Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zweig'

Ein Buch, das Himmel und Erde verbindet

Frage: Was ist so besonders an der Tora, wenn sogar das Buch Sohar lediglich ein Kommentar zur Tora ist?

Antwort: Die Aufzeichnungen, die Moses auf Pergament gemacht hat, sind eine irdische Darstellung der spirituellen Handlungen des Lichts an dem Verlangen, ausgedrückt in materiellen Symbolen.

Alles, was Moses seinen Schülern beigebracht hat, hat er in einem Buch festgehalten. Während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste schrieben sie die ganze Tora nieder und durchliefen dabei in ihren Aufzeichnungen, in ihren Körpern und in ihrem Geist den gesamten Weg, den sie zurückgelegt hatten, angefangen vom ägyptischen Exil (irdisch und spirituell) über die Wüste (irdisch und spirituell) bis hin zum Land Israel (irdisch und spirituell). All dies geschah in Verbindung von Zweig und Wurzel. Moses drückte diesen ganzen Weg in einer ganz konkreten, symbolischen Form aus.

Der Sohar drückt denselben Vorgang bereits auf einer anderen Ebene, in einer anderen Form aus, da das allgemeine Verlangen nach Genuss, das vom Schöpfer erschaffen wurde, inzwischen einige Schritte vorangekommen ist und sich unter dem Einfluss des Lichts weiterentwickelt hat

Und deshalb muss diesem Verlangen, das Höhen und Tiefen, den Untergang des Ersten und Zweiten Tempels, die Verbannung und die letzte Zerstörung vor der letzten Verbannung durchlaufen hat, eine Methode gegeben werden, die für das Ende der Verbannung, für unsere Zeit, geeignet ist.

Deshalb wurde das Buch Sohar geschrieben, dessen Autoren Anhänger vieler Generationen von Kabbalisten waren, angefangen bei Abraham bis zum Untergang des Tempels. Denn Rabbi Shimon war ein Schüler von Rabbi Akiva, der ein riesiges Licht offenbarte, und deshalb konnte er dies im Buch Sohar zum Ausdruck bringen.

Die Tora ist in zwei Teile aufgeteilt: in die mündliche und die schriftliche Tora, was aus dem Unterschied zwischen Seir Anpin (SA) und Malchut kommt. SA der Welt Azilut heißt „mündliche Tora”, und Malchut der Welt Azilut heißt „schriftliche Tora”.

Die Tora ist die Offenbarung des Lichts. In dem Licht, das zu Malchut kommt, ist alles enthalten, was für ihre Veränderung notwendig ist. Aber es ist noch nicht in die Tat umgesetzt worden und wird deshalb als „mündliche Tora” bezeichnet. Es handelt sich dabei noch um die Arbeit mit den Schirmen.

Und wenn unter dem Einfluss desselben Lichts in Malchut innere Veränderungen stattfinden und sich in ihr festsetzen, wird dies als „geschriebene Tora“ bezeichnet.

Es geht aber nur um die Wirkung des Lichts im Verlangen – vom Anfang der Schöpfung bis zu ihrer Vollendung. Denn es gibt nichts außer dem Verlangen. Unter diesen Wünschen gibt es solche, die sich selbstständig fühlen, getrennt von allen anderen – das sind wir. Sie haben Eigenschaften, die ihnen auf dem Weg der Korrektur helfen können. Und dafür bekommen sie das Gefühl von Mangel, von eigener Unvollkommenheit, von der Erkenntnis des Bösen – so fühlen wir uns.

Genau ihnen muss die sogenannte Tora gegeben werden – eine Anleitung, die ihnen erklärt, wie sie selbst, durch ihre freie Wahl, an ihrer Korrektur mitwirken können, selbst das Licht anziehen können, indem sie sich wünschen, schneller korrigiert zu werden, anstatt darauf zu warten, dass das Licht kommt und sie wachrüttelt.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“

 

Ein Fest zu Ehren der ersten Ähnlichkeit, der Form mit dem Licht

Aus dem Artikel von Rabash: „Die Verpflichtung, über den Auszug aus Ägypten zu berichten“. Das Buch Sohar erklärt, warum man nicht das ganze Jahr über Matza isst, sondern nur während des Pessach-Festes. Es vergleicht dies mit der Geschichte eines Königs, der einen seiner Untertanen zum Minister ernannte und ihn an diesem Tag in prächtige Kleider kleidete. 

