Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'COVID-19'

Der Krieg um Atemschutzmasken

 Von meiner Facebook-Seite Michael Laitman 07.04.20

Die CBS46-Reporter Tim Lister, Sebastian Shukla und Fanny Bobille berichten darüber, dass eine neue Art von globalem Krieg ausgebrochen sei, in dem die Länder um Atemschutzmasken und PSA (persönliche Schutzausrüstung) kämpfen. Weiterhin hätte die USA 200.000 Atemschutzmasken, die nach Berlin geliefert werden sollten, umgeleitet. Die spanische Außenministerin Arancha González Laya erklärt, eine Bestellung für bereits bezahlte Beatmungsgeräte sei in der Türkei beschlagnahmt worden. Nicht näher beschriebene amerikanische Kunden hätten versucht, chinesischen Lieferanten das Dreifache oder Vierfache des ursprünglich vereinbarten Preises zu zahlen, um lebensrettende Lieferungen aus Frankreich umleiten zu lassen. Die brasilianische Regierung behauptete, dass die Nachfrage der USA das verfügbare Angebot auslauge. Sie hätten versucht, PSA zu kaufen, aber viele dieser Ausrüstungen seien in amerikanische Hände gefallen. 

Allerdings stehlen die Länder nicht nur voneinander. Laut dem Artikel würden sie auch den Export von Schutzausrüstungen verhindern und auf diese Art und Weise die bestehenden Beziehungen und Allianzen testen. Zum Beispiel beschlagnahmte die französische Regierung alle Schutzmasken, die in Frankreich hergestellt werden. Newsmax schreibt, dass Amerika damit drohe, rechtliche Schritte gegen China einzuleiten, da das Land den Export von PSA einschränke. 

Ich verstehe, warum sie das tun: Es liegt in der menschlichen Natur. Gleichzeitig verstehe ich, dass diese Art von Verhalten, insbesondere jetzt, für diese Länder nach hinten losgehen wird. UN-Umwelt-Chefin Inger Andersen erklärte gegenüber dem Guardian, die Natur schicke uns mit der Coronavirus-Pandemie eine Botschaft. Ich denke, es ist mehr als nur eine Botschaft. Ich denke, es ist ein Warnschuss, bisher nur ein Kratzer auf der Haut, aber noch kein wirklicher Schaden für die Menschheit. 

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Der Coronavirus und die Familienharmonie

Das Coronavirus scheint uns zwischen zwei gegensätzliche Pole gebracht zu haben: Einerseits geniessen wir es, zuhause mit der Familie zu sein, andererseits sind wir es nicht gewohnt eine so lange Zeit zusammen zu verbringen. Die Folgen dieser Gegensätzlichkeit lassen deshalb nicht auf sich warten.

Bereits zwei Wochen nach der Verhängung der Quarantäne in Israel stieg dort die Zahl der Anzeigen von häuslicher Gewalt um 760%. Auch das psychologische Hilfezentrum erhielt dreimal mehr Anfragen als üblich.

Dies war vorhersehbar, denn die Menschen werden plötzlich mit ihren Verwandten eingesperrt. Und selbst wenn sie sich von ganzem Herzen lieben, sich umeinander kümmern, hat sie niemand gefragt, ob es in Ordnung ist, dass sie nun die ganze Zeit aufeinander hocken müssen! Selbst für einen liebenden Menschen ist das zu viel. Vor dem Coronavirus hatte sich der Mensch das Leben recht angenehm eingerichtet, so dass er weitgehend zufrieden war. Man kam innerhalb einer oder zwei Stunden zur Arbeit.

Bei der Arbeit war man in die Erfüllung seiner Pflichten vertieft und hatte gar keine Zeit, an seine Familie zu denken. Wenn der Mensch nach der Arbeit zu hause ankam, konnte er es sich einrichten allein mit sich zu sein: er setzte sich einfach an den Computer, schaltete den Fernseher ein oder schloss sich in seinem Zimmer ein. Die Familienmitglieder waren für ihn eine Art Background, er konnte sie einfach aus seinem Fokus ausblenden. Jetzt aber läuft seine ganze Familie ständig vor seinen Augen herum und lässt ihm keinen freien Raum mehr: sie sind in seinem Kopf, in seiner Seele und in seinem Herzen … Das erdrückt einfach jeden normalen Menschen!

