Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wochenabschnitt'

Warum gerät der Schöpfer in Zorn?

Die Zusammenfassung des Wochenabschnitts „Chukat“, Teil  1: Das Volk Israel setzt die Wanderungen in der Wüste fort und kommt nach Kadesch in der Wüste Zin. Dort fängt das Volk an, sich über den Wassersmangel zu beklagen.
Mosche und Aaron fragen den Schöpfer um Rat, und Er weist sie an,  den Felsen vor aller Augen um  Wasser zu bitten. Anstatt den Felsen zu bitten, schlagen sie auf den Felsen ein.
Das ruft den Zorn des Schöpfers hervor, und Er fällt das Urteil, dass sie in der Wüste sterben sollen und nicht unter denen sein sollen, die das Volk in das Land Israel führen werden.
Frage: Wenn der Schöpfer uns den Punkt im Herzen gibt und  uns selbst durch alle Zustände führt, warum wird Er zornig?
Antwort: Natürlich  schafft uns der Schoepfer selbst  von Anfang an Probleme. Er stellt uns  bei jedem Schritt ein Bein, und es gibt niemanden anderen ausser Ihm.
Auf grausame Weise begeht Er zuerst das Übel, dann schreit er und bestraft uns, danach bietet Er an: „Gut, macht es anders, dann wird es Euch besser gehen. Jedoch in diesem „besseren“ Zustand macht Er es noch schlimmer fuer uns und danach bestraft Er uns wieder.
Warum wird Er zornig? Dieser Zorn ist die Korrektur! Damit ist gemeint, dass der Mensch in sich selbst das Verhalten des Schöpfers empfindet, da der Mensch so gestaltet ist.
Hier sollen wir aber keinen Bezug darauf nehmen, was mit der Höheren Kraft geschieht. Es geschieht im Schöpfer nichts, Er verweilt in  absoluter Ruhe.
Da wir uns aber noch nicht im vollständig korrigierten Zustand  befinden, teilt sich unsere Realität auf in „mich“ und „außerhalb von mir“, „mich“ und „die Umwelt“, „mich“ und „die spirituelle Welt“, „mich“ und „den Schöpfer“.
Aber alles, was ich scheinbar als das Äußere wahrnehme,  bin eigentlich Ich, und es scheint mir nur so, als ob das außerhalb von mir ist.
Deshalb stellt das Verhalten des Schöpfers, das ich mir innerhalb von mir in verschiedenen Formen vorstelle, meine eigenen Eigenschaften dar, welche ich auf den Schöpfer projiziere.
Sobald ich mich korrigiere,  werde ich sehen, dass vomdem Schöpfer nur  Liebe und nichts außer Liebe kommt.
Bis meine äußerlichen Wünsche korrigiert sind, bringen sie mir Empfindungen wie „die böse Welt“ oder  „der böse Schöpfer“!

Aus einem Soharunterricht nach dem Wochenabschnitt „Chukat“, 14.06.2010

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Wie kann man die „giftigen Schlangen“ bewältigen?

Kurze Zusammenfassung vom Wochenabschnitt Chukat [Numeri, 19:1 – 22:1], T.7 [21:21 – 22:1]: …Und wieder beginnt das Volk, sich über all seine Missgeschicke zu beklagen, und zu sagen, dass es umsonst aus Ägypten weggeführt wurde.

Daher sendet der Schöpfer eine Menge von giftigen Schlangen; so bereut das Volk sein Murren und bittet Moses, dass er dieses Leiden von ihm nehmen soll.

Moses betet für sie und bekommt eine Anweisung vom Schöpfer, wie er aus dieser Situation mit Hilfe einer ehernen Schlange herauskommt.

Während des ganzen spirituellen Weges ist der Mensch mit Fragen übewältigt und weiß nicht, was er tun soll.

Er beugt sich unter der Last, sodass er giftige Schlangen herausruft, das heisst, dass das ursprüngliche, der Schöpfung zugrunde liegende Verlangen, zu genießen, aufzuwachen beginnt.

