Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Welt durch die krumme Brille anzuschauen

Eine Frage, die ich erhielt: Ich glaube Ihnen, dass alle Probleme eine Folgerung meiner falschen Wahrnehmung sind. Aber was kann ich machen, wenn ihre Einstellung für mich immer noch eine Philosophie ist, und die Probleme meine Realität darstellen?

Meine Antwort: Wenn du dich in die Gruppe eingereiht hättest, und von ihr die Empfindung der Sicherheit, die Bürgschaft bekommen könntest, dann hättest du dich wie auf den Händen der Mutter empfunden. Du wärst somit nie mehr besorgt, weil du wissen würdest, dass dich 600.000 Seelen umgeben, die für dich sorgen.

Dir könnte nichts Schlechtes passieren, weil sich dort die Shechina, der Schöpfer befinden. Deshalb kann man nur dafür sorgen, wie man lernen kann, sich zu den anderen – wie zu sich selbst zu verhalten, um folglich zu verstehen, dass in Wirklichkeit sie „ich“ bin.

Man muss aufhören, seinen Augen und den egoistischen Sinnesorganen zu glauben, die uns empfinden lassen, dass es außerhalb von uns fremde Menschen sind.

Es wird den Menschen von allen Problemen befreien! Allmählich wird sich durch dieses Herangehen die richtige Wahrnehmung der Realität offenbaren, die Welt wird durchsichtiger und klarer, so dass man hinter jedem Gegenstand – die dahinter wirkende Kraft sieht.

Du wirst also plötzlich sehen können, wie sich alles verbindet, und du wirst erstaunt sein, wie blind du früher warst! Was für eine krumme Brille hattest du früher an! Denn alles hängt nur von deiner Sehkraft und Wahrnehmung ab.

Nichts ändert sich, sondern du vereinst die Achsen deiner Sehkraft, wonach dir plötzlich ein ganz anderes Bild gezeigt wird.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel “ Eine Dienerin, die ihrer Herrin vererbt“, 13.12.2010

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Der allgemein gültige Aberglaube

Eine Frage, die ich erhielt: Die Weisen haben gesagt, dass man denjenigen in der Kabbala nicht unterrichten darf, wer „seinen Götzendienst, den Aberglauben“ nicht losgesagt hat. Was ist darunter gemeint?

Meine Antwort: „Der Aberglaube“ bedeutet, dass  man meint, unser Leben wäre vom Zufall, außer diesem es nichts mehr gibt und nicht von einer einzigen Höheren Kraft abhängig, – „Der Gute und das Gute tuende „.

Alles andere heißt auch der Aberglaube: der Glaube an die Regierung, an die eigenen Kräfte, an die Kräfte der Natur, an den Erfolg, an die Teufel und die Geister – an alles, außer dem einzigen Schöpfer, der für unser Wohl sorgt.

Im Endeffekt ergibt sich, dass der Aberglaube ein Zustand ist, in dem sich der Mensch nicht in der zusammengebundenen, geschlossenen Welt, im einheitlichen Integralsystem  empfindet, worin die einzige Kraft des Gebens und der Liebe herrscht.

Wenn er keine solche offenbare Empfindung hat, dann hat er keinen Glauben. Jede andere Weltanschauung heißt der Aberglaube, das heißt der Glaube an die verschiedenen, fremden Kräfte.

Es ist aber klar, dass man von jedem nach Maßgabe seiner Entwicklung fordert, wie wir von einem Kind mit jedem Jahr immer mehr, entsprechend seinem Alter erwarten.

Deshalb darf man den ersten Besten nicht darin beschuldigen, dass er sich nicht in der Welt der Unendlichkeit, nicht in der Empfindung des einheitlichen Schöpfers befindet. Folglich soll  sich Ihn jeder auf seinem Niveau vorstellen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die ihrer Herrin vererbt“, 13.12.2010

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Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.5

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Wichtigste ist die Arbeit in der Tora und Geboten

Und hier sind die Worte der Weisen, welche die Frage stellten: „Was für einen Unterschied macht es für den Allmächtigen, dass der eine das Vieh vom Halse schlachtet und der andere vom Hinterkopf? Denn die Gebote sind zu nichts anderem gegeben, als nur um durch sie die Geschöpfe (zu verbinden und sie vom Egoismus) zu reinigen“. Und „Reinigung“ bedeutet die Reinigung des schmutzigen (egoistischen) „Körpers“ (Verlangens), was auch der Zweck ist, welcher aus der ganzen Ausführung von Tora und Geboten entspringt.

