Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wohlwollen'

Die Mittlere Linie innerhalb des Menschen und der Gesellschaft

Frage: Was ist die mittlere Linie innerhalb eines Menschen?

Antwort: Die mittlere Linie in einem Menschen ist seine Seele. Wenn ein Mensch die rechte und die linke Linie in sich kurzschließen würde, würde er damit die Ansätze seiner Seele verbrennen, die für seine Entwicklung bestimmt sind.

Frage: Und was ist die mittlere Linie in einer Gesellschaft?

Antwort: Es sollte Gesetze in der Gesellschaft geben, die helfen können, einen Menschen so zu erziehen, dass er nur an seine Mitmenschen denkt und nicht an sich selbst. In diesem Fall wären all seine Handlungen wohlwollend und würden von der Gesellschaft gefördert, und er würde angemessen belohnt werden.

Wenn er aber nicht zum Wohle aller, sondern nur für sich selbst handeln würde, würde er bestraft werden. Dann würde er durch Belohnung und Bestrafung von der richtigen Gesellschaft erzogen werden.

Das heißt, die mittlere Linie innerhalb des Menschen ist sein Schirm, eine anti-egoistische Kraft, die es ihm ermöglicht, sowohl seine natürliche egoistische Eigenschaft des Empfangens um seiner selbst willen, als auch die in uns manifestierte altruistische Eigenschaft, die einen Teil des Schöpfers darstellt, aufzunehmen.

Und in einer korrigierten Gesellschaft werden unter der mittleren Linie die Gesetze verstanden, die diese beiden Kräfte ausgleichen.

Aus dem TV-Programm „Spirituelle Zustände“, 23.07.2021

[#285797]

Warte nicht auf den kritischen Pegelstand

Sich den Anderen annähern, bedeutet ihre Verlangen und Gedanken an sich näher zu bringen, sie so zu empfinden, wie das Verlangen seiner eigenen Kinder. So wichtig sollte mir die ganze Welt sein, als ob alle Menschen meine Verwandte wären.
Später fange ich an, diese „Verbindung zur Verwandschaft“ immer mehr zu empfinden, solange, bis ich diesen Teil als mein Eigen fühle. Sogar sind es nicht nur meine Teile, ich bin es selbst! Das ist ein rein psychologisches Problem.
Je mehr ich mich ihnen nähere, desto mehr empfinde ich eine Kraft, die den Rauminhalt zwischen uns füllt, und dort offenbart sich der Schöpfer. Je größer meine Sorge um jeden einzelnen Menschen ist, desto näher komme ich an den Schöpfer heran und bekomme mehr Chancen ihn zu offenbaren.

Doch wenn ich die Anderen und die Möglichkeit, mich ihnen zu nähern, abstoße, und nur an meine egoistischen Interessen denke, dann verdecke ich mich selbst und die anderen Menschen vor dem Schöpfer. Ich verdecke das Gute und das Wohlwollen, und rufe das Böse und die Leiden in die Welt hervor.

Wenn ich nicht die Wissenschaft der Kabbala richtig einsetze, dann beginnen die Menschen sich von einander zu entfremden, einzelne Menschen und ganze Länder. Dann wird sich über sie die Dunkelheit verbreiten, eine noch Größere als jetzt.

Der Schöpfer entfremdet sich noch mehr von uns, und wenn Er die kritische Note erreicht, dann kommt es zu einem Weltkrieg. Es hängt alles nur von der Annäherung oder der Entfremdung dieser höheren Kraft ab, damit ruft sie die Explosionen, die Katastrophen, die Kriege, bis zu dem Weltkrieg hervor.

Noch befinden wir uns einfach im „Exil“ (eine verlorene Empfindung des Schöpfers). Er ist uns sehr nahe, und kommt absichtlich noch näher, um uns die globale Verbindung der Welt zu offenbaren. Solange es noch nicht zu spät ist, müssen wir zum Verständnis kommen, dass wir verpflichtet sind, dieses Wissen an Alle hinzubringen, es hängt alles von unserem Verlangen ab.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Der allgemeine Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 13.1.2011