Nachdem der Tag vorüber war, zog der Untertan die schönen Kleider wieder aus und trug sie nur an dem Tag als Zeichen der Festlichkeit, an dem er zum Minister ernannt wurde. Deshalb feiern wir jedes Jahr diesen Tag, kleiden uns festlich und essen genau an Pessach Matza, um an den Auszug aus Ägypten zu erinnern.

Jede spirituelle Wurzel hat einen materiellen Zweig. Das ganze Universum ist ein einziges Verlangen nach Genuss —ein „Etwas aus Nichts“ — ohne das nichts erschaffen wurde. Das Licht wirkt auf die Materie ein und formt sie mit ihrer Natur.  

Nur durch diese Prägung, die vier Stufen von HaWaYaH, können wir das Licht erkennen. Wenn es uns gelingt, die entsprechenden Veränderungen in unserem Verlangen vorzunehmen, können wir das Licht erlangen, das die Materie erschaffen und ihren Abdruck darin hinterlassen hat.

Ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Lichts ist die Loslösung der egoistischen Kräfte, den sogenannten Klipot (Hüllen). Dadurch können wir uns von unserer ursprünglichen Natur, die „aus dem Nichts“ erschaffen wurde, trennen und beginnen, die Prägung des Lichts in unserem Verlangen zu erkennen. Wir verstehen dann, wer das Licht ist, was es bewirkt und wie alles erschaffen wurde — lange bevor diese Welt und der Mensch darin entstanden sind.

Das bedeutet, wir steigen zu unserer spirituellen Wurzel auf. Dabei erkennen wir, dass im Plan der Schöpfung und im Einfluss des Lichts auf das Verlangen ein besonderer Punkt existiert, der „Auszug aus Ägypten“ genannt wird. Das Verlangen hört auf, nur sich selbst zu fühlen; es verlässt seine innere Natur, um auch das Licht und seine Quelle zu spüren.

Von diesem Moment an entsteht eine wechselseitige Verbindung zwischen dem Verlangen und dem Licht, ähnlich wie bei Partnern, die gemeinsam handeln. Die höhere Wurzel, die es uns ermöglicht, zu ihr aufzusteigen und mit ihr zusammenzuarbeiten, ist von großer Bedeutung. Von ihr beginnt der Mensch, als „Adam“ bezeichnet, das Abbild des Schöpfers (Dome) zu werden. Es ist wie eine Geburt, weshalb der Auszug aus Ägypten als spirituelle Geburt jeder einzelnen Seele gefeiert wird.

Aus diesem Grund feiern wir diesen Zustand.

Es gibt eine Entsprechung zwischen der spirituellen Wurzel und dem materiellen Zweig, dargestellt durch die Kategorien „Welt, Jahr, Seele“. Unsere Welt ist eine Projektion der spirituellen Welt, darum hat jede spirituelle Handlung oder jedes Ereignis eine materielle Erscheinung in unserer Welt.  Deshalb feiern wir in den Zweigen den gesamten spirituellen Prozess, den wir durchlaufen –  den Jahreszyklus.  

In allen unseren Traditionen gibt es materielle Manifestationen, der spirituellen Handlung, die wir erreichen und vollziehen möchten. Der Auszug aus dem Verlangen nach Genuss sowie das Erreichen der ersten Ähnlichkeit der Form mit dem Licht, also die spirituelle Geburt, werden als „Auszug aus Ägypten“ bezeichnet. Deshalb gilt dieser Monat als der erste Monat- der Beginn der spirituellen Entwicklung des Menschen.

