Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Gebt mir eure Wünsche!

Frage: Wie verbinden wir uns miteinander?

Antwort: Ich habe den Wunsch, etwas Erhabenes zu erreichen – in die höhere Welt zum Schöpfer aufzusteigen, zur Wurzel meiner Seele, zu etwas Unbekanntem.

Ursprünglich ist in jedem Menschen dieses Streben angelegt – das Streben, seine Wurzel, den Sinn seines Lebens zu erkennen. Es liegt in jedem von uns, doch bei dem einen zeigt es sich jetzt, bei einem anderen zeigte es sich in einer früheren Inkarnation, und bei einem dritten wird es sich in der nächsten zeigen.

Meine Wurzel befindet sich im Schöpfer. Von dort bin ich in diese Welt herabgestiegen. Und jetzt streben wir beide wieder nach oben. In jedem von uns ist diese Wurzel der Seele, der Punkt im Herzen, erwacht.

Weder du noch ich können mit unseren einzelnen Punkten etwas erreichen. Aber wir werden es schaffen, wenn wir sie verbinden – wenn du meinen Punkt mit deinem vereinst und ich deinen mit meinem.

Wie? Dafür müssen wir uns bemühen, unsere Herzen zu verbinden. Die eigentliche Einheit wird von oben kommen – durch das Licht, das zur Quelle zurückführt –, doch dafür musst du von allen, die hier sind, ihre spirituellen Wünsche erwerben.

Du erwirbst sie durch deine Bitte. Das Verlangen bewegt alles, denn es ist der Stoff der Schöpfung. Ich will, ich sehne mich danach, dass ihre zum Schöpfer gerichteten Wünsche zu meinen werden. Ich möchte, dass in mir ein einziges großes Verlangen entsteht, das aus all den individuellen Wünschen besteht.

Fang an, darüber nachzudenken, und du wirst sehen, wie dich das den Menschen näherbringt – nicht so sehr körperlich, sondern innerlich: Du wirst beginnen zu fühlen, was in ihren Herzen ist, und dein eigenes spirituelles Verlangen wird sich aus einem Punkt in eine Sphäre, in eine „Kugel“, in ein „Gefäß“ verwandeln.

Und in diesem gemeinsamen Verlangen wirst du den spirituellen Strom, das spirituelle Leben, spüren.

Darum fordere: „Ich will eure Wünsche! Braucht ihr meine? Ich bin bereit, bitte. Lasst uns nur eine Gruppe bilden, in der jeder sein Herz mit den Herzen der Freunde verbinden will.“

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Aus der 1. Lektion des Kongresses in der Arava

Die Lenkung des Schöpfers erfassen

Frage: Sie sagten einmal: „Wenn man von Oben nicht abgetrennt wird.“ Das ist vielen Kabbalisten widerfahren, als sie gegen ihren Willen vom Spirituellen abgetrennt wurden.

Antwort: Von Oben aus könnte alles gemacht werden, absolut alles! Schließlich sind wir in diese Maschine hineingesetzt worden. Wir existieren in ihr.

Dennoch haben wir die Möglichkeit, über unserer Existenz in dieser Maschine zu fühlen, dass wir in ihr leben, in ihr arbeiten, nach einem bestimmten Plan ins Leben gerufen werden und ein bestimmtes Programm ausführen. Das heißt, wir können in uns das Verständnis entwickeln, dass wir kontrolliert werden, und so den Lenkenden verstehen, Ihn rechtfertigen, alles über Ihn erfahren und Ihm gleich werden.

Wir werden aber dennoch immer absolut alles tun, was Er in uns hervorruft. Wir stehen ständig unter seinen Befehlen.

Doch seine Lenkung über uns zu offenbaren, sie als gut, richtig, wahr, unendlich harmonisch und vollkommen zu erkennen und so durch das Erfassen des Lenkenden an Ihn anzuhaften – das ist unser Ziel. Dadurch erheben wir uns auf die Ebene des Lenkenden, auf die Ebene des Schöpfers, wir erfassen, verstehen und werden wie Er. Es ist, als würden wir unser eigenes Programm starten, uns selbst verwirklichen.

Im Prinzip widersprechen wir Ihm in keiner Weise. Wir erkennen einfach, dass dies das Vollkommenste ist, und tun es ohne Aufforderung. Es stellt sich heraus, dass wir auf der höchsten Ebene der Erkenntnis, selbst wenn es keine Befehle von Seiner Seite gäbe, genau dasselbe tun würden. Das heißt, wir ersetzen gewissermaßen den Schöpfer.

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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelte das Telefon. Existenz in Erkenntnis“