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.12

Wie die Weisen sagten: „Die Tora und die Gebote wurden zu nichts anderem gegeben, als um durch sie das Volk Israel (jeden der sich nach dem Schöpfer, nach der Eigenschaft des Gebens strebt) zu reinigen (zu vereinen)“.

Und dieses Gebot stellt die „Reinigung des Körpers“ (vom Egoismus) dar, bis der Mensch eine zweite Natur erlangt, die in der Nächstenliebe besteht. Das heißt, ein einziges Gebot – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – ist das Endziel, nach dessen Erreichung der Mensch unmittelbar der Verschmelzung mit dem Schöpfer gewürdigt wird

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.15

Wovon lasse ich mich begeistern?

Ich muss ständig nach immer bequemeren Mitteln suchen, die mir helfen werden, mich möglichst schnell von der Wichtigkeit des Ziels begeistern zu lassen und zu jenem Ort, zu jenem „Tropfen der Einheit“ zu streben, wo ich letztendlich hoffe, den Schöpfer zu enthüllen.

Hier hängt alles von dem momentanen Zustand ab. In mir kommen immer neue Reshimot zum Vorschein. In der Regel fange ich an, die Absicht aus einem unklaren, verschwommenen, „trockenen“ Zustand ohne einen Tropfen Gefühl und Verstand aufzubauen.

Nun muss ich aus diesem „Dämmerschlaf“ aufwachen, in mir muss ein dermaßen starkes Verlangen entbrennen, in dem es „besser wäre, zu sterben, als auf diese Weise, ohne die höhere Erkenntnis, weiter zu leben“ – wenn ich jetzt sofort nicht das enthülle, wovon mir das kabbalistische Buch erzählt.

Ich muss nach allem suchen und alles nutzen, was in der Lage wäre, mich zu ergreifen, zu berühren. Manchmal hilft die Gruppe, die mich an die Verbindung, an die Bürgschaft und an die Pflicht erinnert. Manchmal lässt mich der Gedanke an den Schöpfer als an ein schönes, erhabenes Ziel begeistern. Manchmal lässt mich die Handlung selbst, die Arbeit an der Annäherung mit den Freunden trotz der Hindernisse entbrennen.

Ich muss nach Mitteln suchen, die eine unausrottbare spirituelle Forderung beim Lesen von kabbalistischen Texten während des Unterrichts in mir entstehen lassen.

Die Herangehensweise an diese Texte muss ausbalanciert sein. Im Prinzip habe ich zwei Gründe, mich zu beschweren. Einerseits, wenn ich nichts verstehe, habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Andererseits, wenn ich anfange, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, gebe ich Nahrung meinem Verstand und verliere die Absicht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im Brief 17: „Am Besten hältst du dich an das Ziel – strebst die Anweisungen des Schöpfers an. Denn wenn jemand die Wege des Schöpfers und die Anweisungen des Schöpfers, d.h. die Geheimnisse der Tora nicht kennt, wie wird er Ihm dann dienen können? Das ist das sicherste Mittel, auf der mittleren Linie von allen drei zu bleiben“.

Wir streben danach, zu verstehen, was wir tun sollen: „Gib uns Verstand, gib uns Kraft, richte uns aus, erkläre uns, zeig uns ein Beispiel, damit wir richtig handeln können“.

All das kannst du vom Schöpfer verlangen, wie ein Kind von einem Erwachsenen verlangt. Von der Seite des Kindes wird lediglich das Verlangen benötigt, und die Erwachsenen werden es mit allem Nötigen versorgen. Dieses Verlangen sammle ich in der Gruppe, bei den Freunden. Genau darin besteht meine freie Wahl.

Von oben bekomme ich alles, was ich auf dem spirituellen Weg brauche – außer der Forderung, die ich selbst herausarbeiten muss. Und diese kommt erst dann, wenn ich mich durch die Umgebung von der Wichtigkeit des Ziels begeistern lasse. Dann wird die Begeisterung vom Herzen kommen, und ich werde mit aller Kraft die Anweisungen des Schöpfers anstreben, damit ich lernen kann, Ihm zu dienen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 13.12.2010

Sich selbst wiederbeleben

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer es nicht gleich so gemacht, dass wir alle Anderen wie eigene Körperorgane wahrnehmen?

Meine Antwort: Du musst aber gerade aus der Gegensätzlichkeit heraus die Form des Gebens enthüllen: aus dem Hass, dem Empfangen, dem Ausnutzen des Nächsten heraus Liebe und Einheit erreichen.

