Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freier Wille & Freiheit'

Konzentrieren Sie sich auf Absichten anstatt auf Verlangen


Frage: Der Egoismus muss alle Entwicklungsstadien durchlaufen. Können wir somit anhand der Bestrebungen eines Menschen in diesem Leben genau sagen, in welchem Entwicklungsstadium er sich gerade befindet? Wenn sich ein Mensch zum Beispiel von Wissen angezogen fühlt, heißt das, er hat schon alle anderen Stadien durchlaufen? Und sollten wir uns selbst zur Entwicklung zwingen und Wege finden, unsere Verlangen zu stimulieren?

Antwort: Wir sollten unseren Verlangen keine Aufmerksamkeit widmen. Sie entstehen in uns gemäß der Entwicklung der Seele und somit ohne unserer Kontrolle. Stattdessen sollten wir unser Augenmerk auf die Korrektur unserer Absicht richten: wie wir uns auf die in uns aufkommenden Verlangen beziehen, ob wir wünschen, sie „für uns selbst“ zu realisieren oder „für andere“ (indem wir uns mit der Gruppe verbinden und die authentischen Quellen studieren).

Welche Verlangen in Ihnen aufkommen und sich verändern, hängt nicht von Ihnen ab. Es beruht auf vielerlei Ursachen – Ihren inneren und den äußeren, die vom allgemeinen Zustand aller Seelen – dem System, in dem Sie sich befinden – bestimmt werden.

 
Kabbala Akademie

 

So bereitet man sich auf den Februar-Kongress in Israel vor


Kongress vom 19. bis 21. Februar 2019 in Israel

Weitere Informationen…

Fragen, die ich über den kommenden Kongress  erhalten habe        

Frage: Wie bereitet man sich am besten auf den Kongress vor?

Antwort: Sie sollten das Material des letzten Kongresses studieren und an den Vorbereitungen für den kommenden Kongress teilnehmen. Arbeiten Sie das Kongress-Material durch und seien Sie gezielt bei unserem täglichen Unterricht (der zwischen 3 Uhr und 6 Uhr israelischer Zeit stattfindet) oder zumindest beim dritten Teil (von 5 Uhr bis 6 Uhr israelischer Zeit) dabei.

Frage: Ich versuche herauszufinden, wie ich am besten studiere. Kann ein Student, der sich von seinem eigenen Geschlecht angezogen fühlt und regelmäßig via Internet die Kabbala studiert, am Kongress in Israel teilnehmen (tatsächlich kommen und dort mit allen zusammen sein)? Kann er an den Kongressvorbereitungen teilnehmen? Kann er manchmal einen Kongress in an anderen Ländern besuchen?

 Antwort: Ja.

Frage: Auf welche Weise vereinigt man sich korrekt mit dem allgemeinen System?

Antwort: Durch die Qualität des Schenken.

Frage (fortgesetzt): Ist ein Mensch dazu fähig?

Antwort: Ja, wenn er dies durch eine Gruppe tut, indem er Or Makif von Oben empfängt.

Frage (fortgesetzt): Was für eine Art Kraft ist das und wo kann man sie finden?

Antwort: Nur im Studium der Kabbala.

Frage: Wenn ich verstehe, dass alles was ich tue für den Schöpfer ist, und meine Absicht „um des Schöpfers willen“ ist, wie kann ich die Kabbala anwenden, um meinen Lebensinhalt zu erreichen?

Antwort: Wenn Sie schon an dem Punkt angekommen sind, an dem alles um des Schöpfers willen ist, dann gibt es für Sie nichts mehr zu tun …

Frage: Wie ist es möglich, von äußerer Liebe zu innerer Liebe zu gelangen?

Antwort: Auf die gleiche Weise, wie man vom Egoismus zum Altruismus gehen kann.

 
Kabbala Akademie 

Ein Wunsch – zwei Absichten

„Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leibe“ (Tora, Bereschit, 25:22).

Man spricht hier über die Absichten. Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen geschaffen, wobei in diesem Wunsch in Wirklichkeit keinerlei Veränderungen geschehen.

Um uns zu helfen, sich selbständig zu behaupten, bleibt der Wunsch der Genüsse von uns verborgen. Er wird „in uns“ nur in jenem Maß gezeigt (obwohl wir ihn „vor uns“ empfinden), in welchem wir ihn beherrschen können.

