Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Bericht vom Kongress 2008 in Großbritannien


Der Kongress, der in Großbritannien stattgefunden hat, ist der erste kabbalistische Kongress, der nach der Enthüllung der Krise der Menschheit stattfand. Noch vor zwei Monaten hielten wir einen Kongress in Odessa am Schwarzen Meer und wir konnten damals über die Zukunft noch nichts Genaues sagen so wie jetzt, da sie jetzt exakte Bedingungen hat. Wir sind dabei in die Zeit einzutreten, für welche die Kabbala bestimmt war, der Grund aus dem sie dem Menschen enthüllt wird, weil ihre Anwendung die Welt zu ihrem einzigen Ziel bringen kann, jedoch auf einem vollständig anderen Weg – einem Weg, der angenehm und schnell ist, durch die Anerkennung der Naturgesetze, die erklären: „Die Menschheit muss sich zu einem Ganzen vereinen, gemäß dem Gesetz von ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘.“

Dies geht gegen unsere Natur, wir hassen es. Es erscheint uns unrealistisch und abstoßend, doch es ist notwendig, denn es ist ein Naturgesetz. Daher kann dieser Zustand entweder durch großes Leiden erreicht werden oder indem wir das Höhere Licht auf uns ziehen. Die Kabbala ist die Methode, die das Höhere Licht zu unserer Korrektur auf uns zieht. Gebrauche also dieses Mittel, gib es an andere weiter – und dann wird die gesamte Menschheit allmählich und leicht zu einem anderen Zustand wechseln, der sich mit der Natur in Harmonie befindet – dem Zustand der Ruhe, des Vertrauens und des Glücks.

Wir sehen uns auf dem Kongress!


Heute werde ich mit einem großen Bnei Baruch Team nach England fliegen, um am Europäischen Kongress teilzunehmen, der vom 07. bis zum 09. November in Blackpool, England abgehalten wird.

Nach diesem Kongress werden wir umgehend in die Vereinigten Staaten fliegen, um eine Woche in New York zu verbringen. Dort treffen wir uns mit Verlegern, der Presse und der New Yorker Gruppe.

Im Anschluss daran – vom 14. bis zum 16. November – werden wir am Nordamerika Kongress in St. Louis, Missouri teilnehmen.

Ich werde das gesamte Material aus den Lektionen und Vorträgen in New York und auch von beiden Kongressen auf diesem Blog veröffentlichen.

Ich hoffe, viele von Euch auf dieser Reise zu treffen!

Praktische Kabbala hat keine Verwendung für rote Bänder


Eine Frage, die ich erhielt: Vor Kurzem habe ich angefangen, Kabbala zu studieren und ich bin noch immer verunsichert über „praktische Kabbala“ und die Dinge, die darin gebraucht werden, wie rote Bänder, heiliges Wasser und so. Wenn diese Dinge für so lange Zeit in Gebrauch waren, dann müssen sie doch auch eine Bedeutung haben. Ein rotes Band symbolisiert zum Beispiel Rachel, die einen Menschen vor dem Bösen Auge beschützt oder vor schädlichen Energien anderer Menschen.

Meine Antwort: Praktische Kabbala meint, wenn man seine egoistischen Eigenschaften in der Praxis korrigiert, sie in Eigenschaften des Schenkens und der Liebe umwandelt. Dies steht in allen kabbalistischen Büchern geschrieben und das wird durch das Studium in einer Gruppe gemacht, die sich vereint, um das Ziel zu erreichen – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Können Sie mir irgendwelche kabbalistischen Quellentexte zeigen, angefangen von ARI bis Baal HaSulam, die vom Gebrauch roter Bänder, dem Wahrsagen, heiligem Wasser, usw. sprechen? Diese Dinge haben nur eine psychologische Bedeutung, genau wie Religion. Auf der anderen Seite ist Kabbala eine praktische Korrektur Deiner selbst und als Ergebnis davon – die Erreichung des Schöpfers in dieser Welt und in diesem Leben. Das ist praktische Kabbala!

Verwandtes Material:
Blog-post: Was sagt die Tora über rote Bänder?
Blog-post: Authentische Kabbala vs. andere kabbalistische Schulen
Mythen über Kabbala

Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus


Gegenseitige Bürgschaft (Arwut) ist die Bedingung für das Leben, für die Existenz eines jeden lebenden Organismus. Wenn alle Kräfte und Aktionen des Organismus koordiniert und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind, dann treten die negativen korrigierenden Kräfte (Krisen und Krankheiten) nicht im Organismus auf und das System existiert in einer permanenten Balance (Homöostase).