Stell dir vor, du würdest plötzlich erfahren, dass dein schlimmster Feind, den du früher in den Staub treten und durch alle möglichen Hinrichtungsarten vernichten wolltest, in Wirklichkeit dein Sohn ist, von dem du nichts gewusst hast – wie in einem Film.

Du verstehst es noch nicht. Versuche aber, in die Gruppe einzutreten und dir vorzustellen, dass du dich in das gemeinsame Verlangen einfügst. Schaue nicht auf die Gesichter, schaue auf das Verlangen, welches bei allen gleich ist, dringe tiefer hinein.

Und dann wirst du durch dieses Verlangen spüren, dass du von besonderen Seelen umgeben bist und nur du derjenige bist, der sie von der Seite anschaut. Versuche, dich in sie hineinzufügen und dich vollkommen zu annullieren.

Durch diesen Selbstverzicht beginnst du zu leben! Bleibe immer in diesem Gedanken, damit er dich nie verlässt – triff eine Entscheidung, dass du von nun an auf diese Weise die Welt sehen willst.

Versuche, in dieser Empfindung bis zum morgigen Tag durchzuhalten – sie immer wieder zu erneuern und dieses Bild zurückzuholen. Dann wirst du während des nächsten Unterrichts bereit sein, es zum Leben zu erwecken!

Du wirst dir vorstellen können, was in diesen Verlangen, die miteinander verbunden sind, geschieht: wie die Parzufim AB und SaG wirken und wovon Rabbi Schimon den Freunden erzählt – es geht allein um dieses Verlangen und um die Verbindung zwischen seinen Teilen.

Reine und unreine, korrigierte und noch nicht korrigierte Verlangen – alles befindet sich in einem System, welches du jetzt enthüllst. Und du willst das Leben, die Lebenskraft, dich selbst in diesem System enthüllen und begreifen, wie alles funktioniert. Genau davon erzählen alle kabbalistischen Bücher, und du willst, dass es enthüllt wird.

Wenn die Verbindung zwischen allen Teilen des Verlangens und die Harmonie, in welcher sie miteinander arbeiten, enthüllt werden, wird eben diese praktische Enthüllung der richtigen, funktionierenden Verbindung als Enthüllung des Schöpfers bezeichnet werden. Und dann wird der Schöpfer, diese Verbindung, sich immer mehr enthüllen – das bedeutet den Aufstieg  entlang der Stufen der Welten zu einer immer größeren Enthüllung des Schöpfers.

Denn der Schöpfer (Bo-Re) heißt auch so: „komme und siehe“, wie das System im gegenseitigen Geben funktioniert, wie das Licht innerhalb der Verlangen/Kelim wirkt.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 13.12.2010

Unsere Hilfe der Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man sich Reschimot in der spirituellen Arbeit vorstellen? Kann man sie empfinden, verstehen?

Meine Antwort: Ich höre nicht wie sie klicken, aber ich spüre, wie ich mich von einem Mal bis zum anderen ändere.

Diese Änderungen – sind die Folge von Reschimot, die in einer Kette, die sich bei dem Abstieg meiner Seele über alle Stufen aus der Unendlichkeit in diese Welt gebildet hat, eine nach der anderen erwachen. Jetzt steige ich zurück über die gleichen Stufen hinauf, aber nur unter der Bedingung, dass das Licht kommt und die Reschimot sich wechseln.

In der Tat alle steigen auf diese Leiter, aber auf verschiedene Art und Weise, durch Leiden oder durch die Tora. Das Licht leuchtet auf alle, aber jeder nutzt es so wie er kann. In diesem integralen einheitlichen System üben wir alle einen Einfluss aufeinander aus. Deshalb verknüpft sich die persönliche Korrektur mit der Gruppenkorrektur und mit gemeinsamen Korrekturen.

Wenn wir das ganze System mit dem Blick erfassen und alle seine Entwicklungsetappen sehen könnten, würden wir die Verbindung zwischen Ereignissen unserer Welt sehen und verstehen, wie diese in einem Komplex den einen oder den anderen Teil zur Korrektur vorantreiben, wiederum entweder durch den Weg der Leiden oder durch den Weg der Tora.

Und wir würden sehen, wie wir, indem wir miteinander arbeiten, die Welt immer mehr erwecken und allen dadurch helfen, die richtige Schritte zu machen. Und auf dem Weg zum Ziel würden wir uns nicht lang und qualvoll sondern schnell und leicht bewegen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 12.12.2010

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Über die Zeit, die Bewegung und den Raum

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir uns wie ein Ganzes fühlen?

