinander kümmern, hat sie niemand gefragt, ob es in Ordnung ist, dass sie nun die ganze Zeit aufeinander hocken müssen! Selbst für einen liebenden Menschen ist das zu viel. Vor dem Coronavirus hatte sich der Mensch das Leben recht angenehm eingerichtet, so dass er weitgehend zufrieden war. Man kam innerhalb einer oder zwei Stunden zur Arbeit.

Bei der Arbeit war man in die Erfüllung seiner Pflichten vertieft und hatte gar keine Zeit, an seine Familie zu denken. Wenn der Mensch nach der Arbeit zu hause ankam, konnte er es sich einrichten allein mit sich zu sein: er setzte sich einfach an den Computer, schaltete den Fernseher ein oder schloss sich in seinem Zimmer ein. Die Familienmitglieder waren für ihn eine Art Background, er konnte sie einfach aus seinem Fokus ausblenden. Jetzt aber läuft seine ganze Familie ständig vor seinen Augen herum und lässt ihm keinen freien Raum mehr: sie sind in seinem Kopf, in seiner Seele und in seinem Herzen … Das erdrückt einfach jeden normalen Menschen!

Die Coronavirus-Wirkung

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Die Natur liebt uns

Von meiner Facebook-Seite Michael Laitman 12.04.2020

Zuerst drängte uns das Virus auseinander, damit wir uns nicht weiter gegenseitig schaden konnten. Jetzt kommt Phase zwei, in der wir zu spüren beginnen, dass COVID-19 nicht zufällig passiert ist und verschwinden wird, sobald wir ein Vaccin finden. Wir sollten uns keine Illusionen darüber machen, zum früheren Leben zurückzukehren.

Die Natur hat ein klares Ziel: Sie wird uns wieder und wieder zu korrekten Beziehungen zwischen uns zwingen. Wenn wir nicht auf die Schläge achten, sondern auf deren Quelle, auf die integrale und in all ihren Teilen verbundene Natur, und wenn wir mit ihr mitgehen und versuchen, ebenfalls integral und besser zwischen uns verbunden zu sein, werden wir entdecken, dass die Natur nicht straft oder Schläge austeilt. Im Gegenteil, wir werden in ihren Zurechtweisungen die führende Hand einer liebenden Mutter finden, die nur dann ermahnt, wenn sie keine andere Wahl hat, und selbst dann versucht sie, so wenig wie möglich zurechtzuweisen, nur so lange, bis ihr Kind ihre Botschaft versteht. Im Falle der Natur spricht die Mutter zu uns: „Fangt an, einander zu lieben, versucht es, auch wenn wir es noch nicht könnt. Ihr werdet feststellen, dass ich euch helfe und euch bereits liebe.“

 

„COVID-19 – Der vergrabene Kapitalismus“

Veröffentlicht im Newsmax: “COVID-19 – Der vergrabene Kapitalismus

Am 20. März schrieb der Historiker Yuval Noah Harari in der Financial Times, dass das Wesen von Krisen darin besteht, die Entwicklungen der Vergangenheit zu beschleunigen. Alles was wir kennen, unsere gesamte Zivilisation zerfällt gerade in rasender Geschwindigkeit. Doch die Hoffnung, dass das Leben nach dem Virus so weitergeht wie vorher, bleibt. Das wird es aber nicht. Das Coronavirus wird alles verändern.

Es findet eine Veränderung des gesamten Paradigmas unseres Leben statt und nicht nur unserer Einstellung dazu. Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown schrieb: Um das Coronavirus zu bekämpfen sollte der G20 die Bemühungen der WHO unterstützen und die Globalen Fonds zur Koordinierung und Steigerung der Produktion und Beschaffung medizinischer Güter nutzen, statt weiterhin die Profitgier durch Preiskriege zu fördern.

Das Modell des Preiskrieges muss unbedingt abgeschafft werden. Der Virus selbst wird aber so schnell nicht verschwinden. Uns sind bereits über 40 Stämme bekannt. Selbst wenn es uns gelingt, alle aggressiven Formen auf wundersame Weise abzuschaffen, werden wir feststellen wie sehr wir uns in dieser Zeit veränderten. Dann wird auch das hektische Konsumverhalten nicht mehr reizvoll sein.

