Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Leben und Genuss, Teil 1

Maximaler Genuss bei minimalem Aufwand

Frage: Welche Kräfte treiben nach Meinung der Kabbala die Schöpfung an? Was hält die Welt in Bewegung?

Antwort: Es gibt nur zwei Kräfte in der Welt. Die eine entspricht dem Wunsch oder dem Verlangen nach Genuss bzw. nach Selbsterfüllung. Die zweite Kraft ist der Wunsch zu geben. Dieser Wunsch gehört zum Schöpfer.

Das Verlangen zu empfangen ist in jedem Geschöpf verankert. Angefangen beim kleinsten atomaren Teil, über die Moleküle bis zu allem, was in dieser Welt erscheint: Unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich. Das Verlangen zu empfangen ist die Substanz der Schöpfung – sowohl in Gedanken wie auch körperlich. Das Ziel liegt in der Aufrechterhaltung des Lebens und alles Erscheinende so angenehm und genussvoll wie möglich zu gestalten. Ob bewusst oder unbewusst streben wir alle in jedem Moment nach diesem Ziel. Die Energie des Genusses treibt die Materie an. Sobald Materie mit der Macht des Lichts bzw. mit der Lebensenergie in Berührung kommt, folgt ein ausgeglichener, vollkommener und genussvoller Zustand. Unser Verlangen arbeitet mit einer einzigen, ewigen Formel: Maximaler Gewinn bei minimalem Aufwand. Der eine will seinen Hunger befriedigen, der nächste seinen Verstand und der dritte seine Gefühle.

Es gibt drei Arten der materiellen Erfüllung: Nahrung, Sex und Familie. Weiter gibt es drei Arten der menschlichen Erfüllung: Reichtum, Macht und Wissen. Es ist egal, womit sich ein Mensch beschäftigt – er wird allein durch Genuss angetrieben. Es gibt keine andere Art des Handelns.

Jeder strebt entweder nach mehr Genuss oder danach, dem Leid und Mangel zu entfliehen. Dies ist das Gesetz unserer Natur. So sind wir geboren und so leben wir. Wir alle sind daher auf gewisse Weise Egoisten, die jeden Moment ihres Lebens genießen wollen, ob vergangen, momentan oder in der Zukunft.

Wie sehr kann ein Mensch auf Kosten der anderen seinem eigenen Vergnügen nachjagen? Es hängt von seiner Erziehung, Angst vor Bestrafung und dem Einfluss seiner Umgebung ab. Dementsprechend berechnet der Mensch all seine Handlungen. Zahlt es sich aus, zu stehlen, um reich zu sein? Sogar zu morden, um ins Paradies zu kommen, fällt in diese Berechnung.

Egal wie, das Verlangen nach Genuss ist für alle Handlungen des Menschen ausschlaggebend. Doch wie bereits erwähnt, gilt dies nicht nur für den Menschen; die ganze Schöpfung agiert so. Entsprechend der Formel „maximaler Genuss bei minimalem Aufwand“ kann man das Verhalten des Menschen und jedes Teils der Schöpfung berechnen.

Aus dem Radioprogramm 103 FM, 29.11.2015

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Das Blut – die Lebenskraft des Organismus

Als Bilam Berater des Pharao in Ägypten war, riet er dem Herrscher der Ägypter, sich im Blut der jüdischen Kinder zu baden. Er drängte auch darauf, alle neugeborenen jüdischen Knaben in den Nil zu werfen (Der große Kommentar, Kapitel „Balak“). Der Egoismus muss vom Schöpfer die Lebenskraft bekommen, die durch das Blut fließt, weil das Blut die spirituelle Kraft des Organismus ist. Wie das Blut des Menschen eine Kraft ist, die dessen Organismus belebt, ist es das „höhere Licht“, welches das Leben in den spirituellen Organismus einhaucht. Deswegen rät die linke Linie, die Balak und alle Völker der Welt darstellt, dem Pharao sich gegen Israel aufzulehnen, das die rechte Linie darstellt und in Verbindung mit dem Schöpfer die mittlere Linie bildet.

