Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Immer mit mir – Teil 68

Das Mahl

Das Mahl mit RABASH muss man besonders erwähnen.

 

Für ihn war es nicht nur Essen, Beisammensein mit den Freunden, sondern ein hoher spiritueller Prozess. Er hat uns die gleiche Einstellung zu dieser Handlung beigebracht. Unsere Mahlzeiten wurden in völliger Stille eingenommen. Wir durften nicht miteinander reden. Jeder musste sich innerlich konzentrieren und mit sich selbst sprechen. Es lag so viel Spannung in der Luft, dass jede Kleinigkeit zu seinem Mund mit Absicht begleitet werden musste. Wenn er sich entschieden hätte, sich nach dem Essen daran zu erinnern, was er gegessen hatte, wäre es für ihn sehr schwierig gewesen. Es war, als hätte das Essen keinen Geschmack, denn den Geschmack hat man nicht vom Essen bekommen, sondern vom Zustand selbst. So ein Mahl hatten wir damals in Tiberias gehabt. Jeder erinnert sich noch heute daran, wegen der besonderen inneren Kraft, die von Rebbe kam.

 

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Fortsetzung folgt…

Scham entwickelt den Menschen

Frage: Angenommen, ich werde zu einem Besuch eingeladen. Ich habe dem Gastgeber versprochen, mich mit ihm an einen Tisch zu setzen. Wie kann ich ihm sagen, dass ich auf die Bewirtung verzichten möchte?

Antwort: Das ist wirklich ein Problem. Man kommt in einen Zustand, in dem man einfach nichts vom Tisch nehmen kann. Es entwickelt sich die Eigenschaft der Scham.

Es ist keine irdische Scham, es ist ein riesiges Gefühl, das man nicht überwinden kann. Es fesselt und hindert einen daran, etwas vom Gastgeber anzunehmen.

Frage: Wie geht es mit der Scham weiter?

Antwort: Was als nächstes geschieht, werden wir noch studieren. Es ist aber die Scham, die uns führt und entwickelt.

Aus dem Unterricht, 16.02.2020

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Neues Leben 1211 – Coronavirus, ein globaler Notfall

New Life 1211 – Coronavirus, ein globaler Notfall
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Ein kleiner Virus unterbricht das gesamte Netzwerk der Verbindungen, die wir aufgebaut haben, weil es sich um egoistische Verbindungen handelt. Das eigentliche Problem liegt jedoch nicht beim Coronavirus, sondern darin, dass wir trotz all unserer Fähigkeiten nicht für alle Menschen ein gutes Leben geschaffen haben. Das egoistische Verlangen im Menschen ist unersättlich. Und die integrale Natur stimmt dem nicht zu. Deshalb ist das Virus ausgebrochen. Die Natur, als ein integrales Gesetz, verbindet alle ihre Teile miteinander und lässt keinen von ihnen dominieren. Menschliche Beziehungen bestimmen alles. Wenn wir sie ins Gleichgewicht bringen, werden alle Ebenen der Natur im Gleichgewicht sein, und unser aller Leben wird perfekt sein.

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Aus KabTV´s „Neues Leben 1211 – Coronavirus, Ein globaler Notfall“, 10.03.2020

Das Spiel des Schöpfers mit dem Menschen

Frage: Es heißt, dass der Schöpfer mit dem Leviathan spielt. Was bedeutet das?

Antwort: Der Leviathan symbolisiert eine gemeinsame Schöpfung- Milliarden von Menschen.

Frage: Sind also all die Ereignisse, alles, was durch mich hindurchgeht, alles, was ich fühle – ein Spiel des Schöpfers mit mir?

Antwort: Natürlich. Damit man anfängt, sich die Welt als etwas vorzustellen, das man mit dem Schöpfer verbindet.

Frage: Aber warum spürt der Mensch nicht, dass es eine Macht gibt, den Schöpfer, der mit ihm spielt?

Antwort: Soweit ist der Mensch noch nicht gekommen. Diesen Zustand muss er noch erreichen. In der Zwischenzeit akzeptiert er von allem, was aus der Welt auf ihn zukommt, nur das Nötigste für seine Existenz, d.h. er lebt ganz normal als gewöhnlicher Mensch in unserer Welt.