COVID-19 stoppte den Tourismus, den Transport, die Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten.Er verändert nicht nur unsere Wirtschaft oder unsere Lebensweise. Er verändert unser gesamtes  Denken, die Kultur, die Industrie, die Bildung, die Sozialisierung und sogar unsere Fähigkeit, uns zum Gebet zu versammeln. Wenn wir die Gesellschaft neu aufbauen, werden wir anders sein. Wir sollten besser anders sein, wenn wir keine Fortsetzung der Coronavirus-Episode wollen.

Eine neuartige Ökonomie

Wenn ein Superbug der ganzen Welt eine Quarantäne auferlegt, sind seine Auswirkungen unvorstellbar. Die Länder werden sich früher oder später, um die grundlegendsten Bedürfnisse ihrer Bürger kümmern müssen. Sie werden Nahrung, Wohnung, Gesundheitsversorgung und Bildung bereitstellen müssen. Die Mehrheit der Menschen wird einfach kein Einkommen mehr haben, um etwas davon kaufen zu können. Hier reden wir nicht einmal von Luxusgüter oder irgend ein technisches Spielzeug.

Die Quarantäne- oder die „Bleib daheim“-Politik ist nicht nur eine Notmaßnahme. Sie ist das Ende des Kapitalismus. Wir erkennen es vielleicht noch nicht, aber zusammen mit den Särgen unserer Lieben, begraben wir unsere Lebensweise und unsere Lebensanschauung, in der wir alle aufgewachsen sind. Der Kapitalismus ist tot.

Die neue Ökonomie, die aus der Asche aufersteht, wird auf anderen Werten basieren müssen. Arbeitsplätze werden praktisch veraltet sein, Reichtum und Macht werden zu irrelevanten Erfolgsmaßstäben. Da die menschliche Natur immer nach Bedeutung strebt, werden neue Normen die Stelle einnehmen, wo die alten eine Lücke hinterließen.

Statt Macht durch Kontrolle wird die Führung durch Vorbild in den Vordergrund treten. Diejenigen, die am meisten dazu beitragen, den Geist der Gesellschaft zu erhöhen, das Wohlergehen der Menschen zu garantieren und die soziale Solidarität zu stärken, werden die herausragenden Persönlichkeiten in der Gesellschaft werden.

Bis jetzt wetteifern wir miteinander wie Kinder, die den König des Berges spielen. Doch nach und nach wird uns der Virus beibringen, diejenigen zu schätzen und zu ehren, die sich anstrengen alle nach oben zu heben, um die Gesellschaft und nicht sich selbst zu erhöhen.

Die neue Ökonomie, die aus den Ruinen der alten entstehen wird, wird keine neue Form des Sozialismus sein. Es wird eine Gesellschaft der gegenseitigen Verantwortung sein. Es ist kein wirtschaftliches, sondern ein soziales Konzept der gegenseitigen Bürgschaft, das sowohl wirtschaftliche als auch bildungspolitische Aspekte einschließt. Sie erfordert keine materielle Gleichheit, sondern gegenseitige Fürsorge, die garantiert, dass die Menschen a) haben, was sie brauchen, und b) wollen, dass alle anderen haben, was sie brauchen.

In einer Gesellschaft, die auf gegenseitiger Bürgschaft beruht, werden persönliche Eigenschaften geschätzt und gefördert, solange man seine Fähigkeiten einsetzt, um das Leben aller zu verbessern. Dieser Ansatz eröffnet den Menschen unendlich viele Möglichkeiten, sich auszudrücken, und die Gesellschaft wird sie dafür belohnen. Respekt, Bewunderung und Liebe für die Menschen, die einen Beitrag leisten, werden das Streben nach Reichtum und Besitz mehr als ausgleichen.

Aus diesem Grund sollte die Einführung der gegenseitigen Bürgschaft sowohl auf der physischen als auch auf der intellektuellen Ebene erfolgen. Auf der ersteren Ebene müssen sich die Regierungen, wie oben erwähnt, um die Grundbedürfnisse der Menschen kümmern. Auf der zweiten Ebene müssen wir ein Online-Bildungssystem einrichten, in dem Wissenschaftler und andere Experten den Begriff der gegenseitigen Bürgschaft einführen und erklären, warum die heutige Realität dies erfordert.

