Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ohne Exil kann keine Erlösung erreicht werden.

Die Stufe „Nefesh Ruach de Ruach“ (WaK de Ruach) bedeutet Exil. GaR de Ruach bedeutet hingegen die Erlösung. Ruach ist bereits der Beginn der Arbeit.

WaK de Ruach sind unsere Bemühungen, alles Mögliche zu unternehmen, bis wir den Kontakt mit dem Licht erreichen, deswegen wird dies als Exil bezeichnet.

Es ist unmöglich, das Exil auf einer geringeren Stufe als WaK de-Ruach zu erfahren.

Ein Mensch kommt zum Studium und versteht nicht, von welchem Exil die Rede ist. Aber wenn wir die Verbindung zwischen uns richtig entwickeln, indem wir den Schöpfer offenbaren, wird das als Erlösung bezeichnet. Die fehlende Verbindung zwischen uns, aufgrund derer die Eigenschaften des Gebens und der Liebe, die man Schöpfer nennt, in uns nicht geweckt werden, bezeichnet man als Exil.

Auf diese Weise können wir beginnen, unsere Beziehungen zu klassifizieren: Wenn die Kraft unserer Verbindung größer ist als die unbelebte Stufe, und sie WaK de Ruach erreicht hat, wird sie als Exil betrachtet. Wir spüren aber dabei, dass wir uns im Exil befinden, wir haben das Bedürfnis, das volle Licht von Ruach zu offenbaren, d.h. GaR de Ruach, was bereits Bewegung, d.h. das Gefühl des Lebens, der inneren Kraft, bedeutet.

Das Wichtigste ist, sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass es die ganze Zeit um den Aufbau der zehn Sefirot in der Verbindung zwischen uns geht. Im Laufe dieser Arbeit gehen wir durch alle möglichen Veränderungen, Zustände, von denen einige als Exil bezeichnet werden. In dem Maße, wie wir uns bemühen, Hilfe von oben heranzuziehen, kommen wir voran. Das ist die Arbeit im ägyptischen Exil.

Wenn wir nicht bitten, nicht beten, keine Versuche zur Verbindung unternehmen, die uns zum Gebet führen, gehen wir nicht durch das Exil, wir machen keine Fortschritte in Richtung Erlösung. Schließlich ist die Zeit in der Spiritualität die Anzahl der Veränderungen, die wir versuchen vorzunehmen.

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Aus dem Unterricht von „TES“

Die Namen des Schöpfers ist die Erkenntnis seiner Eigenschaften

Und Er gab sich die Namen „El“, „Elokim“, „Shadai“, „Zwaot“, „Ekje“, damit man Ihn in jeder Seiner Eigenschaft erkennen würde. (Baal HaSulam Vorwort zum Buch Sohar. Punkt 40.)

Frage: Sind die Namen des Schöpfers, die den zehn Sefirot entsprechen, ihre Füllung oder ihre Bezeichnung?

Antwort: Dies sind die zehn Sefirot mit dem Licht in ihnen.

Der Name des Schöpfers besteht aus dem Kli und dem Licht, welches es erfüllt. Kabbalisten drücken ihre Erkenntnisse in solchen fast gleichartigen Begriffen aus. Diese Namen werden vergeben, damit es einfacher ist, das zu bezeichnen, was du annimmst. Genau wie in unserer Welt drückt man, wenn man über jemanden oder etwas spricht, eine besondere Empfindung dieses Objekts aus, mehr nicht.

Frage: Was bedeutet es, dass das Kli eines Zehners eine solche Form annimmt, dass es das Licht oder den Namen des Schöpfers aufnehmen kann, wie El, Adni oder Ekje?

Antwort: Alles hängt von der Stufe ab, auf der man alle Auffassungen über seine Beziehung zum Schöpfer vereint. Das, worin er dem Schöpfer ähnlich ist – dieses Maß an Ähnlichkeit fühlt er in sich, misst und benennt dementsprechend den Schöpfer.

Genauso wie du in unserer Welt über einen Menschen sagst, dass er klug sei, dass er irgendeine Besonderheit habe. Du nennst ihn also so, weil du seine Eigenschaften so empfindest.

Frage: Gibt es eine Möglichkeit, das in Bezug auf den Schöpfer zu messen bzw. zu prüfen?

Antwort: Indem du den Schöpfer erfasst, kannst du deine Ähnlichkeit mit Ihm messen. Und jeder, der Ihn auf derselben Stufe erfasst, nennt Ihn genauso.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“ von 21.02.2024.