Und was hilft dem Menschen? Ihm hilft, dass er eine Schlange aus Kupfer herstellt. Das heißt, er beginnt zu verstehen und zu spüren, dass alles was ihm gegenüber steht, nur eine Statue ist, und nicht etwas Lebendiges.

Wenn diese Schlangen von außen kommen, so scheinen diese dem Menschen ein Ausdruck der höheren Kraft zu sein.

Aber wenn der Mensch selbst das gleiche bildet, wird ihm klar, dass dies keine höhere Kraft, sondern nur ein Spiel seiner Vorstellungskraft ist, und das alles ist nur ein dummes Hindernis , welches sich innerhalb von ihm selbst bildet.

Sobald Moses eine ehernde Schlange gechaffen hat, löste sich das Problem, und das Volk Israel wurde diesen Kummer los.

So zeigt uns die Tora verschiedene Schutz- und Korrekturmethoden.Die „eherne Schlange“ ist eine sehr interessante Methode, sich über seinen „bösen Trieb“ – den Egoismus – zu erheben, wenn du etwas ihm gegenüber baust und somit verstehst, dass alles vor dir stehende nur eine illusorische Fantasiegestalt ist.

Du siehst das dadurch, dass du selbst dieses Idol baust. Man kann dies Abreitstherapie nennen. So wird der Mensch dieses Problem, das Erwachen der Schlange in sich, los. Selbstveständlich sind alle diese Handlungen innere Handlungen.

Eine Frage: Einerseits, steht geschrieben: „Mach dir kein Bildnis“. Hier aber befiehlt der Schöpfer Moses, sich einen Götzen zu machen.

Meine Antwort: Das stimmt. Manchmal verfahren wir so mit unseren Kindern. Wir zwingen sie dazu, etwas zu machen, damit sie keine Angst mehr davor haben: „Gehen wir gemeinsam zum Hund, und du wirst sehen, er wird dir gar nichts tun!“

Vor dir steht eine Gestalt, und du denkst, sie kommt von oben, vom Schöpfer, dass die Schlange eine höhere Kraft symbolisiert, die über dich regiert.

Aber der Schöpfer sagt: „Nein! Tue selbst das gleiche, und du wirst sehen, dass das ganze nur in deinem Kopf passiert, du hast dir diese Schlange nur ausgemalt.“

In der Tat, es befindet sich nichts vor dir, es scheint dir nur so. Und wenn du diesen „Götzen“ baust, wirst du sehen, dass in ihm nichts ist und all diese giftigen Schlangen, die angeblich kommen und dich erschrecken, nichts an sich haben, außer dem, was du selbst in sie hineingelegt hast. Du hast sie geschaffen, und nicht eine höhere Kraft. Baue selbst einen Goetzen, und du wirst sehen, dass es so ist.“

„Eherne Schlange“ bedeutet eine Methode der Heilung, die dir einen richtigen Umgang mit dem egoistischen Wunsch erlaubt.

Aus einem Soharunterricht, nach dem Wochenabschnitt Chukat , 14.06.2010

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Die Tora. Das Buch Genesis. Abschnitt Wajera

Und der HERR erschien Abraham im Hain Mamre; dort saß er an der Tür seiner Hütte, da der Tag sehr heiß war. Und als er seine Augen erhob, sah er drei Männer vor ihm. Und er kochte für sie und sie aßen. Der Letzte sprach: Ich werde in einem Jahr wieder zu dir kommen; und dein Weib Sarah wird einen Sohn haben. Und Sarah lachte in sich hinein. Abraham ging und zeigte ihnen den Weg.

