Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'zerbrochen'

Die Einsamkeit hält uns in Ägypten zurück

Frage: Was hält einen Menschen am meisten in Ägypten zurück?

Antwort: Der Mensch vergisst, dass das Spirituelle nur innerhalb der Verbindung empfangen wird. Ansonsten wird seine Arbeit zu der der Ägypter. Wenn man alleine arbeitet, wird man als Sklave des Pharaos bezeichnet.

Man muss sich immer durch die Gruppe überprüfen, denn man hat kein anderes Bezugssystem. Man hat uns zerbrochene Gefäße und Wünsche gegeben, die unter uns verteilt sind, denn jeder ist in allem einbezogen. Deshalb versteht man nicht, was geschieht. Man muss beginnen, sich in der Gruppe zu organisieren, um sie in die Form eines spirituellen Parzufs zu bringen.

Diese Form sollte so beschaffen sein, dass die höchste Kraft, der Schöpfer, in diesem Gefäß offenbart wird. Darin besteht die Arbeit: Zehn Sefirot zu bilden, nicht neun oder elf – zehn, nicht mehr und nicht weniger. Jedes Geschöpf besteht aus zehn Sefirot.

Man muss seinen Platz in diesem Parzuf finden – jene, die sich im Geben miteinander verbinden wollen. Das entspricht dem Galgalta we Ejnaim, dem „Israel“. Die anderen sind ACHaP, die sich uns anschließen und uns helfen. Wie kann man wachsen? Man wächst mithilfe von ACHaP. Je größer die ACHaP ist, desto größer kann unser Teil von GE über ihm sein. Also bauen wir Awiut (Dicke, Verlangen) auch in GE auf und beginnen danach, mit der wahren ACHaP zu arbeiten.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

 

Sich mit dem Lehrer verbinden

Frage: Kann man, wenn man im Zehner arbeitet, sich so mit seinen Freunden verbinden, dass man von deren ehrfürchtigen Haltung gegenüber dem Lehrer, angesteckt wird? Oder ist das unmöglich?

Antwort: Es ist möglich. Wir können uns gegenseitig auf dem spirituellen Weg helfen und in Ruhe vorankommen. Wenn sich einer im Abstieg befindet und sich vor der Gruppe annulliert wird sie ihm zeigen wie man damit beginnt, den Lehrer zu hören. Dann kann der Schüler so sein, wie die anderen.

Frage: Es spielt also keine Rolle, ob man ein großartiger Mensch ist, oder ein sensibles Herz hat. Kann man mit der richtigen Einstellung, alle Bedingungen erhalten und sich an den Lehrer anhaften?

Antwort: Ja. Die intellektuelle Entwicklung ist hier nicht wichtig.

Frage: Angenommen, man weiß- man hat kein inneres Werkzeug, man ist faul, will aber sehr viel! Kann man sich mit diesem Verlangen an den Lehrer anhaften und alles bekommen?

Antwort: Nur durch die Gruppe! Die Gruppe ist die Verbindung mit dem Lehrer, und durch den Lehrer – mit dem Schöpfer. Es gibt keinen anderen Weg.

Frage: Also, man platziert sich in die Gruppe, die Gruppe hilft den Lehrer zu hören, sich an ihn anzuhaften, um zum Schöpfer zu gelangen. Und es spielt keine Rolle, wer oder was man ist, wo man sich befindet, selbst wenn man ein Eremit ist. Wenn man will, kann man es schaffen?

Antwort: Wir alle sind aus einem System hervorgegangen, dem Zehnern- aus der Seele, die in viele Teile zerbrochen ist. Wenn wir uns also zu solchen Zehnergruppen zusammenschließen, offenbaren wir wieder den Schöpfer und verbinden uns mit ihm.

Aus einem Vortrag über „Lehrer-Schüler“

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Das zerbrochene Systems wiederherstellen

Frage: Die Menschen sind so erschaffen, dass jeder ein unterschiedliches  Immunsystemen hat. Manche werden mit unterschiedlichsten genetischen Erkrankungen, Fehlbildungen usw. geboren. Gibt es in der Spiritualität ähnliche Abweichungen? Lehrt die Weisheit der Kabbala, wie man sie beseitigen kann? Denn es gibt doch Dinge, die für das menschliche Auge verborgen bleiben.

Antwort: Alles wird durch unseren Ausgangspunkt bestimmt. Jeder von uns ist eine Zelle eines einzigen Organismus namens „Adam“. Dieses System wurde vom Höheren Licht erschaffen und nimmt zusammen mit ihm an allem, was geschieht und existiert, teil.