Was bedeutet normal? Wenn er alle seine Bestrebungen darauf ausrichtet, die Höhere Welt und den Schöpfer zu offenbaren. Dann bekommt er unfreiwillig, auf natürliche Weise, alles was er braucht. Er beschränkt sich nicht, er will nicht mehr, da alle seine Gedanken über seinem tierischen Körper stehen. Dann strebt er zum Schöpfer und fühlt Ihn.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019

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Immer mit mir – Teil 67

                                        Exil

Wenn es keine äußeren Störungen und keine Notwendigkeit gab, „sich aufzuspielen“, konnte RABASH in einen solchen inneren Zustand eintreten, in dem er den Körper praktisch nicht spürte, es störte ihn nicht, er war in sich gekehrt. Er konnte kaum hören, was um ihn herum geschah, er lebte alles im Innern durch. Es war keine Meditation, es gibt so etwas in der Kabbala nicht, es war eine spirituelle Vertiefung. Diesen Zustand von ihm belauerte ich in Tiberias.

Es war eine halbe Stunde her, vielleicht mehr. Wir wussten nicht, was wir tun sollten. Einerseits verstanden wir, dass wir ohne seiner Erlaubnis nicht kommen durften, andererseits hatte ich das Gefühl, dass ich ihn in diesem Zustand nicht lassen konnte.

Und dann erschien Rebe. Er war schon anders, „lebendig“, seine Augen sahen uns neugierig an. Er fragte: „Na, was macht ihr da?“ Wir fingen an ihm zu erklären, dass wir ihn überhaupt nicht stören wollten, dass wir beabsichtigten, in Tiberias unsere Freunde Versammlung durchzuführen, und kamen zugleich ihn zu besuchen. Wir dachten, wie ist es denn, in Tiberias zu sein, ohne vorbeizukommen?

Wir alle sahen RABASH an. Er machte eine ordentliche Pause, sah uns wieder an… und sagte: „Lasst uns das Mahl vorbereiten“.  Uns allen taute das Herz auf, wir waren so glücklich, alle lachten. Aron Brisel, ein Spezialist für Mahlzeiten, schickte jemanden auf den Markt, einer kochte bereits Wasser, ein anderer schnitt Gemüse, und wir alle hatten das Gefühl eines Festes.

 

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Fortsetzung folgt…

Der Tag nach dem Coronavirus – Kapitel 5. Eine neue Welt

Eine neue Welt

Unser Planet ist reich genug, um uns alle zu versorgen, warum sollten wir also diesen tragischen Krieg, der unser Leben seit Generationen verdunkelt, bis zum Tod führen? – Baal HaSulam, Die Nation.

Das Coronavirus isolierte uns in unseren Häusern und ließ uns erkennen, wie anders die Welt erscheinen kann. Wir waren auf die Pandemie nicht vorbereitet. Wir waren schockiert. Mit der Zeit fanden viele von uns jedoch einen gewissen Reiz darin, wieder in den Schoß unserer Familien zurückzukehren.

Viele erlebten neue Erfahrungen mit der Familie Familie, die in unserer Konsumkultur verloren gegangen war: Momente gemeinsamen Lachens, des entspannten Zeitvertreibs und des genauen Zuhörens, was unsere Lieben zu sagen haben. Des Einfühlens in ihre Sorgen, Hoffnungen und Schmerzen.

Die Welt vor dem Coronavirus scheint uns jedoch aus der Ferne verschlagen zuzuzwinkern und droht, mit voller Wucht zurückzukehren. An diesem Punkt bietet sich uns eine einmalige Gelegenheit für eine besondere Art der Selbstbeobachtung. Wir können nun prüfen, ob wir wirklich in das Leben zurückkehren wollen, das wir verlassen haben.

Die Welt vor dem Coronavirus war nicht nach unseren Bedürfnissen und auch nicht nach den Bedürfnissen unserer Kinder aufgebaut, sondern nach den Regeln des vom menschlichen Egoismus geprägten Wirtschaftssystems. Es war die Norm, von morgens bis abends zu arbeiten und unsere Kinder und Ehepartner erst am Ende des Tages erschöpft und lustlos zu treffen. Doch wie hätten wir sonst für alle Kosten aufkommen können, die auf uns lasteten?