Mit dem Wunsch zurechtzukommen – bedeutet, den „Esau“, d.h. die egoistische Absicht, die von der schlechten Umgebung herbeigerufen wird, durch den „Jakob“, durch die altruistische Absicht, die von der guten Umgebung herbeigerufen wird, zu ersetzen. Unsere Wahl ist die Wahl der Umgebung. Und der Wunsch bleibt derselbe.

Um, sagen wir, 10 Gramm des egoistischen, in mir aufwachenden Wunsches zu korrigieren, benutze ich alle Mitteln, die mir von oben geschickt werden: ich komme aus der schlechten Umgebung heraus in die gute, und stelle mich unter die Einwirkung der Gruppe, der Bücher und des Lehrers, bis sie für mich zum Schöpfer werden.
Mit anderen Worten, ich sehe dahinter die Höhere Kraft und beginne zu verstehen, dass es niemanden, außer dem Schöpfer gibt.

Und dank dieser Umgebung, wenn ich darin den Schöpfer enthülle, korrigiere ich die Absicht. Früher bekam ich etwas, oder gab etwas für das Erhalten zurück.

Jetzt mache ich die Beschränkung (Zimzum) auf die Absicht, und auf den Wunsch, der unter dieser Absicht gilt. Mit Hilfe des Lichtes beginne ich, für das Geben zu geben, und dann für das Geben zu erhalten.

Somit fallen auf einen Wunsch zwei Absichten an: entweder für sich zu bekommen, oder dem Nächsten zu geben. Gerade deshalb wird der Kampf geführt, worin die Umgebung alles entscheidet.

Wer wird in mir aufwachen: Esau oder Jakob? Die Absicht des Erhaltens oder die Absicht des Gebens? Sie kämpfen für einen Wunsch, für einen Menschen, „stoßen sich miteinander“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 01.11.2010

 

Kabbala Akademie

 

Ein Filter zum Reinigen von Absichten

Jeder Schritt in unserer Arbeit wird an der Absicht gemessen. Jede neue Handlung verlangt von uns eine neue, schärfere Absicht.

Die Handlungen selbst können unterschiedliche Formen annehmen, das Wichtigste ist, was ich „am Ausgang“, am Ende meiner Anstrengungen bekommen will.

Hier ist es notwendig, sich selbst einzuschätzen: wie sehr kümmert mich die Belohnung und um welche Art der Belohnung handelt es sich? Die Rede ist nicht von materiellen Belohnungen, sondern von höheren Werten spiritueller Natur, obwohl sie unterschiedliche Richtung haben können: um des Empfangens willen und um des Gebens willen.

Wenn der Mensch eine Belohnung in seinem Kli verlangt, dann ist seine Absicht um des Empfangens willen. Er will spüren, verstehen, erlangen, sich erheben usw.

Mit anderen Worten, es ist unwichtig, was genau ich will – wenn das Ziel in mir ist, wenn die Überprüfung in meinen Verlangen stattfindet, dann ist meine Berechnung zwar spirituell, aber egoistisch.

Selbst wenn ich die Bruderliebe, die Nächstenliebe, die Liebe zum Schöpfer erreichen will, muss ich tiefer graben und meine Deutung dieser Phrasen überprüfen – was ist dort: Unreinheit oder Heiligkeit?

Also hängt alles davon ab, wo der Mensch die Resultate seiner Arbeit prüft: im eigenen Kli oder im Schöpfer.

Kann ich etwa einen Sensor im Schöpfer installieren und tatsächlich überprüfen, ob ich Ihm Genuss bereitet habe?

Und weiter? Wenn das Resultat positiv ist, wird es für mich selbst angenehm und warm ums Herz sein? Oder ist meine Absicht wirklich allein auf Ihn gerichtet, ohne jeglichen Bezug zu mir selbst?

Diese ganzen Überprüfungen können nur erfolgen, wenn wir eine wirkliche Arbeit leisten, sprich den Schöpfer in der Gruppe enthüllen.

Die Liebe zwischen den Freunden dient als eine Art Filter zum Reinigen von Absichten und Verlangen, mit dessen Hilfe ich mich von der egoistischen Berechnung befreie und fehlerfrei überprüfe, wer ich bin, was die Gruppe ist und wie sehr ich ihr und nicht mir selbst ergeben bin.