Das höhere Licht wirkt auf dieses System ein, wodurch dieses sich allmählich verändert, seine Eigenschaften enthüllt und seinerseits das Licht durch seine Resonanz beeinflusst. Wir sind Bestandteile dieses Systems.

Es durchlief einen gewaltigen Entwicklungsprozess unter dem Einfluss jenes Lichts, welches es erschuf, erfüllte und zerbrach. Und nun befinden sich alle seine Bestandteile in verschiedenen Zuständen einer quasi Lebendigkeit und dem Zerfall. Wir müssen sie wieder im selben System zusammenfügen, indem sie vor dem Zerbruch existierten, d.h. das System wiederherstellen. 

Stellen Sie sich ein Spielzeug vor, das aus Würfeln zusammengesetzt und dann zerbrochen wurde, und nun müssen Sie diese Würfel im gleichen Schema wie zuvor aufsammeln. Das ist unsere Arbeit, und sie ist sehr schwierig.

Wir selbst haben aber nicht die Kraft dafür. Wir sehnen uns nur danach, dass dies sich verwirklicht. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, den Einfluss des höheren Lichtes zu erwecken, der vereinigenden Kraft, die uns allmählich zu einem Ganzen zusammenführt, so wie wir vor dem Zerbrechen waren.

Der Prozess unserer Wiederherstellung besteht aus genau dieser Abfolge von Zuständen, die wir durchlaufen müssen. Dies entspricht unserem spirituellen Leben.

Und unser physisches Leben ist viel stärker zerbrochen und zersplittert. In diesem Leben führen wir nur wenige spirituelle Handlungen aus, auch wenn wir dies nicht verstehen. Wenn wir die Wissenschaft der Kabbala aber für uns selbst enthüllen, können wir den Einfluss des höheren Lichtes auf uns ziehen, das uns intensiv zusammenführen, vereinen, bündeln und uns zu jenen Zuständen verbinden wird, in denen wir vorher existierten.

Das Höhere Licht weiß, wie man das macht. Es entwickelt spirituelle Gene in uns, die uns miteinander verbinden. Wir können in Filmen sehen, wie eine Kombination verschiedener chemischer, eiweißartiger Strukturen eine Art System bildet und genauso verbinden wir uns in unseren inneren Strukturen.

Äußerlich spüren wir es nicht. Wenn wir aber selbst nach innerer Einheit streben, werden wir fühlen, wie wir uns zueinander hingezogen, oder uns voneinander getrennt fühlen. Und hier haben wir bereits einen freien Willen: entweder gehen wir auf uns allein gestellt weiter, oder erwecken den Einfluss des Höheren Lichts. 

Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass die Natur uns durch alle möglichen Schläge und Sanktionen lehrt, dass es sich lohnt, einander näher zu sein. Wenn wir uns korrekt auf das Höhere Licht ausrichten, damit es diese Handlungen an uns ausführt, dann werden diese schnell vorübergehen und wir werden fähig sein, Einheit zu spüren.

In dieser Einheit werden wir das gesamte System, die Höhere Macht und unsere korrekten gegenwärtigen und zukünftigen Zustände offenbaren. Prinzipiell werden wir sogar in kleinen Gemeinschaften in der Lage sein, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem korrekten Endzustand zu spüren. Dies ist etwas, das wir schon jetzt offenbaren und anstreben können.

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Der Weg zum höchsten Ziel, Teil 3

Ursachen für die Veränderungen in der Weltbevölkerung

Die Kabbala studiert die Reihenfolge des Abstiegs der höheren Kräfte, die sich zuerst in Malchut, der Welt der Unendlichkeit in den vier Stufen des direkten Lichts manifestierte und dann durch Zimzum Alef (erste Einschränkung) zu uns herabstieg.

Es wurden die Parzufim Galgalta, AB, SAG, MA, BON gebildet, dann die Welten Azilut, Bria, Ezira und Asija und anschließend  wurde eine besondere Struktur, namens „Adam“ geschaffen- die gemeinsame Seele. Diese gemeinsame Seele wurde zerbrochen. Wir sind die Teile aus diesem Zerbrechen.

Der Egoismus zeigt sich immer mehr, damit wir die Möglichkeit erhalten, ihn anheben und bearbeiten zu können, deshalb wird die gesamte egoistische Masse dauernd in weitere Teile zerlegt. Aus diesem Grund spüren wir in dieser Welt, wie wir uns vermehren- die Bevölkerung des Planeten wächst.