Die Coronavirus-Wirkung

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Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 3

Ist das Coronavirus der Beginn der ägyptischen Plagen?

Frage: Wir stehen an der Schwelle zum Pessachfest, und das Symbol dieses Feiertags sind die zehn Plagen, die dem Pharao geschickt wurden. Ist die Coronavirus-Epidemie jetzt der Beginn einer Reihe von Katastrophen?

Antwort: Wir befinden uns in einer sehr interessanten Phase unserer Entwicklung. Sie fordert von uns, dass wir uns einander richtig annähern. Wir sollen nicht miteinander handeln, an einander verdienen und uns gegenseitig ausnutzen um auf Kosten anderer zu profitieren. Von uns werden gute Beziehungen zueinander, durch gute Verbindungen, verlangt. Dann können wir auch wieder fliegen, uns frei bewegen und uns, so viel wir wollen verbinden.

Frage: Sprechen Sie von einer Art inneren, mitfühlenden Beziehungen?

Antwort: Ich spreche über Absichten.

Frage: Wir spüren heute tatsächlich eine große Abhängigkeit voneinander. Vorher bemerkten wir nicht wenn irgendwo ein Gletscher schmolz, oder ein Krieg im Gange war. Heute jedoch trifft es die ganze Welt und jeden von uns. Es gibt hier eine gewisse Solidarität, die negativ zu sein scheint: Ich möchte nicht abhängig von anderen sein.

Wie können wir von einer erzwungenen Anpassung, in der wir diese Abhängigkeit spüren, zu einer positiven Einbindung gelangen?

Antwort: Wir können nichts tun. Wir können nur aus dem Beispiel des alten Ägypten lernen. Auch dort geschah alles durch die Schläge der zehn ägyptischen Plagen.

Stellen wir uns vor, es gäbe kein Coronavirus und wir würden weiterhin ruhig leben.

Plötzlich gibt es irgendwo in Afrika und Lateinamerika einen Krieg. Die Rohstoffgewinnung, z.Bsp. von seltenen Bodenschätzen, würde eingestellt werden. Die komplette Wirtschaft kann stillgelegt werden nur wegen ein paar Kilogramm, die in einem Jahr abgebaut werden. Was würden Sie dann tun?

Alle Regierungen würden unverzüglich diese beiden Länder verfolgen weil sie sonst den Export von notwendigem Material, für die ganze Welt, stoppen. Die Welt wird immer noch die globale Abhängigkeit sehen und Maßnahmen ergreifen müssen, um gute und reibungslose Beziehungen zwischen allen, sicherzustellen. Andernfalls wird es nichts geben.

Kommentar: Übrigens gibt Wikipedia die folgende Definition von Interdependenz: „In einer Interdependenzbeziehung wird davon ausgegangen, dass sich alle Beteiligten emotional, wirtschaftlich, ökologisch, moralisch und auf andere Weise gegenseitig beeinflussen. Mit anderen Worten: Abhängigkeit ist nicht nur physisch, sondern auch moralisch.

Meine Antwort: Ja, sie zeigt sich auf allen Stufen.

Frage: Bedeutet es, dass es in der Gesellschaft an Verständnis für diese Abhängigkeit mangelt?

Antwort: Das ist sogar das Hauptsächliche. Wenn wir uns gegenseitig ruinieren wollen stoppen wir den Handel. Wir nehmen es sogar in Kauf uns selbst dabei zu schaden, nur damit es anderen schlechter geht.

Frage: Welche Art von Schmerz empfinden die Menschen Ihrer Meinung nach heute? Wie wirkt das Virus auf sie? In welchem Zustand befindet sie sich?

Antwort: Heute spüren die Menschen noch nicht das ganze Ausmaß dieses Problems. Sie verdauen es, aber sie ersticken sozusagen noch nicht daran. Sie sind noch nicht wirklich besorgt: „Ja, es gibt einen Virus. Ja, von 100 Millionen sterben 100 Menschen. Na und?“ Es ist noch nicht das Ausmaß, das die Welt beeindrucken kann.

Kommentar: So war es auch in Ägypten, auch diese Schläge begannen langsam. Aber wir haben eine Chance, zur Einsicht zu kommen.

Meine Antwort: Ja. Mit der Methode der integralen Verbindung können wir anderen erklären, dass all dies beendet werden kann.