Im Grunde stellt Pharao den Egoismus dar. Er will entweder seinen goldenen Hut aufsetzen oder seine Pyramide mit allem füllen, was er in der Welt der Toten brauchen wird, mehr will er nicht. Er ist mit dieser Welt mit all seinem Gold völlig zufrieden. Bilam ist dagegen nicht zufrieden. Spirituelle Kräfte sind in gewisser Weise über-egoistisch. Deswegen kann Bilam mit dem Schöpfer sprechen. Seine Wurzel entstammt der gleichen Quelle wie Moshes. Man kann sagen, dass sie einander gegenüber stehen: Moshe – Licht und Bilam – Verlangen. Und hier müssen sie sich vereinigen und übereinstimmen, und das kann nur durch den Kampf zwischen Gog und Magog geschehen. Und dann muss Bilam und alles, was unter ihm steht, besiegt werden. Mit anderen Worten: der Egoismus stirbt in seiner Absicht „für sich“ und kann diese Absicht nicht mehr nutzen oder in ihr bleiben.

Frage: Was bedeutet der Rat Bilans, sich im Blut der jüdischen Kinder zu baden?

Antwort: Der Egoismus muss anfangen, die Lebenskraft vom Schöpfer zu empfangen, die für die sogenannten „jüdischen Kinder“ bestimmt ist, und Bilam will diesen Weg des Lichtes von den Kindern auf sich und den Pharao lenken. Er drängt, sie in den Nil zu werfen. Die Knaben symbolisieren die Kraft, die den Egoismus überwindet, die männliche Seite. Ägypten symbolisiert den ganzen Egoismus und der Nil seine Lebenskraft.

Und wenn sich daher der Nil mit dem Blut füllt, bedeutet das, dass solche Eigenschaften des Gerichtes kommen („din“), in welchen der Egoismus nicht mehr existieren kann. Und dann stirbt im Nil alles Leben. So kommt es, dass die egoistische Lebenskraft sich mit der Eigenschaft des Gerichts füllt, es gibt nichts belebendes von oben, kein weißes Licht, und die Eigenschaft von Bina verschwindet. Hier endet Ägypten.

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“.

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Aufstieg in die spirituelle Dimension

Egoistischer Tod bedeutet, sich selbst von der Selbstsucht zu befreien, da nur der Egoismus dem Tod unterworfen ist. Der ganze Rest kann nicht sterben! Daher ist der Tod in der Spiritualität nichts anderes als spirituelles Erwachen, Erleuchtung und Verstehen.

Die Weisheit der Kabbala sagt, wenn ein Mensch seine Mission erfüllt und sich selbst korrigiert hat, segnet er den Schöpfer durch das Rezitieren des Kaddish – ein Gebet über den Tod des Körpers. Dieses Gebet ist sehr tief und emotional. Es ist nicht nur die Manifestation der Gefühle der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer für das, was eine Person in diesem Leben durch den Körper erleidet. In der Tat erreicht gerade durch das Leben im Körper eine Person die nächste Stufe ihrer Entwicklung, auf welcher sie anstelle der aktuellen Hülle in einem anderen Körper wiedergeboren wird. Und sie dankt dem Schöpfer für die Möglichkeit, Ihm näher zu kommen, indem sie seine körperliche Hülle verändert.

Kommentar: Es ist interessant, dass die Römer den sterbenden Kaiser im Tod stehen ließen, als würde er den Göttern trotzen.

Antwort: Die Römer hatten keine tiefen ethischen Konzepte. Wie die Griechen waren sie sehr materialistisch. Der Widerstand der Juden gegen die Römer und Griechen definiert die Welt von heute.

Die Römer eroberten ganz Europa und förderten dessen materialistische Entwicklung, während die Griechen diese Entwicklung mit ihrer Philosophie und wissenschaftlichen Einblicken in die Welt füllten. All dies geschah, damit die Welt sich letztlich auf die Ebene des Schöpfers erheben würde, sowohl über den Materialismus wie auch über die Entwicklung der modernen Wissenschaft.
So sehen wir heute, dass Reichtum und Luxus nicht mehr im Mittelpunkt beim Streben nach Glück stehen. Und Philosophie ist bereits jetzt Geschichte, denn Philosophen und Philosophie sind praktisch schon verschwunden. Das bedeutet, wir nähern uns einer neuen Etappe – der Erhebung in die spirituelle Dimension.

Von KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 7/1/15

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Blitz-Antworten des Kabbalisten

Frage: Woher kommen die Gedanken zum Menschen?

