Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wissenschaft'

„Das Ende Amerikas“ – oder doch nicht?


Eine Frage, die ich erhielt (von einem Studenten aus Russland): Sind Sie nicht froh über „das Ende von Amerika?“

Meine Antwort: Im Gegensatz zu Ihnen kann ich mich nicht daran weiden, Nachrichten über die Krise in den USA zu hören und mich auch nicht darüber freuen, dass es G-ttes Bestrafung für ihren Stolz ist, denn ich respektiere diese Menschen, die solch ein mächtiges Land mit ihren eigenen Händen geschaffen haben, ohne es auszugliedern. Ich glaube nicht an eine polare Welt. Ich weiß, dass die Welt rund ist und dass es nicht anders sein kann.

Um ein bedeutendes Land zu sein, muss man Einfluss in der Welt haben: Kapital, Technologie, entwickelte Wissenschaften und ein perfektes Regierungssystem, anstatt die Menschen durch Furcht zu manipulieren. Ich schaue in objektiver Weise auf die Welt – von Oben – und ich bin über das kommende Leid betrübt. Ich habe davon keinerlei tierisches Vergnügen.

Sie werden jedoch bald enttäuscht sein, denn Amerika wird die Krise überleben. Es ist flexibler als andere Länder und wird fähig sein, sich leichter anzupassen. Der Kollaps der westlichen Zivilisation und das Ende der Welt, wie wir sie kennen, werden uns alle zwingen, uns zu verändern. Die Schlauen werden nicht zu zimperlich sein, Kabbala zu studieren und sie werden weniger leiden und sich schneller erholen. Das wünsche ich jedem – einschließlich dem russischen Volk.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekam Amerika den ersten Schlag?
Blog-post: Obama – Chance auf Hoffnung oder eine neue Enttäuschung?
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie

 

Eines Tages – Ein Lied über die Finanzkrise


Die Zeitung „Yedioth Ahronoth“ (Letzte Nachrichten) publizierte einen Artikel über den neuesten Song von Arcadi Duchin:

Der Buoth Appendix, 08.12.08, von dem Reporter Raz Shechnik: „Der Buoth Appendix ist stolz, ihnen zu präsentieren: niemand anderen als Arcadi Duchin, den ersten Künstler, der den weisen Schritt machte und die Finanzkrise ins Aufnahmestudio brachte. Vor Kurzem schrieb Duchin ein Lied über die Finanzkrise. Der Text wurde von Amit Shalev geschrieben und die Musik – von Duchin selbst.

Es stellte sich heraus, dass Duchin von der Finanzkrise nicht überrascht wurde. Er hatte eine Voraussage beachtet, die von dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman gemacht wurde, die in Erfüllung ging.

„Dieses Lied drückt die gegenwärtige Situation aus“, erklärte Duchin, „doch es wurde vor einem Jahr geschrieben und basiert auf Gesprächen mit Michael Laitman, mit dem ich Kabbala studiere. Er ist kein Mystiker. Er beschäftigt sich nicht mit Kartenlesen oder Voodoo. Er sah die Krise jedoch von dem Blickwinkel aus, aus dem diese alte Wissenschaft die Menschheit betrachtet. Es stellt sich heraus, dass er recht hatte. Damals sprach er zu uns über die heutige finanzielle Situation.“

Worum also geht es in diesem Lied?

„Wie ich es verstehe, erklärt dieses Lied, dass das ganze Geldproblem von der egoistischen Natur des Menschen kommt. Mit anderen Worten – die meisten Menschen in der Welt leiden und nur ein paar wenige genießen das Leben. Dieses Konzept ist weniger kommunistisch als spirituell.
Die Kabbala erklärt, dass niemand wirklich glücklich sein wird, bis jeder glücklich ist.“

Die kabbalistische Definition von Zion und der „vermischten Menge“

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich zu Zionismus und der „vermischten Menge“ erhalten habe:

Frage: Was ist Zionismus? Was hat es mit Kabbala und Bnei Baruch zu tun?

Meine Antwort: „Kabbala ist die Methode, den Menschen dieser Welt den Schöpfer zu offenbaren“ (Baal HaSulam, Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ ). Zionismus ist eine soziale Bewegung zugunsten der Rückkehr zu Zion (Israel). Die kabbalistische Definition lautet wie folgt: Das Land Israel wird auch „Zion“ genannt, vom hebräischen Wort Yetzia (=Ausgang). Jeder Mensch, der die Grenzen unserer egoistischen Welt verlässt und in die Höhere altruistische Welt eintritt, betritt „Zion“. Mi Tzion Tize Tora (=die Tora wird aus Zion kommen) bedeutet, dass ein Mensch, wenn er seinen egoistischen Zustand verlässt, zum Licht gelangt.

