Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wünsch'

Durch alle Welten – ohne Grenzen Korrektur

Eine Frage, die iche erhielt: Wenn ich die Wünsche von den anderen an mich anschließe, dehne ich mich innerlich aus, fühle aber immer noch nur das Geschehene in mir? Gibt es einen Punkt, in dem ich empfinde, was außer mir wirklich existiert?

Meine Antwort: Natürlich! Und wie! Du empfindest das viel stärker als du dich hier jetzt, in dieser Welt fühlst.

Stelle dir vor, dass du Geschehnisse, die tausend Kilometer von dir entfernt sind, genauso sehen würdest, als ob sie nur einen Meter von dir entfernt wären. Es gibt keinen Unterschied, es gibt keine Entfernung!

Und genauso, wie du die äußerliche Form des Objektes siehst, so würdest du es ganz durch sehen, all das, was darin geschieht, alle Gründe und Folgen.

Das wird als „Begreifen“ bezeichnet. Im Geistigen ist ja nichts weder vom Raum, noch von der Tiefe des Begreifens beschränkt. Von dir sind weder die Gründe, noch die Folgen der Erscheinungen verborgen, die du in allen Schnitten und Eigenschaften beobachtest.

Und deswegen heißt das „Begreifen“ – die endgültige und die größte Wahrnehmung und das Verständnis. Es ist sogar unmöglich das mit unserer Welt zu vergleichen. In unserer Welt haben wir ja kein Begreifen, bzw. wir schauen nur in uns selbst.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 26.11.2010

Wir sind die Unendlichkeiten, die sich in den Kreis einbinden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Mensch nicht abgesondert von den anderen Menschen existiert, warum gibt es dann in jedem von uns die Empfindung, dass für die ganze Realität nur für ihn existiert, und der Schöpfer sich zu ihm persönlich verhält?
Meine Antwort: Es ist das Maß der Individualität, das jedem Menschen eigen ist. Sie kommt – vom Schöpfer, sie ist die Wurzel eines Menschen, die ihn von allen anderen unterscheidet.
Es verpflichtet jeden, seine Individualität zu realisieren, denn der Satz stimmt wirklich: „Für mich ist diese Welt geschaffen!“ – und es soll folglich jeder Mensch behaupten. Aber nicht auf Kosten der Anderen, sondern für die Anderen.
Ich korrigiere die Welt, und alle anderen sind nur die Teile von mir – weshalb ich mich zu allen verhalten soll, als ob sie von mir abhängig wären. Ich soll mich an sie in der Liebe anschließen.
Wenn sich mein Punkt mit anderen verbindet, werde ich zum „Kopf“ für sie, für den Körper, der „die allgemeine Seele“ heißt.
Denn ich entscheide selbst und schaffe alle Beziehungen, und ich fülle alle mit dem Licht des Schöpfers aus, d.h. ich bin für sie die Quelle, der Schöpfer.
Und wenn du das gleiche machst und an dich die anderen verbindest, einschließlich mich?
Dann wirst du auch zum Kopf für den allgemeinen Körper, der aus deinen richtigen Beziehungen zu den anderen resultiert. Und so wird jeder von uns – zur individuellen Persönlichkeit, und keiner stört den anderen, sondern ergänzt ihn. Du fühlst, dass der Schöpfer sich persönlich zu dir verhält, aber Er kann sich zu dir nur durch die Gruppe verhalten. Und genauso verhältst du dich durch die Gruppe, zu Ihm.
Der Schöpfer wird in der Verbindung zwischen allen enthüllt. Gerade dort gibt es das höhere Licht – in den Wünschen des Gebens, in der Vereinigung zwischen allen Seelen.
Wenn sich alle Eigenschaften des Gebens miteinander verbinden, dann öffnet sich das Gefäß für die Offenbarung des Schöpfers – das Netz des Gebens.
Und auf den Wunsch war die Beschränkung? Z’A‘ gesetzt, damit er nichts bekommt. Denn man kann nur durch die Beziehungen erhalten, durch die verbindenden Wünsche, dort wo sich der Schirm und das widergespiegelte Licht befinden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 05.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Der persönliche Beobachter

In uns gibt es eine Menge verschiedenster Wünsche – und jeder Wunsch soll seine Korrektur in der bestimmten Reihenfolge durchgehen. Je nach der Verbindung der Wünsche in der Seele wird die Verbindung des Menschen mit anderen Menschen offenbart.

Deshalb sind uns die wahrhaften Gründe für Zustände, die wir durchgehen, unbekannt. Aber wir sollen verstehen, dass ihre Reihenfolge vorherbestimmt ist, und es hängt nur von uns ab, ob wir mittels des Lichts oder des Leidens korrigiert werden. Auf jeden Fall sollen wir die Empfindungen von beliebigen Zuständen in Form des nützlichen Ereignisses annehmen, ohne das Geschehende zu verstehen. Über die Geschehnisse, die gerade erfolgten, haben wir keine Kontrolle, und das, was gekommen ist, muss man mit Dankbarkeit annehmen, sich korrigieren und weiter voranschreiten.

Man darf niemals den folgenden Zustand abstoßen, denn dadurch lässt du die Mittel gehen, die dir für den Aufstieg gegeben sind. Es gibt keine Zustände, die nicht zum Aufstieg beitragen würden. Deshalb,muss man sich nicht in dem Zwiespalt befinden: ist der Zustand gut oder schlecht. Gib diesem keine persönliche Einstellung, es wäre wünschenswert, die Geschehnisse “von der Seite her” zu beobachten, wie ein fremder Beobachter: wenn ich diesen Zustand durchgehen muss, dann mache ich das und gehe weiter. (Alles ist zum Guten! – Akol le tova!)

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.08.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>