Ein Mikroskop, das den Schöpfer sichtbar macht

Es wird gesagt: „Es gibt niemanden außer dem Schöpfer“ und in Bezug auf den Zehner bedeutet dies, dass alles mit einer höheren Macht verbunden ist, die man offenbaren muss. Wir stellen eine Beziehung zwischen uns her, damit sich diese höhere Macht in uns manifestieren kann.

Dabei helfen sich alle im Zehner. Jeder unterstützt den anderen und existiert nur, um den Zehner voranzubringen.

Der Zehner ist schließlich der Fokus unseres gesamten spirituellen Lebens. Es ist unsere Verantwortung, alle bis zu dem Punkt zusammenzubringen, an dem gemäß dieser Einheit der Schöpfer in uns offenbart wird. Es ist, als hätten wir ein Mikroskop oder eine Kamera, die durch das Einstellen der Linsen im Objektiv scharf gestellt werden muss. Wenn wir sie richtig einstellen, dann können wir ein klares, scharfes Bild sehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Methodik der Korrektur in der Mittleren Linie

Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).

Baal HaSulam vereinigt zwei dieser Herangehensweisen in der Mittleren, dritten Linie, er schafft die wirksame, deutliche, einfache Methodik, die den modernen Seelen passt. Und nur dadurch können wir die Korrektur erreichen.

Die Kabbala, als eine Wissenschaft, ist auf den Werken von АRI aufgebaut, und die innere Arbeit stammt vom Baal Schem Tow.

Baal haSulam schreibt sein Buch „Die Lehre der Zehn Sefirot“ auf der Grundlage „des Baum des Lebens“ von АRI, er passt das Buch an unsere Generation an.

Aber wenn man seine gesamte Lehre im Komplex betrachtet, dann sind die 4 Werke: „Die Lehre der Zehn Sefirot“, „Panim Meirot“, „Die Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und „die Einleitung zum Sulam Kommentar“ – der „Physik“ der Höheren Welt gewidmet und basieren auf der Lehre von АRI, und alle übrigen Artikel sind der inneren Arbeit des Menschen gewidmet und sind auf der Methode von Baal Schem Tow gegründet.

Das Licht der Korrektur kommt beim Studium der „Physik“ der Höheren Welt zu uns – aber es kommt nur durch die Gruppe!

Wenn die Gruppe nicht richtig organisiert ist, nicht zusammen lernt und sich nicht wünscht, vereinigt zu werden – dann ist es unmöglich, das Licht anzuziehen.

Die Gruppe ist der Magnet, welcher das Licht anzieht, das zur Quelle zurückführt. Und sie soll eine solche Form haben, die zur Korrektur bereit ist, alle sollen darauf warten!

Wir müssen 1) das Übel und den Mangel der Vereinigung enthüllen, 2) den erwünschten Zustand – den Zustand der allgemeinen Verbindung enthüllen – und denken, dass wir aus dem ersten Zustand in den zweiten mit Hilfe der Kraft übergehen werden, die das Licht heißt, das zur Quelle zurückführt.

Die Gruppe ist verpflichtet, diese Formel zu verstehen, denn sie kann anders kein Licht heranziehen. Das geistige Gefäß, der Wunsch – soll dem Licht vorangehen.

Dafür wurde das gesamte Geschöpf geschaffen, es entwickelt sich aus der Welt der Unendlichkeit – um in sich das Bedürfnis zur Enthüllung des Schöpfers zu erschaffen.

Wir brauchen den Schöpfer nicht zu enthüllen, es ist auch nicht erforderlich, das Licht zu offenbaren! Wir müssen das Geschöpf entdecken!

Wir müssen verstehen, dass die Schöpfung nicht dafür geschaffen wurde, um ein Punkt zu bleiben, und um als Tier zu leben – sie muss zur Persönlichkeit werden, die selbständig ist und über die Freiheit des Willens verfügt. Deshalb soll unser Wunsch die Handlung von oben („Kli kоdem le or“) hervorrufen.

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Woran erinnert sich die Seele?

Frage: Warum erinnert sich die Seele nicht an die vorigen Leben?

Antwort: Weil sie nichts mit dem physischen Leben zu tun hat. Die Seele ist das, was wir in andere investieren, wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen und unser ewiges Sein durch sie spüren – in dieser Welt, in diesem Leben un din diesem Körper. Die Struktur der Seele besteht aus Zehn Sefirot. Wir müssen lernen, wie wir uns zusammentun und diesem System Leben einhauchen können, damit alle Seelenteile einander ergänzen. Wenn sich z.B. zehn Leute versammeln und in eine solche Beziehung eintreten wollen, können sie miteinander verschmelzen und jeder kann aus sich heraus gehen und muss kein kleiner Egoist bleiben. Wenn jeder dazu bereit ist, entsteht ein Netzwerk aus Verbindungen unter uns und wir empfinden uns mitten drin.