Die Idee hinter diesen Bildungsprogrammen besteht nicht nur darin, der Menschheit bei der Überwindung des Virus zu helfen. Das Ziel besteht darin, das Paradigma, das unser Leben bestimmt, zu ändern, indem wir uns nicht mehr auf das „Ich“, sondern auf das „Wir“ konzentrieren. Damit schaffen wir eine blühende und nachhaltige Gesellschaft. Das „Preiskrieg“-Paradigma, von dem Brown sprach, ist der Grund, warum der Coronavirus unsere Zivilisation zerstörte. Wenn wir gewinnen wollen, sollten wir jetzt eine Gesellschaft aufbauen, die auf gegenseitiger Bürgschaft beruht. Und jeder Moment des Zögerns ist ein Moment zu spät.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

„Weshalb sind wir am Leben?“ (Quora)

In Quora veröffentlicht: „Weshalb sind wir am Leben?“ (Quora)

Weshalb sind wir am Leben? Viele Menschen stellen sich diese Frage und dies führt sie dazu, ihr Leben auf die eine oder andere Weise zu ändern.

Ich habe mich sehr mit dieser Frage beschäftigt. Ich studierte Biokybernetik, die Systematik des menschlichen Körpers, und dachte, dass ich dadurch den Sinn des Lebens erlangen könnte. Dort fand ich jedoch keine Antwort. 

Erst viele Jahre später fand ich sie in der Weisheit der Kabbala.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens verstörte mich immer, weil ich, ohne die Antwort dafür zu wissen,  keine Vorstellung hatte, wofür das Leben lebenswert ist. Heute sehe ich, dass vor allem die jüngere Generation diese Frage spürt, auch wenn sie diese nicht mit genau denselben Worten stellt. Wenn wir keine Antwort auf diese Frage finden, fühlt sich unser Leben sinnlos an, und wir spüren viele negative Phänomene als Folge davon.

Um den Sinn des Lebens zu finden, müssen wir die Quelle finden, aus der das Leben entsteht und sich entwickelt.

Die Quelle des Lebens ist die höhere Kraft.

Wir können die höhere Kraft als “der Schöpfer”, “das höhere Licht”, “Natur” oder vieles mehr bezeichnen, aber letztlich existiert ein Ursprung des Lebens, und die Frage über den Sinn und den Zweck des Lebens ergibt sich daraus. Letztendlich existieren wir, um den Sinn unseres Lebens zu erreichen.

Wie wir den Sinn des Lebens erreichen, ist eine andere Frage.

Wie können wir die Quelle des Lebens erlangen?

Dies ist eine Frage, die sich speziell der Mensch stellt, aber nicht alle Arten von Formen und Organismen der unbelebten, pflanzlichen oder belebten Stufe der Natur. Außerdem stellen nicht alle Menschen diese Frage, und diejenigen, die es tun, stellen sie in unterschiedlicher Intensität.

Jede Generation verspürt ein zunehmendes Bedürfnis, die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten. Besonders in unserer Generation drückt sich diese Frage dadurch aus, dass sich immer mehr Menschen deprimiert, gestresst, einsam, und verängstigt fühlen und in Drogen und Extremismus verfallen und sich in allen möglichen anderen Problemen wiederfinden.

In unserer Ära ist die Weisheit der Kabbala in großem Maßstab aufgetaucht, um gerade die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten. Sie bietet eine Methode, mit der wir uns selbst und die Gesellschaft transformieren können, um einen neuen Wirklichkeitssinn zu empfinden, der vollständig, miteinander verbunden und voller Güte und Glück ist.

Wenn wir eine klare Wahrnehmung und Empfindung der Kraft erlangen, die uns geschaffen hat und uns entwickelt, erlangen wir den Sinn des Lebens. Eine derartige neue Wahrnehmung gibt uns ein klares Verständnis dafür, warum wir erschaffen wurden. Indem wir die Quelle des Lebens erreichen, erlangen wir nichts geringeres als Ewigkeit und Vollkommenheit, während wir in dieser Welt leben.