Dann sehe ich, dass ich selbst zur kleinsten Handlung des Gebens nicht in der Lage bin. Das liegt nicht in meiner Kraft. Und ich wende mich an die Gruppe, weil die Freunde mir das Gefühl der Bürgschaft gegeben haben und mir auch die Kraft zum Geben verleihen können.

Die Größe der Freunde, die Größe der Gruppe liefert mir den Kraftstoff – bis zu einem bestimmten Level, bis ich mein Kli aufgebaut habe.

Wenn ich seine Korrektur abgeschlossen habe, will ich es anwenden – und dann entdecke ich den Schöpfer, den ich von Anfang an angestrebt habe, in der Gruppe.

Doch jetzt wende ich mich an Ihn zusammen mit den Freunden, aus dem gemeinsamen Verlangen heraus – mit der Bitte um die Kraft des Glaubens. Auf diese Weise kommen wir zu der Verschmelzung mit Ihm.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash vom 11.10.2010

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Wie man seinen Punkt im Herzen entwickelt

Frage: Was bedeutet die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen?

Antwort: Wenn ein Verlangen nach Geben, genannt der Punkt im Herzen, in einer Person erscheint, wird er zu Beginn vom Verlangen, Genuss zu erhalten, gelenkt. Vorerst befindet sich das Verlangen zu geben innerhalb unseres egoistischen Verlangens zu empfangen, und deshalb wird es als „Punkt im Herzen“ bezeichnet

Die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen, ist die Vereinigung unserer Verlangen zu geben. Sie müssen Ihren Punkt mit anderen Punkten vereinen, um einander zu beeinflussen. So wird sich Ihr Verlangen zu geben über das Verlangen zu empfangen erheben.

Wenn wir aus unserem Verlangen zu empfangen herauskommen und ein Netz zwischen uns darüber erschaffen, dann wird genau dieses Netz die Seele genannt. Alle Punkte, mit denen ich mich verbunden habe, werden sich in meine Seele verwandeln. Außerdem wird die Kraft der Seele dadurch bestimmt, wie verbunden ich mit anderen bin und wie groß mein Verlangen ist, ihnen zu geben.

Wenn wir das Verlangen nach Genuss mit der Kraft des Lichtes beeinflussen, dann wird dieses Verlangen nicht im Stande sein, unseren Fortschritt zu stören, da es keinen Kontakt mit dem Licht hat. Und dann können wir unseren Punkt im Herzen höher erheben. Das wird „der Exodus aus dem Exil“ genannt.

Kabbala Akademie

Die Ursache aller Probleme dieser Welt


Fragen, die ich über die Ursache unserer Probleme und die Art sie zu lösen erhielt.

Frage: Ist die Ursache aller Probleme, die es auf der Welt gibt, mein Verlangen „für mich selbst zu empfangen“?

Antwort: Ja. Und das trifft auf jeden Einzelnen von uns zu.

Frage: Liegt die Lösung darin, dieses Verlangen umzuleiten, sodass es zum Wohle der Gesellschaft gebraucht wird?

Antwort: Ja. Dann wird es sich positiv auf Sie auswirken.

Frage: Muss ich das Verlangen zu Schenken entwickeln?

Antwort: Ja. Es ist tatsächlich das einzige Gebot (vom Schöpfer gegebene Anweisung).

Frage: Doch wenn ich dieses Verlangen nicht habe, wie kann ich wissen, was ich entwickeln muss?

Antwort: Vom Punkt im Herzen aus, mit der Hilfe der richtigen Umgebung.

Frage: Ich verstehe nicht: Welche Art von Verbindung habe ich mit dem Schöpfer?

Antwort: Sie sind mit Ihm durch die spirituelle „Nabelschnur“ verbunden und Sie werden das entdecken, indem Sie sich mit Freunden verbinden.

Frage: Wie können wir denen, die nicht zur Spiritualität streben, etwas Gutes tun?

Antwort: Erzählen Sie ihnen von der Ursache des Leidens in der Welt und wie man es in Freude umwandelt.

Kabbala Akademie
 

Jenseits aller Religionen dieser Welt

Frage: Warum greifen die religiösen Gelehrten diejenigen an, die Kabbala studieren?

Antwort: Es ist klar, dass diese Menschen nicht wollen, dass wir die Weisheit der Kabbala enthüllen, weil sie alles andere überflüssig macht. Die Welt wird weder andere Wissenschaften, Kultur, noch Poesie oder Literatur, weder Ballett noch Musik brauchen, nichts.