Dies ist das Gefühl des Überschreiten des Machsom (Grenze). In mir bin ich ein Egoist, doch wenn ich mich in die anderen begebe, bin ich ein Altruist. Und dann wird das allgemeine Verlangen und die Absicht, die wir in uns erschaffen, als Seele bezeichnet. Das Netzwerk der gegenseitigen Beziehungen mit der Eigenschaft des Lebens wird als „Kli der Seele“ bezeichnet. Und die besondere Form des Höheren Lichtes, die sich darin enthüllt, nennt man Schöpfer.

Aus den Kabbalah Unterrichten in Russisch 11/1/15

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Neugeburt auf jeder Stufe

Frage: Kann ein Kabbalist die „wundersame Kraft“ des höheren Lichts wie in einem wissenschaftlichen Experiment bemessen oder ist das für ihn genauso ein „Axiom“ wie für uns?

Meine Antwort: Nein, wir wissen nie, wie wir zur nächsten Stufe aufsteigen. Es ist wie in dem Beispiel mit Rabbi Shimon, der, bevor er die höchste Stufe, die Endkorrektur, erreicht hat, so tief gefallen ist, dass er zu einem gewöhnlichen Menschen, einfach nur zu Shimon dem Markthändler geworden ist.

In Bezug auf die nächste Stufe handeln wir immer in dem Glauben über dem Verstand und wissen nicht, was uns dort erwartet. Ich habe bereits Erfahrungen und kann deshalb sagen, dass mich dort ein größeres Geben, eine größere Liebe und Vereinigung erwarten. Doch weil ich es noch nicht real wahrnehmen kann, habe ich keine Möglichkeit auch nur zu 1% vorherzusagen, was mich dort erwartet.

Es ist immer etwas vollkommen Unerwartetes und Neues – ein völliges „Upgrade“, die völlige Veränderung all meiner Bestandteile, die Vervollkommnung aller zehn Sefirot. Und für gewöhnlich lässt sich das als eine dermaßen starke Erneuerung wahrnehmen, dass es einfach verwunderlich ist, wie sehr sich alles umdreht im Vergleich zu dem, was war.

Die ganze Wahrnehmung der Realität, die ganzen Empfindungen und das Verständnis verändern sich. Und das geschieht auf jeder Stufe, egal, wo sich der Mensch befindet. Jedes Mal ist es eine neue Schöpfung.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die wundersame Kraft des Studiums“, 08.03.2011

Es hat sich jetzt einfach enthüllt…

Frage: Was bedeutet „Erneuerung“?

Meine Antwort: Das ist kein einfaches Wort. Erstens „gibt es nichts Neues unter der Sonne“, doch „über der Sonne“ erneuert sich alles – die Rede ist von der Welt von Azilut.

Erneuerung bedeutet, dass irgendeine Eigenschaft früher nicht zum Vorschein gekommen ist, sich nicht hervorgetan hat, damit wurde nicht gearbeitet, doch nun hat sie sich enthüllt, und es wird damit gearbeitet. Das bedeutet, dass eine Erneuerung stattgefunden hat. Doch natürlich gibt es nichts Neues – es hat sich jetzt einfach enthüllt.

So ist es mit allen Formen des Gebens, die wir enthüllen: es ist alles nicht neu, es kommt nur auf diese Weise in Bezug auf die Geschöpfe zum Vorschein. Als der Schöpfer den Endzustand erschaffen hat, hat Er alle anderen mit eingeschlossen. Wo sollen sie sonst herkommen?

Sie sind in den Wurzeln enthalten und erneuern sich einfach: sie gehen von dort hervor und breiten sich quasi aus, enthüllen sich. Es gibt jedoch nichts Neues – es gibt nur die Enthüllung. Und Enthüllung ist nichts Neues – so sieht es nur in Bezug auf dich aus.

Auszug aus dem Unterricht nach „Die Lehre von den Zehn Sefirot“, 31.12.2010

In der Spiritualität gibt es keine leichten Bücher

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Einwirkung des Sohar auf einen Menschen, der die spirituelle Erkenntnis erlangt hat, und auf denjenigen, der sich noch nicht in der spirituellen Erkenntnis befindet?

Meine Antwort: Der Sohar wirkt entsprechend der spirituellen Stufe des Menschen, als würde zum Beispiel ein kleines Kind oder ein großer Wissenschaftler ein Buch über Physik lesen.