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Aus Kab.TV „Das Coronavirus verändert die Realität“ vom 12.03.20

Die Natur liebt uns

Von meiner Facebook-Seite Michael Laitman 12.04.2020

Zuerst drängte uns das Virus auseinander, damit wir uns nicht weiter gegenseitig schaden konnten. Jetzt kommt Phase zwei, in der wir zu spüren beginnen, dass COVID-19 nicht zufällig passiert ist und verschwinden wird, sobald wir ein Vaccin finden. Wir sollten uns keine Illusionen darüber machen, zum früheren Leben zurückzukehren.

Die Natur hat ein klares Ziel: Sie wird uns wieder und wieder zu korrekten Beziehungen zwischen uns zwingen. Wenn wir nicht auf die Schläge achten, sondern auf deren Quelle, auf die integrale und in all ihren Teilen verbundene Natur, und wenn wir mit ihr mitgehen und versuchen, ebenfalls integral und besser zwischen uns verbunden zu sein, werden wir entdecken, dass die Natur nicht straft oder Schläge austeilt. Im Gegenteil, wir werden in ihren Zurechtweisungen die führende Hand einer liebenden Mutter finden, die nur dann ermahnt, wenn sie keine andere Wahl hat, und selbst dann versucht sie, so wenig wie möglich zurechtzuweisen, nur so lange, bis ihr Kind ihre Botschaft versteht. Im Falle der Natur spricht die Mutter zu uns: „Fangt an, einander zu lieben, versucht es, auch wenn wir es noch nicht könnt. Ihr werdet feststellen, dass ich euch helfe und euch bereits liebe.“

 

Spiritueller Auszug aus Ägypten

Von der Facebook-Seite Michael Laitman 12.04.2020

COVID-19 drängt uns – analog zu dem wie einst der Pharao den Auszug aus der ägyptischen Verbannung in die Freiheit verursachte – also Corona drängt heutzutage die gesamte Menschheit, aus unserem Ego herauszukommen. Der Virus zeigt uns, dass wir voneinander abhängen und es sinnlos und töricht ist, wenn Jeder nur für sich selbst sorgt. Ägypten ist kein Ort; es ist ein Zustand, in dem wir dem Ego verhaftet sind und keine Chance sehen, herauszukommen. Aber in diesen Tagen, da wir unsere gegenseitige Verbindung und Abhängigkeit erkennen – ein Virus, der irgendwo ausbricht, breitet sich rasend schnell auf dem gesamten Erdball aus – erkennen wir auch, dass wir, wenn wir es nicht gemeinsam tun, niemals vom Pharao oder dem Coronavirus befreit werden.

Das egoistische Herz wird niemals der gegenseitigen Verantwortung von sich aus zustimmen. Es wird immer gezwungen sein, das zu akzeptieren. Aber es ist besser, zuzustimmen, die gegenseitige Sorge aus eigenem Willen zu kultivieren, als durch den Druck von Tyrannen wie dem Kronen-(Corona-)Virus.

Doch wenn wir die Verpflichtung zu gegenseitiger Fürsorge akzeptieren, werden wir, wie die Kinder Israels, ein Land entdecken, in dem Milch und Honig fließt – Freude und Vergnügen, die in warmen, fürsorglichen Beziehungen zwischen Allen zu finden sind. Heute müssen wir diese Beziehungen in der gesamten Menschheit schmieden für die Neue Welt.

Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 2

„Vertreibe die Bösen; besser für sie und besser für die Welt.“

Kommentar: Die von vielen Regierungen gegen das Coronavirus ergriffenen Maßnahmen haben das Leben der Menschen buchstäblich gelähmt.

Meine Antwort: Die Regierungen haben große Angst um ihre Mitbürger. Wir müssen verstehen, dass sie für die Gesundheit der Bevölkerung und für die Wirtschaft verantwortlich sind. Und die Wirtschaft ist völlig abhängig von unseren Beziehungen und dem internationalen Handel. Das bereitet den Regierungen große Kopfschmerzen. Wenn sie sich bereits dazu entschlossen haben, alle Beziehungen abzubrechen, bedeutet das, dass sie keine andere Wahl haben.

So hat beispielsweise US-Präsident Trump erst neulich angekündigt, dass er alle Flüge von den Vereinigten Staaten nach Europa streichen wird. Ist Ihnen bewusst, was dies für die US-Luftfahrtindustrie bedeutet? Gewiss, er berücksichtigt dies, zumal ihm eine Wahl bevorsteht. 