Meine Antwort: Wenn wir unsere Selbstsucht entfernen werden, die uns daran hindert, sich wie ein Ganzes zu fühlen und über die Zeit, Bewegung und Raum hinaufsteigen, dann werden wir den spirituellen Zustand empfinden können.

Die Zeit trennt uns auf die Art und Weise, dass wir uns im eigenen Rhythmus aufhalten, die Bewegung trennt uns auch, weil wir uns in verschiedene Richtungen und nicht zum Schöpfungsziel „bewegen“, und der Raum trennt uns dadurch, dass wir nur eigenen Raum haben möchten, und nicht gemeinsam in einem Wunsch/Raum sein wollen.

In der Spiritualität gibt es aber keinen Raum. Wenn wir uns vereinigen, dann werden wir nicht größer, sondern stellen weiterhin einen Punkt dar. Sollten wir es schaffen, in einem Wunsch vereinigt zu bleiben, unabhängig davon, wo sich jeder von uns physisch befindet, so könnten wir die spirituelle Dimension empfinden.

Es geht darum, dass alle persönlichen, öffentlichen und weltweiten Probleme aus dem Bruch zwischen uns stammen, welche durch unsere Vereinigung liquidiert werden können, wonach wir unsere Welt auf das spirituelle Niveau erheben.

Es ist der einzige Hebel, mit dessen Hilfe wir die Welt verändern und das Entgegengesetzte erreichen können. Die Kabbalisten schreiben, dass die Vereinigung uns auf die spirituelle Stufe bringen wird, wobei das Studium ein Mittel zu ihrer Erreichung ist.

Da es in der Spiritualität keine Zeit gibt, so können wir die Welt schon heute verändern, wenn unser Wunsch nun stark genug wird

Alles hängt nur von der Konzentration unserer Gedanken ab: lasst uns die Vereinigung anstreben! Kaum wird es geschehen, werden wir die Spiritualität fühlen.

Aus der Vorlesung am Tag der Einheit, 28.11.2010

Aber der Kaiser hat ja gar nichts an!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Möglichkeit zur Korrektur direkt von dem Ausmaß der Verdorbenheit abhängt, was denken Sie dann über die Internetseite WikiLeaks, auf der alle möglichen geheimen Skandalgeschichten über die Tätigkeit von Regierungen und bedeutenden Beamten veröffentlicht werden? Führt das zur Korrektur oder schadet es nur?

Meine Antwort: Ich glaube, dass das zur Korrektur beiträgt. Wenn die Wahrheit ans Licht kommt, ist es immer gut. Je mehr die Menschen voneinander wissen, desto besser ist es. Und die Scham, die uns zum Schutz unseres Stolzes zwingt, uns zu verstecken, trennt nur die Menschen.

Deshalb vollbringt ein Spion eine gute Tat, wenn er zu einem anderen Menschen durch seine Scham durchdringt und enthüllt, was sich in seinem Inneren verbirgt. Und derjenige macht dann das Gleiche mit mir. Wenn wir nicht offen einander gegenüber sein können, dann werden wir es wenigstens auf diese Weise enthüllen… Das hilft sehr, einander zu verstehen.

Und wenn wir anfangen, einander besser zu verstehen, selbst durch verwerfliche Taten, bekommen wir dennoch die Gelegenheit, uns miteinander zu verbinden. Wenn aber beide falsches Spiel spielen und Distanz zueinander halten, werden sie sich niemals verbinden können.

Deshalb kann jede Handlung, die zur Enthüllung führt, begrüßt werden. Und ich glaube, dass die Menschen dank der Enthüllung dieser „Geheimnisse“ der Tatsache bewusst wurden, dass die Macht über die Welt sich in den Händen von Menschen befindet, die darin nicht mehr als ein normaler Durchschnittsbürger verstehen.

Es hat sich herausgestellt, dass „der Kaiser ja gar nichts anhat“, genau wie im Märchen! Wem dürfen wir also noch vertrauen, außer dem Schöpfer? Das lässt den Menschen darüber nachdenken, wie wir alle diese Probleme loswerden können: mit der Umwelt, wo es unklar ist, was wir mit dem Klima tun sollen, mit den Finanzen, wo es überall Bestechung und Diebstahl gibt.

Jeder auf seiner Ebene und in seiner Position denkt nur an sich: wie er die ganze Welt zu seinem Vorteil nutzen kann. Nun wird diese ganze Heuchelei enthüllt – und das ist wunderbar! Das ist die Enthüllung der wahren Natur. Im Endeffekt wird sich die Welt sehr verändern und offener werden.