Frage: Während den letzten zwei Lektionen haben Sie die „vermischte Menge“ erwähnt. Wer ist das?

Meine Antwort: „Die vermischte Menge“ (Erev Rav) wird von den Gegnern der Kabbala gebildet, die die Menschen davon abhalten, aus dem spirituellen Exil herauszutreten und den Schöpfer zu offenbaren. Selbst wenn ein Mensch nach Schenkung und Liebe strebt, hindert ihn Erev Rav durch alle möglichen Mittel am Voranschreiten. Sie kamen Mose entgegen, als er versuchte, die Menschen aus Ägypten (dem spirituellen Exil) heraus in Richtung zur Enthüllung des Schöpfers zu führen. Außerdem platzierten Sie alle Arten Hindernisse während der 40-jährigen Wanderung durch die Wüste vor ihn.

Heute streuen sie immer noch alle möglichen Gerüchte. Sie können nicht länger gegen Kabbala anreden, da dies nicht länger möglich ist, wohl aber gegen die Menschen, die sie verbreiten, einschließlich unserer Gesellschaft. Sie sind, so steht es geschrieben, Irei Hashem Ovdei Paroh – jene, die sich vor dem Schöpfer fürchten, aber begehren, in ihrem Egoismus zu verweilen.

Der Vilnaer Gaon (Agra) schrieb in Das Licht des Sohar, 3,28 „Adam Ve Ishto„: „In der Zukunft wird Moses uns alles offenbaren, im Gegensatz zu der Art, wie es derzeit in der Tora in Form von Geschichten verborgen wird, die für Erev Rav bestimmt sind und die nicht die innere Bedeutung studieren.“

Verwandtes Material:
Shamati #33: Bezüglich der Lose von Jom Kippur und Haman
Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

„Gesalbt zu sein“ bedeutet, das Licht von Chochma heranzuziehen


Eine Frage, die ich erhielt: Wieso sagen Sie, dass das Wort Mashiach (Messias) vom Wort Lishmoch (ziehen) stammt? Ich denke, es kommt vom Wort Limshoach – salben – und es bezieht sich auf jemanden, der zum Dienen gesalbt ist.

Meine Antwort: Gesalbt zu sein bedeutet, das Höhere Licht Chochma auf einen Menschen heranzuziehen. In unserer Welt wird dieses Licht durch Öl repräsentiert. Auf diese Weise steigt ein Mensch auf eine Stufe auf, die es erfordert, dem Schöpfer zu dienen.

Dieser Vorgang wurde von einem Propheten durchgeführt, der auf einer solch hohen Stufe war, dass er einen Menschen auf die spirituelle Stufe des Dienstes für den Schöpfer ziehen konnte. Die Kabbala spricht nicht über „wen, wie und mit was salben“, sondern berichtet uns über das Wesen dieses Phänomens: über die Wahrnehmung des Höheren Lichtes, das einem Menschen tatsächlich die Kraft und das Recht gibt, der Gesalbte G-ttes zu sein, dem Schöpfer nahe zu sein. Ich „übersetze“ diese Worte, um direkt zum Wesentlichen von dem zu kommen, was geschieht.

Nebenbei bemerkt – diese Buchstaben sind im Hebräischen untereinander austauschbar. Wenn Sie sich jedoch mehr von der physischen Salbung angezogen fühlen, dann sollten Sie Erklärungen lesen, die nicht kabbalistisch sind. Alles in der Tora Geschriebene kann auf direkte Weise verstanden werden, d. h. wie physische Handlungen, und/oder entsprechend seiner wahren inneren Bedeutung. Doch kann man nach wie vor durch das wörtliche Verständnis des Textes nicht seine wahre Bedeutung enthüllen, denn der Mashiach ist die Kraft der Befreiung vom Egoismus und nicht eine Person.

Im Punkt 70 der Einführung zum Buch Sohar heißt es: „Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft der Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren …“

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Kommen des Messias
Artikel: Rabbi Chiyas Vision

Diesen Blog gibt es jetzt auch in Ungarisch!


Den Blog „Kabbala, Wissenschaft und der Sinn des Lebens“ gibt es jetzt auch in Ungarisch:

Kabbala és az élet értelme – Michael Laitman személyes blogja

Ein großes Danke schön von uns allen bei Bnei Baruch an unsere ungarischen Freunde! Lasst uns weiter miteinander in Richtung Gutes voranschreiten!