Er hat wahrscheinlich Daten, die bestätigen, dass er nicht übertreibt. Er hätte gerne eine mildere Entscheidung getroffen, aber offensichtlich hat er solche Informationen, dass er Flüge stoppen muss.

Kommentar: Dasselbe geschieht in dem Land, in dem ich lebe. Israel ist völlig isoliert. Man kann das Land nicht verlassen. Ich habe gehört, dass allein diese Tatsache einen Verlust von vier Milliarden Schekel verursacht, vom Rest ganz zu schweigen.

Meine Antwort: Einige Leute halten dies für eine Übertreibung. Ich denke, dass es unterschätzt wird.

Frage: Es zeigt sich also, dass der einzige Weg, das Virus zu bekämpfen, die Isolation ist. Dies widerspricht jedoch der Tendenz der Naturgesetze, die uns ständig dazu drängt, uns zu vereinen, uns zu integrieren. Wie können Sie das erklären?

Antwort: Ganz einfach. In einer alten kabbalistischen Quelle steht geschrieben: „Vertreibe die Bösen; besser für sie und besser für die Welt“. Und andererseits: „Versammelt die Rechtschaffenen; besser für sie und besser für die Welt“.

Frage: Was ist unsere Sünde?

Antwort: Sie besteht darin, dass wir uns nicht richtig verbinden. In unserer Verbindung wünschen wir einander nichts Gutes; deshalb kann man dies nicht Einheit nennen. Dies kann nur als Verlangen bezeichnet werden, auf Kosten anderer zu profitieren.

Daher kann die Natur in unserer Entwicklung solche Versuche der Vereinigung, des Handels usw. nicht als positiv, richtig und zu einem einheitlichen Zustand führend akzeptieren, den sie für uns festgelegt hat. Sie glaubt, dass eine solche Verbindung für uns und das gesamte Universum schädlich ist. Deshalb macht sie uns in Form von Viren und allen möglichen unangenehmen Exzessen das Leben schwer. Diese Schläge werden so lange andauern, bis wir unsere Einstellung zueinander ändern.

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Eine Epidemie ist keine Strafe, sondern Heilung

Im Laufe der Geschichte haben wir viele Aufmerksamkeitszeichen des Schöpfers – der gut ist und Gutes tut, erhalten. Da wir, im Gegensatz zum Schöpfer, uns in egoistischen Eigenschaften befanden, betrachteten wir diese Zeichen der Fürsorge und Liebe als Schläge und verspürten nicht das Bedürfnis uns zu ändern.

Liebevolle Eltern lassen so ein Kind lernen. Das Kind möchte aber nur spielen und gehorcht ihnen nicht, da es glaubt, dass die Eltern es nicht mögen.

Genau das Gleiche geschieht in der Welt: Krisen, Kriege, Unglücksfälle, Epidemien – der ganze Weg menschlichen Leidens. Das alles, da wir die Herrschaft des Schöpfers nicht als absolut Gutes und  Gutes tuende akzeptieren wollen d.h., uns dieser Führung nicht anpassen wollten.

Wir laufen den Anweisungen des Schöpfers davon, wie Kinder die den Eltern nicht gehorchen, sich ständig verstecken und argumentieren wollen. Deshalb war das Leben bis heute so bitter.

Jetzt erleben wir einen besonderen Moment, der anders ist. Er kommt in die Welt, um die Menschheit zu beruhigen und aus uns ein Ganzes zu machen. Es ist so, als hätten die Eltern die Geduld verloren und nun sagen sie zu ihren Kindern: „ Es reicht, jetzt beruhigt euch alle!“ Zudem wenden sie solche Maßnahmen gegen uns an, dass wir uns beruhigen müssen.

Die höhere Kraft steigt hinab und nähert sich uns an, um mit uns eine enge, persönliche und direkte Zusammenarbeit zu beginnen.

Warum hat die Menschheit diesen harten Schlag so hingenommen? Warum hält das Coronavirus alle in Angst? Wir sind es doch gewohnt, dass jedes Jahr in jedem Land viele Menschen sterben und neue geboren werden. Warum haben wir solche Angst vor dem Virus?