Die Verschmelzung mit dem Schöpfer gibt einem Menschen das Gefühl der höheren Harmonie, die ihn vollständig erfüllt. Alle versteckten Nischen der Seele werden mit dem Höheren Licht erfüllt, mit der natürlichsten und vollkommensten Freude. Insbesondere aus diesem Grund verneinen diejenigen, die sich mit den verschiedensten Bereichen aus Wissenschaft und Kunst beschäftigen, sofort die Weisheit der Kabbala. Daraus folgt, dass wir ihnen ihren Lebensunterhalt wegnehmen. Was bleibt für sie dann noch übrig?

In ähnlicher Weise wird auch nichts für die Religiösen bleiben, denn die Weisheit der Kabbala ist eine Methode, die sehr direkt mit dem größten allgemeinen Gesetz verbunden ist, wie in unseren Quellen und in der Tora angegeben wird, „Und du sollst deine Freunde lieben wie dich selbst “ (Leviticus 19,18).

Die Frage ist, ob religiöse Menschen diese allgemeine Regel korrekt durchführen und ihre Liebe für andere tatsächlich ausüben.

Aufgrund der Religionen gibt und gab es immer wieder Hass und Gewalt. Seit Tausenden von Jahren töten die Menschen im Namen Gottes. Offensichtlich ist dies nicht das Richtige für den Menschen, denn es gibt nur eine göttliche Mizwa (Gebot): „Und du sollst deinen Freund lieben“. Das fordert die Höhere Kraft (die Natur) – der Schöpfer – von uns allen und wir müssen ihm folgen.

Aber weil fundamental ausgelegte Religion ein Abkömmling des Ego`s ist, ist sie mit allen nur erdenklichen Dingen beschäftigt. Gute Beziehungen unter den Menschen jedoch sind ihr egal. Im Gegenteil, sie hetzt die Menschen gegeneinander auf. Heute ist es für den gewöhnlichen Menschen schwierig, dies zu verstehen, aber wenn er beginnt, die höhere Wirklichkeit zu erkennen, weiß er, wie tief er selbst in Hass versunken ist und wie sehr er sich ganz selbstverständlich daran gewöhnt hat.

Alle Religionen entstanden als Folge des Sturzes der Juden von dem Niveau „und du sollt deinen Nächsten lieben wie dich selbst“  auf das Niveau des gegenseitigen Hasses. Daraus entstand vor 2000 Jahren, nach der Zerstörung des Beit HaMikdash (Tempel) das moderne Judentum, dann das Christentum und zu einem späteren Zeitpunkt, im 6. bis 7. Jahrhundert, ging der Islam daraus hervor. Seit damals existieren die Religionen bis heute: Jede in ihrem eigenen Kreis und alle einander widersprechend und sich gegenseitig bekämpfend.

Jetzt ist die Zeit für Juden, Christen und Muslime gekommen, sich über alle Religionen hinweg zu erheben und sich zu einer einzigen Religion in dieser Welt zu vereinen, die unter der einen Mizwa, dem einen Gebot steht, wie Baal HaSulam schrieb: „Und du  sollt deinen Freund lieben wie dich selbst“.

Frage: Haben die Vertreter der Religionen darin die Freiheit der Wahl?

Antwort: Nein, dies wird durch das Programm der Entwicklung bestimmt. Solange die Weisheit der Kabbala noch nicht vollständig enthüllt ist, werden alle Religionen dagegen sein. Erst nach der vollständigen Enthüllung werden sie keine Wahl mehr haben und mit der Weisheit der Kabbala übereinstimmen, um sich in sie einzuschließen.

Frage: Was berichten die Religionen in Bezug auf das Ziel der Schöpfung?

Antwort: Die Religionen sind zur Erkenntnis des Schöpfung Zieles erforderlich, damit ein Mensch die Weisheit der Kabbala von ihrer gegensätzlichen Form her verstehen kann. Die Religionen öffnen den Menschen und bringen ihn zu einem Zustand, in dem er zu fühlen, zu sehen und zu verstehen beginnt, dass es kein Zufall ist, dass er auf der Ebene dieser Welt ist. Es ist nur schwer vorstellbar, von welch tiefem Punkt aus die Menschen sich entwickeln.