Antwort: Aus dem System der Steuerung unserer Welt. Es gibt nichts zufälliges.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine Verwandten schmarotzen, sich nicht entwickeln, und mich erpressen?

Antwort: Denken Sie nur über ihre eigene Entwicklung nach. Sie können die Andere nicht ändern.

Frage: Wie erklärt die Kabbalah die Entstehung der Krankheiten bei der Menschen?

Antwort: So funktioniert die höhere Steuerung, damit der Mensch zum Ziel der Schöpfung kommen kann; wenn aber nicht, dann wird er sterben.

Frage: Was sollte man tun, wenn es so scheint, als ob der Schöpfer einen vergessen hat?

Antwort: Anklopfen, damit Er sich erinnert. Kabbalah lehrt das.

Frage: Ich weiß nicht, wie ich dieses Leben leben soll.

Antwort: Sehr einfach. Sie haben kein Ziel. Man soll sein Leben so leben, dass man den Sinn, die Quelle, das Ziel des Daseins findet. Der Mensch ist nicht einfach so in diese Welt geboren, sondern mit einem Ziel. Sucht das Ziel!

Frage: Was hat Ihnen persönlich die Kabbalah gegeben?

Antwort: Mir hat die Kabbalah das Gefühl der Ewigkeit gegeben, das Gefühl der Vollkommenheit, der Höherer Kraft.

Frage: Gibt es Außerirdische?

Antwort: Nein. Warten sie nicht auf sie.

Frage: Kann man den Garten Eden auf der Erde bauen? Wo jeder das Leben genießt?

Antwort: Lasst uns das tun. Ich habe nichts dagegen. Nur dafür sollten wir unsere Natur von egoistisch auf altruistisch ändern. Ohne Kabbalah aber können wir uns nicht ändern, wir können uns nicht vom „nehmen“ auf „geben“ umpolen.

Frage: Können alle die Kabbalah verstehen?

Antwort: Absolut alle! Das ist zwar keine einfache Wissenschaft, sie gibt aber in jedem Augenblick ein Gefühl der Enthüllung, der Eingebung, der Inspiration. Sie ist eine göttliche Wissenschaft, weil der Schöpfer die Natur darstellt, die in sich absolut alles beinhaltet. Die Enthüllung des Schöpfers gibt dem Menschen den größten Genuss. Die Kabbalah ist die Grundlage, auch für Ihr glückliches Leben.

Aus dem Unterricht am 27.09.2015 [#169249]

Unbefangener Blick auf die Welt

Es gibt Handlungen, die ein Mensch ausführen muss, indem er seine egoistische Natur ändert. Weil sie uns zwingt, nur uns selbst zu lieben und zu schmarotzen, ohne jeglicher Rücksicht auf das Leiden der Nächsten. Genauso vernachlässigen wir den Schöpfer. Hätten wir nicht die Furcht vor einer höheren Kraft, hätten wir überhaupt keine Gedanken an sie verloren.

Es gibt aber die Verhüllung und daher weiß ich nicht, was mit meinem Leben geschieht, mit meinen Kindern, den Verwandten, mit mir selber. Werde ich noch im nächsten Augenblick am Leben sein und was wird mir der nächste Tag bereiten? Deswegen mache ich eine Berechnung und entscheide mich dafür, mich gut zu benehmen, weil sich das für mich lohnt.

Von Seiten des Schöpfers gibt es gewisse Verbindlichkeiten in Bezug auf Menschen, das bedeutet wenn der Mensch sich richtig benimmt, verhält sich der Schöpfer zu ihm wohlwollend. Es gibt aber noch eine andere Voraussetzung, die uns verpflichtet, uns nicht nur zum Schöpfer gut zu verhalten, sondern zur ganzen Welt: zur unbelebten Natur, Pflanzen, Tieren und Menschen. Man soll sich zu seiner Umwelt so benehmen, als ob man letzter wäre, deswegen wurde gesagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Der Nächste ist alles, was mich umgibt.