Wenn wir dagegen in eine negative Verbindung zwischen uns treten, beginnen Vernichtung und Kriege, welche die Bevölkerung minimiert.

Nicht, weil der Krieg Menschen tötet- das erscheint uns nur so, sondern weil die Menschheit in diesem Fall nicht mehr Menschen braucht und daher abnehmen kann. Denn wenn es Leiden gibt, können auch weniger Seelen ihr Schicksal erfüllen.

So sollten wir die Zu- oder Abnahme der Bevölkerung auf unserem Planeten betrachten.

Fortsetzung folgt….
Aus dem Unterricht, 18.08.2019

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Was die Welt vom Mauerfall gelernt hat

Der Artikel wurde in „The Times of Israel“ am 20.11.2019 „Was die Welt vom Mauerfall gelernt hat?“ veröffentlicht. 

Wenn Mauern aus Stein fallen, bleibt trotzdem ein Stein im Herzen des Menschen, der Völker, zurück. Vor dreißig Jahren ist die Berliner Mauer gefallen, aber nichts hat sich seitdem verändert. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an den Moment, als ich im Fernsehen sah, wie die Menschenmassen die Grenzübergänge zwischen Ost- und Westdeutschland stürmten, und an die Freude, die die Menschen weltweit erfüllte. Für einen Moment dachten wir, dass sich die Vereinigung auf Russland und China im Fernen Osten ausweiten und sogar die ganze Welt erreichen könnte.

 Für einen Moment erstrahlte diese Illusion in unseren Köpfen.

Die Grenzen zwischen Ost und West sind aufgehoben, aber die Kluft ist nicht verschwunden. Als die Berliner Mauer gefallen ist, gab es etwa fünfzehn derartige Mauern in der Welt. Heute sind es 77. Zu sehen an den Grenzen zwischen: USA und Mexiko, Indien und Pakistan, Slowenien und Kroatien, Nord- und Südkorea, Österreich und Slowenien, Griechenland und Nord-Mazedonien, die Liste ist noch lange nicht zu Ende. 

Mauern schaffen Trennung zwischen den Menschen, Grenzen zwischen Ländern und Zäune reißen Nationen nieder. All dies sind typische Phänomene des 21. Jahrhunderts. Selbst wenn wir eine Mauer niederreißen oder eine Grenze entfernen, alles ist wieder wie in einem früheren Zustand. Sind die Mauern doch zurückgekehrt?

Warum ist eine wahre Vereinigung gescheitert?

Eine Mauer einzureißen oder eine neue Mauer zu bauen, bringt keine Lösung, denn die eigentliche Mauer sitzt in unseren Herzen.

Es ist wahr, dass es einen echten Wunsch gab, die Berliner Mauer einzureißen. Es gab eine Sehnsucht nach Freiheit und viele arbeiteten daran, sie voranzutreiben. Ostdeutschland wollte sich mit Westdeutschland vereinigen, aber trotz des starken Wunsches waren die Bürger auf die Wiedervereinigung  nicht vorbereitet, und die Mängel sind bis heute sichtbar.

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Es gibt keine Sünder in unserer Welt, es gibt nur faule Menschen.

Frage: Die Offenbarung des Bösen und der Liebe – ist das eine schädliche Handlung bzw. Zustand? 

Antwort: Ich sehe keinen Schaden. Bitte, merken Sie sich und versuchen Sie zu verstehen, dass es keinen Schaden, keine Spaltungen und keine Unfälle gibt.

Es offenbart sich, was anfänglich war, es gibt nichts Neues. Wir sehen jedes Mal eine immer größere Fehlfunktion unseres Kli/Gefäßes, dass als Erstes durch eine Handlung, die sogenannte „Adam- Sünde“ zerbrochen wurde. Jetzt wird uns alles offenbart.

Aus diesem Grund müssen wir jeden schrecklichen Vorfall als Segen betrachten. Ihr bekommt jetzt eine Arbeit, bitte korrigiert diese, nähert euch dem Spirituellen und geht dann noch einen Schritt weiter. In wenigen Schritten spürt ihr, wie sich die Welt und die darin enthaltene Kraft des Schöpfers, immer mehr für euch öffnet. 

Betrachtet die Welt nicht, als würdet ihr sie zerstören. Wir machen nichts falsch. Es gibt keine Sünder in unserer Welt, es gibt nur faule Menschen. 

 

Aus dem Unterricht 12.02.2019

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