Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Öffnet die Leitung mit dem höheren Licht!

Es ist unwichtig, welchen Punkt und welchen Teil wir im Buch Sohar studieren. Rabash machte folgendes: er öffnete mit geschlossenen Augen das Buch auf irgendwelcher Seite und begann in der Mitte der Zeile zu lesen. Er las einige Zeilen, was ausreichend war und setzte dann fort nachzudenken.

Es verbindet den Menschen mit der Quelle, welche ihm den zukünftigen guten und richtigen Zustand erklärt. Denn wir selbst wissen nicht, was die Quelle an sich darstellt. Wir wissen nur, dass wir die Leitung mit der gewissen Kraft öffnen und diese Kraft auf uns einwirken soll.

Solche Einstellung sollen wir zum Buch Sohar ausarbeiten. Diese „Kraft“ (Leitungswasser) wirkt auf uns nur unter der Bedingung ein, dass wir „unter der Leitung stehen“. „Unter der Leitung zu stehen“ bedeutet, zusammen zu sein und inwiefern es möglich ist, nach der Einheit zu streben. Dieses „Leitungswasser“ ist die Natur des höheren Lichtes, das innerhalb eines einheitlichen Gefäßes offenbart wird. Wenn wir also vereinigt werden und uns wünschen, uns zu verbinden, um wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, dann wird zu uns das Licht der Tora geleitet. Dann werden wir mit der Gabe der Tora, mit dem höheren Licht ausgezeichnet.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.10.2011

Von dem Strom des Lebens getragen

Wenn ich einen Artikel, der von einem Kabbalisten geschrieben wurde, lesen will, muss ich als erstes meine Haltung gegenüber dem Verfasser prüfen. Er muss für mich eine unanfechtbare Autorität besitzen, und mich selbst muss ich als einen kleinen Splitter sehen, der von den Wassermassen getragen wird.

Ich muss bereit sein, ihm zu folgen, indem ich meine Kritik beiseite schaffe, mich mit meinem Verstand, meinen Gefühlen, meinen Bestimmungen – mit absolut allem – in ihn einzufügen.

Ich muss alles, was ich bis jetzt wusste, vergessen, weil es von meinem Verstand bereits bearbeitet, also verdorben wurde. Ich muss von all meinen Empfindungen abschalten und einfach in ihn eindringen.

Das ist der erste Schritt zum richtigen Lesen einer kabbalistischen Quelle – die Annullierung seiner selbst vor jemandem Großen, der in diesem Moment etwas an mich herantragen will.

Später werde ich meinen Verstand und meine Gefühle bereits einschalten können, um zu sehen, inwieweit ich mich mit dem Gelesenen verbinden, es wahrnehmen, damit einverstanden sein kann. Doch dabei muss ich dennoch darin eingeschlossen sein.

Noch vor kurzem war es sehr schwer, an ein kabbalistisches Buch heranzukommen, deshalb wurde jedes Stück Papier, das von einem Kabbalisten vollgeschrieben wurde, als eine große Enthüllung von oben wahrgenommen. Und obwohl du kein Wort davon verstanden hast, hast du versucht, durch diese Zeilen hindurch den Schlüssel zur Spiritualität zu finden.

Und heute ist alles offen, alles geschrieben, doch die Menschen wollen diese Bücher nicht öffnen, die Spiritualität zieht sie nicht an. So ist die menschliche Natur: wenn alles viel zu offen ist, zieht es nicht an.

Doch für uns sind diese Texte wie die Luft zum Atmen…

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 10.12.2010

Baal HaSulam und Rabash öffneten für uns die Tür zur spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Außer den Schriften von Baal HaSulam studieren wir ebenfalls die Schriften von Rabash. Was geben sie uns?

Meine Antwort: Rabash gibt eine detaillierte Erklärung der Phasen der inneren Arbeit, doch wir verstehen die gesamte Breite und Tiefe seiner Erklärungen noch nicht. Es gibt Stellen, an denen Baal HaSulam sehr präzise Erklärungen für Anfänger gibt und Rabash fährt fort, sie auszuweiten. Dadurch erschafft er ein weites Eintrittstor für jene, die in die spirituelle Arbeit eindringen wollen. Wenn ein Mensch Zeile für Zeile liest, erlebt er verschiedene Empfindungen. Deshalb führt Rabash den Leser mit seinen ausführlichen Erklärungen wie man ein Kind an der Hand von einem Spiel und von einem Eindruck zum nächsten führt.

Denkt jedoch nicht, dass seine Artikel ausschließlich für Anfänger bestimmt sind. Sie bergen eine enorme Tiefe in sich. Nur dass Rabash sich selbst vor seinem Vater Baal HaSulam erniedrigt hat und dachte, dass es nichts Weiteres mehr nach Baal Hasulam hinzuzufügen gibt. Darum hat er wegen seiner Bescheidenheit nichts von sich selbst veröffentlicht und hat nicht viele Manuskripte verfasst. Doch er war ein großer Kabbalist und wir sind dabei, ihn zu enthüllen.

Die besten Momente aus dem täglichen Unterricht – Zwischen den Zeilen lesen

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