Die heutige Wirtschaft basiert auf dem Konsumismus: Aggressive Produktion, Vermarktung und schließlich Konsum, mit dem Ziel, die Gewinne zu steigern, die Märkte zu erweitern und immer mehr Verbraucher mit immer größerer Raffinesse zu „melken“.

Der Konsumismus hat uns dazu verleitet, neue Autos zu kaufen, unsere Küchen und Wohnungen zu renovieren, mehr Hemden, Jacken, Kleider und Schuhe zu kaufen. Er veranlasste uns, zunehmend in andere Länder zu fliegen und in immer mehr Restaurants auszugehen. Da wir daran gewöhnt waren, diese Aktivitäten als Lebensfreude anzusehen, gaben sie uns ein gutes Gefühl, und je mehr wir unser Leben damit füllen konnten, desto mehr konnten wir uns als erfolgreich bezeichnen.

Zur Erlangung eines „respektablen materialistischen“ Status, den wir vielleicht gar nicht wirklich wollen, arbeiteten wir hart, um Geld zu verdienen und dann Spaß damit zu haben. Wir machten an den schönsten Orten der Welt Urlaub, um danach erneut in das Hamsterrad zurückzukehren. Dann erstarrte alles.

Wie eine strenge Mutter, die ihren Kindern eine Lektion erteilen will, erhob die Natur ihre strenge Hand und flüsterte uns zu: „Hört auf mit allem, was ihr tut! Geht in eure Zimmer. Setzt euch. Denkt über das nach, was ihr tut. Seht ihr nicht all den Schaden, den ihr euch selbst zufügt? Seht ihr denn nicht, dass, wenn ihr mit dem, was ihr tut, weitermacht, am Ende unglücklich sein werdet und später im Leben noch viel größere Schmerzen erleiden werdet? Ich möchte, dass ihr jetzt ernsthaft darüber nachdenkt, was ihr wirklich braucht und was nicht, und ich hoffe, dass ihr alles, was ihr nicht benötigt, loswerdet. Ich hoffe auch, dass ihr, wenn ich euch wieder rauslasse, ein viel besseres Verhältnis zueinander und zu der Welt, in der ihr euch befindet, haben werdet.

Dieses Virus verändert uns. Er traf uns wie ein Tsunami, und er hat einen großen Teil des Schmutzes, der sich in unserem Leben angesammelt hatte, weggespült. Immer mehr Menschen begannen, ernsthaft darüber nachzudenken, was im Leben wirklich wichtig ist, in was für einer Welt wir wirklich leben wollen, welche Nachteile die Jagd nach immer größeren Gewinnspannen aufweist und wie die menschliche Gesellschaft und die Wirtschaft aufgebaut sein sollten, um uns wirklich zufrieden und glücklich zu machen.

Der „hehren“ Wert unseres alten Paradigmas bestand darin, so viel wie möglich zu produzieren, zu konsumieren und dann wegzuwerfen, um die Räder der Maschinerie in Bewegung zu halten. Nun, da wir gezwungen sind, von all dem Trubel eine Verschnaufpause einzulegen, hat sich Raum für sinnvollere Beschäftigungen eröffnet.

Wir haben nun mehr Zeit in unser Verhältnis zu Familie, Freunden und Mitmenschen zu überdenken und zu verbessern. Mit mehr Wärme und Liebe. Wir können uns enger mit unseren Familienmitgliedern verbinden oder unseren Nachbarn und Freunden mehr Aufmerksamkeit schenken, indem wir mit ihnen in einen Dialog treten.

Aber wie bauen wir eine Welt auf, in der es sich gut leben lässt? Stellen wir uns für einen Moment die Medien und die Politik ohne destruktiven Wettbewerb und Privatinteressen als Ideal vor. Die Verbesserung der Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen ist eine Anforderung, die uns die Natur in ihrem Entwicklungsprozess stellt, und wir werden ihr auf die eine oder andere Weise entsprechen müssen. Wenn wir die Gesetze der Natur nicht verstehen und weiterhin gegen sie handeln, werden wir Rückschläge erhalten, die uns zum Umkehren zwingen werden, ähnlich dem Szenario des Coronavirus.