Stellen Sie sich vor, Sie verhielten sich zu allem, was Sie umgibt, genauso wohlwollend wie zu sich selbst. Dann spüren Sie vielleicht den Unterschied zwischen sich selbst und dem, was außer Ihnen existiert. Alles – Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen sind Sie selber. Sie spüren, dass die umgebende Welt, das ganze Universum eine Einheit ist, in der auch Sie ein Teil sind. Wenn wir zu solchem Zustand kommen, heben wir alle Grenzen auf und erwerben ein zusätzliches Sinnesorgan, das uns ermöglicht, das zu erkennen, was uns umgibt.

Man empfand die Außenwelt immer durch die eigenen Augen, bewertete alles entsprechend der Vorteile, die man aus den Dingen ziehen konnte. Und jetzt hebt man den Egoismus auf, die eigene parteiische Meinung und fühlt die Außenwelt. Man spürt plötzlich, dass man mit der Außenwelt zu Einem verschmilzt, was die höhere Welt oder Garten Eden heißt. Die Welt ist voll Energie, Licht, Leben, Vergnügen. Es gibt nur das höhere Licht, das sich in absoluter Ruhe befindet. Es gibt keine Grenzen und keine Zeit.

Sie entkommen der Begrenzung dieser Welt und Ihren egoistischer Empfindungen und erfahren eine neue Realität, die nicht von Ihrem Egoismus begrenzt ist. Wenn Sie diese Empfindung erreichen, wo die ganze Welt zu Einem wird, wo sich die höhere und niedere Welt verbinden, erkennen Sie die Wahrheit, für welche Sie in dieser Welt existieren.

Aus der TV Sendung „neues Leben“ Nr. 627, 17 September 2015

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Kabbala und Missetaten – zwei Dinge, die nichts gemeinsam haben

Frage: Ist jeder Mensch, der in sich die Güte und Liebe zu den Nächsten fühlt ein Kabbalist?

Antwort: Wenn es die richtige Liebe zum Nächsten und das Geben ist, dann ist er ein Kabbalist. Das Problem ist aber, dass wir uns täuschen.. wir denken, wir würden den Nächsten lieben und uns gegenseitig geben. In unserer Welt gibt es aber keine echte Liebe.

Erwiderung: Viele Menschen glauben, gut und liebend zu sein.

Antwort: Das ist ein Fehler. Ein Kabbalist entwickelt in sich mithilfe der kabbalistischen Methodik die spezielle Eigenschaft des richtigen Gebens und der Liebe, und nicht das maskierte „Geben“, das in Wirklichkeit nur ein Zeichen eines größeren und entwickelteren Egoismus ist. Die Eigenschaft der Liebe und des Gebens wird nur über dem Egoismus aufgebaut, sie liegt über unserer Natur. Dann können wir wirklich das fühlen, was sich außer uns befindet. Und außer uns gibt es nur eine Kraft, die Schöpfer heißt. Die Offenbarung seiner Liebe und Güte wird die Höhere Welt genannt. Ein Kabbalist ist derjenige, der das Prinzip der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst realisiert; das gibt ihm die Möglichkeit, die Höhere Welt wahrzunehmen.

Frage:  Was ist die Höhere Welt?

Antwort: Die Höhere Welt ist die Gesamtheit der Kräfte, Auswirkungen und Einflüsse der Höheren Kraft auf uns. Der Kabbalist sieht Kräfte, die andere Menschen nicht sehen. Er erreicht eine Wechselbeziehung mit der Höheren Kraft, mit allen Teilen, die diese Kraft beinhaltet und die vom Schöpfer kommt. So reagieren wir auf Seinen Aufruf, Ihm zu antworten. Und so werden wir zu Partnern der Natur. Der Kabbalist kommuniziert mit der Höheren Kraft, weswegen er die Realität auf neue Art wahrnimmt. Wenn er sich stets weiter entwickelt, kann er die Welt und das Leben der Menschen verbessern.

Frage: Kann ein Kabbalist sein Potential nutzen und den Menschen Leiden zufügen?

Antwort: Das ist unmöglich. Weil er von Anfang an die Kraft des Gebens und der Liebe empfängt.

Erwiderung: Jeden Monat aber hört man im Radio, dass ein Mann, der Tora studiert, in unlautere Geschehnisse verwickelt ist.