Die Verbindungen, die man verstärkt versucht hat, zu verbergen, werden enthüllt, und wir erkennen, dass die ganze Welt verbunden ist. Sie erhält plötzlich ein sehr „menschliches Gesicht“, und alle können sehen, dass alle diese hohen Politiker auch nur Menschen sind. Der ganze Dreck wird nach außen befördert – und das ist sehr nützlich.

Genau so wird die Korrektur vollzogen – zuerst muss das Zerbrechen geklärt werden, und erst dann kommt man von dort zur Korrektur. Das ist der richtige Prozess. Wäre es etwa besser gewesen, wenn es ihnen gelungen wäre, alles geheim zu halten und zu verhüllen? Wir hätten nie erfahren, was sich dort im Inneren verbirgt.

Letztendlich kommt alles von oben, es kleidet sich nur in unserer Welt in irgendwelche Menschen, Kreise, Regierungen. Doch die Tatsache an sich ist ein Grund zur Freude – würden alle zweifelhaften Dinge in der Welt sich auf diese Weise enthüllen, würde es uns leicht fallen, uns zu entscheiden, wer wir sind und was wir mit uns machen sollen!

Wenn nun geheime Berichte über den Zustand der Umwelt ans Licht kommen würden – das größte Problem, das vor uns heute geheim gehalten wird! Denn man lässt uns nicht wissen, in welch einem gefährlichen Zustand wir uns befinden. Die Menschen hätten erkannt, wie hoffnungslos unsere Lage ist, wenn wir nichts an uns verändern werden. Wenn Probleme mit der Natur, vor denen wir völlig machtlos sind und nicht flüchten können, zum Vorschein kommen, wird das den Menschen überzeugen.

Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“ , 12.12.2010

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Die umgedrehte Pyramide

Gerade die niedersten, äußersten Seelen, die „Sünder“, verfügen über das stärkste Verlangen. Wenn sie aufwachen und anfangen, nach dem Guten zu streben, wird sich die ganze Pyramide auf die Spitze stellen.

Sie können irgendwelche einfachen Hilfstätigkeiten ausführen, es werden jedoch keine mechanischen Handlungen sein, wenn sie selbstlos und vom ganzen Herzen vollbracht werden. Selbst wenn er nicht versteht, was zu tun ist, aber bereit ist, sich dir anzuschließen. Sobald er sich an dich angeheftet hat, beginnt er, alles zu bekommen, was es in dir gibt, und zu wachsen! Plötzlich enthüllen sich in seinem kleinen Verlangen riesige spirituelle Verlangen – die Seele enthüllt sich.

In der spirituellen Welt erhält jede, selbst die kleinste Zelle, wenn sie sich an den Körper angeschlossen hat, alles, was es im Körper gibt, und erlangt alle seine Verlangen, und sie weiß über alles, was dort geschieht, Bescheid.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“ , 12.12.2010

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Die Quelle aller Fragen

Der Sohar. Das Vorwort. Artikel „Wer diese erschuf“, Punkt 8: Und es gibt einen weiteren, unterhalb, der MA genannt wird. Was ist die Verbindung zwischen diesen beiden? Der erste, der MI genannt wird, ist verborgen. In ihm gibt es eine Frage.

Da der Mensch fragte und forschte, um zu schauen und zu wissen, von Stufe zu Stufe, bis zum Ende aller Stufen, der Malchut, sobald er dort angelangt ist, ist er MA [dies bedeutet „was“ in Hebräisch], dies bedeutet „Was wusstest du?“, „Was hast du beobachtet?“, „Was hast du erforscht?“ Schließlich ist alles so verborgen wie zuvor.

Das ist ein Beispiel dafür, wie der Höhere Fragen im Unteren erweckt, indem er sich in ihn kleidet. Dort, wo keine Frage entsteht, bist du nicht in den Höheren gekleidet, darum hast du keine Fragen. Denn das ist GaR de Bina, wo alles „Chafez Chessed“ ist (der nichts für sich selbst will). „Chafez Chessed“ hat keine Frage, er hat nur Hingabe, mehr nicht.

Und unter seiner Stufe, in SaT de Bina, entstehen bereits Fragen: warum, wozu, was sich lohnt und was nicht – alle Fragen, die im Unteren entstehen können, damit sie beantwortet werden. Und darum heißt es „Himmelsrand“, zu dem man sich erheben und enthüllen kann. Das ist ISHSuT, unser höheres Zuhause.

Aus einem Sohar-Unterricht, Das Vorwort, 10.12.2010

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