Wir wissen, dass sich innerhalb von hundert Jahren die Bevölkerung der Erde erneuert – alle sterben und stattdessen werden neue Menschen geboren, wir machen daraus keine Tragödie. Dieser Virus ist jedoch ein psychologischer Schlag.

Es gibt einen versteckten Schädling zwischen uns, den wir weder sehen, fühlen, noch wissen wir nicht, von wo aus er angreifen wird.

Dieser Virus arbeitet jedoch zu unserem Vorteil. Er befiehlt uns, sich voneinander zu distanzieren und unsere Häuser nicht zu verlassen. Es ist, als würde er sagen: „Wenn ihr nicht wisst, wie ihr euch gegenseitig gut behandeln sollt, dann bleibt zu Hause! Und wenn es freundlicher wird, können Sie hinausgehen, aber kommen sie sich nicht näher als zehn Meter“.

Der Virus zeigt uns unsere wahre Beziehung: Wir sind nicht in der Lage, zusammen zu sein und wenn wir uns verbinden, dann übertragen wir Viren, da wir egoistisch sind. Dieser Virus ist eine Offenbarung einer höheren Macht.

Der Virus hält die Menschen durch ihren Egoismus voneinander fern. Er lässt sie zu Hause sitzen, anstatt alle möglichen wertlosen, weit hergeholten Dinge zu tun. Es zeigt uns, in welchen richtigen Beziehungen wir zueinander stehen könnten. Er ist nicht hier, um uns zu schaden und uns zu töten, sondern um unser Leben richtig zu organisieren. Es ist die Hand des Schöpfers, die uns gnädig erzieht.

Eine Epidemie ist keine Strafe, sondern eine Heilung. Das Virus kühlt unsere Beziehungen. Sie sind durch unseren Egoismus erhitzt worden. Wir hatten den Wunsch zu gewinnen, Erfolg zu haben, andere zu benutzen. Der Virus stoppt das ganze Wettrennen.

Aus dem Unterricht 18.03.2020

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Das Coronavirus verändert die Realität, Teil 1

Der Zweck der Natur und die globale Epidemie

Frage: Verfügt die Natur aus Sicht der Kabbala über Intelligenz? Ist alles, was mit uns geschieht, all diese Schläge, alles geplant? Gibt es eine höhere Intelligenz oder ist dies reine Natur?

Antwort: Die Natur ist vollkommen intelligent. Sie hat einen Anfang und ein Ende der Entwicklung, d.h. einen Plan für die Entwicklung der unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Natur, und dieser wird strikt umgesetzt.

Bei seiner Umsetzung treten jedoch alle möglichen Probleme auf, da die unbelebte, pflanzliche, belebte und  menschliche Natur an diesem Plan beteiligt sind. Die menschliche Natur, als die höchste, ist allen möglichen Schwankungen, Veränderungen in beide Richtungen unterworfen.

Der Mensch hat freien Willen, kann sich selbst verändern, kann der Natur ähnlich oder nicht ganz ähnlich sein. Dementsprechend ändert er den Weg seiner Entwicklung. Dennoch ist seine Entwicklung auf denselben Punkt, zum selben Zweck gerichtet.

Frage: Werden die Gesetze der Natur nicht auf der Stufe des Individuums und der Gesellschaft festgelegt?

Antwort: Ein Mensch hat freien Willen, d.h. ihm wird noch die Möglichkeit gegeben, auf verschiedene Weise von Punkt A nach Punkt B zu kommen.

Frage: Das Endziel ist also nach wie vor festgelegt?

Antwort: Nicht nur das Endziel, sondern unser ganzer Weg. Er kann in kleine Abschnitte unterteilt werden, in denen wir uns entweder auf einem angenehmeren oder  einem unerwünschten Weg bewegen können.

Frage: In der gegenwärtigen Phase des Weges ist eine globale Epidemie – das Coronavirus – ausgebrochen. Wir alle wissen, dass es viele solcher Virusarten gab und dass sie viel gefährlicher waren. Wie unterscheidet sich diese Situation von anderen in unserer Geschichte? Liegt es daran, dass wir heute stärker voneinander abhängig, integraler sind und dies natürlich seine Spuren hinterlässt?