Nach der Pandemie

Die Welt scheint gerade auf einer schmalen Brücke zu stehen. Wir brauchen uns nicht vor der Verabschiedung von der Vergangenheit zu fürchten. Wir sollten uns lieber darum sorgen wie wir uns der unausweichlichen Zukunft kompetent stellen können.

Die Menschen behaupten, wir könnten eines Tages alles wieder aufbauen, wenn nicht komplett alles zusammenbricht. Und ich sage: “Es wird sich nicht wieder erholen.” Aber ein Zusammenbruch ist auch gar nicht nötig. Wir haben jetzt nur die Aufgabe diese Krise mit minimalen Verlust zu überleben. Wir müssen unsere Nerven, Ressourcen sparen, andere unterstützen und uns einfach entspannen. Auf keinen Fall dürfen wir uns “trennen”. Außerdem müssen wir uns der aktuellen Lage stellen, um von den Folgen nicht überrascht zu werden.

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„Wie man die Angst vor dem Coronavirus überwindet“

Je rücksichtsvoller und verantwortungsbewusster wir für andere werden, desto mehr ähneln wir der Natur.

Wir sollten die Zeit des Coronavirus nutzen, um zu erkennen, wie sie in den Plan der Natur passt – die Menschheit zu einer vollständigen und harmonischen Verbindung zu erheben und auch, wie sie entstanden ist, um uns den Makel unseres eigennützigen Umgangs miteinander zu zeigen. Auf diese Weise können wir darüber nachdenken, wie wir uns besser miteinander verbinden können und dadurch eine solide Grundlage zur Überwindung der Angst während dieser Pandemie haben. 

Um die Angst vor dem Coronavirus zu überwinden, ist es erforderlich, dass wir uns den Befürchtungen stellen, dass 

  • das Virus hier bleibt, 
  • wir lernen sollten, uns vor ihm zu schützen, 
  • die Heilung recht kompliziert zu finden sein wird und 
  • wir durch eine Lösung für die Pandemie vielleicht plötzlich sogar ein neues, gefährlicheres Virus entdecken, das womöglich eine Mutation desselben ist, auf die wir nicht vorbereitet waren.

Wie könnte das Aufzeigen dieser Befürchtungen uns möglicherweise helfen, die mit dem Coronavirus verbundene Angst zu überwinden?

Es sollt kein Problem sein, solche Befürchtungen zu äußern. Anstatt uns jedoch davon abzulenken, sollten wir vor allem das eigentliche Heilmittel betonen, dass, wenn wir diese Zeit nutzen und uns positiv miteinander verbinden, unseren Schwerpunkt vom Eigennutzen hin zum Nutzen für andere verlagern können, wir die positive Kraft der Verbindung, der Liebe und der Selbsthingabe der Natur wecken werden. Und die Kraft der Natur hat die Macht, alles zu „desinfizieren“.

Darüber nachzudenken, wie man anderen helfen kann, ist der Schlüssel zur Überwindung von Ängsten

Überlegen Sie einmal: Wenn Sie damit aufhören würden, sich um sich selbst zu kümmern und sich auf andere konzentrieren würden – wie man ihnen helfen, sie unterstützen und ihre Stimmung heben könnte – dann hätten Sie keinen “ Raum “ in sich selbst, in dem Sie sich ängstlich fühlen könnten. Außerdem wären Sie vor Viren und anderen schädlichen Kräften in der Realität geschützt, da diese alle an der egoistischen Sorge um den Eigennutzen haften.

Wenn wir also rücksichtsvoller und verantwortungsbewusster für andere werden, werden wir der Natur ähnlicher. Die bestmögliche Nutzung unserer Zeit während dieser Pandemie wäre also, unsere Einstellung zueinander zu ändern, unsere inneren Schalter von unserem eigenen Nutzen zum Nutzen für andere umzulegen. Dann wird die positive Verbindung, die wir durch unser Gleichgewicht mit der Natur offenbaren, Harmonie, Glück und Frieden in unserem Leben bewirken.