Eine grundlegend neue Welt ist eine Welt, in der die Menschen lernen, sich zueinander so zu verhalten, wie zu sich selbst. Solche Beziehungen liegen natürlich jenseits unserer angeborenen Natur. Genau aus diesem Grund ist die Weisheit der Kabbala – die Methode der Verbindung – unserer Generation offen zugänglich, worauf wir an dieser Stelle jedoch nicht näher eingehen wollen.

Wenn echte Verbindung zu unserem höchsten Gut wird, das wir anstreben, werden wir spüren, dass es in der Natur eine Kraft gibt, die die Realität in gleicher Weise beeinflusst. Wir haben unser Leben schon immer danach gesucht. Die Menschen nannten es „Gott“, „Universum“, „Natur“ und hatten keine Ahnung, was oder wo es tatsächlich war.

Jetzt können wir entdecken, dass dies eine Kraft der Verbindung und Liebe ist, die Quelle des Lebens. Diese Kraft ist weder im Himmel noch in unserer Vorstellung zu finden. Stattdessen entsteht sie in den neuen positiven Beziehungen, die wir aufbauen werden, in unserer verbesserten Einstellung zueinander.

Wir können so einen Schritt nach vorn nur gemeinsam tun, wir alle – die Menschheit als Einheit. Wir sollten nicht zurückblicken und niemals die alte Welt wiederbeleben, die uns gegeneinander aufwiegelte.

Wenn es uns gelingt, einander auf dem Weg zu einer immer positiveren Verbindung voranzubringen – und ich hoffe, das wird uns gelingen -, dann werden wir eines Tages sogar für das Coronavirus dankbar sein, denn wir werden sehen, dass es uns in eine viel bessere Welt gedrängt hat.

Ich wünsche uns allen die Kraft und den Mut, diesen herausfordernden Wandel in Richtung einer positiv verbundenen Menschheit gemeinsam zu meistern.

„Alles steht auf Liebe.“ – Das Buch Sohar, Teil VaEtchanan (Ich plädierte).

Sollen wir uns um die Gesundheit des Planeten Sorgen machen?

Frage: Ist es lohnenswert, sich um die Gesundheit des Planeten zu sorgen, sich zu kümmern, dabei nicht zu übertreiben und keine Chemikalien zu verwenden?

Antwort: Die Kabbala spricht nicht darüber. Sie sagt, dass man sich für das Erreichen des höchsten Ziels einsetzen soll. Es wird dann wieder alles andere normal, wird richtig und natürlich. Die Arbeit muss sich um die Korrektur der Seele drehen.

Machen Sie nur das! Verlieren Sie keine Zeit mit dem Naturschutz und allem anderen! Sie brauchen es nicht! Sie wissen nicht welche Gesetze hinter all dem stehen.

Wenn Sie versuchen Ihre Seele zu korrigieren, schließen Sie damit alle anderen Bedingungen zur Korrektur der Welt mit ein.

Aus dem Unterricht, 26.01.2020

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Der Tag nach dem Coronavirus – Kapitel 4. Integraler Verstand und Emotion

Integraler Verstand und Emotion

Um zu verstehen, was es bedeutet, in einem integralen System optimal zu funktionieren, werfen wir einen Blick auf den menschlichen Körper. Stellen Sie sich vor, dass plötzlich jedes Organ beschließt, das zu tun, was es will, unabhängig von seiner notwendigen Funktion zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens des Körpers. In einer solchen Situation würde der Körper keine fünf Minuten überleben. Er würde schnell sterben.

Ein optimales Funktionieren des Systems erfordert somit die bewusste Aneignung eines neuen integralen Verstandes und neuer Emotionen.

Der ultimative Impfstoff gegen eine globale Pandemie wäre daher, unsere Beziehungen in Harmonie zu bringen und sie an die Naturgesetze anzupassen. Es wäre daher klug, den Wert der persönlichen und gegenseitigen Verantwortung – die die Coronavirus-Ära von uns verlangt – zu einem Gesetz der Verbindung in unserem Alltag zu machen.