Fragen entlang des Weges


Fragen, die ich über das Arbeiten mit den Büchern und der Gruppe erhielt:

Frage: Wann gelangt ein Mensch, der die Wissenschaft der Kabbala studiert, vom einfachen „absorbieren“ der Information (lesen, hören und sehen) zum eigentlichen Erkennen der Höheren Welt?

Meine Antwort: Sobald er auch nur im geringsten Maße der Qualität des Schenkens, wie sie im Text beschrieben wird, entspricht.

Frage: Wenn man das Material mit den oben genannten Methoden studiert, macht es dann mehr Sinn, sich mit den Gedankengängen der Kabbalisten zu verbinden, als eine Verbindung zum Material selbst zu finden?

Meine Antwort: Das ist genau das, was Sie tun sollten – versuchen Sie, sich mit dem Autor und seiner Absicht zu verbinden.

Frage: Kann der die Sache des Bruchs nur in einer Gruppe ans Tageslicht kommen? Oder auch mit Menschen, die mir nahe stehen, wie mein Mann zum Beispiel?

Meine Antwort: Das kann nur getan werden, indem man versucht, die Sehnsüchte nach dem Schöpfer zu vereinigen, indem wir unsere gemeinsamen Sehnsüchte nach Ihm näher zusammenbringen.

Frage: Manchmal treffe ich Leute, die mir spirituell sehr nahe zu sein scheinen und es ist leichter für mich, mich mit ihren Sehnsüchten zu verbinden. Ist das eine egoistische Gleichwertigkeit der Form? Oder das Muster der Reinkarnation von Seelen?

Meine Antwort: Es sind dieselben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch der Welt
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen

Es gibt kein Verbot, den Egoismus zu korrigieren


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe immer noch nicht, wieso die Juden bis jetzt die Kabbala verborgen hatten.

Meine Antwort: Ich verstehe Sie: wenn die Kabbala nur zur Korrektur des Menschen bestimmt ist, eine Wissenschaft ist und die Welt in keinster Weise manipuliert, warum wurde sie dann für 5769 Jahre (seit sie von Adam enthüllt wurde) verborgen? Gibt es ein Verbot, den Egoismus zu korrigieren?

Tatsache ist, dass es durch die gesamte Geschichte der Menschheit nur eine Zeit gab, als die Kabbala für alle zugänglich war. Das war im alten Babylon, was ein „kleines Dorf“ war, in dem jeder Mensch jeden anderen beeinflusste. Wenn sich eine Gesellschaft in diesem Zustand befindet, ein einziges System ist, nötigt es die Menschen, das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Genau dazu drängte der babylonische Priester Abraham seine Landsleute.

Es hörten jedoch nur ein paar Leute auf ihn, jene in denen sich „der Punkt im Herzen“ enthüllt hatte. Sie folgten ihm und erhielten einen Namen entsprechend ihrem Streben: Israel, was Isra (direkt) + El (Schöpfer) bedeutet. Der Rest entschied, sich nicht zu vereinen, nicht seinen Egoismus zu korrigieren, auch nicht die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu erlangen, sondern sich voneinander zu trennen. Somit entfernten sie die Wirkung eines einzigen Systems, eines „kleinen Dorfes“, von der Gesellschaft und zerstreuten sich über die gesamte Welt.

Inzwischen entwickelte sich Abrahams Gruppe und wuchs bis zu der Zeit – vor 2.000 Jahren – als plötzlich ein riesiger Egoismus in ihr zum Ausbruch kam. Das war, als sie (Israel, die Juden) von der Stufe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf die Stufe von gegenseitigem unbegründetem Hass fielen. Als Folge davon verloren sie ihre Wahrnehmung des einzigen Systems und dadurch verschwand auch ihre Wahrnehmung der gegenseitigen Liebe, des Schöpfers: Der Schöpfer „verbarg sich Selbst“ vor ihnen.

Heutzutage hat die Welt erneut den Zustand eines einzigen Systems erreicht, „eines kleinen Dorfes“, genau wie im alten Babylon. In diesem Zustand, in dem alle Menschen um existieren zu können (für uns um zu überleben) vollkommen miteinander verbunden sind, müssen wir die Bedingung „jeder Mensch ist verantwortlich für alle“ einhalten. Und dies kann nur unter der Bedingung von gegenseitiger Liebe getan werden. Wie können wir diese Qualität erlangen und überleben? Genau das erklärt uns die Kabbala. Und aus diesem Grund wird sie heute wieder enthüllt – weil ein Bedürfnis danach besteht.