Natürlich entwickeln wir uns schon seit vielen Jahren weiter, bis wir das Gefühl dafür bekommen , was Ägypten genannt wird und wie unerträglich es ist, darin zu bleiben. Ein solcher Zustand ist schwer zu erreichen, denn dazu muss man sich immer mehr unter Druck setzen, immer unangenehmer, sich unfahig fühlen, sich selbst zu kontrollieren und sklavisch von seiner egoistischen Natur abhängig zu sein.

Hierbei hilft uns das irdische Leben. Dieser materielle Zustand, in dem wir vollständig der Macht des Verlangens zu Empfangen unterworfen sind und kein Verhältnis zum Licht haben, vermag uns ein Gefühl für diese Zustände zu vermitteln. Es scheint uns, als lebten wir in der materiellen Welt-  auf der höchsten Stufe der Empfindung, die im Verlangen entfaltet wird.

Deshalb können wir durch das Materielle unsere Lebensweise so gestalten, dass wir die Ehre erlangen, daraus auszusteigen und das spirituelle Leben zu spüren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash.

 

Ein „Zweig der heiligen Vorväter“ sein

Ein Mensch sollte sagen: „Wann werden meine Taten die Taten meiner Väter erreichen?“ Dadurch wird man gewürdigt, ein Zweig der heiligen Väter zu sein. (Baal HaSulam, Shamati 85, „Was ist Frucht des prächtigen Baumes“ in der spirituellen Arbeit?)

Frage: Was bedeutet es, dass der Mensch das Ergebnis aller Vorväter ist?

Antwort: Wenn ein Mensch mit dem Schöpfer verbunden ist, offenbart sich in ihm die Wurzel aller Vorväter, denn er erlangt sie in seiner spirituellen Erkenntnis.

Frage: Ich kann also die gleiche Erkenntnis wie die Vorväter haben und alles wissen, alles fühlen?

Antwort: Ich glaube nicht, dass dies sofort geschehen wird, aber in gewissem Maße wird man eine direkte Verbindung fühlen.

Zuerst muss man nur mit dem weiblichen und dem männlichen Teil des Weltklis verbunden sein wollen und dann wird man im Laufe der Zeit herausfinden, was es bedeutet, sich in gegenseitiger Verbindung mit allen zu befinden.

Ein Zweig der heiligen Vorväter zu sein bedeutet, dass man alle unterstützt, allen hilft und alle zu der gegenseitigen Beziehung mit dem gemeinsamen Kli führt.

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Aus dem Unterricht über Sukkot, 21.10.2024

Die Quelle von Pessach

Wir sind in den besonderen 7 Tagen der Pessachfeiertage. In diesen Tagen müssen wir eine korrekte, ununterbrochene Absicht erhalten, da dies eine sehr spezielle Zeit ist.

Wir feiern keine religiösen Rituale oder Bräuche. Wir sind sehr weit von denjenigen entfernt, die all diese Handlungen nur durchführen, weil man es ihnen als Kindern so beigebracht hat, oder sie dies aus einem egoistischen Ziel heraus tun, um eine Belohnung in dieser oder der kommenden Welt zu erhalten.

Zuallererst wollen jene, die Kabbala studieren, die Höhere Welt und die spirituellen Handlungen enthüllen, und erst nachdem sie ihre Folgen (Zweige) sehen, sind sie darauf vorbereitet, sie auch zu respektieren und mit derselben Absicht zu beachten, wie die spirituellen Handlungen oben.

Abraham und seine Schüler waren die Ersten, die die Verbindung zwischen den Wurzeln und den Zweigen erreichten. Davor war Abraham ein Götzenbauer und Priester im alten Babylon. Doch nachdem sich ihm die spirituelle Welt offenbarte und er deren Abdrücke in unserer physischen Welt entdeckte, und somit all die Kräfte die von der spirituellen Welt zu uns herabsteigen und alles in Bewegung setzen, schuf er die Sprache der Zweige. Diese Sprache ist eine Beschreibung der Höheren Welt, der Wurzeln, in welcher Begriffe dieser Welt, der Zweige, benutzt werden,.