Zu verstehen, wie man gesunde Verbindungen zwischen verschiedenen und sogar widersprüchlichen Individuen webt, stellt die nächste Stufe der menschlichen Evolution dar. Die Schaffung von Beziehungen, die den Naturgesetzen entsprechen, setzt voraus, dass jeder Einzelne eine tiefe Bindung zu anderen Menschen pflegt. Wir müssen sensibel für die Bedürfnisse der anderen werden, um zu verstehen, wie wir einander helfen und ergänzen können. Das ist eine recht komplizierte Aufgabe, aber wenn wir es schaffen, werden wir erstaunt erkennen, dass gerade in diesem Übergang zu einer neuen Wahrnehmung auch noch ein persönlicher Gewinn liegt.

Sobald wir die Fähigkeit entwickeln, andere zu spüren und als Teil unserer selbst zu erkennen, wird das Glück des anderen zu unserem Glück. Es wird zu unserem Glück hinzugefügt. Und wir werden dieses Glück als unser eigenes wahrnehmen. Unser sozialer Verstand wird sich erweitern und interessiert daran sein, uns selbst und anderen als Ganzes zu nützen. Dadurch wird sich wiederum unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ändern. Eine ganze Welt von neuen Möglichkeiten wird sich uns eröffnen, die früher weit außerhalb unserer Wahrnehmung lag.

In einem so fortgeschrittenen Zustand werden wir uns freuen, auf der Welt unseren einzigartigen Beitrag zu leisten. Jeder von uns wird seine Individualität und Einzigartigkeit für das Wohlergehen des Kollektivs anstelle für persönlichen Gewinn nutzen. Wir werden dann auch viel umfassendere Eindrücke aus unserer Umgebung aufnehmen können. Wir werden miteinander so in Verbindung treten können, sodass wir wirklich spüren, was wir alle fühlen und denken. Wir werden unsere Wahrnehmungen und Empfindungen erweitern und zu wirklich sozialen und liebenden Wesen werden. Je mehr wir andere inspirieren, ermutigen und unterstützen werden, desto mehr werden wir selbst wachsen und uns zu humanen Menschen entwickeln, und desto mehr wird unser Wert in der Gesellschaft steigen.

Das Bewusstsein unserer gegenseitigen Abhängigkeit und Verbundenheit wird jeden von uns verstehen und fühlen lassen, wie sich das Netzwerk auf uns auswirkt, wie wir das System beeinflussen und wie wir gewinnen, wenn wir an das Wohl des Ganzen denken. Wir werden uns unserer unausweichlichen Interdependenz bewusster werden, und wir werden verstehen, wie sie sich im gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereich manifestiert. Wir werden klar definieren können, was dem System schadet oder nützt. Die Definition von Erfolg, wie wir sie heute kennen, wird sich grundsätzlich ändern.

Dementsprechend ist zu erwarten, dass wir in Zukunft, wenn wir zu gegenseitig rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Wesen werden, neue Instrumente schaffen werden, die dem Übergang vom individuellen zum kollektiven Bewusstsein dienen. Solche Werkzeuge werden uns helfen, unsere neue Einstellung zu praktizieren, und uns qualifizieren und die Wünsche und Gedanken anderer immer besser zu verstehen.

Wenn die Qualität unserer Beziehungen so hoch sein wird, wird jeder Mensch ein ganz neues Gefühl der Sicherheit, des Vertrauens, des Glücks und der Vitalität gewinnen. Das Gefühl, dass die Menschen um uns herum versuchen, uns zu nützen, uns zu helfen, uns zu ermutigen und uns zu inspirieren, wird uns allmählich von der unaufhörlichen Sorge um unsere eigenen Bedürfnisse befreien. Dann werden wir in der Lage sein, umfassendere Aspekte unseres Potentials zu verwirklichen.

In der Tat klingt dieses perfekte Bild der Wirklichkeit utopisch oder naiv. Aber stellen Sie sich vor, wie verrückt es vor dem Coronavirus geklungen hätte, wenn jemand gesagt hätte, dass sehr bald fast alle Flüge eingestellt werden, die Weltwirtschaft nahezu zum Erliegen kommt und die Menschen auf der ganzen Welt in ihren Häusern eingesperrt werden.

Immer mit mir – Teil 66

Er war nicht mehr hier

 Eines Tages, als RABASH nach Tiberias aufbrach, beschloss unsere ganze Gruppe plötzlich, zu ihm zu gehen. Es war am Donnerstag, dem Tag der Freunde Versammlung. Er sollte am Freitag zurückkehren und wir haben beschlossen, den Tag mit dem Lehrer zu verbringen, ein Mahl zu bereiten. Wir dachten, dass wir ihn damit erfreuen würden.