Und Gott sprach: „Groß ist die Sünde von Sodom und Gomorra“. Und Abraham sprach: „Wirst du die Gerechten zusammen mit den Sündern strafen? Vielleicht kannst du jenen um der 50 Gerechten willen, die sich dort befinden, vergeben?“ Und Gott antwortete: „Wenn ich 50 Gerechte innerhalb der Stadt finde, werde ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben.“ Und Abraham sagte: „Vielleicht werden 40 dort sein.“ Und Er sagte:“ Ich werde sie auch wegen 40 verschonen.“ „Und wenn dort nur 10 sind?“ „Ich werde sie um der 10 willen nicht zerstören.“ Und Gott ging und Abraham kehrte nach hause zurück.

Und zwei Engel kamen nach Sodom und Lot sah sie und sagte: „Verbringt die Nacht hier.“ Sie hatten sich noch nicht schlafen gelegt, als Leute aus Sodom das Haus umstellten und sagten: „Wo sind diese Menschen, die euch heute besucht haben?“ Und Lot kam zu ihnen heraus zum Eingang des Hauses und sagte: Begeht keine Sünden, Brüder!“ Doch sie versuchten die Türen aufzubrechen. Und Besucher streckten ihre Hände aus und brachten Lot ins Haus zurück und verschlossen die Tür. Und sie schlugen die Menschen beim Eingang mit Blindheit.

Und sie sagten zu Lot: „Bring alles, was du hast, aus der Stadt, denn wir werden diesen Ort zerstören.“ Doch er zögerte und die Engel nahmen ihn bei der Hand und brachten ihn aus der Stadt. Und sie sagten: „Rettet euch und seht nicht zurück!“ Und Gott zerstörte mit Schwefel und Feuer aus dem Himmel Sodom und Gomorra. Doch Lots Frau drehte sich um und erstarrte zur Salzsäule.

Und Lot zog in eine Höhle in den Bergen, zusammen mit seinen Töchtern. „Lass uns unseren Vater mit Wein betrunken machen und uns neben ihn legen. Wir wollen Nachkommen mit ihm zeugen.“ [Rest des Beitrags lesen →]

Was hat ein Brachjahr mit Reis zu tun? – Ein Artikel über die Lebensmittelkrise

Der folgende Artikel ist die Übersetzung eines Berichtes über die globale Lebensmittelkrise, der kürzlich in einer der führenden israelischen Zeitungen, Yediot Aharonot, veröffentlicht wurde.

Was hat ein Brachjahr mit Reis zu tun?

Nächsten Sabbat werden wir Parashat BaHar (Wochenabschnitt aus der Tora) lesen, der sich mit einer der ältesten und komplexesten Regeln befasst, die den Menschen Israels anvertraut wurden – dem Gebot eines Brachjahres. Alle sieben Jahre ist es den Menschen Israels geboten sich von der Feldarbeit auszuruhen und die Frucht jedem zu überlassen, der diese aufsammeln möchte. Doch was werden wir im achten Jahr essen? Die Antwort ist, dass es im sechsten und sogar im neunten Jahr genügend Getreide für die Ernährung geben wird.

Es könnte ein Symbol sein, dass wir gerade zu einem Folgejahr, wo uns versprochen ist, dass wir keinen Mangel haben werden, dem Anfang einer ernsthaften globalen Lebensmittelkrise entgegensehen. Selbst wenn wir den Medienwirbel übersehen, der wahrscheinlich dazu gedacht war, die Preise für Reis zu erhöhen, können wir nicht die Tatsache ignorieren, dass sich die amerikanische und globale Wirtschaft bereits in einer tiefen Krise befinden. Diese Krise wird uns voraussichtlich alle in eine tiefe Rezession stürzen, die Struktur der Gesellschaft beeinflussen und die Beziehungen zwischen verschiedenen Ländern und Wirtschaftssystemen erschüttern.

Doch was verursacht diese verrückten Turbulenzen und wie können wir diese Erosion zügeln? Oder was hat, anders ausgedrückt, ein Brachjahr mit der Börse in Chicago zu tun? Hier ist das Wesentliche einer kabbalistischen Erklärung einher mit Vorschlägen für eine Lösung der Krise [Rest des Beitrags lesen →]