Unser Hauptproblem ist die Erkenntnis, dass wir keine Kontrolle haben – die Natur dagegen schon

Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir nicht erkennen, wie die Natur die Kontrolle hat, dass die Natur ein festgelegter Gedanke und Plan ist, und dass wir Teile sind, die sich gemäß dem Prozess entwickeln, der für uns festgelegt wurde. Im Gegenteil, wir glauben, dass wir diejenigen mit außergewöhnlichem Wissen und Intellekt sind.

Wenn wir im Gegensatz dazu denken würden, dass unsere Wahrnehmung unvollständig, und die Natur vollständig ist – dass die Natur uns geschaffen, entwickelt und erzogen hat – dann hätten wir keine andere Wahl, als die Überlegenheit der Natur anzuerkennen. Wir würden dann bereitwillig das ultimative integrale Gesetz der Natur einhalten – gegenseitige Verbindung, Rücksichtnahme und Verantwortung zwischen all ihren Teilen, ähnlich wie Zellen und Organe in einem Organismus funktionieren.

Wenn wir dieses Gesetz befolgen, dann werden wir eine positive Reaktion der Natur erleben: Gleichgewicht, Harmonie, Frieden, Liebe, Einheit und Glück.

Wenn wir der Integrität der Natur nicht gerecht werden, dann werden wir zunehmend negative Reaktionen im persönlichen, sozialen und ökologischen Bereichen spüren. Angefangen von Viren, Klimawandel und Naturkatastrophen bis hin zu Kriegen, Fremdenfeindlichkeit und Bürgerunruhen, sowie zunehmenden Fällen von Angst, Depressionen, Stress, Drogenmissbrauch, Selbstmorden und vielen anderen negativen Phänomenen.

Ich hoffe daher, dass wir diese Zeit des Coronavirus, in die wir eingetreten sind, weise nutzen und erkennen, dass unsere Weisheit begrenzt ist, dass die Weisheit der Natur unermesslich groß ist, und dass wir vernünftigerweise damit beginnen sollten, unsere Einstellung zu ändern und sie der Natur näher zu bringen.

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Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

„Was wir aus der Coronavirus-Pandemie lernen können“

Wenn wir uns weiterhin negativ zueinander verhalten, werden wir die Voraussetzungen für weitere Viren und Probleme schaffen.

Im Gegensatz zu früheren Pandemien, die Orte und Regionen betrafen, ist die Coronavirus-Pandemie global. Sie betrifft alle Menschen auf der Welt.

Die Menschheit teilt gegenwärtig eine gemeinsame Sorge, da sich das Virus auf der ganzen Welt verbreitet hat, ohne Rücksicht auf von Menschen gemachte nationale Grenzen oder soziale Rangordnungen zu machen. Darüber hinaus sagen Experten voraus, dass die Pandemie mindestens ein Jahr dauern wird, bis wir Mittel zu ihrer Bekämpfung entwickeln.

Die Pandemie hat uns ermahnt, uns mit einigen ernsthaften Fragen zu befassen:

  • Was muss geschehen, damit wir aus der Pandemie herauskommen und zu unserem normalen Leben zurückkehren können?
  • Was wird von uns während dieser Pandemie verlangt, außer dass wir die Richtlinien der Regierung befolgen?
  • Warum tauchen solche übermächtigen und unüberwindbaren Probleme in erster Linie auf?
  • Wie können wir dieses und die vielen anderen Probleme, denen wir in unserem Leben begegnen, lösen?

Einerseits verdeutlicht die Pandemie die Tragweite unserer globalen Verflechtung und gegenseitigen Abhängigkeit. Andererseits sind unsere Verbindungen, wo jeder seinen Eigennutzen mit Nachdruck über den Nutzen von anderen stellt, egoistisch. 

Während wir in gegenseitiger Abhängigkeit leben und jeder an einem einzigen Seil, das uns alle miteinander verbindet, zu sich selbst zieht, geraten wir in solche Situationen, in denen die Verbindungen zwischen uns auseinanderbrechen und wir alle abstürzen. Das ist es, was wir jetzt mit der massenhaften sozialen Distanzierung erleben, die als Teil der Ereigniskette der Pandemie entstanden ist.