Antwort: Ein Kabbalist ist nicht im Stande, jemandem Schaden zuzufügen. Die Methodik der Kabbala verändert die Natur des Menschen auf  hin zum Altruismus. Zu aller Erst schränkt er seinen Egoismus ein. Die Tora beinhaltet das Licht, das zur Quelle zurückführt, das unsere bösen egoistischen Triebe in gute verwandeln kann. Ein Kabbalist nutzt dieses Licht und korrigiert seine Natur vom Bösen zum Guten. Das bedeutet: wenn ein Mensch einem anderen Schaden zufügt –  ist er kein Kabbalist.

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Liebe – das eigentliche Paradies

Frage: Viele meiner Freunde fühlen sich unglücklich, weil sie keinen passenden Partner finden. Was muss man tun, um die wahre Liebe zu finden?

Antwort: Zunächst einmal sollten wir aufhören, von den anderen irgendwelche außergewöhnlichen Qualitäten zu verlangen, sondern wir sollten versuchen, einen Menschen zu finden, der versteht, wie man eine Beziehung der Liebe aufbaut. Liebe basiert nur auf Zugeständnissen: auf der Tatsache, dass jeder in Bezug auf den Partner nachgibt und die Möglichkeit genießt, dies zu tun. Du verlangst von dem Partner keine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge, ganz im Gegenteil, dein Genuss besteht darin, dich vor ihm zu annullieren.

Frage: Welcher Genuss besteht in der Tatsache, dass ich Zugeständnisse mache?

Antwort: Genau das wird Liebe genannt. Wenn du deinem Kind etwas gibst, empfindest du große Freude. Und dasselbe kann in Bezug auf den Ehepartner sein. Nur, dein Kind spürst du viel näher, weil es natürlich ist – du empfindest es wie einen Teil von dir. Und obwohl deine Ehefrau zu dir gehört, existiert sie unabhängig von dir, quasi neben dir und hat ihre eigene Meinung. Aber aufgrund der Korrektur der Liebe musst du versuchen, den Unterschied zwischen deinen und ihren Verlangen zu löschen. Jetzt fühlst du nur deine Verlangen und kaum die Verlangen deines Partners. Deine Verlangen sind dir viel wichtiger als seine. Es steht geschrieben: „Mache Seine Verlangen zu deinen und Er macht Seine Verlangen zu deinen“- dies ist die Bedienung von Liebe.

Unsere Verlangen müssen sich zu Eins verschmelzen. Dies nennt man: “Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“, als wären sie ein Körper. Es ist alles sehr einfach, wir haben nur nicht die richtige Erziehung. Für die Liebe muss man den Menschen erziehen und in Kursen speziell vorbereiten. Eine solche „Menschen-Bildung“ fehlt der ganzen Menschheit. So lange wir nicht lernen, wie man so eine Beziehung aufbaut, werden wir niemals Glück erreichen.

Frage: Jeder ist auf der Suche nach Liebe, aber wie kann man die Menschen davon überzeugen solche Kurse zu besuchen? Ich glaube nämlich nicht, dass diese Bedingung jemandem gefällt..

Antwort: Das ist so, weil wir uns selbst belügen. Wir denken, wir gewinnen nur dann, wenn wir auf unserem Standpunkt bestehen. Aber wer gewinnt von dieser Selbstlüge? Wir wollen lieben aber nur uns selbst erfüllen, in dem wir unseren Nächsten benutzen. Als Ergebnis spüren wir weder Zufriedenheit noch Liebe. Es ist notwendig den Menschen zu zeigen, wie man sich in der richtigen Form füllt: vollkommen und ewig. Diesen Genuss erlangt man nur durch die Liebe zum Nächsten, denn den anderen kann man immer geben und sie unendlich erfüllen; dadurch gelangt man zum ewigen Genuss. Es ist ein Kreislauf, der immer wiederkehrt. Und ich erreiche dadurch das Gefühl der absoluten, ewigen Liebe.. und mehr sogar: das ewige Leben.

Denn ich schade weder meinem Umfeld noch mir; ganz im Gegenteil, mit meiner Liebe mache ich alle lebendig. Und so gelange ich zu einem kontinuierlichen Aufstieg auf eine höheren Ebene: den Garten Eden. Das ewige Leben. Liebe – das ist das Paradies.

Daher ist es nicht nötig, irgendwo nach Liebe zu suchen, man muss sie  einfach aufbauen.