Denn wir haben genau diesen globalen, systematischen Egoismus enthüllt, der korrigiert werden muss, anstatt des eigenen persönlichen Egoismus. Solange dieser Egoismus noch nicht enthüllt war, war auch die Kabbala – die Wissenschaft zu seiner Korrektur – ebenfalls verborgen. Heute ist sie jedoch jedem enthüllt worden, weil jeder seine Einstellung zu den anderen korrigieren muss! Dies ist ein Naturgesetz. Weil der globale Egoismus enthüllt wurde, gibt es kein Verbot für seine Korrektur und darum gibt es kein Verbot für die Kabbala. Also fangen Sie an und studieren Sie, wie wir in einer neuen Welt sein sollten.

(Auf dem obigen Foto stehe ich vor dem Hintergrund des Turms zu Babel. Du musst spüren, dass alles davon zu Dir gehört!)

Verwandtes Material:
Blog-post: Egoistische Sehnsüchte sind nicht in der Absicht auf das Schenken und die…
Blog-post: Konsequenzen des Wachstums des Egoismus
Blog-post: Kabbala ist für alle!

Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sehen seriös und weise aus, aber Ihre Ideen und Vorschläge an die Menschheit sind utopisch. Sind Sie sich wirklich sicher, dass diese eingesetzt werden können oder dass vielleicht sogar die Möglichkeit besteht, eine spirituelle Revolution für die Menschheit anzukurbeln?

Meiner Antwort: Weil ich die menschliche Natur verstehe, weiß ich, dass alle unsere Wünsche, Gedanken und Handlungen absolut egoistisch sind und gar nicht anders sein können. Weil ich aber auch das Wesen der Höheren Welt und des Lichtes verstehe, bin ich dessen absolut sicher und weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das Licht, das unseren Egoismus erschaffen hat, es auch sofort in Altruismus umwandeln kann. Allerdings wird es dies nur aufgrund unseres Verlangens tun.

Wir können dieses Verlangen nur durch die Erkenntnis entwickeln, dass der Egoismus schlecht für uns ist, indem wir sehen, wie viel Leiden er uns verursacht. Die Frage ist: Wie viel Leid wird dazu nötig sein? Wir können dies durch das Studium einer kleinen Krise erforschen – wie der jetzigen z. B. – und erkennen, dass unsere Haltung zueinander im Gegensatz zum „globalen Dorf der Menschheit“ liegt. Wir können das so tiefschürfend erkennen, dass wir anfangen können, in Richtung „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ voranzuschreiten, d. h. zur Übereinstimmung mit der Natur oder dem Schöpfer.

Wir können z. B. ein globales Erziehungssystem einsetzen, das jeden über die Tatsache unterrichtet, dass wir in einer Welt leben, in der jeder vom Anderen abhängig ist. Zusätzlich könnte dies in allen Massenmedien und Erziehungsinstituten weltweit, von Kindergärten bis hin zur Uni, erklärt werden (Mehr darüber in „Die klassischen Lehren und das Neue Planetarische Bewusstsein“.)

Jeglicher Versuch, den wir zu diesem Zweck unternehmen – selbst die kleinsten ersten Schritte – wird bereits unseren Widerspruch (unsere Gegensätzlichkeit) zur Natur grundlegend revidieren, da wir uns durch diese Handlungen wieder mit der Natur (dem Schöpfer) konfrontieren werden und somit ihr (Ihm) näherkommen. Wenn unsere gesamten Verlangen nach der Veränderung streben, wird dies ganz schnell geschehen, denn der Schöpfer hört nichts anderes als die Bitten der Gesellschaft.

Die Natur wird ihren Plan so oder so ausführen und dieser Plan ist bereits komplett und existiert in der spirituellen Welt. Es wäre natürlich besser, all die Katastrophen auf der Welt zu vermeiden, sei es gesellschaftliche, ökologische, militärische, biologische oder andere, die uns dazu zwingen, uns vom Egoismus zu lösen. Es gibt einen erfreulichen Weg zum Ziel der Natur (siehe Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“); deswegen wurde uns die Wissenschaft der Kabbala gegeben. Wir müssen zumindest alles was uns möglich ist tun – die spirituelle Revolution wird jedoch auf jeden Fall stattfinden!

Eine Parabel: Ein Mann ging am Meer spazieren und sah, wie ein Junge etwas vom Strand aufhob und ins Meer warf. Der Mann kam näher und sah, dass es Seesterne waren, die der Junge aufhob; er war völlig von ihnen umringt. Es sah aus, als lägen Tausende von Seesternen im Sand; das Ufer war kilometerlang mit ihnen besät.