Antwort: Ja. Während frühere Epidemien in Europa und in anderen Teilen der Welt, andere Kontinente und Nationen nicht betroffen haben, ist dies heute nicht der Fall. Heute sind wir durch Kultur, Wirtschaft, Welthandel und alles andere so miteinander verbunden, dass wir nicht umhin können, eine geeinte Menschheit zu sein. Deshalb befallen Viren uns alle und verbreiten sich allmählich von einem Ende der Erde zum anderen. Und wir können nicht entkommen, wir können die Bande zwischen uns nicht brechen.

Kommentar: Die Besonderheit dieser Situation ist unsere derzeitige gegenseitige Abhängigkeit und, was am Wichtigsten ist, die unverhältnismäßigen Beschränkungen, die uns von den Regierungen auferlegt werden. Schließlich gab es verschiedene Epidemien, aber niemand hat sie auf diese Weise bekämpft.

Meine Antwort: Das war früher, als wir noch nicht in einem solchen Ausmaß miteinander verbunden waren. Heutzutage ist diese Verbindung absolut geworden. Es ist schwer vorstellbar, wo es keine gibt. Es stellt sich also heraus, dass wir uns wegen des Virus voneinander distanzieren müssen, und jeder Mensch sich von den anderen isolieren muss, was in der heutigen Welt unmöglich ist.

[261698]

„COVID-19 – Der vergrabene Kapitalismus“

Veröffentlicht im Newsmax: “COVID-19 – Der vergrabene Kapitalismus

Am 20. März schrieb der Historiker Yuval Noah Harari in der Financial Times, dass das Wesen von Krisen darin besteht, die Entwicklungen der Vergangenheit zu beschleunigen. Alles was wir kennen, unsere gesamte Zivilisation zerfällt gerade in rasender Geschwindigkeit. Doch die Hoffnung, dass das Leben nach dem Virus so weitergeht wie vorher, bleibt. Das wird es aber nicht. Das Coronavirus wird alles verändern.

Es findet eine Veränderung des gesamten Paradigmas unseres Leben statt und nicht nur unserer Einstellung dazu. Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown schrieb: Um das Coronavirus zu bekämpfen sollte der G20 die Bemühungen der WHO unterstützen und die Globalen Fonds zur Koordinierung und Steigerung der Produktion und Beschaffung medizinischer Güter nutzen, statt weiterhin die Profitgier durch Preiskriege zu fördern.

Das Modell des Preiskrieges muss unbedingt abgeschafft werden. Der Virus selbst wird aber so schnell nicht verschwinden. Uns sind bereits über 40 Stämme bekannt. Selbst wenn es uns gelingt, alle aggressiven Formen auf wundersame Weise abzuschaffen, werden wir feststellen wie sehr wir uns in dieser Zeit veränderten. Dann wird auch das hektische Konsumverhalten nicht mehr reizvoll sein.

COVID-19 stoppte den Tourismus, den Transport, die Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten.Er verändert nicht nur unsere Wirtschaft oder unsere Lebensweise. Er verändert unser gesamtes  Denken, die Kultur, die Industrie, die Bildung, die Sozialisierung und sogar unsere Fähigkeit, uns zum Gebet zu versammeln. Wenn wir die Gesellschaft neu aufbauen, werden wir anders sein. Wir sollten besser anders sein, wenn wir keine Fortsetzung der Coronavirus-Episode wollen.

Eine neuartige Ökonomie

Wenn ein Superbug der ganzen Welt eine Quarantäne auferlegt, sind seine Auswirkungen unvorstellbar. Die Länder werden sich früher oder später, um die grundlegendsten Bedürfnisse ihrer Bürger kümmern müssen. Sie werden Nahrung, Wohnung, Gesundheitsversorgung und Bildung bereitstellen müssen. Die Mehrheit der Menschen wird einfach kein Einkommen mehr haben, um etwas davon kaufen zu können. Hier reden wir nicht einmal von Luxusgüter oder irgend ein technisches Spielzeug.

Die Quarantäne- oder die „Bleib daheim“-Politik ist nicht nur eine Notmaßnahme. Sie ist das Ende des Kapitalismus. Wir erkennen es vielleicht noch nicht, aber zusammen mit den Särgen unserer Lieben, begraben wir unsere Lebensweise und unsere Lebensanschauung, in der wir alle aufgewachsen sind. Der Kapitalismus ist tot.