Um die Entwicklung der Menschheit auf das Niveau zu bringen, auf dem sie die höhere Natur erlangt, sind viele Werkzeuge wie Religionen, Glaubensrichtungen, Philosophie, Musik, Kultur und Wissenschaft erforderlich. Die Hauptsache ist, dass die Menschheit in einen Zustand kommt, in dem sie fühlen kann, was die Weisheit der Kabbala ihr gibt.

Frage: Heißt das, dass Sie nicht gegen Kunst, Literatur und dergleichen sind?

Antwort: In keiner Weise; all dies öffnet die Menschen, einschließlich der Religionen. Sie wurden uns absichtlich gegeben, um die Menschheit zu entwickeln und sie bereiten uns auf das Bewusstsein des spirituellen Systems vor.

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Kabbala Akademie

 

Mit dem Schöpfer Verstecken spielen


Frage: Warum ist Er verborgen? Manchmal bringt mich dieses Versteckspiel zur Verzweiflung… Ich versuche mit all meiner Stärke in Richtung der Eigenschaft des Gebens und der Enthüllung des Schöpfers voranzukommen, doch mein irdisches Leben behindert mich wirklich und bringt mich oft zum Fluchen. Wie kann ich die Tatsache akzeptieren, das alles was von oben kommt mir dabei hilft, dem Schöpfer näher zu kommen, wenn Er mir weiterhin Schläge schickt? Ich weiß, dass Er das aus Liebe tut, doch dies drängt mich weg, anstatt mit anzuziehen. Ich habe all diese Spiele und Lügen bereits satt! An wen kann ich mich wenden, wenn Er der einzige ist, der dies alles für mich arrangiert?

Antwort: Es gibt niemanden an den man sich wenden kann, außer an die Kraft (Licht), welche Sie korrigieren kann, wenn Sie dies wollen. Diese Kraft existiert in der Natur und sie wird Sie in dem Maße beeinflussen, wie Sie danach streben sich von einem „Empfänger“ zu einem „Geber“ zu verändern. Außerdem gibt es niemanden auf den man fluchen müsste. Das ist alles die Natur! Die Kraft, die Sie verändern kann, ist nur in einem Studium der Kabbala (Studium in einer Gruppe und Verbreitung) zu finden, in dem die Bücher von Baal HaSulam verwendet werden. Diese Kraft wird Or Makif (Umgebendes Licht) genannt. Streben Sie also danach!

Kabbala Akademie
 

Blitz Antworten eines Kabbalisten

Frage: Wie betrachtet ein Kabbalist die Schrecken, die in der Welt geschehen?

Wie nimmt er persönliches Unglück, z.B. den Tod eines Angehörigen wahr?

Antwort: Ein Kabbalist ist selbst ein Mensch, der alle möglichen Empfindungen erlebt. Tatsache ist, dass er alles etwas anders wahrnimmt – etwa den Tod anderer und seinen eigenen. Er hat, wie ein spirituell entwickelter Mensch, eine erweiterte Wahrnehmung.

Frage: Kann man, wenn man Kabbala studiert, die Stufe von Baal HaSulam und eine noch höhere Stufe erreichen?

Antwort: Eigentlich gibt es bei Niemandem Einschränkungen. Möchtest du die Stufe des Schöpfers erreichen? Bitte. Jedem ist alles zugänglich. Schließlich muss jeder diese Stufe erreichen. Erst dann kann man sich richtig und vollkommen erkennen.

Frage: Wie kann unser Egoismus für den spirituellen Fortschritt genutzt werden?

Antwort: Wir brauchen unseren Egoismus, um in die Gruppe zu kommen und dort richtig zu handeln. Heute realisieren wir alle Wünsche von Baal HaSulam und Rabash. Heute setzen wir all das in unserer Welt um. Wir vereinigen uns mit unseren Freunden um herauszufinden wie Verbindung zwischen uns funktioniert, was unser Egoismus ist usw. Das ist die Umsetzung der Kabbala.

Frage: Wie schaffen wir es, nicht nur zu sitzen und ihnen zuhören, sondern aktive Schritte zu unternehmen, um in die spirituelle Welt vorzudringen?

Antwort: Wir müssen für eine innere Verbindung, für Verständnis und Unterstützung, ständig maximale Bedingungen an uns stellen. Das ist die spirituelle Handlung, die wir ausführen, um das Kli (Gefäß) für die Offenbarung des Schöpfers vorzubereiten.