Die gegenwärtige Pandemie hat gerade erst begonnen, die Grimmigkeit des wettbewerbsorientierten egoistischen Paradigmas, nach dem wir gelebt haben, zu entlarven. Jetzt, da wir physisch voneinander getrennt sind, wäre es das Sinnvollste, unsere Zeit zu nutzen, um herauszufinden, wie eine optimale Form der menschlichen Verbindung aussehen könnte. 

„Wir werden harmonische und ausgeglichene Verbindungen miteinander erreichen müssen, da dies der einzige Weg ist, Harmonie und Gleichgewicht mit der Natur zu erfahren.“

Wir sollten auch, während wir die perfekten Verbindungen zwischen den Menschen zu uns selbst beschreiben, darüber nachdenken, wie wir positive und ganzheitliche Verbindungen schaffen können, so dass kein Virus mehr den Durchbruch schaffen kann.

Der Coronavirus ist mit anderen Worten die Art und Weise, wie die Natur uns sagt, dass unsere Verbindung zueinander fehlerhaft ist: dass jeder von uns den eigenen Nutzen über den Nutzen für andere stellt.

Wie können wir dann mit der Behebung dieses Fehlers beginnen?

Indem wir anfangen, die Gesetze der Natur zu lernen, darüber, wie die Natur die Eigenschaft der Liebe und des Gebens darstellt, was jeden zur immer mehr einheitlichen Zuständen führt. Darüber, dass all unsere Probleme aus unserem Ungleichgewicht mit der Natur resultieren, wie das Gleichgewicht mit der Natur all unsere Probleme lösen wird, und auch, dass das Gleichgewicht mit der Natur bedeutet, dass wir uns um andere nicht weniger, als um uns selbst kümmern.

Das Coronavirus ist das gemeinsame Problem der Menschheit. Es zeigt uns, dass wir alle Teile eines einzigen, global voneinander abhängigen Systems sind und uns daher der Notwendigkeit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verantwortung bewusst werden müssen.

Um mehr Nähe und Gleichgewicht mit der Natur zu erreichen, täte die Menschheit daher gut daran, im Verlauf dieser Pandemie zumindest die beiden folgenden Dinge zu verstehen:

  1. Die Coronavirus-Pandemie ist kein Zufall. Sie ist Teil eines Prozesses, durch den die Natur die Menschheit lenkt, und daher danach strebt, uns alle positiv in einem einzigen System zu verbinden. 
  2. In diesem System gibt es Gesetze, zu deren Annahme die Natur uns zwingen wird, entweder freiwillig – durch unsere eigene Initiative, um uns über unsere egoistischen Triebe hinaus positiv zu verbinden – oder unfreiwillig – durch Probleme und Krisen. Wie das Coronavirus, das an die Oberfläche kommt, um an unseren auf dem Ego basierenden Infrastrukturen zu rütteln, damit wir anfangen, unsere Lebensweise zu überdenken und zu revidieren. So lange, bis wir eine andere Richtung suchen, den Schwerpunkt darauflegen, anderen mehr zu nützen als uns selbst.

Die Natur führt uns zu einer positiven und vollständigen Form der Verbindung. Auf die eine oder andere Weise. Entweder mit unserem Einverständnis, uns positiv zu verbinden wodurch wir diesen Prozess als angenehm empfinden, oder mit unserem Missfallen zur positiven Verbindung, wodurch wir ihre Schläge ertragen müssen. Aus diesem Zustand gibt es kein Entkommen.

Deshalb hoffe ich, dass wir diese Phase der sozialen Distanzierung, in die wir versetzt wurden, zur Selbstbeobachtung nutzen und lernen, wie wir letztendlich mehr verbunden und der perfekt verbundenen Form der Natur ähnlich werden können.

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Bild von zhugher auf Pixabay

Die Geburt einer neuen Welt

Die Geburt einer neuen Welt

Die neue positive Realität, die wir nach der Coronavirus-Krise erwarten können

Unsicherheit, Angst und Schrecken sind die Verursacher für eine massive Ansteckung, wenn die Menschen mit einer plötzlichen und drastischen Veränderung, wie wir sie jetzt bei der Coronavirus-Pandemie erleben, konfrontiert werden, aber der Ausbruch ist eigentlich der Auftakt zu einer tiefgreifenden positiven Veränderung. Das Wort „mashber“ (Krise) bedeutet im Hebräischen „der Geburtsort“. Dieser aktuelle Zusammenbruch signalisiert tatsächlich den Beginn von etwas Neuem.