„New Life“ aus der Folge Nr. 601        30.07.2015

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Zwei Blickwinkel auf das Weltgeschehen

Frage: Früher hat die Menschheit Perioden des kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Booms erlebt wie z. B. während des Zeitalters der Renaissance oder im 20. Jahrhundert. Heutzutage aber bewegt sich die Menschheit zweckgebunden in Richtung Abgrundes. Das Niveau der Bildung sinkt: Die Menschen haben aufgehört, Bücher zu lesen; sie gucken einfältige TV Programme und nehmen an minderwertigen Vergnügen teil. Viele Länder verzweifeln auf ihrem Weg, weiter entwickelte Länder einzuholen, ganz zu Schweigen die Entwicklungsländer. In den glücklichen entwickelten Ländern, solchen wie Schweiz und Norwegen, herrscht Aussichtslosigkeit: Es gibt keine Energie, keine Reflexion, keine Erkenntnis des Geschehens. Das Leben rutscht auf ein niedrigeres Niveau ab. Wer wird die Kommunikation zwischen den Menschen herstellen? Wer wird neue Gesetze und Verbindungen erkennen? Wie kann es geschehen?

Antwort: Ich persönlich sehe das anders. Hier kommt das Gesetz der Ablehnung zur Anwendung. Bevor wir uns auf die nächste Stufe erheben, geschieht das Vereinen auf der vorherigen Stufe. Wir sollten die volle Niedrigkeit der heutigen Stufe erkennen und aufhören, nach deren Idealen und Zielen zu streben. Nur dann begreifen wir die nächste Stufe, die in diesem Fall einer Entwicklung entspricht, weil wir unseren Lebensstil völlig ändern müssen.

Wenn sich früher eine soziale Entwicklung geändert hat – z.B. Sklaverei auf Feudalismus, danach auf Kapitalismus u.s.w., ging alles in eine Richtung. Jetzt erleben wir aber einen völlig anderen Zustand. Wir erheben uns auf eine qualitativ neue Stufe unseres Daseins, auf der unsere Natur in eine ganz andere Richtung arbeiten wird. Wir werden unsere Natur dafür nutzen, uns nicht mehr an besseren Leistungen zu vergnügen, sondern die Werte zu ändern. Der Mensch wird eine Stufe erreichen, wo er sich nicht nur für das Leben im Leben interessiert, sondern für das Leben über dem Leben; das ist das wichtigste.

Daher ist die Entfremdung von jedem und allen vorprogrammiert und keiner hat Einfluss darauf; weder die Banker, noch die Businessleute oder die Regierungen. Das lenkt das Gesetz der Natur allein. Es führt den Menschen zu absoluter Gleichgültigkeit gegenüber den früheren Idealen. Langsam entsteht bei uns der Impuls zu neuen Werten, die nicht durch den linearen Egoismus betreffen werden, sondern auch das Niveau darüber. Dafür benötigen wir eine Verbindung zwischen uns, die höher ist als unsere tierischen Bedürfnisse; dabei versorgen wir uns nur mit dem Nötigsten, um in Würde zu existieren. Und alle unsere Ideale werden eine Stufe höher sein.

Nur eine minimale Sorge um unseren physischen Körper wird uns in dieser Welt halten. Unsere innere, geistige, richtig menschliche Natur wird nicht dazu dienen, jeden körperlichen Wunsch zu realisieren, sondern sie dient dem Begreifen der nächsten Entwicklungsstufe der menschlichen Gesellschaft. Dann entdecken wir eine neue Gesellschaft und ein neues Universum. In diesem Fall ändern wir generell unsere Ansicht über das Leben und die frühere Stufe stirbt ab. Und nicht nur sie,  sondern die ganze Weltgeschichte – von der Entstehung der elementaren Teilchen bis zum heutigen Tag.

Wir werden eine neue Perspektive auf die Welt und das Leben bekommen. Es entwickelt sich in uns eine Erkenntnis über die innere Struktur der Welt, des Geschöpfes, über das Programm der Schöpfung und jener Kraft, die alles erschaffen hat und alles lenkt! (Man kann sie Schöpfer, Natur oder Gott nennen, das spielt keine Rolle)

Dazu kommen wir. Deswegen sind all die Enttäuschungen, Entfremdungen, die Trägheit und der Untergang der Menschheit nötig. Ich sehe darin einen enormen Schritt nach vorne.