Frage: Warum will der Schöpfer, wie zur Zeit von Moses, kein Wunder vollbringen, um mehr Menschen für die Offenbarung des Schöpfers zu gewinnen?

Antwort: Das wäre ein erzwungenes Verlangen. Es wäre nicht im Menschen angelegt und entwickelt.

Frage: Wenn alles um mich herum der Schöpfer ist, wo ist dann der böse Trieb, der Egoismus?

Antwort: Verwirren sie sich nicht. Es ist alles sehr einfach. Wenn wir unseren Egoismus, unterschiedliche Widerstände und unfreundliche Gedanken die wir von anderen Menschen haben entfernen, werden wir anstelle dieser Hindernisse den Schöpfer offenbaren. Versucht diese Übung zwischen euch auszuführen.

Aus dem russischen Unterricht

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Spielen bedeutet, einen Schritt ins Unbekannte zu tun

Die Bewegung einem neuen unbekannten Zustand entgegen, den wir erkennen bzw. aufbauen und uns für den notwendigen, richtigen entscheiden müssen, nennt sich „Spiel“. Ein Spiel ist eine ernsthafte Beschäftigung, die sich durch einen unbekannten Bestandteil auszeichnet. Dabei erforschen wir unsere Möglichkeiten, Neigungen, Bestrebungen und ihre Ergebnisse. Jedes Mal bewege ich mich einem unbekannten Zustand entgegen.

Wie kann ich mich auf etwas Unbekanntes zubewegen? Wenn der Ausgangs- und der Endzustand bekannt sind, dann existieren sie bereits in mir, und ich setze sie lediglich um, gehe vom ersten Zustand zum zweiten über.

Das bedeutet aber nicht, dass ich wachse. Die Bewegung einem bekannten Zustand entgegen ist keine Erlangung von etwas Neuem, sondern lediglich Akkumulierung. Denn wenn mir der zweite Zustand bekannt ist, dann ist er bereits in mir drin, ich befinde mich bereits in ihm.

„Wachstum“ bedeutet, dass ich beabsichtige, einen vollkommen neuen Zustand zu erlangen, das zu werden, was ich noch nicht bin.

Wie kann man das auf eine vernünftige, reife, richtige Art und Weise umsetzen, wenn nicht durch ein Spiel, durch eine Simulation? Die Natur selbst spornt uns ständig an, spielerisch zu lernen.

Das gleiche geschieht auch auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe. Um Schritt für Schritt zu wachsen, vollzieht eine Pflanze in ihrem Inneren die gleichen Handlungen wie in einem Spiel.

Wenn man ihr Verhalten während des Wachstumsprozesses erforscht, stellt sich heraus, dass es unserem Verhalten auf der tierischen oder menschlichen Stufe gleicht.

Ich muss mir meinen nächsten Zustand in meinem Inneren vorstellen, und zwar dermaßen richtig, dass ich daraus die Wachstumskraft schöpfe. Deshalb ist die Anwesenheit des Schöpfers in jeder Schöpfung unerlässlich!

Denn ich kann nur dann einen Schritt nach vorne tun, wenn er sich bereits in mir drin befindet. Ich muss bewusst und zielgerichtet die Kraft des Schöpfers, meiner verhüllten höheren Hälfte, auf mich herbeirufen.

Darum erschaffe ich ein Modell meines nächsten Zustandes – die Gruppe, einen Simulator der Welt der Unendlichkeit, der spirituellen Zustände, des gegenseitigen Gebens.

Und nun, während ich alle möglichen Handlungen vollziehe, erwarte ich, dass das Licht an mir arbeitet. Das würde bedeuten, dass ich aus allen möglichen Zuständen meinen richtigen nächsten Zustand gefunden, eingefangen habe. Wann wird das geschehen? Wenn das Licht sich in ihn eingehüllt hat.

Das Licht befindet sich in einem vollkommenen Ruhezustand. Ich muss nur meine Ähnlichkeit mit ihm finden.
Sobald ich aus allen möglichen Formen die Ähnlichkeit mit ihm gefunden habe, erfüllt es mich sofort, und wir sind miteinander verbunden. Das nennt sich der nächste Zustand. So schreiten wir voran.

Kabbala Akademie