Die neue Ökonomie, die aus der Asche aufersteht, wird auf anderen Werten basieren müssen. Arbeitsplätze werden praktisch veraltet sein, Reichtum und Macht werden zu irrelevanten Erfolgsmaßstäben. Da die menschliche Natur immer nach Bedeutung strebt, werden neue Normen die Stelle einnehmen, wo die alten eine Lücke hinterließen.

Statt Macht durch Kontrolle wird die Führung durch Vorbild in den Vordergrund treten. Diejenigen, die am meisten dazu beitragen, den Geist der Gesellschaft zu erhöhen, das Wohlergehen der Menschen zu garantieren und die soziale Solidarität zu stärken, werden die herausragenden Persönlichkeiten in der Gesellschaft werden.

Bis jetzt wetteifern wir miteinander wie Kinder, die den König des Berges spielen. Doch nach und nach wird uns der Virus beibringen, diejenigen zu schätzen und zu ehren, die sich anstrengen alle nach oben zu heben, um die Gesellschaft und nicht sich selbst zu erhöhen.

Die neue Ökonomie, die aus den Ruinen der alten entstehen wird, wird keine neue Form des Sozialismus sein. Es wird eine Gesellschaft der gegenseitigen Verantwortung sein. Es ist kein wirtschaftliches, sondern ein soziales Konzept der gegenseitigen Bürgschaft, das sowohl wirtschaftliche als auch bildungspolitische Aspekte einschließt. Sie erfordert keine materielle Gleichheit, sondern gegenseitige Fürsorge, die garantiert, dass die Menschen a) haben, was sie brauchen, und b) wollen, dass alle anderen haben, was sie brauchen.

In einer Gesellschaft, die auf gegenseitiger Bürgschaft beruht, werden persönliche Eigenschaften geschätzt und gefördert, solange man seine Fähigkeiten einsetzt, um das Leben aller zu verbessern. Dieser Ansatz eröffnet den Menschen unendlich viele Möglichkeiten, sich auszudrücken, und die Gesellschaft wird sie dafür belohnen. Respekt, Bewunderung und Liebe für die Menschen, die einen Beitrag leisten, werden das Streben nach Reichtum und Besitz mehr als ausgleichen.

Aus diesem Grund sollte die Einführung der gegenseitigen Bürgschaft sowohl auf der physischen als auch auf der intellektuellen Ebene erfolgen. Auf der ersteren Ebene müssen sich die Regierungen, wie oben erwähnt, um die Grundbedürfnisse der Menschen kümmern. Auf der zweiten Ebene müssen wir ein Online-Bildungssystem einrichten, in dem Wissenschaftler und andere Experten den Begriff der gegenseitigen Bürgschaft einführen und erklären, warum die heutige Realität dies erfordert.

Die Idee hinter diesen Bildungsprogrammen besteht nicht nur darin, der Menschheit bei der Überwindung des Virus zu helfen. Das Ziel besteht darin, das Paradigma, das unser Leben bestimmt, zu ändern, indem wir uns nicht mehr auf das „Ich“, sondern auf das „Wir“ konzentrieren. Damit schaffen wir eine blühende und nachhaltige Gesellschaft. Das „Preiskrieg“-Paradigma, von dem Brown sprach, ist der Grund, warum der Coronavirus unsere Zivilisation zerstörte. Wenn wir gewinnen wollen, sollten wir jetzt eine Gesellschaft aufbauen, die auf gegenseitiger Bürgschaft beruht. Und jeder Moment des Zögerns ist ein Moment zu spät.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Nach der Pandemie

Die Welt scheint gerade auf einer schmalen Brücke zu stehen. Wir brauchen uns nicht vor der Verabschiedung von der Vergangenheit zu fürchten. Wir sollten uns lieber darum sorgen wie wir uns der unausweichlichen Zukunft kompetent stellen können.

Die Menschen behaupten, wir könnten eines Tages alles wieder aufbauen, wenn nicht komplett alles zusammenbricht. Und ich sage: “Es wird sich nicht wieder erholen.” Aber ein Zusammenbruch ist auch gar nicht nötig. Wir haben jetzt nur die Aufgabe diese Krise mit minimalen Verlust zu überleben. Wir müssen unsere Nerven, Ressourcen sparen, andere unterstützen und uns einfach entspannen. Auf keinen Fall dürfen wir uns “trennen”. Außerdem müssen wir uns der aktuellen Lage stellen, um von den Folgen nicht überrascht zu werden.

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