[#164817]

In Harmonie zwischen Gut und Böse

Frage: Alle  kennen solche Gegensätze wie „Licht und Dunkelheit“, „Liebe und Hass“ und andere Thesen des menschlichen Daseins. Sind diese Plus-Minus notwendig?

Antwort: Wir existieren nur im Minus, nur in der negativen Kraft, wie gesagt wird: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und ich habe die Tora gegeben, für seine Korrektur.“ Die Tora ist das spezielle Licht, das dem Ego entgegengesetzt ist. Wir können es anziehen und mit seiner Hilfe den Egoismus ausgleichen. Bedauerlicherweise machen wir das nicht. Deswegen funktioniert unsere Welt nur unter dem Einfluss der negativen egoistischen Kraft. Wir sollte unsere Natur ergänzen, indem wir die zweite Kraft enthüllen: die positive Kraft der Natur, die in unserer Welt nicht existiert.

Unsere Welt strebt  nur mit der Kraft des Egoismus vorwärts. Wir sollen aber zusätzlich zu dieser Kraft mithilfe der Kabbalah noch die ausgleichende positive Kraft anziehen. Und dann, im Gleichgewicht und in Harmonie zwischen den beiden Kräften beginnen, wir die höhere Welt wahrzunehmen; mit anderen Worten die nächste Stufe der Kenntnis, des Seins.

So gehen wir in den Zustand über, der mit unserem Körper nichts zu tun hat. Das heißt „in der Seele zu existieren“. Und der Körper ist lediglich Existenz in unserer egoistischen Eigenschaft.

[#163978]

Verbindung – Garantie des ewigen Lebens

Der Egoismus ist so gewachsen, dass er uns völlig entfremdet hat. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage, mit sich selber Frieden zu schließen. Deswegen sind Drogen so in der Mode. Jeder braucht heutzutage einen Psychologen. Das alles zeigt uns, dass wir zurück zur Verbindung kehren sollten, weil die der zentrale Punkt unserer Genesung ist. Alle Krankheiten des Körpers entstehen infolge der falschen Verbindung zwischen seinen Organen. Das behindert die Systeme des Organismus, harmonisch zu arbeiten. Früher haben die Ärzte gerade so geheilt, mithilfe verschiedener Mitteln, die zur Harmonie führten. Die letzte 100 bis 200 Jahren aber, mit dem Anfang des technischen Fortschritts haben die Menschen die Harmonie des Körpers vergessen – das ist die Grundlage der Gesundheit. Die zeitgenössische Medizin bekämpft jede Krankheit separat. Für jede Krankheit benutzt man spezielle chemische Präparate, anstatt den Körper zurück zur Harmonie zu führen.

Und im Licht dieser Frage kommen wir auch zur Erkenntnis des Bösen, indem wir sehen werden, dass wir nur durch die Verbindung zwischen uns unsere Körper heilen können. Die Methode der Verbindung, die die Kabbalah anbietet, ermöglicht uns die Gesundheit des Körpers und der Seele, macht unsere Familien freundlicher, lehrt uns, wie wir unsere Kinder erziehen sollten und wie wir eine richtige und gute Welt organisieren. Und das Wichtigste: wir werden die höhere Kraft spüren, die in der Natur verborgen ist und wir erreichen eine neue Stufe unseres Daseins, indem wir uns zu einem Menschen verbinden. Und indem wir uns mit der Kraft, die uns erschaffen hat, als ein Verlangen, verbinden. Dann werden die Menschen nicht mehr sterben, weil der Tod das Ergebnis der trennenden Kräfte ist. Anstatt Tod wird der Mensch die Erhebung auf die nächste Stufe des Daseins spüren. Und aufgrund der Verbindung mit den anderen erreichen wir in der ewigen Wechselwirkung des Wissens Energie und das ewige Leben.

Das alles kann jeder von uns erreichen – hier, in dieser Welt und in diesem Leben! Wir sollten uns freuen, dass wir so eine einzigartige Wissenschaft in unseren Händen halten dürfen, die auf alle unsere Fragen Antworten hat und uns zur Vollkommenheit führt. Ich bin glücklich zu sehen, dass in unserer Welt so viele Menschen den Weg der höheren Kraft gewählt haben.

01.08.2015, 21:09 [#163754]