Derjenige, der die spirituelle Welt noch nicht erlangt hat, liest, versteht jedoch nicht das Geschriebene. Und es gibt keine Bücher, die die spirituelle Welt auf seiner Stufe, in seinen Eigenschaften erklären könnten. Die spirituelle Welt ist für ihn eine Antiwelt, sie kann nur in dem Ausmaß verstanden werden, in dem ihre Eigenschaften des Gebens und der Liebe erlangt werden.

Deshalb beschäftigt man sich anfangs mit Kabbala, nicht um die spirituelle Welt zu verstehen, sondern um deren Eigenschaften zu erlangen. Denn wenn der Mensch diese Eigenschaften erlangen will, ruft er während des Studiums deren allmähliche Entwicklung in sich hervor. Dieses Phänomen wird als „Segula“ bezeichnet.

Und in dem Ausmaß der Erlangung von spirituellen Eigenschaften beginnt er das, was in den kabbalistischen Büchern geschrieben steht, zu spüren und zu verstehen – dann werden die gleichen Bücher zu Lehrbüchern und Wegweisern durch die für ihn neue spirituelle Welt.

Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, aus der Lehre von den Zehn Sefirot, die von einem großen Kabbalisten Baal HaSulam geschrieben wurde, eine leichtere Version für Anfänger zu machen. Denn sie werden das Geschriebene sowieso nicht verstehen, sondern müssen den Text zum Erlangen der Eigenschaft des Gebens verwenden.

Es macht keinen Sinn, Kabbala wie Physik zu studieren – das lenkt von der Korrektur ab. Und der Gegenstand des Studiums ist der Mensch selbst, weil alle Welten sich in uns befinden und das Licht in uns enthüllt wird. Das Wichtigste ist, das Licht anzuziehen.

Einige, die die spirituelle Welt nicht erlangt haben, schreiben aber Ergänzungen und Kommentare zu der Lehre von den Zehn Sefirot (TES). Doch wie ist das möglich, wenn der Mensch diese Ergänzungen nicht selbst in der spirituellen Welt erfasst, sondern sie mit seinem irdischen Verstand vermutet. Wie kann man von einer nicht selbst erfassten Welt schreiben?!

Doch es geht noch nicht einmal darum, sondern darum, dass derjenige, der die höhere Welt noch nicht erlangt hat, die Quelle des Lichts braucht – eine authentische Quelle, die von jemandem, der die gesamte höhere Welt erfasst hat, geschrieben wurde, um aus diesem Buch das korrigierende Licht anzuziehen.

Diejenigen aber, die Kommentare zu TES ohne Erkenntnis schreiben, setzen ihn von der Ebene der spirituellen Kraft zu einer irdischen Wissenschaft herab. Ich darf mich im Gegenteil nicht damit zufrieden geben, dass ich TES verstehe, sondern erkennen, dass ich nichts davon verstehe, er mir aber die korrigierende Kraft spendet, deren Einwirkung ich allmählich wahrnehme.

In dem Ausmaß der Korrektur spüre ich in den korrigierten Verlangen die Weisheit. Wenn das Licht Chassadim und das Licht Chochma sich in meine korrigierten Verlangen kleiden, bedeutet es, dass ich Wissen erlangt habe. Wie geschrieben steht: „Und Adam erkannte Hava, sein Weib“ – aus der Verbindung, aus der Vereinigung heraus.

Aus diesem Grund wird das Studieren von Kommentaren nicht helfen. Ich brauche eine authentische Quelle, die stärkste in ihrer Fähigkeit, mir das Licht zu spenden. Denn ich selbst bin der Gegenstand des Studiums, und die ganze Weisheit wird sich in mir enthüllen.

Rabash hat während der Unterrichte keine große Aufmerksamkeit den Erklärungen geschenkt. Er machte nur kurze Erläuterungen, damit wir uns besser mit dem Text verbinden können, indem wir nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, verlangen.

Es gab damals zwei Gruppen – die Gruppe von Rabash und die Gruppe von Hillel. Wir gingen nach dem Unterricht „leer“ nach Hause, die Menschen aus der Gruppe von Hillel gingen „erfüllt“, mit Verständnis.

Das Studium der Kabbala ist „Segula“, ein „Wundermittel“ des Lichts und keine Wissensquelle. Das Wissen kommt mit dem Licht. Es ist nicht nötig, zu denken, das Licht erfüllt dich mit Wissen, entsprechend deiner Ähnlichkeit mit ihm im Geben.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 16.02.2011

Ein Ansporn, möglichst schnell geboren zu werden

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass man, bevor man überhaupt mit dem Studium der Kabbala beginnt, verstehen muss, was das ist. Wie kann aber jeder ihre Sprache erlernen, wenn sie so schwierig ist?