Dadurch enthüllte er die ganze Wirklichkeit, die physische und die spirituelle Realität, als ein Ganzes. Somit verschmolzen auch die physischen und die spirituellen Handlungen in ihm zu einem Ganzen, und dies lehrte er auch seinen Schülern.

Darüber steht geschrieben, dass unsere Vorväter (die ersten Kabbalisten) die gesamte Tora bereits befolgten, bevor sie diese am Berg Sinai empfingen. In der Tat enthüllte sich ihnen die Tora durch die Erreichung der spirituellen Welt mit ihren spirituellen Handlungen. Auf dieser Grundlage führten sie die gleichen Handlungen in unserer Welt aus und nahmen die gesamte Wirklichkeit als ein Ganzes wahr.

 

Kabbala Akademie

Ein besonderer Ort auf der Landkarte der Menschheit

Frage: Wir wissen, dass Israel eine Bestimmung und kein Stempel im Pass ist. Und dennoch: haben diejenigen, die im Staate Israel leben, eine Aufgabe?

Meine Antwort: Zukünftig soll dieses Land zu einer Art Symbol des Staates werden, der vollständig auf der Kraft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Bürgschaft, den Prinzipien „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an“, dem Zusammenschluss zu „einem Menschen mit einem Herzen“ aufgebaut ist.

Hier ist jener Ort und hier sind jene Bedingungen, die dafür am Besten geeignet sind. Aus diesem Grund, wenn ein Mensch der Spiritualität entgegenstrebt, zieht es ihn gewissermaßen auch hierher. Der Staat Israel kann unmöglich auf Madagaskar oder in Uganda errichtet werden. Hier wirkt das Gesetz von Wurzel und Zweig, und das muss beachtet werden.

Wir haben also keine andere Wahl. Wir sind hier und müssen hier den Staat des Gebens und der Liebe errichten und somit ein Beispiel für die ganze Welt sein. Nur auf diese Weise werden wir alle Feinde besiegen, Unabhängigkeit erlangen und neue Opfer vermeiden können.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Volk Israel“, 09.05.2011

Die Korrektur der Seele kommt zuerst

Frage: Kann ein Kabbalist gleichzeitig zwei Ideologien aufrechterhalten und gleichzeitig religiös und Kabbalist sein?

Meine Antwort: Nein, kann er nicht. Die Kabbala gewinnt die Oberhand über die religiöse Ideologie. Ein Kabbalist kann infolge seiner Erziehung, seiner Kultur oder religiösen Traditionen seines Volkes allerlei Bräuche durchführen. Und ich denke, es ist gut, das zu tun.Ich schaue nicht auf die Religion herab.

Doch dies sollte die Kabbala nicht ersetzen, denn das Wichtigste ist für einen Menschen die Enthüllung und Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erlangen. Alles, was damit kollidiert, sollte aus dem Weg geräumt werden. Nicht die Religion selbst ist im Weg, sondern ihre falsche Wahrnehmung, zu denken, dass sie die Erlangung des Schöpfers ersetzen kann, dass es ausreicht,anstatt spiritueller Enthüllung, irgendwelche materiellen Handlungen auszuführen, geschriebene Worte nachzubeten und zu denken, dass dies genug ist.

Dem ist überhaupt nicht so. Es steht geschrieben „Jeder muss den Schöpfer erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen“. Wir müssen zur Verschmelzung mit Ihm gelangen. Jeder stimmt dem zu, denn das steht geschrieben und es ist unmöglich, zu widersprechen. Jedem ist klar, dass wir „die Arbeit des Schöpfers“ erlangen und uns an Ihn binden müssen. Es steht ebenso geschrieben, dass es das Hauptgebot der Tora ist, deinen Nächsten zu lieben wie dich selbst. Doch überall reden die Menschen nur darüber, aber sie realisieren es nicht.

Man weiß nicht mal, was Verschmelzung mit dem Schöpfer bedeutet, wie man sich Ihm annähert und Ihm ähnlich wird. Das Problem ist, dass die Religion die Kabbala nach der Zerstörung des Tempels ersetzt hat, nachdem das Volk Israel von der spirituellen Stufe auf die materiellen Stufe zurück fiel und alles was den Menschen blieb, waren die physischen Handlungen als Tradition, um der vorherigen spirituellen Handlungen zu gedenken.