„Warum wirfst Du diesen Seestern ins Wasser?“, fragte der Mann, als er den Jungen erreichte.

„Wenn sie hier am Strand bis zur morgendlichen Flut liegenbleiben, werden sie sterben“, sagte der Junge, ohne sein Vorgehen zu unterbrechen.

„Das ist doch dumm!“, rief der Mann aus. „Schau dich um! Hier gibt es doch Tausende von Seesternen, der ganze Strand ist voll von ihnen. Deine Bemühungen machen doch überhaupt keinen Unterschied!“

Der Junge hob den nächsten Seestern auf, dachte einen Moment nach, warf ihn dann ins Meer und sagte: „Nein, meine Bemühungen ändern viel … für diesen Seestern.“

Dann hob der Mann ebenfalls einen Seestern auf und warf ihn ins Meer. Und dann noch einen. Als die Nacht vorüber war, waren viele Menschen am Strand und jeder von ihnen hob Seesterne auf und warf sie ins Meer. Als die Sonne aufging, war der Strand leer – keine Seele wurde ungerettet zurückgelassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Notwendigkeit, die richtige Wahrnehmung in unseren Kindern zu fördern

Das einzige Gebot ist Gleichheit mit dem Schöpfer


Eine Frage, die ich über den Unterschied zwischen Religion und der Kabbala erhielt:

Frage: Ist Studieren der Tora und Einhalten der Mizwot das gleiche wie religiös zu sein?

Meine Antwort: Ja

Frage: Wenn das Wort „religiös“ dogmatisch, erstarrt und verschlossen bedeutet, mag ich es nicht.

Meine Antwort: Aber der Zweck der Religion liegt im Bewahren, im sturen Einhalten. Dies ist exakt der Genuss, den jemand verspürt, wenn er religiös ist.

Frage: Aber die Art, wie ich zusammen mit Chassidut und Kabbala die Tora studierte und die Mizwot (Gebote) praktizierte, , scheint etwas sehr Kraftvolles und Wichtiges zu sein.

Meine Antwort: Es gibt keine Gebote in der Kabbala, außer der Gleichheit mit dem Schöpfer durch „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“.

Frage: In der Tora gibt es einen enthüllten und einen verborgenen Teil und sie wirken gemeinsam. Fungieren demnach das kontinuierliche Torastudium und Praktizieren der Mizwot (von Juden und jenen, die sich davon angezogen fühlen) nicht als Plattform oder Fundament zum Studieren der Kabbala?

Antwort: Nein

Frage: Bewahren die traditionellen Praktiken nicht das verborgene kabbalistische Wissen, das noch enthüllt werden muss?

Meine Antwort: Nein

Frage: Oder sagen Sie, dass alles der alten Wege der Tora wie ein Mantel abgelegt werden muss und nur die Wissenschaft der Kabbala übrigbleiben sollte?

Meine Antwort: Ja

Frage: Ich möchte meine Frage erläutern und sagen, dass ich Ihre Einführung in die Kabbala auf Ihren Internetseiten auf eine wundervolle Weise als kraftvoll, bereichernd und notwendig erachte. Ich betrachte meine Gefühle ( konfliktreich, verwirrt und intensiv) als Teil meines Korrekturprozesses und ich habe diese Fragen voller Respekt und im Geiste des Wachstums und der Akzeptanz gestellt.

Meine Antwort: Vielen Dank!

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätsen
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Glaube, Hoffnung und Liebe


Eine Frage, die ich erhielt: Erklären Sie bitte die Bedeutung des Ausdrucks „Glaube, Hoffnung und Liebe“ und ihre Aufgabe in unserer spirituellen Arbeit.

Meine Antwort: Zuerst muss ein Mensch Glauben erlangen – die Wahrnehmung des Schöpfers. Diese Wahrnehmung gibt ihm Hoffnung und Vertrauen in seine Gegenwart und Zukunft, da die Enthüllung des Schöpfers einen Menschen mit Ihm verschmelzen lässt, wie ein Embryo in einer Mutter. Nachdem der Mensch alle Handlungen des Schöpfers erlebt und ihre absolute Güte kennengelernt hat, fängt er an, Liebe für den Schöpfer zu empfinden.

Wie Sie sehen, kommt alles aus der Erlangung oder dem selbständigen Lernen der Dinge. Kabbala ist die praktischste Wissenschaft von allen: Sie wird innerlich und selbständig studiert.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alles wird von innen heraus erreicht!
Blog-post: Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des normalen Verstandes lernen
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kapitel aus dem Buch „Leben aus der Kabbala“: Glaube an die Einzigartigkeit des Schöpfers