Die gegenwärtigen Ereignisse (die finanzielle Krise, allgemeine Depression, Drogen, Zusammenbruch der familiären Einheit, Leere, Ziellosigkeit, die globale Krise, die ökologische Krise) enthüllen uns den individuellen und allgemeinen Grund für alles, was stattfindet – dass wir alle ein integraler Teil der Natur sind, dass alle Teile der Natur miteinander verbunden sind und sie sich deshalb dementsprechend verhalten müssen. Wir – die Menschheit – verhalten uns jedoch nicht auf diese Weise. Wir ähneln einem Krebsgeschwür in einem einzigen Wesen, einem harmonischen Organismus.

Die Menschheit muss realisieren, dass sie einen vollständigen Organismus darstellt und das Gesetz der allgemeinen gegenseitigen Bürgschaft – der Fürsorge für jeden Menschen und umgehend für jedermann – die entscheidende Bedingung für unser kollektives Überleben ist. Die biblischen Grundgesetze „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“ und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sind Gesetze, die die allgemeine Balance der Natur und unserer Gesellschaft bedingen. Wenn wir sie nicht einhalten, werden wir zugrunde gehen.

Baal Ha Sulams Artikel „Arwut“ (Gegenseitige Bürgschaft) beschreibt, wie wir die Balance mit der Natur erlangen können, indem wir die kabbalistischen Quellentexte verwenden. Das Buch Quantum-Kabbala spricht über meine Treffen mit amerikanischen Wissenschaftlern, die die an die Höhere Welt angrenzenden wissenschaftlichen Felder erforschen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum wird die Spiritualität nicht individuell, sondern durch gegenseitige Garantie erreicht?
Blog-post: Gleichheit und Brüderlichkeit sind die Mittel zur Erlangung von Spiritualität
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
 

Was ist die gegenseitige Bürgschaft für die virtuelle Gruppe?


Zwei Fragen, die ich über die virtuelle Gruppe erhielt:

Frage: Wie funktioniert die gegenseitige Bürgschaft in einer virtuellen Gruppe und welche Bedeutung hat sie dort?

Meine Antwort: Es ist dasselbe wie in einer physischen Gruppe, weil ihr nicht durch die Körper verbunden seid, sondern durch eure „Punkte im Herzen“ – du musst spüren, dass sie zusammen sind. Ich denke, dass es einfacher ist, das virtuell zu fühlen als während des physischen Kontaktes, wenn die Äußerlichkeit die Innerlichkeit überschattet.

Frage: Auf einer der virtuellen Gruppen-Webseiten beabsichtigte ich, eine Kabbala-Struktur zu gestalten und machte mich an die Arbeit, sie zu gestalten. Jedoch rief das überhaupt kein Interesse hervor. Soll ich damit fortfahren?

Meine Antwort: Ja, setz dich mit denen in Verbindung, die an der Entwicklung einer virtuellen Gemeinschaft arbeiten bei [email protected]

Verwandtes Material:
Blog-post: Es ist an der Zeit, den Traum Baal HaSulams zu verworklichen – Im Virtuellen Raum!
Blog-post: Virtuelle Kabbala
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft (Arvut)

Eine innige Bitte an meine Leser


Liebe Freunde!

Danke, dass Ihr diesen Blog besucht und Anteil daran nehmt.

Ich habe keine andere Wahl, als die immer wiederkehrenden Fragen auszulassen, da sonst der Blog zu einer Liste von Fragen & Antworten wird. Noch versuche ich wirklich, dem Blog eine andere Struktur zu geben.

Ich bitte Euch beharrlich, den Blog von Anfang bis zum Ende zu studieren. Ich versichere Euch, dass Ihr zu praktisch all Euren Fragen Antworten finden werdet und Euer Fleiß belohnt wird.

Herzliche Grüße,
Der Autor

Virtueller Unterricht – “Die Krise und die Lösung”


Am Sonntag den 2. November haben wir eine Sonderausgabe des sonntäglichen virtuellen Unterrichtes von 16.00-17.15 Uhr israelischer Zeit (15.00-16.15 Uhr MEZ) ausgestrahlt.

Der Unterricht war dem Thema „Die Globale Krise und ihre Lösung“ gewidmet.

Glaube – aus den Quelltexten


Glaube ist nicht im Verstand [zu finden] oder ein Gefühl, sondern eine Offenbarung innerhalb der innersten Ebene des Wesens der Seele, wenn ihre natürliche Entwicklung nicht verfälscht wird.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 70

Jeglicher Pessimismus kommt von der Ungewissheit und dem Zweifel, wenn man denkt, dass unser körperliches Leben alles ist, das existiert.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 69

Es gibt ein Gebot: die Größe des Schöpfers zu erreichen, indem man die Arbeiten der großen Kabbalisten untersucht, um alle Welten und alles sie bewohnende zu erlangen.
Rabbi Chaim Vital, Otzrot Chaim, Kapitel „Shmot“, S. 57

Wenn die Gesellschaft es wollte, würdet Ihr sogar ein Pferd verehren


Fragen, die ich zu alternativen Heilmethoden, zum Alter und berühmten Persönlichkeiten erhielt:

Frage: Wie denkt die Kabbala über Heilung durch Energie? Wird das störend auf meine spirituelle Entwicklung einwirken?