Nun müssen wir lernen, zurück zur spirituellen Stufe aufzusteigen und diesen nationalen Traditionen, die Erlangung des Schöpfers hinzuzufügen. Religion scheint einen Menschen aufzuhalten, scheint ihm zu sagen, dass es genügt, nur die mechanischen Handlungen durchzuführen, die religiöse Menschen tun.

Doch viele Quellentexte sagen, das es nicht genügt, nur die materiellen Handlungen auszuführen, dass es dem Schöpfer egal ist,wie ein Tier geschlachtet wird – koscher oder nicht – und dass die Gebote dazu gegeben wurden, um die Geschöpfe dadurch zu korrigieren. Das bedeutet, dass die Handlung mit der richtigen Absicht ergänzt werden muss. Die Absicht ist das Allerwichtigste, tatsächlich ist es der Mensch selbst. Seine Gedanken und Verlangen sind wichtiger, als die Handlungen. Ein religiöser Mensch führt üblicherweise Handlungen aus Gewohnheit durch, weil er sie von Kindheit an ohne nachzudenken ausführt. Es gibt keine Korrektur, indem er dies tut.

Deshalb wollen wir die Traditionen, den gewohnheitsmäßigen Lebensstil oder das, was Religion genannt wird, die wir als die Kultur oder Tradition eines Volkes wahrnehmen, mit der „Arbeit des Schöpfers“ ergänzen, d.h. die innere Arbeit eines Menschen, wodurch er seine Verlangen korrigiert, um dem Schöpfer ähnlich zu werden. Adam, Mensch, bedeutet „ähnlich“.

Jeder Mensch, säkular oder religiös, muss verstehen, dass Kabbala seinem Leben etwas Zusätzliches geben kann. Sie gibt ihm die Enthüllung des Schöpfers, die Höhere Kraft, die alles lenkt, hinzu. Und wenn man das erkennt, versteht und spürt, dann versteht man, wie man ohne Fehler zu machen voranschreiten kann, sowohl in dieser Welt, als auch in der „kommenden“ Welt, der spirituellen Welt, die einem enthüllt wird.

Wir erlangen die Enthüllung des Schöpfers nicht durch religiöse Handlungen, sondern indem wir uns mit anderen vereinen. Doch diese Handlungen werden nicht ausgelöscht. Sie sind einfach wie ein Zweig, der die spirituelle Wurzel symbolisiert und ein Mensch kann in dieser Kultur bleiben. Dies ist ein Brauch, der weder sein spirituelles Vorankommen behindert, noch ihm hilft. Er erinnert einen einfach daran, dass es spirituelle Handlungen gibt und darum wurde er während der Jahre des Exils bewahrt.

Dem Schöpfer sind unsere physischen Handlungen egal. Ihm ist nur die Absicht wichtig, die man hinein gibt.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 20.02.2011, „Einführung ins Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

Von der Wurzel zum Zweig

Frage: Wie kann ein einfacher, gewöhnlicher Mensch das Gesetz von Wurzel und Zweig in seinem täglichen Leben anwenden?

Meine Antwort: Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, ob er will oder nicht. Und es ist besser, wenn ein Mensch weiss, was mit ihm geschieht, so dass er an der unvermeidlichen Revolution in sich teilnehmen kann. Wenn er daran teilnimmt, wird er sich gut fühlen, und wenn nicht, fühlt er sich schlecht.

Ein Mensch muss verstehen, dass die Empfindung der Wirklichkeit relativ ist und vom Bezugspunkt abhängt, der veränderbar ist. Dadurch verändert sich die Wirklichkeit ebenfalls, denn sie existiert lediglich relativ zum Menschen, der sie empfindet.

Folglich, wenn man sein Leben verändern möchte schliesst das die Veränderung der eigenen Wirklichkeit ein. Das kann man schon jetzt tun – vom gegenwärtigen Moment angefangen und weiter, und von dieser Welt zur Welt der Unendlichkeit.