Wir kamen an. Wir näherten uns dem Zaun des Hauses, in dem RABASH wohnte, und blieben plötzlich stehen. Wir realisierten, dass wir nicht wussten, wie wir reinkommen sollten, wir verstanden nicht, warum wir da waren, wie dieser Gedanke in uns geboren wurde. Schließlich lud uns niemand ein. Wir standen vor dem Zaun, waren still und wussten nicht, was wir tun sollten. Plötzlich sagte jemand: „Lasst Michael gehen.“ Und alle sahen mich an.

Ich erinnere mich, dass ich den zugewachsenen Garten betrat, den Weg zum Haus entlang ging, und die ganze Zeit hatte ich das Angst, dass es kein guter Zeitpunkt war, dass er uns nicht rief. Warum gehe ich, warum habe ich zugesagt? So ging ich bis zur Tür des Hauses, da gab es ein großes Moskitonetz, türhoch, ich erinnere mich an alles, bis ins kleinste Detail. Ich schaute durch es hindurch, zuerst sah ich nichts, und dann erkannte ich plötzlich einen Mann auf dem Bett sitzen. Ich wusste nicht sofort, dass es RABASH war.

Er saß da, bewegungslos, in seiner Hose und Unterhemd, und starrte vor sich hin. Ich wagte es nach langer Zeit, das Schweigen zu unterbrechen, aber ich war auch nicht glücklich über die Idee, dass ich ihn beobachtete. Also sagte ich leise: „Hallo, Rebe.“

Er reagierte nicht. Ich rief lauter: „Rebe?!“ Langsam drehte er seinen Kopf zu mir, und plötzlich verstand ich – er sieht mich doch nicht!

RABASH blickte durch mich hindurch, als wäre ich unsichtbar. Ich erinnere mich, dass mein Herz schlug, ich wusste nicht, was ich in solch einer Situation tun sollte. Plötzlich blickte er auf den Boden. Es dauerte ein oder zwei Minuten, nicht länger. Dann schaute er langsam zu mir auf und fragte: „Und wer hat dich hierher gerufen?“

Er sprach leise, als würde er mit einer völlig fremden, ungebetenen Person sprechen.Ich dachte wieder: Ich muss dringend weggehen. Und alle wegbringen…  Ich sagte: „Rebe, wir sind zusammen hierher gekommen. Die ganze Gruppe. Wir dachten…“

Er unterbrach mich: „Und wer hat euch gerufen? Er sprach und sah wieder weg. Er kehrte in denselben Zustand zurück, in welchem ich ihn auf fand. Ich sagte kein Wort mehr, ich hatte Angst seine Stille zu unterbrechen. Ich ging vorsichtig die Treppe runter, zündete eine Zigarette an. Die Jungs kamen auf mich zu, sie verstanden alles sofort, ich musste ihnen nichts erklären. Wir saßen da und rauchten, und wir wussten nicht, was wir tun sollten.

 

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Fortsetzung folgt…

 

Den Planeten retten: Kinder sind dafür, Eltern sind dagegen

Veröffentlicht in ML Dr. Michael Laitman

Bei der Rettung des Planeten fühlt sich nicht jeder angesprochen. In Holland erstellte ein Vater eine Liste mit Dingen, auf die verzichtet werden soll. Auslöser dazu war die Aufforderung seiner Tochter, für eine bessere Umweltsituation in der Welt zu kämpfen.

Greta Tunberg ist die Verkörperung des Kampfes für eine saubere Umwelt. Ihrem Beispiel folgend demonstrierten viele Kinder in den Niederlanden. Zur Beunruhigung der Eltern schwänzen sie sogar dafür die Schule. Und das gehört wirklich nicht zu den Regeln und der Kultur des Landes.

Dennoch erweckt Gretas Vorbild die Welt und die jungen Geister. Und der niederländische Papa dachte sich folgendes aus und schrieb: „Natürlich werden wir das Massensterben und das Schwinden des Ökosystems verhindern. Wir werden dir, Tochter, eine strahlende Zukunft schenken und die Temperatur des Planeten um vier Grad senken. 

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