In ähnlicher Weise war in den Werken von Hippokrates der Begriff „Krise“ auf das Ende einer Krankheit bezogen. Um einen Neuanfang erreichen zu können, müssen wir allerdings eine Zeit des Umbruchs überwinden, die schmerzhaft und dramatisch sein kann, wie bei den Wehen. Die Welt ist mit der Bewältigung starker Kontraktionen konfrontiert, die durch COVID-19 in allen möglichen Bereichen der menschlichen Gesellschaft ausgelöst werden, weil der Planet die Einstellung des Menschen zur Natur nicht mehr ertragen kann.

„Die Krise hilft uns, jene Stufe des Bewusstseins zu erreichen, in der wir damit beginnen, uns als Teile eines einzigen Systems, eines Mechanismus zu fühlen. Nur gemeinsam können wir in der kreisförmigen Struktur, in der wir existieren, eine neue Realität, einen höheren, positiven Grad an Menschlichkeit hervorbringen.“

Der Zweck der Schöpfung

Der Schöpfungsplan liegt in der Erhebung der Menschheit auf eine neue Stufe der Existenz. Deshalb sind die Schläge, welche die Menschheit zurzeit treffen, in der Tat gewaltige Kräfte der Natur, die sich selbst schützen und heilen und uns zeigen will, was wir falsch machen: Wir kümmern uns auf Kosten anderer nur um uns selbst – ein fehlgeleitetes menschliches Ego. Diese Botschaft werden wir aber erst dann verstehen, wenn wir versuchen, ein integraler Teil des Natur Systems – zu dem wir alle gehören –  zu sein, anstatt es zu missbrauchen und zu sabotieren.

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Wie antwortet man in der Coronavirus Ära auf Fragen zum Tod

Während das Coronavirus seine Weltreise fortsetzt und sich Panik in der Bevölkerung breit macht, stellen sich manche die ultimative Frage nach dem Tod.

Wie sollten wir uns zum Thema Tod beziehen? Was bedeutet Tod? Was passiert, nachdem wir gestorben sind?

Die Natur, die uns umgibt, ist weise und großartig. Wir werden in ihr geboren und entwickeln uns in ihr. Unzählige Mechanismen funktionieren auf einer Moment-für-Moment Basis, um unsere Körper für 70, 80 und sogar 100 Jahre und mehr zu erhalten.

“Und Hand in Hand mit unseren Problemen von globaler Tragweite geht auch ein umfassendes Bewusstwerden der tiefgründigen Fragen des Lebens.”

Aber warum? Sind wir nur dazu bestimmt, geboren zu werden, zu leben und dann zu sterben?

Zwischen unserer Geburt und unserem Tod ertragen wir schwierige und schmerzhafte Jahre. Wie viel Genuss quetschen wir dabei eigentlich aus ihnen heraus? Wir hegen und pflegen unsere Körper mit viel Sisyphusarbeit und spüren doch immer weniger Energie, um weiterzumachen.

Es ist, als ob wir uns von lebenden und atmenden Organismen zu einem biologisch abbaubaren Zustand hin bewegen, nach welchem wir uns vollständig auflösen.

Gibt es irgendeinen Nutzen aus einer solchen Existenz? Oder sollen wir uns nur jahrelang abmühen um unseren Weg im Leben so gut wie möglich zu bestreiten, bis wir irgendwann umkommen?

Den Zweck des Lebens durch vier Stufen der Natur bewerten

Jedes noch so feine Detail der Natur birgt Nutzen und Kontinuität.

In der Natur gibt es drei unterschiedliche Stufen: unbelebt, pflanzlich und belebt. Der Mensch, in seiner gegenwärtigen Entwicklungsphase, gehört zur belebten Natur. Die Menschheit hingegen definiert sich selbst als die „sprechende“ Stufe, die höher als die belebte ist.

Was unterscheidet dann also den Menschen vom Tier?

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