Frage: Deuten alle menschlichen Erfindungen (Flugzeuge, Maschinen u.s.w.) auf die unbewusste Sehnsucht des Menschen nach Einheit hin?

Antwort: Sicher tun sie das. Sie sind die Sehnsucht des Menschen mit dem Schöpfer zu verschmelzen, sein Verlangen, die höhere Stufe zu erlangen. Jede einzelne Handlung, die ein Mensch tätigt, zielt darauf hin.

Und selbst wenn er mit etwas völlig Gegensätzlichem beschäftigt ist, wenn er isst und trinkt oder er es sich gut gehen lässt, alles ist lediglich eine Vorbereitung; alles ist in seiner Entwicklung zur Wurzel eingeschlossen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom vom 8/2/2011, „Vom Wesen der Weisheit der Kabbala“

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt ist ein Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt. Und alle Formen, die in der höheren Welt existieren, werden sowohl qualitativ als auch quantitativ in der unteren Welt abgedruckt.

Also gibt es in der unteren Welt kein einziges Detail der Wirklichkeit oder deren Erscheinung, für welches es nicht ein Muster in der höheren Welt gäbe und welche sich nicht wie zwei Wassertropfen vollkommen gleichen würden.

Das heißt „Wurzel und Zweig“ und bedeutet, dass die in der unteren Welt befindliche Ausprägung als „Zweig“ des in der oberen Welt befindlichen Musters bezeichnet wird, das gleichsam die Wurzel der unteren Ausprägung ist, weil diese Ausprägung der höheren Welt entspringt und in der unteren abgedruckt wird.

Das meinten die Weisen, wenn sie schrieben, dass „es keinen einzigen Grashalm unten gibt, welcher kein Schicksal und keinen Aufseher oben hätte, der ihn schlagen und dabei sagen würde: Wachse!“

Das heißt, dass die Wurzel, die „Schicksal“ genannt wird, ihn dazu zwingt, qualitativ sowie quantitativ zu wachsen, indem der Grashalm sich die Eigenschaften aneignet, die für den Abdruck des Stempels charakteristisch sind. Das ist das Gesetz von Wurzel und Zweig, welches in jeder Welt gültig ist, in allen Erscheinungsformen der Realität in Bezug auf die jeweils höhere Welt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Denn es gibt nichts in der niederen Welt, das nicht seinen Anfang in der jeweils höheren Welt nehmen und nicht daraus resultieren würde, ähnlich wie ein Abdruck die Form des Stempels wiederholt.

Die Wurzel, die sich in der höheren Welt befindet, zwingt den entsprechenden Zweig in der niederen Welt dazu, ihre Form und ihre Eigenschaften anzunehmen.

So schrieben die Weisen: „Das Schicksal aus der höheren Welt, welches für den Grashalm in der niederen Welt bestimmt ist, schlägt diesen Grashalm und zwingt ihn dabei, entsprechend seiner Bestimmung zu wachsen“. Und dementsprechend spiegelt jeder Zweig in dieser Welt genau das Muster wieder, welches sich in der höheren Welt befindet.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Die Kabbalisten – über die Sprache der Kabbala, Teil13

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Der Berg, den wir in dieser Welt als Ölberg bezeichnen, weist auch eine spirituelle Verbindung mit seinem Namen aus. … Und deshalb, wenn der Kabbalist den Namen solchen Berges liest, dann wird er selbstverständlich alles verstehen, was darunter gemeint ist, im Unterschied zum gewöhnlichen Menschen, der diesen Namen ließt … Und (in der Vergangenheit) bemerkte irgendeiner einfacher Mensch zufällig, dass diese Erde für die Züchtung der Oliven gut ist, oder sah dort schon eine Menge der Olivenbäume wachsen (und nannte deshalb diesen Berg au diese Weise). Es ist so, weil sich die geistige Wurzel in jedem Detail aller Welten ausprägt, die daraus stammen).

Baal HaSulam. Sefer Or a-Bair, der Ölberg (Char a-Sejtim).

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