Meine Antwort: Menschen, die Kabbala studieren, nutzen nur offensichtliche Heilungsmethoden.

Frage: Warum fürchten sich Menschen so vor dem Altwerden?

Meine Antwort: Wegen eines Gefühls der Hilflosigkeit, Leere und Ungewissheit.

Frage: Warum verehren Menschen berühmte Persönlichkeiten?

Meine Antwort: Die Gestalt einer Berühmtheit ist an und für sich nicht wichtig, sondern weil die Gesellschaft sie für wichtig hält. Nimm zum Beispiel das Pferd von Caligula (ein Pferd, das im Römischen Reich verehrt wurde): Du kannst die Gesellschaft dazu bringen zu denken, ein Pferd sei von großer Bedeutung und dann wird die Gesellschaft es verehren. Und da Deine Werte durch die Gesellschaft bestimmt werden, wirst Du ebenfalls damit anfangen, das Pferd zu verehren.

Frage: Warum fühlen wir uns gut, wenn andere Menschen mehr leiden als wir?

Meine Antwort: Weil alles im Vergleich zur Gesellschaft gemessen wird.

Verwandtes Marterial:
Blog-post: Wie können wir aufhören, Sklaven der Werbeindustrie zu sein?
Blog-post: Die Methode Glück zu erlangen ist für alle oder keinen
Rabash Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe

Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten


Etwas wird Spiritualität genannt, wenn man es niemals verlieren kann. Daher nennt man den Wunsch mit der Absicht, „für sich selbst“ zu empfangen, „Körperlichkeit“. Sie wird von dieser Form befreit und die Form des Empfangens „für den Schöpfer“ annehmen.
Baal HaSulam, Artikel aus Shamati: Als Spiritualität wird etwas bezeichnet, das niemals verloren geht

Wir müssen für das Geben arbeiten, denn es ist gegensätzlich zu unserer Natur, welche „das Verlangen, Genuss zu empfangen“ darstellt. Wir müssen aber das Gegenteil wollen – den Wunsch nach Geben haben und nicht „für uns selbst“ zu empfangen.
Baal HaSulam, Artikel „Die Essenz und die Korrektur der Schöpfung (hebr.)“

„Einer der wütend ist, ist wie ein Götzendiener“, denn wenn man wütend ist, erfreut man sich am Zorn und darüber hinaus ist man stolz, weil man glaubt, im Recht zu sein. Hier begeht man zwei Sünden: Genuss und Stolz. Über den Stolz steht geschrieben: „Ich kann nicht mit einem stolzen Mann zusammen sein“ – und die eigene Seele verlässt einen solchen Menschen.
Baal HaSulam, Artikel „Einer der wütend ist (hebr.)“

„Man sollte tief in seinem Herzen wissen, dass der Schöpfer hinter einem her ist, wie man selbst hinter Ihm her ist. Man darf das nie vergessen, selbst in der größten Sehnsucht nach dem Schöpfer nicht. Wenn man sich erinnert, dass der Schöpfer einen vermisst und jagt, sollte man sich noch mehr anstrengen, den Schöpfer zu erreichen, bis man durch die Liebe die Verschmelzung mit ihm erreicht.“
Baal HaSulam, Briefe, S. 70

Wir können die großen Seelen in unsere Welt anziehen und sie werden durch die Tugend ihrer erhabenen Verlangen die Erlösung für die Welt bringen. Alles hängt von unserem Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, ab.
Rav Abraham Isaac Kook, „Arpilei Tohar,“ 41

Dies ist das Wissen, das ein Mensch haben muss: den Schöpfer zu kennen und sich selbst zu kennen – wer bin ich? Wie wurde ich erschaffen? Woher komme ich und warum? Wohin gehe ich? Wie kann ich meine Verlangen korrigieren? Wie soll ich vor dem Schöpfer erscheinen?
Das Buch Sohar, „Shir HaShirim“

Das Gesetz der Kabbala besagt, das es keine Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit gibt, in keinem einzigen Wort. Und auch in keiner Notiz und in keinem Brief, denn die Briefe sind Formen, die sich auf weißem Papier abbilden, wohingegen der Mensch Körper und Seele ist.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 27

„Am Ende der Tage wird die Unverschämtheit wachsen“ (Talmud. Sota, 49). Weil diese Generation extrem weit vom Schöpfer entfernt ist, denn die Leute sind sogar stolz auf ihre Unwissenheit. Und jene, die vom Schöpfer entfernt sind, sind betrügerisch und frech.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 28