Meine Antwort: Zu verstehen, was die Wissenschaft der Kabbala ist, bedeutet, einen Schirm zu erhalten, um über den eigenen Egoismus steigen und spirituelle Handlungen erkennen zu können. Dann wirst du deinen Lehrer, den Kabbalisten, verstehen und von ihm lernen, was weiterhin zu tun ist. Alles, was er dir sagen wird, wirst du verstehen und praktisch belegen können, hier, an Ort und Stelle, wie das normale Schüler in dieser Welt auch tun.

Doch wenn du in der Spiritualität noch nicht geboren wurdest, wie kann dir dann irgendetwas erklärt werden? Es wäre das Gleiche, wie einem Ungeborenen, welches sich noch im Mutterleib befindet, von unserer Welt zu erzählen.

Genauso sprechen auch Kabbalisten aus einer anderen Welt zu uns. Wir befinden uns in dieser Welt, im Inneren deren Sphäre, wie in einer Blase, und uns wird erzählt, was außerhalb von ihr geschieht.

Deshalb wirken kabbalistische Texte nur wie ein „Wundermittel“ (Segula) auf uns. Die Artikel sind noch für Anfänger bestimmt, doch die „Lehre von den Zehn Sefirot“ ist für denjenigen geschrieben, der bereits zu einem spirituellen Neugeborenen geworden ist, dem man etwas von der spirituellen Welt erzählen kann – dadurch wird er vorankommen, er wird die neue Welt, in der er geboren wurde, kennenlernen.

Für dich aber, der sich noch im Mutterleib befindet, ist es nur ein Reiz, ein Ansporn, möglichst schnell geboren zu werden.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, 14.02.2011

Kista de Chajuta

Wenn das Licht den Parzuf verlaesst, verbleibt in ihm nur ein minimaler Lebensfunke, der „Kista de Chajuta“ heisst.Wie bei einem Schlafenden, bei dem all seine Kraefte weg sind, aber er dennoch nicht als gestorben gilt, da ein bisschen Leben in ihm blieb, um ihn spaeter in den normalen Zustand zurueckzubringen.

Diese gespeicherten Daten, „Kista de Chajuta“, empfaengt das Licht, das vom Hoeheren zurueckkehrt.“Kista de Chajuta“ wird ein Punkt genannt, der zwei verschiedene Zustaende trennt. Wie ein Hungriger, der seinen vorigen, satten Zustand komplett vergessen hat und bereit ist, die neue Erfuellung zu empfangen. Er ist voellig frei von den vorherigen zehn Sfirot und ist dann bereit, die zehn neuen zu empfangen.

Und dieser Punkt, der nichts mehr von dem vorigen Zustand und noch nichts von dem zukuenftigen
enthaelt, heisst minimaler Lebensfunke. Ich selbst beschraenke meine Wuensche und moechte mit allem, was frueher war, Schluss machen, um die neue Stufe, neues Geben anfangen zu koennen.

Ich kann nichts mit dem alten Kli anfangen, denn ich habe schon versucht, mit ihm alles zu machen, was ich konnte. Ich habe bemerkt, dass mir etwas nicht gelingt und habe dadurch in mir den neuen leeren Raum entdeckt.

Deshalb scheint mir der alte Zustand mangelhaft in Bezug auf den neuen, und ich verzichte auf ihn und gehe vorwaerts. Und da ich in meinem neuen Zustand zum Geben kommen moechte, muss ich bei Null beginnen.

Ich habe nichts und ich moechte die alte Last nicht mitschleppen, ich will nur zum Geben
gelangen! Und im Geben gibt es keine alten Guthaben, ich gehe mit leeren Haenden los, so wie man
ins Exil flieht.

Einst hatten die ersten Chassidim, die Kabbalisten waren, so einen Brauch. Der Mensch verliess
sein Haus, ohne etwas mitzunehmen, nur die Kleidung die er auf dem Koerper trug, einen Stab in der Hand und sonst nichts.

Du nimmst keinen Vorrat mit, nicht einmal ein Stueck Brot, gehst einfach los. Was
geschehen wird, weiss du nicht, und du kehrst erst nach sechs Monaten, oder einem Jahr
zurueck.

Bist du bereit, heute den neuen Weg anzufangen?

Aus einem Unterricht ueber „Die Lehre der Zehn Sfirot, 15.09.2010

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